DE370779C - Bogenlampe mit abwaerts gerichteten Kohlen und magnetischer Beeinflussung des Lichtbogens - Google Patents

Bogenlampe mit abwaerts gerichteten Kohlen und magnetischer Beeinflussung des Lichtbogens

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DE370779C DEK80653D DEK0080653D DE370779C DE 370779 C DE370779 C DE 370779C DE K80653 D DEK80653 D DE K80653D DE K0080653 D DEK0080653 D DE K0080653D DE 370779 C DE370779 C DE 370779C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0057Accessories for arc lamps
    • H05B31/006Electromagnets or armatures; Arc blowing electromagnets

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

Bei Bogenlampen mit abwärts gerichteten Kohlen, die mit einer höheren Stromstärke als etwa 12 Ampere brennen, wird der Lichtbogen vom Eigenfeld der Stromschleife, die durch, die Elektroden und den Bogen gebildet wird, nach unten geblasen, schwankt je nach der Stromstärke mehr oder weniger hin und her und neigt bei weiter ansteigendem Strom zum Abreißen. Die Lampe brennt also sehr unruhig.
ίο Man hat, um diesen Übelstand abzustellen, in bekannter Weise in Höhe des Bogens ein Magnetfeld angeordnet, dessen Kraftlinien denen des Elektrodenstromkreises entgegengesetzt gerichtet sind und sie teilweise kompensieren, dadurch also gewissermaßen saugend den nach unten geblasenen Lichtbogen zu verkleinern suchen.
Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß sie das exakte Arbeiten des Regelwerkes für den Kohlennachschub sehr erschwert. Brennen nämlich beim Betrieb der Lampen die Kohlen nach und nach ab, so würde der Lichtbogen mit den kürzer werdenden Kohlen immer mehr in die Höhe steigen und dabei wichtige Konstruktionsteile der Lampe, z. B. den Brennteller, zerstören, wenn nicht das Regelwerk dafür sorgte, daß der Lichtbogen sich auch bei fortschreitendem Abbrand der Kohlen immer am selben Fixpunkte befindet. Das den Nachschub bewirkende Regelwerk wird beeinflußt durch die veränderliche Spannung des Bogens. Brennt nun der Lichtbogen zwischen zwei Kohlen, die nur wenig gegeneinander geneigt sind, so kann der Abbrand der Kohlen schon um ein beträchtliches Stück vorgeschritten sein, ehe die Spannung des Bogens so weit ansteigt, daß das Regelwerk in Tätigkeit tritt, denn wenn auch die Kohlen schon um ein gewisses Stück abgebrannt sind, so befindet sich der Lichtbogen immer noch in dem hochtreibenden, kompensierenden Feld, das durch seine Streukraftlinien ziemlich weit nach oben reicht. Erst wenn der Bogen aus dem Bereich dieses kompensierenden Feldes kommt, hat er eine höhere Spannung, da er nun durch sein 4-5 Eigenfeld nach unten geblasen und verlängert
wird. Jetzt erst, nachdem der Lichtbogen schon viel zu hoch gestiegen ist und wichtige Teile der Lampe gefährdet haben kann, würde der Nachschub der Kohlen einsetzen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, sind erfmdungsgemäß die Kohlen kurz über ihrem Brennende mit einem etwa ringförmigen Eisenstück umgeben, das so angeordnet ist, daß es dem Räume zwischen den Kohlen, den es umgibt, die hochtreibenden Kraftlinien des Saugmagneten entzieht. An dieser Stelle kommt also das Eigenfeld des Elektrodenstromkreises ungeschwächt zur Geltung, bläst den Bogen wieder nach unten, vergrößert dadurch seine ι Länge und damit seine Spannung und läßt das Regelwerk in Tätigkeit treten. ;Ein Hochbrennen wird also mit Sicherheit vermieden. : Die auf einen ruhigen Abbrand hinzielende j Wirkung eines den Lichtbogen verkleinernden so Magnetfeldes und eines das Hochbrennen verhindernden Eisenringes wird nun noch wesent- ! lieh unterstützt durch Verwendung eines an i sich schon bekannten Sparers.
Bisher hat man diesen Sparer immer als be- j as sonderen Konstruktionsteil ausgebildet und gegebenenfalls einen Blas- oder Saugmagneten zur Beeinflussung des Lichtbogens außerdem ! angewandt. i
Erfindungsgemäß wird hier der Sparer ge- \ bildet durch die Polstücke des Saugmagneten } als Längswandungen und durch das etwa ring- I förmige Eisenstück, das dem Lichtbogen die Kraftlinien des Saugmagneten entzieht, als obere Deckplatte.
Der Lichtbogen brennt im wesentlichen parallel zwischen den beiden als Längswandungen"^ dienenden Polstücken, deren Enden sich entweder nähern oder durch Zwischenwände aus feuerfestem, Material verbunden sind, so daß in beiden Fällen eine längliche, schmale j Sparerkammer entsteht. Es hat sich heraus- j gestellt, daß diese längliche schmale Form der · Sparerkammer auf die Ruhe des Lichtbogens > einen'besonders günstigen Einfluß hat. Die Zeichnung erläutert das Gesagte: Abb. ι [ bis 3 stellt das Prinzip der Erfindung dar, Abb. ι einen Schnitt durch die Anordnung parallel zum Lichtbogen, Abb. 2 einen Schnitt senkrecht dazu und Abb. 3 eine Ansicht von oben. [ Zwischen den Kohlen α und b (b sei die | positive Elektrode) brennt der Lichtbogen c. i Durch das Eigenfeld der Stromschleife, die : durch die^Kohlen α und b und den Lichtbogen c ; gebildet ist, und deren punktiert gezeichnete Kraftlinien d so gerichtet sind, wie in Abb. 1 ■ gezeichnet (zwischen den Kohlen in die Bild- ■ ebene eintretend) wird der Lichtbogen nach I unten geblasen. Zwischen den Polstücken e und /' wird aber ein Feld erzeugt, dessen Kraftlinien g den Kraftlinien d entgegengerichtet j sind, die also den Bogen c wieder nach oben treiben und ihn zu verkleinern suchen.
Über dem unteren Brennende der Kohlen ist der Eisenring h so angeordnet, daß die in Höhe des Ringes befindlichen Kraftlinien g des Saugmagneten innerhalb des bequemen Eisenweges des Ringes um den Raum zwischen den Kohlen herumgehen, dem Lichtbogen also an dieser Stelle entzogen werden. In diesem Raum wirkt also nur das Eigenfeld des Elektrodenstromkreises, welches den Bogen nach unten treibt und ein Hochbrennen verhindert.
Abb. 4 bis 7 zeigen beispielsweise Anordnungen, wie man die Polschuhe und das ringförmige Eisenstück zur Herstellung einer Sparerkammer verwenden kann. Abb. 4 und 6 sind zum Lichtbogen parallele Schnitte zweier verschiedener Ausbildungen, Abb 5 und 7 sind die dazugehörigen Ansichten von oben.
Abb. 4 und 5 zeigen eine Ausführung, bei der die Polstücke e und f zusammen mit der Eisenplatte h, die dem obenerwähnten ringförmigen Eisenstück entspricht, und den Stirnwänden i aus unmagnetischem Material eine rechteckige schmale Sparerkammer bilden; k ist der zu den Polschuhen e und f gehörige, permanente oder vom Hauptstrom erregte Magnet.
Abb. 6 und 7 zeigen eine Ausführung, bei der die Polstücke e und f annähernd kreisförmig oder elliptisch gebogen sind und sich an ihren Enden so weit nähern, daß Stirnwände evtl. fortgelassen werden können.

Claims (2)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    ι Bogenlampe mit abwärts gerichteten Kohlen und magnetischer Beeinflussung des Lichtbogens, dadurch gekennzeichnet, daß der durch ein saugendes Magnetfeld verkleinerte Lichtbogen am Hochbrennen durch ein etwa ringförmiges Eisenstück verhindert wird, das die Kohlen oberhalb der Brennenden umgibt und an dieser Stelle dem Lichtbogen die hochtreibenden Kraftlinien entzieht.
  2. 2. Bogenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Lichtbogen verkleinernde Magnetfeld zwischen zwei Polschuhen erzeugt wird, die den Lichtbogen seitlich umgeben und, nötigenfalls mit Hilfe von unmagnetischen Stirnwänden, eine schmale Sparerkammer bilden, die oben durch eine etwa ringförmige Eisenplatte abgedeckt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKERE!.
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