DE47733C - Selbstschliefsender Mefsapparat für Flüssigkeiten - Google Patents

Selbstschliefsender Mefsapparat für Flüssigkeiten

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DE47733C
DE47733C DENDAT47733D DE47733DA DE47733C DE 47733 C DE47733 C DE 47733C DE NDAT47733 D DENDAT47733 D DE NDAT47733D DE 47733D A DE47733D A DE 47733DA DE 47733 C DE47733 C DE 47733C
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liquids
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DENDAT47733D
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P. KAULFUSS in Penig i, Sachsen
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F11/00Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it
    • G01F11/10Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation
    • G01F11/12Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation of the valve type, i.e. the separating being effected by fluid-tight or powder-tight movements
    • G01F11/20Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation of the valve type, i.e. the separating being effected by fluid-tight or powder-tight movements wherein the measuring chamber rotates or oscillates
    • G01F11/22Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation of the valve type, i.e. the separating being effected by fluid-tight or powder-tight movements wherein the measuring chamber rotates or oscillates for liquid or semiliquid

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung hat einen Apparat zum Gegenstand, mittelst welchen Flüssigkeiten aus Fässern oder anderen Gefäfsen in bestimmten Mengen abgefüllt oder entnommen werden können, und zwar nachdem er für eine gewisse Durchlafsmenge eingestellt ist, unter selbstthätig rechtzeitigem Abschlufs.
Die Zeichnungen veranschaulichen diesen Mefsapparät und es stellt dar:
Fig. ι den senkrechten Durchschnitt in der Durchflufsrichtung bei abgeschlossenem Durchlafsventil V, Fig. 2 den senkrechten Durchschnitt in der Durchflufsrichtung bei geöffnetem Durchlafsventil V, Fig. 3 den Grundrifs mit losgenommener Theilscheibe, Fig. 4 die Vorder-' ansicht des Apparates mit dem Schaltwerk und Querschnitt durch den Mefshahn H und die Mefsgefäfse M nach Linie I-I, Fig. 5 den Querschnitt durch Mefshahn H und Mefsgefäfse M nach Linie H-IL Fig. 6 den Grundrifs der von den Stehbolzen t abgenommenen Theilscheibe T.
Das Wesen des Apparates besteht darin, dafs zwei mit dem auf dem festen Kegel K schwingenden Hahngehäuse H verbundenen und eine bestimmte Menge Flüssigkeit fassende Behälter M abwechselnd gefüllt und geleert werden, bis "die beabsichtigte Flüssigkeitsmenge aus der Hahnmündung O entnommen ist. Das abwechselnde Füllen und Entleeren der Mafse M vollzieht sich auf Grund des Umstandes, dafs in dem Konus. K eine Eintrittsöffnung E und zwei von dieser getrennte Austrittswege A angebracht sind, und dafs sich die Gefäfse. M, wenn sie entleert sind, .mit dem Eintrittskanal E, wenn sie gefüllt sind, mit dem betreffenden Äustrittskanal A in Vierbindung setzen. Zum Füllen mufs .natürlich das Ventil V, wie in Fig. 2, geöffnet sein; M ist hier das linksseitige Gefäfs, der Apparat ist eben in Betrieb gesetzt, während in Fig. 1 und 4 die zweite Stellung der Gefäfse M. dargestellt ist.
Das. Schwingen des Hahngehäuses H mit den daran angebrachten Füllmafsen MM auf , dem Hahnkonus K und hiermit das gleichzeitige Füllen und Entleeren der Gefäfse M erfolgen selbstthätig. Das aufrecht stehende Gefäfs und damit die ganze Oscillätionsvorrichtung wird durch eine der beiden Klinken k -gehalten, welche sich in den Zahn \ am Gefäfse eingelegt hat. Ist dieses vollkommen angefüllt, was durch Oeffnung des Luftventils L ermöglicht wird, so erhebt sich mit dem Flüssigkeitsspiegel auch dieses Ventil; es schliefst sich und hebt mit seinem Führungsbolzen die kleine Klinke k aus dem Zahn ■{ heraus, so dafs das durch die Füllung beschwerte Gefäfs nun aus der aufrechten Stellung in die geneigte Lage fallen kann. Begrenzt wird der Ausschlag durch Antreffen der an den Gefäfsen angebrachten Querleisten Q gegen die Rippe R (Fig. ι und 4). Die Spiralfeder F hat die Bestimmung, die hierbei erzeugten Stöfse aufzufangen, überhaupt den Fall zu mäfsigen. Eine andere Spiralfeder/", welche sich zwischen dem vorn auf dem Hahnkonus K aufgeschraubten .Mündungsrohr O und dem leicht beweglichen Hahngehäuse H befindet, dient zum stetigen Anschliefsen und Dichten des letzteren mit dem Kegel.
Die Anzahl der Ausschläge der Füllmafse M hat sich nach der aus dem Apparat zu entnehmenden Flüssigkeitsmenge zu richten und mufs bei Beginn des Betriebes stets das linksseitige Füllmafs aufrecht stehen und zuerst gefüllt werden, wie das noch besonders erläutert werden wird. Während eines doppelten, d. h. hin und her erfolgten Ausschlages finden zwei Anfüllungen und zwei Entleerungen statt. Beträgt nun der Rauminhalt eines jeden der Füllmafse M z. B. Y8 1, so müssen sich bei Entnahme von etwa 3 1 zwölf doppelte Ausschläge vollziehen, jedes Mafs hat sich zwölf Mal zu füllen und zwölf Mal zu entleeren, giebt zusammen 24 Füllungen und 24 Entleerungen, jede zu Y8 1, das sind 3 1.
Zur selbstthätigen Abmessung einer zu entnehmenden bestimmten Menge Flüssigkeit ist ein Schaltapparat mit einer Scala vorhanden, welcher durch das Schwingen der Füllmafse M in Thätigkeit gesetzt wird. Mit den Füllmafsen zugleich schwingt eine zwischen denselben angeordnete, auf ein Pendel P wirkende Coulisse C, Fig. ι und 4. Das Pendel besteht aus einem doppelarmigen, an einem Bolzen hängenden Hebel, an dessen kleinem Hebelarm eine durch Gewicht beschwerte, in einen Zahnkranz Z eingreifende Schaltklinke 5 angebolzt ist. Aus Fig. 4 geht hervor, dafs, wenn sich nach beendeter Füllung das Mafs zur Rechten behufs Entleerung desselben umlegt, die Schaltklinke 5 den Zahnkranz Z um einen Zahn nach links dreht, womit eine neue Füllungsperiode eingestellt wird. Bei Anstellung des Apparates mufs das linke Gefäfs M aufrecht stehen; hierbei beginnt die Wirkung des Apparates. Hat sich die Füllung des Gefäfses zur Linken vollzogen und das umgelegte zur Rechten entleert, so kippt das Mafs links um und das Mafs rechts stellt sich zum Füllen aufrecht. Zu gleicher Zeit wird hierbei die Klinke 5 in den nächsten Zahn rechts des Zahnkranzes eingerückt, um nach stattgefundener Füllung ,und Umkippung des rechten Mafses den Zahnkranz um diesen Zahn nach links zu drehen, d. h. um den Einstellungszeiger J um einen Betrag über die Scala fortzurücken, welcher zwei Gefäfsfüllungen entspricht. Dieses Spiel setzt sich fort, bis der Zeiger / am Nullpunkt der Scala eingetroffen ist; so viel Zähne des Zahnkranzes nach links fortgerückt wurden, so viel Mal sind auch die Mafse M gefüllt und geleert worden.
Der erwähnte Zeiger J befindet sich an einem Stellgriff U, der an der im Gehäuse G drehbaren Zahnkranzscheibe R befestigt ist. Mit diesem Griff läfst sich die letztere drehen, nachdem man die Schaltklinke 5 durch Fingerdruck auf das Drückerchen d aus dem Zahnkranz Z ausgelöst hat. Ueber der drehbaren Scheibe R ist concentrisch zu dieser eine das Gehäuse G oben abschliefsende Theilscheibe T auf Stehbolzen t befestigt, der Zeiger streicht über deren Scala, Fig. 6, hinweg, sowohl beim Anstellen des Apparates auf eine bestimmte Menge von Flüssigkeit und selbstthätig in umgekehrter Richtung, als auch zurücklaufend während des Betriebes desselben. Die mit Zahlen versehenen Theilstriche der Scala markiren die Mafseinheiten, z.B. Liter, und die zwischengelegenen Theilstriche die Bruchtheile der Einheiten. Will man beispielsweise den Apparat auf eine Durchflufsmenge von 5V2 1 einstellen, so ist der Zeiger / auch auf 5Y2 zurichten. Mit jeder vollbrachten doppelten Oscillation des Füllgefäfspaares MM wird, wie schon vorn bemerkt, die Scheibe R mit dem Zeiger / um einen Zahn des Zahnkranzes Z nach links fortgeschoben, doch soll dies nur so lange geschehen, bis der Zeiger am Nullpunkt der Theilscheibe angekommen ist. Mit diesem Moment hat der Durchflufs der Flüssigkeit aufzuhören und der Apparat seinen Dienst einzustellen, wie das die Fig. 1 und 4 kennzeichnen. Anstatt der Theilscheibe läfst sich bei entsprechender Aenderung des Schaltwerkes eine gerade Mafsscala anwenden.
Um den Apparat in' Betrieb zu setzen, ist zuerst der Zeiger J auf den die abzufüllende Flüssigkeitsmenge bezeichnenden Theilstrich der Scala einzustellen und hierauf durch Druck mit der Hand auf den Knopf W das im Apparat senkrecht geführte Durchlafsventil V zu öffnen (Fig. 2). Dieses durch eine Spiralfeder X stets nach oben gezogene und so abschliefsende Ventil mufs während der Thätigkeit des Apparates offen gehalten werden. Hierzu dient die auf .der Ventilspindel befestigte, mit einem Flantsch oder Bund ausgestattete Büchse Y, auf deren Bund sich die Nase der kleinen, von dem doppelarmigen Drückhebel h gehaltenen Nufs η setzt. Beim Herabdrücken der Ventilspindel drückt der Bund £ der Büchse Y auf einen mit der drehbaren Nufs η in Verbindung stehenden kleinen Arm α, so dafs sich die Nase an η auf den Bund b aufsetzt. Gleichzeitig wird aber der linke Hebelarm des Doppelhebels h durch Einwirkung des mit diesem Hebel in Verbindung stehenden Druckgewichtes g (Fig. 3) in die Nufs eingeklinkt (Fig. 2), wodurch diese die Ventilspindel niederdrückt, also das Ventil V zum Durchflufs geöffnet erhält. Augenblicklich schliefsen wird sich aber das Ventil V, sobald auf den freien Arm des Doppelhebels h gedrückt wird. Es besorgt dies ein am Stellgriff U noch angebrachter Knaggen B, welcher sich bei Ankunft des Zeigers J am Nullpunkt auf den Hebel aufschiebt. Die Nufs η wird dadurch vom Hebel h frei, ebenso der Bund b von der Nase η, das Ventil V schnellt in die Höhe und verschliefst den Durchflufs.
Die Einstellung des Apparates für eine gewisse Durchgangsmenge durch Rücken des Zeigers auf dem betreifenden Theilstrich, sowie seine Inbetriebsetzung durch Niederdrückung des Knopfes W ist einfach. Das rechtzeitige Abschliefsen vollzieht sich selbstthätig.
Der Apparat läfst sich mit seinem Flantsch c entweder direct an das abzufüllende Gefäfs oder an einen zwischenzuschaltenden Durchgangshahn anschrauben oder in irgend welcher anderen Weise anbringen. Eine in dem Durchflufsrohr eingefügte Kugel i hat die Bestimmung, den Drucks und den Durchgang der Flüssigkeit zu reguliren. Aichfähig ist der Apparat dadurch gemacht, dafs an den auf einen bestimmten Inhalt zu aichenden beiden Füllgefäfsen MM die mit Deckel versehenen Stutzen e angebracht sind, in welche zur Correction sich eingeschraubte, zur Aufnähme der Plombe bestimmte Plättchen befinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein selbstschliefsender Mefsapparat für Flüssigkeiten, welcher die beiden nachbenannten Einrichtungen besitzt:
    a) zwei oder mehrere einen bestimmten Inhalt fassende Behälter (M), welche bei abwechselnd erfolgender Füllung mit Flüssigkeit um einen mit Ein- und Austrittsöffnungen versehenen Hahnkegel selbstthätig schwingen, so dafs bei geöffnetem Zulafsventil (V) in jeder Endstellung ein Behälter sich füllt, der andere sich entleert;
    b) einen von vorgenannter Bewegung in Thätigkeit gesetzten Schaltapparat, auf welchem mittelst Zeigers die durchzulassende Flüssigkeitsmenge auf einer Scala so eingestellt werden kann, dafs das Ventil (V) selbstthätig in dem Augenblicke geschlossen wird, in welchem die eingestellte Menge Flüssigkeit aus dem Apparat ausgelassen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT47733D Selbstschliefsender Mefsapparat für Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE47733C (de)

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