DE47406C - Typendrucktelegraph - Google Patents

Typendrucktelegraph

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DE47406C
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Siemens and Halske AG
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Siemens and Halske AG
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L19/00Apparatus or local circuits for step-by-step systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)
  • Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
  • Handling Of Cut Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1888 ab.
Ein Laufwerk mit Federtrommel F ist bestrebt, das mit Buchstaben und Zahlentypen auf dem Umfang versehene Typenrad R im Sinne des Pfeiles zu drehen, wobei es von der Farbwalze^/" mit Farbe versehen wird. Dasselbe wird hieran durch ein mit ihm durch Zahnradübersetzung verbundenes Echappementrad verhindert. Wird der zweiarmige Echappementhebel E zwischen seinen Anschlägen bewegt, so treibt das Laufwerk bei jedesmaligem Auf- und Abgehen von E das Typenrad um einen Buchstaben weiter. So oft daher ein Strom den Elektromagneten M1 durchfliefst und den Anker A1 anzieht, so viele Theile rückt das Typenrad vor. Unterhalb des letzteren ist der Druckhebel D gelagert, der gleichfalls zweiarmig ist und von einem Elektromagneten M2 in Bewegung gesetzt werden kann. Am Ende dieses Hebels ist eine kleine Druckwalze ρ gelagert, über welche der von der Papierrolle P kommende Streifen führt. Wird der Anker A2 von M2 angezogen, so druckt die gerade über ρ befindliche Type sich auf den Papierstreifen ab. Erfolgt nach dem Anzug der Wiederabfall des Ankers und bewegt sich der Hebel D in seine Anfangsstellung zurück, so rückt der Sperrkegel k durch Vermittelung des Sperrrades s das Papier um einen Schritt vorwärts. Mit dem Typenrade ist fest verbunden der Anschlag a. Ferner ist aufserhalb ein Hebel r drehbar angebracht, welcher durch Reibung von der Federtrommel in dem Sinne mitnehmend bewegt wird, dafs er in den Bereich von α kommt. Der Vorsprung ν am Druckhebel D aber bewirkt bei jedesmaligem Anzüge von .A2, dafs r aufser Bereich von a gebracht wird. Der Weg, den der Hebel r infolge Mitnehmens durch F macht, ist so bemessen, dafs derselbe erst dann in den Bereich von α kommt, wenn mehr als volle zwei Umdrehungen von R erfolgt sind. Erfolgen also die Anzüge von At, so dafs sie innerhalb dieser liegen, so tritt α nicht in Tha'tigkeit. Nach zweimaligem Umgang von R aber legt sich a gegen r an und bringt hiermit eine Normalstellung des Typenrades hervor. Die Elektromagnete Af1 und Af2 sind derart gebaut, dafs ersterer schon auf einen Bruchtheil des Stromes anspricht, welchen letzterer zum Anzug gebraucht. Es handelt sich also, um den Apparat in Thätigkeit zu setzen, nur darum, einer Folge von schwächeren Strömen einen starken Strom folgen zu lassen.
Zu diesem Zwecke dient der mit Tastatur T versehene gebende Apparat. Die Achse χ wird durch ein Laufwerk im Sinne des Pfeiles gedreht. Der Contact C1 ist von dem Contactträger isolirt, mit der Achse χ dagegen durch einen Widerstand W leitend verbunden und läuft über der festen Stromgeberscheibe S, so dafs derselbe eine der Anzahl Typen entsprechende Zahl von Stromschlüssen bezw. Unterbrechungen hervorruft. Läuft aber der mit der Achse χ leitend verbundene Contactträ'ger gegen einen der mit den Tasten in Verbindung stehenden Anschlagstifte bx b2 ba . . ., so tritt eine zweite, mit C1 verbundene Contactfeder bei C2 mit dem Contactträger in Berührung, und es wird so unter Ausschlufs von W ein directer Weg von der Batterie B nach y hergestellt. Der dann erfolgende Stromimpuls ist infolge dessen geeignet, nicht nur M1, sondern auch M2 in Thätigkeit zu setzen.
Eine Anzahl empfangender Apparate werden
mit dem Geber in einem Leitungskreise verbunden und bilden ein System. Die Anzahl der in einem Leitungskreise von gewisser Länge zu betreibenden Apparate findet aber bei einer bestimmten Geschwindigkeit der Contactfolge und bei Anwendung bestimmter Elektromagnete ihre Grenze. Sollen demnach mehr Empfänger von demselben Geber aus betrieben werden, so wird auf derselben Achse χ eine zweite Einrichtung, gekennzeichnet durch die Theile S C1 C2 Wy, oder es werden mehrere derartige Einrichtungen angeordnet und hiermit wird eine zweite Gruppe bezw. mehrere Gruppen von Empfängern in analoger Weise gleichzeitig betrieben. Hierdurch kann man von einem Geber beliebig viele Empfänger betreiben und zu einem System vereinigen.
Eine fernere Erweiterung erhält die vorstehend beschriebene Einrichtung dadurch, dafs beide Stromrichtungen und beide Stellungen des Echappements E zum. Drucken je eines Buchstabens benutzt werden, wie dies die Fig. 3 und 4 zeigen. Die stromgebende Scheibe Sa wird zu diesem Zweck aus zwei von einander isolirten Theilen (Fig. 4) gebildet. Die Vorsprünge derselben wechseln mit einander ab, greifen über einander, derart, dafs die Contactfeder C1 abwechselnd die eine und die andere berührt, und dadurch, dafs beide Scheibentheile mit den beiden Polen der Batterie verbunden sind, abwechselnd positive und negative Impulse erhält. Diese Impulse theilen sich, nachdem sie W durchlaufen haben, der Leitung mit, bezw. gelangen sie, wenn der Contact c, geschlossen (mit Umgehung von W), direct zur Leitung.
Der Empfänger erleidet hierbei die in Fig. 3 dargestellte Abänderung. An Stelle von M1, Fig. ι, tritt das polarisirte Schaltwerk 5 b N, welches auf das Echappement E wirkt. Hierbei ist die Theilung des Typenrades so zu wählen, dafs beim Aufgang sowohl wie beim Abgang der polarisirten Zunge Z eine Type der Papierwalze p, gegenübersteht.
Der Druck wird entweder durch Anhalten der Taste in der vorbeschriebenen Weise oder auch dadurch bewirkt, dafs der Contact, welcher zur Stromverstärkung nöthig ist, nur im Vorbeigehen ohne Anhalten gebildet wird.
Mit dieser Einrichtung ist ferner die bekannte Vorrichtung in Verbindung gebracht, nach welcher bei dem auf einer bestimmten Stelle erfolgenden Druck das Typenrad um einen Theil verstellt wird. Mittelst dieses sogenannten Wechsels wird die Anzahl der zur vollen Drehung des Typenrades erforderlichen Ströme auf die Hälfte beschränkt.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Ein Typendrucktelegraph für synchronise!! erfolgende gleichlaufende Zeichenangaben nach verschiedenen Orten, gekennzeichnet durch:
1. einen Geber mit rotirender Drehachse x, mit welcher zwei von χ isolirte Contactfedern C1 und C2 umlaufen, von denen die erstere, C1, mit 'den — der Anzahl der verschiedenen Typen gleichen Anzahl von — Zähnen einer Stromunterbrechungsscheibe S Contact macht, wobei ein besonderer Widerstand Wm den Strom eingeschlossen bleibt, während die andere Contactfeder C2, wenn sie mit Anschlägen bx b,2 bs . . . in Berührung tritt, die durch den Druck auf zugehörige— bestimmten Typen entsprechende— Tasten C D T ... in die Rotationsbahn der Contatfeder c2 gebracht werden, einen Contact macht, welcher die Ausschaltung des oben genannten besonderen Widerstandes bewirkt;
2. eine beliebige Anzahl von Empfängern, welche derart construirt und mit dem Geber durch elektrische Leitung verbunden sind, dafs bei jedem durch Contactfeder C1 bewirkten Stromschlufs ein auf schwächeren Strom ansprechender Elektromagnet M1 die Drehung eines die Typen tragenden Rades R um den Betrag der Entfernung zweier einander benachbarten Typen verursacht und bei jeder durch die Contactfeder c, hervorgebrachten Ausschaltung des oben genannten Widerstandes noch einen zweiten, auf einen kräftigen Strom ansprechenden Elektromagneten Af2 zum Anzug bringt, der das Andrücken eines endlosen Papierstreifens gegen das Typenrad R bewirkt. ;
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT47406D Typendrucktelegraph Expired - Lifetime DE47406C (de)

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