DE466035C - Verfahren zur Herstellung von Briketten aus pulverfoermigen Brennstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Briketten aus pulverfoermigen Brennstoffen

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DE466035C
DE466035C DET30725D DET0030725D DE466035C DE 466035 C DE466035 C DE 466035C DE T30725 D DET30725 D DE T30725D DE T0030725 D DET0030725 D DE T0030725D DE 466035 C DE466035 C DE 466035C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Briketten aus pulverförmigen Brennstoffen Um pulverförmige Brennstoffe, z. B. Steinkohlen- oder Holzkohlengrus, in eine für Transport und Verbrennung geeignete Form zu bringen, werden die Baustoffe brikettiert. Zu diesem Zwecke vermischt man den Brennstoff mit einem Bindemittel und preßt die Masse alsdann zu Briketten. Als Bindemittel sind eine große Zahl von Stoffen in Vorschlag gebracht worden; die gebräuchlichsten sind Teer, Pech und Sulfitablauge. Teer und Pech sind starke Rauchentwickler, und die Sulfitablauge weist ebenfalls Nachteile auf, die ihrer Verwendung im Wege stehen. Insbesondere sind die damit hergestellten Brikette nicht widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, so daß eine besondere Behandlung nötig wird.
  • Ferner ist bei der Herstellung von Briketten aus Kohlengrus die Verwendung von Melasse als Bindemittel vorgeschlagen worden. Da indessen Melasse wasserlöslich ist, kann sie nicht ohne weiteres angewendet «-erden, sondern muß zunächst einer besonderen Behandlung unterzogen werden, um den Zucker in schwer lösliche Form zu bringen. Dies geschieht durch Erhitzen auf Temperaturen von 2oo° C und höher, wobei das chemisch gebundene Wasser ausgeschieden und eine Karamelisierung des Zuckers stattfindet, so daß schwer lösliche Erzeugnisse entstehen, während gleichzeitig die in der Melasse enthaltenen Proteinkörperchen gerinnen und die Dextrinkörperchen, welche zusammen mit ersteren wohl die Hauptbestandteile der bindenden Stoffe darstellen dürften, in unlösliche oder schwer lösliche Stoffe verwandelt werden.
  • ach dem bisher üblichen Verfahren wurde das Kohlepulver mit Melasse gemischt und zu Briketten geformt, worauf diese einer Erhitzung über die Karamelisierungstemperatur hinaus unterworfen wurden. Dieses Verfahren hat zu einer allgemeineren Anwendung in der Praxis nicht geführt, da sich herausstellte, daß bei Erhitzung der aus Kohle und Melasse hergestellten Brikette auf Karamelisierungsteinperatur wohl die äußere Schicht der Brikette, in der eine Karamelisierung der Melasse stattgefunden hatte, genügende Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit erhielt, der innere und somit der größere Teil der Brikette aber nur unzulängliche Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit aufwies, da hier die Melasse nicht karamelisiert war und demnach noch chemisch gebundenes Wasser enthielt. Gelangt ein derartiges Brikett dann später zur Verbrennung, so wird das chemisch gebundene Wasser plötzlich. ausgetrieben und verdampft, wobei das Brikett gesprengt wird und zerfällt. Hierdurch wird naturgemäß die Verbrennung erschwer oder gar unmöglich gemacht, da die Luft in den pulverförmigen Brennstoff nur schwer eindringen kann. Infolgedessen geht ein nicht unerheblicher Teil des Brennstoffes mit der Asche verloren.
  • Um diese Übelstände zu vermeiden, wird nach der Erfindung die Melasse vor dem Vermischen mit dem Brennstoffpulver auf Karamelisierungstemperatur erhitzt. Auf diese Weise erfolgt die Karamelisierung des Zukkers und das Ausscheiden des chemisch gebundenen Wassers gleichzeitig und gleichmäßig in den gesamten Bindemitteln, so daß die Brikette nur karamelisierte Melasse enthalten. Diese Brikette sind leicht zu trocknen, hart, haltbar und vollständig wasserfest. Auch zerfallen sie nicht bei der Verbrennung, sondern behalten ihre Form bei, so daß die Verbrennung ungehindert vor sich gehen kann. Die Asche enthält nur sehr geringe Mengen unverbrannter Kohle.
  • Die Erfindung bietet außerdem den großen Vorteil, daß sie durch Verwendung der karamelisierten Melasse auch die Herstellung haltbarer und wasserbeständiger Brikette aus pflanzlichen Brennstoffen (z. B. Holzkohlengrus oder Torfkohlenpulver) ermöglicht. Nach den bisherigen Verfahren war dies nicht möglich, da die fertigen Brikette ohne Gefahr des Verbrennens nicht bis auf die Karamelisierungstemperatur erhitzt werden konnten.
  • Die karainelisierte Melasse kann entweder in ihrem ursprünglichen Zustande oder auch mit Wasser (zweckdienlich mit etwa 5o Gewichtsprozent) verdünnt verarbeitet werden. Wird die Melasse in verdünntem Zustande verwendet, so muß der Wassergehalt der Brikette durch entsprechendes Erhitzen wieder ausgeschieden werden.
  • In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Melasse mit einem anderen brennbaren Bindemittel, z. B. Pech, Teer, Dextrin bzw. dextr inhaltigen Stoffen, Stärke o. dgl., zu mischen, wodurch die Bindefähigkeit der Melasse erhöht wird.
  • Es können auch an Stelle von karamelisierter Melasse solche Mischungen als Bindemittel verwendet werden, welche die wichtigsten Bestandteile der Melasse enthalten, wie beispielsweise eine Mischung aus Dextrin oder dextrinhaltigen Stoffen mit Zucker.
  • Die Erfindung ist in den nachstehenden Ausführungsbeispielen näher erläutert. Beispiel i.
  • 5 kg Melasse werden auf 22o' C erhitzt, wobei der Zucker seinen Wassergehalt verliert und karamelisiert. Darauf werden 6 kg Wasser zugesetzt, worauf die io kg Mischung mit ioo kg Holzkohlengrus vermischt und die Masse zu Briketten geformt wird. Diese werden alsdann bei geeigneter Temperatur, beispielsweise i2o° C, getrocknet, bis das hinzugesetzte Wasser wieder ausgeschieden worden ist. Beispiel e. 2 kg Zucker werden mit i kg Dextrin verinischt, worauf die Mischung zusammen mit 31,9 Wasser zwecks Karamelisierung auf 22o° C erhitzt wird. Der haramelisierten Lösung werden 6 kg Wasser hinzugesetzt und die Mischung alsdann mit i5o kg Holzkohlenpulver vermengt und in Formen gepreßt. Darauf erfolgt Trocknen der Brikette wie unter Beispiel i. Beispiel 3. 7 kg Melasse werden bis zur Karamelisierung erhitzt und in warmem Zustande mit ioo kg Anthrazitgrus vermengt, welcher geeigneterweise auf die gleiche Temperatur erwärmt worden ist. Darauf wird die Mischung in Brikette geformt, die nach dem Erkalten ohne weitere Wärmebehandlung gebrauchsfertig sind.
  • Die oben angegebenen Temperaturen von 2oo° C sind als untere Grenzwerte zu betrachten, während die Temperaturen darüber hinaus in weitem Maße wechseln können; sie dürfen indessen nicht so hoch steigen, daß der Zucker vollständig verkohlt wird, da dieser alsdann sein Bindevermögen verlieren würde. Die genannten Mischungsverhältnisse sind lediglich als Beispiele angeführt und können in weitem Umfange geändert werden. Die bisherigen Versuche haben indessen gezeigt, daß die Melassernenge etwa 8 Gewichtsprozent der Kohle nicht übersteigen soll. Die Wärmebehandlung im Trockenofen muß natürlich derart vorgenommen werden, daß eine Verbrennung ausgeschlossen ist.
  • Bei den Versuchen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Brennstoffe in möglichst feine Form zu bringen, da die Haltbarkeit der Brikette um so größer ist, je feiner der Grundstoff ist.
  • Die Brikette sind außerordentlich haltbar und wasserfest, sie können tagelang in Wasser liegen, ohne daß das Bindemittel aufgelöst wird oder seine Bindefähigkeit verliert.

Claims (3)

  1. PATENT ANSL K11C11r: i. Verfahren zur Herstellung von Briketten aus pulverförmigen Brennstoffen, wie Steinkohlen-, Anthrazit- oder Holzkohlengrus, Torfkohlenpulver u. dgl., unter Verwendung von Melasse als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Melasse zuvor mindestens so stark erhitzt wird (auf etwa 2oo° C), daß das im Zucker chemisch gebundene Wasser ausgeschieden und der Zucker karamelisiert wird, die karamelisierte Masse alsdann mit dem Brennstoffpulver vermischt und die Masse darauf zu Briketten geformt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, dali in einer bestimmten Menge Wasser (etwa 5o°/") gelöste karamelisierte Masse zur Anwendung kommt, worauf die Brikette bei geeigneter Temperatur (beispielsweise i2o° C) so lange getrocknet «erden. bis das hinzugesetzte Wasser wieder ausgeschieden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Melasse eine Mischung, welche die wichtigsten Bestandteile der Melasse enthält, zur Anwendung gelangt, z.B. eine Mischung aus Dextrin und Zucker. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB die karamelisierteMelasse zur Erhöhung ihrer Bindefähigkeit mit einem anderen Bindemittel, z. B. Teer, Pech, Dextrin oder dextrinhaltigen Stoffen, Stärke u. dgl., in geeignetem Verhältnis vermischt wird.
DET30725D 1925-03-11 1925-08-25 Verfahren zur Herstellung von Briketten aus pulverfoermigen Brennstoffen Expired DE466035C (de)

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DE (1) DE466035C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1224703B (de) * 1961-08-23 1966-09-15 Basf Ag Leicht entzuendbare, geformte Brennstoffe
EP0566034A1 (de) * 1992-04-14 1993-10-20 SOPHIA-JACOBA GmbH Kaltbrikettierte Kohle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1224703B (de) * 1961-08-23 1966-09-15 Basf Ag Leicht entzuendbare, geformte Brennstoffe
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