DE342128C - Verfahren zur Herstellung eines Gluehstoffes aus Braunkohle, Torf und aehnlichen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gluehstoffes aus Braunkohle, Torf und aehnlichen Stoffen

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DE342128C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Glühstoffes aus Braunkohle, Torf und ähnlichen Stoffen. Es ist bekannt, daß man aus Rohbraunkohle, insbesondere sogenannter Schwelkohle, einen Koks herstellt, der als Heizstoff in Grudeöfen Verwendung findet. Nach W. Scheithauer »Die Schwelteere, ihre Gewinnung und Verarbeitung« Seite 62, wird Wert darauf gelegt, »daß ,der Koks eine körnige Beschaffenheit zeigt«, weil »eine zu staubartige Beschaffenheit seinen Wert als Heizmaterial beeinträchtigt«. Die Erfahrung lehrt, daß eine Körnung des handelsüblichen Grudekokses durchschnittlich etwa von Erbsengröße für den Hausbrand als die günstigste angesehen wird. In der Braunkohlenschwelerei wird demzufolge mit größter Sorgfalt darauf hingearbeitet, daß die körnige Struktur der Braunkohle beim Schwelvorgange nicht zerstört und der- leicht zerreibliche Grudekoks mechanischen., zermürbenden Einflüssed=nicht -ausgesetzt Wird. Ein weiteres Kennzeichen des handelsüblichen Grudekokses ist ein hoher Wassergehalt, der nach S ch ei thauer 2o Prozent beträgt und daher rührt, daß der Schwelkoks nach dem Abziehen aus den gchwelretorten in Wasser abgelöscht wird. Der Wassergehalt scheint ein Haupterfordernis für die Brennbarkeit des Grudekökses zu sein, denn wenn der Koks auf dem Transport und durch Lagerung austrocknet, so wird er vor dem Verheizen wieder angefeuchtet.
  • Es ist ferner bekannt, daß solcher Grudekoks bei der Verbrennung einen Dunst entwickelt, der den Anschluß des Grudeofens an einen Schornstein oder die Ableitung des Dunstes ins Freie erforderlich macht.
  • Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Glühstoffes aus Braunkohle, Torf und ähnlichen Stoffen, der sich in verschiedener Hinsicht 'vom Grudekoks wesentlich unterscheidet, und zwar derart, daß seine Verwendung der häuslichen Feuerungstechnik und verwandten Gebieten ganz neue Wege eröffnet.
  • Das Wesen der Erfindung beruht auf der Herstellung des neuen Glühstoffes und ist dadurch gekennzeichnet, daß das zweckmäßig vorgetrocknete Gut (z. B. Braunkohle) in fein zerkleinerter Form bei mäßiger Temperatur nur so lange erhitzt wird, bis Schwelgase, leicht flüchtige Öle und ein Teil der schwerer flüchtigen Bestandteile ausgetrieben sind, während der Rest der schwerer flüchtigen Bestandteile, insbesondere Paraffin und verwandte Stoffe, in fein verteiltem Zustande in der Masse zurückbleiben. Hiernach wird das im Schwelofen befindliche Gut schnellstmöglich herausgezogen und unter Luftabschluß rasch so weit abgekühlt, daß es aufbewahrt und verschickt werden kann, ohne sich zu entzünden.
  • Es hat sich gezeigt, daß ein derart hergestellter Glühstoff von feiner Beschaffenheit und in vollkommen trockenem Zustande im Gegensatz zu Grudekoks ohne merkliche Dunstentwicklung vollkommen verglüht.' Es ist ersichtlich, daß diese Eigenschaft dem nach der Erfindung hergestellten Glühstoff e ein weites Anwendungsgebiet, insbesondere zur Zimmerheizung bei nahezu vollkommener Wärmeausnutzung, erschließt, indem die Zimmerluft mit dem Glühstoff in unmittelbare Berührung tritt und eine Ableitung der beim Glühen entstehenden Verbrennungsprodukte in einen Schornstein oder ins Freie nicht nötig wird. Auch für alle übrigen Zwecke, für die Glühstoffe bisher verwendet wurden, eignet sich der nach vorliegendem Verfahren hergestellte Stoff in hervorragendem Maße.
  • Es wird angenommen, daß die gute Endzündbarkeit und vollkommene Verbrennung des neuen Glühstoffes auf den Gehalt des Stoffes an Paraffin und ähnlichen Körpern zurückzuführen ist, und daß durch das beanspruchte Herstellungsverfahren diese Stoffe in feinst verteilter Form dem Schwelgute erhalten bleiben.
  • Da nicht alle Rohbraunkohlen und die sonstigen für das Verfahren in Betracht kommenden Stoffe, Paraffin, Ceresin u. dgl. in hinreichender Menge enthalten, werden nach einer besonderen Ausführungsform des VerfahrensdemfeinzerkleinertenGutevor oder nach der Erhitzung Paraffin oder ähnliche Stoffein feiner Verteilung zugesetzt, wodurch der fertige Glühstoff die oben beschriebenen Eigenschaften erhält.
  • Das Abschwelen von Braunkohle, Torf usw. bei niederen Temperaturen ist an sich bekannt. Entweder werden aber nur, wie bei dem »Bertzita, die Ballaststoffe, wie Wasser, Kohlensäure (evtl. auch geringe Mengen Kohlenoxyd) und stickstoffhaltige Gase, nicht aber heizkräftige Bestandteile abgespalten und entfernt, oder es wird auf Teer gearbeitet, der neben flüssigen Ölen auch das Paraffin enthält.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSpRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Glühstoffes aus Braunkohle, Torf und ähnlichen Stoffen durch Abschwelen des zweckmäßig vorgetrockneten Gutes in fein zerkleinerter Form bei mäßiger Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Schwelgasen und leichter flüchtigen Ölen nur ein Teil der schwerer flüchtigen Bestandteile ausgetrieben wird, während der Rest der schwerer flüchtigen Bestandteile, insbesondere das Paraffin, in fein verteiltem Zustande in der Masse belassen wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß dem fein zerkleinerten Gute vor oder nach dem Abschwelen Paraffin oder ähnliche Stoffe zugesetzt werden, für den Fall, daß in dem Gute von diesen Stoffen nicht genügende Mengen vorhanden sein sollten, um ein gutes Verglühen der fertigen Masse zu sichern.
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