DE512387C - Verfahren zur Gewinnung von Urteer und Leichtoelen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Urteer und Leichtoelen

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DE512387C
DE512387C DES71130D DES0071130D DE512387C DE 512387 C DE512387 C DE 512387C DE S71130 D DES71130 D DE S71130D DE S0071130 D DES0071130 D DE S0071130D DE 512387 C DE512387 C DE 512387C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/02Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by distillation

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Urteer und Leichtölen Man hat bereits vorgeschlagen, getrocknete Braunkohle als solche oder nach ihrer Brikettierung in der Weise zu verarbeiten, daß man aus ihr die Teersubstanz in möglichst geschonter Beschaffenheit in Form eines hochstockenden, an unzersetztem Bitumen reichen Teeres durch die Einwirkung von Spülgasen abscheidet. Verwendet man bei diesem Verfahren eine nicht zu geringe Menge von heißen Spülgasen, deren Temperatur 5oo° nicht überschreiten darf, so erhält man gleichzeitig einen sehr gasreichen Koks, ohne daß nennenswerte Mengen brennbarer Gase beim Teeraustritt aus der Kohle oder aus der zurückbleibenden Kohlensubstanz gebildet werden.
  • Der Entteerungsvorgang vollzieht sich hierbei zweckmäßig in einfachen Schächten, in denen die zu behandelnde Kohle unter allmählicher Anwärmung von oben nach unten wanden und dem unten entgegentretenden Heißgasstrom entgegengeführt wird.
  • Es wurde.nun bei Ausführung des geschilderten Verfahrens die überraschende Beobachtung gemacht, daß, wenn mit der Kohle möglichst rasch durch die Entteerungsapparatur hindurchgegangen wird oder, was auf dasselbe hinausläuft, mit geringer Schichthöhe gearbeitet wird, so daß eine rasche, allerdings nicht zu weit getriebene Anwärmung der Kohle eintritt, eine nicht unerhebliche Menge von Leichtölen in den den Entteerungsschacht verlassenden, mit Teerdämpfen beladenen Gasen auftritt, ohne daß die Beschaffenheit des entbundenen Teeres oder des erhaltenen Schwelrückstandes - des MinfrDiese Kokses Erscheinung - eine merkliche ist wahrscheinlich Änderung darauf utf zurückzuführen, daß der Teeraustritt aus der Kohle, besonders wenn diese in größeren Stücken vorliegt, wie beispielsweise beim Brikett, eine gewisse Zeit erfordert, so daß plötzlich auftretende höhere Temperaturen in gewisser Weise eine schonende Spaltung der im inneren Kern noch vorhandenen Teerbildner bewirken. Temperaturen von etwa z5o bis 4oo°, die beim Austritt dieser restlichen Teerbestandteile in der die Kohle umgebenden Gasatmosphäre herrschen, genügen offenbar, gewisse Anteile des Bitumens nur unter Bildung von Leichtölen zu zersetzen, ohne daß nennenswerte Mengen von Schwelgasen gebildet werden und die Beschaffenheit des erhaltenen Teeres und des Kokses merklich leidet. Wird überdies bei dieser besonderen Behandlungsweise der getrockneten Braunkohle die die Apparatur durchströmende Heißgasmenge nicht zu gering bemessen, und zwar nicht unter 3 cbm je Kilögramm getrockneter Kohle und von einer nicht über 5oo° liegenden Eintrittstemperatur, so kann nanientlich, was den Koks anbelangt, eine ebenso gasreiche Beschaffenheit erzielt werden wie bei dem bekannten, auf die Gewinnung eines bitumenreichen Teeres und eines gasreichen Kokses abzielenden Entteerungsverfahren, bei welchem eine allmähliche Anwärmung stattfinden muß, sofern die Bildung brennbarer Gase möglichst vermieden werden soll.
  • Wenn auch die erzküg`te `T'eermenge gegenüber vorstehend genanntem Verfahren geringer ist, sö'i'sf doch dieser Vorteil ofensichtlich; , da der _ Rückgang in der Teerausbeute durch einen Gewinn an wesentlich wertvolleren und leicht absetzbareren Leichtölen mehr als ausgeglichen wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:, i. Verfahren zur Gewinnung von Urteer und Leichtölen, dadurch gekennzeichnet, daß getrocknete bzw. brikettierte Braunkohle bei ihrem Eintritt in nach dem Gegenstromprinzip arbeitende Apparate, die von Heißgasen durchströmt werden, möglichst rasch auf Temperaturen von nicht über q.oo° gebracht werden, so daß neben bitumenreichem Teer und gut brennbarem Koks auch Leichtöle entstehen.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Apparatur durchströmenden Heißgase in einer Menge von mindestens 3 cbm je Kilogramm getrockneter Kohle und mit einer nicht über 5oo° liegenden Temperatur verwendet werden, wodurch zugleich die Gewinnung eines besonderen gasreichen Kokses gewährleistet wird.
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