DE394196C - Verfahren zur fraktionierten Destillation von Holz - Google Patents

Verfahren zur fraktionierten Destillation von Holz

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DE394196C
DE394196C DEP37162D DEP0037162D DE394196C DE 394196 C DE394196 C DE 394196C DE P37162 D DEP37162 D DE P37162D DE P0037162 D DEP0037162 D DE P0037162D DE 394196 C DE394196 C DE 394196C
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  • Verfahren zur fraktionierten Destillation von Holz. Zusatz zum Patent 387577. Das Patent 387577 behandelt ein Verfahren, um einen zur Brikettierung von Torf oder Braunhohlen besonders geeigneten Teer zu gewinnen.
  • Nun hat sich erwiesen, daß dieses Verfahren in Anwendung bei der Holzdestillation geeignet ist, .diese Technik bedeutend zu vervollkommnen.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Holzdestillation wird nämlich sehr ungünstig beeinflußt erstens durch die große Verdünnung, in der der rohe Holzessig erhalten wird, zweitens dadurch, daß dieser Holzessig stets durch den sich bildenden Teer verunreinigt ist, und endlich auch dadurch, daß der erhaltene Holzteer ein Produkt von geringem Wert darstellt.
  • In der Praxis der Holzdestillation gilt es als Regel, daß die Verkokung von frischem Holz bessere Ausbeuten liefert als .die Verkokung von trockenem Holz. Es mußte also die hohe Verdünnung der erhaltenen Nebenprodukte durch abgetriebenes Wasser und das umständliche und teure Verfahren des- Eindampfens und Umdestillierens der erhaltenen Nebenprodukte mit in Kauf genommen werden. Besonders störend war hierbei stets .die Anwesenheit des Teers.
  • Um nun auch mit trockenem Holz günstige Resultate zu erzielen, und um die Nebenprodukte getrennt zu erhalten, wurde die Anwendung neutraler Gase oder Dämpfe von gleichbleibender oder steigender Hitze vorgeschlagen, und es wurden die bei den verschiedenen Temperaturen sich bildenden Nebenprodukte getrennt aufgefangen.
  • Beim vorliegenden Verfahren sind nun neutrale Gase oder Dämpfe entbehrlich. Das Holz wird zunächst bis zum Verlauf der Essigsäurebildung erhitzt. Die letztere spielt sich zufolge einer meist bei etwa 25o° C einsetzenden exothermischen Reaktion sehr stürmisch ab und ist in verhältnismäßig kurzer Zeit beendet. Alsdann destillieren die schwerer siedenden Teeröle über. Läßt man nun diese vorgezeichnete exothermische Reaktion verlaufen und unterwirft dann erfindungsgemäß aas Holz zunächst einer allmählichen Inkohlung, bevor man die Temperatur bis zu der für die Teerdestillation erforderlichen Temperatur steigert, so kommt man zu quantitativ und qualitativ ganz anderen Ausbeuteergel-)-nissen als bisher. Wird nämlich diese Inkohlung durchgeführt, was in :der Weise zu geschehen hat, daß das Holz nach Verlauf der Essigsäurebildung mehrere (meist 5 bis 6) Stunden bei nicht mehr ansteigender Temperatur erhalten wird, und zwar auch dann, wenn eine Reaktion durch Entweichen von Gasen oder Dämpfen wenig oder gar nicht kenntlich ist, so verändert es vollständig seine chemische Zusammensetzung. Das Holz auch nach erfolgter Inkohlung Vollständig schwarz, während es zuvor, d. h. also nach Ablauf der Rssigsäurebildung, braun erschien.
  • Dieses ingekohlte Holz wird nun "einer weiteren Destillation unterworfen, und zwar durch Steigerung der Temperatur. Im allgemeinen erfolgt dann bei solcher Temperatursteigerung zunächst nochmals eine Bildung von I?ssigsäure, vornehmlich aber wird Methylalkohol und Teer überdesfillieren. Dieser Teer zeichnet sich durch relativ hohen Gehalt an Paraffinen aus.
  • Wenn kein nasses Holz verwendet wird, so entspricht gleichwohl die Summe der Endprodukte derjenigen, die bei der Verkokung von nassem Holz erzielt werden, zum mindestens aber überwiegt die Qualität. Dabei liegt aber in, der Verwendung von vorgetrocknetem Holz der Vorteil, daB die kondensierbaren Produkte nicht in so hoher Verdünnung erhalten werden. Auch das Gas, das bei der Verkokung des ingekohlten Holzes entweicht, zeichnet sich durch besondere Hochwertigkeit aus.
  • Da der Heizmaterialaufwand für die Inkohlung nur ein ganz geringer und die Ausübung des Verfahrens denkbar einfach ist, sich auch die getrennte Auffangung der verschiedenen Destillationsprodukte ohne Schwierigkeit ermöglicht, zeichnet sich dasselbe in vorteilhafter Weise vor den bisherigen Destillationsverfahren aus, insbesondere aber vor all denjenigen, die mit fremden Gasen und Dämpfen die Destillation bewirken.
  • Die Technik der Holzverkokung einerseits und die Technik der Aufbereitung der Nebenprodukte andererseits wird also durch dieses Verfahren wesentlich vereinfacht und verbilltgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausdehnung des Verfahrens des Patentes 387577 zur Gewinnung von Teer aus bittuninösen Brennstoffen auf die fraktionierte Destillation- des -Holzes;- dadurch gekennzeichnet, daB zwecks ergiebiger und getrennter Gewinnung der Nebenprodukte, insbesondere zur Gewinnung eines wertvollen Holzteers, das Holz zunächst bis zum Verlauf der Essgsättrebildung erhitzt, alsdann ohne Temperatursteigerung einer allmählichen Inkohlung und erst dann durch Temperatursteigerung der Teerdestillation unterworfen wird.
DEP37162D 1918-02-10 1918-10-12 Verfahren zur fraktionierten Destillation von Holz Expired DE394196C (de)

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DEP36453D DE387577C (de) 1918-02-10 1918-02-10 Verfahren zur Gewinnung eines als Brikettierungsmittel besonders geeigneten Teers aus bituminoesen Brennstoffen
DEP37162D DE394196C (de) 1918-02-10 1918-10-12 Verfahren zur fraktionierten Destillation von Holz

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