AT109700B - Verfahren zur Herstellung eines langflammigen, druckfesten Brennstoffs durch Destillation von minderwertigen Braunkohlen sowie von Torf. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines langflammigen, druckfesten Brennstoffs durch Destillation von minderwertigen Braunkohlen sowie von Torf.

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AT109700B
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    Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines iangfiammigen, druckfesten Brennstoffes durch Destillation minderwertiger Braunkohlen und von Torf. Es handelt sich dabei insbesondere um die Verarbeitung solcher Brennstoffe, wie stark holziger Liguite knorpeliger oder stückiger Struktur, die sieh nur schwer oder gar nicht brikettieren lassen. 



  Es ist bereits wiederholt vorgeschlagen worden, derartige für die Brikettherstellung nicht brauchbare minderwertige Brennstoffe dadurch in höherwertige Braunkohlenprodukte umzuwandeln. dass man ihnen auf dem Wege der trockenen Destillation einen Teil der destillierbaren Bestandteile entzog. Man hat dies zum Teil derart durchzuführen vorgeschlagen, dass man das Material nach alten Destillationmethoden solange auf hohe Temperaturen von z. B. 700  und darüber erhitzte. bis keine Destillate mehr übergangen. man erhält dann neben wässerigen Flüssigkeiten den bekannten Braunkohlenteer, der nur einer beschränkten Verwendung fähig ist. und ein mehr oder minder feinpuiveriges, in bezug sauf seinen Brennwert gegenüber dem Rohmaterial zum mindesten nicht besseres Rüekstandsprodukt.

   Es wurde   
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 scheiden.   das Rohgut zunächst   auf etwa 160  zu erhitzen und auf dieser Temperatur solange zu halten. als noch wässerige Destillate übergingen. Nach den diesen   Vorschlägen zugrundeliegenden Vorstellungen   sollte dann der bei der weiteren Erhitzung bis etwa 300'gewonnene Teer von besserer Qualität sein. 
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 von geringem Brennwert. 



   Es wurde nun gefunden. dass ein wertvoller,   druckfester Koks   dann erzielt werden kann. wenn man das Rohmaterial. ohne auf der Stufe von 160  stehen zu bleiben. in einem Zuge auf etwa   250-270    erhitzt und dann die Wärmezufuhr unterbricht bzw. nur   soweitaufrecht erhält,   dass die Temperatur unter   250-270'nicht   sinkt. Es wurde beobachtet, dass bei dem Erreichen der Temperatur von   250-270    eine exothermische.

   Reaktion einsetzt. die je nach dem Alter des   Rohgutes   mehr oder minder stark ein- tritt und die in den meisten Fällen genügt, um den aus den Teerbildnern bei dieser Temperatur entstehenden Urteer abzutreiben, während der bei   hohleren   Temperaturen erst durch Zersetzung der teer- bildenden Bestandteile entstehende eigentliche Braunkohlenteer in dem   Destillationsgut   verbleibt. Es ist festgestellt worden, dass diese exothermische Reaktion nicht eintritt, wenn im Sinne der älteren Vor- 
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 saueren Destillate entwickelt werden.

   Dies notigt zu dem Schluss, dass durch die andauernde Erhitzung auf 160  das Rohmaterial. u. zw. vermutungsweise durch Entziehung der sauerstoffhaltigen Ver- bindungen. derart verändert ist. dass es nicht mehr imstande ist. bei der dann folgenden Erhitzung auf   2500   und darüber die exotherme Reaktion zu geben. 



   Durch die Arbeitsweise nach der Erfindung wird. abgesehen von weitgehender Ersparnis an Wärme- zufuhr infolge der   Ausnutzung   der exothermischen Reaktion noch erreicht, dass in dem Endprodukt ein leicht entzündlicher, wertvoller Heizstoff gewonnen wird. der einen Brennwert von etwa 6000 Wärme- einheiten hat. während das Rohmaterial einen Brennwert von kaum 2000 Wärmeeinheiten besitzt. Es wird durch Unterbrechung des   Verkokungsvorganges vor   der Gare ein etwa als   Halbkoks zu bezeichnendes  
Produkt gewonnen, das im Gegensatz zu dem ziemlich wertlosen garen Koks durch seine leichte Ent- 

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AT109700D 1919-07-28 1920-07-24 Verfahren zur Herstellung eines langflammigen, druckfesten Brennstoffs durch Destillation von minderwertigen Braunkohlen sowie von Torf. AT109700B (de)

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