DE417212C - Tieftemperaturverschwelung minderwertiger Brennstoffe - Google Patents

Tieftemperaturverschwelung minderwertiger Brennstoffe

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DE417212C
DE417212C DEC34026D DEC0034026D DE417212C DE 417212 C DE417212 C DE 417212C DE C34026 D DEC34026 D DE C34026D DE C0034026 D DEC0034026 D DE C0034026D DE 417212 C DE417212 C DE 417212C
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smoldering
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temperature carbonization
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Tieftemperaturverschwelung minderwertiger Brennstoffe. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren der Tieftemperaturverschwelung von minderwertigen, an flüchtigen Bestandteilen und Sauerstoff reichen Brennstoffen, wie Braunkohle u. dgl.
  • Es ist bekannt, bei. der Herstellung von Koks, insbesondere aus magerer, gasarmer Kohle, Teer zuzusetzen, zu dem Zwecke, die Koksbildung zu verbessern. Auch ist die Zufügung von Teer zur Kohle im Generator bereits vorgeschlagen worden.
  • Es ist ferner bekannt, bei der bei über 6oo° stattfindenden Trockendestillation bitumenhaltiger Kohle, Kohlenwasserstoffe, und zwar insbesondere leichte Kohlenwasserstoffe, zuzusetzen.
  • Es ist schließlich bekannt, derartige Destillationsverfahren der Kohle unter Zusatz schwerer Kohlenwasserstoffe unter Druck durchzuführen.
  • Während es sowohl bei der Herstellung von Koks als auch bei der Herstellung von Leuchtgas aus Kohle als wünschenswert erachtet wird, Teer als Nebenprodukt zu erhalten, aus dem bekanntlich überaus wertvolle Produkte hergestellt werden, geht die 1?rfindung in erster Linie darauf aus, ein möglichst hoch konzentriertes -Gas zu erhalten, aus welchem durch anschließende Bearbeitun-, z. h. mittels aktiver Kohle oder Kompression und darauffolgender hochwertige Brennase und Leichtölee«rmnen werden. 1:> soll l# Z, auf der anderen Seite auch ein -ut brilcettic#rbarur hok: erzielt «-erden. @@-ührcnd die I:rzeugung von Teer als Endprodukt in seiner Bedeutung in den Hintergrund tritt.
  • Diese Ziele sind jedoch bei der Tieftemperaturverschwelung von insbesondere minderwertigen Brennstoffen bisher nicht erreichbar, wozu als besonders ungünstig hinzukommt, daß die erzielten Produkte, d. h. Gase und Schwelrückstand, überaus staubreich und - daher für die vorgenannten Nachbearbeitungsverfahren unbrauchbar sind.
  • Die vorliegende Erfindung ist bestimmt, diese Mängel zu beseitigen. und es erfolgt daher der Zusatz teeriger Stoffe bei der Tieftemperaturverschwelung der an flüchtigen Bestandteilen und Sauerstoff reichen Brennstoffe, wie Braunkohle und Torf, während der gesamten Dauer der drucklos und unter AuPenbeheizung durchgeführten Verschwelung- in solcher Menge, daß sich einerseits praktisch staubfreie, hochkonzentrierte Gase und anderseits ein stiickiger bzw. ohne Bindemittel 1irikettierfähiger Schwelrückstand ergeben.
  • Der Teer oder teerartige Stoffe werden den zur Verschwelung gelangenden Brennstoffen vor oder zu Beginn des Schwelprozesse: in der vorher bestimmten 'Menge zugesetzt. Der Zusatz richtet sich in erster Linie nach der physikalischen Beschalfenlicit der Brennstotie und ist natürlich utn so größer. je stärker staubbildend dic,#,ellie ist. , 1)a-; so buliandeltc Schwellcut kommt dann in. einen gccineten Sc-11\%-elofen und wird vorzüglic-h hei Temperaturen von etwa 5oo t' u.ntur :\ul@cnlieluizung verschwelt. Die Rolle, welche hier der Teer spielt, ist die folgende Es wird der Gehalt an den schädlichen, inerten Gasen \.,. CO. usw. durch die bei diesen Temperaturen flüch:igen Bestandteile des Teeres in entsprechender Weise verringert. I?s findet auch eine teilweise Zersetzung des Teeres statt, und die hierbei gebildeten Gase führen den Sauerstoff in Kohlenoxyd über und reduzieren die Kohlensäure, so daß hierdurch die der Nachbearbeitung, insbesondere Kompression schädlicher Gase, verringert werden.
  • Die nicht siedenden, teilweise auch die sich zersetzenden Anteile des Teeres verbacken den Schwelrückstand und machen ihn daher stückig bzw. ohne weiteres Bindemittel zur Brikettierung geeignet.
  • Der Teer wirkt im gesamten Verlaufe des Prozesses als vorzügliches Staubbindemittel auf die Gase und macht sie staubfrei. Er verhindert andererseits die Staubbildung in dein Schwelrückstand.
  • Es gelingt also toi: dem vorliegenden Verfahren in der Tat, hochkonzentrierte, d. h. an schädlichen Bestandteilen, vor allem sauerstoff-, kohlensaure-, stickstoffarme Gase zu erzeugen, welche sich durch anschließende bekannte Bcarbchungsverfahren ohne Schwierigkeit cinersci:s auf erstklassige Leichtöle, Benzine usw. verarbeiten lassen.
  • Es wird schliel)lich ein stückiger oder brikettierfähiger Schwelrückstand erzielt.
  • Die erzeugten Produk;e sind, und das ist von maßgebender Bedeutung, staubfrei; denn hierdurch wird erst die Tiefteniperaturver-Schwelung von minderwertigen Brennstoll=en der vorstehenden Art in praktisch befriedigender Weise ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENT -ANSPRUCH: Verfahren der "I-ieftemj)era:urverschwelung von minderwertigen, an Bestandteilen und Sauerstoff reichen Brennstoffe, wie Braunkohle und Torf u. d71., durch Außenbeheizun-, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder während der im gesamten Verlaufe drucklos durchgeführten Verschwelung so viel teerige Stoffe in das Schwelgut eingeführt werden, daß sich einerseits praktisch staubfreie, hochkonzentrierte, an Sauerstoff und Kohlensäure arme Gase ergeben und anderseits der Schwelrückstand verbessert bzw. brikettierfähig gemacht ist.
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