DE370714C - Verfahren der Erzeugung von hochwertigem Koks, insbesondere aus Magerkohle u. dgl., unter gleichzeitiger Steigerung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen durch Zufuehrung von Kohlenwasserstoffen zur Rohkohle - Google Patents

Verfahren der Erzeugung von hochwertigem Koks, insbesondere aus Magerkohle u. dgl., unter gleichzeitiger Steigerung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen durch Zufuehrung von Kohlenwasserstoffen zur Rohkohle

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DE370714C
DE370714C DEB97424D DEB0097424D DE370714C DE 370714 C DE370714 C DE 370714C DE B97424 D DEB97424 D DE B97424D DE B0097424 D DEB0097424 D DE B0097424D DE 370714 C DE370714 C DE 370714C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/12Applying additives during coking

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren der Erzeugung von hochwertigem Koks, insbesondere aus IVlagerkohle u. dgl., unter gleichzeitiger Steigerung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen durch Zuführung von Kohlenwasserstoffen zur Rohkohle. Es ist bekannt, zur Erhöhung der Backfähigkeit von Kohlen und zum Zwecke der Herstellung eines gebrauchsfähigen Kokses dem Rohstoffe bitumenreiche Zusätze beizumisch en und den Einsatzkuchen (bei Koksöfen) aufzustampfen.
  • Als solch ein bitumenreicher Zusatz hat eine Rohkohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen oder ein Destillationserzeuggnis der Kohle, z. B. Teer, Anwendung gefunden.
  • Das Backen der verkokten! Kohleteilchen erfolgt bekanntlich schon: bei Temperaturen um 6oo°, am vorteilhaftesten bei Temperaturen zwischen 7oo bis 8oo° C. ;Bei dieser Temperaturgeht-dieZersetzungderbei niederer Temperatur aus der Kohle ausgetriebenen Kohlenwasserstoffe, die bekanntlich bis zu 5o Prozent aus Phenolen bestehen, vor sich. Diese letzteren werden bei obiger Temperatur in Gegenwart von Wasserstoff und von glühendem Koks in Benzole verwandelt, gleichlaufend mit der Abscheidung von Kohlenstoff, wodurch die feste Verkittung der verkokten Kohleteilchen erfolgt. Der Einfluß der bei niederer Temperatur entstehenden erdölähnlichen Anteile, deren Vergasung bei höheren Temperaturen, geschieht, auf die Bindung des Kokses ist demnach nicht von dem gleich großen Einfluß wie die Zersetzung der Phenole.
  • Es ist demnach klar, daß ein Zusatz von bei hohen Temperaturen gebildeten Teeren keinen großen Einfluß auf die Koksbindung haben kann, da der Gehalt an unzersetzten primären, Destillationserzeugnissen nur gering ist.
  • Erklärlich wird hiernach auch die verbessernde Wirkung des Zusatzes von gasreicher Kohle zur Magerkohle.
  • Um so größer muß jedoch .die Bindung sein, wenn als Zusatz .das Destillationserzeugnis bei niederer Temperatur der sogenannte Urteer oder nur dessen bis 5o Prozent betragende Phenolanteile gewählt werden.
  • Erfindungsgemäß wird ein solcher Zusatz vorgeschlagen.
  • Durch einen solchen Zusatz ist es also möglich, magere Kohle ohne Zusatz von gasreicher Kohle zu verkoken und die Koksbildung bei letzterer zu verbessern. Gleichzeitig wird eine höhere Ausbeute an Nebenerzeugnissen erzielt; insbesondere wird dabei die Umwandlung der Phenole in Benzole erfolgen, also die Benzolausbeute erheblich vergrößert, Da bei der Urteergewinnung 5o Prozent Phenole frei werden, für welche eine Verwendung, nicht vorliegt, so erreicht man bei dem vorliegenden Verfahren. einen doppelten Zweck: r. Die Kokshildung wird verbessert, so daß auch geringere Kohle zu Kokserzeugung ohne Zusatz von Kokskohle Venvendung finden kann, was eine bessere Ausnutzung -der Kohle bedeutet. 2. Die bei der Tieftemperaturverkokung gewonnenen Phenole finden ohne besonderen Kostenaufwand vorteilhafte und zweckentsprechende Verwendung, wodurch also die Ausnutzung der Kohle noch weiter verbessert wird.
  • Der Zusatz der Phenole oder Urteere kann durch Zumischen in die vorbereitete Kohle erfolgen oder geschieht durch Einblasen nach zweckmäßiger Vorerwärmung, im Koksofen z. B. unmittelbar in den Kokskuchen über die ganze Länge desselben., in ähnlicher Weise wie das Einblasen von Wasserdampf. Zweckmäßig wird derselbe stets mit eingeblasen.
  • Das Verfahren kann. in jedem Verkokungs-, Vergasungs- und Entgasungsvorgang Anwendung finden.
  • Auch die Einführung der primären Destillationserzeugnisse der Kohle und .gleichartiger Stoffe in Generatoren ist in vorstehendem Verfahren einbegriffen. Denn die Einführung derselben begünstigt die Koksbildung und damit die Vergasung der Kohle über dem Rost. Nebenher geht gleichzeitig die Bildung von Wasserstoff und damit die Zersetzung des Urteers bzw. der Phenole. Es wird also die Gasausbeute nach Menge und Qualität durch das beschriebene Verfahren gesteigert. Zweckmäßig erfolgt die 'Einführung des Urteeres usw. zwischen Entgastings- un.d Vergasungszone des Generators.
  • Ebenso vorteilhaft ist die Zuführung der Phenolanteile des Urteeres bei der Wassergaserzeugung, und zwar während der Periode des Gasblasens, wodurch die erzeugte Gasmenge auf die .durchgesetzte Kohlen- oder Koksmenge erheblich vergrößert wird. Natürlich läßt sich auch die Nachverkokung von Tieftemperaturkoks unter Zusatz von Urteer, Phenolen u. dgl. bei höheren Temperaturen zu festem, gebrauchsfähigem Koks vorteilhaft in der angegebenen Weise ausführen.
  • An Stelle der bei der Tieftemperaturverkokung gewonnenen primären Destillationserzeugnisse oder Teile derselben können selbstverständlich auch .gleichartige in anderer Weise erzeugte Stoffe gleich vorteilhaft verwendet werden, d. h. also solche Stoffe, die in dem fraglichen Temperaturgebiet in seichter siedende Kohlenwasserstoffe unter Abscheidung von Kohlenstoff übergehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRIcHE: t. Verfahren der Erzeugung von hochwertigem Koks, insbesondere aus Magerkohle u. dgl., unter gleichzeitiger Steigerung der Ausbeute an. Nebenerzeugnissen durch Zuführung von Kohlenwasserstoffen zur Rohkohle. dadurch gekennzeichnet, daß primäre Zersefzungserzeugnisse der Kohle oder gleichwertige Stoffe, wie Urteer, Phenole o. dgl. während des ganzen Verkokungsvorganges oder auch nur während der Phase der eigentlichen Koksbildung auf die Kohle zur Einwirkung gebracht werden. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vergasung von Kohle im Gaserzeuger (Generator) die genannten Stoffe zwischen der Entgasungs- und Vergasungszone in den Gaserzeuger eingeführt ;werden.
DEB97424D 1920-12-22 1920-12-22 Verfahren der Erzeugung von hochwertigem Koks, insbesondere aus Magerkohle u. dgl., unter gleichzeitiger Steigerung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen durch Zufuehrung von Kohlenwasserstoffen zur Rohkohle Expired DE370714C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022554B (de) * 1952-01-29 1958-01-16 Thyssensche Gas Und Wasserwerk Verfahren zum Verkoken gasreicher Kohlen

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