DE45369C - Neuerungen an elektrischen Glühstiftlampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen GlühstiftlampenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0003—Electric arc lamps the arc being outside, in the open
- H05B31/0015—Electric arc lamps the arc being outside, in the open with spare electrodes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegenden Neuerungen an elektrischen Glühstiftlampen betreffen mehrfache Verbesserungen
an den durch Patent No. 43514 geschützten Einrichtungen. Dieselben beziehen
sich:
ι. auf das Bremswerk ■ am Vorschubmechanismus
für die Kohle,
2. auf die Vorrichtung zum Nachschub eines frischen Kohlenstabes und
3. auf eine Einrichtung zur Beschleunigung der selbstthätigen Entzündung eines frisch nachgeschobenen
Kohlenstabes.
Zur Veranschaulichung dieser Verbesserungen
■ist auf beiliegenden Zeichnungen eine mit denselben ausgestattete Lampe in Fig. ι in vorderer
ίAnsicht, in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt.
>;Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Kohlebehälter.
In den drei vorgenannten Figuren ist wegen zu grofser Höhe der Kohlebehälter in zwei Theile zerlegt dargestellt, welche an
der Linie x-y zusammengesetzt zu denken sind. Die Fig. .4, 5 und 6 zeigen Einzelheiten.
Die Neuerung am: Bremswerk des Vorschub-■mechanismus
für die Kohle besteht im wesentlichen in dem Ersatz einer Anzahl der bei
dem früheren Bremswerk in grofser Anzahl vorhandenenZwischenräder durch ein Schneckengetriebe,
bestehend aus der Schnecke c und dem 'Sehneckenrad d. Letzteres wird unter
Vermittelung mehrerer Zwischengetriebe b von der Federtrommel α -aus in;'Umdrehung versetzt
und wirkt selbst auf die Schnecke c ein, deren Ganghöhe nach dem Widerstand berechnet
ist, welcher der in der Trommel α befindlichen gespannten Feder entgegenwirken
soll. Die vorliegende Anordnung des Schneckengetriebes hat gegenüber der früheren Einrichtung
mit mehreren Stirnrädergetrieben den Vorzug eines wesentlich ruhigeren Ganges und
der geringeren Raumeinnahme.
Am oberen Ende des pendelnd aufgehängten Halters e für den fest eingesetzten Glühkörper/
ist eine Bremsbacke ^befestigt, welche auf einer auf der Welle der Schnecke c sitzenden
Scheibe h schleift, wodurch einerseits die Bremswirkung, welche bereits durch den
Widerstand des Schneckengetriebes auf die gespannte Feder ausgeübt wird, noch wesentlich
erhöht und andererseits gleichzeitig dauernd ein gut leitender Schleifcontact für den nach
dem festen Glühkörper./ gehenden Strom gesichert wird.
Der Vorschub des Kohlenstabes erfolgt mittelst der beiden Rillenscheiben k, auf deren
Wellen gleich grofse Zahnräder b sitzen, welche in einander eingreifen. Das eine dieser Zahnräder:
sitzt auf der Welle des von der-Federtrommel α in Umdrehung versetzten Triebes,
Fig. 2, 3 und 5.
Die Kohlenstäbe i befinden sich in dem Behälter Z, dessen Boden von einer um m1 drehbaren
Klappe,m gebildet wird. Die Unterseite dieser Klappe ist mit einem' Zahn versehen,
mittelst dessen die Klappe in schräger Lage auf einer Daumenscheibe ruht, welche auf der
Welle der einen Vorschubscheibe k montirt ist. Durch die zähnartigen Daumen η wird
die Klappe m in regelmäfsigen Zwischenräumen angehoben und plötzlich fallen gelassen, wodurch
Erschütterungen entstehen, welche die unteren Enden der Kohlenstäbe zusammenrütteln
und nach dem tiefsten Punkte zu schieben.
An den oberen Enden werden die Kohlenstäbe durch eine in dem Behälter / angeordnete
Stange ο zusammengeschoben, welche am unteren Ende bei o1 drehbar befestigt ist.
Dieses untere Ende ist derart umgebogen, dafs die Stange ο durch ihr eigenes Gewicht mit
dem oberen Ende auf den Kohlenstäben lastet und diese nach der einen Seite hin zusammendrängt,
Fig. 3.
Durch das Zusammenwirken dieser Belastungsstange ο und des Rüttelbodens m wird
der Nachschub eines frischen Kohlenstabes in durchaus sicherer Weise herbeigeführt.
Zur Beschleunigung der selbstthätigen Entzündung eines frisch nachgeschobenen Kohlenstabes
dient die durch Fig. 6 veranschaulichte Einrichtung, deren Wirkung darin besteht,
dafs durch dieselbe in dem Augenblick, wo der abfallende Rest des verbrannten Kohlenstabes
durch einen frischen Kohlenstab ersetzt wird, die Bremswirkung aufgehoben wird,
welche durch das Schneckengetriebe c d und die an der Bremsbacke g schleifende Contactscheibe
h auf die Federtrommel α ausgeübt wird, so dafs also in diesem Augenblick ein
ungemein beschleunigter Vorschub des frischen Kohlenstabes mit voller unbehinderter Federwirkung
stattfindet.
Die Einrichtung kennzeichnet sich dadurch, dafs die Welle, auf welcher das Schneckenrad
d sitzt, aus zwei Theilen besteht, welche durch eine Reibungskupplung rrx mit einander
verbunden sind, und dafs das eine Ende dieser Welle in einer Platte s gelagert ist, welche an
einer oder mehreren Blattfedern aufgehängt ist und gleichzeitig den Anker eines Elektromagneten
t bildet. Auf dem einen Theil der Welle sitzt das Schneckenrad d, auf dem anderen
ein Trieb q, welcher mit einem Zahnrad ρ in Eingriff steht, das auf der Welle der
einen Vorschubscheibe k montirt ist, so dafs also die Drehung des Schneckenrades d durch
dieses Zwischengetriebe ρ q vermittelt wird.
Es ist ersichtlich, dafs die beiden Wellentheile gekuppelt bleiben, so lange der Elektromagnet
t unwirksam ist; wird derselbe aber erregt, so dafs er den Anker s anzieht und
letzterer seitlich schwingt, so wird hierdurch die Reibungskupplung rrl ausgeschaltet, und
es dreht sich nunmehr der Trieb q mit der einen Wellenhälfte für sich, während die zweite
Wellenhälfte mit dem einen bedeutenden Reibungswiderstand bietenden Schneckengetriebe
stehen bleibt.
Es hört also in diesem Augenblick die von dem Schneckengetriebe de und der Contactscheibe
h bezw. der Bremsscheibe g auf die Federtrommel α ausgeübte Bremswirkung plötzlich
auf, so dafs der Vorschub des Kohlenstabes durch die Rillenscheiben k nunmehr mit
der vollen Spannung der freigegebenen Feder ä'ufserst rasch erfolgt.
In dem Augenblick, wo der frische Kohlenstab auf den Block/ aufstöfst und die Wiederentzündung
der Lampe erfolgt, wird der Erregerstrom des Elektromagneten t wieder unterbrochen,
die Ankerplatte wird durch die Federung in ihre alte Lage zurückgebracht, die beiden Wellenhälften hierdurch wieder gekuppelt
und somit das Bremswerk wieder eingeschaltet.
Um nun den Erregerstrom des Elektromagneten in den bezüglichen Momenten ein- bezw.
wieder auszuschalten, ist die in Fig. 4 dargestellte Einrichtung angeordnet. Dieselbe besteht aus
einem am oberen Ende des Halterhebels e auf der Innenseite befestigten Contactplättchen u
und einer am Gestell der Lampe angebrachten Contactschraube v, an welche das eine Ende
der Spulenwickelung des Elektromagneten angeschlossen ist.
So lange der Kohlenstab i auf den Block / drückt, befindet sich das Plättchen u in abgehobener
Lage; sobald der Rest eines abgebrannten Kohlenstabes jedoch herabfällt und
der Halter e hierdurch frei wird, schwingt das obere Ende desselben in der durch den Pfeil %,
Fig. 2, angedeuteten Richtung, wodurch zwischen u und ν Contact gebildet und hierdurch
der Stromkreis des Elektromagneten t geschlossen wird, so dafs dieser den Anker s
anzieht und in der oben beschriebenen Weise die Bremswirkung aufhebt.
Sobald der rasch vorgeschobene, frische Kohlenstab auf den Block/stöfst, drückt derselbe
den Hebel e wieder in die normale Lage zurück, wodurch also der Erregerstrom des
Elektromagneten t wieder unterbrochen wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Bei der durch Patent No. 43514 geschützten elektrischen Glühstiftlampe:1. der Ersatz des Regulirschaltwerks durch ein Bremswerk , bestehend aus einem Schneckengetriebe (de) und einer auf der Schneckenwelle sitzenden Bremsscheibe (h), welche an einer am Glühkörperhalter befestigten Bremsbacke (g) schleift und hierdurch gleichzeitig dauernd einen guten Contact sichert;2. der Ersatz des Vorschubwerks mit loserGegendruckrolle H durch eine aus zwei zwangläufig in Drehung versetzten Rillenscheiben k bestehende Vorrichtung in Verbindung mit einem die unteren Enden der Reservekohlenstäbe seitlich zusammenschiebenden Rüttelboden (m) des Reservebehälters und einer die oberen Enden der Kohlenstäbe ebenfalls zur Seite drückenden Gewichtsstange (o)\die Hinzufügung einer Vorrichtung zur Beschleunigung des Vorschubes des Kohlenstabes in dem Augenblick, wo der Rest eines abgebrannten Kohlenstabes abfällt, bestehend in der Zweitheilung der Welle des Schneckenrades (d), der Anordnung einer Reibungskupplung (r τΛ) zwischen den beiden Wellenhälften und der Lagerung des einen Wellenendes in dem federnd befestigten Anker (s) eines Elektromagneten (t), derart, dafs bei Erregung des letzteren die Reibungskupplung gelöst und die von dem Schneckengetriebe (d c) und der damit verbundenen Contactscheibe (h) auf die Antriebsfeder ausgeübte Bremswirkung aufgehoben wird;4. in Verbindung mit dem durch Anspruch 3. gekennzeichneten beschleunigten Vorschub eine Contactvorrichtung zur Bethätigung des Elektromagneten t in dem Augenblick, wo der Rest eines abgebrannten Kohlenstabes abfällt, bestehend aus der Contactschraube (v) und der am oberen Ende des Glühkörperhalters (e) auf der Innenseite angebrachten Contactplatte (u), derart, dafs . bei dem in oben genanntem Augenblick stattfindenden Ausschlag des Halters (e) zwischen ν und u Contact entsteht, während die Aufhebung des Contactes dadurch bewirkt wird, dafs der mit voller Federkraft vorgeschobene frische Kohlenstab den Halter (e) in seine normale Lage zurückdrückt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE43514T | 1887-06-19 | ||
| DE45369T | 1888-03-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45369C true DE45369C (de) | 1888-11-26 |
Family
ID=320545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188845369D Expired DE45369C (de) | 1887-06-19 | 1888-03-06 | Neuerungen an elektrischen Glühstiftlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45369C (de) |
-
1888
- 1888-03-06 DE DE188845369D patent/DE45369C/de not_active Expired
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