DE45249C - Neuerung an Vielfachumschaltern für Fernsprech-VermiUelungsämter - Google Patents

Neuerung an Vielfachumschaltern für Fernsprech-VermiUelungsämter

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DE45249C
DE45249C DENDAT45249D DE45249DA DE45249C DE 45249 C DE45249 C DE 45249C DE NDAT45249 D DENDAT45249 D DE NDAT45249D DE 45249D A DE45249D A DE 45249DA DE 45249 C DE45249 C DE 45249C
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DENDAT45249D
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S. KRAPP in Bamberg
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/12Calling substations, e.g. by ringing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Alle bis jetzt bekannten Multiplexappurate für Telephoncentralämter beruhen auf dem Princip, durch Einschaltung gewisser Apparate, wie Klinken oder Galvanoskope etc., zu ermöglichen, die Erdleitung des zu verbindenden Abonnenten auszuschalten und die Leitungen direct zu verbinden (Patent Duxbury, Patente der Western Company in Amerika, System Mix & Genest in Berlin).
Alle diese Systeme haben den Nachtheil, dafs die Contacte dieser beweglichen Apparate in gewissem Grade unzuverlässig sind und öfters einer Regulirung bedürfen. Auch sind die Verbindungsleitungen, also die Drahtmengen, sehr bedeutende.
In dem nachstehend beschriebenen System sollen alle Leitungen fest verbunden bleiben und die Verbindungscontacte ohne Weiteres zugänglich sein.
Die Abonnentenleitungen L1 L2L3L* führen zu den entsprechenden Umschaltern I, II, III, IV. In die Leitungen sind dort eingeschaltet die Anruf klappen K1 K2 Ks K*, die Verbindungsstücke m 1Ot2Ot3JM4, die Elektromagnet^ E1E2 E* E*, so dafs die Stromleitung des Abonnenten L' beispielsweise folgende ist: Vom Abonnenten L1 zum Schrank I, und zwar zu Klappe K1, zum Verbindungsstück m1, Elektromagneten E' zur Erde.
Aehnlich ist die Verbindung in den anderen Schränken.
Es kann entweder ein gemeinschaftlicher Hauptdraht zu den einzelnen Umschalterschränken geführt und die Verbindungsstücke η1 κ1 η1 mit diesen verbunden werden, oder es können, wie in der Zeichnung dargestellt, von einem Punkte der Hauptleitung Drähte I1 I2 /3 Z4 zu den Schränken geführt werden; diese Zweigleitungen sind mit der Hauptleitung stets in fester Verbindung. Diese Zweigleitungen führen zu Verbindungsstücken an den einzelnen Schränken, so dafs jede Abonnentenleitung mit jedem Schrank durch einen einzigen Draht verbunden ist. In die allen Hauptleitungen gemeinsame Erdleitung ist ein weiterer Elektromagnet E und eine sogenannte Zersetzungszelle Z eingeschaltet.
Weitere Zersetzungszellen Z1 Z2 Z3 Z4 sind parallel, d. h. im Nebenschlufs zu den Klappen Κ*ψΚΆΚ* geschaltet.
Die Zersetzungszellen sind mit unlöslichen Elektroden, wie Kohle, Platin etc., ausgestattet und mit Wasser, Säure etc. gefüllt. Jedes einzelne Zellenelement braucht etwa 1,5 Volt, um durchdrungen zu werden, und durch Hintereinanderschaltungen einer bestimmten Anzahl solcher Zellen wird die betreffende Leitung erst bei einer gewissen elektromotorischen Kraft durchdringbar. Wendet man in der Erdleitung bei Z eine einzige Zersetzungszelle an, so wird wohl, wenn der Anrufstrom eine Spannung von z. B. 10 Volt besitzt, die Zelle durchdrungen werden.
Wendet man bei Z! Z2 Z3 Z4 z. B. je zehn hinter einander geschaltete Zellen an, so absorbiren sie 15 Volt, werden also vom Anrufstrom zu 10 Volt nicht durchdrungen. Für Wechselströme werden aber beide Zellen und noch gröfsere Zellenreihen einen erheblichen Widerstand nicht bilden. Mit den Zersetzungszellen, welche, wie angegeben, eine ungleiche Stärke haben, d. h. bei Z eventuell nur aus
einer Zelle, bei Z1Z2Z3Z* dagegen eventuell aus einer ganzen Reihe von Zellen bestehen, kann demnach erreicht werden, dafs nur Gleichströme gewisser Spannung in der Leitung wirksam werden. EineTheilung des Stromes zwischen Zersetzungszelle und Klappe findet bei Gleichstrom nicht statt, da ja die Zersetzungszelle stark genug gewählt wurde, um vom Gleichstrom nicht durchdrungen zu werden. Für Wechselströme ist eine Theilung wohl vorhanden; dieselbe ist aber praktisch unwesentlich, da der Widerstand der Klappe für Wechselströme im Vergleich zum Widerstand der Zellen so grofs ist, dafs der letztere praktisch = ο gesetzt werden kann. Will ein Abonnent Z-4 mit einem zweiten L1 verbunden werden, so drückt er seinen Taster und der Strom geht von L4 zu K^ (die Zersetzungszelle wird vom Gleichstrom nicht durchdrungen), ?η*Ε4Ε Z (diese Zelle wird, weil sie schwächer ist, durchdrungen) zur Erde im Amt. Die Klappe K4 fällt; der Beamte fragt ab und untersucht nach Auskunft die Leitung L1, ob dieselbe besetzt ist oder nicht. Ist die Leitung frei, so zieht er den Stöpsel des Verbindungsstückes w4 und stöpselt damit das Verbindungsstück nl am Schrank IV, so dafs die Verbindung hergestellt ist von L4 durch if4 bezw. Z4 durch n1, Zweigleitung Z1, Hauptleitung L1 zum betreffenden Abonnenten. Im Schrank I bleibt die Erdleitung bestehen, und zwar über K1 bezw. Z1, to1 E' E Z. Diese Leitung ist aber für Telephonströme, d. h. Wechselströme, schwer durchdringbar, weil die eingeschalteten Elektromagnete E1 E diese Ströme sehr abschwächen bezw. aufheben. Bekanntlich ist für einen inductionsfreien drahtförmigen Leiter der Widerstand eine einfache Gröfse W. Wird dieser Draht aufgespult, so verändert sich für Gleichstrom der Widerstand, dagegen nicht für Wechselstrom; es gilt dann der Ausdruck j/ W'2 -f- (2 η π)2 L2 , worin L den Inductionscoefficienten bedeutet.
Derselbe wird nun ganz wesentlich vergröfsert durch Einschieben von massiven Eisenstücken in die Drahtspule, so dafs leicht der Ausdruck γ W2 -\- (2 η π)2 L2 bis auf das Zwanzigfache und mehr gesteigert werden kann.
Solche stromschwächenden Apparate sind auch die Anrufklappen, und um dieselben im verbundenen Stromkreis (im vorliegenden Falle die Klappe i£4) unschädlich zu machen, wird um dieselbe ein Nebenschlufs mit Zersetzungszelle gelegt. Diese Zersetzungszelle wird aus den entwickelten Gründen vom Gleichstrom nicht, wohl aber vom Wechselstrom durchdrungen. Der Gleichstrom wird also durch die Klappe, der Wechselstrom aber durch die Zellen gehen, weil diese für Wechselströme widerstandslos sind. Hat beispielsweise die Anrufbatterie 10 Volt und sind zehn Zellen parallel zu den Klappen geschaltet, so dringt kein Gleichstrom durch dieselben (weil 10 X 1,5 = 15 Volt nöthig), wohl aber Wechselströme.

Claims (2)

Pa te nt-Ansprüche:
1. Die Schaltung eines Vielfachumschalters, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Erdleitung des Vermittelungsamtes geführten Abonnentenleitungen fortdauernd, also auch während des Gebrauches mit der Erdleitung verbunden bleiben, und dafs von jeder Abonnentenleitung einer Umschalterabtheilung zu den übrigen Umschalterabtheilungen ein gemeinschaftlicher Draht geführt und hier mit je einem für die betreffende Abonnentenleitung bestimmten Anschlufsstücke verbunden wird.
2. An diesem Umschalter die Anwendung von Elektromagneten in der Erdleitung der Theilnehmerleitung im Vermittelungsamte zu dem Zwecke, Telephonströmen den Uebergang in die Erde des Vermittelungsamtes zu erschweren.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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