DE52251C - Vielfachumschalter für Fernsprechämter - Google Patents

Vielfachumschalter für Fernsprechämter

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DE52251C
DE52251C DENDAT52251D DE52251DA DE52251C DE 52251 C DE52251 C DE 52251C DE NDAT52251 D DENDAT52251 D DE NDAT52251D DE 52251D A DE52251D A DE 52251DA DE 52251 C DE52251 C DE 52251C
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DE
Germany
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spring
plug
line
contact
flap
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Application number
DENDAT52251D
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English (en)
Original Assignee
E. LlEBERT in Berlin S.W., Friedrichstrafse 43
Publication of DE52251C publication Critical patent/DE52251C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R24/00Two-part coupling devices, or either of their cooperating parts, characterised by their overall structure
    • H01R24/58Contacts spaced along longitudinal axis of engagement
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R2103/00Two poles

Landscapes

  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Dieser neue Umschalter unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von den bisher bekannten. Der Vielfachumschalter (Fig. 1) ist eingetheilt in Umschaltetafeln, welche je 6 000 Verbindungsklinken, in Gruppen A zu 100, enthalten, so dafs der Vielfachumschalter bis 6 000 Theilnehmerleitungen aufzunehmen vermag. Die Aufruf klappen B, in Gruppen zu 100, sind im Verhältnifs zu den Klinken in A so geordnet, dafs für 2000 Aufruf klappen nur 5 Umschaltetafeln nothwendig sind, für ein ganzes System von 6 000 Theilnehmerleitungen demnach 1 5 Umschaltetafeln. Die Leitung eines jeden Theilnehmers endigt aufser in der Aufruf klappe in eine an einen Stöpsel sich anschliefsende Verbindungsschnur. Diese Schnüre sind auf der Tischplatte C der Umschaltetafel so geordnet, dafs sämmtliche Klinkengruppen A mit der Schnur erreicht werden können.
Besondere Controlklappen sind nicht vorhanden, ebenso wird die Aufruf klappe des Theilnehmers nach Herstellung einer Verbindung ausgeschaltet. Die Controle der Verbindung liegt lediglich in der Hand ,des bedienenden Beamten, welcher die Controle mittelst seines Hörapparates und einer besonderen Apparat-Stöpselschnur ausführt. Zu diesem Zwecke ist am Apparat des Theilnehmers zwischen Telephon und Erdleitung ein Controlelement eingeschaltet. So lange beide Theilnehmer oder auch nur einer derselben das Telephon abgenommen haben, eirculirt ein Strom in der Leitung, welcher den Hörapparat des controlirenden Beamten ansprechen läfst, wenn dieser mit seinem Controlstöpsel den Verbindungsstöpsel der Theilnehmerleitung berührt.
Die Controle durch die Aufruf klappe des Theilnehmers oder durch eine besondere Controlklappe ist bei den bekannten Apparaten sehr unzuverlässig, weil die Theilnehmer in sehr vielen Fällen die Ruf- und Schlufszeichen nicht so correct geben, dafs sie der Beamte gut zu unterscheiden vermag. Sehr oft ist nämlich der rufende Theilnehmer gezwungen, mehrmals den Anruf zu wiederholen, ehe der verlangte Theilnehmer sich meldet. Dauert dies jedoch sehr lange, so wird der rufende Theilnehmer schliefslich ungeduldig und fängt an, mit Unterbrechungen zu rufen. Dies gilt aber dem; bedienenden Beamten als Schlufszeichen und derselbe trennt demnach die Verbindung, ohne dafs überhaupt seitens der Theilnehmer gesprochen worden ist. Dafs diese Einrichtung zu grofsen Unzuträglichkeiten führen mufs, ist leicht ersichtlich. Aufserdem erschwert eine mehrfache Einschaltung von Klappenelektromagneten die Verständigung sehr, so dafs die Ausschaltung derselben bei Herstellung der Verbindung nur vortheilhaft sein kann.
Ferner sind bei dem vorliegenden Apparat besondere Apparatumschaltetäfeln nicht vorhanden , es werden hierdurch bei Ausführung jeder Verbindung zwei Manipulationen erspart, abgesehen von dem wiederholten Aufrichten der Aufruf- bezw. Controlklappe bei mehrfachem Stromsenden des anrufenden Theilnehmers.
Die Ausschaltung der Aufrufklappe und die Einschaltung des Abfrage - Apparates geschieht durch eine Contactvorrichtung, Fig. 2.
Dieselbe besteht aus der durchlochten Blattfeder f, auf welcher der Stöpsel S der Verbindungsschnur in der Ruhelage aufliegt. Die Feder f wird hierdurch auf den Contact k1 gedrückt, legt sich dagegen beim Aufheben des Stöpsels 5 gegen den Contact k2. Mit k3 ist eine Contactschiene bezeichnet, welche bei jedem Stöpsel mit einem winkelförmigen Ansatz versehen ist.
In dem metallenen Verbindungsstöpsel 5 befinden sich drei von einander isolirte Federn d1 d2 d3, von denen d2 und d3 für gewöhnlich mit einander in Contact sind.
Dieser Contact kann durch einen Druck auf die durch die ä'ufsere Stöpselhülse freiliegende Feder d2 aufgehoben werden. Hierdurch werden die Federn d1 und d2 mit einander in Berührung gebracht. Die Federn d1 und d3 sind mit einer Doppelleitungsschnur verbunden.. Die eine Leitung derselben verbindet die Feder d1 mit dem Abfrage-Apparat, die andere Leitung die Feder d3 mit der Feder f. Der Contact kl ist mit der Aufrufklappe, der Contact k2 mit dem Prüfungsdraht der Leitungsklinken verbunden (s. die schematische Zeichnung, Fig. 3). An die Contactschiene k3 ist der Abfrage - Apparat gelegt und die Contactfeder f steht mit der Teilnehmerleitung in Verbindung.
Bei dem Aufruf des Theilnehmers durchläuft der Strom die zugehörigen Leitungsklinken in sämmtlichen Umschaltertafeln und geht bei der letzten über die Feder f und den Contact k1 durch die Aufruf klappe zur Erde. Um die Mittheilung entgegenzunehmen, hebt der Beamte den zur betreffenden Leitung gehörigen Stöpsel S an und ■ führt ihn an die Contactschiene Ar3, wodurch die Leitung des Theilnehmers mit dem Abfrage-Apparat in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig legt sich die Feder/" an den Contact k2; hierdurch wird eine Verbindung, der Leitung des Anrufenden mit dem Prüfungsdraht ρ der Leitungsklinken hergestellt.
Nach Empfang der Bezeichnung der seitens des aufrufenden Theilnehmers gewünschten Verbindung geschieht die Prüfung der Leitung des verlangten Theilnehmers in der Weise, dafs die im angehobenen Verbindungsstöpsel befindlichen Federn dl und d2 in Contact gebracht werden. Hierdurch wird der Contact der Federn d2 und d3 aufgehoben, die Leitung des aufrufenden Theilnehmers ausgeschaltet und der Stöpsel S mit dem Hörapparat des Beamten verbunden. Bei jetzt erfolgender Prüfung der verlangten Theilnehmerleitung durch das Berühren des Stöpsels S mit der Prüfungsleitung derselben wird bei schon anderweitig besetzter Leitung der Hörapparat des Beamten durch ein in seinen Stromlauf geschaltetes Controlelement I ansprechen. Ist die Leitung dagegen frei,· so kann die Verbindung durch Einsetzen des Stöpsels S1 in die Leitungsklinke des verlangten Theilnehmers sofort ausgeführt werden.
Ist die Leitung des verlangten Theilnehmers anderweitig besetzt, so führt der Beamte den Verbindungsstöpsel wieder an seinen Platz zurück, berührt dabei die Contactschiene k3 und verständigt den anrufenden Theilnehmer davon , dafs die gewünschte Leitung besetzt sei. Fällt nun der Stöpsel S wieder in seine Ruhelage zurück, so wird die Feder f den Contact mit k2 aufheben und mit k1 herstellen, wodurch die Anrufklappe wieder eingeschaltet ist.
Um nach erfolgter Ausführung der Verbindung dieselbe controliren zu können, ist in den Umschaltetafeln mit jedem Abfrage-Apparat ein besonderer Controlstöpsel K, Fig. 3, verbunden. Der Controlstöpsel ist von derselben Construction wie die Verbindungsstöpsel S, nur von doppelter Länge, um denselben bei auszuführender Controle bequem handhaben zu können. Der Controlstöpsel dient zugleich als Apparat- und Batteriestöpsel. Zu diesem Zwecke ist die Feder f der Contactvorrichtung des Controlstöpsels K von dem Stöpsel selbst durch die Scheibe i isolirt. Die Feder / ist mit dem Telephon T und der Contact k1 mit dem Controlelement / verbunden. Der Contact k2 liegt an Erde. Eine Abzweigung vom Telephon T geht an die Feder d3 des Controlstöpsels, und die Feder d1 ist mit der Batterie b verbunden.
Wird bei Ausführung der Controle einer bestehenden Verbindung der Stöpsel K abgehoben, so legt sich die Feder f an den isolirten Contact k%. Befinden sich beide Theilnehmer oder auch nur einer derselben noch am Apparat, so wird der Strom des Controlelementes des Theilnehmers bei dem Berühren des Stöpsels K mit dem in" die betreffende. Klinke eingesetzten Verbindungsstöpsel den Hörapparat des Beamten ansprechen lassen, indem der Strom über die Federn d'2 d3 des Stöpsels K durch den Hörapparat über die Feder f und den Contact k2 einen Weg zur Erde rindet. Spricht der Apparat des Beamten nicht an, so wird die Verbindung getrennt.
Um einen Theilnehmer anzurufen, setzt man den Controlstöpsel in die Klinke der betreffenden Theilnehmerleitung und drückt auf die Feder d2 des Stöpsels K, wodurch der Contact der Federn d1 und d2 hergestellt wird. Der Batteriestrom.geht über die Federn dl d2 durch den Metallkörper des Stöpsels in die Leitung. ■ ■ :
Um einen geregelten Verkehr herbeizuführen, werden die Verbindungsleitungen mit den
anderen Aemtern so vertheilt, dafs die eine Hälfte der Leitungen nur in der einen Richtung, z. B. von Amt Γ nach II, und die andere Hälfte der Leitungen in entgegengesetzter Richtung von II nach I benutzt werden. Es ist daher jede Leitung nur auf dem einen Amt mit einer Aufrufklappe versehen, während auf dem anderen Amt die Leitung in jeder Umschaltetafel mit einer Klinke verbunden ist, Fig. 7. Die Aufruf klappen der Verbindungsleitungen, welche von den übrigen Aemtern z. B. nach dem Amt I benutzt werden, sind im Amt I auf besondere Umschaltetafeln geschaltet, in welchen Aufrufklappen von Theilnehmerleitungen nicht eingeschaltet sind. Die Klinken derjenigen Verbindungsleitungen, welche vom Amt I nach den übrigen Aemtern benutzt werden, sind im Amt I auf besonders construirte Klinken D, Fig. 1, geschaltet, welche in die Umschaltetafeln unter den Klinkengruppen der Theilnehmerleitungen eingesetzt
sind. '
Die besondere Construction der Klinken von Verbindungsleitungen ist in Fig. 4 bis 6 dargestellt, und zwar ist Fig. 4 eine Klinke im Schnitt von oben, Fig. 5 im Schnitt von der Seite, Fig. 6 von vorn gesehen. Mit g g ist ein Ebonitstück bezeichnet, welches durchbohrt ist. In die Durchbohrung sind die _ Klinkenfedern, c1 und c2 von einander isolirt eingesetzt. Unterhalb der Durchbohrung hat das Ebonitstück g g eine besondere Durchbohrung, in welche die Feder c3 eingelassen ist. Die Federn c2 und c3 sind mit einander verbunden und die Feder c3 ist mit dem Ebonitstück e versehen. An dem äufseren Ebonitstück g g ist eine Contactschiene s so befestigt, dafs beim Niederdrücken der Feder c3 dieselbe auf das Zwischenstück 0 und hierdurch mit der Schiene in Berührung kommt. Die Feder c2 ist mit der Leitung, die Feder c1 mit der Prüfungsleitung p, Fig. 7, der Klinken verbunden. .
Fg. 7 zeigt schematisch den Stromlauf einer Verbindungsleitung zwischen zwei Aemtern. Es'ist nicht nur nothwendig, bei Ausführung einer Verbindung mit einem zweiten Amt zu wissen, ob die Verbindungsleitung, welche in der Richtung nach dem zweiten Amt benutzt wird, im ersten Amt frei ist, da bekanntlich die Verbindungsleitung in sämmtlichen Umschaltetafeln besetzt werden kann, sondern es ist auch sehr vortheilhaft, feststellen zu können, ob die Verbindungsleitung auch im zweiten Amt frei ist. Wenn diese Leitung auf dem . zweiten Amt noch von einer vorher ausgeführten Verbindung besetzt ist, welche aber auf dem ersten Amt bereits getrennt war, so 'wird das erste Amt vergeblich anrufen und hierdurch Zeit verlieren und aufserdem den Theilnehmer, welcher im zweiten Amt noch auf der Leitung verbunden ist, durch das vergebliche Anrufen stören. Es kommt nun bei den bisherigen Apparaten oft vor, dafs der Beamte in zwei, drei und mehr Leitungen vergeblich ruft, da auf dem zweiten Amt die Verbindungsleitungen noch mit Verbindungen der Theilnehmerleitungen besetzt sind, und es ergeben sich hieraus die bekannten grofsen Schwierigkeiten, welche der Verkehr zwischen den einzelnen Aemtern mit sich bringt.
Da aber der gröfste Theil der Verbindungen überhaupt zwischen den einzelnen Aemtern ' ausgeführt wird, so ist mit dem vergeblichen Anruf der Aemter ein ganz bedeutender Zeitverlust verbunden, welcher an einzelnen Stellen den Verkehr ins Stocken bringen kann.
Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, sind bei dem vorliegenden Apparat zwischen der Aufruf klappe und der Erdleitung einer Verbindungsleitung zwei Controlelemente eingeschaltet. Berührt der controlirende Beamte mit seinem Verbindungsstöpsel die Feder, c2 der Leitungsklinke , so wird der Apparat des Beamten in dem Falle, dafs die Leitung auf der anderen Seite frei ist, kräftig ansprechen. Ist die Leitung aber auf dem zweiten Amt besetzt, so sind die Controlelemente ausgeschaltet und der Apparat des Beamten wird nicht ansprechen. Ist die Leitung frei, so drückt nun der Beamte mit seinem Verbindungsstöpsel auf das Ebonitstück e der Feder c3 der Leitungsklinke, und es tritt durch die Berührung der Federe8 mit der Batterieschiene s ein Strom in die Leitung, welcher die Aufrufklappe im zweiten Amt zum Fallen bringt. Hierauf wird der Verbindungsstöpsel in die Leitungsklinke eingesetzt, _ wodurch die Verbindung des anrufenden Theilnehmers mit dem zweiten Amt ausgeführt ist. Es ist hierbei nicht nothwendig, so lange zu warten, bis das zweite Amt sich meldet, woraus sich ebenfalls ein bedeutender Gewinn an Zeit ergiebt. Durch das Einsetzen ' des Verbindungsstöpsels in die Leitungsklinke werden die Federn c1 und c2 und so die Prüfungsleitung mit der Verbindungsleitung metallisch verbunden , _ so dafs letztere an einer anderen Stelle des Vielumschalters nicht mehr besetzt werden kann.
Die vorbeschriebene Einrichtung kann auch noch eine Verbesserung nach folgender Richtung erfahren. Bei der dargestellten Einrichtung würde nämlich die Controle der bestehenden Verbindungen, da ein besonderer Schlufszeichenapparat nicht eingeschaltet ist, einige Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Umsicht der Beamten stellen, denen geübte Beamte wohl gewachsen sind, weil bei Ausführung der Verbindungen viel Zeit gewonnen wird. Ein minder geübter Beamter könnte aber durch die häufigere Controle einer be-
stehenden Verbindung die Verständigung der verbundenen Theilnehmer stören.
Um dieses zu vermeiden, ist die Contactvorrichtung des Verbindungsstöpsels S in folgender Weise abgeändert, Fig. 8. Die Feder f ist mit einem durchlochten Magneten M ver-. sehen, welcher dem Elektromagneten E als Anker dient. Der Contact kl ist wie in Fig. 3 mit der Klappe,^ k2 mit dem Prüfungsdraht, k3 und die Feder di des Stöpsels S mit dem Telephon T verbunden. Die Feder f ist mit dem einen Ende, die Feder d3 des Stöpsels S mit dem anderen Ende der Elektromagnetrolle E verbunden. Der Elektromagnet E ist so geschaltet, dafs sein Anker M angezogen wird, wenn von Seiten des verlangten Theilnehmers Strom geschickt wird. Bei auszuführender Verbindung legt sich der Anker M an den Contact k2, indem der Stöpsel S angehoben wird. Beim Rufzeichen des anrufenden Theilnehmers wird der Anker M nicht ansprechen, wird aber der Strom . bei dem verlangten Theilnehmer geschlossen, vielleicht auf automatischem Wege, so wird der Anker M angezogen. Der Contact mit k1 wird geschlossen und der Strom geht aus der Leitung des verlangten Theilnehmers über die Contactfedern d2 d3 des • Stöpsels S und wird durch den Elektromagneten E über f M kl und Klappe B zur Erde abgeleitet, wodurch die Klappe B, welche jetzt als Schlufsklappe dient, zum Abfallen gebracht wird. Die Verbindung kann hierauf ohne Controle getrennt werden.
Fig. 9 zeigt die veränderte Schaltung der Contactvorrichtung für Verbindungsleitungen zwischen zwei Aemtern (s. Fig. 7). Die Contactvorrichtung selbst ist dieselbe, wie in Fig. 3. Der Contact k2 ist hier mit dem einen Ende der Rolle des polarisirten Relais E1 verbunden, das andere Ende der Rolle liegt an der Feder d3 des Stöpsels S1. Von dem Contact k1 geht aufser zur Klappe B1 noch eine Verbindung zum Kern der Elektromagnetrolle des Relais. Der Ständer ν des Relais ist mit einer Batterie i?1 verbunden.
Das Relais E1 ist ebenfalls so geschaltet, dafs es auf den Strom des verlangten Theilnehmers anspricht. Bei dem Anruf nach hergestellter Verbindung der Leitung L, Fig. 8, mit der Verbindungsleitung L1, Fig. 9, geht der Rufstrom des verlangenden Theilnehmers aus Leitung L durch E, d3, d2, Stöpsel S nach der LeitungL1. Dann über k2, E\ d3, d2, Stöpsel.S1 in die Leitung des verlangten Theilnehmefs ZA In diesem Falle spricht das Relais E1 und der Anker M, Fig. 8, nicht an. Bei StfOmscMüfs des verlängten Theilnehmers dagegen geht der Strom durch Leitung!,2, Stöpsel S\ d2, d3, E\ & in die Leitung L1. Hierauf durchliefst der Ström Stöpsel S, d2, d3, E und die Leitung L. Der Anker M wird jetzt angezogen und der Contact mit k1 hergestellt und hierdurch der Strom durch Klappe B zur Erde abgeleitet. Die Klappe B wird zum Abfallen gebracht.
Zu gleicher Zeit wird das Relais E1 ansprechen und die Klappe B1 durch Stromschlufs der Batterie R1 über Ständer v, Anker und Kern des Relais E1 über k1 durch Klappe B1 , und Controlbatterie R zum Abfallen gebracht. Beide Klappen wirken jetzt als Schlufsklappen, und es kann hierauf die Verbindung ohne Controle getrennt werden. Bei Verbindungen von zwei Theilnehmern, welche beide bei demselben Amt angeschlossen sind, tritt nur die Klappe B in Thätigkeit.
Wird der Stöpsel wieder in die Ruhelage zurückgebracht, so ist durch k1 die Aufrufklappe B wieder eingeschaltet, · ebenso, ist die Klappe B' der Verbindungsleitung L ! nebst der Controlbatterie R durch k1 wieder mit der Leitung verbunden. · ·

Claims (4)

Pa te-n t- Ansprüche :
1. Bei Vielfachumschaltern für Telephonämter für den Verkehr mit den Theilnehmern die Anordnung von Verbindungsstöpseln S mit drei von einander isolirten Federn dl d2 d3, von denen die aufsen freiliegende Feder d2 in der Ruhe an d3 anliegt und dl mittelst der Contactschiene k3 mit dem Abfrage-Apparat, d2 mit dem metallischen Ende des Stöpsels und d3 mit einer Feder f verbunden ist, auf welcher der Stöpsel in der Ruhestellung aufliegt und dadurch den Contact der Aufrufklappe B mit der Leitung des Theilnehmers herstellt, wobei ferner bei abgehobenem Stöpsel die Feder/ durch den Contact k2 mit der Prüfungsleitung ρ in Verbindung steht, so dafs mittelst des Controlelementes / ermittelt werden kann, ob der Anschlufs frei ist, Fig. 1 bis 3.
2. Bei Vielfachumschaltern der unter 1. angegebenen Art für den Verkehr zwischen den Aemtern die Anordnung von Leitungsklinken mit drei Federn C1C2C8, von denen c2 und c3 mit einander verbunden, letztere mit dem Isolirstück e versehen ist und beim Niederdrücken mit der Schiene S in Verbindung tritt, während die Feder c1 mit der Prüfungsleitung ρ verbunden ist, Fig. 4 bis 7.
3. Bei der unter 1. und 2. angegebenen Einrichtung, zum Zwecke, ein selbsttätiges Schlufszeichen in dem Amt, an welches der rufende Theilnehmer angeschlossen ist, abzugeben, der theilweise Ersatz der Feder/ in Fig. 3 durch den Anker M eines Elektromagneten E, Fig. 8, welcher einerseits mit der Feder ds des Stöpsels Sj andererseits mit der Feder f verbunden ist, so dafs beim Schlufszeichen,' also bei Stromsendung
des verlangten Theilnehmers, der Anker M angezogen wird und die Klappe B fällt.
4. Bei der unter 1. und 2. angegebenen Einrichtung, zum Zwecke, ein selbsttätiges Schlufszeichen in den Vermittelungsämtern, an welche beide Theilnehmer angeschlossen sind, abzugeben, die Anordnung eines polarisirten Relais E\ Fig. 9, dessen Elektromagnetspule einerseits mit der Feder -ds des Stöpsels S1, andererseits mit dem Contact Jc2 verbunden ist, sowie die Verbindung des Contactes k1 mit dem Elektromagnetkern und die Einschaltung einer Batterie R1 mit dem Ständer ν des Relais, so dafs beim Schlufszeichen, also bei Stromsendung des verlangten Theilnehmers, die Klappe Bl des letzteren und die Klappe B des Anrufenden fällt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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