DE609630C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmternInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. FEBRUAR 1935
20. FEBRUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JKl 609 KLASSE 21 a3 GRUPPE 37
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Februar 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen, in welchen Verbindungen über mehrere
in Reihe liegende Ämter hergestellt werden und in welchen bei Herstellung bestimmter Verbindungen
besondere Einrichtungen, wie z. B. Verstärker, Stromstoßübertrager o. dgl. Einrichtungen,
in den aufgebauten Verbindungsweg selbsttätig eingeschaltet werden.
Dies erfolgte bisher meist so, daß den am Ort der Zusammenschaltung ankommenden und/ oder abgehenden Leitungen, bei deren Zusammenschaltung die Einschaltung der besonderen Einrichtungen erforderlich ist, Kennzeichnungseinrichtungen zugeordnet sind, welche die automatische Einschaltung der besonderen Einrichtungen bewirken.
Dies erfolgte bisher meist so, daß den am Ort der Zusammenschaltung ankommenden und/ oder abgehenden Leitungen, bei deren Zusammenschaltung die Einschaltung der besonderen Einrichtungen erforderlich ist, Kennzeichnungseinrichtungen zugeordnet sind, welche die automatische Einschaltung der besonderen Einrichtungen bewirken.
In solchen Anlagen nun kann es vorkommen, daß mehrere Gruppen aus verschiedenen Verkehrsrichtungen
ankommender Verbindungsleitungen eine gemeinsame Gruppe in einer bestimmten Verkehrsrichtung abgehender Verbindungsleitungen
erreichen. Erweist sich nun die Einschaltung der besonderen Einrichtungen nur für eine verhältnismäßig geringe Anzahl
von Verbindungen, z. B. nur für die Gruppe der aus einer der verschiedenen Verkehrsrichtungen
ankommenden Verbindungsleitungen, für erforderlich, so bedeutet es einen unnötigen
Aufwand, daß alle Leitungen der Gruppe mit den in der bestimmten Verkehrsrichtung abgehenden
Verbindungsleitungen mit den besonderen Einrichtungen versehen sind bzw.
versehen sein müssen.
Zweck der erfindungsgemäßen Anordnung ist es nun, diesen Übelstand zu beseitigen, was
dadurch erreicht wird, daß mehrere Gruppen aus verschiedenen Verkehrsrichtungen ankommender
Verbindungsleitungen über für jede Gruppe getrennte Nummernstromstoßempfänger, Zwischenleitungen und Mischwähler eine
gemeinsame Gruppe abgehender Verbindungsleitungen erreichen und die zur Einschaltung
der besonderen Einrichtungen erforderlichen Schaltmittel nur den Zwischenleitungen bestimmter
Gruppen zugeordnet sind.
Nachstehend ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
näher beschrieben und in der Zeichnung in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt.
Angenommen ist für das Ausführungsbeispiel eine Fernsprechanlage, in welcher Verbindungen
über mehrere in Reihe liegende Ämter hergestellt werden, wobei gemäß der Erfindung bei bestimmten
Verbindungen besondere Einrichtungen, und zwar Verstärker, in den aufgebauten
Verbindungsweg eingeschaltet werden.
Fig. ι zeigt diesen Verbindungsaufbau im Prinzip, während Fig. 2 das Zustandekommen
einer Verbindung im einzelnen zeigt und bei welcher ein Verstärker in den aufgebauten
Verbindungsweg eingeschaltet wird.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, steht das Knotenamt K2 in Verbindung mit den Knoten-
*) Von dein Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Alfred Scheunert in Berlin-Sieviensstadl.
ämtern K1 und Ks, selbstverständlich können
auch noch,weitere Knotenämter vorhanden, d. h. an die Ämter K1, K2 und K3 können noch
weitere Knotenämter angeschlossen sein. Außerdem sind noch an die Knotenämter K2 und Ks
angeschlossene Unterämter, z. B. U1, U2 und U3,
gezeigt. Die Knotenämter haben auch direkte Teilnehmeranschlüsse. Als Verbindungen, bei
denen die Einschaltung von Verstärkern erforderlich ist, werden in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
angenommen die Verbindungen vom Knotenamt K1 her über das Knotenamt K2
und K3 zu den an letzteres angeschlossenen Unterämtern, z. B. U3, oder auch zu weiteren
Knotenämtern und deren Unterämtern. Bei Verbindungen von Teilnehmern des Knotenamtes
K2 sowie von seinen Unterämtern her nach dem Knotenamt K3 werden keine Verstärker
eingeschaltet. Dieser Verbindungsaufbau kann natürlich auch in beliebig anderer Weise ausgeführt werden.
Sowohl die verstärkt als auch die unverstärkt zu betreibenden Verbindungen in einer bestimmten
Verkehrsrichtung, z. B. nach dem Knotenamt K3, verlaufen vom Knotenamt K2
aus über die gleichen Verbindungsleitungen oder Leitungsgruppen VL2. Um nun nicht allen
diesen Leitungen oder Leitungsgruppen die sonst erforderlichen Kennzeichnungseinrichtungen,
welche die Einschaltung der Verstärker bestimmen, zuordnen zu müssen, sind die im Knotenamt
K2 aus der Verkehrsrichtung, aus der verstärkt und unverstärkt zu betreibende Verbindungen
ankommen, z. B. vom Knotenamt K1 her, ankommenden Verbindungsleitungen oder
Gruppen solcher VL1 an Gruppenwähler I. GW geführt, und in bestimmten Dekaden dieser
Gruppenwähler sind sog. Mischwähler MW angeschlossen, an deren Bankkontakte die Verbindungsleitungen
VL2 der bestimmten Verkehrsrichtung, zum Knotenamt K%, angeschlossen
sind. Diese Mischwähler sind Drehwähler mit ungerichteter, sog. freier Wahl, die aus den
zum Knotenamt K3 führenden Verbindungsleitungen Fi2 eine jeweils freie Leitung aussuchen.
Den Mischwählern MW sind Mitlaufwähler ML zugeordnet, welche durch die die nachgeordneten
Gruppenwähler II. GW im Knotenamt K3 einstellenden Nummernstromstöße
gleichzeitig eingestellt werden. Die Bankkontakte dieser Mitläufer ML sind gleichbeziffert
mit den Dekaden der Gruppenwähler II.GW im Knotenamt K3. Wird mithin der
GruppenwählerII.GW z.B. in die zweite Dekade
gehoben, so werden die Schältarme des Mitläufers ML auf den zweiten Bankkontäkt
eingestellt. An diejenigen Bankkontakte der Mitläufer MX, die denjenigen Dekaden der
Gruppenwähler II. GW entsprechen, über welche verstärkungsbedürftige Verbindungen verlaufen
bzw. die Leitungen angeschlossen sind, über welche solche Verbindungen hergestellt werden,
z. B. Dekade 2 mit Leitungen zum Unteramt U3, sind Schaltmittel, z. B. Relais X, angeschlossen,
welche die Einschaltung eines Verstärkers in den hergestellten Verbindungsweg veranlassen.
Um nun auch die unverstärkt zu betreibenden Verbindungen von den Unterämtern, z. B. U1,
TJ2, des Knotenamtes K2 in der gleichen Verkehrsrichtung
nach dem Knotenamt K3 und Unteramt U3 über dieselben Verbindungsleitungen
oder Leitungsgruppen VL2 abwickeln zu können, sind auch an die bestimmten Dekaden
der Gruppenwähler I. GW', I.GW", an denen die Verbindungsleitungen VL3, VL* von
von den Unterämtern U1, U2 endigen, Mischwähler MW', MW" angeschlossen, deren Bankkontakte
mit den Bankkontakten der Mischwähler MW vielfach geschaltet sind. Diesen
Wählern MW', MW" sind jedoch keine Mitläufer, wie ML, zugeordnet, mithin können
auch keine Verstärker eingeschaltet werden.
Es können mithin sämtliche, vom Knotenamt
K2 nach dem Knotenamt K3 führenden Verbindungsleitungen
oder Leitungsgruppen VL2 für alle vom Knotenamt K2 her ankommenden,
verstärkt als auch unverstärkt zu betreibenden Verbindungen in der Verkehrsrichtung nach
dem Knotenamt K3 und weiteren an dasselbe angeschlossenen Ämtern benutet werden, ohne
daß es nötig ist, jeder der Verbindungsleitungen VL2 eine Kennzeichnungseinrichtung zuzuordnen,
wobei die Mitläufer ML nur in einer zu der Gesamtzahl der abgehenden Leitungen
VLS verhältnismäßig geringen Anzahl vorgesehen sind, die durch die Verkehrsdichte bestimmt
wird.
Es sei nun das Ausführungsbeispiel an Hand der Fig. 2 im einzelnen beschrieben.
Es sei angenommen, daß ein über das Knotenamt K1 anrufender Teilnehmer eine Verbindung
zu einem Teilnehmer des Unteramtes U3 herstellt, die über Verstärker zu betreiben ist.
Beim Abheben seines Hörers wird der anrufende Teilnehmer in an sich in solchen Anlagen
üblicher und bekannter, hier nicht weiter interessierender Weise über das Knotenamt K1
und die Verbindungsleiturig VV- zum Knotenamt
K2 dürchgeschaltet, wobei gleichzeitig
durch eine im Knotenamt K1 angeordnete Stromstoßsendeeinrichtung ein sog. Vorimpuls
über die Verbindungsleitung VV- nach dem Knotenamt K2 ausgesandt wird. Durch diesen
Vorimpuls wird das Stromstoßempfangsrelais J1 im Gruppenwähler I. GW vorübergehend erregt
und schließt für einen Moment seinen Kontakt ti1, so daß das Belegungsrelais C1 über:
Erde am Kontakt Ii1J Wicklung des Relais C1
und Batterie zum Ansprechen kommt. Relais C1 schließt seinen Kontakt 2cx, über den es
sich nach öffnen des Kontaktes xix hält. Relais
C1 schließt ferner seinen Kontakt 3 c1 und bereitet
damit den Stromkreis für das Prüfrelais P1 des Gruppenwählers I.GW und das
Belegungsrelais C2 vor sowie weiter noch seinen Kontakt 25 c1· im Stromkreis des Drehmagneten
D1.
Diese Vorgänge spielen sich in der Zeit nach Abheben des Hörers seitens des anrufenden
Teilnehmers und vor Betätigung seiner Nummernscheibe ab.
Sobald der Teilnehmer seine Nummernscheibe betätigt und die zur Einstellung der Wähler
bzw. zur Herstellung der gewünschten Verbindung erforderlichen Nummernstromstöße aussendet,
wird durch die erste Stromstoßreihe der erste Gruppenwähler I. GW im Knotenamt K2
eingestellt bzw. in die durch die gewählte Ziffer, angenommen 3, bestimmte dritte Dekade gehoben.
Die übrigen vom Teilnehmer ausgesandten Stromstoßreihen dienen der Einstellung
der übrigen Wähler II.GW im Knotenamt K3 und des Leitungswählers LW im. Unteramt
U3.
Entsprechend den Stromstößen der ersten Stromstoßreihe wird das Stromstoßempfangsrelais
J1 impulsweise erregt und bringt dadurch über seinen Kontakt 411 den Hubmagneten D1
des Gruppenwählers I.GW in einem Stromkreis von Erde am geschlossenen Kontakt ^i1, Kontakt
25 c1, Wicklung des Drehmagneten D1, Batterie, Erde ebensooft zum Ansprechen und
Abfallen. Dadurch werden die Arme dieses Wählers in die gewünschte dritte Dekade gehoben,
an deren Bankkontakte die Mischwähler MW angeschlossen sind. Nach Ablauf der Stromstoßreihe wird in bekannter und deshalb
hier nicht dargestellter und beschriebener Weise der Drehmagnet des Gruppenwählers
/. GW angelassen und dreht dessen Schaltarme, bis sie auf einen durch einen freien Mischwähler
MW gekennzeichneten Bankkontakt auftreffen. Bei Auflaufen der Wählerarme auf den durch
den als frei angenommenen Mischwähler MW gekennzeichneten Bankkontakt, werden über
den Prüf arm des Wählers I.GW das Prüfrelais P1
und in Reihe damit das Belegungsrelais C2 erregt. Beide Relais sprechen an, wobei Relais P1·
an seinem Kontakt 5p1 seine hochohmige Wicklung
II kurzschließt, wodurch der Wähler I.GW in bekannter Weise gegen weitere Belegungen
gesperrt ist. Relais C2 schließt seinen Kontakt 6 c2 und damit den Stromkreis des Drehmagneten
Dz sowie an seinem Kontakt je2 vorbereitend
den Stromkreis für die Relais P2 und Cs.
Drehmagnet D2 schaltet unter dem Einfluß des Unterbrechers U die Schaltarme des Mischwählers
MW fort, bis diese auf einen durch eine freie, zum Knotenamt Ks führende Verbindungsleitung
gekennzeichneten Bankkontakt auftreffen. Haben die Schaltarme den durch die freie, zum Knotenamt K3 führende Verbindüngsleitung
VL2 gekennzeichneten Bankkontakt erreicht, so wird ■ das Prüfreläis P2 über
seine beiden Wicklungen I und II in Reihe mit dem Belegungsrelais C3 erregt in einem Stromkreise
von: Erde am Kontakt 7c2, Wicklungen I und II des Relais P2, Prüfarm des Wählers MW,
Wicklung des Relais C3, Batterie, Erde. Beide Relais sprechen an, Relais P2 unterbricht zunächst
an seinem Kontakt 8ji>2 den Stromkreis
des Drehmagheten Z)2, der stillgesetzt wird. Relais P2 schließt ferner seinen Kontakt g'ft2
und damit seine hochohmige Wicklung II kurz, wodurch der Mischwähler gegen weitere Belegung
gesperrt wird. Relais P2 schließt seinen Kontakt I2^>2 im Stromkreis des Relais B und
I7^>2 im Stromkreis des Relais X, wie weiter
unten noch beschrieben, sowie ferner Relais C3 vorbereitend seinen Kontakt 26 c3 im Stromkreis
des Prüfrelais P3 (Fig. 3).
Die zweite vom Teilnehmer ausgesandte Stromstoßreihe dient zur Einstellung des Gruppenwählers II. GW im Knotenamt K3. Der Anzahl
der in der Stromstoßreihe enthaltenen Stromstöße entsprechend wird das Stromstoßempfangsrelais
J1 impulsweise erregt. Dieses erregt beim jedesmaligen Ansprechen über
seinen Kontakt 26 z'1 und Kontakt 25^)1 des
Impulsübertragungsrelais A und dieses über seinen Kontakt 28« und Kontakt 27^ des Impulsübertragungsrelais
A1, welches an seinen Kontakten 10 a1 und 11 a1 die Wechselstromquelle
WQ1 an die Adern der Verbindungsleitung VL2 anlegt, die im Knotenamt K3 von
dem Stromstoßempfängsrelais /2 aufgenommen
und durch dessen Kontakte zur Einwirkung auf den Hubmagneten des Gruppenwählers II. GW gebracht werden, wodurch dieser auf
die die Verbindungsleitungen VL5 zum Unteramt U3 enthaltende Dekade eingestellt wird,
worauf er in freier Wahl eine freie von diesen Leitungen, angenommen die Verbindungsleitung
Fi5, aussucht. Mit Auftreffen der Wählerarme auf die Bankkontakte, an welche diese Verbindungsleitung
angeschlossen ist, kommt über den Kontakt 26 c3 und den Prüfarm das Prüfrelais
P3 "und in Reihe mit diesem das Belegungsrelais
C4 zum Ansprechen. Relais P3 schließt seine hochohmige Wicklung über seinen
Kontakt 26 fts kurz, wodurch der Gruppenwähler
II. GW gegen weitere Belegung gesperrt ist. Diese Operationen sind an sich bekannt
und verlaufen in ähnlicher Weise, wie für den Gruppenwähler I. GW beschrieben, so daß ihre
Darstellung und Beschreibung entbehrlich ist.
Die den Gruppenwähler II.GW einstellenden Nummernstromstöße dienen gleichzeitig zur
Einstellung des dem Mischwähler MW zugeordneten Mitläufers ML auf die gleichbezifferten
Kontakte, Wurde der Gruppenwähler II.GW durch die zweite Stromstoßreihe auf angenommen
die zweite Dekade gehöben, so wird der
Mitläufer auf den zweiten Bankkontakt eingestellt. Die Einstellung bzw. die Fortschaltung
der Schaltarme 14,15 und 16 des Mitläufers ML
geschieht durch dessen Drehmagnet D3 im Zusammenarbeiten
mit dem Relais B. Hier sei noch erwähnt, daß das Relais B bereits bei Ansprechen
des Relais C3 über dessen Kontakt 12 c3 in der Nullstellung des Wählerarmes 15
zum Ansprechen kam und sich als Verzögerungsrelais während der Stromstoßreihe hält." Relais
B hält seinen Kontakt 18 b also während dieser Zeit geschlossen, so daß der Drehmagnet
D3 des Mitläufers bei jedem Nummernstromstoß Und Anzug des Relais A1 über: Erde,
Kontakte 13λ1, i85, Wicklung des Drehmagneten
D3, Batterie, Erde anspricht und die Arme 14,15 und 16 des Mitläufers schrittweise
fortschaltet. Mit Beendigung der Stromstoßreihe fällt Relais B ab, da sein Stromkreis über
ao den Wählerarm 15 beim ersten Schritt unterbrochen wurde, und trennt an seinem Kontakt
18 δ den Stromkreis des Drehmagneten D3 auf, so daß er durch nachfolgende Stromstöße nicht
mehr erregt werden kann. Gleichzeitig ist aber mit Auftreffen des Wählerarmes 16 auf den
' zweiten Bankkontakt auch das Relais X zum Ansprechen gekommen in einem Stromkreise
von Erde am Kontakt 17c3, Wählerarm 16, Wicklung des Relais X, Batterie, Erde.
Relais X schließt seine Kontakte 19 χ und 20 χ
in der Verstärkereinrichtung. Über den Kontakt 19 λ; werden Stromkreise geschlossen, die
hier nicht weiter interessieren und auch nicht abgebildet sind, welche die den Verstärker Vst
mit der ankommenden und weiterführenden Leitung verbindenden Wähler VW und VW'
anlassen. Diese Operationen verlaufen in der für die automatische Einschaltung von Verstärkern
üblichen und bekannten Weise und sind, da sie auf den Erfindungsgedanken ohne
Einfluß sind, nicht dargestellt und beschrieben. Wenn die Schaltarme der Wähler VW und FPF'
die zu der ankommenden und weiterführenden Verbindungsleitung FZ1 und VL2 führenden
Adern gefunden haben, kommt über den bei Ansprechen des Relais X vorbereitend geschlossenen
Kontakt 20 # das Relais U zum Ansprechen, das an seinen Kontakten 2iu bis 24U
die über die Wähler 7. GTF und ikfPFzusainmenge-
-schalteten Verbindungsleitungen VL1 und Fi2
unterbricht und sie mit der Eingangs- und Ausgangsseite des ausgesuchten Verstärkers Vst
verbindet. Selbstverständlich kann die Anordnimg auch so getroffen werden, daß der Verstärker
Vst an die Verbindungsleitungen Fi1
und VL2- mit Umgehung des über die Wähler I. GW und MW gebildeten Einstellweges angeschaltet
wird, worauf dieser Einstellweg ausgelöst bzw. zusammengeworfen wird. Inzwischen hat der Teilnehmer "die dritte und
vierte Stromstoßreihe ausgesandt. Die dritte Stromstoßreihe stellt den Leitungswähler LW
im.Unteramt U3 auf die angenommen vierte
Dekade ein, in welcher Leitungen der Teilnehmer des Unteramtes U3 angeschlossen sind,
während die vierte Stromstoßreihe die Schaltarme des Leitungswählers LW auf den Bankkontakt
eindreht, an den die als frei angenommene, zum gewünschten Teilnehmer führende Teilnehmerleitung TL angeschlossen ist.
Diese Operationen verlaufen in ahnlicher Weise, wie bereits weiter oben geschildert in an
sich bekannter Weise, so daß deren Darstellung und Beschreibung entbehrlich ist.
Damit ist die Verbindung zu dem gewünschten Teilnehmer im Unteramt U3 vollendet, es wird
in der üblichen Weise vom Leitungswähler LW aus Rufstrom zu dem gewünschten Teilnehmer
ausgesandt, und die Teilnehmer können, sobald letzterer seinen Hörer abhebt, miteinander
sprechen, die Verbindung verläuft über den Verstärker Vst.
Es sei nun kurz der Fall betrachtet, daß der über das Knotenamt K1 anrufende Teilnehmer
eine Verbindung zu einem Teilnehmer TIn' des Knotenamtes Kz herstellt. Diese Verbindung
wird unverstärkt betrieben, es wird also kein Verstärker eingeschaltet.
Leitungen zu Teilnehmern des Knotenamtes Ks sind im GruppenwählerII.GW, z.B. angenommen
über die vierte Dekade; zu erreichen. Bei Aussendung der zweiten Stromstoßreihe wird in der oben beschriebenen Weise der
Gruppenwähler II. GW auf die vierte Dekade eingestellt und der Mitläufer ML auf den gleichbezifferten,
den vierten Bankkontakt. An den vierten Bankkontakt der vom Schaltarm 16 bestrichenen
Bankkontaktreihe ist aber kein Relais X angeschlossen, so daß die zur Einstellung
des Verstärkers erforderlichen Schaltmaßnahmen unterbleiben.
Alle übrigen Operationen verlaufen in der gleichen wie oben geschilderten Weise. Die
dritte und vierte Stromstoßreihe stellen den Leitungswähler LW' im Knotenamt K3 auf die
dritte Dekade ein, während die vierte Stromstoßreihe die Arme des Leitungswählers LW
auf die zu dem gewünschten Teilnehmer führende freie Teilnehmerleitung einstellt.
Schließlich sei noch der Fall erwähnt, daß z. B. ein Teilnehmer des Unteramtes U1 den
Teilnehmer TIn des Unteramtes U3 anruft.
Durch Aussendung der ersten Stromstoßreihe wird der Gruppenwähler I. GW' im Knotenamt
K% auf die dritte Dekade eingestellt und sucht
hierauf in freier Wahl den als frei angenommenen Mischwähler MW' aus. Diesen Wählern
MW (und auch MW") sind keine Mitläufer ML zugeordnet, da die Verbindungen von den Unterämtern
U1, V· des Knotenamtes K2 nach dem
Knotenamt K3 und dessen Unterämtern nicht verstärkungsbedürftig sind. Durch die zweite
Stromstoßreihe wird der Gruppenwähler II.GW im Knotenamt if3 und durch die dritte und
vierte Stromstoßreihe der Leitungswähler LW im Unteramt Us auf die vierte Dekade und
die zu dem Teilnehmer TIn führende Leitung eingestellt. Eine Verstärkereinschaltung findet
also auch hier nicht statt.
In derselben Weise, wie hier in dem. Ausführungsbeispiel Verstärker eingeschaltet werden,
können selbstverständlich auch andere Einrichtungen, wie z. B. Stromstoßübertrager
u. a., eingeschaltet werden.
Claims (1)
- Patentansprüche:i» Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden Ämtern, in denen besondere, nur bei bestimmten Verbindungen erforderliche Einrichtungen in den Verbindungsweg eingeschaltet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen aus verschiedenen Verkehrsrichtungen ankommender Verbindungsleitungen (Fi1, VL\ VU) über für jede Gruppe getrennte Nummernstromstoßempfänger, Zwischenleitungen und Mischwähler eine gemeinsame Gruppe abgehender Verbindungsleitungen (FL2) erreichen und die zur Einschaltung der besonderen Einrichtungen (Vst) erforderlichen Schaltmittel (ML) nur den Zwischenleitungen bestimmter Gruppen (FX1) zugeordnet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die den Mischwählern (MW) zugeordneten Schaltmittel (ML), welche die Einschaltung der besonderen Einrichtungen (Vst) bewirken, in Abhängigkeit von der Einstellung der Wähler (II. GW) in dem über die abgehenden Leitungen erreichten Amt (K3) gesteuert werden.3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Mischwählern (MW) zugeordneten Schaltmittel (ML) zur Einschaltung der besonderen Einrichtungen (Vst) als Mitläufer ausgebildet sind, die durch die den nachfolgenden Wähler (II. GW) einstellenden Nummernstromstöße gleichzeitig mit eingestellt werden.4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß über die Mitläufer (ML) in den die Einschaltung der besonderen Einrichtungen kennzeichnenden Stellungen Relais (X) beeinflußt werden, welche die Einschaltung der besonderen Einrichtungen (Vst) in den Verbindungsweg bewirken.5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenwähler (I.GW) den von anderen Ämtern ankommenden Verbindungsleitungen zugeordnet sind.6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischwähler (MW) gemeinsam für mehrere Gruppen von Gruppenwählern (I. GW), die von verschiedenen Ämtern erreicht werden, vorgesehen sind.7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu anderen Ämtern (K3) abgehenden, an die Mischwähler angeschlossenen Leitungen (FL2) auch für Verbindungen, welche die besonderen Einrichtungen (Vst) nicht benötigen, benutzt werden, indem diese Leitungen an weitere Mischwäbler (MW', MW"), die aus anderen Verkehrsrichtungen (ZJ1, U2) erreicht werden, angeschlossen sind.Hierzu I Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103224D DE609630C (de) | 1932-02-11 | 1932-02-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103224D DE609630C (de) | 1932-02-11 | 1932-02-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609630C true DE609630C (de) | 1935-02-20 |
Family
ID=7525010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES103224D Expired DE609630C (de) | 1932-02-11 | 1932-02-11 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609630C (de) |
-
1932
- 1932-02-11 DE DES103224D patent/DE609630C/de not_active Expired
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