DE652501C - Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei AEmtern herzustellenden Verbindungen ueber Zwischenaemter in Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei AEmtern herzustellenden Verbindungen ueber Zwischenaemter in Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei
Ämtern herzustellenden Verbindungen über Zwischenämter in Fernsprechanlagen mit S mehreren in Reihe liegenden Ämtern.
In solchen Anlagen kann es vorkommen, daß die direkten Leitungen zwischen zwei
hintereinanderliegenden Ämtern alle besetzt sind. In diesen Fällen wird die Verbindung
über ein Seitenamt geführt) also über Umgehungswege.
Hierbei bestehen Schwierigkeiten insofern, als bei den über den Umgehungsweg hergestellten
Verbindungen die Dämpfung größer ist als bei den Verbindungen über die kürzeren direkten Leitungswege. Bisher versuchte
man diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen, daß man die für solche Umgehungsverbindungen benutzten Leitungen
stärker dimensionierte, d. h. also, man sah für solche Verbindungen besondere Leitungen mit
größerem Querschnitt zwischen den einzelnen Ämtern vor.
Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten nun dadurch behoben, daß
bei Besetztsein aller zwischen zwei Ämtern verlaufenden direkten Verbindungsieitungen
in AbHängigkeit von einem die Umleitung kennzeichnenden Zugang zu einer zum Zwischenamt
führenden Verbindungsleitung Schalteinrichtungen am ankommenden Ende
dieser Verbindungsleitung betätigt werden, welche die selbsttätige Einschaltung eines
Verstärkers im Zwischenamt bewirken.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
gemäß Fig. 1 bis 4 beschrieben, hierbei stellt Fig. 1 ein Prinzipschaltbild
des Verbindungsaufbaues nach Fig. 2 und Fig. 3 ein Pririzipschaltbild zu
Fig. 4 dar.
Wie das Prinzipschaltbild Fig. 1 zeigt, verlaufen zwischen den einzelnen Ämtern Verbindungsleitungen,
und zwar die Verbindungsleitungen FL1 zwischen dem Amt A
und B, die Verbindungsleitungen VL2 zwischen
den Ämtern A und C und die Verbindungsleitungen FL3 zwischen den Ämtern B
und C. Wird nun z. B. eine Verbindung hergestellt, die vom Amt A her nach Amt B
führt, und die direkten Verbindungsleitungen VL1 zwischen diesen Ämtern sind alle besetzt,
so wird die Verbindung von Amt A aus über das Amt C nach dem Amt B geführt
und, z. B. im Amt C, ein dem Dämpfungszuwachs durch den Umgehungsweg entsprechender
Verstärker vollkommen selbsttätig in den Verbindungsweg eingeschaltet.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Max Langer in Berlin-Hermsdorf und Fritz Pfleiderer in Berlin-Wilmersdorf.
Nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 erfolgt die automatische Einschaltung
des Verstärkers in den Umgehungsweg auf die nachstehend beschriebene Weise. Es·
wird angenommen, daß ein über das Am anrufender Teilnehmer eine Verbindung ψ
einem über das Amt B erreichbaren Teilneh-' tner herstellt. '
Durch die vom Teilnehmer zur Einstellung
ίο des Gruppenwählers GWa ausgesandte Impulsreihe
wird das Impulsrelais / impulsweise erregt und bewirkt die Einstellung des Gruppenwählers
GWa auf die gewünschte Dekade, z. B. die Dekade 5. Diese Operationen sind an
sich hinreichend bekannt, auf den Erfindungsgedanken ohne Einfluß und ihre Beschreibung
daher entbehrlich. Es sei nur erwähnt, daß über den Kontakt 21 das Relais C zum Ansprechen
gebracht wird, das sich über seinen Kontakt 3 c in einen Haltestromkreis legt.
Sobald nach Ablauf der Impulsreihe der
Gruppenwähler GWa auf die fünfte Dekade eingestellt ist, dreht er in freier Wahl ein und
sucht eine freie, zum Amt B führende Ver-
«5 bindungsleitung.
Hier sei erwähnt, daß z. B. über die ersten acht Bankkontakte dieser Dekade die direkten
zum Amt B fühf enden Verbindungsleitungen VL1 und über die letzten zwei Bankkontakte
zum Amt C führende Verbindungsleitungen VL2 erreicht werden, welch letztere als die
direkten Verbindungsleitungen zwischen Amt A und C, z. B. in der Dekade 4 des
Gruppenwählers GWa angeschlossen sind. Für das Ausführungsbeispiel ist angenommen,
daß die direkten, zum Amt B führenden Verbindungsleitungen alle besetzt sind. Die
Arme des Gruppenwählers GWa gelangen daher auf die Bankkontakte, über welche die
zum Amt C führenden Verbindungsleitungen VL2 erreicht werden. Mit Auftreffen des
Prüf armes auf, den Bankkontakt, der mit der als frei angenommenen Verbindungsleitung
VL2 verbunden ist, wird der Gruppenwähler
GWa mit Ansprechen seines Prüf relais P in an sich bekannter Weise stillgesetzt. Relais
P schließt über seinen Kontakt 1 p seine hochohmige Wicklung II kurz, womit der
Gruppenwähler gegen anderseitige Belegungen gesperrt ist, und schaltet an seinen Kontakten
33/> und 34/" die Adern der Leitung zum
Gruppenwähler durch.
Gleichzeitig· wurden in Reihe mit dem Prüfrelaisf das Belegungsrelais C1 und das
besondere für Verbindungen wie die vorliegende vorgesehene Relais X erregt. Relais
C1 betätigt seine Kontakte in der weiter unten noch beschriebenen Weise.
Das Relais X ist nur an denjenigen Ausgangen der fünften Dekade vorgesehen, die zu
den nach dem Amt C führenden Verbindungsleitungen VL2 Zugang haben und bewirkt,
daß von den im Übertrager Ü vorgesehenen Einrichtungen zwei Vorimpulse über die Ver-
^indungsleitung ausgesandt werden, welche 6g
fjäie Kennzeichnungseinrichtungen für die Ein-
^efiattung des Verstärkers im Amt C bestätigen.
Wird die Verbindungsleitung VL2 über die
vierte Dekade des Gruppenwählers GWa belegt, also z. B. für Verbindungen, die im
Amt C verlaufen, so wird, da das X-Relais
an den Ausgängen der vierten Dekade fehlt, nur ein Vorimpuls ausgesandt, durch welchen
die den Verstärker anschaltenden Einrichtungen im Amt C nicht beeinflußt werden.
Der anrufende Teilnehmer hat von der Umleitung seiner Verbindung über das Amt C
keine Kenntnis. Er sendet nur die Stromstoßreihen zur Einstellung der Wähler GWa
im Amt A und GWb im Amt B und dort nachgeordnete Wähler aus. Infolgedessen
dient das Relais X auch dazu, um Einrichtungen, wie z.B. einen ImpulssenderJS, anzulassen,
der nach Ablauf der zwei Vörimpulse für die Verstärkerkennzeichnung, aber
noch vor Aussendung der Stromstoßreihen, zur Einstellung des Gruppenwählers GWb im
Amt B die erforderlichen Stromstöße aussendet zur Einstellung des Gruppenwählers GWc
im Amt C auf die Dekade, an weiche die vom Amt C nach Amt B führenden Leitungen angeschlossen
sind. Diese besonderen Einrichtungen sind nicht Gegenstand der Erfindung
und daher nur kurz erläutert.
Mit Ansprechen des Belegungsrelais C1, X
und P hat nun Relais C1 seinen Kontakt 17^
im Stromkreis des Relais U vorbereitend geschlossen und an seinem Kontakt 4C1 das Relais
A im Übertrager Ü zum Ansprechen gebracht. Relais X hat an seinem Kontakt 32 χ
den Stromkreis des Relais C vorbereitet. Relais A legt nun seine Wechselkontakte 6 a
und 7 α um und dadurch die Wechselstromquelle
WQ an die Adern der Verbindungsleitung VL2 an. Dadurch wird ein kurzer
Stromstoß, ein Vorimpuls, über diese Leitung ausgesendet.
Relais A schließt ferner an seinem Kontakt 8 a den Stromkreis des Relais £ über den no
beim Ansprechen des Relais C1 geschlossenen Kontakt 9 C1. Relais E legt sich über seinen
Kontaktlos in, einen Haltestromkreis, an
seinem Kontakt 5 e öffnet es den Stromkreis des Relais A, das abfällt, an seinem Kontakt
16 e öffnet es den Kurzschluß des Relais N und an seinem Kontakt 11 e schließt es über
die Kontakte 17C1 und 32 χ den Stromkreis
des Relais U. Relais U schließt an seinem Kontakt 12 u über Kontakt 13» den Stromkreis
des Relais A, das erneut anspricht und an seinen Kontakten 6a und "ja die Wechselt-
stromquelle WQ wieder an die Adern der Verbindungsleitung VL2 anlegt, wodurch ein
zweiter Vorimpuls über diese ausgesandt wird.
Relais U hat ferner seinen Kontakt 14u geschlossen
und damit über den Kontakt 15C1
das Relais N zum Ansprechen gebracht. Relais N unterbricht an seinem Kontakt 13 η den
Stromkreis des Relais A, das wieder abfällt. Es sind nunmehr zwei Vorimpulse über die
Verbindungsleitung VL2 ausgesandt.
An dem im Amt C ankommenden Ende der Verbindungsleitung FL2 spricht auf diese
Vorimpulse das Impulsrelais Z1 zweimal an.
Beim ersten Vorimpuls werden die Relais C2 und V erregt. Relais C2 spricht an über den
Kontakt 18J1 und legt sich über seinen Kontakt
19C2 in einen Haltestromkreis. Relais V
spricht über den Kontakt 20 i an und bleibt ao als Verzögerungsrelais auch während des
zweiten Vorimpulses erregt.
Nach Ablauf des ersten Impulses, wenn der Kontakt 2111 wieder geöffnet ist, spricht Relais
2V1 an. Relais 2V1 legt seinen im Kurzschlußkreis
seiner Wicklung liegenden Kontakt 23 M1 um und schließt seinen Kontakt
22M1 im Stromkreis des Relais U1. Relais
U1 spricht aber daraufhin noch nicht an, da sein Stromkreis am Kontakt 24z/ noch
geöffnet ist. Über den geschlossenen Kontakt 23 M1 spricht aber Relais F beim zweiten
Vorimpuls beim Schließen des Kontaktes 2111
an und schließt an seinem Kontakt 25'Z1 einen
Haltestromkreis für sich.
Kurz nach Ablauf des zweiten Vorimpulses fällt Relais V ab und schließt an seinem
Kontakt 24ν jetzt den Stromkreis des Relais
U1, das erregt wird. Relais U1 schließt
einen Haltestromkreis für sich über seinen Kontakt 26M1, und an seinem Kontakt 27W1
trennt es den Stromkreis des Relais 2V1 auf, das abfällt. Relais 2V1 legt seinen Wechselkontakt
23 H1 wieder um und bereitet dadurch
den Kurzschlußkreis für seine Wicklung wieder vor. Relais 2V1 öffnet ferner noch seinen
Kontakt 22 nx im Stromkreis des Relais U.
Relais E hat inzwischen an seinem Kontakt 28 f den Stromkreis für das Relais CZ2
geschlossen und dadurch dieses Relais zum go Ansprechen gebracht, welches das Kennzeichen
für die selbsttätige Einschaltung des Verstärkers gibt. Durch Schließen seines Kontaktes 29 M2 werden z.B. die Verstärkerwähler
VW1 und VW2 angelassen, welche in
an sich bekannter Weise die Einschaltung des Verstärkers in den Verbindungsweg bewirken.
Gleichzeitig trennt Relais U2 an seinen Kontakten 30 M2 und 31M2 die Adern
des Einstellweges auf, so daß die Verbindung nunmehr über den Verstärker VSt verläuft.
Diese Operationen für die selbsttätige Einschaltung von Verstärkern sind bekannt, zur
Erläuterung des Erfindungsgedankens nicht erforderlich und daher auch nicht weiter beschrieben.
Inzwischen wurde im Übertrager Ü nach Ablauf der Vorimpulse die bereits weiter oben
erwähnte besondere Einrichtung, der Impulssender IS, angelassen, und durch die von diesem
ausgesandten Stromstöße wird der Gruppenwähler GWc auf die Dekade eingestellt,
in welcher die zum Amt B führenden Leitungen angeschlossen sind.
Es wird angenommen, daß diese Verbindungsleitungen in der zweiten Dekade angeschlossen
sind. Der Impulssender muß demnach zwei Stromstöße aussenden, um den
Wähler GWc auf die zweite Dekade zu heben, was folgendermaßen vor sich geht.
Mit Ansprechen des Relais 2V, nachdem die zwei Vorimpulse für die Verstärkerkennzeichnung
ausge*sandt sind, wird über den Kontakt 37 μ und den Kontakt 47 s das Relais Y
erregt, das seinen Kontakt $oy schließt, über
den Relais Z erregt wird. Dieses spricht an, unterbricht an seinem Kontakt 47 ζ den
Stromkreis des Relais Y, welches abfällt, und legt sich über seinen Koptakt 48 ζ und
den Kontakt 49 η in einen Haltestromkreis. Schaltarm 39 ist beim ersten Schritt aus
seiner Ruhestellung auf das Kontaktsegment 38 gelangt,'hierüber hält sich jetzt nach Abfall
des Relais Y und Öffnen seines Kontaktes 41 y der Drehmagnet D.
Beim ersten Schritt des Schrittschaltwerkes W des Impulssenders JS wurde gleichzeitig
der Wellenkontakt 43 d des Drehmagneten D geöffnet und dadurch der Kurz- ·
schluß des Relais K aufgehoben. Relais K
spricht an, legt seinen Wechselkontakt 42 k um und unterbricht damit den Stromkreis
des Drehmagneten D. Derselbe wird dadurch aberregt und der Wellenkontakt 43 d
wieder geschlossen. Damit ist Relais K wieder kurzgeschlossen, fällt ab und legt seinen
Wechselkontakt 42 k wieder um, so daß der Drehmagnet D erneut erregt wird, seinen Anker
anzieht und das Schrittschaltwerk W wieder einen Schnitt vorwärts schaltet. Dieses
Wechselspiel zwischen Relais K bzw. dessen Kontakt 42 k und dem Drehmagneten D
bzw. dessen Wellenkontakt 43 d wiederholt sich so lange, bis die Arme 39 und 40 in die
Ruhestellung zurückgekehrt sind, wann der Stromkreis des Drehmagneten D unterbrochen
wird und das Schrittschaltwerk W stillgesetzt ist.
Bei jedesmaligem Ansprechen des Relais K schließt dasselbe an seinem Kontakt 44 ε
über Kontakt 45 g den Stromkreis des Impulsrelais A, und dieses legt bei der jedesmaligen
Erregung über seine Kontakte 6 α
und 7 α die Wechselstromquelle WQ an die
Adern der abgehenden- Verbindungsleitung VL3 an, wodurch die entsprechende Anzahl
von Stomstößen zur Einstellung des Wäh-S lers WGc ausgesandt werden.
Wie oben angenommen, wurden zur Einstellung des Wählers auf die zweite Dekade
zwei Stromstöße ausgesandt. Beim zweiten ausgesandten Stromstoß ist der Arm 40 des
Schrittschaltwerkes W auf den Kontakt 2 gelangt, so daß das an diesem angeschlossene
Relais G anspricht. Relais G schließt seinen Kontakt 46 g, über den es sowie das Kontaktsegment
38 und Schaltarm 39 sich jetzt halts ten, nachdem sein Stromkreis über den Arm 40 beim nächsten Schritt unterbrochen wird;
. ferner trennt es an seinem Kontakt 45 g den Stromkreis des Relais A auf, welches beim
nachfolgenden Ansprechen des Relais K und impulsweisen Schließen des Kontaktes 44 k,
wenn das Schrittschaltwerk W seine Arme in die Ruhelage dreht, wie oben erwähnt, nicht
mehr beeinflußt wird.
Der Gruppenwähler GWc im Amt C hat inzwischen
in freier Wahl in der Dekade 2 eingedreht und eine freie zum Amt B führende
Verbindungsleitung, angenommen die Verbindungsleitung VL3, ausgesucht und dieselbe
nach Ansprechen seines Prüfrelais P1 belegt und gesperrt. An den Kontakten 3 5 P1 und
36^1 sind die Leitungsadern zum Gruppenwähler
GWc und zur abgeltenden Leitung VL3 durchgeschaltet, so daß die nachfolgenden,
vom anrufenden Teilnehmer ausgesandten Nummernstromstöße den Gruppenwähler
GWb im Amt B einstellen sowie die diesem noch nachgeordneten Verbindungseinrichtungen
zur Vervollständigung der Verbindung zu dem gewünschten Teilnehmer. ·
Alle diese Operationen sind auf den Erfindungsgedanken ohne Einfluß, an sich bekannt
und verlaufen in der bei Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb üblichen Weise, so daß ihre
Beschreibung entbehrlich ist. Es sei nun das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 beschrieben und zunächst allgemein
an dem Prinzipschaltbild Fig. 3 erläutert.
Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß ein über das Amt VSt1 anrufender Teilnehmer
eine Verbindung zu einem über das Amt VStTi erreichbaren Teilnehmer herstellt.
Die vom Amt VStI nach Amt FSiII
führenden Verbindungsleitungen wie VL1 sind an die ersten acht Bankkontakte der
zweiten Dekade angeschlossen, und die letzten
zwei Bankkontakte dieser Dekade haben Zugang zu den Verbindungsleitungen VL2, die
in der dritten Dekade dieses Gruppenwählers angeschlossen sind und zum Amt VSt III
führen. Der Gruppenwähler /. GWx findet alle
direkten zum Amt VStII führenden Verbin-dungsleitungen VL2 besetzt, 'und seine Arme
gelangen auf die letzten Bankkontakte, wo sie eine freie, der zum Amt FSiIII führenden
Verbindungsleitungen VL2 aussuchen und belegen. Werden diese Verbindungsleitungen
über die letzten zwei Ausgänge der Dekade 2 belegt, so werden an dem im Amt FSiIII ankommenden
Ende dieser Verbindungsleitungen Umschaltungen vorgenommen, welche die an den Enden dieser Leitungen liegenden
Gruppenwähler 11.GW3 abschalten und Mischwähler
MW anschalten. Diese Mischwähler haben Verbindung zu den Verbindungsleitungen
VTl3 wie die Gruppenwähler//. G W3 und
bewirken gleichzeitig die Einschaltung eines Verstärkers in den Verbindungsweg. Werden
die Verbindungsleitungen VL2 dagegen
über die Ausgänge der Dekade des Gruppen-Wählers /. GIiK1 belegt, so· erfolgen diese Umschaltungen
an ihrem Ende nicht, und es werden die Gruppenwähler //. GW3 beeinflußt,
z.B. bei Verbindungen, die im Amt FSiIII verlaufen und wobei keine Verstärker eingeschaltet
werden.
Nachstehend ist ein Verbindungsaufbau an Hand der Fig. 4 im einzelnen beschrieben.
Nach Einstellung " der Schaltarme 50, 51
und 52 auf die Kontakte 100, -101 und 91
kommt folgender Prüfstromkreis zur Wirkung: Erde, Batterie, Relais P3, Schaltarm
52, Kontakte 91, 9Oc7, ReIaKC8, Batterie,
Erde. Oas Relais C8 schließt .seinen parallel
zum Kontakt 90 c7 liegenden Kontakt 102C8
und schaltet ferner über den Kontakt 103 C8
das Relais C7 ein. Bevor-das Relais C7 ansprechen und die Sprechader unter Öffnung
des Kontaktes 93 c7 durchschalten kann, ist über den Kontakt iO4c8 folgender Erreger-Stromkreis
für das Relais C10 am ankommenden Ende der Verbindungsleitung geschlossen
worden: Erde, Kontakte 104C81 93 C7, Ader
67, Kontakte 94C10, 74C9, 10Sa1, Relais C10,
Batterie, Erde. Das Relais C10 schaltet sich
durch Schließung des. Kontaktes 106 C10 über
den Widerstand 107 in einen von der Ader 67 unabhängigen Haltestromkreis ein. Die weiteren
vom Relais C10 vorzunehmenden Schaltvorgänge
werden später erläutert.
Am abgehenden Ende der Verbindungsleitung hat das Relais C8 bei seiner Erregung
die belegte Leitung gegen Belegung über die Kontaktgruppe DZe3 gesperrt, indem es das
Relais C7 durch Öffnen des Kontaktes 56 C8
von dem Prüf kontakt 55 abtrennt.
Das am ankommenden Ende der Verbindungsleitung VL2 erregte Relais C10 trennt
durch Öffnung der Kontakte 62 C10 und 94C10
die zu den Schaltarmen des Wählers //. GW3 führenden Adern von den Sprechadern 60 und
der Verbindungsleitung VL2 ab und ver-
bindet diese Adern über die Kontakte ioScw
und 109C10 mit den Adern 110 und in,
welche zum Wähler MW führen. Durch die weiteren Schaltvorgänge können Schaltmittel
des Wählers //. GW3 nicht mehr beeinflußt werden. Das Relais Ci0 schließt nun am Kontakt
112 C10 den Stromkreis . des Antriebsmagneten D3 vom Wähler MW: Erde, Batterie,
Kontakte ii2c10, ii3/>5, Selbstunterbrecherkontakt
114^3, Magnet D3, Batterie,
Erde. Ferner hat das Relais C10 am Kontakt
115 c10 das Prüf relais P5 an dem Prüfarmiio
angelegt. Gelangen die Schaltarme des Wählers MV auf Kontakte einer -freien Verbindungsleitung
FL3, so kommt folgender Stromkreis zur Wirkung: Erde, Wicklungen I
und II des Relais P5, Kontakt 115C10, Schaltarm
116, Kontakt 117, Widerstand 118, Batterie,
Erde. Das Relais P5 spricht an und setzt durch öffnen des Kontaktes 113 ps den
Wähler MW still. Die belegte Verbindungsleitung wird gesperrt, indem am Kontakt
119/'s die hochohmige Wicklung I kurzgeschlossen
wird. Des ferneren erfolgt an den
'■5 Kontakten 120/J5 und 121 ps die Durchschal:
tung der Sprechadern.
Die Verbindung zu dem gewünschten Teilnehmer witd nun weiter in an sich bekannter
Weise vollendet.
Die Einschaltung des Verstärkers in den Verbindungsaufbau erfolgt in ähnlicher Weise:
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, indem z. B. bei Ansprechen des
Prüfrelais P5 des Mischwählers ein Stromkreis für das Relais P1 geschlossen wird über
den Kontakt 125/>5. Relais P bringt bei An-•sprechen
über seinen Kontakt 128/ das Relais U zur Erregung, das in. der beim ersten
Ausführungsbeispiel erläuterten Weise die selbsttätige Einschaltung des Verstärkers bewirkt.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei Ämtern herzustellenden
Verbindungen über Zwischenämter in Fernsprechanlage!! mit mehreren in Reihe
liegenden Ämtern, dadurch gekennzeichnet, daß bei Besetztsein aller zwischen zwei Ämtern verlaufenden direkten Ver- '5°
bindungsleitungen in Abhängigkeit von einem die Umleitung kennzeichnenden Zugang zu einer zum Zwischenamt führenden
Verbindungsleitung Schalteinrichtungen am ankommenden Ende dieser Verbindungsleitung betätigt werden,
welche die selbsttätige Einschaltung eines Verstärkers im Zwischenamt bewirken.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
die selbsttätige Einschaltung des Verstärkers einleitenden Schaltmittel durch Stromstöße zur Wirkung gebracht werden,
deren Zahl von dem belegten Zugang' zu der Verbindungsleitung an deren abgehenden
Ende abhängig ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
die selbsttätige Einschaltung des Verstärkers einleitenden Schaltmittel über einen
dem ankommenden Ende der Verbindungsleitung im Zwischenamt zugeordneten Wähler mit freier Wahl zur Wirkung gebracht
werden, welcher zur Auswahl einer zum gewünschten Amt weiterführenden Verbindungsleitung dient.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
selbsttätige Einschaltung des Verstärkers im Zwischenamt entweder in die daselbst
ankommende oder in die von dort abgehende Verbindungsleitung erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES105755D DE652501C (de) | 1932-08-09 | 1932-08-09 | Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei AEmtern herzustellenden Verbindungen ueber Zwischenaemter in Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES105755D DE652501C (de) | 1932-08-09 | 1932-08-09 | Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei AEmtern herzustellenden Verbindungen ueber Zwischenaemter in Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE652501C true DE652501C (de) | 1937-11-05 |
Family
ID=7526844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES105755D Expired DE652501C (de) | 1932-08-09 | 1932-08-09 | Schaltungsanordnung zur Umleitung von zwischen zwei AEmtern herzustellenden Verbindungen ueber Zwischenaemter in Fernsprechanlagen mit mehreren in Reihe liegenden AEmtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE652501C (de) |
-
1932
- 1932-08-09 DE DES105755D patent/DE652501C/de not_active Expired
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