DE439943C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigen, durch Druckluft angetriebenen Waehlern - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigen, durch Druckluft angetriebenen WaehlernInfo
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine
Fernsprechanlage derjenigen Art, bei der die Schalter durch Druckluft betätigt werden,
wobei jedoch teilweise eine elektrische Überwachung der Schaltapparate stattfindet.
Der Zweck der Erfindung besteht in erster Linie darin, die elektrische Leitungsverbindung
möglichst einfach zu gestalten und auf ein möglichst geringes Maß herabzusetzen.
ίο Weiter wird mit der Erfindung angestrebt,
die verwendeten Einrichtungen in ihrer Bauart möglichst einfach und ihre Zahl denkbar
klein zu gestalten.
Die Auslösung einer Anzahl Schaltapparate wird erfindungsgemäß von einem einzigen
Elektromagneten überwacht, und jeder der in Reihe liegenden Schalter erregt oder bewirkt
eine pneumatische Überwachung über den nächsten Schalter und erregt bei Beendigung
seiner Einstellung die Antriebsvorrichtung für den folgenden Schalter. Mit anderen
Worten sieht die Erfindung eine pneumatische Reihenauslösung vor.
Wird ein Schalter selbsttätig ausgewählt, dann wird erfindungsgemäß durch ein Ventil
eine pneumatisch wirkende Einrichtung überwacht, die den ausgewählten Schalter in eine
Lage überführt, bei der er von dem vorhergehenden Schalter unmittelbar oder durch
entsprechende Zwischenmittel mechanisch angelassen wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Ventil z. B. durch eine Kurbelwelle
in Wirksamkeit gesetzt, die in Drehung versetzt wird, wenn von einer Schaltergruppe
ein Schalter in Benutzung genommen wird. Durch dieselbe Wirkung wird der in Benutzung
genommene Schalter vor einer Doppelverbindung mit anderen Schaltern geschützt.
Die Erfindung sei an Hand beiliegender Zeichnung näher erläutert. Es bedeutet:
Abb. ι die schematische Darstellung der Leitungsverbindungen mit einem Vorwähler,
Abb. 2 eine Vorderansicht der verwendeten Bankkontakte, wobei an der linken Seite der
Abbildung die selbsttätig überwachten Ventile, welche mit den Kurbelwellen in Verbindung
stehen, ersichtlich sind,
Abb. 3 einen Querschnitt durch ein zur Verwendung kommendes Ventil,
Abb. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3,
Abb. 5 ein Leitungsschema für einen Schaltapparat (Gruppenwähler), der ebenfalls
nur schematisch angedeutet ist, und
Abb. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. 5.
Der Einfachheit halber sind die verschiedenen Teile in der Zeichnung nur schematisch
angedeutet, was zum Verständnis der vorliegenden Erfindung vollständig genügt.
Die Leitungsanschlüsse für den Leitungswähler sind mit 1 und 2 bezeichnet und können
aus den Metallstreifen 3 und 4 als Vor-Sprünge herausragen. Jedem Metallstreifenpaar
3 und 4 ist eine dazugehörige Kurbelwelle S zugeordnet. Gegenüber jeder senkrechten
Kontaktreihe 1 und 2 ist ein Leitungswähler vorgesehen, dessen Teile in
Abb. ι schematisch dargestellt sind. Zu diesem Leitungswähler gehört in erster Linie ein
pneumatischer Motor 6 und ein Paar Kontaktbürsten 7 und 8, die zusammen einen Bürstensatz bilden. Der Motor 6 besteht
aus zwei Zylindern, die teleskopartig ineinander verschiebbar sind, und von denen der
äußere an seinem oberen Ende geschlossen ist, während der innere mit einer Lufteinlaßöffnung
am unteren Ende vorgesehen ist. Die
Bürsten 7 und 8 sitzen an einem Wagen und können über die verschiedenen Kontaktsätze 1
und 2 streifen, die in einer senkrechten Reihe übereinander angeordnet sind. Die Bürsten 7
und 8 mit den Besen 9 und 10 stehen in beständigem Eingriff mit den festen senkrechten
Stangen 11 und 12. Diese Stangen stellen
die elektrischen Zuleitungen der Schalterbürsten dar und lassen sich durch Kontaktvorrichtungen
in der später beschriebenen Weise mit den Teilnehmerleitungen, denen der Schalter angehört, verbinden.
Für die vorliegende Erfindung ist es an sich gleichgültig, welche Bauart die Ventile
aufweisen. Es ist nur notwendig, daß die Ventile geöffnet werden, wenn die aus den
Ventilenden herausragenden Stifte nach einwärts gestoßen werden.
Mit den Balgmotoren 13 und 14 sind am unteren Ende besondere Verzögerungsventile
19 und 20 unmittelbar verbunden. Diese Ventile sind so angeordnet, daß die Bälge sich
längsam mit Luft füllen und ausdehnen, dagegen schnell wieder entleeren und zusammenfallen.
Ein derartiges Ventil ist in Abb. 3 und 4 in vergrößertem Maßstabe im Schnitt
dargestellt. Dasselbe besteht aus einem Zylinder 21 mit einem Ventilsitz 22, der am
einen Ende vorgesehen ist. Innerhalb des Zylinders ist ein im Querschnitt dreieckiger
Ventilkörper 23 verschiebbar, dessen eines Ende so geformt ist, daß es mit dem Ventilsitz
22 übereinstimmt und einen luftdichten Abschluß bewirken kann. Der Ventilkörper 23 wird in der Mittelachse von einer kleinen
öffnung 24 durchzogen. An das Ventilgehäuse 21 ist durch eine Kupplung 25 ein Rohr
26 angeschlossen, und am entgegengesetzten Ende steht der Zylinder 21 durch eine Kupplung
27 mit dem Rohr 28 in Verbindung. Ein Verzögerungsventil gemäß Abb. 3 und 4 wird
an je einem Balgmotor 13 bzw. 14 angeschlossen und sorgt dafür, daß sich der Balg
langsam ausdehnt und schnell wieder zusammenzieht, falls das Ventil durch das Rohr 26
mit dem Balgmotor in Verbindung steht. Verbindet man hingegen den Balgmotor durch
das Rohr 28 mit dem Verzögerungsventil, dann tritt die umgekehrte Wirkung auf, d. h.
der Balgmotor wird sich schnell ausdehnen und sich langsam zusammenziehen.
In jedem Falle bewegt sich die Luft in einer Richtung langsam durch das Verzögerungsventil
und muß durch die enge Öffnung 24 streichen. Wenn aber an der Unterseite des Ventilkörpers 23 ein größerer Druck..
(Abb. 3) besteht, dann wird der Ventilkörper 23 abgehoben, und die Luft kann schnell
durch das Ventil strömen.
Die Leitungen 29 und 30 (Abb. 1) erstrecken sich von der Teilnehmerstelle zu
dem zugehörigen Vorwähler, und die Leitungen 31, 32 und 33 führen von dem Leitungswähler
zu den Anschlüssen eines Gruppenschalters, wobei die Leitung 33 den Prüf draht oder die dritte Leitung darstellt.
Angenommen, die Leitungen 29 und 30 sind an der Teilnehmerstelle durch Abheben
des Hörers miteinander elektrisch verbunden, dann wird ein Stromschluß entstehen von Erde
durch den Elektromagneten 34 über Kontakte 36, 35, Leitung 29 über den Teilnehmerapparat,
Leitung 30, Kontakte 37, 38, Elektromagnet 39 über Batterie zur Erde. Die beiden Magnete 34 und 39 werden erregt,
und ihre Anker öffnen die Ventile 16 und 18. Die von dem oberen Ende dieser Ventile ausgehenden
Röhren stehen mit einer Preßluftquelle in Verbindung. Durch das Hochstoßen des aus dem unteren Ende des Ventils 18
herausragenden Stiftes wird Preßluft zum Balgmotor 14 hin geleitet, und dieser Balg
wird unter dem Einfluß des Ventils 20 sich nur langsam ausdehnen. Durch das Einwärtsstoßen
des am unteren Ende des Ventils 16 herausragenden Stiftes wird Preßluft zum
Rohr 40 gelangen, das mit dem Balg 13 und r.uch mit dem Ventil 17 durch eine Zweigleitung
in Verbindung steht. Das Ventil 17 wird in der noch zu beschreibenden Weise
offen gehalten, so daß Luft durch das Ventil 17 und das Rohr 41 zum pneumatischen Motor
6 gelangen kann. Das Gehäuse des Motors 6 bewegt sich aufwärts und nimmt dabei die Bürsten 7 und 8 mit. Sobald diese Bürsten
7 und S die Leitungsanschlüsse 1 und 2
einer freien Teilnehmerleitung erreichen, kommt der Hebel 42, der durch den äußeren
Zylinder des Motors 6 getragen wird, mit der Kurbelwelle 5, die der freien Leitung entspricht,
in Eingriff und verhindert eine weitere Aufwärtsbewegung des Motors 6, so daß die Bürsten 7 und 8 an den Leitungsanschlüssen
ι und 2 stehenbleiben.
Dank der drehbaren Verbindung des Hebels 42 am Zylinder 6 erfolgt eine Drehung
der Kurbelwelle, so daß die Kurbeln eine im wesentlichen senkrechte Lage einnehmen und
aus der Bahn des Hebels 42 anderer Vorwähler gelangen.
Obgleich gleichzeitig Luft zum Balg 13 und dem Motor 6 hingelangt, wird der Balg 13
wegen des Verzögerungsventils 19 sich doch nicht wesentlich ausdehnen, bis die Bürsten 7
und 8 zu den Kontaktstellen einer freien Amtsleitung hingeführt sind. - Falls gewünscht,
kann der Balg 13 so angeordnet werden, daß er nur auf einen höheren Luftdruck
als der Zylindermotor 6 anspricht, so daß keinerlei Bewegung des Balges 13 stattfindet,
bevor nicht die Aufwärtsbewegung des Motors 6 beendet ist.
48Ö943
Durch die Ausdehnung des Balges 13 wird die Stange 43 nach aufwärts bewegt. Befindet
sich diese Stange 43 in ihrer Ruhelage, dann liegt der wagerechte Arm des Winkelhebels 44
auf einem Stift 45, der aus der Stange 43 herausragt. Das Ende des wagerechten Armes des Winkelhebels 44 steht mit einer
Stange 46 in Berührung, die sich gegen eine Feder 47 am wagerechten Arme des Winkelhebeis
48 legt. Der Hebel 48 ist um einen Zapfen 49 drehbar, und sein abwärts gebogener
Arm steht mit dem herausragenden Stift des Ventils 17 in Verbindung, so daß dieses
Ventil 17 gewöhnlich offen gehalten wird. Bewegt sich die Stange 43 nach aufwärts,
dann wird der wagerechte Arm des Winkelhebels 44 durch den Stift 45 angehoben, bis
der Punkt, wo die Stange 46 den Winkelhebel 44 berührt, die Verbindungslinie zwischen
dem gegenüberliegenden Ende der Stange und dem Zapfen 50 des Winkelhebels 44 überschritten
hat. Ist diese Lage erreicht, dann wird durch die Feder 47 die Klinke 51 am
oberen Ende des Winkelhebels 44 mit der Zahnstange 52 des äußeren Zylinders des Motors
6 in Eingriff treten, und der wagerechte Arm des Winkelhebels 48 wird nach abwärts
gedreht. Die Drehung des Winkelhebels 48 ermöglicht ein Schließen des Ventils 17, so
daß Luft vom Motor 6 abgeschnitten wird, und sie bewirkt auch das Schließen des Kontaktfederpaares
53 und 54, welches sich unmittelbar oberhalb des Winkelhebels 48 befindet.
Am oberen Ende der Stange 43 ist ein um den Zapfen 56 ausschwingbarer Hebel 55 gelenkig
angeordnet. Bewegt sich die Stange 43 aufwärts, dann bewegt sich das freie Ende des
Hebels 55 abwärts und berührt den Anker des Elektromagneten 39, demzufolge dieser Anker
abwärts gedruckt wird und eine Öffnung des
Ventils 18 ermöglicht, wodurch die Luftzufuhr zum Balg 14 unterbrochen wird.
Wie bereits erwähnt, sind die Bälge 13 und
14 mit den Verzögerungsventilen 19 und 20 verbunden, so daß sie sich langsam ausdehnen.
Dabei ist noch zu erwähnen, daß der Balg 14 so angeordnet ist, daß er sich langsamer ausdehnt
als der Balg 13, indem die Öffnung 24 im Verzögerungsventil 20 kleiner gehalten ist
als die Öffnung des Verzögerungsventils 19. Aus diesem Grunde wird der Hebel 5 5 den
Anker des Magneten 39 bewegen und das
Ventil 18 schließen, bevor der Balg 14 sich genügend ausgedehnt hat, um die Kontakte 35,
36 und 37, 38 zu öffnen, auf die der Balg einwirkt,
demzufolge die Verbindungen der Leitungen 29 und 30 mit den Wicklungen der Magnete 34 und 39 nicht unterbrochen werden.
Bewegt sich der Motor 6 aus seiner Ruhelage heraus, dann öffnet er die Kontakte 57
und isoliert dadurch den Prüfkontakt der anrufenden Leitung.
Durch das Schließen der Kontaktpaare 53
und 54 werden die Teilnehmerleitungen zu den Stangen 11 und 12 und von hier aus über
die Bürsten 9 und ι ο zu den Schalterbürsten 7
und 8 weitergeführt. Da angenommen wird, daß die Bürsten 7 und 8 mit den Kontakten 1
und 2 in Verbindung stehen, so wird der Stromkreis auf die Leitungen 58 und 59 und
die Kontaktpaare 60 und 61 (Abb. 5) sowie auf den Elektromagneten 62 des ergriffenen
Gruppenwählers ausgedehnt. ' Jede Kurbelwelle S (Abb. 2) trägt an ihrem
Ende einen Hebel 63. Diese Hebel besitzen einen stetig wachsenden Abstand von der
letzten senkrechten Reihe der Kontakte 1 und 2; denn mit jedem der Hebel 63 steht ein Ventil
15 in Verbindung, das eine solche Lage aufweist, daß es, sobald die betreffende Kurbelwelle
mit ihrer Kurbel eine genau senkrechte Lage einnimmt, betätigt werden kann. Ist eine freie Teilnehmerleitung gefunden und
wird die entsprechende Kurbelwelle in ihre S5 Besetztlage gedreht, dann erfolgt ein Öffnen
des zugehörigen Ventils 15, so daß Preßluft durch das Rohr 64 zu dem Balg 65 (Abb. 5)
gelangen kann, der mit dem ergriffenen Gruppenschalter in Verbindung steht.
An einem Vorsprung 66 des Balges 65 ist das eine Ende eines Hebels 67 angelenkt, der
um den Zapfen 68 drehbar ist und dessen anderes Ende an eine Gelenkstange 69 angeschlossen
ist. Diese steht mit einer Stange 70 in gelenkiger Verbindung, die ein Paar geneigte
Schütze 71 land 72 besitzt, welche feste
Stifte 7 3 und 74 des Apparatgestells umgreifen. Dehnt sich dabei 65 aus, dann wird
die Stange 70 in der aus Abb. 5 ersichtlichen Weise nach links gezogen, wofür die Schlitz-
und Stiftverbindung sorgt. Die Stange 70 wird dabei gesenkt und ermöglicht der Klinke 7 5
mit den nach aufwärts gerichteten Sperrzähnen 75' der Stange 7 6 in Eingriff zu treten. Gewohnlich
nimmt die Stange 70 eine solche Lage ein, daß die Klinke 7 S mit den Zähnen
der Stange 7 6 außer Eingriff ist.
Die Stange 76 kann im Gestell in jeder
gewünschten Weise verschiebbar angeordnet sein.
Am linken Ende der Stange 7 6 ist mit dieser eine weitere Stange 77 verschiebbar verbunden,
die an das äußere Ende des beweglichen Zylinders oder Motors 78 angeschlossen ist.
Die Stange 77 besitzt einen Schlitz 79, durch den ein Stift 80 der Stange 76 greift. Die
Stange 77 besitzt außerdem eine Kerbe 81, über der sich die Kontaktpaare 60 und 61
befinden. Besitzt die Stange 76 und 77 die aus Abb. 5 ersichtliche Lage, dann ragt das
linke Ende der Stange 76 über die Kerbe 81
herüber, und die Kontaktpaare 60 und 61 werden
in ihrer geschlossenen Lage gehalten.
Wird die Stange 70 durch die Wirkung des Balges 65 nach abwärts gezogen, dann kann
die Klinke 7 S nicht nur mit den Zähnen 75' in der erwähnten Weise in Eingriff treten,
sondern die Klinken 81' und 82 (rechte Seite der Abb. 5) werden auch dadurch ausgelöst
und können zur Wirkung gelangen.
Die Klinke 81' tritt bei ihrer Auslösung mit den Sperrzähnen 83 der Stange 76 in Eingriff.
Befindet sich jedoch die Stange 70 in ihrer gehobenen Lage, dann bewirkt die Schleife 84
der Stange 70, daß durch den seitlich vorspringenden Stift 85 der Klinke 81' diese in
der aus Abb. 5 ersichtlichen Weise in unwirksamer Lage gehalten wird.
Die Klinke 82 gelangt, wenn sie bei der
Abwärtsbewegung der Stange 70 ausgelöst wird, mit den Schaltzähnen 86 des Schalterwagens
87 in Eingriff. Dieser Wagen 87 kann aus einem Winkeleisen bestehen mit nach einwärts
gebogenen Flanschenden 88 (Abb. 6) und besitzt Öffnungen, durch die die feste Stange 89 greift. Auf dieser Stange kann sich
der Wagen 87 in wagerechter Richtung verschieben.
Der Wagen 87 trägt rechtwinklig zur Stange 89 eine Stangego (Abb. 5), an der ein Wagen
97 verschiebbar gehalten wird. Dieser Wagen 97 besitzt rechtwinklig abgebogene Ansätze 98,
die mit ihren Öffnungen die Stange 96 umgreifen. An einem Auge 99 des Wagens 97 sitzt eine Gelenkstange 100, deren entgegengesetztes
Ende mit einem Ende eines Winkel hebeis 101 in gelenkiger Verbindung steht.
Dieser Winkelhebel ist an einem Zapfen 102 des nach aufwärts gerichteten Armes 103 des
Wagens 87 drehbar. Die Klinke 7 5 sitzt an dem kürzeren Ende des Winkelhebels 101
drehbar, wie dies die Abb. 6 erkennen läßt. Der Wagen 97 trägt einen Bürstensatz 104
und 105, der auf der Zeichnung schematisch angedeutet ist, und den Arm 106.
Es sei nunmehr in der Erläuterung der Wirkungsweise weiter fortgefahren:
Durch das Inwirksamkeitsetzen des Vorwählers und des Ergreifens der Kontakte. 1
und 2 (Abb. 1) wurde, wie bereits erwähnt, eine freie Leitung ergriffen und ein Stromkreis
geschlossen, der die Wicklungen des Magneten 62 durchströmt, die parallel mit den
Wicklungen der Magnete 34 und 39 verlaufen. Der Magnet 62 (Abb. 5) zieht seinen Anker
107 an, wodurch das Ventil 108 geöffnet und das Ventil 109 geschlossen wird. Durch das,
Öffnen des Ventils 108 kann die Luft zum Balg 110 gelangen, der sich ausdehnt. Das
eine Ende des um 112 ausschwingbaren Balghebels 111 bewegt sich hierdurch, nach
rechts und tritt mit dem Stift 113 des Ventils 114 in Eingriff, so daß dieses Ventil geöffnet
wird. Hierdurch gelangt Preßluft durch das Einlaßrohr 115 zum Druckluftantrieb. Zunächst
wird hierdurch nur die Wirkung des Motors 116 verändert, der in bekannter Weise
aus teleskopartig ineinanderschiebbaren Zylindern besteht.
Aus der unteren Fläche des äußeren Zylinders des Motors 116 ragt ein Auge 117, an
welchem das eine Ende eines Gelenkes 118 angeschlossen ist. Das entgegengesetzte Ende
des Gelenkes 118 steht in gelenkiger Verbindung mit dem nach aufwärts ragenden Arm
des Winkelhebels 119. Dieser ist um 120
in einem Lager 121 ausschwingbar, das im
Schaltergestell verschiebbar ist. Der Winkelhebel 119 ist an dem freien Ende seines wagerechten
Armes mit einer Klinke 122 ausgerüstet, die mit den Schaltzähnen (Sperrzähnen)
123 in Eingriff treten kann. Diese sind versetzt zueinander in den sich gegenüberstehenden
Flanschen des U-förmig gestalteten Gesperres 124 vorgesehen. Dieses Gesperre
124 ist um Zapfen 125 in einem Lager 8g
dies Schalters ausschwingbar. Mit dem einen Flansch des Gesperres 124 steht ein Gelenk
126 in Verbindung, dessen entgegengesetztes.
Ende an dem Balg oder Motor 127 angeschlossen ist. Es sei hier erwähnt, daß die
Bälge ho und 127 sich schnell ausdehnen und langsam zusammenziehen, zu welchem Zweck
Verzögerungsventile 128, 129 mit den zugehörigen Bälgen in Verbindung stehen. Diese
Ventile können die aus Abb. 3 ersichtliche Bauart aufweisen und stehen durch das Rohr
28 mit dem zugehörigen Balg in Verbindung, während die Preßluft durch das Rohr 26
(Abb. 3) eintritt. Solange der Druck im Rohr 26 größer ist als im Rohr 28, wird der Ventilkörper
23 nach aufwärts gedrückt, so daß der Balg sich frei ausdehnen kann. Wird aber der
Druck aus dem Rohr 26 entfernt, dann fällt der Ventilkörper 23 auf seinen Sitz nieder und
schließt dadurch die Ventilöffhung ab, so daß Luft nur durch die den Ventilkörper 23 durchziehende
Kapillaröffnung 24 hindurch entweichen kann. ·
Die verschiedenen Ventile 108, 109, 114,
130, 131 und 132 (Abb. 5) können dieselbe "»
Bauart aufweisen wie das Ventil 15 (Abb. 1).
Beim Öffnen des Ventils 114 beginnt der
Motor 116 sich auszudehnen. Bei Beginn
seiner Bewegung verursacht er ein Abwärtsschwingen der Klinke 122, die mit dem ersten
der Zähne 123 des Gesperres 124 in Eingriff
kommt und dadurch die Vorwärtsbewegung des Motors 116 sogleich wieder sperrt.
Eine andere Wirkung findet bei der ersten Erregung des Elektromagneten 62 nicht statt.
Die Kontakte des Gruppenschalters sind in üblicher Weise in Gruppen eingeteilt, von
denen jede einer gewissen Abteilung des Fernsprechamtes
entspricht. Der rufende; Teilnehmer wird nun seine Sendevorrichtung in
Wirksamkeit setzen und eine Anzahl Stromstoße aussenden, um seinen Gruppenschalter
in eine Stellung gegenüber der gewünschten Kontaktreihe zu bringen. Diese Stromstöße
verlaufen vom Erdanschluß aus über die obere Wicklung des Elektromagneten 62, über Kontakte
61, Leitung 58, Kontakte 2, Bürste 7, Feder 9, Stangen, Kontakte 53, Kontakte 36,
35, Leitung 29 über den Teilnehmerapparat zurück zur Leitung 30, über Kontakte 37, 38,
Kontakte 54, Stange 12, Feder 10, Bürste 8, Kontakt 1, Leitung 59, Kontakte 60 und über
die andere Wicklung des Elektromagneten 62 zur geerdeten Batterie.
Durch die. Stromstöße wird der Anker 107
in schnelle Hin- und Hersehwingung versetzt,
wodurch die Ventile 108 und 109 abwechselnd
geöffnet und geschlossen werden.
Durch das Verzögeruiigsventil 128, das mit
dem Balg 110 in Verbindung steht, wird dieser Balg 11 ο in dem ausgedehnten Zustande verbleiben,
und die Preßluft wird beständig durch das Ventil 114 zum Rohr 134 strömen. Bei
der ersten Zurückziehung des Ankers 107 öffnet sich das Ventil 109, wodurch Preßluft
zum Rohr 135 gelangt, das mit dem Balg 127
in Verbindung steht. Dieser Balg dehnt sich beim ersten Luftstoß sofort aus und ist mit
einem Verzögerungsventil 129 versehen, so daß dieser Balg während der Übersendung der
ganzen Reihe von Stromstößen aufgebläht bleibt. Durch die Ausdehnung des Balges 127
gelangt das Gesperre 124 in Ausschwingung und ermöglicht der Klinke 122, von dem ersten
linksseitigen Zahn sich zu entfernen und mit dem zweiten Zahn des Gesperres in Eingriff
zu treten.
Das Ventil 131 ist während dieser Zeit in
einer noch zu schildernden Weise geöffnet, und die durch dasselbe strömende Preßluft
gelangt durch das Rohr 136 zu dem Zylindermotor 137. Derselbe ist an seinem freien und
beweglichen Ende mit einer Gelenkstange 138 verbunden, die in dem Gestell in geeigneter
Weise geführt wird. Dem äußeren freien Ende der Gelenkstange 138 schließt sich eine
Klinke 139 an, die mit den Zähnen 86 des Wagens 87 durch eine Feder 140 in Eingriff
gehalten wird. Befindet sich jedoch der Motor 137 in seiner vollständig zurückgezogenein
Lage, was unter dem Einfluß einer Feder 141
gewöhnlich der Fall ist, dann steht der nach aufwärts gerichtete Arm 142 der Klinke 139
mit einem festen Stift 143 in Eingriff, und das freie Ende der Klinke ist derart nach
abwärts geschwungen, daß es mit den Zähnen 86 nicht in Eingriff treten kann.
Die in den Motor 137 gesandten Luftstöße verursachen ein abwechselndes Ausdehnen und"
Zusammenziehen des Motors, so daß die Klinke 139 hin und her geschwungen wird,
demzufolge die Zahnstange 86 jedesmal bei
einer Ausdehnung und Zusammenziehung des Motors 137 schrittweise nach rechts bewegt
wird;
Wie bereits erwähnt, ist die Klinke 82 so
angeordnet, daß sie mit den Zähnen 86 in Eingriff treten kann, und zwar hat dies den
Zweck, den Wagen 87 in seiner vorgerückten Lage festzuhalten. Bei der Vorwärtsbewegung
des Wagens 87 gleitet die am einen Ende des Winkelhebels 101 angebrachte Klinke 7 5 lose
über die Sperrzähne 7 5' der Stange 76.
Nach der Beendigung der Übersendung einer Gruppe von Stromstößen bleibt der Magnet
62 erregt, demzufolge das Ventil 109 geschlossen bleibt. Der Balg 127 zieht sich
darauf zusammen und bewirkt 'eine Drehung des Gesperres 124, so daß die Klinke 122 mit
dem zweiten Zahn des Gesperres außer Eingriff kommt und einen verhältnismäßig langen
Weg bis zum dritten Zahn ausführt. Diese Bewegung des Zylinders 116 bringt den
Nocken 144 mit der kurvenförmigen Oberfläche 145 des Hebels 146 in Eingriff, der um
Zapfen 147 ausschwingbar ist und einen senkrechten
Arm besitzt, dessen unteres Ende gewohnlich in Eingriff mit dem nach außen
ragenden Stift des Ventils 131 steht, wofür eine Feder 148 sorgt. Das Ventil wird dadurch
gewöhnlich in der offenen Lage gehalten. Tritt jedoch der Nocken 144 mit dem Ende
145 des Hebels 146 in Berührung, dann wird
dieser Hebel so um Zapfen 147 zum Ausschwingen gebracht, daß sein oberer Arm mit
dem Stift des Ventils 130 in Eingriff kommt. Das Ventil 131 wird dann geschlossen und das
Ventil 130 geöffnet. Die Preßluft wird hierdurch endgültig von dem Motor 137 durch das
Ventil 131 abgeschaltet, aber durch das Öffnen des Ventils 130 gelangt die Preßluft durch das
Rohr 149 zum Motor 78. Dieser Motor dehnt sich dann aus und verschiebt die Zahnstange
76 nach rechts, wie dies aus der Abb. 5 ersichtlich
ist. Die Klinke 7 5 steht nunmehr in Eingriff mit einem der Zähne 75', und die Vorwärtsbewegung
der Zahnstange 76 bewirkt ein Ausschwingen des Winkelhebels 101 um Zapfen
102, wodurch der Wagen 97 nach aufwärts bewegt wird. Während der Aufwärtsbewegung
des Wagens 97 kann der Wagen 87 in einer festen Lage gesperrt werden. Da die hierzu
verwendeten Teile aber nicht den Gegenstand der Erfindung bilden, so soll darauf nicht
näher eingegangen werden.
Der Wagen 97 bewegt sich so lange nach aufwärts, bis der Arm 106 den Kurbelarm
einer Kurbelwelle 150 erreicht, die mit einer freien Amtsleitung in Verbindung steht. So-
bald der Arm 106 die Kurbel der Welle 150
erreicht, wird diese in die Besetztstellung gedreht und ist anderen Schaltern unzugänglich.
Die Kurbelwelle 150 ist an dem einen Ende mit einem Ventilbetätigungshebel 151 ausgerüstet,
der auf den Stift eines Ventils 132 in derselben Weise einwirkt, wie der Arm 63
(Abb. 1) auf das Ventil 15· wirkt. Der Hebel 151 wird, wenn er den Stift des Ventils 132
nach einwärts druckt, veranlassen, daß Preßluft zu dem nächsten Schalter gelangt, in derselben
Weise, wie bei der Wirkung des Ventils 15 durch den Arm 63 Preßluft zu dem in
Abb. 5 angedeuteten Gruppenschalter gelangt
war. Die Teile 64.", 6ζ" und 67« -der Abb7*5
entsprechen in ihrer Wirkung vollständig den Teilen 64, 65 und 6γ, und der folgende Schaltapparat
kann dieselbe Bauart aufweisen wie der in Abb. 5 dargestellte Schalter. Solange der Elektromagnet 62 erregt bleibt, ist das
Ventil 109 geschlossen und der Balg 127 zusammengezogen.
Sendet jedoch der Teilnehmer die nächste Gruppe von Stromstößen zum nächsten Schalter,
d. h. dem nächsten in der gleichen Reihe liegenden Schalter, dann wird bei der ersten
Unterbrechung des Linienstromkreises der Anker des Magneten 62 das Ventil 109 öffnen.
Hierdurch wird der Balg 127 wieder ausgedehnt, wodurch das Gesperre 124 gedreht
wird und der Motor 116 die Klinke 122 mit
dem letzten Zahn 123 in Eingriff bringt. Der Ventilbetätigungshebel 144 fällt nunmehr von
dem Nocken 144 ab, und die Ventile 130 und 131 werden beide geschlossen. Durch das
Schließen des Ventils 130 wird der Motor 78 zurückgezogen, und sobald er seine unwirksame,
d. h. Anfangslage erreicht hat, fällt der kurvenförmige Teil der Feder 61 in die Kerbe
81 der Stange 77, so daß sich die Kontaktpaare 60 und 61 öffnen und die Wicklungen
des Magneten 62 aus dem Stromkreis ausschalten. Zu dieser Zeit befindet sich das
linksseitige Ende der Stange 76 nicht länger gegenüber der Kerbe 81, so daß die Feder
frei in die Kerbe einfallen kann.
Da der Magnet 62 jetzt unerregt bleibt, so schließt sich das Ventil 108, und der Balg 110
zieht sich zusammen, so daß sich auch das Ventil 114 schließen kann. Es wird daher nunmehr
die Preßluft von allen Motoren des in der Abb. 5 dargestellten Schalters abgeschnitten
mit Ausnahme des Balges 65, der aber nicht undicht ist, so daß Druckverluste auf ein Mindestmaß herabgedrückt werden.
Die Stromstöße, die von dem rufenden Teilnehmer ausgehen, wirken in den nachfolgenden
Schaltern in derselben Weise, wie dies mit Bezug auf den Schalter der Abb. 5 beschrieben
ist. Dieser letztgenannte Schalter wird durch die folgenden Stromstoßgruppen
aber in keiner Weise beeinflußt, weil das Uberwachungsrelais 62 nach der Rückkehr des
Motors 78 in seine Anfangslage vom Stromkreis vollständig abgeschnitten ist. In derselben
Weise erfolgt auch die Ausschaltung der nachfolgenden Schaltapparate, die ebenfalls
mit je einem, Relais oder Magneten 62 ausgerüstet sind.
Es sei noch erwähnt, daß die Auslösung des Vorwählers der Abb. 1 durch den aufgeblähten .
Balg 13 verhindert wird. Dieser Balg erhält seine Luft durch das Ventil .16, das durch den
Elektromagneten 34 überwacht wird, welcher mit der Teilnehmerleitung in Reihe geschaltet
ist. Ferner ist noch darauf hinzuweisen, daß die Klinken 81 und 82, die die beweglichen
Teile des in Abb. 5 dargestellten Schalters in der vorgerückten Lage festhalten, nur durch
den Balg 65 überwacht werden, der durch Druckluft des Ventils 15 überwacht wird.
Dieses Ventil wird durch Arm 63 der Kurbelwelle 5 offengehalten, der den Ventilstift einwärts
drückt. In derselben Weise erfolgt die Öffnung des Ventils 132 (Abb. 5), wodurch
Preßluft zu dem Balg 65« des nächsten Schalters gelangt. Dieser Balg wirkt auf eine
ähnliche Einrichtung wie die aus Abb. 5 ersichtliche ein, wodurch die Auslösung des
nächsten Schalters verhindert wird.
Es geht aus der geschilderten Wirkungsweise hervor, daß die Vorrichtungen zur Verhütung
der Auslösung eines jeden der dem Vorwähler folgenden Wähler unter der einzigen Überwachung einer pneumatisch betätigten
Vorrichtung steht, die nur dadurch mit Preßluft versehen wird, daß die in diesen
Schalter einmündende Amtsleitung ergriffen ist und durch den vorangehenden, in Reihe
liegenden Schalter gehalten wird, d. h. die ganze Wirkung wird dadurch erreicht, daß ein
Ventil, wie ein solches bei 15 in Abb. 1 oder
132 in Abb. 5 dargestellt ist, offengehalten wird. Durch diese Anordnung wird eine
pneumatische Reihenauslösung erreicht.
Angenommen, die Schalter nehmen alle ihre wirksame Lage ein, und der rufende Teilnehmer
hängt seinen Hörer an den Haken, dann wird der Stromkreis durch den Magneten 34 unterbrochen und dessen Anker ein
Schließen des Ventils 16 veranlassen. Hierdurch wird die Preßluft von dem Balg 13 abgeschaltet,
so daß dieser Balg sich zusammenzieht, und hierbei wird der von dem Arm 43 getragene Stift 45' den wagerechten Arm des H5
Winkelhebels 44 ergreifen. Dies bedingt ein solches Senken des freien Endes des wagerechten
Armes des Winkelhebels 44, daß der Punkt, wo die Stange 46 diesen Arm ergreift, sich unter die Linie senkt, welche das gegenüberliegende
Ende der Stange 46 und des Zapfens 50 verbindet. Die Feder 47 bewirkt
43Ö943
Herauf eine Drehung des WinkeJhebels 44
und 48 im Uhrzeigersinn. Durch, die Drehung des Hebels 48 tritt der nach abwärts gerichtete
Arm mit dem Stift des Ventils 17 in Eingriff, so daß das Ventil 17 geöffnet und in seine
Ruhelage zurückgeführt wird. Das Zurückziehen der Klinke 51 ermöglicht dem Zylinder
6, der den Bürstenwagen trägt, abwärts zu gehen. Hierdurch, wird die ergriffene Kur-
to belwelle 5 in ihre Ruhelage zurückgedreht, so
daß der Arm 63 mit dem Stift des Ventils ι S außer Eingriff kommt. Dieses Ventil 15
wird darauf geschlossen und schaltet die Preßluft von dem Balg 65 der Abb. 5 ab.
Der Balg 65 des in Abb. 5 dargestellten Gruppenwählers wird darauf zusammengezogen
und bewirkt eine Verschiebung der Stange 70 nach rechts und aufwärts, was durch die
Stift- und Schlitzverbindung veranlaßt wird.
Bei der Aufwärtsbewegung der Stange 70 kommt die Klinke 7 5 außer Eingriff mit den
Zähnen 75', und der Wagen 97 kehrt in seine Anfangslage durch sein Eigengewicht zurück,
was noch durch, eine Feder unterstützt werden kann. Die Aufwärtsbewegung der Stange 70
bewirkt auch durch die Schleife 84, daß der Stift 85 der Klinke 81' diese in die unwirksame
Lage überführt, und ebenso tritt der Haken 91 der Stange 70 mit dem Stift 90 der
Klinke 82 in Eingriff, um diese mit den Zähnen der Zahnstange 86 außer Eingriff zu
bringen. Auf diese Weise wird die Stange 7 6 und der Wagen frei und unter dem Einfluß
von Federn in die aus Abb. S ersichtliche Anfangslage zurückgeführt.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigen, durch Druckluft
angetriebenen Wählern, bei denen die zur Herstellung einer Verbindung nacheinander
zur Wirkung kommenden einzelnen Wähler sich gegenseitig der. Reihe nach auf die
Einstellbewegung durch Regelung des Druckmittelzuflusses zur Antriebsvorrichtung
vorbereiten, dadurch gekennzeichnet, daß stets der vorangegangene Wähler bei seiner Einstellung auf ein freies Kontaktpaar
das Druckluftventil mechanisch steuert, durch das der nachfolgende, an dieses
Kontaktpaar angeschlossene Wähler in Wirksamkeit gesetzt wird.
2. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigen, durch Druckluft
angetriebenen Wählern, bei denen während der Einstellung der Bürsten auf ein freies
Kontaktpaar eine mehrfach gekröpfte WeHe von einem am Bürstenträger befestigten
Arme erfaßt und gedreht wird, so daß die übrigen Kurbelschleifen aus der Bahn der
anderen Wähler entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Drehung der Welle ein Ventil (15) zum Anlassen
des folgenden Wählers umgesteuert wird.
3. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen nach Anspruch, ι und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klinken (81', 82), die zum Sperren des Wählers in der wirksamen
Lage vorgesehen sind, beim Schließen oder Öffnen des Anlaßventils (15) durch eine pneumatische Antriebsvorrichtung
(65) gesteuert werden.
4. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger Elektromagnet (34) die Auslösung des ersten Wählers einer Wählergruppe und dadurch auch
gleichzeitig· die Auslösung der anderen Wähler, die stets durch den vorangehenden
Schalter überwacht werden, vermittels der Anlaßventile (15, 132) beherrscht.
5. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb nach Anspruch
4, bei denen die Zuführung des Druckmittels zu den für die verschiedenen Einstellbewegungen der Bürsten vorgesehenen
Antriebsvorrichtungen durch eine Steuervorrichtung geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein pneumatisch betätigtes
Gesperre (127, 124) vorgesehen ist, durch das die Steuervorrichtung (116)
bis zu ihrer äußersten Lage schrittweise vorgerückt wird und bei dieser Bewegung
zwei Ventile (130, 131) in der Weise steuert, daß zuerst das eine Ventil (130)
geschlossen, das andere (131) geöffnet ist, alsdann das erste (130) geöffnet und das
zweite (131) geschlossen wird, und daß
schließlich beide Ventile (130, 131) geschlossen
gehalten werden.
6. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb nach Anspruch
i, bei denen die Einstellstromkreise der Wähler durch von Kurvendaumen bediente
Kontaktfedern geöffnet oder geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (60, 61), durch
die das Stromstoßrelais (62) abgeschaltet wird, durch den Kurvendaumen (81) der
Schalterwelle erst nach Empfang der Ein-■ Stellstromstöße betätigt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC33228D DE439943C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigen, durch Druckluft angetriebenen Waehlern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC33228D DE439943C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigen, durch Druckluft angetriebenen Waehlern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE439943C true DE439943C (de) | 1927-01-24 |
Family
ID=7020716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC33228D Expired DE439943C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigen, durch Druckluft angetriebenen Waehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE439943C (de) |
-
0
- DE DEC33228D patent/DE439943C/de not_active Expired
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