DE438081C - Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere fuer Zwecke der Fernsprechtechnik - Google Patents
Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere fuer Zwecke der FernsprechtechnikInfo
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- DE438081C DE438081C DEC32195D DEC0032195D DE438081C DE 438081 C DE438081 C DE 438081C DE C32195 D DEC32195 D DE C32195D DE C0032195 D DEC0032195 D DE C0032195D DE 438081 C DE438081 C DE 438081C
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Description
AUSGEGEBEN AM 8. DEZEMBER 1926
PATENTSCHRIFT
- M 438081
KLASSE 21 a3 GRUPPE 23
KLASSE 21 a3 GRUPPE 23
VIII[2ia3J
Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere für Zwecke der Fernsprechtechnik.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine ', kung durch eine oder mehrere Gruppen von
durch Druckluft in Wirksamkeit gesetzte Ein- ' Stromstößen zu steuern.
richtung für Schalt- und ähnliche Zwecke. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht
Insbesondere ist die Einrichtung für die Be- darin, das Kraftmittel gleichzeitig zu einer
tätigung von Schaltapparaten für selbsttätige . Anzahl Arbeitsvorrichtungen hinzuleiten und
und halbselbsttätige Fernsprechanlagen o. dgl. j dafür zu sorgen, daß ein schnell wirkendes
bestimmt, wo es sich darum handelt, die Wir- j Ventil die Zuleitung zu der einen der Vornch-
tungen abschneidet, so daß unter Benutzung
einer Einrichtung, die nur während einer Pause zwischen der Übersendung von Stoßgruppen
anspricht, das Ventil wieder geöffnet wird und das Kraftmktel der Vorrichtung zugeführt
wird, deren Wirkung vorher verhindert wurde.
Ein weiteres Merkmal besteht in einem durch Druckluft getriebenen Folgeschalter mit
ίο einer derartigen Steuerwirkung, daß aufeinanderfolgende
Arbeitsvorgänge in einer "bestimmten Folge ausgeführt werden, z. B. kann der Folgeschalter nach jedem Arbeitsvorgang
,schrittweise -vorrücken, um Druckluft oder elektrische Leitungen zu steuern, so daß
der nächste Vorgang selbsttätig ausgelöst wird.
Es. wird zum erstenmal vorgeschlagen, einen Folgeschalter durch Druckluft anzutreiben,
der dann schrittweise nacheinander Schaltungsmaßnahmen in bestimmter Reihenfolge
vornimmt.
Weitere Merkmale der Erfindung, wie z. B. die Steuerung der Sperrklinken für den Motor
mittels Druckluft, werden an Hand beiliegender Zeichnungen besser verstanden werden,
die eine Schalteinrichtung für eine selbsttätige Fernsprechanlage darstellen, bei der, veranlaßt
durch die vom Teilnehmer ausgehenden Gruppen von Stromstößen, zwei Bewegungen, nämlich eine wagerechte und eine senkrechte
Bewegung, im Schaltwerk ausgeführt werden. Es bedeutet
Abb. ι die Seitenansicht einer Schalteinrichtung,
die mittels Druckluft in Bewegung gesetzt wird.
Abb. 2, 3 und 4 sind Schnitte nach Linien 2"23 3-3 und 4-4 der Abb. 1.
Abb. 5, 6, 7 und 8 sind Einzelheiten des Schaltwerkes.
Abb. 9 ist ein Schnitt durch einen typischen Druckluftantrieb, der in verschiedenen Größen
im Schaltwerk Verwendung findet.
Abb. 10 stellt einen Schnitt durch ein Ventil dar, das die Preßluftzufuhr zum Antrieb
steuert.
Abb. 11 ist ein Leitungsplan des Schaltwerkes und zeigt nur so viel von elektrischen
Verbindungen, als zum Verständnis der vorliegenden Erfindung erforderlich ist.
Die verwendete Antriebsvorrichtung besteht aus einem festen Gehäuse 15 (Abb. 9) mit
achsialer Bohrung 16 und einer Hülse 17, welche über das Gehäuse paßt und sich leicht
darauf verschieben läßt. Preßluft wird durch ein Rohr 18 zugeleitet und drückt auf den
geschlossenen Kopf der Hübe Vj. Wird die Hülse 17 durch Preßluft gehoben, dann kann
sie irgendeine Vorrichtung in Bewegung setzen. Sobald die zugeführte Druckluft wieder entweichen
kann, kehrt die Hülse 17 durch ihr Eigengewicht oder durch eine Feder in ihre
Anfangslage zurück. Bei dem vorliegenden Schaltwerk sind vier Motoren dieser Gattung"
verwendet, die alle nach demselben Grundsatz arbeiten, aber mit Bezug auf Einzelheiten voneinander
abweichen. Sie werden in der folgenden Beschreibung nach der Hülse mit 17
bezeichnet werden. *
Das in Abb. 10 dargestellte Ventil besteht aus einem Gehäuse 19 mit zwei Ventilgliedern
20 und 21. Das Glied 20 ruht gewöhnlich auf seinem Sitz und verhindert, daß Druckluft
j in der gezeichneten Pfeilrichtung strömen kann. Das Ventil 21 besitzt einen nach außen
aus dem Gehäuse ragenden Schaft 22, der j von einem Ankerhebel 23 oder irgendeinem
anderen Glied angehoben werden kann, um das Ventil 21 gegen den Sitz zu drücken. Dk
Ventilglieder 20 und 21 besitzen Ventilstangen 24 und 25, die gegeneinandergerichtet sind und
eine solche Anordnung besitzen, daß, wenn der Ankerhebel 23 das Ventilglied 21 anhebt
und gegen seinen Sitz drückt, das Ventil 20 von seinem Sitz abgehoben wird und Luft in
'das Rohr 18 gelangen läßt, das zu dem in Abb. 9 dargestellten Antrieb hinführt.
In anderen Worten wird bei Anheben der Ventilglieder in dem Gehäuse 19 Druckluft
durch das Rohr 18 fließen und die Antriebs- go
vorrichtung 17 betätigen. Fällt der Ankerhebel nieder, dann kann die Luft aus der Antriebsvorrichtung
um das Ventilglied 21 und den Schaft 22 herum nach außen entweichen.
Die Ventile werden in dem Schaltapparat mit j der Zahl bezeichnet, die ihr Gehäuse trägt.
Das Schaltwerk sei nunmehr an Hand der Abb. ι beschrieben.
Ein Rahmen besteht aus einer Bodenschiene 26 und einer Kopfschiene 27 sowie aus einer
: Seitenschiene 28 und 29 (Abb. 1). In der Nähe der Mitte des hierdurch geschaffenen
Gestelles ist eine in senkrechter Richtung verj schiebbare Antriebsvorrichtung 30 vorgesehen^
die durch ein Rohr 31 Preßluft zugeführt erhält, die durch ein Ventil 32 gesteuert wird.
Mit der Antriebsvorrichtung 39 ist eine Zahnstange 33 verbunden, in die eine Klinke 34
einer Welle 35 eingreift. Die Zähne der Zahnstange 33 sind so angeordnet, daß die Klinke no
34 die Antriebsvorrichtung 30 in gehobener Lage hält, nachdem die Luft, die die Anhebung
veranlaßt hat, entwichen ist.
Die Antriebsvorrichtung 30 besitzt noch eine andere Zahnstange 36, deren Zähne in
entgegengesetzter Richtung wie die Zähne der Stange 33 verlaufenj in die eine Klinke 37
einer Welle 38 eingreift, um die Aufwärtsbewegung der Antriebsvorrichtung 3a unter der
Einwirkung von Preßluft zu sperren. Eine wogegen einen Stift 40 der Klinke 3.7 wirkende
Feder 39 hat das Bestreben, die Klinke ge-
wohnlich außer Eingriff mit der Zahnstange 36 zu halten.
Die Antriebsvorrichtung 30 und die damit verbundenen Teile werden von einem Gestell
41 getragen, das am äußeren Ende der wagerechten Antriebsvorrichtung 42 befestigt
ist. Diese wird durch Druckluft betätigt, die aus den Röhren 43 und 44 vom Ventil 45
kommt. Dieses Ventil 45 wird durch einen Arm 46 der Welle 38 betätigt.
Die Antriebsvorrichtung 42 ist mit einer Zahnstange 47 ausgerüstet, in die ein Zahnrad
48 eingreift. Dieses Zahnrad sitzt auf einer Welle 49, welche im Gestell des Schalt werkes
gelagert ist. Außer dem Zahnrad 48 ist auf die Welle 49 noch ein Sperrad 50
aufgekeilt, das durch den Schalthebel 51 gesteuert wird. Dieser ist mit dem Anker 52
eines Magneten 53 verbunden. Gelangt Preßluft zur Antriebsvorrichtung 42 durch Betätigung
des Ventils 45 und fließen Stromstöße durch den Magneten 53, so daß der Anker 52
. angezogen wird, dann wird das Gestell 41 mit der Antriebsvorrichtung 30 sich schrittweise
nach rechts verschieben. Bei dieser Bewegung gleiten die Klinken 34 und 37 auf vierkantigen
Teilen der WTeilen 35 und 38. Eine Rolle
54 läuft dabei auf einer Schiene 55, die die Teile am äußeren Ende der Antriebsvorrichtung
42 trägt.
Am oberen Ende der Antriebsvorrichtung 30 sind Arme 56 und 57 vorgesehen, die isolierte
Kontaktbürsten 58, 59, 60 und 61 tragen, die mit am oberen Teil der Abb. 11 ersichtlichen
Bankkontakten in leitende Verbindung treten können. Wenn die Antriebsvorrichtung 42
und der Magnet 53 die Antriebsvorrichtung 30 nach rechts bewegen, verschieben sich die
Kontaktbürsten schrittweise, um in Richtung der verschiedenen senkrechten Kontaktreihen
zu gelangen, und wenn die Antriebsvorrichtung 30 betätigt wird, werden die Kontaktbürsten
schrittweise gehoben, um bestimmte,' ausgewählte wagerechte Reihen der Bankkontakte
zu erreichen.
An einem Lager am Ende der Schiene 28 (Abb. 5) ist ein Ann 62 aussc'hwingbar getragen,
der mit einer Rolle 63 sich gegen die Zähne des Sperrades 50 anlegen kann, wenn dieses Rad sich dreht. Hierdurch wird der
Arm 62 in Hinundherschwi.igung gesetzt und öffnet und schließt abwechselnd ein paar Kantaktfedern
64 und 65. Befindet sich dia Antriebsvorrichtung 42 in ihn Ruhelage, dann
legt sich ein StLt 66 gegen den Arm 62 und
hält die Rolle 63 mit dem Rade 50 außer Eingriff, während die Federn 64 und 65 miteinander
in elekt.iächer Verbindung gehalten werden. Bewegt sich aber die Antriebsvorrichtung
42, um die Kontaktbürsten zu verschieben, dann gestattet der Stift 66 dem Arm 62,
mit der Rolle 63 in die Zahne des Rades 50 einzufallen.
An der Antriebsvorrichtung 42 sind um 67 (Abb. 1) zwei Klinken 68 und 69 ausschwingbar.
die in eine feststehende, an die Schiene 28 angeschraubte Zahnstange 70 eingreifen
können. Ein Vorsprung 71 des Bürstenarmes 56 legt sich gegen das Schwanzstück der
Klinke 69. um diese mit den Zähnen der Zahnstange 70 außer Eingriff zu halten, wenn
die Antriebsvorrichtung 30 sich in ihrer tiefsten oder Ruhelage befindet. Bewegt sich
aber die Antriabsvonirhtung 30 nach aufwärts,
dann verlädt der Vorsprung 71 dia Klinke 69,
so daß diese in die Zähne des Zahnrades einfallen kann. Das Schwanzstück der Klinke 68
ist gewöhnlich durch eine Stange 72 gehalten, die mit dem oberen Ende der kurzhubigen Antriebsvorrichtung
73 verbunden ist, welcher durch die Leitung 74 mit Druckluft versorgt wird. Auf diese Weise wird die Klinke 68
mit den Zähnen der Zahnstange 70 außer Eingriff gehalten. Bewegt sich aber die Antriebsvorrichtung
73 und hebt die Stange 72, dann fällt die Klinke 68 in die Zahnstange 70
ein.
An der unteren rechten Seite der Abb. 1 ist die Vorrichtung ersichtlich, die den durch eine
Antriebsvorrichtung betätigten Folgeschalter go enthält. Dieser Schalter besitzt einige Eigentümlichkeiten
des bekannten Steuerschalters, wird aber in nachfolgender Beschreibung Motorschalter
genannt werden, weil seine wichtigsten Arbeitsgänge entweder unmittelbar
unter Zwischenschaltung eines Ventils oder mittelbar durch magnetische Einrichtungen
motorisch verrichtet werden.
Die festen Kontakte des Motorschalters sind an einem Lager 75 am Ende dar Schiene 29
befestigt, und die Bürsten des Motorschalters sind an einer eigenartig geformten Scheibe 76
angebracht, die um γγ an einer fest an der
Schiene 29 angebrachten Platte 78 drehbar ist.
Um Zapfen 79 der Platte 78 ist ein Winkelhebel 80 ausschwingbar, dessen eines Ende
gegen die Kopf wand einer Antriebsvorrichtung 81 anliegt, während das andere Ende mit einer
Klinke 82 (Abb. 6) ausgerüstet ist, die so angeordnet wird, daß sie Li die Zähne des unteren
Teiles der Scheibe 76 eingreifen kann, um den Drehzapfen zu bewegen und dadurch
die Motorschalterbürsten von einem Satz der feststehenden Kontakte zu dem nächsten Satz
derselben überzuführen.
Um Zapfen 83 ist eine Klinke 84 ausschwingbar, die mit den Zähnen des oberen
Teiles der Scheibe 76 in Eingriff treten kann und die Scheibe in. der vorgerückten
Lage festhält, wenn sie durch die Antriebsvorrichtung 81 unter Vermittlung des Hebels So
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und der Klinke 82 verstellt ist. Die Klinke 84 ist durch eine Stange 85 mit einem Arm 86
verbunden, der an der Welle 35 befestigt ist. Diese Welle 35 kann eine kurze Längsbewegung
ausführen, soweit dies die an jeder Seite der Endschiene 29 (Abb. 1) vorgesehenen
Muffen 87 zulassen.
Die Klinke 34 ist nicht unmittelbar mit
der Welle 35 verbunden, sondern sitzt an einer Muffe 88, die auf der Welle 35 gleiten
kann und mit dem Rahmen 41 in Verbindung steht. Mit dem Zahnrad 48 ist ein Gehäuse 89
verbunden, welches eine Uhrfeder enthält, die das Bestreben hat, die Antriebsvorrichtung 42
in ihre Ruhelage zurückzubringen, wenn die Luft aus der Antriebsvorrichtung entweichen
kann. Bei dieser Zurückbewegung trifft die Klinke 34 eine kleine Muffe 90 am Ende der
Welle 35 und bewegt dadurch diese nach links. Diese Längsverschiebung bewirkt unter
Vermittlung des Armes 86 und der Stange 85 ein Anheben der Klinke 84, so daß diese mit
den Zähnen des oberen Teiles der Scheibe 76 außer Eingriff kommt. Bewegt sich der Motor
42 aus seiner Ruhelage, .dann verschiebt sich die Muffe 88 auf der Welle 35 und bewegt
dadurch die Klinke 34 von der Muffe 90 fort, und eine. Feder 91, die auf die Klinke 84
wirkt, bewegt die AVeile 35 nach rechts und
ermöglicht dadurch ein Einfallen dieser Klinke in die Zähne der Scheibe 76.
Eine kleinere Antriebsvorrichtung 22 (Abb. 1) besitzt eine nach aufwärts ragende
Stange 93, deren Muffe 94 mit der Oberseite eines Teiles 95 des Armes86 (Abb. 7) in Eingriff
steht. Eine Feder 96 (Abb. 7) an einem anderen Teil des Armes hält die Muffe 94 und den Teil 95 miteinander in Eingriff. Die
Anordnung ist derart getroffen, daß, wenn Preßluft der Antriebsvorrichtung 92 zugeführt
wird, die Welle 35 eine Teildrehung ausführt und dadurch bewirkt, daß die Klinke 34 mit
den Zähnen der Zahnstange 33 in Eingriff kommt. Kann die Luft aber aus der Antriebsvorrichtung
92 entweichen, dann dreht sich die Welle in umgekehrter Richtung und entfernt die Klinke 34 wieder von der Zahnstange
33. An dem Winkelhebel 80 (Abb. 1) ist ein Arm 97 angebracht, der sich bis zum
Ventil 32 erstreckt. Befindet sich der Winkelhebel in seiner Ruhelage, dann öffnet der
Arm 97 das Ventil, so daß Preßluft durch das Rohr 31 zur Antriebsrichtung 30 strömen
kann. Bewirkt aber die Antriebsvorrichtung 81 eine Verstellung des Winkelhebels 80, dann
schließt sich das Ventil und schneidet die Luftzufuhr
zur Antriebsvorrichtung 30 ab.
An einer passenden Stelle ,ist in der Nähe
.. des Mötorschalters ein Hebel 98 (Abb. 1)
,ausschwingbar, dessen einer Arm mit der Stange des Ventils 99 in Eingriff steht. Eine
j Feder 100 wirkt derart auf den Hebel 98, daß das Ventil 99 gewöhnlich offen .gehalten wird
und Preßluft zum Rohr 101 und Ventil 32 strömen kann. Die eine der Motorschalterbürsten
besitzt einen Vorsprung 102, der mit dem anderen Arm des Hebels 98 in Eingriff
treten kann. Befindet sich der Motorschalter entweder in seiner Anfangslage oder in seiner
zweiten Lage, dann berührt der Vorsprung 102 den Hebel 98 noch nicht. Wenn aber der Motorschalter
seine dritte oder die Endlage erreicht, dann kommt der Vorsprung 102 mit dem Hebel
98 in Eingriff und schwingt diesen derart aus, daß er die Stange des Ventils 99 verläßt,
so daß es sich schließen kann.
An der oberen Schiene 27 ist ein langsam wirkender Magnet 103 vorgesehen, dessen Anker
104 an der Welle 38 befestigt ist. Wird der Magnet 103 erregt, dann bewirkt er ein
Ausschwingen der Welle 3 8 und bringt dadurch ; die Klinke 37 mit der Zahnstange 36 außer
Eingriff. Außerdem sorgt er dafür, daß der Arm 46 das Ventil 45 öffnet. Da nun Magnet
103 langsam wirkend ist und seinen Anker während der Übersendung von Stromstoßgruppen,
die vom Geber des rufenden Teilnehmers ausgehen, angezogen hält, so bleibt auch das
Ventil 45 während der Übersendung der Stromstoßgruppen geöffnet.
An geeigneter Stelle der Einrichtung ist ein Relais 105 (Abb. 11) vorgesehen, das zwei
Anker 107 und 110 besitzt. Dieses Relais vereinigt
in sich mit Hilfe der daran vorgesehenen Anker ein schnelles mit einem langsamen
Relais. Neben dem Relais ist ein Ventil 106 vorgesehen, dessen Ventilstange gegen den
Anker 107 anliegt, um ihn durch die Preßluft, die vom anderen Ende des Ventils eintritt,
in der abgezogenen Lage zu halten. Das Ventil ist dabei durch die Preßluft geschlossen.
Eine Feder 108 hat das Bestreben, den Anker 107 gegen die Ventilstange zu drücken,
aber die Kraft dieser Feder ist etwas geringer als erforderlich, um das Ventil zu öffnen.
Zieht das Relais 105 den Anker 107 an, dann öffnet dieser das Ventil 106 und ermöglicht
dadurch, daß Preßluft zum Rohr 109 gelangt. Sobald der Anker 107 sich in seiner angezogenen
Lage befindet, kann der Stromkreis no durch das Relais 105 in der üblichen Weise
mittels einer gewöhnlichen Sendevorrichtung geöffnet und geschlossen werden, ohne daß
dadurch der Anker 107 beeinflußt wird. Mit anderen Worten machen das Ventil 106 und ng
die Feder 108 den Anker 107 des Relais 105
langsam wirkend, soweit seine Rückkehr in die Ruhelage in Betracht kommt. Da nun der
Anker 110 bei seiner Bewegung keine Verzögerung erfährt, so spricht er auf alle durch
das Relais 105 fließenden Stromstöße an. Das Relais 105 ist deshalb ein schnell wirkendes
43SDS1
Helms, soweit dar Anker no in Betracht
kommt.
Eis Teilnahm erstelle ist dnrch Amtsleifungen
im Amt mit einem Amtsschalter verbunden, der die Amtsleuungen über die Leitungen
117 und 118 mit dem dargestellten Schalt apparat
verbindet, so daß dia Leitungen 117
und 118 (Abb.H) als die TeilnehmerleLungen
angesehen werden können.
Wenn der Teilnehmer den Hörer abhebt, werden die Leitungen 117 und 118, wie üblich,
miteinander verbunden.
Sobald der Teilnehmer seine Sendevorrichtung betätigt, wird der Stromkreis für das Re-
15' lais 105 in folgender Weise absatzweise unterbrochen;
dabei fließt der Strom vom negativen Pol der Batterie X, Widerstand 116, Leitung
n 7, Teilnehmerschleife, Leitung υ 8, Relais 105, posi'iver Pol der Battens.
ao Das Relais 105 zieht nun den Anker J07
an, der das Hauptventil 106 öffnet, und er ermöglicht, daß Preßluft über Rohr 109 zur
Antriebsvorrichtung 92 gelangt, wodurch die Welle 35 ausschwingt, demzufolge die Klinke
34 in die Zahnstange 33 einfallen kann. Luft . iliei.it auch zur Antriebsvorrichtung 73, die die
Stange 72 hebt, so daß die Sperrklinke 68
in die Zähne der Zahnstange 70 einfallen kann. Durch das Anziehen das Ankers 107
wird ein Stromschluß über Federn 120 und 121
bewirkt, der den Vorwähler über Leitung 122 •enthält und an Stelle des Prüfstromkreises
über Leimung in tritt, dar bei 112 bis 114
beim ersten Vorrücken das Fclgeschalters geöffnet
wird. Da die Wirkung dis Linienschalters
nicht den Gegenstand dar vorliegenden Erfindung bildet und für das Verständnis d^r
Erfindung nicht erforderlich ist, so ist die Einrichtung des Schalters nicht näher dargelegt.
Die Federn 120 und 121 schließen auch einen Stromkreis für den langsam wirkenden
Magneten 103 in folgender Weise: Vom positiven Pol der Batterie X1 120, 121, 123, 124,
103, 125, 126, 65, 64, 127 zum negativen
Pol der Batterie X. Der Magnet 103 bewirkt durch Anziehen seines Ankers eine Teildrehung
der Welle 38 und öffnet das Ventil 45, so daß Luft zu der kleinen Antriebsvorrichtung
81 und zu der wagerechten Antriebsvorrichtung 42 gelangen kann. Nun kann aber
die Antriebsvorrichtung 42 nicht ohne weiteres arbeiten, weil er mit dem Schaltrad 50 in Eingriff steht und nur schrittweise vorrücken
kann, wenn Magnet 53 erregt wird. Die Antriebsvorrichtung 81 betätigt jedoch den Winkelhebel
80, um die Arme des Folgeschalters aus der Ruhelage zn der nächstfolgenden Lage
überzuführen und es zn ermöglichen, daß das Ventil 32, welches gewöhnlich offen ist, geschlossen
wird. Wenn der Anker 107 das Ventil 106 in der vorgeschriebenen Weise öffnet,
dann strömt Luft, die durch das Rohr j 09 fließt, auch durch das gewöhnlich offene
Ventil 99 und über Rohr 101 zum Ventil 32.
Von liier würde dia Luft über .Rohr 31 zur
Antriebsvorrichtung 30 gelangen, aber die schnelle Bewegung der Antriebsvorrichtung 81
ermöglicht ein Schießen des Ventils 32, so daß an dieser Stelle die Luftströmung abgeschnitten
wird.
Diese Wirkungen rühren vom Anziehen des langsam wirkenden Ankers 107 bei der Übermittlung
des ersten Stromstoßes über Relais 105 her, sobald der rufende Teilnehmer seinen
Hörer vom Haken hängt. Die Wirkung, die dadurch hervorgerufen wurde, besteht also
.darin, daß der Folgeschalter um einen Schritt vorgerückt ist. Hierdurch würde ein Stromschluß
für den Magneten 53 erfolgen, wenn nicht gleichzeitig der Stromkreis an den Fedem
128 und 129 durch den schnell wirkenden Anker 110 geöffnet wäre. Sobald aber
der Stromkreis aiii Teilnehmerapparat unterbrochen wird, fällt der Anker 110 zurück und
schließt folgenden Stromkreis: Vom negativen Pol der Batterie X, 128, 129, 130, 13J,
Schaltarm 132, 133, 134, Magnet 53, 123,
121, I2Q, positiver Pol der Batterie X.
Stromstöße, die üb sr dissen Stromkreis gesandt
werden, betätigen das Schaltwerk derart, daß die Antriebsvorrichtung 42 die Antriebsvorrichtung
30 und die damit verbundenen Koiitaktbürsten schrittweise unter den
einzelnen Kontaktreihen, die im oberen Teil der Abb. 11 ersichtlich sind, hinführt. Die
Anzahl der von der Schaltvorrichtung ausgeführten Schritte wird durch dia Anzahl der
von dem Teilnehmer ausgesandten Stromstöße bestimmt. Bei der ersten schrittweisen Fortschaltung
verläßt der Stift 66 den Arm 62 (Abb. 5), so daß die Rolle 63 in das Schaltrad 50 einfallen kann und die Kontaktfedsrn
64 und 65 öffnet. Jedesmal, wenn die Rolle 63 von einem Zahn des Schaltrades verstellt
wird, werden dis Federn geschlossen, bleiben aber nach Ausführung des letzten Bewegungsschrittes
offen. Die Federn 64 und 65 liegen in dem Stromkreis des Magneten 103.
Da dies aber ein langsam arbeitender Magnet ist, so bleibt dessen Anker während der
schrittweisen Wirkung des Schaltrades angezogen. Hört nun aber die Antriebsvorrichtung
42 mit ihrer Bewegung auf, dann verursacht der dann beständig offene Stromkreis, in dem
der Magnet 103 liegt, daß der Anker zurückfällt und das Ventil 45 geschlossen wird·
Das Schließen des Ventils 45 schneidet der Preßluft den Weg zur Antriebsvorrichtung 42
und 81 ab und öffnet den Auslaß. Dadurch, daß die Klinke 68 mil den Zähnen der Zahnstange
70 in Eingriff gekommen ist, kann die
Antriebsvorrichtung 42, obgleich die Luft aus
438Ö81
derselben jetzt" ausbläst; in'ihre Anfangslage -vorläufig noch nicht zurückkehren. Zur Erzielung
einer ordnungsmäßigen Wirkung ist ein Absperrventil 43" (Abb. 1) in die Rohrleitung
43 eingeschaltet, damit das Entweichen der Luft aus der Antriebsvorrichtung 42 nicht
plötzlich, sondern allmählich erfolgt.
Aus der Antriebsvorrichtung 81 kann die
Luft sofort ausblasen, so daß der Winkelhebel 80 in seine Anfangslage zurückfällt und
das Ventil 32 öffnet. Wenn die Antriebsvorrichtung 42 ihren ersten Schritt nach rechts
ausführt, bewegt sich auch die Walze 35 und die Verbindung 86 nach rechts, so daß die
Klinke 84 in die oberen Zähne der Scheibe 76 einfallen kann. Als Folge hiervon wird
der Motorschalter in seiner neuen Lage nach dem Zurückfallen des Winkelhebels 80 gehalten.
Durch das Öffnen des Ventils. 32 findet Preßluft ihren Weg über 109, 99, 101, 32, 31
zur Antriebsvorrichtung 30'. Die Antriebsvorrichtung
30 bewegt die Bürsten nach aufwärts und sucht eine freie Leitung. Da bei einigen
bekannten Ausführungen Amtsleitungen, wenn sie besetzt sind, Batterieverbindung an ihren
Prüfdrähten haben, wird beim Auftreffen der Bürsten an den Bankkontakten solcher Leitungen
folgender Stromschluß bewirkt: Batterie, Prüfleitung 135, Kontaktstelle 136, Bürste
59, 125, Magnet 103, 124, 123, 121, 120,
Batterie X.
Bei Erregung des Magneten 103 schwingt die Welle 38 aus und bringt die Klinke 37
mit der Zahnstange 36 in Eingriff, wodurch die Antriebsvorrichtung 30 die Bürsten mit
der gefundenen freien Leitung in Kontakt hält.
Durch das Ausschwingen der Welle 38 wird : auch das Ventil 45 geöffnet, so daß Preßluft
zu den Antriebsvorrichtungen 42 und 81 fließen kann. Die zu der Antriebsvorrichtung 42
strömende Luft ist zu dieser Zeit noch unwirksam, weil Magnet 53 nicht arbeitet. Aber
die Antriebsvorrichtung 81 bewegt den Motorschalter in seine Endlage und gestattet ein
Schließen des Ventils 32.
Das Absperren des Ventils 32 ermöglicht der Luft, aus der Antriebsvorrichtung 30 zu
--'■■ entweichen. Da aber die Halteklinke 34 mit
der Zahnstange 33 in Eingriff ist, weil Preßluft in die Antriebsvorrichtung 92 wirkt, so
ist der Auslaß von der Antriebsvorrichtung 30 zu dieser Zeit noch unwirksam. Die endgültige
Bewegung des' Motorschalters verstellt den Hebel 98, so daß Ventil 99 geschlossen wird
und die Luftzufuhr zum Ventil 32 absperrt. Wenn die Bürste 59 mit der Kontaktstelle
einer freien Amtsleitung in Verbindung ■-- kommt, gelangen die Bürsten 60 und 61 zu
Kontaktstellen 137 und 138, die an die. Drähte
und 140 angeschlossen-sind,- welche zum
nächsten Schaltwerk führen," das entweder .ein
Wähler mit freier Wahl oder ein Leitungswähler sein kann. Zu dieser Zeit, zu der der
Motorschalter in seine Endlage, übergeführt wird, erfolgt eine Verbindung der Leitungen
117 und 118 mit den Bürsten 60 und 61 und
von dort zu den Leitungen 139 und 140, so
daß diese zu Amtsleitungen werden, die zur anrufenden Teilnehmerstelle führen. Die Leitungsverbindungen
durch diese Schalter sind folgende: 117, 141, 142, 113, 143, 144, 61,
138, 140 und 118, Kontaktstellen, die geschlossen
sind durch Arm 132, 146, 60, 137,
139· - -
Wenn die Bürsten eine freie Amtlsleitung erreichen, bewegt der Schalter am Ende dieser
Amtsleitung (Wähler oder Verbindet) Schaltglieder, die die Batterieverbindungen zu 135
unterbrechen. Hierdurch wird auch der Magnet 103 ausgeschaltet, so daß Welle 38 in
ihre Ruhelage zurückkehren kann. Hierdurch wird die Klinke 37 mit der Zahnstange 36
außer Eingriff gebracht. Da aber die Preßluft vorher von der Antriebsvorrichtung 30 abgeschaltet
ist, so ist dies, wirkungslos.
Durch Rückkehr der Welle 38 in ihre Ruhelage wird das Ventil 45 geschlossen und
schaltet die Preßluft von den Antriebsvorrichtungen 42 und 81 ab. An der Antriebsvorrichtung
42 erfolgt nichts, weil die Klinke ^68
mit der Zahnstange 70 in Eingriff steht, denn Druckluft- lastet auf der Antriebsvorrichtung
73. Es sei noch bemerkt, daß die Klinke 69 ebenfalls mit der Zahnstange 70 in Eingriff
steht, weil die Aufwärtsbewegung der Antriebsvorrichtung 30 den Vorsprung 71 von der
Klinke 69 entfernt hat. Diese bleibt in Wirkung, bis die Antriebsvorrichtung 30 in ihre
Ruhelage zurückkehrt, und wenn, dies stattfindet, ist die Klinke 68 bei Entlastung der
Antriebsvorrichtung 73 von Druckluft bereits ausgelöst worden. Dies erfolgt aber erst
später.
Wird die Luft von der Antriebsvorrichtung 81 abgeschnitten, dann kann der Winkelhebel
80 in seine Ruhelage zurückkehren und das Ventil 32 öffnen. Da aber Ventil 99 vorher durch
den Hebel 98 des Motorschalters geschlossen wurde, so hat das Öffnen des. Ventils 32 keine
Wirkung. Da ferner die Klinke 84 noch immer im Eingriff mit dem Sperrad 76 stent,
wird der Motorschalter in seiner vorgerückten Lage beim Zurückfallen des Winkelhebels 80
festgehalten.
Während der aufeinanderfolgenden Wirkungen bei Ausführung eines Anrufes und während
des Sprechens ist das Relais 105 die einzige elektrische Vorrichtung dieser Schalteinrichtung,
die Strom führt. Es ist aus der Zeichnung -ersichtlich,- daß dieses, Relais zwischen
den Leitungen 117. und -118 eingeschal-
tetist und daß der Stromkreis für das! Relais
unterbrochen wird, wenn der rufende Teilnehmer seinen Hörer aufhängt und dadurch
die Verbindung unterbricht. Strom, der durch Relais 105 fließt, hält den Anker 107 angezogen
und das Ventil 106 offen und versorgt das Rohr 109 mit Preßluft. Die kleinen Antriebsvorrichtungen
73 und 92, die mit diesem Rohr verbunden sind, sind die einzigen Antriebsvorrichtungen,
welche während des Sprechens Druckluft erhalten.
Unterbricht der rufende Teilnehmer die Verbindung
zwischen den Leitungen 117 und 118,
dann fällt der Anker 107 zurück, so daß das Ventil 106 die Luftzufuhr von 109 absperrt.
Findet dieses statt, so fallen die Antriebsvorrichtungen 73 und 92 in ihre Anfangslage
zurück. Hierbei hebt die Stange 72 der Antriebsvorrichtung 73 die Klinke 68 von der
Zahnstange 70, und die Antriebsvorrichtung 92 gestattet der Klinke 34, die Zähne der
Zahnstange 33 zu verlassen. Sobald dies der Fall ist, fällt die Antriebsvorrichtung 30 in
ihre unterste Lage zurück und veranlaßt durch Vorsprung 71 eine Auslösung der Klinke 69.
Sind die Klinken 68 und 69 beide ausgelöst, dann bringt die im Gehäuse 89 vorgesehene
Feder die Antriebsvorrichtung 42 in ihre Anfangslage zurück und nimmt dabei die Teile
im Gestell 41 mit. Wenn diese Teile sich ihrer Anfangslage nähern, trifft die Klinke 34
die Muffe 90 der Welle 35 und bewegt diese nach links, wodurch die Klinke 84 ausgelöst
wird. Hierdurch kann eine Feder -j6a
(Abb. 6) wirken und den Motorschalter in seine Ruhelage zurückführen.
Um die Gesamtwirkung der Einrichtung verständlicher zu machen,' sei nunmehr diese
in einem kurzen Zusammenhang geschildert: Der erste Stromstoß, der über, die Leitung
gesandt wird, erregt das Relais (Magnet 105), wodurch der Anker 107 angezogen. und das
Ventil 106 geöffnet wird, so daß Druckluft zum Rohr 109 strömt. Als Folge davon werden
die Alitriebsvorrichtungen J2> und 92 betätigt
und bringen die Halteklinken 68 und 34 in die Arbeitslage. Die Antriebsvorrichtungen
JS und 92 wirken dabei immer gleichzeitig, etwa wie eine Batterie, die häufig an verschiedenen
Stellen derselben Zeichnung vorkommt.
Der Anker 107 des Relais 105 schließt auch
die Kontakte 120,121 für Magneten 103, der
einerseits das Ventil 45 öffnet und Luft vom Rohr 109 zu den Antriebsvorrichtungen 42
und 81 gelangen läßt.
Die Antriebsvorrichtung 81 schließt das
Ventil 32 und unterbricht den Luftstrom zur Antriebsvorrichtung ^o, und gleichzeitig be-
So wegt sie den Motorschalter 132, der einen
iStromkreis für den Magneten 53 schließt, so daß weitere Stromstöße durch Relais 105 den Ma-
! gneten 53 veranlassen, die Antriebsvorrichtung 42 schrittweise auszulösen.
Ist diese schrittweise Wirkung beendet, dann wird der Stromkreis für den Magneten
103 an den Federn 64, 65 unterbrochen und das Ventil 45 geschlossen. Dies läßt die Antriebsvorrichtung
81 zurückfallen und das Ventil 32 öffnen sowie die Antriebsvorrichtung 30
j sich in Aufwärtsrichtung in Bewegung setzen. Wenn eine freie Amtsleitung gefunden ist,
wird ein neuer Stromkreis für Magneten 103 geschlossen, um Ventil 45 wieder zu öffnen
und die Antriebsvorrichtung 81 zu veranlassen, den Motorschalter 76 wieder zu bewegen.
Die Ahtriebsvorrichtungen 30 und 42 bewegen die Schaltapparate. Die Antriebsvorrichtung
81 ist eine Leitungsschaltvorrichtung,
die auch die Ventile für die Antriebsvorrichtung 30 steuert. Die Antriebsvorrichtungen J2>
und 92 können kurz als Klinkenantriebe bezeichnet werden.
Die verwendeten Antriebsvorrichtungen lassen sich sehr billig herstellen und können
lange ohne Überwachung oder Überholung arbeiten, da etwa entstehende Nebenluft nicht
störend wirken kann. Die verwendeten Ventile schließen sich selbsttätig, und es. ist darauf
hinzuweisen, daß das Ventil 106 geöffnet wird, go um Preßluft zur Ortsspeiseleitung gelangen
zu lassen, wenn die Schalteinrichtung in Wirksamkeit gesetzt wird. Zu allen anderen Zeiten
ist das Ventil 106 geschlossen, und es ist ■nicht möglich, daß Druckverluste eintreten,
wenn die Schalteinrichtung unwirksam ist. Während der Arbeit wird Druckluft zu der
Hauptantriebsvorrichtung 42 und 30 nur in ganz kurzen Zeiträumen zugelassen, und langer
andauernde Luftströme werden nur verwendet, um die Klinken 34 und 68 zu überwachen.
Dank der Ventilanordnung sind Undichtheiten an den Antriebsvorrichtungen nur mit
Verlusten verbunden, die vernachlässigt werden können. '
Es ist selbstverständlich, daß die Einrichtung
verschiedene Änderungen erfahren kann, ohne daß von dem Wesen der Erfindung abgewichen
wird. So kann z. B. die elektromagnetisch gesteuerte Schaltvorrichtung auch durch Druckluft gesteuert werden. Z. B.
könnte an Stelle des Elektromagneten 53 ein schnell wirkendes Ventil Verwendung finden,
um Luftströmungen zu steuern und den Luftauslaß abwechselnd zu öffnen und zu schließen,
wodurch ein Druckluftantrieb betätigt wird und die beschriebene Schaltvorrichtung
steuert.
Claims (14)
- Patentansprüche:i. Durch, ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbeson-dare für Zwecke der Fernsprechtechnik, bestehend aus einer durch das Druckmittel betätigten Antriebsvorrichtung mit schrittweiser Bewegung, dadurch gekennzeichnet, daß diese nach dem Einlaß des treibenden Kraftmi.tels durch von irgendeiner Sendevorrichtung unabhängig erzeugte Stromstöße gesteuert wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ίο gekennzeichnet, daß ein in Abhängigkeit von den übersandten Stößen Arbeitendes Gesperre (50) die schrittweise Bewegung | der Ant isbsvorrichtung (42) steuert.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, j dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektromagnet (105) gleichzeitig sdwoM ein Ventil ' (106) für den Zulaß des Kraftmittels .zur Antriebsvorrichtung (42) als auch das Arbeitendes Gesperxes (50) steuert.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperre (50) durch den Elektromagneten (log) unter Mitwirkung eines zweiten Elektromagneten (53) gesteuert wird,
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das. Druckmittel gleichzeitig (durch Ventil laß) zu einer Anzahl Ant.iJjsvorrichtungen (42, 30) geleitet wird, und daß ein schnell wkkendes Ventil (32) vorgesehen ist, am das Kraftrni'.tel von einer der Einrichtungen (42) abzusperren, bis die andere Vorrichtung betätigt ist.
- 6, Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das schnell wirkende Ventil (32) beim Einlassen des Druckmittels zu den Arirrisbsvorrichtungen 1 '(42, 30) auf pneumatischem "Wege betätigt , wird, '
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, gekenri- jzeichnet durch einen Folgeschalter ,{j 6), der durch Druckluft (81) angetrieben wird und schrittweise nacheinander Schaltung»- I maßnahmen in einer bestimmten Folge | vornimmt. :
- S. Schaltereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Folgeschalter an semen verschiedenen fstelltmgen elektrische Stromkreise schließt, entsprechend den Einzelnen Abschnitten bei der Herstellung der Verbindung.
- 9. Schalteinrichtung nach An~pruhi, dadurch gekennzeichnet, daß der Folgeschalter eine DruckmiJelyerteilungseinrichtnng (32") steuert, um das Druckmittel bei verschiedenen Einstellungen der Verteilungsemrichtung auf verschiedene Preßluftmotoren einwirken lassen zu können.
- 10. Einrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß der Folgeschalter (76) sowohl einen elektrischen Stromkreis (durch 113, 112) als auch den Zufluß des ICraftmittels (durch 97) zu einer mit Druckluft betriebenen Vorrichtung (30) steuert.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einem Relais, welches bei der Übermittlung von Stromstößen anspricht und durch seinen Anker das Zulaßventil für das Druckmittel -zur Antriebseinrichtung steu-■'ert, dadurch gekennzeichnet, daß das .Relais (105) durch eine Kontaktvorrichtung (Kontakt 129) die schrittweise Bewegung der Antriebseinrichtung herbeiführt.
- 12. Einrichtung nadi Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Verwendung eines schleppend .arbeitenden Elektromagneten (103), der während der Abgabe dar Einstellstromstöße das Zulaßventil für das Druckmittel zu den Motoren (81, 42) offen hält, nach der Beendigung einer Gruppe von Stoßen jedoch abschließt.
- 13. Einrichtung nach Anspruch 1 mit mehreren AntriebsvDrrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß disse (42, 30) da ver-'schiedenen rechtwinklig zueinander ve-laufenden Richtungen in derselben Ebene bewegbar sind.
- 14. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der langsam an- g0 sprechende Elektromagnet (103). durch Kontakte (64, .6 5) gesteuert wird, die durch einen der Motoren (42) in Bewegung gesetzt werden.Hierzu 2 Blatt /eichnur^en.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC32195D DE438081C (de) | 1922-06-03 | 1922-06-03 | Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere fuer Zwecke der Fernsprechtechnik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC32195D DE438081C (de) | 1922-06-03 | 1922-06-03 | Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere fuer Zwecke der Fernsprechtechnik |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE438081C true DE438081C (de) | 1926-12-08 |
Family
ID=7020195
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC32195D Expired DE438081C (de) | 1922-06-03 | 1922-06-03 | Durch ein Druckmittel in Wirksamkeit gesetzte Schalteinrichtung, insbesondere fuer Zwecke der Fernsprechtechnik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE438081C (de) |
-
1922
- 1922-06-03 DE DEC32195D patent/DE438081C/de not_active Expired
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