Selbsttätige Fernsprechanlage. Die vorliegende Erfindung betrifft selbst tätige Fernsprechanlagen, in welchen die Ver bindungen über durch ein Fluidum angetrie bene, hintereinandergeschaltete Sehaltvor- richtungen hergestellt werden.
Gemäss der Erfindung erfolgt,die Betäti gung einer der genannten Schaltvorrichtun gen automatisch durch einen vermittelst Flui dums angetriebenen Motor und die Betätigung einer andern der genannten Schaltvorrichtun- gen durch mindestens einen weiteren, vermit- telst eines Fluidums angetriebenen Motor, welcher durch von einem Stromstosssend-pr ausgesandte Stromstösse in schrittweiser Be wegung gesteuert wird.
Als Fluidum zum Antrieb kann hierbei sowohl eine Flüssigkeit, z. B. Öl, als auch ein Gas, z. B. komprimierte Luft öder ver dünnte Luft, in' Betracht kommen; in der Praxis wird jedoch am zweckmässigsten Dr "uekluft verwendet.
Die Linienschalter für jede einzelne Teil nehmerleitung können hierbei ebenfalls durch das Fluidum angetrieben werden, um auto matisch eine unbenützte Anschlussleitung herauszubreifen, wenn ein Anruf in die mit ihnen verbundene Leitung gesandt wird, und um Stromverbindungen zu steuern, welche da durch, dass zum Beispiel - der betreffende Schalter nicht in seiner normalen Stellung ist, die gewählte Leitung für andere Teilneh mer sperren.
Die Gruppen- und Schlusswählerschalter können..ebenfalls durch vermittelst Fluidum angetriebene Motore betätigt werden, und zwar zweckmässigerweise in zwei Richtungen, wobei die Bewegung in einer Richtung eines. Gruppenwählerschalters und die Bewegung in zwei Richtungen eines Schlusswälhlerschal- ters sührittweis e durch von einem Stromstoss sender ausgehende Stromstösse gesteuert wer den kann.
Da die Schalter hintereinander geschaltet sind, können dieselben bei ihrer Ingebrauch nahme automatisch vorbereitet werden. Wenn zum Beispiel ein Teilnehmer seinen Hörer ab hängt, kann der folgende Vorgang automa tisch eintreten: Ein Elektromagnet wird er regt und öffnet. ein Ventil, um das Antriebs- flui@dum zu dem Motor zuzulassen, der den auf der Suche nach einer unbenützten Lei tung begriffenen Linienschalter betätigt;
wenn der Teilnehmerstromkreis auf den Wäh ler oder den durch diesen gewählten Verbin- dungsschalter ausgedehnt ist, wird ein zwei ter, mit diesem Wähler oder dem Verbin dungsschalter verbundener Elektromagnet er regt und öffnet ein Ventil, welches das An triebsfluidum zu den Motoren zulä.sst, welche diese Schalter steuern.
Wenn ein Wähler einen Verbindungs schalter herausgreift, tritt gleicherweise ein ähnlicher automatischer Vorgang ein zur Vorbereitung der Stromstossübertragung zur Auswahl der gewünschten Teilnehmerleitung.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist zum Teil sche- Inatisch in beiliegender Zeichnung darge stellt, und zwar ist: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Verbin dungsschalters; Fig. 2, 3 und 4 sind Schnitte nach Linie 2-2. 3-3 bezw. 4-4 der Fig. 1; Fig. 5 ist eine Teilansicht einiger der in Fig. 1 dargestellten Apparate, von der Rück Seite gesehen;
Fig. 6 zeigt das Schaltungsschema zweier Linienschalter, wovon der eine links in der Betriebsstellung gezeichnet ist, wenn ein An ruf von der Leitung, mit welcher er verbun den ist, ausgeht, während rechts der mit einer Leitung verbundene Linienschalter in der Betriebsstellung dargestellt ist, wenn ein An ruf an die Leitung, mit welcher er verbunden ist, ergeht; Fig. 7 ist ein Schaltungsschema eines Wählerschalters; Fig. 8 ist ein Schaltungsschema eines Ver bindungsschalters;
Fig. 9 ist ein S haltungsschema der Stromkreise zweier Verbindungss:ch.alter, wo vonder eine die Verbindung mit einer gege benen Leitung hergestellt hat, während' der andere versucht, eine Verbindung mit dersel ben Leitung herzustellen.
Wenn man die Figuren so zusammensetzt, dass Fig. 6 zu oberst, Fig. 7 in der Mitte, und Fig. 8 unten ist, erhält man ein einziges Schaltungsschema, in welchem alle Vorgänge bei der Heisstellung einer Verbindung ver folgt werden können.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht der Rahmen des Verbindungsschalters aus einem Unterteil 11, einem Oberteil 12 und den Sei tenteilen 13 und 14.
Ungefähr in der Mitte dieses rechteckigen Rahmens befindet sich _ ein pneumatischer Motor, welcher aus einem Rohr 15 besteht, welches auf einem Tragstück 16 gleiten kann, das in einem kleinen Rahmen 17 sitzt (Fig. 1, 3, 4 und 5). Die Anordnung ist so, dass durch das Rohr 18 über dem Tragstück 16 eintretende Pressluft ,das Rohr 15 emporhebt.
Ein anderer pneumatischer Motor besteht aus einem Rohr 19 (Fig. 1, 2 und 5), welches auf einem am Rahmenteil 13 befestigten, wagrechten Tragteil 20 gleitet. In diesem Falle ist das Tragstück rohrförmig, so dass Pressluft durch das Rohr 21 eintreten kann. Der Rahmen 17 ist am äussern Ende des Mo tors 1.9 befestigt, so da,ss der Motor 1.9 bei seinem Gang den Motor 15 nach rechts ver schiebt, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
Eine kleine am Rahmen 17 befestigte Rolle 22 ruht auf einer Schiene 23 und' unterstützt das Gewicht des Motors 15 und der damit verbundenen Teile in jeglicher Stellung, so dass dieses Ge wicht keinerlei Beanspruchung auf den Mo tor 19 ausübt.
In einem Lagerständer 24 auf dem Rah menteil 11 ist ein Zahnrad 25 gelagert, wel ches mit der Zahnstange 26 des Motors 19 in Eingriff ist. Auf derselben Achse wie das Zahnrad 25 sitzt ein Gehäuse 27 (Fig. 1), welches eine Uhrfeder enthält, die auf das Zahnrad 25 so einwirkt, dass, der Motor für gewöhnlich links gehalten wird, wie in Fig. dargestellt.
Am Lagerschild 24 ist ein Magnet 28 be festigt, dessen Anker 29 mit einer Hemm klinke 30 verbunden ist, die auf ein am Zahn- racl 25 befestigtes Steigrad 31 einwirkt. Wenn der Magnet durch Stromstösse erregt wird während der Zeit, wo Pressluft zum Motor 19 zugelassen wird, wird der Motor 19 den No- tor 15 schrittweise nach rechts, wie in Fig. 1 gezeichnet. oder nach links, wie in Fig. 5 ge zeichnet, bewegen.
Auf dem Motor 15 sind Zahnstangen 32 angebracht, welche mit den auf der Buchse 34 befestigten Zahnrädern 33 in Eingriff stehen. Die Buchse 34 ist so angeordnet, dass sie sich im Rahmen 17 drehen und auf dem quadratischen Stück einer zwischen den Sei tenteilen 13 und 14 sich erstreckenden und in diesen gelagerten Welle 35 gleiten kann.
Am Rahmenteil 11 sitzt ein Magnet 36, des sen Anker 37 mit einer Hemmklinke 38 ver bunden ist (Fig. 1 und 2), welche auf ein auf der Welle 35 festes Steigrad 39 einwirkt. Wenn der Magnet 36 durch Stromstösse er regt wird, während der Zeit, wo Pressluft zum Motor 15 zugelassen wird, wird der Mo tor 15 sich schrittweise aufwärts bewegen.
An geeigneter .Stelle beim Magneten 36 ist ein kleiner pneumatischer Motor 40 an gebracht (Fig. 1, 2 und 4). Eine Feder 41 hält den Motor 40 in seiner Normalstellung Pest, wenn er nicht durch einströmende Press luft betätigt wird. Eine andere am Anker 3 7 befestigte Feder 42 liegt gegen das Ende des Motors 40 an. Die Feder 42 besitzt eine schwache Eigenspannung, welche den Anker 37 zurückhält und welche Spannung zu nimmt, wenn der Motor durch Pressluft aus seiner normalen Stellung bewegt wird.
Auf der Welle 35 ist ein Rad 43 mit einer gleich grossen Anzahl .Zähne wie das Raid 39 befestigt, und in 44 ist eine Klinke 45 ge lagert, welche in die Zähne des Rades 43 ein greift und die Welle 35 in einer vorbewegten Stellung festhält. Zu diesem Zweck besitzt die Klinke 45 einen Fortsatz 46, welcher ge gen einen Bund 47 am Motor 40 anliegt. Wenn der Motor 40 in seiner gewöhnlichen Stellung ist, ist die Klinke 45 ausser Eingriff mit dem Rad 43 gehalten;
aber wenn sich dieser Motor bewegt hat, fällt die besagte Klinke in Eingriff mit dem betreffenden Rad.
Oben auf dem -Motor 19 sitzt eine Zahn stange- 48, und bei 49 ist eine Klinke 50 (Fig. 4 und 5) gelagert, welche in die Zahnstange 48 eingreift, und den Motor 19 in vorbewegter Stellung hält, wenn derselbe durch Pressluft bewegt wird. Ein Fortsatz 51 der Klinke 50 ruht auf -dem Bund 47. Wenn der Motor 40 in normaler Stellung ist, ist die Klinke 50 von der Zahnstange 48 entfernt gehalten, fällt jedoch in Eingriff mit derselben, wenn der Motor 40 betätigt wind.
Auf dem Stift 52 (Fig. 4) ist eine an dere Klinke 53 (Fig. 4 und 5) gelagert, wel che in,die Zahnstangen 48 eingreift. Ein nach aufwärts gerichteter Fortsatz 54 der Klinke 53 wird von einem an der Welle 35 befestig ten Arm 55 festgehalten. Wenn -die Welle 35 in ihrer Ruhelage ist, ist die Klinke 53 ausser Eingriff ,mit der Zahnstange _48 gehalten, fällt jedoch in Eingriff mit dieser, wenn die Welle 35 durch eine Aufwärtsbewegung des Motors 15 bewegt wird.
In der untern Ecke rechts in .der Fig. 1 ist bei 56 eine Scheibe 57 mit Sperrzähnen gela gert. Benachbart hiermit ist ein Motor 58 an geordnet, welcher auf einen bei 60 gelagerten Hebel 59 einwirkt. Eine Feder 61 hält für gewöhnlich den Hebel 59 in der gezeichneten Stellung. Bei 62 ist am Hebel 59 eine Klinke 63 eingelenkt, deren einer Arm für gewöhn lich an einem Stift 64 anliegt, um die Klinke 63 ausser Eingriff mit,den Zähnen der .Scheibe 57 zu halten.
Wenn der Motor 58 den Hebel 59 hebt, schwingt die Klinke 63 unter dem Einfluss .der Feder 6.3a um ihren Zapfen und greift in die Zähne der Scheibe 57 ein, und wenn der Motor 58 zurückfällt, schaltet die auf den Hebel 59 wirkende Kraft der Feder 61 die Scheibe 57 um einen Schritt.
Bei 65 ist eine Sperrklinke 66 gelagert, welche so angeordnet ist, dass. sie in die Zähne der Scheibe 57 eingreift und diese ihrer vor geschalteten Stellung hält, wenn die Klinke 63 sie vorgeschaltet hat. Mit einem Arm der Sperrklinke 66 ist eine Stange 67 verbunden, welche durch .eine Öffnung an einem Flügel 68 des Rahmens 17 hindurchgeht.
Die Stange 67 trägt Ja, wo sie durch den Flügel 68 hin durchtritt, eine Mutter 68a, so dass, wenn der Motor 19 än seiner Ruhelage ist, die Sperr klinke von der Scheibe 57 abgehalten ist, aber sobald als der Motor einen .Schritt vor wärts gegangen ist, kommt die Sperrklinke unter Einwirkung der Feder 65a in Eingriff mit der Scheibe 57 und somit in die Stellung, wo sie als Sperrklinke wirkt.
In der Nähe der Scheibe 57 ist ein Ventil 69 angebracht, und bei 70 ist ein Hebel 71 gelagert, dessen einer Arm am Ventil 69 an greift und dessen anderer mit einem Daumen 7 2 versehener Arm mit einem Anschlag 73 der Scheibe 57 in Eingriff kommen kann. Das Ventil 69 ist ein selbsts.ehliessendes (wie ein Absperrventil), und dasselbe ist ge schlossen, wenn die Scheibe entweder in ihrer ersten oder ihrer letzten Stellung ist.
Wenn indessen die Scheibe in ihrer Zwischenstel lung ist, kommt der Anschlag 73 mit dem Arm 72 in Eingriff und der Hebel 71 wird so -bewegt-, da.ss das Ventil 69 bewegt wird.
Die Scheibe 57 trägt ausserdem eine An zahl isolierte Kontaktfinger, welche mit auf einer Platte 74 isoliert angebrachten Kon taktstücken in Berührung kommen können. Diese Teile entsprechen dem bekannten Sei tensehalter und werden in Verbindung mit den- später angegebenen Stromkreisen be- schrieben-werden.
An einer geeigneten Stelle in .der Nähe dc@i@ soeben beschriebenen Teile sind zwei Kontaktfederpaa.re 75a und 75b angeordnet, welche für gewöhnlich in der in Fig. 1 dar- oF>.;tellten Stellung sind. Ein Isolationsstück .75- -.im Hebel 59 greift an diese Federn und briiigi sie in ihre Wechselstellungen, wenn cler Motor 58" arbeitet.
Dies wird später in Verbindung mit den Stromkreisen bes-ehrie- ben" werden.
Am Rahmenteil 12 ist ein Relais 76 be- festigt, und beim Relais sitzt ein Ventilge- liiiuse 77, welchem Pressluft von einer ge eigneten Quelle durch das Rohr 78 zugeführt wird. Das Ventil in diesem Gehäuse, welches na ehstehend dem Charakter des Gehäuses ent- #:preehend bezeichnet werden wird, ist von der Bauart eines Absperrventils und wird durch den Druck der Presslu ft im Rohr 78 geschlossen gehalten.
Die Ventilstange 79 i ritt unten aus dem Gehäuse heraus und eine Stellschraube am Anker 91 des Relais 76 greift an ihr an. Eine Feder 82 hält den An ker für gewöhnlich angehoben, jedoch mit einer etwas geringeren Kraft als der, welche erforderlich ist, um das Ventil von seinem Sitz abzuheben. Wenn jedoch genügend Strom durch das Relais 76 fliesst, ist die magnetische Anziehung des Ankers 81 mit der Wirkung der Feder 82 zusammen stark genug, um das Ventil zu öffnen. Wenn -der Stromkreis durch das Relais 76 unterbrochen wird, schliesst der Druck ,der Pressluft im Rohr 78 das Ventil und drückt den Anker entgegen der Kraft der Feder 82 zurück.
Wenn jedoch einer sol chen Unterbrechung rasch ein neuer Strom schluss folgt, wie bei Betätigung der gewöhn lichen Anrufvorrichtung in einer Ortsstation, hat der Anker 81 keine Zeit zurückzufallen, sondern bleibt wie bei einem gewöhnlichen "langsamen" Relais angezogen.
Oben auf dem Motor 15 befindet sich ein Querhaupt 83 mit Armen 84 und 85, welche isolierte Kontaktfinger 86, 87, 88 und 89 tragen. Wenn der Motor 19 im Gang ist, werden diese Kontaktfinger schrittweise nach rechts bewegt, wie in Fig. 1 gezeigt, und wenn der Motor 15 im Gang ist, werden die Kontaktfinger schrittweise nach oben ge rückt. Durch diese Bewegungen und indem die Kontakte auf einer rechtwinkligen Bank angeordnet werden, können die Kontaktfinger in Berührung mit jedem gewünschten Kon taktsatz gebracht werden.
Vom Rohr 78 aus gehen Abzweigrohre nach den verschiedenen Motoren, wie es aus der Zeichnung und den nachstehenden Aus führungen ersichtlich ist.
In den Schaltungsschemas Fig. 6, 7, 8 und 9 ist die gleiche Batterie an einer Anzahl verschiedener Stellen gezeichnet und mit X. 3C und X\ gezeichnet mit Plus- und Minus zelchen zur Bezeichnung ges positiven und negativen Pols. Diese Wiederholung der Bat terie dient dazu, lange und störende Linien in den Schemas zu vermeiden.
Der Unien- sChalter links in Fig. 6 'ist aus der Ruhestel lung zum Anschluss an einen zum Wähler in Fig. 7 führenden unbenützten Leitungsan- sühluss voroescbaltef worden. Im Linienschal- ter sind drei Motoren und ein Magnet in Be triebsstellung gezeichnet.
Im Augenblick, wo ein Teilnehmer einen Anruf beginnt, sind die selben alle in Normalstellung und der Ruf vorgang soll nunmehr beschrieben werden.
Das erste, was ein anrufender Teilnehmer zu tun hat, ist, seinen Hörer abzuhängen.. Dies bewirkt am Ortsamt die Schliessung fol genden Stromkreises: Positiver Pol der Batte- rie X, Widerstand R, 89, 90, 91, 92, Orts amt 93, 94, 95, Magnet 96-X.
Der Magnet 96 wird erregt und zieht seinen Anker an, welcher das Ventil 97 öff net, so ,dass die Pressluft von irgend einer ge eigneten Quelle zum Motor 98 strömen kann, welcher sich sofort aufwärts bewegt, um eine unbenützte Ansehlussleitung zu suchen. So- bald die vom Motor 98 getragenen Kontakt finger eine unbenützte Ans.chlussleitung auf finden, wird folgender Stromkreis geschlos sen:
Negativer Pol ider Batterie X, 99, Magnet 100, 101, 102, 103, 104, 105, 105a, 106 (Fig. 7), 107 (vorgerückt gezeichnet, jedoch in je nem Augenblick in Ruhestellung), 108,. 109, positiver,Pol der Batterie X'.
Der Magnet 100 wind hierdurch erregt und zieht seinen Anker an, wodurch die Klinke 110 in die ,Zähne, am Motor 98 einfällt und diesen Motor mit seinen in Berührung mit ,der gewählten Anschlussleitung befindlichen Kontaktfingern blockiert. Der Anker des Magnetes 100 öffnet ebenfalls das Ventil 1.11, so da3 Pressluft zu den Motoren 112 und 113 zuströmen kann.
Der Motor 112 dient dazu, zu verhindern, dass sich der Linien schalter unter gewissen Bedingungen aus der Normalstellung herausbewegt, was später mit Bezug auf den entsprechenden Motor des Li nienschalters, der rechts in Fig. 6 -dargestellt ist, erklärt werden soll; in diesem Falle je doch ist diese Bewegung bereits erfolgt, be vor der Motor 112 in Gang war, so dass dieser Motor in diesem Augenblick ausser Betrieb ist.
Der Motor 113 bringt eine andere Klinke 114 in Eingriff mit dem Motor 98 und schiebt ausserdem die Kontaktfedern in die in Fig. 6 gezeichnete Stellung. Die Verschiebung dieser Federn verbindet die Leitung 92 mit dem T(ontaktfin#ger 117 über 91, 115, 116 und verbindet die Leitung 93 mit dem Kontakt finger 121 über 94, 119, 120.
Wenn dies er folgt ist, wird für das Relais 118 -in Fig. 7 folgender Stromkreis geschlossen: Positiver Pol der Batterie X', Relais<B>118,</B> 122,<B>117,</B> 116, 115, 91, 92, Ortsamt, 93;
94, 119, 120, 121, 123, Widerstand, negativer Pol der Bat terie X'. Die Betätigung der am Motor 113 anlie genden Federn durch diesen Motor unter bricht den Stromkreis des Magnetes 100 durch Entfernung der Feder 102 von ',der Fe der 103, schliesst jedoch sofort einen neuen Stromkreis für diesen Magnet, indem die Fe der 103 die Feder 124 berührt, von welcher der Strom weiter verläuft über 125, 126, 127, 128, 129, 130 zum positiven Pol der Batterie X'.
Die Betätigung der Federn 91 und 94 öffnet auch den Stromdes Magnetes 96, wel cher aberregt wird, so dass sich .das Ventil 97 schliessen und die Luft aus dem Motor 98 entweichen kann. Die Klinke 114 wird jedoch durch den Motor 113 genügend starb gegen die Sperrzähne angedrückt, um zu verhin dern, dass der Motor 98 zurückfällt, wenn die Luft aus demselben entweicht.
Das Relais 118 wurde durch den wie oben angegebenen verlaufenden Strom erregt und bewirkte, @dass sein Anker die Federn 128 129 im Stromkreis des Magnetes 100 schloss und das Ventil 132 öffnete, um Pressluft in dass Rohr 133 und seine Abzweigungen ein strömen zu lassen. Das Relais 118 zieht eben falls seinen Anker 134 .an, welcher .die Federn 135 und 136 öffnet.
Die Ausbildung des Re lais 118 ist derartig, ,dass es ein langsames Re lais ist in Bezug ,auf den Anker 131 und ein schnelles Relais in Bezug auf den Anker 134.
Der Anker 131 s:chloss durch ,die Schlie ssung der Federn 128 und 129 folgenden Stromkreis: Positiver Pol der Batterie X', 130, 129, 128, 137, 138, Magnet 139, 140, 141, 142, 143 (142 und 143 sind in der Ruhe stellung des Motors 152 geschlossen), 144, negativer Pol der Batterie X'. Der Magnet 139 wind in diesem .Stromkreis erregt und zieht seinen Anker an, welcher bewirkt, 1a13 die Welle 145 das Ventil 146 öffnet, um Pressluft zum Rohr 147 und seinen Abzwei gungen zuströmen zu lassen.
Die in :das Rohr 147 einströmende Press luft fliesst zum Motor 1.48 und veranl.asst die sen Motor, den Hebel 149 zu betätigen, wel cher :das Sperrad 150 und -die damit isoliert verbundenen Kontaktfinger<B>107</B> und 151 aus der Ruhestellung in :die Mittelstellung vor schaltet. Es fliesst auch Pressluft zum Motor 152, aber dieser kommt nicht in Gang, was noch erklärt werden wird.
Alle bisher beschriebenen Vorgänge wer den automatisch durch die Schliessung eines Stromkreises an der Anrufstation beim Ab nehmen des Hörers seitens des Teilnehmers herbeigeführt. Die. Vorgänge sind nochmals kurz folgende: Der Teilnehmer nimmt seinen Hörer ab, und :dies löst automatische Vor gänge .aus, welche ihn mit dem Relais 118 eines unbenützten Wählers verbinden, wobei das Relais von der allgemeinen Batterie im Zentralamt aus durch die Unterstation erregt wird. Nachdem der Teilnehmer seinen Hörer abgenommen hat, betätigt er die Zifferscheibe seiner Anrufvorrichtung.
Hierdurch unter bricht und schliesst er ein oder mehrere Male dien Strom durch das Relais 118 mit einer solchen Geschwindigkeit, dass der Anker 134 betätigt wird, der Anker 131 jedoch nicht. Der Magnet 100 in der Schalterleitung und der Magnet 139 auf :dem Wähler sind lang same Magnete, so :da.ss sie auf nur augenblick liche Unterbrechungen in ihrem Stromkreise hin nicht auslösen.
Nach .der ersten Schliessung der Federn 135 und 136 kann folgender Stromkreis ver folgt werden: Negativer Pol #der Batterie X1, 135, 136, 1.53, 154, Kontaktfinger 151, 155, 156, Magnet 157, 137, 128, positiver Pol von .V. Der Magnet 157 spricht auf diese Strom stösse an und gestattet .dem Steigrad 158, schrittweise mit dem Motor 152 vorwärts zu laufen, um die Wählerkontaktfinger über aufeinanderfolgende Kontaktreihen hinweg zubewegen.
Bei der ersten Bewegung der Kontakt# Finger nach rechts geht die Stütze 159 unter der Feder 742 hinweg, so dass der Strom für den Magneten 139 unterbrochen wird, aber das Steigrad 158 bringt die Feder entspre- chend,der Ziffersüheibenbewegung in Schwin gungen, so,dass der Anker .des Magnetes 139 keine Zeit hat, abzufallen. Aber am Schluss der ersten Ziffersüheibenbewegung bleibt die Feder 142 in der gezeichneten Stellung, und unterbricht definitiv den Strom :des Magnetes 1.39.
Hierauf fällt .der Anker des Magnetes 139 zurück, und das Ventil 146 schliesst sich. Dies s chliesst ,die Pressluft vom Motor 148 ab, worauf der Hebel 149 zurückfällt und das Ventil 160 öffnet. Dies lässt Pressluft zum Motor 161 zu, welcher sofort die Kontakt finger zum Aufsuchen einer unbenützten An- schlussleitung in Bewegung setzt.
Wenn eine unbenützte Anschlussleitung gefunden ist, ist folgender Stromkreis ge schlossen: Positiver Pol der Batterie X1, 130, 129, 128, 137, 138, Magnet 139, 140, Kon taktfinger 162, 163 (Fig. 8), .164, 165, 166, 167, negativer Pol 'der Batterie X2. Der Mag net 139 öffnet ,das Ventil 146 und,die Press- luft kann wieder zum Motor 148 strömen, welcher die Kontaktfinger 107 und 151 in ihre Endstellung vorrückt, wie in Fig. 7 dar gestellt.
Bei dieser Bewegung kippt der Kon taktfinger 151 den Hebel 168, so -dass das ge wöhnlich offene Ventil 169 sich schliessen kann, wodurch der Zufluss',der Pressluft durch das Ventil 160 zum Motor 161 abgeschlossen wird. Eine in Fig. 7 gezeichnete Klinke 161a sichert den Motor 161 gegen ein Zurückfal len, wenn :die Pressluft durch das Ventil 169 abgeschlossen ist.
Es wurde gezeigt, wie die Betätigung des Linienschalters die Teilnehmerleitung bis zu den die Leitungen 122 und 123 berührenden Kontaktfingern 117 und 121 ausdehnte.
Das Relais 180 (Fig. 8) ist wie das Relais 118 und hat einen "schnellen" Anker 182 und einen "langsamen" Anker 183, welcher die Öffnung des Ventils 184 bewirkt, so dass Pressluft aus dem Hauptspeiserohr 18.5 in,das Zweigrohr 78 strömt.
Das Relais 180 ist von der Ortsstation aus auf- gleiche Weise ge steuert, wie das Relais 118. _ wenn fder Verbindungsschalter in Ruhe stellung ist, sind ,die Federn 164 und 165 durch einen Ansatz 186 am Motor 19 ge schlossen gehalten. In Fig. 1 ist dieser am Querhaupt 83 befestigte Ansatz gezeichnet.
Am Rahmen 17 sitzt ein Stift 187, an wel chem für gewöhnlich die Feder 196 anliegt, so dass dieselbe in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung gehiadten wird, aber wenn der Motor 19 den Rahmen 17 nach rechts bewegt; ge stattet der Stift 187 der Feder 196, in die in Fig. 8 gezeichnete Stellung zu fallen.
,Wenn ,das Relais 180 in der beschriebenen Weise an die Teilnehmerleitung angeschlo@s- sen wird, wird es von -der Batterie .aus durch die Ortsstation erregt. Hierdurch wird der Anker 183 angezogen und öffnet das Ventil 184, so dass Pressluft zur Vorbereitung kom mender Vorgänge zu den Ventilen 69 und 77 strömen kann.
Der Anker 183 schliesst .auch .die Federn 188 und 189, worauf folgender Stromkreis geschlossen ist: Positiver Pol der Batterie X", 181, 188, 189,<B>190, 191,</B> Magnet 76, Kontaktfinger 193, 194,<B>195,</B> 196,<B>197,</B> 198, 166, 167, negativer Pol der Batterie X'.
Hierdurch zieht der Magnet 76 den Anker $1 .an und .das Ventil 77 wird geöffnet, so .dass Pressluft durch die Verbindungsröhren zu den Motoren 19 und 58 strömen kann. Der Motor 58 hebt den Hebel 59 -an, welcher die benachbarten Kontaktfedern öffnet und die Klinke 63 .auf die nachfolgende Bewegung der ,Scheibe 57 vorbereitet.
Der auf den Motor 19 wirkende Luftdruck bewegt diesen weit genug, dass sich die Federn 164 und 165 öff nen können, aber nicht so weit, dass sich die Feder 196 von,der Feder 197 entfernen kann. Dies tritt nur ein, wenn der Magnet 28 sein Sperrwerk wie oben beschrieben betätigt.
Wenn der Teilnehmer gleich darauf seine Anrufvorrichtung betätigt, -unterbricht und schliesst er wieder den Strom durch Relais 180, worauf folgender Stromkreis geschlossen wird: Positiver Pol der Batterie X, 181, 188, 189, 190, Kontaktfinger 199, 200, 201, Mag- net 28, 202, 203, 204,_ 166, 107, negativer Pol von X\. .
Hierdurch wird das Sperrwerk betätigt, so dass der Motor 19 die Kontaktfinger 86-bis 89 nach rechts bewegen kann, was so. oft wie gewünscht wiederholt wird, um die Kontakt finger unter die ,gesuchte vertikale Kontakt reihe zu bringen.
Nach .der ersten Bewegung des Sperrwerkes des Motors 19 lässt der Stift 1.87 die Feder 196 los, welche in Kontakt mit der Feder 205 kommt, worauf der .durch ,den Magnet 76 in den vorher beschriebenen Stromkreis hindurchgehende stetige Strom in einen schwingenden Strom mit folgendem Stromkreis verwandelt wird: Positiver Pol der Batterie X\, 181, 188, 189, 190, 191, Mag net 76, 192, 193, 194,<B>195,</B> 196, 205,202, 203, 204, 166, 167, negativer Pol von X2. Da ,der Ankerdes Magnetes 76 wie oben beschrie ben träge auslösend gemacht ist, bleibt seine Erregung .durch den schwingenden Strom aufrecht erhalten.
Während,der Pause, welche nach der so eben beschriebenen vollständigenÜbertragung der Stromstösse folgt, bleiben -die Federn<B>203</B> und 204 geöffnet, so dass der Stromkreis ,durch die Magnete 28 und 76 unterbrochen ist.
Die Öffnung des Stromkreises für den Magnet 28 veranlasst einfach eine Abstellung ,der Vorwärtsbewegung des Motors 19 und 1ässA die Kontaktfinger 86-89 unter der ge wünschten Kontaktreihe. Durch die Öffnung des Stromkreises für den Magnet 76 wird die ser Magnet .aberregt und das Ventil 77 ge schlossen und die Pressluft von .den Motoren 19 und 58 abgeschlossen.
Die oben beschrie benen Klinken halten den Motor 19, so dass sich ,an diesem nichts ereignet, der Motor 58 fällt jedoch zurück und die Kontaktfinger 193 und 199 der Scheibe 57 werden in ihre Mittelstellung vorgeschaltet, Bei der Bewe gung kippt die Scheibe 57 den Hebel -71, wel- ,cher das Ventil 69 öffnet und die Pressluft durch das Rohr 18 zum Motor 15 fliessen 1ässt.
Wenn der Teilnehmer seine Ziffern scheibe wieder betätigt,* um den Strom durch das Relais 180 zu schliessen und wieder zu unterbrechen, fliessen die Stromstösse folgen dermassen: Positiver Pol von X\, 181, 188, 189, 190, Kontaktfinger 199, 206, 207, Mag net 36, 202, 203, 204, 166, 167, negativer Pol der Batterie X'.
Der Magnet 36 steuert das wagrechte Klinkwerk und wirkt mit dem. Relais 180 zu sammen, um den Motor 15 schrittweise auf- wärtssteigen zu lassen. Der Magnet 36 hat ebenfalls einen Fortsatz 208 an seinem An ker, welcher Fortsatz die Federn 210 und 911 schliesst, um einen schwingenden Strom durch ,den Magnet 76 zu senden wie folgt: Positiver Pol der Batterie X\, 181, 188, 189, 190, 191, Magnet 76, 192, 209, 210, 211, 212, 198, 166, 167, negativer Pol von X'.
Dieser Stromkreis durch ,den Magnet 76 öff net wieder das Ventil 77, um den Motor 58 wieder in,Gang zu setzen und den Hebel 59 anzuheben. Am Schluss .der durch den Teil nehmer übersandten :Stromstösse wird der Stromkreis durch den Magnet 76 wieder un terbrachen und der Hebel 59 fällt wieder zu- Hierdurch werden die Kontaktfinger r u <B>k.</B>
193 und 199 in ihre Endstellung gerückt, wel che die in Fig. 8 gezeigte ist. In dieser End stellung schliesst ein Stift 213 auf dem Schaltrad 57 die Federn 214 und 215.
Wie vorher beschrieben, verband der Wähler die Teilnehmerleitungen mit den Leitungen 173 und 178. Die Endbewegung des Verbindungsschalters dehnt diese Ver bindung auf die Kontaktfinger 88 und 89 aus wie folgt: 173, 216, 217, 218, 219, 89 und 178, 179, 220, 221, 221a, 88.
Links in Fig. 9 ist ein generelles Schema eines Verbindungsschalters A gezeichnet, und es sei angenommen, dass ihn der Teilnehmer benützt, um Verbindung mit irgend einem andern Teilnehmer zu erlangen. Dieser Ver bindungsschalter ist in seiner normalen Stel lung gezeichnet. Rechts in der Fig. 9 ist ein anderer Verbindungsschalter B gezeichnet, den irgend ein anderer Teilnehmer betätigt hat, um Verbindung mit irgend einem andern angerufenen Teilnehmer zu erlangen.
Die Fig. 9 bezweckt, zu zeigen, was eintrifft, wenn der den Verbindungsschalter A benüt- zende Teilnehmer versucht, Verbindung mit den von dem Verbindungsschalter B rechts angerufenen Teilnehmern zu erlangen.
Ange nommen, die Kontaktfinger 193 und 199 des Verbindungsschalters A seien in ihrer Mittel stellung und der anrufende Teilnehmer bringe die Kontaktfinger seines Schalters in Ver bindung mit den gezeichneten Bankkontak ten, welche Bankkontakte mit den vom Schal- ter B rechts berührten Bankkontakten über einstimmen.
Unter ,diesen Bedingungen fliesst ein Strom durch folgenden Kreis: Positiver Pol von X, 181, zu 188,des Schalters A, 189, 190, 191, Magnet 76, 192, 193, 222, 223, Kon- taktfinger 87, 224, 225 zu 224 des Schalters B, Kontaktfinger 87, 223, 226, 215, 214, 227, 167, negativer Pol ,der Batterie X. Wenn der Schalter A in dieser Stellung angehalten wird, bleibt ein dauernder Strom durch den Magnet 76 .aufrecht erhalten, welcher das Ventil 77 offen und die Pressluft im Motor 58 hält.
Da die Kontaktfinger 193 und 199 erst dann in ihre Endstellung vorgerückt, und die Leitungen 173 und 178 erst dann mit den Kontaktfingern 88 und 89 verbunden werden, wenn der Motor 58 zurückfällt, ist eis ersichtlich, dass keine Verbindung mit einem angerufenen Teilnehmer hergestellt wird, ,der schon. von irgend. einem andern Teil nehmer angerufen worden und mit diesem verbunden .ist.
Die Wirkungsweise eines an die Kontakt klemmen eines angerufenen Teilnehmers, der frei ist, angeschlossenen Verbindungsschal ters ist bereits beschrieben worden. Diese Stellung ist in Fig. 8 gezeigt. Nach dem An halten des Verbindungsschalters in der ge wünschten Stellung ist folgender .Stromkreis geschlossen: X2, 181, 188, 189, 190, 199, 228, 86, 229 durch Fig. 7 zu 236 im Linienschalter rechts in der Fig. 6, 237, Magnet 100, 99, negativer Pol von X.
Der Stromkreis durch den Magnet 100 der angerufenen Leitung bewirkt dieselben Vor gänge wie vorstehend beschrieben in Verbin dung mit dem anrufenden Linienschalter, nämlich die Öffnung des Ventils 111, um Pressluft zu den Motoren 112 und 113 zuzu- lasse . Der Motor 112 gestattet der Klinke ?30, über einen Bund 281 am Motor 98 ein zufallen, um zu verhindern, dass dieser sich aus seiner Ruhestellung bewegt, falls Press luft zum Motor 98 unter nachstehend erklär ten Bedingungen zugelassen würde.
Der Mo tor 112 hat ein Absperrventil <B>232,</B> welches bewirkt, :dassdieser Motor "langsam" auslöst.
Der Motor 113 des Linienschalters der angerufenen Leitung betätigt die benachbar ten Kontaktfedern, wie für den anrufenden Schalter beschrieben. Dieser Vorgang verbin det :die von. -der Ortsstation kommenden Lei tungen mit den Kontaktfingern des Linien s,ch.alters. In diesem Falle sind :die Kontakt finger lediglich mit :den Batterieverbindungen in Kontakt, aber von den Kontaktfingerver- bindungen gehen Abzweigungen ab, und diese Abzweigungen sind die normalen Lei tungen, mit welchen Verbindungen durch den Verbindungsschalter hergestellt worden waren.
Aus Fig. 8 ist ersichtlich, dass der Kontaktfinger 88 in Kontakt mit dem Ende der Leitung 233 ist, welche durch Fig. 7 nach Fig. 6 gezogen. werden kann, wo sie sich als Verlängerung :der Leitung 120 herausstellt, welche zusammen mit :dem a,udern Linien schalter als an die Ortsstation angeschlossen beschrieben wurde.
Auf gleiche Weise ist der Kontaktfinger $9 :des Verbindungsschalters in Kontakt mit dem Ende der Leitung 234, welche auf gleiche Weise an den angerufenen Linienschalter .a.ngesehlossen ist, wo sie sieh als Verlängerung der Leitung 116 heraus stellt, welche mit der Ortsstation verbun den ist.
Soweit wäre nun eine Beschreibung der Bewerkstelligung eines -Anrufes zwischen der rufenden und einer angerufenen Station ge geben. Es sind hierbei na.türlieh Signalvo:r- ri:chtungen zum Herbeirufen :des angerufenen Teilnehmers vorgesehen, :diese bilden jedoch keinen Bestandteil der vorliegenden Erfin dung und sind zur Vereinfachung der Zeich nung weggelassen.
Es sei einfach angenom men, der Teilnehmer sei gerufen worden, habe .-esprochenu.ndd:a@sGesprä@chseibeen:d:et. Wenn lcler rufende Teilnehmer zuerst anhängt, wer- den die Relais 118 und 180 aberregt und der Stromkreis des Magnetes 100 .des angerufenen Liniensohalters wird bei 188 und 189 beein flusst. Der Magnet 100 wird ab.erregt und lässt,die Pressluft aus dem Motor 113 entwei chen.
Das Ergebnis ist, d.ass :die benachbarten Kontaktfedern in ihre Ruhelage zurückfallen, und ein Stromkreis wird geschlossen für den Magnet 96 des :angerufenen Schalters, .da der angerufene Teilnehmer seinen Hörer noch nicht am Haken hat. Hierdurch öffnet sich das Ventil 97 und lässt Pressluft zum Motor 98 zu, aber der Motor 112 lässt nur langsam entweichen, und :die Klinke 230 liegt über dem Bund 231, so @dass sich der Motor 98 nicht bewegen kann.
Bei Beachtung der Stellung des Zapfens zur Klinke 230 und .der Richtung ,der auf diese Klinke wirkenden Kraft bei Einwirkung der Press.luft auf den Motor 98 ist es ersichtlich, :dass :die Anordnung Elerar- tig ist, dass eine Rückkehr der Klinke in Ru hestellung infolge Entweichens der Luft aus Motor 112 verhindert wird. Infolgedessen bleibt der Motor durch seine eigene Wirkung verblockt, ganz gleichgültig, wie lange der angerufene Teilnehmer seinen Hörer nicht am Haken anhängt. Wenn er jedoch anhängt.
wird der Stromkreis des Magnetes 96 unter brochen und die Luft entweicht aus dem Mo tor 98, so d.a.ss :die Klinke in ihre Rulhelage zurückkehren kann.
Während des Gespräches sind die Relais 118 und 180 über ,den Sprechstromkreis über brückt und :sind von der Batterie aus durch die Leitung der anrufenden Station erregt: Wenn der .anrufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt, unterbricht er diesen Stromkreis und,die Relais 118 und 180 kommen in Ruhe stellung. Wenn .das Relais 118 aberregt wird, fällt der Anker 131 zurück und die Federn 128 und 129 können sich trennen.
Da. diese Federn im Stromkreis des Magnetes 100 des anrufenden Leitungsschalters liegen, lässt dieser Magnet ,das Ventil 111 los, so :dass die Pressluft von den Motoren 112 und 113 ab geschlossen wird. Wenn ,der Mätar 113 zu rückfällt, wird die Klinke 114 mitgenommen und der Motor 98 fällt ebenfalls zurück. Die Unterbrechung des Stromkreises des Relais 180 des Verbindungsschalters lässt das Ventil 184 sich schliessen und die Pressluft vom Rohr 78 abschliessen.
Eine Abzweigung i35 leitet vom Rohr 78 zum Motor 40 (Fig. 1.), und .als das Ventil 184 erstmals geöff net wurde, strömte Luft in diesen Motor, wo durch die Halteklinken 45 und 50 in ihre zugehörigen Zahnstangen eingreifen konnten. Wenn sich das Ventil 184 :schliesst, fällt der Motor 40 zurück und hebt die Schaltklinken ab. Beim Loslassen lässt die Klinke 45 den Vertikalmotor 15 zurückfallen, und wenn die- ;er Motor seine Ruhelage erreicht, trifft der Arm 55 ,auf der Welle 35 den Ansatz der Klinke 53, so da.ss diese Klinke abgehoben wird und der Horizontalmotor 1.9 in seine Fuhel.a,ge zurückkehren kann.
Die Auslösung .des Wählers in Fig. 7 ist vollständig gleich wie für den Verbindungs- schalter soeben beschrieben und erfordert keine weiteren Erklärungen.
Die Folge,der Vorgänge ist kurz folgende: Der anrufende Teilnehmer nimmt seinen Hörer ab und schliesst hierdurch einen Strom kreis für den Magnet 96 seines eigenen Li nienschalters. Hierdurch wird Pressluft zum Motor 98 zugelassen. welcher sofort seine Kontaktfinger nach aufwärts bewegt. Wenn diese einen unbenützten Ans-chluss finden, wird ein Stromkreis geschlossen für den Mag neten 100, welcher ,die Halteklinke 110 ein lügt und das Ventil 111 öffnet, so dass Press- luft zum Motor 1.13 strömen kann.
Der Motor 113 legt die Halteklinke 114 ein und ver- @chiebt die Kontaktfedern, so dass die Sta tionsleitungen mit den Kontaktfingern und durch diese mit,der Batterie und dem Relais 118 des unbenützten Wählers verbunden werden.
Das Relais 118 öffnet das Ventil 132, um Pressluft in das übliche Rohrnetz einzulassen, und schliesst einen Stromkreis für den Magnet 139, welcher seinerseits das Ventil 146 öffnet, um Pressluft in die Motoren 148 und 152 ein zulassen. Bis zu diesem Punkt rühren alle Vorgänge automatisch vom Abnehmen des Hörers vom Haken her.
Wenn der 'Peilnehmer zuerst seine Zif fernscheibe handhabt, bewegt sich der Wäh ler, Fig. 7, eine Anzahl Schritte nach rechts in Übereinstimmung mit der durch -die Sehei benverstellung gegebenen Anzahl, wobei die Stromstösse hierfür nach dem Magnet 157 ge leitet werden, welcher ein Sperrwerk zur Re gelung dieser Bewegung steuert. Wenn die erste Scheibenbewegung aufhört, führt die folgende Pause in den Stromstössen .das Off nen des Ventils 160 herbei, um Pressluft in den Motor 161 einströmen zu lassen.
Dieser Motor bringt seine Kontaktfinger aufwärts, und wenn dieselben an die Klemmen eines un benützten Anschlusses kommen, wird der Wähler automatisch angehalten und die Teil nehmerleitung ist verlängert bis zum Relais 180 auf dem Verbindungsschalter.
Die beiden nächsten Bewegungen .der Zif fernscheibe veranlassen den Verbindungs- sch.alter, sich schrittweise erst horizontal und dann vertikal .auf die Klemmen der Leitun- ,en des zum anzurufenden Teilnehmers ge hörigen Liniemsühalters zu bewegen.
Wenn dieser Punkt erreicht ist, verbindet der Ver- bindungsschalter die anrufende Leitung au- tomatis,ch an die .aufozefundenen Klemmen an. Falls indessen der ,abzurufende Teilnehmer durch irgend eine andere Person angerufen worden ist, verlängert der Verbindungssühal- ter die anrufende Leitung nicht.
Bei den Äm tern üblicher Ausführung erstreckt der Ver- bin:dungss,chalter die Anrufleitung bis zu den gefundenen Klemmen und unterbricht dann die Verbindung. wenn der angerufene Teil nehmerapparat schon besetzt isst. Wenn im vorliegenden Falle der anzurufende Teilneh iner bereits angerufen .ist, macht der Verbin- dungssühalter niemals die zur Erstreckung der Verbindungslinie nötige Bewegung.
Wenn der Verbindungsschalter die anru fende Leitunb bis zu den Klemmen eines an gerufenen Teilnehmers erstreckt, schliesst er einen Stromkreis, welcher eine Betätigung des zum .angerufenen Teilnehmer gehörigen Li- n.iensclhalters bewirld, wenn dieser Linien schalter in seiner Ruhestellung ist.
Wenn in dessen der Linienschalter für einen Anruf bewegt worden ist, so sind ,die Kontaktfedern 236 und 237 ,am Linienschalter auseinander und es kann kein Stromkreis zum Magnet 100 des angerufenen Linienschalters ge schlossen werden.
Es ist zu beachten, dass der Magnet 100 des, Anrufschalters als Anschluss- wähl.er wirkt und der Magnet 100 des ange rufenen Schalters wirkt als Verbindungs schalter, indem er die Teilnehmerleitung an seine normale Leitung anschliesst und als Trennschalter, indem er den Magnet 96 von der Teilnehmerleitung abschaltet.
In ihrer normalen Stellung berühren die Kontaktfinger 117 und 121 des Linienschal ters Kontakte 238 und 239, welche über Wi derstände mit einer Batterie verbunden sind. In der Ruhestellung,des Motors 113 sind die Kontaktfinger 117 und 121 :an den Federn 115 und 119 unterbrochen, und die- Batterie ist nicht in Gebrauch. Aber wenn der Linien schalter angerufen wird, werden :die Kontakt finger 117 und 121 .mit -der Ortsstation ver bunden und die angeschlossene Batterie dient für Gesprächszwecke.
Die Anrufstation ist an die Batterie X1 für das Gespräch ange- schlossen.
Es ist klar, .dass die konstruktiven Einzelheiten beträchtliche Abänderungen :er fahren können, ohne vom Erfin.dungsgedian- ken :abzuweichen, zum Beispiel könnte eine pneumatisch gesteuerte Klinkwerkseinrich- tung durch Luftstösse anstatt durch die 'be schriebenen elektromagnetischen Apparate be tätigt werden.
Ferner könnten .die Stromver bindungen beträchtlich abgeändert werden, was wohl jeder Fachmann einsehen wird; zum Beispiel könnte der Wählermagnet 118 .abge schaltet und in Betriebsstellung mechanisch verriegelt, anstatt, wie beschrieben, in der Leitung belassen werden.