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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb.
Die Erfindung bezieht sich auf den Verkehr in Fernsprechanlagen. Es kommt häufig
vor, elaß zwischen zwei Gruppen von AnschluBleitungen Verbindungen in der eigenen
und Verbindungen in der anderen Gruppe hergestellt werden sollen. Vorausgesetzt
werden Anlagen mit mehreren Gruppen v-erbindungsuchender Leitungen, denen je eine
Mehrzahl von doppelt gerichteten Verbindungsleitungen zugeordnet ist, über welche
der innere Verkehr
der Gruppe abgewickelt wird. Die Erfindung bezieht
sich auf den Verbindungsverkehr zwischen den Gruppen und bezweckt, die Anzahl der
Kupplungsglieder möglichst niedrig zu machen. Ferner soll die Numerierung für die
Verbindungen in der eigenen Gruppe und für Verbindungen, die aus anderen Gruppen
ankommen, gleich sein. Wenn die übliche Reihenschaltung der Gruppen z. B. für eine
innere Verbindung zweistellige Rufziffern verlangt, müßte bei einer Verbindung zti
einer fremden Gruppe eine Rufziffer vorgeschaltet werden, um zunächst bis zur ge-#,s-ünscliten
Gruppe zu gelangen. Die Erfindung besteht nun darin, daß zwischen je zwei Verbindungsleitungen
der verschiedenen Gruppen Kupplungsstellen angeordnet sind, die nur für Verbindungen
von Gruppe zu Gruppe benutzt werden.
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Angenommen, eine zuerst eingebaute Gruppe habe die -Nummern io bis
59 und eine später, hinzukommende Gruppe erhalte die -Nummern 6o bis 99. Alle Verbindungen
innerhalb der eigenen Gruppe werden dadurch aufgebaut, daß die anrufende Stelle
eine Verbindungsleitung als eine von ihrer Anschlußstelle abgehende und eine als
für die gewünschte Stelle ankommende Verbindungsleitung der eigenen Gruppe benutzt.
Es kann die gleiche Verbindungsleitung als abgehende und ankommende Leitung dienen.
Bei Verbindungen von Gruppe zu Gruppe liegt die abgehende Verbindungsleitung in
der Gruppe des Anrufers und die ankommende Verbindungsleitung in der Gruppe der
gewünschten Stelle. Da nun gemäß der Erfindung zwischen je zwei Verbindungsleitungen
der beiden Gruppen unmittelbare Kupplungsstellen angeordnet sind, die beim Anreiz
von beiden Gruppen her selbsttätig durchschalten, ist zur Schließung dieser Kupplungsstelle
keinerlei Wahlvorgang erforderlich. Die Nummern der älteren Gruppe (io bis 59) müssen
also nicht eine neue Stelle, etwa » i «, vorgesetzt erhalten, damit die Stellen
6o bis 99 in diese Gruppe hineinrufen können.
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Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung ergibt sich
bei Verwendung eines Kreislaufsystems. Zunächst wird eine Verbindungsleitung der
eigenen Gruppe belegt und an diese ein Nummernempfänger angeschaltet. Wenn die Verbindung
in die eigene Gruppe geht, so wird die gewünschte Stelle mit der bereits belegten
Verbindungsleitung verbunden und der Nummernempfänger abgeschaltet. Wenn die Verbindung
zu einer anderen Gruppe geht, so wird die gewünschte Stelle angereizt, eine Verbindungsleitung
ihrer Gruppe zu belegen, worauf die beiden Verbindungsleitungen unmittelbar gekuppelt
werden. Die Abb. i -zeigt den Grundgedanken der Erfindung. N I und
N II sind zwei Gruppen anschlußsuchender Leitungen, denen die Verbindungsleitungen
1,:2, 3, d, 5 für Gruppe N T -und 6, 7, 8, 9, io für Gruppe N II zugeordnet sind.
Der innere Verkehr zwischen den Leitungen derselben Gruppe spielt sich in bekannter
Weise wie folgt ab: Ein z. B. auf der Leitung 22 eintreffender Anruf belege die
Verbindungsleitung 3, diese wird mit einem freien Nummernempfänger L N7 i
verbunden, über welchen die gewünschte Leitung 43 aufgesucht und geprüft . wird.
Ist diese frei, so wird die Leitung 43 ebenfalls mit der Verbindungsleitung 3 verbunden,
und der Nummernempfänger Lh' wird sogleich wieder freigegeben. Eine Verbindung von
einer zur anderen Gruppe wird gemäß der Erfindung folgendermaßen hergestellt: Ein
auf der Leitung 22 eintreffender Anruf belege in bekannter Weise über Wähler oder
Relais die Verbindungsleitung 3. Diese wird mit einem Nummernempfänger, z. B. LW
i, verbunden, über welchen die gewünschte Leitung N r. 78 aufgesucht und geprüft
wird. Ist diese Leitung frei, so wird die Leitung 78 z. B. mit der Verbindungsleitung
6 verbunden. Die beiden Verbindungsleitungen 3 und 6 werden nun mit einander gekuppelt,
indem entweder ein Wähler nach Art der Vorwähler oder Anrufsucher die beiden Leitungen
kuppelt oder ein Relais KR % an der Kreuzungsstelle der sich überschneidenden Verbindungsleitungen
erregt wird. Nach dieser Kupplung wird der Leitungswähler LW sofort wieder
frei.
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Der innere Verkehr von Gruppe N I (X II) soll die Verbindungsleitungen
von Gruppe N II (N I) nicht beim Aufsuchen des gewünschten Teilnehmers benutzen,
daher Ersparnis an Verbindungsleitungen.
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Jeder der anschlußsuchenden Leitungen einer Gruppe stehen nur fünf
Kupplungspunkte zur Verfügung. Trotzdem können von der Gesamtheit aller in beiden
Gruppen N I und N II untergebrachten Teilnehmeranschlüsse zehn Gespräche gleichzeitig
geführt werden, wenn sich alle Gespräche innerhalb der Gruppen abwickeln. Es können
auch in jeder Gruppe drei innere und ferner zwei Durchgangsverbindungen von Gruppe
zu Gruppe, also zusammen gleichzeitig acht Verbindungen bestehen, trotzdem jeder
Gruppe nur fünf Verbindungsleitungen zur Verfügung stehen.
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Außer der Ersparnis von Kupplungspunkten hat die Anordnung noch den
Vorteil eines billigen Ausbaues der Anlage. Man beginnt z. B. den Aufbau der Anlage,
entsprechend einer festgestellten Teilnehmerzahl, mit Gruppe N I; ist dann die Aufnahmefähigkeit
dieser
Gruppe überschritten, so beginnt man mit der Aufstellung der Gruppe V II, die zunächst
nicht die gleiche Anzahl Verbindungsleitungen zu besitzen braucht wie die Gruppe
N I. Die Zahl der Kupplungseinrichtungen zwischen den Verbindungsleitungen beider
Gruppen kann daher auch kleiner bemessen sein.
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Erweiterungen der gesamten Anlage können auf verschiedene Weise vorgenommen
«-erden. Zu jeder Gruppe N I und %' II können neue Anschlüsse angefügt «-erden,
es ist dann aber, falls die gleiche Verkehrshäufigkeit gewünscht wird, die Zahl
der Verbindungsleitungen zu erweitern, was bei Relaissystemen ohne weiteres möglich
ist. Falls eine Erweiterung der Gruppen über eine vorbestimmte Zahl von Anschlüssen
nicht erwünscht ist, errichtet man eine dritte Gruppe N III und fügt in die Verbindungsleitungen
zwischen den Gruppen X I nach N III und 1 1I nach N III besondere Kupplungseinrichtungen
ein (Abb. 2) .
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Das nachstehend angeführte Ausführungsbeispiel zeigt ein Relaissystem:
jedoch ist es ohne weiteres möglich, an Stelle der Relaisanordnungen die in Fernsprechanlagen
mit Wählerbetrieb üblichen Wähler anzuwenden, ohne von der Erfindung abzuweichen.
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Abb. 2 zeigt die tun eine Gruppe A" III erweiterte Anlage der Abb.
i.
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Abb. 3, q. und 5 stellen ein Ausführungsbeispiel des Stromlaufes der
Anlage unter Abb. i dar.
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Die Anschlüsse N r. 21 und 22 gehören zu einer Gruppe N I, während
die Anschlüsse Nr. 78 und 79 einer anderen Gruppe N II zugeteilt sind (Abb. 3 und
d.). Für die Gruppe N I sind zwei Verbindungsleitungen 1, 2, 3, d. und 5, 6, 7,
8 und für die Gruppe 1V II sind auch zwei Verbindungsleitungen 9, io, i i, 12 und
13, 1d., 15, 16 eingezeichnet. An den Kreuzungsstellen der Teilnehmer- und Verbindungsleitungen
sind Kupplungsrelais KH angeordnet. Für die Nummerneinstellung sind zwei Nummernempfänger
(Wähler) LLI' (Abb. 5) vorgesehen. Die Zuführungsleitungen 2d., 25,:26, 27 von dem
einen und 2d.' .25', 26', 27' von dein anderen Nummernempfänger sind über alle Verbindungsleitungen
(i, 2 ..., 15, 16) geführt. Zwischen jeder dieser Verbindungsleitungen und Zuführungsleitungen
werden Wählerverbindungsrelais 11"b' eingefügt.
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Der Stromlauf ist ein Kreislaufsystem. Zur Erläuterung des Stromlaufes
sei angenommen: I. Teilnehmer Nr.21 soll Nr.22 anrufen, Verkehr innerhalb der Gruppe
I.
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II. Teilnehmer Nr. 21 soll Nr.78 anrufen, Verkehr voll Gruppe
1 zu Gruppe IL I. Die Verbindung mit einer freien Verbindungsleitung (eine
weitere Anschlußvermittlung liege noch nicht vor). Der Teilnehmer Nr.21 hebt den
Hörer ab und erregt dadurch sein Linienrelais L i auf folgendem Wege: i. Erde, Drosselspule
Dr, Ruhekontakt r 14, Hörerumschaltekontakt, Teilnehmerapparat, Doppelarbeitskontakt
t i i, Linienrelais L i, Ruhekontal.:t y-12, Leitung 2i («-eiter Abb.
5), Ruhekontakte iä .I und 114, Batterie. Das Linienrelais L i schließt seine
Arbeitskontakte 111, 112 usw. (soviel wie `'erbindungsleitungen für
die Gruppe N I vorgesehen sind), und es kommt über 1 11 folgender Stromkreis zustande
2. Erde, Arbeitskontakt 111, Relais hll i, Wicklung I, Leitung 2, Ruhekontakt
v i i, Leitung 17, Ruhekontakt st i, Batterrie. Das Kupplungsrelais 1i
H i spricht an und schließt seine Arbeitskontakte kh i i, kla 12.
Über die Kontakte kh 12 wird die Teilnehmerleitung Nr. 21 an die Verbindungsleitung
3, .I gekuppelt, wodurch das Speiserelais A i anspricht über: 3. Batterie, Relais
.Q i, Leitung 3, Arbeitskontakt kli 12, Teilnehmerleitung und -apparat, Ruhekontakt
1- 1I, Drosselspule Dy, Erde. Das Relais .l i erregt das Verzögerungsrelais L' i
über: .I. Erde, Arbeitskontakt a i i, Relais k' i, Batterie. Dieses öffnet seinen
Ruhekontakt 7, 11 und schließt die Arbeitskontakte 7, 12, V 13, v 1I, v 15, v 16.
Das Öffnen von Kontakt v i i sperrt die Verbindungsleitung, um zu verhindern, daß
während der Herstellungszeit der laufenden Verbindung z. B. der Teilnehmer N r.
22 auf die gleiche Leitung geschaltet wird. Benn Abheben seines Hörers vom Hakenumschalter
würde das Linienrelais I_ 2 ansprechen und seinen Kontakt 121 schließen;
das Kupplungsrelais KH 3 Wicklung I kann aber nicht ansprechen, weil, wie
gesagt, der Kontakt v i i geöffnet wurde.
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z, 12 schließt den Haltekreis für das Kupplungsrelais KH i über: 5.
Erde, Arbeitskontakt v 12, Ruhekontakt g 13 und abs i i, Leitung i, Arbeitskontakt
klr i 1, Relais KH i Wicklung II, Trennrelais
T i, Batterie. Das Trennrelais
T i spricht an und trennt beim Doppelarbeitskontakt t 11 (las Linienrelais
L 1 ab, dessen Kontakte 1 11, 112 sich öffnen. Gleichzeitig wird der ArbeitsschlepplcOntakt
t 12 und
t 13 betätigt, woselbst die Teilnehmerleitung Nr.21 gegen
ankommende Anrufe gesperrt wird (siehe »Gewünschte Leitung besetzt«). Die anderen
Kontakte von Relais V 1 haben folgende Funktionen: Kontakt v 1.1. bereitet den Num-
| mernstromkreis vor. Kontakt z, 15 bereitet |
| die Abschaltung der Dienstwahl vor. Kon- |
| takt v 16 verlängert die Leitung 17, wodurch |
| die Verbindungsleitung 5, 6, ; , 8 wählbar |
| (über v 21) wird. Kontakt z, 13 schaltet die |
| Dienstwahl ein. |
| Die Dienstwahl. |
| Da angenommen wurde, daß zur Zeit noch |
| keine andere Verbindung besteht, sind auch |
| beide Nummernempfänger LIT' frei, Kontakt |
| z' 13 schließt also den Stromkreis über |
| 6. Erde, Arbeitskontakt v 13, Ruhekontakte |
| g 12 und a1>s 12, Relais D_ TI' i, Batterie; das |
| Relais DIT' i wird erregt und betätigt seine |
| Kontakte dw ri und du, z2. Der Doppelarbeits- |
| kontakt dw ii schließt den Prüfkreis über: |
| Erde, Ruhekontakt wv 24., Kontakt |
| dz" i i, Relais II7V i Wicklung 1, Leitung 25 |
| (weiter Abb. 5), Schleppkontakt z<<p 3, Relais |
| ITT, Batterie; und parallel dazu: |
| B. Erde, Ruhekontakt 70V24, Kontakt |
| (17a 11, Ruhekontakt wv i i, Relais
Wh 2 |
| Wicklung I, Leitung 25' zum zweiten Num- |
| niernempfänger 1_I3", dort ebenfalls über ein |
| Relais ITT zur Batterie; Relais TUT' i und |
| II-P sprechen an, Relais TI'V i öffnet sofort |
| den Ruhekontakt wv i i, so daß die Relais |
| ji'Z' 2 und 11,'P' sofort wieder abfallen, d. h. |
| der zweite Nummernempfänger L ff' wird |
| nicht belegt. Das Relais I37 i schließt für |
| sich selbst einen Haltekreis über: |
| 9. Erde, Arbeitskontakte Au 12 und wv i2, |
| Relais ITT i WicklungII, Leitung 26 (weiter |
| Abb. 5), Arbeitskontakt 7C 3 (wodurch der |
| Schleppkontakt zcrP 4 geöffnet wird), Relais |
| li'P, Batterie. Das Abschalten der Leitung |
| 25 sperrt den \uiiiinerneinpfänger 1_y3' gegen |
| weitere Belegungen. Der Arbeitskontakt |
| zeV 13 schließt den Stromkreis zum Num- |
| mernempfänger LII': |
| io. Erde, Arbeitskontakt v 14, Ruhekon- |
| takt a 12, Arbeitskontakt zuz, 13, Leitung 27 |
| usw. (Abb. 5), siehe Wahl. Der Arbeitskon- |
| takt wv 15 bereitet die Abschaltung der |
| Dienstwahl vor, indem (las Relais S i Wick- |
| lung 1 an die Leitung 2.1 angelegt wird. |
| Wäre der erste Nummernempfänger be- |
| setzt gewesen, so hätte Relais II'V i nicht an- |
| sprechen können. In (fiesem Falle bliebe Re- |
| lais II'y' 2 erregt und hätte unter anderem |
| auch den Ruhekontakt 70V24. geöffnet und da- |
| durch verhindert, daß das Relais ITL' i an- |
| spricht, wenn etwa während der Belegung des |
| zweiten Nummernempfängers Lit' der erste |
| LW freigegeben wird, also dessen Zufüh- |
| rungsleitung 25 Spannung erhält. |
| Die Zehnerwahl »zwei«. |
| Iin -Nummernempfänger LIT' legt der Ar- |
| beitskontakt u,p i Erde an die Halteleitung |
3 i, und der Arbeitskontakt vrp 2 verbindet das verzögerte Umsteuerrelais O mit
der Stroinstoßleitung 27. Es erfolgt nun der erste Zehnerstromstoß; Relais A i fällt
ab: i i. Erde, Arbeitskontakt v 1d, Ruhekontakt a
12, Arbeitskontakt zz1z,
1
3, Leitung 27, Arbeitskontakt ze,p 2, Relais O, Batterie; Relais O wird
erregt. Parallel zum Stromkreis unter i i fließt ein zweiter über: 12. Leitung 27,
Schleppkontakt f i, Ruhekontakt g 3, Leitung 33, Kontaktkette z I-2, z I1-2, z 111-2,
-- IV-2, -- V-2, Leitung 32, Ruhekontakt g i, Relais F, Batterie; Relais F spricht
an und öffnet bei Kontakt f I den Stromkreis unter Pos. 12; bei Kontakt f 2 wird
geschlossen:
13. Leitung
27, Arbeitskontakt
f 2, Ruhekontakt
g 6, Schleppkontakt z I-i, Relais Z 1, Batterie; Relais Z I spricht an und hält
sich über: 14. Batterie, Relais Z I, Arbeitskontakt Schleppkontakt z II-4, Hilfsrelais
ZH, Leitung 3 i, Arbeitskontakt wp i, Erde; Relais ZH spricht an und schließt seinen
Ar-1)eitskontakt wlz i, aber zunächst ohne Wirkung. Relais Z I bereitet beim Arbeitskontakt--I-3
den Erregerkreis für das Relais Z
11 vor.
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Pause zwischen dein ersten Lind zweiten Stromstoß.
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Relais A i wird wieder erregt und öffnet den Ruhekontakt a i2, welcher
die Halteerle für Relais F abschaltet und dieses aberregt; der Arbeitsschleppkontakt
f i fällt zurück und legt die Leitung 27 wieder an Leitung 33, gleichzeitig öffnet
sich Arbeitskontakt f 2. Das Relais _0 hält sich während der Pause infolge seiner
starken Verzögerung.
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Zweiter Zehnerstromstoß: Relais <1 i zieht wieder an: 15.
Erde, Kontakte v 14, a 12, wv 13, Leitung 27, Kontakte f i, g3, Leitung
33, Arbeitskontakt w 1-3, Zehnerrelais Z II, Batterie. Das Relais F spricht jetzt
nicht an, da sein Erregerkreis bei Kontakt z I-2 unterbrochen ist. . Dagegen spricht
Relais Z 11 an, öffnet mit seineirr Schleppkontakt z I1-4 den Haltestromkreis
für Relais Z I, das aber nicht stromlos wird, da es über: 16. Batterie, Relais Z
I, Arbeitskontakte z 1-i und z II--., Leitungen 30 und 27, Kontakte wv
13, a 12, v 1d Erde erhält.
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Das Relais Z II wird über: 17. Batterie, Relais Z II, Arbeitskontakt
II-I, Schleppkontakt --111-4, Relais Z11, Leitung 3 i, Arbeitskontakt wp i, Erde
gehalten.
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Zweite P a u s e : Relais 11 i ist wieder abgefallen und hat durch
Öffnen des Kontaktes
a 12 den Stromkreis für Relais Z I unterbrochen,
«-elches stromlos wird.
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L" m s t e u e r u n g : Die Pause und die Zeit nach dein zweiten
Zehnerstromstoß ist die Dekadenpause: diese dauert so lange, daß das Relais Q nach
seiner Verzögerungszeit den Anker freigibt. Die Schließung des Ruhekontaktes q i
hat keine Wirkung, der Ruhekontakt q 2 jedoch schließt folgenden Stromkreis: 18.
Batterie, Relais G, Arbeitskontakt zli i,
Kontakt q 2, Leitung 31,
Arbeitskontakt wp i,
Erde; Relais G spricht an und hält sich über Arbeitskontakt
g 5. Bei den Kontakten g 2, g d. und g 7 werden die Stromstoß- und Halteleitungen
auf die Einerrelais umgelegt.
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DieEinerwahl. Erster Stromstoß: i g. Erde, Kontakte v 14, a i 2 und
wv 13, Leitung 27, Arbeitskontakt wp 2, Relais 0, Batterie; Relais Q wird
wieder erregt und gleichzeitig auch Relais F, letzteres über: 2o. Leitung 27, Schleppkontakt
f i, Arbeitskontakt g .4, Leitung 35, Kontaktkette e I-2, e I1-2,
e 11I-2, e 1V-2, c V-2, Leitung 3d., Arbeitskontakt g 2, Relais F, Batterie:
,las Relais F betätigt seine Kontakte f I und f 2; der zweite schließt folgenden
Stromkreis 21. Leitung 2; , Kontakte f 2 und g7, Leitung 36, Schleppkontakt
e I-i, Einerrelais E 1, Batterie. Relais E I hält sich über: 22. Arbeitskontakt
e 1-i, Schleppkontakt e I1-4, Einerhilfsrelais FH, Leitung 31, Kontakt -zvp
i, Erde. Es bereitet bei e I-3 den Erregerkreis für Relais E II vor, während
Relais EH erregt wird.
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Erste P a u s e : Das Relais F fällt wieder ab, aber das Relais Q
bleibt wegen seiner Verzögerung -in Arbeitsstellung.
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Zweiter Einerstromstoß 23. Erde, Kontakte v 1I, a. 12 und n'-.' 13,
Leitung 27, Schleppkontakt f i, Arbeitskontakt g 4., Leitung 35, Arbeitskontakt
e l-3, Schleppkontakt e II-i, Relais E II, Batterie. Relais F 1I spricht an, und
es bleibt erregt über: 2-.. Batterie, Relais E Il, Arbeitskontakt e II-i, Schleppkontakt
e III-.I, Relais EH,
Leitung 31, Kontakt zc@p i, Erde. Durch Betätigung des
Arbeitsschleppkontaktes e 1I-4 wird der Haltestromkreis für das Relais E I, (las
sich aber über Leitung 27 während der Dauer des zweiten Stromstoßes noch hält, geöffnet.
Die zweite Pause ist die Dekadenpause, während der zunächst das Relais E I und dann
nach der Verzögerungszeit auch das Relais 0 in Ruhe zurückfallen.
Prüfung. Die gewünschte Teilnehmerleitung N r. 22 sei frei, und der zweite Nummernempfänger
befindet sich nicht im Zustande des Prüfens. Der Kontakt n" Wähler 2 (N uminernempfänger)
ist daher geschlossen. Erregt sind die Relais Z II, E II, ZH und
EH. Das Anreizrelais N wird über folgenden Stromkreis betätigt: 2,4a. Erde,
Relais N, Ruhekontakt q i, Arbeitskontakt eh i, Ruhekontakt n" Wähler
2 (Nummernempfänger), Batterie. Relais 11' schließt den Kontakt n i und öffnet den
Kontakt rt 2, letzterer schaltet die Batterie vom Anreizkreis des Wählers
2 ab, so daß gleichzeitig immer nur eine Teilnehmerleitung geprüft «-erden kann.
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Füilferanreiz. Für je fünf Teilnehmerleitungen ist ein Relais Part
(Abb.3 zeigt Pan. 2125 und Abb. 2 Patt 76i70) vorgesehen. Relais Pan.
2I'25 wird erregt über: 25. Erde, Relais Part 2I125, Leitung pari 21f25,
Ruhekontakt ed4!,8, Arbeitskontakt -11, Kontaktkette z III, z IV,
--V, zd 2, Arbeitskontakt n i, Ruhekontakt n", Batterie. Relais
Part 21/25 schließt seine Kontakte pau z1;25, wodurch die Eineranreizleitungen
eil, ei, usw. durchgeschaltet «-erden. Über die der Einheit »zwei« entsprechende
Leitung ei_ kommt folgender Stromkreis zustande: 26. Batterie, Relais R2, Schleppkontakt
t23, Arbeitskontakt patt. 2D25, Leitung ei., Arbeitskontakt e II, Kontaktkette
e III, e IV, e V, cd 2, Arbeitskontakt n 3, Erde. Relais R
2 spricht an und erregt über die Arbeitskontakte r 2i und 7-23 das
Linienrelais I_ 2
der geprüften Teilnehmerleitung Nr. 22. Relais I_ 2 schließt
alle ihm zugeordneten Kontakte 1 2,1, 1 22 usw. Die weiteren
Vorgänge müssen vorn Nummernempfänger Lli' rückrts über die Zuführungsleitungen
verfolgt werden.
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Kontakt ti. i schließt den Stromkreis: 27. Batterie, Ruhekontakt
n", Arbeitskontakt ti i, Leitung 24, Arbeitskontakt wv i 5, Relais S i Wicklung
I, Erde. Relais S i wird erregt und schließt über Kontakt s 12 den Stromkreis 28.
Erde. Arbeitskontakts 12, Leitung i 8, Relais Sp i, Batterie. Relais Sp i
ist für die Teilnehmer der Gruppe N I gemeinsam vorgesehen, es öffnet den Ruhekontakt
sp i, so daß die Freiprüfleitung 17 spannungslos wird. Während der Durchschaltung
einer Verbindung «-erden somit alle anderen Prüfvorgänge behindert (auch solche
aus der Gruppe N II).
Da Anschlußleitung Nr.22 auf die Verbindungsleitung
1, 2, 3, .4 geschaltet «erden muß, wird über den Arbeitskontakt s i i folgender
Stromkreis geschlossen: 29. Batterie, Relais Abs i Wicklung I, Arbeitskontakte s
1i und v 15, Leitung 2, Kupplungsrelais KH 3 Wicklung I, Kontakt
l 2i, Erde. Das Relais KH 3 betätigt seine Kontakte und legt die Teilnehmerleitung
Nr.22 an Leitung 3 und ,4 sich selbst haltend über: 3o. Batterie, Trennrelais
T 2, Relais KH 3,
Wicklung 1I, Arbeitskontaktkh 31, Leitung i, Relais
Abs i Wicklung 1I, Kontakt v 12, Erde. Relais T 2 spricht an, öffnet den Doppelarbeitskontakt
t 2i, so daß das Linienrelais L a stromlos wird und abfällt, ferner öffnet
Schleppkontakt t 23 den Anreizkreis, während der Arbeitskontakt t 22 den Weckerstromkreis
über: 31. Batterie, Relais R 2, Kontakte t 22 und r 25, Teilnehmerleitung, Hörerumschaltehaken,
Gleichstromkurzschlußwecker, Erde schließt.
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Abschaltung derDienstwahlstufe. Durch Stromloswerden des Relais Abs
i schließt sein Ruhekontakt abs 12 den Stromkreis für das Relais
DTV i; da DW i seine Kontakte verzögert betätigt, können alle oben geschilderten
Vorgänge mit Sicherheit eingetreten sein, bevor es den Haltekreis für Relais WV
i bei Kontakt dw 12 unterbricht. Die üffnung des Kontaktes dw 12 läßt das
Wählerverbindungsrelais Tl-'V i und das Re-lais WP im Nummernempfänger
Llfl abfallen. Im Nummernempfänger Lf,' wird Kontakt wp i geöffnet, über welchen
sich alle Relais hielten, so daß jetzt der Nummernempfänger LW in die Empfangslage
zurückgeht. Durch öffnen des Kontaktes s i i wird diese Verbindungsleitung wieder
gesperrt, und die anderen Verbindungsleitungen werden durch Aberregung von Relais
SP i und der hiermit erfolgenden Schließung des Kontaktes sp i «-leder wählbar gemacht.
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Der angerufeneTeilnehmer Nr. 22 meldet sich.
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Während des Läutens des Weckers bei N r. 22 erhält der anrufende Teilnehmer
Nr.2i ein Freizeichen, indem die Stromänderungen durch den Wecker über den Kondensator
und die Verbindungsader ,4 usw. beim Anrufenden hörbar sind. Wenn der Teilnehmer
Nr.22 den Hörer vom Umschaltehaken abhebt, wird dein Relais R 2 die Halteerde, die
es über den Wecker erhielt, entzogen. Die Teilnehmerleitung wird nunmehr an die
Leitung 3 angeschlossen, «-elche gleichfalls über Relais _1 i an Batterie liegt.
Das Relais R:2 ist nun aberregt und schließt seinen Kontakt r 2.1., worüber die
Sprechstelle Nr. 22 Speisestrom erhält.
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Der Angerufene ist besetzt. Wenn die gewünschte Leitung besetzt ist,
so ist auch deren Trennrelais T erregt, so daß der Anreiz für das Relais R 2 nicht
gegeben werden kann. Die Einschaltung des Läutestromes unterbleibt, weshalb auch
das Freizeichen fehlt. Das ist das Besetztzeichen für den rufenden Teilnehmer.
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Auslösung Wenn beide Teilnehmer die Hörer angehängt haben, wird das
Speiserelais A i stromlos und somit auch das Relais V i; dieses öffnet den Haltekreis
über: 32. Erde, Kontakt v 12, RelaisAbs i Wicklung II, Leitung i, Kontakte k1 i
i und kh 31, Kupplungsrelais KH i und KH 3 Wicklungen 1I, Relais
T i und T 2, Batterie; alle Teile gehen in die Ruhelage zurück.
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Teilnehmer Nr.2i soll Nr.78 anrufen. (Gleiche Bedingungen wie unter
I.) Beim Anruf spielen sich dieselben Vorgänge bis zur Belegung des Nummernempfängers
L_lh ab, wie vorstehend beschrieben.
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Die Zehnerwahl »sieben«.
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Die ersten sechs Stromstöße erregen in der vorstehend beschriebenen
Weise die Zehnerrelais Z I bis ZD. Relais ZD bindet sich endgültig über: 33. Batterie,
Relais ZD, Arbeitskontakt -d i, Relais ZII, Leitung 31, Kontakt wp i, Erde.
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Für den siebenten Stromstoß ist die Kontaktkette ä 3, -- I-2,
x I1-2, z 11I-2, w IV-2, Z V-2, Leitung 32, Kontakt ä i, Relais F,
Batterie wieder geschlossen, so daß der siebente Stromstoß genau wie der erste wirkt,
d. h. der siebente Stromstoß erregt Relais Z< I wieder. Hiernach bleiben also
durch die Zehnerwahl »sieben« die Relais Z_ I und ZD erregt.
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Die Einerwahl »acht«.
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Der sechste Stromstoß erregt das Relais ED, welches sich endgültig
über: 34. Batterie, Relais ED, Arbeitskontakte cd i, Relais EH, Leitung 31,
Kontakt wp i, Erde bindet.
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Der siebente Stromstoß erregt mit Hilfe von Relais F das Relais E
I und der achte Stromstoß das Relais E II, so daß durch die Einerwahl »acht« die
Relais ED und E II erregt bleiben.
Der Anreiz- verläuft daher über:
35. Batterie, Kontakte ri' und n. i, Leitung 2q., Arbeitskontakt zd 3, Kontaktkette
z IV, z III, z II, Arbeitskontakte z I und ed 12, Relais Part.
76/7o (Abt. 4), Erde.
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Das Relais Pax ; 6j 7 o schließt seine Kontakte Pari 76/7o, und der
Eineranreiz verläuft über: 36. Erde, Arbeitskontakte 11 3 und ed
3,
Ruhekontakte e IV und e III, Arbeitskontakte e II, Einerleitung
ei. 8, Kontakt pax 76/70, Relais R 6, Batterie.
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Relais R 6 betätigt seine Kontakte r 61 und
r 63, über welche das Linienrelais L 6 erregt wird und seine Kontakte
L 6i; 16:2 usw. betätigt.
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Es sei angenommen, daß die Verbindungsleitung g, io, 11, 12 frei ist.
Ferner, daß in der Anreizzeit, wie vorstehend geschildert, über Leitung 2..1, Kontakt
z:,v i 5 das Relais S i erregt ist, also die L eitung i7 stromlos ist, daß aber
das Relais Sp 5 der Gruppe N 1I nicht erregt, also die Leitung i 9 an Batterie
liegt.
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Die Teilnehmerleitung N r. 78 belegt daher die Verbindungsleitung
g, io, i r, 12 durch Erregung des Kupplungsrelais KH 5 über: 37. Erde, Arbeitskontakt
161, Relais KH 5
Wicklung I, Leitung io, Ruhekontakt v 51, Leitung
i9, Ruhekontakt sp 5, Batterie.
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Nun wird ein Stromkreis geschlossen über: 38. Batterie, Trennrelais
T 6, Relais LH 5 Wicklung II, Kontakt kh. 51, Relais G 5, Kontakt g 5q., Leitung
23, Arbeitskontakts 13, Kreuzungsrelais KR r Wicklung I, Leitung 33, Ruhekontakt
g i.1, Relais G i Leitung i, Ruhekontakte abs i i und g 13, Arbeitskontakt
v 12, Erde. Die Relais T 6, G 5, KR i und G i sprechen an. G 5 schließt
einen Kreis: 39. Erde, Ruhekontakte abs 53, Arbeitskontakt g 51, Relais L'
5, Batterie; Relais I' 5 spricht an.
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Die Öffnung des Kontaktes g 52 verhindert die Einschaltung des Dienstwahlrelais
DW 5, die des Kontaktes g 53 schaltet das Relais Abs 5 Wicklung II
ein, das im folgenden Stromkreise anspricht: .I0. Erde, Arbeitskontakt v 52, Relais
Abs 5 Wicklung II, Leitung 9, Arbeitskontakt kh 51, Relais KFI
5 Wicklung II, Relais T 6, Batterie.
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Das Relais G 5 schaltet sich am Wechselkontakt g 55 auf Kontakt v
57, Erde um und öffnet somit die an der Erregerleitung 23 angeschlossenen Kreuzungsrelais
KR. Die Erregung des Relais G i hat zur Folge: Der Kontakt J i i schließt parallel
zu Kontakt a i i noch einmal Erde an das Relais h i, zunächst ohne Wirkung. Kontakt
ä 12 öffnet den Dienstwahlkreis des Relais DTP" i, so daß dieses nach einiger Zeit,
wie bereits beschrieben, den belegten Nummernempfänger Llf,' freigibt. Bei Kontakt
g 1ß wird das Abschalterelais Abs i Wicklung II eingeschaltet, das iin folgenden
Stromkreis anspricht: .11. Erde, Kontakt v 12, Relais Abs i Wicklung II, Leitung
i, Kontakt kli i i, Relais KH i Wicklung II, Relais T i, Batterie. Der Ruhekontakt
ä 1d. schaltet die Erregerleitung 33 bei Relais G i ab, so daß die mit dieser Leitung
verbundenen Kreuzungsrelais hR nicht mehr ansprechen können. Über den Arbeitskontakt
g 15 wird Relais G i in nachstehenden Haltekreis eingeschaltet.
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.I2. Erde, Arbeitskontakte V 17 und g 15, Relais G i, Leitung i. Kontakt
klt i i, Relais hH r Wicklung 1I, Relais T 1, Batterie. Dieser Haltestrom
fließt in entgegengesetzter Richtung als der unter 38 beschriebene Erregerstrom
für das Relais G i; dieses wird also einen Augenblick stromlos, darf aber seinen
Anker nicht abfallen lassen.
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Das Abfallen eines Relaisankers bei Stromrichtungsänderung kann in
bekannter Weise durch Beschwerung des Ankers oder sonstige mechanische Verzögerungen
verhindert werden.
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Die Auftrennung der Leitungen 23 und 33 machen die Wicklung l des
Kreuzungsrelais KR i stromlos, jedoch fällt dieses nicht ab, cla es über nachstehenden
Stromkreis gehalten wird: 43. Batterie, Relais KR i Wicklung II, Arbeitskontakt
kr- 13, Leitung 28, Kontakt v 17, Erde.
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Auf der Seite des gewünschten Teilnehmer: ist ferner das Relais .15
wie folgt erregt worden: 44. Batterie, Relais rZ 5, Leitung i i, Kontakt kr
12, Leitung 3, Kontakt 1,11, 12, Teilnehmerleitung und -apparat Nr.21,
Ruhekontakt r 1d., Drosselspule Dr, Erde. Das Relais .=I 5 hält die Erregung des
Relais I' S über den Arbeitskontakt d 51 aufrecht, nachdem der Erregerkreis über
die Kontakte abs 53 und g 51 durch Öffnung des Kontaktes abs 53 unterbrochen wurde.
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Der gewünschte Teilnehmer antwortet nicht. Angenommen, der gewünschte
Teilnehmer N r. 78 antwortet nicht, dann hängt der rufende Teilnehmer 1r.2i nach
einiger Zeit den Hörer an den Umschaltehaken. Dabei wird das Relais A i stromlos,
öffnet den Kontakt a i i, weshalb auch Relais I' i nach der Verzögerungszeit in
Ruhe zurückfällt, da auch sein zweiter Haltestromkreis bei Kontakt abs z ß unterbrochen
ist. Durch Aberregung des Relais Z' i gehen alle Teile auf der anrufenden Seite
in die Ruhelage 'suück. Auf der angerufenen Seite wird Relais - 1 5
stromlos,
weil es sich über den Hörerunischaltehaken der Stelle N r. 21 gebunden hatte. Relais
A 5 öffnet den Kontakt (x 5 r, ,o daß auch Relais y' 5 aberregt wird, dieses
schaltet durch die Kontal:tc Z' 52 und V57 die beiden Halteerden ab, womit
alle noch erregten Relais T 6, 1i11 5, Ahs 5 und I? ti abfallen. Auch
das Läuten in der Stelle \r. 78 hört auf, (la der Kontakt t62 unterbrochen wird.
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Der gewünschte Teilnehmer antwortet. Falls aber der angerufene Teilnehmer
r. 7 8 antwortet, so wird über seinen Hörerumschaltehaken (las Relais R 6 parallel
zu Relais A 6 geschaltet, es kann sich aber nicht halten, da durch Betätigung des
Hakenumschalter: die Erde für Relais R 6 verschwindet, das Relais R 6 fällt also
ab und schaltet bei Kontakt r 6..1. die Sprechader über die Drosselspule an die
Leitung `r. 78.
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Der gewünschte Teilnehmer ist besetzt.
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Wenn die Teilnehmerstelle N r. 7 8 beim Anruf von Stelle Nr.2i aus
besetzt ist, so ist auch ihr Relais T 6 erregt, und es unterbleibt, wie bereits
beschrieben, die Einschaltung des Läutestromes als Freizeichen für Teilnehmer \r.
21. Die Durchschaltung über die Kreuzungsrelais unterbleibt. Es ist noch zu erwähnen,
(laß die Kreuzungsrelais HR Anker mit verzögertem Abfall besitzen müssen. Vorausgesetzt,
der Teilnehmer Nr. 78 ruft den Teilnehmer 21 an, so ist während der Anreizzeit (las
Relais S 5 erregt, al,o sind die mit der Leitung 23 verbundenen Kontakte s 53 geschlossen.
Der Kupplungskreis verläuft dann folgendermaßen: :15. Batterie, Relais
T i und Kll i Wicklung 1I, Leitung i, Relais G i, Kontakt g i.I, Leitung
33, Relais KR i Wicklung I, Arbeitskontakt s 53, Leitung 23, Kontakt g 5-l, Relais
G 5, Leitung 9, Ruhekontakte ah.s 5 i und 53, Kontakt -,.'52, Erde. Die Stromrichtung
in Relais KR i Wicklung I ist also umgekehrt gegenüber der bei der Verbindung von
Teilnehmer N r. 2i nach N r. ; B. Der Haltestrom in der Wicklung II des Relais K
R i nach Kontakt V 17 hat aber die alte Richtung beibehalten, die beiden Erregungen
wirken einander entgegen. Wie vorstehend beschrieben, wird aber der Erregerkreis
in Relais KR i Wickhtng I an den Kontakten g j.4. und g 14 alsbald unterbrochen.
Die Wicklung II des Relais KR i wird nun wirksam, und der Anker, der mechanisch
gegen Abfall verzögert ist, bleibt angezogen.