DE448673C - - Google Patents
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- DE448673C DE448673C DENDAT448673D DE448673DA DE448673C DE 448673 C DE448673 C DE 448673C DE NDAT448673 D DENDAT448673 D DE NDAT448673D DE 448673D A DE448673D A DE 448673DA DE 448673 C DE448673 C DE 448673C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H63/00—Details of electrically-operated selector switches
- H01H63/16—Driving arrangements for multi-position wipers
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- H01H63/28—Driving arrangements for multi-position wipers with continuous motion of wiper until a selected position is reached with an individual motor for each selector switch
- H01H63/30—Pneumatic motor for moving wiper to selected position
Landscapes
- Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. AUGUST 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a3 GRUPPE
C J2igg VIIIJ2iaz
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 4. August ig2j.
Henry Spottswood Conrad in Kansas City, V. St. A.
Schaltvorrichtung für Selbstanschlußfernsprechanlagen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1922 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Apparat für. Fernsprechanlagen zur selbsttätigen
Herstellung einer Verbindung durch in bestimmter Reihenfolge arbeitende Schalter.
Insbesondere ist die Einrichtung für Selbstanschilußanlagen bestimmt. Der Hauptzweck
der Erfindung besteht darin, die Schaltapparate durch ein Druckmittel, wie Preßluft, anzutreiben, die bei den Anlagen die
Stelle der bisher üblichen elektromagnetischen Relais oder anderen elektrischen Einrichtungen
einnehmen, zu dem Zwecke, dadurch
große Vereinfachungen in der Anlage zu schaffen und erhebliche Ersparnisse zu machen.
Erfmdungsgemäß wird ein durch Preßluft
oder ein anderes Druckmittel angetriebener Motor verwendet, der eine Steuervorrichtung
schrittweise verstellt, die die Leitungsan Schlüsse in der Weise vorbereitet, daß bei
jeder schrittweisen Bewegung der Vorrichtung die verschiedenen; bei Selbstanschlußanlagen
erforderlichen Schaltmaßnahrnen getroffen werden. So wird z. B. die Prüfung der in Betracht kommenden Leitungen daraufhin
vorgenommen, ob die Leitungen besetzt oder frei.sind. Ferner wird nach Her-
!stellung einer Verbindung .Läutestrom zur
angerufenen Teilnehmerstelle gesandt, und schließlich wird der Sprechweg hergestellt,
und zwar alles selbsttätig in der gewünschten Reihenfolge. Ein weiteres Merkmal der Erfindung
besteht in der besonderen Steuerung der selbsttätig wirkenden Schalter, z. B. des
Leitungswählers, wenn eine Verbindung mit j einer sogenannten Gesellschaftsleitung in Betracht kommt, in dem ein durch Preßluft oder
ein anderes Kraftmittel angetriebener Motor schrittweise den gewünschten Rufstrom auswählt.
Für eine kleine selbsttätige Hausanlage ist die Einrichtung erfmdungsgemäß so getroffen,
daß alle Bewegungen der Schaltapparate von einem einzigen Magnet oder einem einzigen
Relais gesteuert werden.
Die Erfindung sei an Hand beiliegender
Zeichnungen näher erläutert. Es bedeutet:
Abb. ι eine Ansicht eines Leitungswählers für Kleinanlagen und
Abb. 2 eine andere Ausführungsform desselben in Verbindung mit einfachen und Gesellschaftsanschlüssen.
Zunächst sei der in Abb. τ dargestellte Apparat beschrieben, wobei
angenommen wird, daß der Teilnehmer T den Teilnehmer T' anruft, und daß die Teilnehmer
T, 7"1 und T2 die Nummern 11, 44
und 55 haben sollen.
Nimmt der Teilnehmer am Apparat 7" seinen Hörer ab, dann wird ein Stromschluß
für den Magnet L auf folgendem Wege· bewirkt: Erde, Batterie, Wicklung 14, 15,
Apparat T, iC, Wicklung 17, ι 8, 19, 20, 21,
5Q 22, 23, Erde.
Der Magnet L zieht seinen Anker 24 an und öffnet das Ventil 25, während Ventil 26
geschlossen wird. Dieses Ventil und die weiteren noch in Betracht kommenden Ventile
sind gewöhnlich geschlossen und werden geöffnet, wenn ihre nach außen vorspringenden
Stifte nach einwärts gedrückt werden.
Durch das Offnen des Ventils 25 kann Preß!vift avis der Hauptzuleitung 27 durch ein
Rohr 23 und durch das Ventil 32 zum BaIginotor
29 gelangen. Dieser Motor schwingt den Hebel 30 ufn seinen Drehzapfen 31 aus.
Das Ventil 32 ist ein Drosselventil, das einen schnellen Zufluß der Luft zum Motor 29 ermöglich:,
wenn das Ventil 25 geöffnet wird, aber den Auslaß der Luft aus dem Motor beim Absperren des Ventils verzögert. Dies
hat die Wirkung, daß, wenn das Ventil 25 geöffnet und mehrmals in schneller Folge geschlossen
wird, der Balgmotor 29 aufgebläht bleibt, da das Ventil 32 einen Auslaß der
Luft während der kurzen Zeit zwischen einem Offnen und Schließen des Ventils 25 verhindert.
Bleibt aber das Ventil 25 längere Zeit geschlossen, dann fällt der Balg 29 zusammen.
Dieser Balg bewegt sich daher schnell in einer Richtung und langsam in der anderen und
entspricht dahei in seiner Wirkung dem langsam wirkenden Auslöserelais, wie es bei
Selkstanschlußanlagen üblich ist.
Durch die erwähnte Bewegung des Hebels 30 verstellt die Feder 33 den Hebel 34 so,
daß das Ventil 35 geöffnet wird und Luft von der Leitung 27 durch Rohr 36 zum Ventil 2(>
gelangen kann. Da das Ventil 26 durch die Anziehung des Ankers 24 geschlossen wurde,
so wird hierdurch nur bewirkt, daß der Luftdruck avif das Ventil 26 ausgedehnt wird.
Das untere Ende des Hebels 30 ist durch ein Gelenk 37 mit dem Arm einer Klinke 38 9"
verbunden, die bei 39 am Schlitten 40 drehbar ist. Neben der Klinke. 38 ist ein Gesperre
41 vorgesehen, das an seinen beiden Enden Drehzapfen 42 besitzt. An den sich gegenüberliegenden
Flanschen des Gesperres 41 sind Zähne vorgesehen, in die die Klinke 38
eingreifen kann. Die langen Zähne liegen an der der Bildfläche zunächstliegcnden Seite des
Gesperres und die kurzen Zähne an der entfernt liegenden Seite. Der Abstand dieser
Zähne ist aus Abb. 1 ersichtlich.
Von dem Ventil 26 führt ein Rohr 43 zum·
Absperrventil 44, das mit einem Balgmotor
45 in Verbindung steht, der mit einer Stange
46 mit dem Gesperre 41 verbunden ist. Der
Balg 45 ist ein langsam arbeitender Motor, und die Verbindungen sind so getroffen, daß
die Ausdehnung und Zuammenziehung des Balges 45 eine Avisschwingung des Gesperres
41 um seinen Drehzapfen 42 herbeiführt.
Ist der Balg 29 in vorbeschriebener Weise a vif geblasen, dann wird die Klinke 38 um den
Drehzapfen 39 zum Ausschwingen gebracht, bis der Arm der Klinke den danebenliegenden
Anschlag des Schlittens 40 trifft. Findet U5 dies statt, dann wird der Schlitten nach
rechts bewegt, bis er durch die Klinke 38, sobald diese den Zahn 47 des Gesperres 41 ergreift,
festgehalten wird. Dieser Zustand findet selbsttätig statt, wenn der rufende Teilnehm
er seinen Hörer vom Haken nimmt.
Zieht nun der rufende Teilnehmer seine
Zieht nun der rufende Teilnehmer seine
Nummernscheibe auf, dann wird der Stromkreis für den Magnet L entsprechend der in
Betracht kommenden Ziffern unterbrochen und geschlossen.
Im vorliegenden Falle werden für den Magnet L vier Stromunterbrechungen veranlaßt,
demzufolge der Anker 24 viermal hin und her schwingt, so daß das Ventil 25 viermal geschlossen
und geöffnet wird. Dasselbe gilt
Lo auch für das Ventil 26. Die Wirkung des
Ventils 25 ist ohne Ergebnis, da das Absperrventil 32 ein Zusammenfallen dies Balges 29
verhindert, so daß der Balg 29 den Schlitten 40 weiter unter Spannung hält und ihn nach
rechts bewegt. Die Wirkung des Ventils 26 bewirkt ein Aufblasen des Balges 45, -der
während der Wirkungen des Ventils aufgeblasen bleibt und erst nach Beendigung der
erwähnten Vorgänge zusammenfällt.
Die Ausdehnung des Balges 45 dreht das
Gesperre 41 und ermöglicht der Klinke 38, von dem Zahn 47 zum Zahn 48 zu gelangen,
und das Zusammenfallen des Balges 45 ermöglicht ein weiteres Fortschreiten von Zahn
48 zum Zahn 49.
Von dem Rohr 43 ist zwischen Ventil 26
~ und Ventil 44 ein Zweigrohr 50 vorgesehen, das zu einem Motor 51 führt. Dieser Motor
steht mit einer Kontaktbürsten-Antriebsvorrichtung in Verbindung, die bei 52 angedeutet
ist. Diese Vorrichtung bewegt sich, wie in Abb. 2 dargestellt, erst in. einer Richtung
und dann in einer anderen Richtung. Gemäß Abb. ι findet aber auch nur die Bewegung in
einer Richtung statt; da das Rohr 50 nicht mit einem Absperrventil ausgerüstet ist, so
spricht der Motor 51 bei allen Luftdruckschwankungen, die im Rohr 43 auftreten,
beim Offnen und1 Schließen des Ventils 26 an.
Wird die zweite Stromstoßgruppe ausgesandt, dann dehnt sich der Balgmotor 45 aus
und gestattet der Klinke 30, vom Zahn 49 zum Zahn 53 vorzurücken; hört die Übersendung
der Stromstöße auf, dann zieht sich der Balg 45 zusammen und ermöglicht ein weiteres.
Vorrücken zum Zahn 54. Das ist die Lage, in der sich der Schlitten befindet, wenn die
Schalterbürsten 57, 79, 89 bei den Bankkontakten der gewünschten Teilnehmerleitung
befinden.
Bei dieser Lage drückt die untere isolierte Fläche des Schlittens 40 auf die Feder 19 und
hält sie mit der Feder 20 außer Eingriff und stellt eine Verbindung zwischen Feder 19 und
Feder 55 her, wodurch der vorher beschriebene Stromkreis für Magneten L unterbrochen
und ein neuer Stromkreis geschlossen wird. Nimmt der Teilnehmer bei T seinen Hörer
vom Haken, dann bewegt sich der Schlitten 40 des Schalters FS nach vorwärts, bis die
Klinke 38 mit dem Zahn 47 in Eingriff kommt. Durch diese Bewegung des Schlittens
40 erfolgt ein Übergang der Feder 60 von 62 nach 61. Sollte der Teilnehmer bei T'
besetzt sein, Hörer sich nicht auf dem Haken befinden, dann befindet sich auch der Schlitten
40 seines Schalters FS' nicht in der Ruhelage zur Zeit, zu der der Teilnehmer bei T seinen
S.chaltapparat 52 auf die Bankkontakte der Teilnehmerstelle T' überführt, so daß die vorher
beschriebene Wirkung der Feder 19 die Verbindung von der Feder zur Erde im
Schalter FS1 auf folgendem Wege herstellt: 19, 55, 56, 57, 58, 59 von FS1, 60, 61,
Erde. Unter diesen Umständen veranlaßt die Feder 19 bei der Kontaktunterbrechung
mit Feder 20, nachdem eine Verbindung mit Feder 55 hergestellt ist, einfach den Ersatz
einer Erd verbindung durch, eine andere, und der Stromkreis für Magneten L wird aufrechterhalten.
Wenn keine Unterbrechung des Stromkreises für Magneten L eintritt, dann wird die weitere Wirkung des Schlittens des
Schalters FS verhindert, demzufolge die Feder 19 mit der Feder 55 in Verbindung gehalten
wird. . .
- Bei dieser Lage des Schlittens 40 verbindet der Kopfkontakt 63 die Leiter BB des
nicht dargestellten. Summers mit den Leitungen 15, 16 über Kondensatoren 64 des
rufenden Teilnehmers. Bei der erwähnten Einstellung des Schlittens 40 legt sich auch
ein Stift oder eine Rolle 65 des Hebels 30 gegen den Hebel 66 und öffnet das Ventil 67,
so daß Luft zum Balg 68 über Drosselventil 69 gelangen kann. Dieses Ventil, für das auch
irgendeine andere geeignete Vorrichtung treten kann, ist so gebaut, daß es den Luftzustrom
zum Balg 68 verzögert, so daß der Balg 68 nur langsam aufgeblasen wird. Bewegt
sich der Schlitten 40 schnell nach vorwärts, so -daß der Kontaktkopf 63 mit den
Summerleitungen BB nicht in Berührung bleibt, dann bewegt sich der Stift. 65 schnell
über den Hebel 66, und das Öffnen des Ventils 67 ist ohne weitere Wirkung. Bleibt aber
der Schlitten 40 in der besetzten Lage, dann dehnt sich der Balg 68 aus und veranlaßt den
Stift 70, sich unter den Balgmotor 45 zu legen, so daß dieser das Gesperre 41 nicht weiter- no
schalten kann, der Schlitten 40 also in Ruhe bleibt. Der Zweck dieser Anordnung bestehr
darin, zu verhindern, daß der Kontaktkopf 63 zur Läutestellung übergeführt wird, wenn die
Verbindungsbürsten auf Kontakten einer be:
setzten Leitung ruhen.
Wir kommen nun zu der bereits angenommenen Lage des Schlittens 40 zurück, bei der
der isolierte Vorsprung die Feder 19 von 20 auf 55 umgelegt hat. Ist der anzurufende
Teilnehmer besetzt,, dann bleibt der Schlitten 40 in dieser Lage, und der rufende Teilnehmer
erhält das Besetztzeichen. Ist aber der anzurufende Teilnehmer frei, dann wird durch die
erwähnte Bewegung der Feder K) der Stromkreis für den Magneten L unterbrochen, so daß
der Anker 24 zurückfällt mit dem Ergebnis, daß Luft in den Balg 45 gelangen kann. Dadurch
wird das Gesperre 41 um die Zapfen 42 gedreht, und die Klinke 38 gelangt vom Zahn
54 zum Zahn 71. Bei diesem Vorrücken des Schlittens, das einem langen Schritt entspricht,
weil der Abstand zwischen 54 und 71 entsprechend groß ist, gibt der isolierte Vorsprung
des Schlittens die Feder 19 frei, so daß diese wieder mit der Feder 20 in Eingriff
kommt. Außerdem wird die Feder j6 mit der Feder 75 in leitende Verbindung gebracht.
Durch dieses Weitervorrücken des Schlittens 40 wird auch der Kopf 63 in die Lage übergeführt,
bei der der Läutestromkreis der anzurufenden Leitung mit der Rufmaschine GEN verbunden wird. Die Freigabe der Feder
19 schließt wieder den Stromkreis für den Magneten L, so daß die Klinke 38 vom
Zahn 71 zum Zahn 72 vorrückt. Dieses Vorrücken erfolgt nur in einem kurzen Schritt
und ist ungenügend, um den Läutestromkreis zu unterbrechen. Durch das Niederdrücken
der Feder 76 wird folgender Stromkreis für das Auslöserelais C des Schalters FS1 geschlossen:
Erde, Batterie, Wicklung 73 von C, 74, 62, 60, 59, 58, Bürste 57 von FvS", 56.
75, 76, Erde.
In diesem Stromkreis wird das Relais C erregt und zieht seinen Anker jy an, wodurch
die Verbindung zwischen den Federn 22, 23 und dadurch auch der Stromkreis des Magneten
JJ des anzurufenden Teilnehmers während des Anläutens unterbrochen wird. Der
Läutestromkreis ist folgender: Ein Pol des GEN am Schalter FS, 63, 78, Bürste 79
von FS, 80, 81 von FS', 82, 83, 84, 15, Apparat
7", 16, 85, 86, 87, 88 von FS, 89, 90, 63 zum anderen Pol von GEN. Eine Abzweigung
des Stromkreises ist dabei über Leitung 91 vorhanden und führ', über Wicklung 92 des
Relais C und eine zweite über Leitung 74 und Wicklung 73. Da aber der Anker γγ nur
langsam wirkt, spricht er beim Läutestrom nicht an. Nimmt der anrufende Teilnehmer
seinen Hörer vom Haken, dann wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie,
Wicklung 73 des Relais C, 74, 63 in der Läutestellung und über den vorher erwähnten
Stromkreis über 91, Wicklung 92 des Relais C zur Erde. Das Relais C zieht den Anker
~y an, der den Stromkreis für Magneten L unterbricht, wodurch, wie bereits erwähnt,
der Schlitten 45 vorrückt, so daß die Klinke 38 vom Zahn 72 zum Zahn 93 gelangt. Hierdurch
wird der Kontaktkopf 63 aus der Läuk'stdiung zur Sprechstellung übergeführt
und unterbricht den Stromkreis für das Relais C des Schalters FS bei 74 und 91 und
den Stromkreis für das Relais C des Schal ters
FS' bei den Federn 75 und 76 des Schalters FS.
Die Entmagnetisierung der Relais C, C
und. das dadurch bedingte Schließen der Federn 22 und 23 schließt die Stromkreise für
die Magnete L und L' an den Schaltern FS und FS'.
Am Schalter FS macht die Klinke 38 eine kurze Bewegung vom Zahn 93 zum letzten
Zahn des Gesperres 41, wodurch aber nichts weiter veranlaßt wird. Am Schalter FS', bewegt
sich der Schlitten 40 aus der Ruhelage, so daß die Feder 60 von der Feder. 62 zur
Feder 61 aus geht, wodurch die -angerufene
Teilnehmerleitung für weitere Anrufe gesperrt wird.
Der Sprechstromkreis wird von den Leitungen 15, τ6 des Schalters FS über Kondensatoren
64, Kopfkontakt Ot1 und in der beim
Läutestromkreis bereits beschriebenen Weise hergestellt. «5
Die Verbindungsherstellung gestaltet sich, kurz zusammengefaßt, folgendermaßen:
Nimmt der rufende Teilnehmer seinen Hörer vom Haken, dann gelangt der Schlitten 40
bis zum Zahn 47 des Gesperres. Betätigt der go
Teilnehmer seine Nummernscheibe, dann wird die Schaltvorrichtung 52 eingestellt, und der
Schlitten 40 schreitet in zwei Schritten von 47 zu 48 und von 48 bis zum Zahn 49 des Gesperres
41 vor. Zieht der rufende Teilnehmer seine Nummernscheibe zum zweiten Male auf,
dann werden die Bürsten der Schaltvorrichtung auf die Anschlüsse der gewünschten
Teilnehmerstelle gebracht, und der Schlitten 40 rückt wieder um zwei Schritte von 49 nach
53 und von 53 nach 54 vor, wodurch der Kontaktkopf 63 auf die Summerkontakte BB
gelangt und entweder schnell darüber hingleitet oder, falls die anzurufende Leitung be-'setzt
ist, darauf stehenbleibt. Gleichzeitig wird die Feder 19, die in dem Stromkreis des
Magneten L liegt, verstellt. Die Leitungsverbindungen dieser Feder sind so gewählt, daß,
wenn der gewünschte Teilnehmer besetzt ist, der Schlitten 40 mit dem Kontaktkopf 63 auf
den Summerkontakten BB stehenbleibt. Falls aber die gewünschte Teilnehmerleitung frei
sein sollte, wird der Arm 30 weiter vorgerückt, so daß der Schlitten zwei weitere
Schritte von 54 nach 71 und von 71 nach 72
ausführt, so daß die Läutestellung erreicht ist. Nimmt der angerufene Teilnehmer seinen
Hörer vom Haken, dann schließt er einen Stromkreis zur Überwachung des Magneten
L, wodurch der Schlitten 40 wieder zwei Schritte von 72 nach 93 und von 93 zinn
letzten Zahn des Gesperres 41 vorgerückt
wird. In dieser Lage wird der Läute Stromkreis abgeschaltet und der Sprechstromkreis
zwischen den Teilnohmerstellen T und T hergestellt.
Der Magnet L, der die Motoren steuert,
kann bei einem Stromkreis entweder in der geschilderten Weise von der rufenden Teilnehmerstelle
aus unmittelbar geschlossen gehalten oder durch ein Linienrelais, das seiner seits
.mit der rufenden Teilnehmer stelle verbunden ist, geschlossen werden; gleichgültig
in welcher Weise der Magnet mit der Teiltiehmerstelic
verbunden ist, wird sein Stromkreis wiederholt unterbrochen und1 geschlossen
und dadurch der Kontaktko]>f 63 in die verschiedenen Stromschlußstellungen vorgerückt.
Bei jeder Unterbrechung und jedem Stromschluß rückt der Kontaktkopf entweder einen langen Sehritt vor, um die Stromver-
!»ndungen zu ändern, oder einen kurzen
Schritt, ohne dadurch die von dem Kontaktkopf gewünschten Stromverbindungen zu beeiniiußen.
Die Einstellung der Bürsten auf die An-Schlüsse des anzurufenden Teilnehmers findet
gleichzeitig mit der Einstellung des Kontaktkopfes auf die Summerkontakte statt, und die
Unterbrechung des Stromkreises bei 19 veranlaßt ein sofortiges Vorrücken des Kontaktkopfes
auf die Läutestellung. Nimmt der Kontaktkopf diese Läutestellung ein, dann wird der Stromkreis bei 76 für das Auslösereiais
C am Schalter FS' unterbrochen, und es wird der Stromkreis für das Auslöserelais
C am Schalter FS über die Kontakte des Kontaktkopfes 63 vorbereitet. Durch das
Antworten des angerufenen Teilnehmers wird der Stromkreis für das Ausiöserelais C am
Schalter FS vollendet und dafür gesorgt, daß der Kontaktkopf 63 zur Sprechstellung übergeführt
wird. Dadurch wird der Stromkreis für beide Relais C und C unterbrochen, und
der Stromkreis für die Magnete L und /.' vollendet.
+5 Es ist bereits gezeigt worden, daß der rufende
Teilnehmer ein Besetztzeichen erhält, falls Magnet L einen Erdanschluß 61 beim
Teilnehmer T findet, falls nämlich dieser Teilnehmer seinen Apparat schon aus der
Ruhelage herausgebracht hat. Angenommen nun, der Teilnehmer T2 hätte den Teilnehmer
T' schon angrufen, bevor T mit der vorher besetzten Leitung verbunden ist und bevor
T' seinen Hörer abgenommen hat. Unter diesen Umständen befindet sich der Kopfkontakt
63 des Schalters FS2 bei niedergerückter Feder 76 in der Läutestellung. Der
Stromkreis für den Magneten L ist in diesem Falle über Bürste 57 von FS2, 56, 75, γβ und
Erde statt über Bankkontaktdraht 58, wie vorher beschrieben, geschlossen.
Es ist zu beachten, daß der Schlitten 40 jedesmal, wenn das Relais L zu Beginn einer
Stromstoßreihe seinen Anker abfallen läßt und wenn der Anker nach der Abgabe der
Stromstöße wieder in seine Ruhelage zurückkehrt, einen Schritt vorrückt. Dieses Vorrücken
erfolgt teilweise in kurzen vorbereitenden Bewegungsstufen und langen Bewegungsstufen,
die allein dazu dienen, um bestimmte Wirkungen hervorzurufen. Diese
Anordnung wurde aus dem Grunde getroffen, damit die Erregung und Stromlosmaclnmg
des Magneten L zwischen einer Änderung der wirksamen Zustände erforderlich ist. In Anbetracht
der besonderen Leitungsanordnungen für die Prüfung einer benutzten Leitung, muß die relative Anordung der langen und
kurzen Schritte, wie sie vorhanden ist, wenn die Bürsten 57, 79 und 89 auf die Kontakte
einer gewünschten Teilnehmerleitung eingestellt werden, geändert werden in eine Anordnung,
die auftritt, wenn der Kontaktkopf 63 über die für das Besetztzeichen, das Läutezeichen
und für das Sprechen bestimmten Kontakte vorrückt, so daß im erstgenannten Falle die langen Schritte vom Anziehen des
Ankers herrühren, während im zweiten Falle die langen Schritte durch das Abziehen des
Ankers vom Magnetkern hervorgerufen werden. Dies wird erklärlich, wenn man berücksichtigt,
daß beim Vorrücken von Stellung 53 zur Stellung 54, somit von .Stellung
54 zur Stellung j\ kein kurzer Schritt vorhanden ist. .
Ist das Gespräch beendet, dann hängen die Teilnehmer ihre Hörer an, wodurch die Magnete
L und L' stromlos werden, und das Ventil 25 beim Schalter FS wird daher eine Zeitlang
geschlossen, so daß der Balg 29 den Arm 30 zurückzieht und den Schlitten 40 in die
Ruhestellung zurückführt. Das Auslösen des Schalters selbst ist nicht beschrieben, da es
keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet. Es ist aber leicht ersichtlich, daß die Klinken,
welche den Schalter in ler wirksamen Lage erhalten, beim Schließen des Ventils 25 freigegeben
werden, zu welchem Zwecke man einen Balgmotor verwenden kann, der in ähnlicher Weise wie der Balgmotor 29 arbeitet.
In der Abb. 2 werden die Bürsten 164, 165, 154 und 193 durch die Welle 143 getragen
und zunächst senkrecht und darauf wagerecht verstellt. Die Welle und die damit in Verbindung
stehenden Spaltglieder werden durch Balgmotore bewegt.
Die Leitungen 102 und. 103 führen zu einem
anderen Schalter, der entweder ein Gruppenwähler oder ein Vorwähler sein kann, und
stehen über diesen mit einer Sendevorrichtung in Verbindung. Wird der Schalter FS:i be
so wird folgender Stromkreis für Ma-
gneten L3 geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung ι ο ι, 102, Sendeeinrichtung 103, Wicklung
104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, Erde.
Magnet IJ zieht den Anker in an, wodurch das Ventil 112 geöffnet wird, während
das Ventil 1 1.3 sich schließt. Das Öffnen des Ventils ι J 2 läßt Druckluft aus der Hauptzuleitung
ι 14 über Absperrventil 1 18 zum Balg
11 5 fließen, so daß der Balg sich ausdehnt und unter Vermittlung des Hebels 116 das Ventil
117 öffnet. Das Drosselventil 118 läßt
Preßluft· schnell zum Balg 115 gelangen, verzögert aber den Auslaß, so daß der Balg 11 5
wie ein langsamer Motor arbeitet und in aufgeblähter Stellung während eines kurzen andauernden
Schließens des Ventils J12 verbleibt. ,
Das Öffnen des Ventils 117 läßt Druckluft
zum Ventil 1.13 gelangen, das vorher geschlossen war, so daß die Preßluft über Leitung 119
und Absperrventil 119,, den Balg 120 aufbläht,
der den Hebel 121 um Zapfen 122 ausschwingt.
Das freie Ende des Hebels 121 ist durch ein Gelenk 123 mit einem Arm der
Klinke 124 verbunden, die am Schlitten 125 gelagert ist. Wird der Hebel 121 in vorbeschriebener
Weise bewegt, dann schwingt die Klinke 124 um ihren Drehzapfen aus, bis sie
einen Flansch des Gesperres 126 ergreift und den Schlitten so weit bewegt, daß die Klinke
einen Zahn 127 des Gesperres ergreift.
Das Gesperre 126 ist um Zapfen 128, die
an beiden Enden vorgesehen sind, ausschwingbar und besitzt an seinen Seitenflanschen
Zähne, die mit dem in der Zeichnung ersichtlichen Abstand angeordnet sind. Die langen
Zähne sind dem Beschauer zugekehrt, und die kurzen Zähne liegen auf der entgegengesetzten
Seite des Gesperres. Wird das Gesperre um seinen Zapfen zur Ausschwingung gebracht,
dann kommen die Zähne alnvechselnd in die Bahn der Klinke 124. Eine Feder 129
hält das Gesperre gewöhnlich so, daß die kurzen Zähne in der Bahn der Klinke liegen. Auf
das Gesperre wirkt ein Balg 130, der es entgegen der Wirkung der Feder ι 29 zum Ausschwingen
bringt. Die geschilderten Vorgänge bis zum Eingreifen der Klinke 124 in den Zahn 127 finden selbsttätig beim Belegen
durch einen Vorwähler oder einen anderen Wähler statt. Ein Teil dieser Wirkung besteht
in einer kurzen Bewegung des Schlittens L25, wodurch Federn 131 und 132 geöffnet
werden und die Erdverbindung von der Prüfleitung 1 33 abgeschaltet wird. Zieht der
rufende Teilnehmer seine Nummernscheibe auf, dann wird der Stromkreis für den Magneten
IJ entsprechend der eingestellten Ziffer unterbrochen. Bei diesen Stroiriunter-
brechungen fällt der Anker ι ι ι ab und veranlaßt
ein schnelles Schließen und öffnen des Ventils 112 und ebenfalls ein schnelles
Öffnen und Schließen des Ventils 113.
Das Drosselventil 118 verhindert ein schnelles Entleeren des Balges 115, der das
Ventil 117 weiter offen hält, so daß Preßluft
dauernd zum A^entil 113 strömen kann. Das
Öffnen des Ventils 113 läßt Preßluft durch Rohr 134 zu einem Luftverteiler 135 und
durch ein Zweigrohr 136 und ein Drosselventil
137 zum Balg 130 strömen, der sich ausdehnt. Das Drosselventil 137 sorgt dafür,
daß der Balg 130 wie ein langsam arbeitender Motor wirkt und bei schnellem Hinundherschwingen
des Ankers in aufgebläht bleibt, aber beim Aufhören der Ankerschwingungen
sich zusammenzieht. Durch die Ausdehnung des Balges 130 wird das Gesperre 126 so verstellt,
daß die Klinke 124 das Zahnende verläßt und der Schlitten 125 vorrückt, bis die
Klinke 124 den Zahn 138 erreicht hat.
Im Innern des Verteilers 135 ist ein Kolben 139 vorgesehen, der einen Kanal 140 besitzt.
Das obere Ende desselben ist offen, und das untere Ende kann mit den Rohrleitungen, die
in dem Verteiler münden, in Verbindung gebracht werden. Der Kolben 139 ist mit dem
Schlitten 125 so verbunden, daß bei jeder Schrittbewegung sich auch der Kolben um ein
entsprechendes Stück bewegt. Dadurch, daß der Schlitten mit seiner Klinke 124 an den
Zahn 138 heranbewegt wird, ist auch das untere Ende des Luftweges 140 mit dem Rohr
T41 in Verbindung gebracht, so daß der Balg 142 aufgeblasen wird. Durch diesen Balg
wird die Welle 143 senkrecht gehoben, so daß dadurch die Arbeit des üblichen Schalters mit
senkrechter Wellenhebung verrichtet wird. Die vorher erwähnten Luftströme im Rohr
r34, die durch das schnelle Öffnen und Schließen des Ventils 113 entsprechend den Schwingungen
des Ankers τ 1 r hervorgerufen werden, pflanzen sich durch 140 und 141 fort und
verursachen eine gleiche Anzahl Ausdehnungen und Zusanimcnziehungen des Balges 142,
wodurch die Welle 143 eine entsprechende schrittweise Abwärtsbewegung ausführt.
Nach Beendigung der erwähnten Stöße wird der Stromkreis für Magneten IJ geschlossen,
und der Anker ir verbleibt in der augezogenen
Lage. Hierdurch wird die Luftzufuhr vom Balg 130 und Rohrleitung 134 abgesperrt.
Der Balg 130 zieht sich zusammen, und das Gesperre i.2(>
wird so um seinen Zapfen gedreht, daß der Zahn 1 38 ausgelöst wird
und dem Balg 120 ermöglicht, den Schlitten 125 fortzuschalten, bis die Klinke 124 den
Zahn T44 erreicht. Dirs ist ein langer Schritt, wodurch das untere Ende des Luftweges 140
mit dem Rohr 145 in Verbindung gebracht
wird, der zu dem Balg !40 hinführt, welcher die Drehung der Welle bewirkt.
Bei Übersendung der letzten Gruppe von Stromstößen wird der Balg 130 in vorbeschriebener
Weise aufgebläht, und außerdem werden auch die entsprechende Anzahl von Stoßen zum Balg 146 geleitet, so daß clic
Welle 143 um ein entsprechendes Stück gedreht wird. Durch die Ausdehnung des Balges
130 wird der Zahn 144 ausgelöst und ermöglicht
der Klinke 124, den Zahn τ 47 vorzubringen.
Dies ist ein kurzer Schritt, durch den der Apparat für die nächste Schaltmaßnahme
vorbereitet wird.
Durch die erwähnte Drehung der Welle 143
werden die Bürsten auf die Anschlüsse des verlangten Teilnehmers gebracht, wie dies bei
jetzigen Schaltapparaten üblich ist. Nach Beendigung der letzten Stromstoßgruppe zieht
sich der Balg 130 wieder, wie bereits vorerwähnt, zusammen, und die Klinke 124 bewegt
sich um einen langen Schritt vom Zahn 147
zum Zahn 148. Dieser lange Schritt bringt den Luftweg 140 vom Rohr 145 fort, so daß
wieder im Rohr auftretende Stöße die Lage der Bürsten nicht mehr beeinflussen können.
Durch diesen langen Schritt zum Zahn 148 wird auch der Kontaktkopf 149 des Schlittens
125 in eine Lage übergeführt, in der er die Leitungen BB des Summers mit den Leitungen
102 und 103 über Kondensatoren 150 verbindet. Außerdem wird durch diesen langen
Schritt das isolierte Glied 151 in eine Lage übergeführt, bei der die Feder 106 von
der Feder 107 abgehoben und mit der Feder 152 in Verbindung gebracht wird. Die Feder
107 verbindet gewöhnlich die Wicklung 104 des Magneten L3 zur Erde über Feder τ 10. Ist
der Schaltapparat mit seinen Bürsten an eine besetzte Leitung hingelangt, dann werden die
Federn 152 auch in folgender Weise an Erde gelegt: 152, 153, Prüfbürste 154 zur Erde
über Prüfkontakt der besetzten Leitung.
Wird aber der Schalter an eine freie Leitung hingeführt, dann finden die Bürsten
keine Erdverbindung, und die Bewegung der Feder ro6 von der Feder 107 unterbricht den
Stromkreis für den Magneten U\ Hierdurch wird das Ventil 113 geöffnet und ermöglicht
das Aufblähen des Balges [30, wodurch das
Gesperre [26 zum Ausschwingen gebracht wird und der Klinke 124 ermöglicht, vom
Zahn 148 zum Zahn 155 zu gelangen. Dies
ist ein langer Schritt, tier unmittelbar dem
vorher erwähnten langen Schritt vom Zahn 147 folgen kann. Vorher wurden die langen
Schritte durch Anziehen des Ankers 11 r und
die kurzen Schritte durch das Freigeben des Ankers hervorgerufen. Von diesem Punkt an
ist dies unigekehrt, da die langen Schritte beim Freigeben des Ankers und die kurzen
Schnitte beim Anziehen des Ankers hervorgerufen werden. Der lange Schritt zum Zahn [55
bringt das isolierte Glied 151 von der Feder fo6 fort, so daß diese wieder mit der Feder
107 in Eingriff tritt. Dadurch wird der Stromkreis für den Magneten L3 von neuem
geschlossen, und die Klinke 124 rückt einen kurzen Schritt zum Zahn 156 vor. Durch diese
Schritte wird der Kontaktkopf 149 in die Läutestellung übergeführt.
Im unteren Teil der Zeichnung sind drei Sätze von Ban kkon takten vorgesehen, die die
Anschlüsse für drei Leitungen darstellen, irgend eine dieser Leitungen kann von dem
rufenden Teilnehmer beim Arbeiten seines Schalters FS* belegt werden. Der mittlere
Satz hat drei Leitungen und stellt einen Einzelanschluß dar. Der obere und untere
Satz hat je vier Leitungen, von denen eine dauernd geerdet ist; diese Sätze stellen Gesellschaftsleitungen
dar. Es wird angenommen, daß die Bürsten eine Lage einnehmen, bei der der Einzelanschluß eingeschaltet ist.
Da sich die Bürsten bei einem Einzelanschluß befinden und der Kontaktkopf 149 die
Läutestellung einnimmt, so fließt Strom von der Rufamaschine GEN über Kontaktarm 157
und Leitung 158, Federn 159, 1:60, Kontakte ιοί, 149, 162, Bürsten 164, 165, Bankkontaktdrähte
166 und 167 und zum gewünschten Apparat über die üblichen. Verbindungen.
Eine Zweigleitung führt über Wicklung 168, Ausschaltrelais C"\ dessen Anker 172 nur langsam
in seine Ruhelage zurückkehrt, aber auch nur langsam anspricht, so daß der Läutestrom
auf dieses Relais keinen Einfluß ausübt.
Anwortet der angerufene Teilnehmer, dan« wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde,
Batterie, Wicklung 168 von C3, 169, vorbeschriebener
Läutestromkreis, 170, 171 von C",
Erde.
Das Relais C"' zieht den Anker 172 an und
unterbricht den Stromkreis für den Magneten U an der Feder 110. Durch die Unterbrechung
dieses Stromkreises wird das Ventil 113 geöffnet und verursacht ein Aufblasen des BaI-gcs
r30, so daß der Zahn 156 ausgelöst wird
und die Klinke τ24 bis zum Zahn 173 fortschreiten
kann. Durch dieses Fortschreiten wird der Kontäktkopf 149 von den Kontakten
161 und 162 zur Sprechlage an die Kontakte
174 und τ75 herangeführt. Durch die ForL-bewegung
des Kontaktkopfes 149 von den Kontakten i6r und 162 wird der Stromkreis
für das Relais C"' unterbrochen. Hierdurch wird der Stromkreis für Magneten U' gesclilossen
und das Gesperre Γ26 in seine nächste Lage übergeführt, so daß die Klinke bis zum
ZaIm ι 70 vorrückt. Da dies aber nur ein kurzer
Schritt ist, so verbleibt der Kontäktkopf 109 in der Sprechlage.
Der Spreclistromkreis kann über die stark
gezeichneten Leitungen 102, 103 und über
Beschreibung
die Kondensatoren 150, Kontaktkopf 149,
Bürsten 164 und 165, welche die gewünschte Leitung erreicht haben, leicht verfolgt werden.
Der angerufene Apparat wird durch die Wicklung des Relais L über Leitungsverbindungen
mit Strom versorgt, die sich leicht aus der Kontaktanordnung des Kontaktkopfes 149 ersehen lassen.
In der vorangegangenen
wurde angenommen, daß der rufende Teilnehmer den Schalter FSB mit seinen Bürsten
auf die Anschlüsse eines Einzelanschlusses übergeführt hat, die mit den Bankkontaktdrähten
166 und 167 verbunden sind. Es sei nunmehr angenommen, daß die Schalterbürsten
an die Anschlüsse der oberen Gesellschaftsleitung angeschlossen sind. In diesem Falle prüft die Bürste 193 den mit dem beständig
geerdeten Leiter 194 verbundenen Anschluß, wobei gleichzeitig der Isolationskörper 177 des Schlittens 125 gegen einen
Hebel 178 drückt und dadurch zwei Kontaktfedersätze schließt. Die Feder 180 wird dadurch
mit der Feder 181 in Berührung gebracht,
wodurch Leitung 182 und 153 sowie die Prüfbürste 154 an Erde gelegt werden.
Diese Wirkung ist unabhängig davon, ob die Bürsten an eine Einzel- oder eine Gesellschaftsleitung
angeschlossen werden. Durch das Schließen der Federn 186 und 187 wird,
sobald die Bürsten 193 die beständig geerdete Leitung 194 erreichen, folgender Stromkreis
geschlossen: Erde, Batterie 183, Magnet 184, 185, 18C, 187, 188, 180, 190, 191, 192, Bürsten
193, 194, Erde.
Der Magnet 184 zieht den Anker 195 an,
öffnet das Ventil 196 und veranlaßt dadurch ein Aufblasen des Balges 197, so daß der Hebel
198 um seinen Drehzapfen ausschwingt,
■to sein Ende 199 in einen Schlitz am unteren
Ende des Gesperres 126 einschnappt und dadurch jede weitere Bewegung des Gesperres
und Schlittens verhindert. Durch das Aus-schwingen des Hebels 198 wird auch der
Läutestromkreis an den Federn 159 und 160
unterbrochen, und gleichzeitig wird beim Erreichen der Läutestellung durch den Kontaktkopf
149 dafür gesorgt, daß bei diesem Zustand kein Läutestrom fließt, wie dies
beim Belegen einer Einzelleitung in der vorbeschriebenen
Weise geschah.
Wenn der Konta'ktkopf 149 die Läutelage
erreicht, kommt das untere. Ende des Luftweges 140 mit dem Rohr 100 in Verbindung.
Wird beim Anruf ein Einzelanschluß verlangt, dann erfolgt durch diese Rufverbindung
nichts. Soll aber ein Teilnehmer einer Gesellschaftsleitung gerufen v/erden, dann
muß der rufende Teilnehmer zu diesem Zweck noch eine besondere Ziffer auf seiner Scheibe
t'insk'Ilen. Hierdurch wird Luft zu dem Rohr
134 und 136 geleitet. Der Zufluß der Luft ' zum Balg 130 bleibt dabei aber ohne Wirkung,
j da der Vorsprung 199 das Gesperre 126 festhält. Die Luftzufuhr 134 gelangt aber auch
zum Rohr too und bläht den Balg 201 auf, so daß das Schaltrad 202 gedreht wird und
durch Aufblasen des Balges 203 die Federn 204 und 205 in die .Kontaktschlußstellung
übergeführt, werden. Der Balg 201 folgt allen über Leitung 100 gesandten Stoßen, so daß
sich alle Erregungen, die U durch die letzte Ziffer erfährt, bemerkbar machen. Der Balg
203 bleibt aber während der Druckschwankungen im Rohr ioo aufgebläht, da er mit
einem besonderen Drosselventil 206 ausgerüstet ist, das den Motor 203 zu einem langsam
wirkenden macht. Zwischen den Bewegungen
des Schaltrades 202 wird die Verbindung zwischen den Federn 190 und 19τ
unterbrochen, jedoch wird durch den Balg 203 die Verbindung zwischen den Leitungen
188 und 192 über Federn 204 und 206 überbrückt, demzufolge bleibt der Stromkreis für
den Magneten 184 unbeeinflußt. Die isolierten Kontaktarme τ 57 sitzen an der Welle des
Schaltrades 202 in derselben Weise, wie die Bürsten 164, 165, 154 und 193 von der Welle
T43 getragen werden. Wird das Rad 202 fortgeschaltet, dann werden die Kontaktarme r 57
von der gewöhnlichen Läuteverbindung bei 207 zu einer anderen der Läuieverbindungen
W1 X, Y oder Z hingeführt, was von der
Anzahl der über Magneten If' gesandten Stromstöße und von der Einstellung der Nummernziffer
abhängt.
Sind die Son der Stromstöße für den Gesellschaftsanschluß
übersandt, dann bleibt (]cr Anker τ π angezogen und hält das Ventil 1 13
geschlossen, so daß die Luftzufuhr zum Rohr 100 unterbrochen wird. Der Balg 203 fällt
zusammen und unterbricht den Stromkreis für Magneten 184, wodurch die Luftzufuhr
vom Balg 197 aufhört. Hierdurch gelangt der Hebel 198 wieder in seine Ruhelage, und das
Gesperre 126 wird frei, so daß die Federn 159 und 160 geschlossen werden. Auf diese
Weise wird die Läuteverbindung durch den Kontaktkopf 149 zur Gesellschaftsleitung
wiederhergestellt, und es wird das besondere no Signal über die Leitung gesandt, was von der
Stellung der Kontaktarme 157 abhängt. Von diesem Zeitpunkt an ist die Wirkung dieselbe
wie beim Anruf einer Einzelleitung.
Ist das Gespräch beendet und hängen die Teilnehmer ihre Hörer wieder an, dann wird
der Magnet../," stromlos. Das Ventil τ 12 wird
dann nicht länger durch den Anker in offen
gehauen, und der Motor 115 kehrt in seine
Ruhelage zurück, so daß das Ventil 117 sich schließt. Der Motor 120 zieht den Arm 121
zurück, und rl er Schlitten 125 kehri auch in
Claims (10)
1. Schaltvorrichtung für Selhstanschlußfernsprechanlagen
mit durch ein Druckmittel (Preßluft) bewegten Schrittschaltwerken und Steuerschaltern, dadurch
gekennzeichnet, daß die schrittweise Bewegung des Steuerschalters (40, 125)
durch ein von einem Preßluftmotor (29, 1:20) getriebenes Gesperre (41, 126) beherrscht
wird.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 mit zur Steuerung verwendetem Elektromagneten,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet (L, L!t), der von dem rufenden
Teilnehmer aus erregt wird, zuerst die Wirkungen des schrittweise angetriebenen
Schalters steuert und hierauf seinerseits durch zu prüfende besetzie
oder freie Leitungen gesteuert wird, um dadurch die Wirkungen, des Steuerschalters
(40, 125) zu beeinflussen.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch r, 35.. dadurch gekennzeichnet, daß das Vorrücken
des Steuerschalters (40, 125) in die Prüf-, Läute- und Sprcchstelhmg von
einer Kontakteinrichtung (19, /6) abhängig ist, die durch die jeweils vorangegangene
Bewegung gesteuert wird.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, in der der Steuerschalter (40, τ25) die
Stromkreise für die Relais (C, C3) einschaltet,
die 'die Sperrung.der angerufenen
Leitung vornehmen.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gesperre (41, τ 26), welches den Steuerschalter
(40, 125) von Stufe zu Stufe vorrücken läßt, bei längerem Ankeranzug
(24, irr) des Elektromagneten (Lt [J1)
während der Pausen zwischen den Stronistoßreihen und bei den aufeinanderfolgenden
Ankerbewegungen während der Abgäbe zusammenhängender Stromstöße
derartig beeinflußt wird, daß es den Steuerschalter von einer zur anderen
Stufe fortschaltet.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet., daß eine Sperrvorrichtung
(199) vorgesehen ist, um eine weitere schrittweise Bewegung des Steuerschalters in Abhängigkeit von einer
Stromkreisverbindung (94, 93) zu verhindern, die mit dem Prüfkontakt des angerufenen
Teilnehmers in Verbindung steht, um dadurch eine Zwischenwirkung (Auswahl einer besonderen Läutestromfrequenz)
zu ermöglichen, bevor die Einrichtung ausgelöst wird.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch τ, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung
(199)' außer der Verhinderung des Vorwärtsrückens des Steuerschalters
(125) auch Kontaktvorrichtun- gen (157, 160) betätigt, die zu der gewünschten
Teilnehmerleitung führen, um eine Signalgebimg bei dem gesuchten Teilnehmer zu verhindern, bis die Zwischenwirkung
ausgeführt ist.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschalter,
der durch einen Kraftmittelmotor (29, 120) angetrieben wird, in
seinen nacheinanderfolgenden Wirkungen durch einen zweiten Kraftmittclmotor
(45, 130) gesteuert wird, der jedoch erst in Tätigkeit tritt, nachdem die Wirkungen,
für die die Vorrichtung vorher eingestellt war, beendigt sind.
9. Steuerschalter nach Anspruch τ für mit einem Druckmittel betriebene Schaltreinigungen,
dadurch gekennzeichnet, daß er mittels einer als Kolbenschieber ausgebildeten Verteilervorrichtung das
Druckmittel zufluürohr mit den zu den
verschiedenen Antriebs vor richtungen der Schalter führenden Rohrleitungen verbindet.
10. Schalteinrichtung nach Anspruch r und 5, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen
(47, 4'S, 49, 53) die Bewegung
des Steuerschalters (40) in abwechselnd kurzen und langen Schritten steuern, und
daß weitere Vorrichtungen' (54, 71, 72>
93) durch diesen Steuerschalter (40) in Wirksamkeit gesetzt werden, die die BeSteuerschalters
(40) in ablangen und kurzen wSchritten
steuern. "o
wegung des
Hierzu 1'Blatt Zeichnungen.
to u co
Publications (1)
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| DE448673C true DE448673C (de) |
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