DE448673C - - Google Patents

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DE448673C
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control switch
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switching device
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H63/00Details of electrically-operated selector switches
    • H01H63/16Driving arrangements for multi-position wipers
    • H01H63/24Driving arrangements for multi-position wipers with continuous motion of wiper until a selected position is reached
    • H01H63/28Driving arrangements for multi-position wipers with continuous motion of wiper until a selected position is reached with an individual motor for each selector switch
    • H01H63/30Pneumatic motor for moving wiper to selected position

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  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 27. AUGUST 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a3 GRUPPE
C J2igg VIIIJ2iaz
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 4. August ig2j.
Henry Spottswood Conrad in Kansas City, V. St. A.
Schaltvorrichtung für Selbstanschlußfernsprechanlagen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1922 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Apparat für. Fernsprechanlagen zur selbsttätigen Herstellung einer Verbindung durch in bestimmter Reihenfolge arbeitende Schalter. Insbesondere ist die Einrichtung für Selbstanschilußanlagen bestimmt. Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, die Schaltapparate durch ein Druckmittel, wie Preßluft, anzutreiben, die bei den Anlagen die Stelle der bisher üblichen elektromagnetischen Relais oder anderen elektrischen Einrichtungen einnehmen, zu dem Zwecke, dadurch
große Vereinfachungen in der Anlage zu schaffen und erhebliche Ersparnisse zu machen.
Erfmdungsgemäß wird ein durch Preßluft
oder ein anderes Druckmittel angetriebener Motor verwendet, der eine Steuervorrichtung schrittweise verstellt, die die Leitungsan Schlüsse in der Weise vorbereitet, daß bei jeder schrittweisen Bewegung der Vorrichtung die verschiedenen; bei Selbstanschlußanlagen erforderlichen Schaltmaßnahrnen getroffen werden. So wird z. B. die Prüfung der in Betracht kommenden Leitungen daraufhin vorgenommen, ob die Leitungen besetzt oder frei.sind. Ferner wird nach Her- !stellung einer Verbindung .Läutestrom zur angerufenen Teilnehmerstelle gesandt, und schließlich wird der Sprechweg hergestellt, und zwar alles selbsttätig in der gewünschten Reihenfolge. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in der besonderen Steuerung der selbsttätig wirkenden Schalter, z. B. des Leitungswählers, wenn eine Verbindung mit j einer sogenannten Gesellschaftsleitung in Betracht kommt, in dem ein durch Preßluft oder ein anderes Kraftmittel angetriebener Motor schrittweise den gewünschten Rufstrom auswählt.
Für eine kleine selbsttätige Hausanlage ist die Einrichtung erfmdungsgemäß so getroffen, daß alle Bewegungen der Schaltapparate von einem einzigen Magnet oder einem einzigen Relais gesteuert werden.
Die Erfindung sei an Hand beiliegender Zeichnungen näher erläutert. Es bedeutet:
Abb. ι eine Ansicht eines Leitungswählers für Kleinanlagen und
Abb. 2 eine andere Ausführungsform desselben in Verbindung mit einfachen und Gesellschaftsanschlüssen. Zunächst sei der in Abb. τ dargestellte Apparat beschrieben, wobei angenommen wird, daß der Teilnehmer T den Teilnehmer T' anruft, und daß die Teilnehmer T, 7"1 und T2 die Nummern 11, 44 und 55 haben sollen.
Nimmt der Teilnehmer am Apparat 7" seinen Hörer ab, dann wird ein Stromschluß für den Magnet L auf folgendem Wege· bewirkt: Erde, Batterie, Wicklung 14, 15, Apparat T, iC, Wicklung 17, ι 8, 19, 20, 21,
5Q 22, 23, Erde.
Der Magnet L zieht seinen Anker 24 an und öffnet das Ventil 25, während Ventil 26 geschlossen wird. Dieses Ventil und die weiteren noch in Betracht kommenden Ventile sind gewöhnlich geschlossen und werden geöffnet, wenn ihre nach außen vorspringenden Stifte nach einwärts gedrückt werden.
Durch das Offnen des Ventils 25 kann Preß!vift avis der Hauptzuleitung 27 durch ein Rohr 23 und durch das Ventil 32 zum BaIginotor 29 gelangen. Dieser Motor schwingt den Hebel 30 ufn seinen Drehzapfen 31 aus. Das Ventil 32 ist ein Drosselventil, das einen schnellen Zufluß der Luft zum Motor 29 ermöglich:, wenn das Ventil 25 geöffnet wird, aber den Auslaß der Luft aus dem Motor beim Absperren des Ventils verzögert. Dies hat die Wirkung, daß, wenn das Ventil 25 geöffnet und mehrmals in schneller Folge geschlossen wird, der Balgmotor 29 aufgebläht bleibt, da das Ventil 32 einen Auslaß der Luft während der kurzen Zeit zwischen einem Offnen und Schließen des Ventils 25 verhindert. Bleibt aber das Ventil 25 längere Zeit geschlossen, dann fällt der Balg 29 zusammen. Dieser Balg bewegt sich daher schnell in einer Richtung und langsam in der anderen und entspricht dahei in seiner Wirkung dem langsam wirkenden Auslöserelais, wie es bei Selkstanschlußanlagen üblich ist.
Durch die erwähnte Bewegung des Hebels 30 verstellt die Feder 33 den Hebel 34 so, daß das Ventil 35 geöffnet wird und Luft von der Leitung 27 durch Rohr 36 zum Ventil 2(> gelangen kann. Da das Ventil 26 durch die Anziehung des Ankers 24 geschlossen wurde, so wird hierdurch nur bewirkt, daß der Luftdruck avif das Ventil 26 ausgedehnt wird.
Das untere Ende des Hebels 30 ist durch ein Gelenk 37 mit dem Arm einer Klinke 38 9" verbunden, die bei 39 am Schlitten 40 drehbar ist. Neben der Klinke. 38 ist ein Gesperre 41 vorgesehen, das an seinen beiden Enden Drehzapfen 42 besitzt. An den sich gegenüberliegenden Flanschen des Gesperres 41 sind Zähne vorgesehen, in die die Klinke 38 eingreifen kann. Die langen Zähne liegen an der der Bildfläche zunächstliegcnden Seite des Gesperres und die kurzen Zähne an der entfernt liegenden Seite. Der Abstand dieser Zähne ist aus Abb. 1 ersichtlich.
Von dem Ventil 26 führt ein Rohr 43 zum· Absperrventil 44, das mit einem Balgmotor
45 in Verbindung steht, der mit einer Stange
46 mit dem Gesperre 41 verbunden ist. Der Balg 45 ist ein langsam arbeitender Motor, und die Verbindungen sind so getroffen, daß die Ausdehnung und Zuammenziehung des Balges 45 eine Avisschwingung des Gesperres 41 um seinen Drehzapfen 42 herbeiführt.
Ist der Balg 29 in vorbeschriebener Weise a vif geblasen, dann wird die Klinke 38 um den Drehzapfen 39 zum Ausschwingen gebracht, bis der Arm der Klinke den danebenliegenden Anschlag des Schlittens 40 trifft. Findet U5 dies statt, dann wird der Schlitten nach rechts bewegt, bis er durch die Klinke 38, sobald diese den Zahn 47 des Gesperres 41 ergreift, festgehalten wird. Dieser Zustand findet selbsttätig statt, wenn der rufende Teilnehm er seinen Hörer vom Haken nimmt.
Zieht nun der rufende Teilnehmer seine
Nummernscheibe auf, dann wird der Stromkreis für den Magnet L entsprechend der in Betracht kommenden Ziffern unterbrochen und geschlossen.
Im vorliegenden Falle werden für den Magnet L vier Stromunterbrechungen veranlaßt, demzufolge der Anker 24 viermal hin und her schwingt, so daß das Ventil 25 viermal geschlossen und geöffnet wird. Dasselbe gilt
Lo auch für das Ventil 26. Die Wirkung des Ventils 25 ist ohne Ergebnis, da das Absperrventil 32 ein Zusammenfallen dies Balges 29 verhindert, so daß der Balg 29 den Schlitten 40 weiter unter Spannung hält und ihn nach rechts bewegt. Die Wirkung des Ventils 26 bewirkt ein Aufblasen des Balges 45, -der während der Wirkungen des Ventils aufgeblasen bleibt und erst nach Beendigung der erwähnten Vorgänge zusammenfällt.
Die Ausdehnung des Balges 45 dreht das Gesperre 41 und ermöglicht der Klinke 38, von dem Zahn 47 zum Zahn 48 zu gelangen, und das Zusammenfallen des Balges 45 ermöglicht ein weiteres Fortschreiten von Zahn 48 zum Zahn 49.
Von dem Rohr 43 ist zwischen Ventil 26
~ und Ventil 44 ein Zweigrohr 50 vorgesehen, das zu einem Motor 51 führt. Dieser Motor steht mit einer Kontaktbürsten-Antriebsvorrichtung in Verbindung, die bei 52 angedeutet ist. Diese Vorrichtung bewegt sich, wie in Abb. 2 dargestellt, erst in. einer Richtung und dann in einer anderen Richtung. Gemäß Abb. ι findet aber auch nur die Bewegung in einer Richtung statt; da das Rohr 50 nicht mit einem Absperrventil ausgerüstet ist, so spricht der Motor 51 bei allen Luftdruckschwankungen, die im Rohr 43 auftreten, beim Offnen und1 Schließen des Ventils 26 an.
Wird die zweite Stromstoßgruppe ausgesandt, dann dehnt sich der Balgmotor 45 aus und gestattet der Klinke 30, vom Zahn 49 zum Zahn 53 vorzurücken; hört die Übersendung der Stromstöße auf, dann zieht sich der Balg 45 zusammen und ermöglicht ein weiteres. Vorrücken zum Zahn 54. Das ist die Lage, in der sich der Schlitten befindet, wenn die Schalterbürsten 57, 79, 89 bei den Bankkontakten der gewünschten Teilnehmerleitung befinden.
Bei dieser Lage drückt die untere isolierte Fläche des Schlittens 40 auf die Feder 19 und hält sie mit der Feder 20 außer Eingriff und stellt eine Verbindung zwischen Feder 19 und Feder 55 her, wodurch der vorher beschriebene Stromkreis für Magneten L unterbrochen und ein neuer Stromkreis geschlossen wird. Nimmt der Teilnehmer bei T seinen Hörer vom Haken, dann bewegt sich der Schlitten 40 des Schalters FS nach vorwärts, bis die Klinke 38 mit dem Zahn 47 in Eingriff kommt. Durch diese Bewegung des Schlittens 40 erfolgt ein Übergang der Feder 60 von 62 nach 61. Sollte der Teilnehmer bei T' besetzt sein, Hörer sich nicht auf dem Haken befinden, dann befindet sich auch der Schlitten 40 seines Schalters FS' nicht in der Ruhelage zur Zeit, zu der der Teilnehmer bei T seinen S.chaltapparat 52 auf die Bankkontakte der Teilnehmerstelle T' überführt, so daß die vorher beschriebene Wirkung der Feder 19 die Verbindung von der Feder zur Erde im Schalter FS1 auf folgendem Wege herstellt: 19, 55, 56, 57, 58, 59 von FS1, 60, 61, Erde. Unter diesen Umständen veranlaßt die Feder 19 bei der Kontaktunterbrechung mit Feder 20, nachdem eine Verbindung mit Feder 55 hergestellt ist, einfach den Ersatz einer Erd verbindung durch, eine andere, und der Stromkreis für Magneten L wird aufrechterhalten. Wenn keine Unterbrechung des Stromkreises für Magneten L eintritt, dann wird die weitere Wirkung des Schlittens des Schalters FS verhindert, demzufolge die Feder 19 mit der Feder 55 in Verbindung gehalten wird. . .
- Bei dieser Lage des Schlittens 40 verbindet der Kopfkontakt 63 die Leiter BB des nicht dargestellten. Summers mit den Leitungen 15, 16 über Kondensatoren 64 des rufenden Teilnehmers. Bei der erwähnten Einstellung des Schlittens 40 legt sich auch ein Stift oder eine Rolle 65 des Hebels 30 gegen den Hebel 66 und öffnet das Ventil 67, so daß Luft zum Balg 68 über Drosselventil 69 gelangen kann. Dieses Ventil, für das auch irgendeine andere geeignete Vorrichtung treten kann, ist so gebaut, daß es den Luftzustrom zum Balg 68 verzögert, so daß der Balg 68 nur langsam aufgeblasen wird. Bewegt sich der Schlitten 40 schnell nach vorwärts, so -daß der Kontaktkopf 63 mit den Summerleitungen BB nicht in Berührung bleibt, dann bewegt sich der Stift. 65 schnell über den Hebel 66, und das Öffnen des Ventils 67 ist ohne weitere Wirkung. Bleibt aber der Schlitten 40 in der besetzten Lage, dann dehnt sich der Balg 68 aus und veranlaßt den Stift 70, sich unter den Balgmotor 45 zu legen, so daß dieser das Gesperre 41 nicht weiter- no schalten kann, der Schlitten 40 also in Ruhe bleibt. Der Zweck dieser Anordnung bestehr darin, zu verhindern, daß der Kontaktkopf 63 zur Läutestellung übergeführt wird, wenn die Verbindungsbürsten auf Kontakten einer be: setzten Leitung ruhen.
Wir kommen nun zu der bereits angenommenen Lage des Schlittens 40 zurück, bei der der isolierte Vorsprung die Feder 19 von 20 auf 55 umgelegt hat. Ist der anzurufende Teilnehmer besetzt,, dann bleibt der Schlitten 40 in dieser Lage, und der rufende Teilnehmer
erhält das Besetztzeichen. Ist aber der anzurufende Teilnehmer frei, dann wird durch die erwähnte Bewegung der Feder K) der Stromkreis für den Magneten L unterbrochen, so daß der Anker 24 zurückfällt mit dem Ergebnis, daß Luft in den Balg 45 gelangen kann. Dadurch wird das Gesperre 41 um die Zapfen 42 gedreht, und die Klinke 38 gelangt vom Zahn 54 zum Zahn 71. Bei diesem Vorrücken des Schlittens, das einem langen Schritt entspricht, weil der Abstand zwischen 54 und 71 entsprechend groß ist, gibt der isolierte Vorsprung des Schlittens die Feder 19 frei, so daß diese wieder mit der Feder 20 in Eingriff kommt. Außerdem wird die Feder j6 mit der Feder 75 in leitende Verbindung gebracht. Durch dieses Weitervorrücken des Schlittens 40 wird auch der Kopf 63 in die Lage übergeführt, bei der der Läutestromkreis der anzurufenden Leitung mit der Rufmaschine GEN verbunden wird. Die Freigabe der Feder 19 schließt wieder den Stromkreis für den Magneten L, so daß die Klinke 38 vom Zahn 71 zum Zahn 72 vorrückt. Dieses Vorrücken erfolgt nur in einem kurzen Schritt und ist ungenügend, um den Läutestromkreis zu unterbrechen. Durch das Niederdrücken der Feder 76 wird folgender Stromkreis für das Auslöserelais C des Schalters FS1 geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung 73 von C, 74, 62, 60, 59, 58, Bürste 57 von FvS", 56. 75, 76, Erde.
In diesem Stromkreis wird das Relais C erregt und zieht seinen Anker jy an, wodurch die Verbindung zwischen den Federn 22, 23 und dadurch auch der Stromkreis des Magneten JJ des anzurufenden Teilnehmers während des Anläutens unterbrochen wird. Der Läutestromkreis ist folgender: Ein Pol des GEN am Schalter FS, 63, 78, Bürste 79 von FS, 80, 81 von FS', 82, 83, 84, 15, Apparat 7", 16, 85, 86, 87, 88 von FS, 89, 90, 63 zum anderen Pol von GEN. Eine Abzweigung des Stromkreises ist dabei über Leitung 91 vorhanden und führ', über Wicklung 92 des Relais C und eine zweite über Leitung 74 und Wicklung 73. Da aber der Anker γγ nur langsam wirkt, spricht er beim Läutestrom nicht an. Nimmt der anrufende Teilnehmer seinen Hörer vom Haken, dann wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung 73 des Relais C, 74, 63 in der Läutestellung und über den vorher erwähnten Stromkreis über 91, Wicklung 92 des Relais C zur Erde. Das Relais C zieht den Anker ~y an, der den Stromkreis für Magneten L unterbricht, wodurch, wie bereits erwähnt, der Schlitten 45 vorrückt, so daß die Klinke 38 vom Zahn 72 zum Zahn 93 gelangt. Hierdurch wird der Kontaktkopf 63 aus der Läuk'stdiung zur Sprechstellung übergeführt und unterbricht den Stromkreis für das Relais C des Schalters FS bei 74 und 91 und den Stromkreis für das Relais C des Schal ters FS' bei den Federn 75 und 76 des Schalters FS.
Die Entmagnetisierung der Relais C, C und. das dadurch bedingte Schließen der Federn 22 und 23 schließt die Stromkreise für die Magnete L und L' an den Schaltern FS und FS'.
Am Schalter FS macht die Klinke 38 eine kurze Bewegung vom Zahn 93 zum letzten Zahn des Gesperres 41, wodurch aber nichts weiter veranlaßt wird. Am Schalter FS', bewegt sich der Schlitten 40 aus der Ruhelage, so daß die Feder 60 von der Feder. 62 zur Feder 61 aus geht, wodurch die -angerufene Teilnehmerleitung für weitere Anrufe gesperrt wird.
Der Sprechstromkreis wird von den Leitungen 15, τ6 des Schalters FS über Kondensatoren 64, Kopfkontakt Ot1 und in der beim Läutestromkreis bereits beschriebenen Weise hergestellt. «5
Die Verbindungsherstellung gestaltet sich, kurz zusammengefaßt, folgendermaßen: Nimmt der rufende Teilnehmer seinen Hörer vom Haken, dann gelangt der Schlitten 40 bis zum Zahn 47 des Gesperres. Betätigt der go Teilnehmer seine Nummernscheibe, dann wird die Schaltvorrichtung 52 eingestellt, und der Schlitten 40 schreitet in zwei Schritten von 47 zu 48 und von 48 bis zum Zahn 49 des Gesperres 41 vor. Zieht der rufende Teilnehmer seine Nummernscheibe zum zweiten Male auf, dann werden die Bürsten der Schaltvorrichtung auf die Anschlüsse der gewünschten Teilnehmerstelle gebracht, und der Schlitten 40 rückt wieder um zwei Schritte von 49 nach 53 und von 53 nach 54 vor, wodurch der Kontaktkopf 63 auf die Summerkontakte BB gelangt und entweder schnell darüber hingleitet oder, falls die anzurufende Leitung be-'setzt ist, darauf stehenbleibt. Gleichzeitig wird die Feder 19, die in dem Stromkreis des Magneten L liegt, verstellt. Die Leitungsverbindungen dieser Feder sind so gewählt, daß, wenn der gewünschte Teilnehmer besetzt ist, der Schlitten 40 mit dem Kontaktkopf 63 auf den Summerkontakten BB stehenbleibt. Falls aber die gewünschte Teilnehmerleitung frei sein sollte, wird der Arm 30 weiter vorgerückt, so daß der Schlitten zwei weitere Schritte von 54 nach 71 und von 71 nach 72 ausführt, so daß die Läutestellung erreicht ist. Nimmt der angerufene Teilnehmer seinen Hörer vom Haken, dann schließt er einen Stromkreis zur Überwachung des Magneten L, wodurch der Schlitten 40 wieder zwei Schritte von 72 nach 93 und von 93 zinn letzten Zahn des Gesperres 41 vorgerückt
wird. In dieser Lage wird der Läute Stromkreis abgeschaltet und der Sprechstromkreis zwischen den Teilnohmerstellen T und T hergestellt.
Der Magnet L, der die Motoren steuert, kann bei einem Stromkreis entweder in der geschilderten Weise von der rufenden Teilnehmerstelle aus unmittelbar geschlossen gehalten oder durch ein Linienrelais, das seiner seits .mit der rufenden Teilnehmer stelle verbunden ist, geschlossen werden; gleichgültig in welcher Weise der Magnet mit der Teiltiehmerstelic verbunden ist, wird sein Stromkreis wiederholt unterbrochen und1 geschlossen und dadurch der Kontaktko]>f 63 in die verschiedenen Stromschlußstellungen vorgerückt. Bei jeder Unterbrechung und jedem Stromschluß rückt der Kontaktkopf entweder einen langen Sehritt vor, um die Stromver- !»ndungen zu ändern, oder einen kurzen Schritt, ohne dadurch die von dem Kontaktkopf gewünschten Stromverbindungen zu beeiniiußen.
Die Einstellung der Bürsten auf die An-Schlüsse des anzurufenden Teilnehmers findet gleichzeitig mit der Einstellung des Kontaktkopfes auf die Summerkontakte statt, und die Unterbrechung des Stromkreises bei 19 veranlaßt ein sofortiges Vorrücken des Kontaktkopfes auf die Läutestellung. Nimmt der Kontaktkopf diese Läutestellung ein, dann wird der Stromkreis bei 76 für das Auslösereiais C am Schalter FS' unterbrochen, und es wird der Stromkreis für das Auslöserelais C am Schalter FS über die Kontakte des Kontaktkopfes 63 vorbereitet. Durch das Antworten des angerufenen Teilnehmers wird der Stromkreis für das Ausiöserelais C am Schalter FS vollendet und dafür gesorgt, daß der Kontaktkopf 63 zur Sprechstellung übergeführt wird. Dadurch wird der Stromkreis für beide Relais C und C unterbrochen, und der Stromkreis für die Magnete L und /.' vollendet.
+5 Es ist bereits gezeigt worden, daß der rufende Teilnehmer ein Besetztzeichen erhält, falls Magnet L einen Erdanschluß 61 beim Teilnehmer T findet, falls nämlich dieser Teilnehmer seinen Apparat schon aus der Ruhelage herausgebracht hat. Angenommen nun, der Teilnehmer T2 hätte den Teilnehmer T' schon angrufen, bevor T mit der vorher besetzten Leitung verbunden ist und bevor T' seinen Hörer abgenommen hat. Unter diesen Umständen befindet sich der Kopfkontakt 63 des Schalters FS2 bei niedergerückter Feder 76 in der Läutestellung. Der Stromkreis für den Magneten L ist in diesem Falle über Bürste 57 von FS2, 56, 75, γβ und Erde statt über Bankkontaktdraht 58, wie vorher beschrieben, geschlossen.
Es ist zu beachten, daß der Schlitten 40 jedesmal, wenn das Relais L zu Beginn einer Stromstoßreihe seinen Anker abfallen läßt und wenn der Anker nach der Abgabe der Stromstöße wieder in seine Ruhelage zurückkehrt, einen Schritt vorrückt. Dieses Vorrücken erfolgt teilweise in kurzen vorbereitenden Bewegungsstufen und langen Bewegungsstufen, die allein dazu dienen, um bestimmte Wirkungen hervorzurufen. Diese Anordnung wurde aus dem Grunde getroffen, damit die Erregung und Stromlosmaclnmg des Magneten L zwischen einer Änderung der wirksamen Zustände erforderlich ist. In Anbetracht der besonderen Leitungsanordnungen für die Prüfung einer benutzten Leitung, muß die relative Anordung der langen und kurzen Schritte, wie sie vorhanden ist, wenn die Bürsten 57, 79 und 89 auf die Kontakte einer gewünschten Teilnehmerleitung eingestellt werden, geändert werden in eine Anordnung, die auftritt, wenn der Kontaktkopf 63 über die für das Besetztzeichen, das Läutezeichen und für das Sprechen bestimmten Kontakte vorrückt, so daß im erstgenannten Falle die langen Schritte vom Anziehen des Ankers herrühren, während im zweiten Falle die langen Schritte durch das Abziehen des Ankers vom Magnetkern hervorgerufen werden. Dies wird erklärlich, wenn man berücksichtigt, daß beim Vorrücken von Stellung 53 zur Stellung 54, somit von .Stellung 54 zur Stellung j\ kein kurzer Schritt vorhanden ist. .
Ist das Gespräch beendet, dann hängen die Teilnehmer ihre Hörer an, wodurch die Magnete L und L' stromlos werden, und das Ventil 25 beim Schalter FS wird daher eine Zeitlang geschlossen, so daß der Balg 29 den Arm 30 zurückzieht und den Schlitten 40 in die Ruhestellung zurückführt. Das Auslösen des Schalters selbst ist nicht beschrieben, da es keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet. Es ist aber leicht ersichtlich, daß die Klinken, welche den Schalter in ler wirksamen Lage erhalten, beim Schließen des Ventils 25 freigegeben werden, zu welchem Zwecke man einen Balgmotor verwenden kann, der in ähnlicher Weise wie der Balgmotor 29 arbeitet.
In der Abb. 2 werden die Bürsten 164, 165, 154 und 193 durch die Welle 143 getragen und zunächst senkrecht und darauf wagerecht verstellt. Die Welle und die damit in Verbindung stehenden Spaltglieder werden durch Balgmotore bewegt.
Die Leitungen 102 und. 103 führen zu einem anderen Schalter, der entweder ein Gruppenwähler oder ein Vorwähler sein kann, und stehen über diesen mit einer Sendevorrichtung in Verbindung. Wird der Schalter FS:i be
so wird folgender Stromkreis für Ma-
gneten L3 geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung ι ο ι, 102, Sendeeinrichtung 103, Wicklung 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, Erde. Magnet IJ zieht den Anker in an, wodurch das Ventil 112 geöffnet wird, während das Ventil 1 1.3 sich schließt. Das Öffnen des Ventils ι J 2 läßt Druckluft aus der Hauptzuleitung ι 14 über Absperrventil 1 18 zum Balg 11 5 fließen, so daß der Balg sich ausdehnt und unter Vermittlung des Hebels 116 das Ventil 117 öffnet. Das Drosselventil 118 läßt Preßluft· schnell zum Balg 115 gelangen, verzögert aber den Auslaß, so daß der Balg 11 5 wie ein langsamer Motor arbeitet und in aufgeblähter Stellung während eines kurzen andauernden Schließens des Ventils J12 verbleibt. ,
Das Öffnen des Ventils 117 läßt Druckluft zum Ventil 1.13 gelangen, das vorher geschlossen war, so daß die Preßluft über Leitung 119 und Absperrventil 119,, den Balg 120 aufbläht, der den Hebel 121 um Zapfen 122 ausschwingt. Das freie Ende des Hebels 121 ist durch ein Gelenk 123 mit einem Arm der Klinke 124 verbunden, die am Schlitten 125 gelagert ist. Wird der Hebel 121 in vorbeschriebener Weise bewegt, dann schwingt die Klinke 124 um ihren Drehzapfen aus, bis sie einen Flansch des Gesperres 126 ergreift und den Schlitten so weit bewegt, daß die Klinke einen Zahn 127 des Gesperres ergreift.
Das Gesperre 126 ist um Zapfen 128, die an beiden Enden vorgesehen sind, ausschwingbar und besitzt an seinen Seitenflanschen Zähne, die mit dem in der Zeichnung ersichtlichen Abstand angeordnet sind. Die langen Zähne sind dem Beschauer zugekehrt, und die kurzen Zähne liegen auf der entgegengesetzten Seite des Gesperres. Wird das Gesperre um seinen Zapfen zur Ausschwingung gebracht, dann kommen die Zähne alnvechselnd in die Bahn der Klinke 124. Eine Feder 129 hält das Gesperre gewöhnlich so, daß die kurzen Zähne in der Bahn der Klinke liegen. Auf das Gesperre wirkt ein Balg 130, der es entgegen der Wirkung der Feder ι 29 zum Ausschwingen bringt. Die geschilderten Vorgänge bis zum Eingreifen der Klinke 124 in den Zahn 127 finden selbsttätig beim Belegen durch einen Vorwähler oder einen anderen Wähler statt. Ein Teil dieser Wirkung besteht in einer kurzen Bewegung des Schlittens L25, wodurch Federn 131 und 132 geöffnet werden und die Erdverbindung von der Prüfleitung 1 33 abgeschaltet wird. Zieht der rufende Teilnehmer seine Nummernscheibe auf, dann wird der Stromkreis für den Magneten IJ entsprechend der eingestellten Ziffer unterbrochen. Bei diesen Stroiriunter-
brechungen fällt der Anker ι ι ι ab und veranlaßt ein schnelles Schließen und öffnen des Ventils 112 und ebenfalls ein schnelles Öffnen und Schließen des Ventils 113.
Das Drosselventil 118 verhindert ein schnelles Entleeren des Balges 115, der das Ventil 117 weiter offen hält, so daß Preßluft dauernd zum A^entil 113 strömen kann. Das Öffnen des Ventils 113 läßt Preßluft durch Rohr 134 zu einem Luftverteiler 135 und durch ein Zweigrohr 136 und ein Drosselventil 137 zum Balg 130 strömen, der sich ausdehnt. Das Drosselventil 137 sorgt dafür, daß der Balg 130 wie ein langsam arbeitender Motor wirkt und bei schnellem Hinundherschwingen des Ankers in aufgebläht bleibt, aber beim Aufhören der Ankerschwingungen sich zusammenzieht. Durch die Ausdehnung des Balges 130 wird das Gesperre 126 so verstellt, daß die Klinke 124 das Zahnende verläßt und der Schlitten 125 vorrückt, bis die Klinke 124 den Zahn 138 erreicht hat.
Im Innern des Verteilers 135 ist ein Kolben 139 vorgesehen, der einen Kanal 140 besitzt. Das obere Ende desselben ist offen, und das untere Ende kann mit den Rohrleitungen, die in dem Verteiler münden, in Verbindung gebracht werden. Der Kolben 139 ist mit dem Schlitten 125 so verbunden, daß bei jeder Schrittbewegung sich auch der Kolben um ein entsprechendes Stück bewegt. Dadurch, daß der Schlitten mit seiner Klinke 124 an den Zahn 138 heranbewegt wird, ist auch das untere Ende des Luftweges 140 mit dem Rohr T41 in Verbindung gebracht, so daß der Balg 142 aufgeblasen wird. Durch diesen Balg wird die Welle 143 senkrecht gehoben, so daß dadurch die Arbeit des üblichen Schalters mit senkrechter Wellenhebung verrichtet wird. Die vorher erwähnten Luftströme im Rohr r34, die durch das schnelle Öffnen und Schließen des Ventils 113 entsprechend den Schwingungen des Ankers τ 1 r hervorgerufen werden, pflanzen sich durch 140 und 141 fort und verursachen eine gleiche Anzahl Ausdehnungen und Zusanimcnziehungen des Balges 142, wodurch die Welle 143 eine entsprechende schrittweise Abwärtsbewegung ausführt.
Nach Beendigung der erwähnten Stöße wird der Stromkreis für Magneten IJ geschlossen, und der Anker ir verbleibt in der augezogenen Lage. Hierdurch wird die Luftzufuhr vom Balg 130 und Rohrleitung 134 abgesperrt. Der Balg 130 zieht sich zusammen, und das Gesperre i.2(> wird so um seinen Zapfen gedreht, daß der Zahn 1 38 ausgelöst wird und dem Balg 120 ermöglicht, den Schlitten 125 fortzuschalten, bis die Klinke 124 den Zahn T44 erreicht. Dirs ist ein langer Schritt, wodurch das untere Ende des Luftweges 140 mit dem Rohr 145 in Verbindung gebracht wird, der zu dem Balg !40 hinführt, welcher die Drehung der Welle bewirkt.
Bei Übersendung der letzten Gruppe von Stromstößen wird der Balg 130 in vorbeschriebener Weise aufgebläht, und außerdem werden auch die entsprechende Anzahl von Stoßen zum Balg 146 geleitet, so daß clic Welle 143 um ein entsprechendes Stück gedreht wird. Durch die Ausdehnung des Balges 130 wird der Zahn 144 ausgelöst und ermöglicht der Klinke 124, den Zahn τ 47 vorzubringen. Dies ist ein kurzer Schritt, durch den der Apparat für die nächste Schaltmaßnahme vorbereitet wird.
Durch die erwähnte Drehung der Welle 143 werden die Bürsten auf die Anschlüsse des verlangten Teilnehmers gebracht, wie dies bei jetzigen Schaltapparaten üblich ist. Nach Beendigung der letzten Stromstoßgruppe zieht sich der Balg 130 wieder, wie bereits vorerwähnt, zusammen, und die Klinke 124 bewegt sich um einen langen Schritt vom Zahn 147 zum Zahn 148. Dieser lange Schritt bringt den Luftweg 140 vom Rohr 145 fort, so daß wieder im Rohr auftretende Stöße die Lage der Bürsten nicht mehr beeinflussen können.
Durch diesen langen Schritt zum Zahn 148 wird auch der Kontaktkopf 149 des Schlittens 125 in eine Lage übergeführt, in der er die Leitungen BB des Summers mit den Leitungen 102 und 103 über Kondensatoren 150 verbindet. Außerdem wird durch diesen langen Schritt das isolierte Glied 151 in eine Lage übergeführt, bei der die Feder 106 von der Feder 107 abgehoben und mit der Feder 152 in Verbindung gebracht wird. Die Feder 107 verbindet gewöhnlich die Wicklung 104 des Magneten L3 zur Erde über Feder τ 10. Ist der Schaltapparat mit seinen Bürsten an eine besetzte Leitung hingelangt, dann werden die Federn 152 auch in folgender Weise an Erde gelegt: 152, 153, Prüfbürste 154 zur Erde über Prüfkontakt der besetzten Leitung.
Wird aber der Schalter an eine freie Leitung hingeführt, dann finden die Bürsten keine Erdverbindung, und die Bewegung der Feder ro6 von der Feder 107 unterbricht den Stromkreis für den Magneten U\ Hierdurch wird das Ventil 113 geöffnet und ermöglicht das Aufblähen des Balges [30, wodurch das Gesperre [26 zum Ausschwingen gebracht wird und der Klinke 124 ermöglicht, vom Zahn 148 zum Zahn 155 zu gelangen. Dies ist ein langer Schritt, tier unmittelbar dem vorher erwähnten langen Schritt vom Zahn 147 folgen kann. Vorher wurden die langen Schritte durch Anziehen des Ankers 11 r und die kurzen Schritte durch das Freigeben des Ankers hervorgerufen. Von diesem Punkt an ist dies unigekehrt, da die langen Schritte beim Freigeben des Ankers und die kurzen Schnitte beim Anziehen des Ankers hervorgerufen werden. Der lange Schritt zum Zahn [55 bringt das isolierte Glied 151 von der Feder fo6 fort, so daß diese wieder mit der Feder 107 in Eingriff tritt. Dadurch wird der Stromkreis für den Magneten L3 von neuem geschlossen, und die Klinke 124 rückt einen kurzen Schritt zum Zahn 156 vor. Durch diese Schritte wird der Kontaktkopf 149 in die Läutestellung übergeführt.
Im unteren Teil der Zeichnung sind drei Sätze von Ban kkon takten vorgesehen, die die Anschlüsse für drei Leitungen darstellen, irgend eine dieser Leitungen kann von dem rufenden Teilnehmer beim Arbeiten seines Schalters FS* belegt werden. Der mittlere Satz hat drei Leitungen und stellt einen Einzelanschluß dar. Der obere und untere Satz hat je vier Leitungen, von denen eine dauernd geerdet ist; diese Sätze stellen Gesellschaftsleitungen dar. Es wird angenommen, daß die Bürsten eine Lage einnehmen, bei der der Einzelanschluß eingeschaltet ist.
Da sich die Bürsten bei einem Einzelanschluß befinden und der Kontaktkopf 149 die Läutestellung einnimmt, so fließt Strom von der Rufamaschine GEN über Kontaktarm 157 und Leitung 158, Federn 159, 1:60, Kontakte ιοί, 149, 162, Bürsten 164, 165, Bankkontaktdrähte 166 und 167 und zum gewünschten Apparat über die üblichen. Verbindungen. Eine Zweigleitung führt über Wicklung 168, Ausschaltrelais C"\ dessen Anker 172 nur langsam in seine Ruhelage zurückkehrt, aber auch nur langsam anspricht, so daß der Läutestrom auf dieses Relais keinen Einfluß ausübt.
Anwortet der angerufene Teilnehmer, dan« wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung 168 von C3, 169, vorbeschriebener Läutestromkreis, 170, 171 von C", Erde.
Das Relais C"' zieht den Anker 172 an und unterbricht den Stromkreis für den Magneten U an der Feder 110. Durch die Unterbrechung dieses Stromkreises wird das Ventil 113 geöffnet und verursacht ein Aufblasen des BaI-gcs r30, so daß der Zahn 156 ausgelöst wird und die Klinke τ24 bis zum Zahn 173 fortschreiten kann. Durch dieses Fortschreiten wird der Kontäktkopf 149 von den Kontakten 161 und 162 zur Sprechlage an die Kontakte 174 und τ75 herangeführt. Durch die ForL-bewegung des Kontaktkopfes 149 von den Kontakten i6r und 162 wird der Stromkreis für das Relais C"' unterbrochen. Hierdurch wird der Stromkreis für Magneten U' gesclilossen und das Gesperre Γ26 in seine nächste Lage übergeführt, so daß die Klinke bis zum ZaIm ι 70 vorrückt. Da dies aber nur ein kurzer Schritt ist, so verbleibt der Kontäktkopf 109 in der Sprechlage.
Der Spreclistromkreis kann über die stark gezeichneten Leitungen 102, 103 und über
Beschreibung
die Kondensatoren 150, Kontaktkopf 149, Bürsten 164 und 165, welche die gewünschte Leitung erreicht haben, leicht verfolgt werden. Der angerufene Apparat wird durch die Wicklung des Relais L über Leitungsverbindungen mit Strom versorgt, die sich leicht aus der Kontaktanordnung des Kontaktkopfes 149 ersehen lassen.
In der vorangegangenen
wurde angenommen, daß der rufende Teilnehmer den Schalter FSB mit seinen Bürsten auf die Anschlüsse eines Einzelanschlusses übergeführt hat, die mit den Bankkontaktdrähten 166 und 167 verbunden sind. Es sei nunmehr angenommen, daß die Schalterbürsten an die Anschlüsse der oberen Gesellschaftsleitung angeschlossen sind. In diesem Falle prüft die Bürste 193 den mit dem beständig geerdeten Leiter 194 verbundenen Anschluß, wobei gleichzeitig der Isolationskörper 177 des Schlittens 125 gegen einen Hebel 178 drückt und dadurch zwei Kontaktfedersätze schließt. Die Feder 180 wird dadurch mit der Feder 181 in Berührung gebracht, wodurch Leitung 182 und 153 sowie die Prüfbürste 154 an Erde gelegt werden. Diese Wirkung ist unabhängig davon, ob die Bürsten an eine Einzel- oder eine Gesellschaftsleitung angeschlossen werden. Durch das Schließen der Federn 186 und 187 wird, sobald die Bürsten 193 die beständig geerdete Leitung 194 erreichen, folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie 183, Magnet 184, 185, 18C, 187, 188, 180, 190, 191, 192, Bürsten 193, 194, Erde.
Der Magnet 184 zieht den Anker 195 an, öffnet das Ventil 196 und veranlaßt dadurch ein Aufblasen des Balges 197, so daß der Hebel 198 um seinen Drehzapfen ausschwingt,
■to sein Ende 199 in einen Schlitz am unteren Ende des Gesperres 126 einschnappt und dadurch jede weitere Bewegung des Gesperres und Schlittens verhindert. Durch das Aus-schwingen des Hebels 198 wird auch der Läutestromkreis an den Federn 159 und 160 unterbrochen, und gleichzeitig wird beim Erreichen der Läutestellung durch den Kontaktkopf 149 dafür gesorgt, daß bei diesem Zustand kein Läutestrom fließt, wie dies beim Belegen einer Einzelleitung in der vorbeschriebenen Weise geschah.
Wenn der Konta'ktkopf 149 die Läutelage erreicht, kommt das untere. Ende des Luftweges 140 mit dem Rohr 100 in Verbindung.
Wird beim Anruf ein Einzelanschluß verlangt, dann erfolgt durch diese Rufverbindung nichts. Soll aber ein Teilnehmer einer Gesellschaftsleitung gerufen v/erden, dann muß der rufende Teilnehmer zu diesem Zweck noch eine besondere Ziffer auf seiner Scheibe t'insk'Ilen. Hierdurch wird Luft zu dem Rohr 134 und 136 geleitet. Der Zufluß der Luft ' zum Balg 130 bleibt dabei aber ohne Wirkung, j da der Vorsprung 199 das Gesperre 126 festhält. Die Luftzufuhr 134 gelangt aber auch zum Rohr too und bläht den Balg 201 auf, so daß das Schaltrad 202 gedreht wird und durch Aufblasen des Balges 203 die Federn 204 und 205 in die .Kontaktschlußstellung übergeführt, werden. Der Balg 201 folgt allen über Leitung 100 gesandten Stoßen, so daß sich alle Erregungen, die U durch die letzte Ziffer erfährt, bemerkbar machen. Der Balg 203 bleibt aber während der Druckschwankungen im Rohr ioo aufgebläht, da er mit einem besonderen Drosselventil 206 ausgerüstet ist, das den Motor 203 zu einem langsam wirkenden macht. Zwischen den Bewegungen des Schaltrades 202 wird die Verbindung zwischen den Federn 190 und 19τ unterbrochen, jedoch wird durch den Balg 203 die Verbindung zwischen den Leitungen 188 und 192 über Federn 204 und 206 überbrückt, demzufolge bleibt der Stromkreis für den Magneten 184 unbeeinflußt. Die isolierten Kontaktarme τ 57 sitzen an der Welle des Schaltrades 202 in derselben Weise, wie die Bürsten 164, 165, 154 und 193 von der Welle T43 getragen werden. Wird das Rad 202 fortgeschaltet, dann werden die Kontaktarme r 57 von der gewöhnlichen Läuteverbindung bei 207 zu einer anderen der Läuieverbindungen W1 X, Y oder Z hingeführt, was von der Anzahl der über Magneten If' gesandten Stromstöße und von der Einstellung der Nummernziffer abhängt.
Sind die Son der Stromstöße für den Gesellschaftsanschluß übersandt, dann bleibt (]cr Anker τ π angezogen und hält das Ventil 1 13 geschlossen, so daß die Luftzufuhr zum Rohr 100 unterbrochen wird. Der Balg 203 fällt zusammen und unterbricht den Stromkreis für Magneten 184, wodurch die Luftzufuhr vom Balg 197 aufhört. Hierdurch gelangt der Hebel 198 wieder in seine Ruhelage, und das Gesperre 126 wird frei, so daß die Federn 159 und 160 geschlossen werden. Auf diese Weise wird die Läuteverbindung durch den Kontaktkopf 149 zur Gesellschaftsleitung wiederhergestellt, und es wird das besondere no Signal über die Leitung gesandt, was von der Stellung der Kontaktarme 157 abhängt. Von diesem Zeitpunkt an ist die Wirkung dieselbe wie beim Anruf einer Einzelleitung.
Ist das Gespräch beendet und hängen die Teilnehmer ihre Hörer wieder an, dann wird der Magnet../," stromlos. Das Ventil τ 12 wird dann nicht länger durch den Anker in offen gehauen, und der Motor 115 kehrt in seine Ruhelage zurück, so daß das Ventil 117 sich schließt. Der Motor 120 zieht den Arm 121 zurück, und rl er Schlitten 125 kehri auch in

Claims (10)

448 seine Anfangslage zurück. Die Ausführung des Schalters an sich ist nicht beschrieben, da diese keinen Gegenstand der Erfindung bildet; es sei aber erwähnt, daß die Klinken, welche den Schalter in der Arl>eitslage hallen, verstellt werden, um den Schalter durch Schließen des Ventils r r τ auszulösen. Zu diesem Zwecke können sie durch einen Balg gesteuert werden,'der ähnlich wie der Balg f2o wirkt. Ρλ T ENTANSl1I! Ü C II Ji :
1. Schaltvorrichtung für Selhstanschlußfernsprechanlagen mit durch ein Druckmittel (Preßluft) bewegten Schrittschaltwerken und Steuerschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß die schrittweise Bewegung des Steuerschalters (40, 125) durch ein von einem Preßluftmotor (29, 1:20) getriebenes Gesperre (41, 126) beherrscht wird.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 mit zur Steuerung verwendetem Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet (L, L!t), der von dem rufenden Teilnehmer aus erregt wird, zuerst die Wirkungen des schrittweise angetriebenen Schalters steuert und hierauf seinerseits durch zu prüfende besetzie oder freie Leitungen gesteuert wird, um dadurch die Wirkungen, des Steuerschalters (40, 125) zu beeinflussen.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch r, 35.. dadurch gekennzeichnet, daß das Vorrücken des Steuerschalters (40, 125) in die Prüf-, Läute- und Sprcchstelhmg von einer Kontakteinrichtung (19, /6) abhängig ist, die durch die jeweils vorangegangene Bewegung gesteuert wird.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, in der der Steuerschalter (40, τ25) die Stromkreise für die Relais (C, C3) einschaltet, die 'die Sperrung.der angerufenen Leitung vornehmen.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperre (41, τ 26), welches den Steuerschalter (40, 125) von Stufe zu Stufe vorrücken läßt, bei längerem Ankeranzug (24, irr) des Elektromagneten (Lt [J1) während der Pausen zwischen den Stronistoßreihen und bei den aufeinanderfolgenden Ankerbewegungen während der Abgäbe zusammenhängender Stromstöße
derartig beeinflußt wird, daß es den Steuerschalter von einer zur anderen Stufe fortschaltet.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet., daß eine Sperrvorrichtung (199) vorgesehen ist, um eine weitere schrittweise Bewegung des Steuerschalters in Abhängigkeit von einer Stromkreisverbindung (94, 93) zu verhindern, die mit dem Prüfkontakt des angerufenen Teilnehmers in Verbindung steht, um dadurch eine Zwischenwirkung (Auswahl einer besonderen Läutestromfrequenz) zu ermöglichen, bevor die Einrichtung ausgelöst wird.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch τ, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung (199)' außer der Verhinderung des Vorwärtsrückens des Steuerschalters (125) auch Kontaktvorrichtun- gen (157, 160) betätigt, die zu der gewünschten Teilnehmerleitung führen, um eine Signalgebimg bei dem gesuchten Teilnehmer zu verhindern, bis die Zwischenwirkung ausgeführt ist.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschalter, der durch einen Kraftmittelmotor (29, 120) angetrieben wird, in seinen nacheinanderfolgenden Wirkungen durch einen zweiten Kraftmittclmotor (45, 130) gesteuert wird, der jedoch erst in Tätigkeit tritt, nachdem die Wirkungen, für die die Vorrichtung vorher eingestellt war, beendigt sind.
9. Steuerschalter nach Anspruch τ für mit einem Druckmittel betriebene Schaltreinigungen, dadurch gekennzeichnet, daß er mittels einer als Kolbenschieber ausgebildeten Verteilervorrichtung das Druckmittel zufluürohr mit den zu den verschiedenen Antriebs vor richtungen der Schalter führenden Rohrleitungen verbindet.
10. Schalteinrichtung nach Anspruch r und 5, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen (47, 4'S, 49, 53) die Bewegung des Steuerschalters (40) in abwechselnd kurzen und langen Schritten steuern, und daß weitere Vorrichtungen' (54, 71, 72> 93) durch diesen Steuerschalter (40) in Wirksamkeit gesetzt werden, die die BeSteuerschalters (40) in ablangen und kurzen wSchritten
steuern. "o
wegung des
Hierzu 1'Blatt Zeichnungen.
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