DE433784C - Brabanter Pflug - Google Patents

Brabanter Pflug

Info

Publication number
DE433784C
DE433784C DES65715D DES0065715D DE433784C DE 433784 C DE433784 C DE 433784C DE S65715 D DES65715 D DE S65715D DE S0065715 D DES0065715 D DE S0065715D DE 433784 C DE433784 C DE 433784C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arms
carrier
coulter
plow
ploughshare
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES65715D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bajac SA Des Ets
Original Assignee
Bajac SA Des Ets
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bajac SA Des Ets filed Critical Bajac SA Des Ets
Application granted granted Critical
Publication of DE433784C publication Critical patent/DE433784C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/04Animal-drawn ploughs
    • A01B3/16Alternating ploughs, i.e. capable of making an adjacent furrow on return journey
    • A01B3/18Turn-wrest ploughs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Guiding Agricultural Machines (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 17. SEPTEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 433784 KLASSE 45 a GRUPPE 14
(S657i5
Societe Anonyme des Etablissements Bajac in Liancourt, Frankr.
Brabanter Pflug.
Patentiert im Deutschen Reiche vom It, April 1924 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldungen in Frankreich vom 7. Mai und 20. September 1923 beansprucht.
Die Erfindung betrifft einen Brabanter Pflug mit selbsttätiger Hebung, Senkung und Drehung der Pflugschare.
Die Erfindung besteht darin, daß das Heben, Senken und Drehen der Pflugschare von einem einzigen Zugorgan abhängig sind.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung
besteht darin, daß der Pflugscharträger mittels zweier Arme auf der Achse zweier Vorderräder ruht, um die Pflugschare durch das Senken der Arme in 'Arbeitsstellung zu bringen und daß ein Hinterrad auf einem Gestell so angebracht ist, daß es gleichzeitig mit den genannten Armen gesenkt oder gehoben
werden kann. Das Zugorgan bewirkt das Senken des Pflugscharträgers mittels Entriegelung der Tragarme, worauf die Vorder- und Hinterräder unter dem Eigengewicht der Maschine ihre Achsenentfernung vergrößern. Durch dasselbe Zugorgan werden die Arme auf den Vorderrädern verriegelt und gleichzeitig das Hinterrad in die Tiefstellung gebracht, wodurch die Hebung des Pflugscharträgers und die Außerbetriebsetzung der Pflugschare erreicht wird.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Pflugtiefe durch Begrenzung des Weges der Arme einstellbar ist. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Drehung der Pflugschare selbsttätig erfolgt, nachdem diese durch Beeinflussung des Zugorgans gehoben sind; alsdann erfolgt die Umdrehung selbsttätig durch die Einwirkung der Vorderräder bzw. deren Achse, welche bei dieser Stellung gerade ein an ihr befestigtes Zahnrad mit einer Zahnradübersetzung in Eingriff bringt, wodurch der Pflugscharträger eine halbe Umdrehung macht. Vor der Umdrehung des Pflugscharträgers wird ebenfalls selbsttätig dessen Entriegelung vorgenommen. Die der Entriegelung dienenden Vorrichtungen bewirken zugleich die Einrückung der Umdrehung und ihre Begrenzung.
Eine besondere Ausführungsform der Maschine ist dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem der Pflugscharträger entriegelt ist, die Umdrehung des Scharträgers durch das Hinterrad erfolgt, falls bei Umwendung des Pfluges eine Einwirkung der Vorderachse auf den Träger zwecks dessen Umdrehung nicht stattfindet.
Auf den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in zwei Ausführungen beispielsweise dargestellt; es sind:
Abb. ι eine Seitenansicht des Pfluges, Abb. ra eine Seitenansicht des Vorderteiles des Pfluges,
Abb. 2 und 2a Grundrisse dazu, Abb. 3 und 3a Vorderansichten des Pfluges, Abb. 4 und 5 Seitenansichten des Zugcrgans und der Tragarme,
Abb. 6 eine Seitenansicht des Hinterrades und seiner Steuerungsorgane,
Abb. 7 und 8 ein senkrechter und ein wagerechter Schnitt durch den Kopf des Vorderteiles des Pfluges mit der der Drehung des Pflugscharträgers dienenden Vorrichtung, Abb. 9 eine andere Ausführungsform des Hinterrades in Seitenansicht,
Abb. 10 eine Draufsicht auf diese, Abb. 11 und 12 eine Seitenansicht und eine Draufsicht derselben Ausführungsform während der Schwenkung des Hinterrades nach links.
Das als Welle ausgebildete vordere Ende ia des Scharträgers 1 ist in einem Gehäuse oder Kopf 2 drehbar gelagert. Dieser hat oben einen Aufsatz 3, in dessen oberem Ende die Welle 4 drehbar gelagert ist. An dieser Welle sind die beiden Tragarme S und 6 drehbar angelenkt, welche durch Bügel 7 miteinander starr verbunden sind (Abb. 1 bis 3a). Durch die unteren Enden der Arme 5 und 6, und zwar durch die Buchsen 8a und 8b geht die in den Buchsen drehbare Achse 8 der Vorderräder 9 und 10; die Achse kann mittels Klinkensperre festgestellt werden. Ein Arm 11 ist drehbar an Achse 4 befestigt und verbindet diese mit dem hinteren Teil des Scharträgers i, welcher in diesem Ende drehbar gelagert ist. Das Hinterrad 12 (Abb. 6) ist um eine Achse 13', welche quer zum Arm 11 in diesem befestigt ist, schwenkbar; das Schwenken erfolgt von den Armen 5 und 6 aus durch eine an der oberen Verlängerung dieser Arme angelenkte Zugstange 16 (Abb. ia bis 3a, 6). Diese Zugstange überträgt die Bewegung der Arme auf Winkelhebel 15, welcher um einen auf Arm 11 befestigten Zapfen 15' schwingbar ist; dieser gibt die Bewegung an die an seinem hinteren Arme angelenkte Stange 14 weiter und diese betätigt einen auf Zapfen 13' des Armes 11 schwenkbaren Winkelhebel 13. Eine Ausladung des letzteren an seinem unteren Arme trägt die Gabel 20 des Hinterrades 12, und zwar ist die Gabel mittels des Stiftes 202 und des auf diesem sitzenden Bundes 20' so befestigt, daß sie in der Zugrichrung des Pfluges starr mit Hebel 13 verbunden ist, daß sie sich dagegen seitwärts schwenken läßt. Der Bund 20' begrenzt die Bewegung sowohl in vertikaler wie in horizontaler Richtung durch Anschlag an den Hebel 13.
Die Bewegung der Arme 5 und 6 auf der Welle 4 wird beim Senken des Scharträgers nach vorn durch zwei Anschläge 18 und 18' begrenzt. Diese sind auf Bügel 17, welcher in den Gleitschienen 182 und 188 gleitet, mittels der Schraube 19 und des Hebels 19' verstellbar (Abb. 4). Dadurch kann die Senkung des Scharträgers und damit die Pflugtiefe eingestellt werden.
Das Zugseil 23 bewegt die auf Welle 4 schwenkbare Gabel 24. Diese hat an ihren Enden nach entgegengesetzten Richtungen zwei fest verbundene Nasen 40, an welchen die Kurbelstangen 26 und 27 angelenkt sind.
Diese geben den Klinken 21 und 22, welche je durch eine öffnung der Arme 5 und 6 hindurchgehen, eine Bewegung im entgegengesetzten Sinne. Die Klinke 21 kann in eine der Zahnlücken des Sperrades 28 eingreifen, welches auf der Achse 8 festgekeilt ist. Eine Rolle 30 (Abb. 3a, 4, 5) der Klinke 21 läuft auf einer schiefen Ebene 29 seitlich an der
Oberkante des Kopfes 2. Klinke 22 gleitet in zwei am Arm 6 angebrachten Führungen 6" und 66 und trägt eine Feder 31, welche zwischen der Führung 6" und einer an der Klinke 22 angebrachten Verstärkung 22" zusammengedrückt werden kann. Die Klinke 22 kann mit ihrem Ende in einen Einschnitt der Auflauffiäche ^5 einfallen und dadurch die Arme in hochgestellter Lage festhalten. Ein Schlitz 63 in Klinke 21 gestattet eine Verschiebung der Kurbelstange 26 und der Klinke 21 gegeneinander.
Das runde vordere Ende des Scharträgers 1 (Abb. 7 und S) ist in zwei Punkten drehbar gelagert, in der Vorderwand des Kopfes 2 und in einem Zwischenpfeiler 32, welcher Boden und Decke des Kopfes gegeneinander abstützt; der Scharträger wird vorn durch Ring 64, hinten durch Ring 65 gegen wagerechte Ver-Schiebungen in den Lagern gesichert. Die Drehbewegung wird auf den Scharträger von der Achse 8 bei der Vorwärtsbewegung des Pfluges übertragen. Auf Achse 8 sitzt ein Zahnrad 34, welches in ein Zahnrad 35 am unteren Ende des Kopfes 2 eingreift; von diesem wird die Bewegung auf das Zahnrad 36 und die Kegelräder 37 und 38 übertragen. Die starr verbundenen Räder 36 und 37 sitzen lose auf Querwelle 40, das Kegelrad 38 ebenfalls lose auf dem runden Ende des Trägers 1. Die Bewegung des Rades 38 wird auf den Scharträger durch eine auf Keil 43 verschiebbare Kupplung 42 übertragen.
Auf einer Auf lauf schiene 44 (Abb. 7 und 8) an Arm 5 läuft bei seiner Aufrichtung eine Rolle 45, welche einen an der Achse 47 in senkrechter Ebene starren Hebel 46 mitnimmt. Achse 47 ist wagerecht in der linken Seitenwand des Kopfes 2 und dem Lagerbock 51 drehbar gelagert. Außerhalb des Kopfes 2 sitzt auf ihr mittels eines Zapfenloches der genannte Hebel 46. Dieser wird auf Achse 47 durch einen Zapfen 52 festgehalten, um welchen er wagerecht schwingen kann. Vor und hinter der Welle 47 sind zwei Anschläge für Hebel 46 angebracht, vorn ein nachgiebiger Federbolzen 53, an der Seitenwand des Kopfes, hinten ein starrer Zapfen 53'. Beide halten den Hebel 46 und die Rolle 45 in der Richtung der Schiene 44.
Die vom Hebel 46 gedrehte Welle 47 setzt die auf ihr innerhalb des Kopfes angelenkte Kurbelstange 48 in Bewegung. Diese verschiebt mit ihrem anderen Ende die mit einer Feder versehene Stange 49, welche in den Lagern 54 und 55, die an der Hinter- bzw. linken Seitenwand des Kopfes angebracht sind, gleitet. Das Ende dieser Stange 49 beeinflußt den an ihr angelenkten, um den Lagerbock 56 an der Vorderwand des Kopfes schwingbaren Hebel 50 und dieser verschiebt die Kupplung 42 auf dem inneren Teil des Scharträgers 1' und bringt sie in Eingriff mit Rad 38, womit die Bewegung der Achse 8 auf den Scharträger übertragen wird. Durch dieselbe Verschiebung der Stange 49 wird diese aus einer der Aussparungen der Sektorkörper 57 und 58 herausgezogen, in welche sie nach je einer halben Drehbewegung des Scharträgers abwechselnd eingreift. Dadurch wird der Scharträger entriegelt, was unten näher beschrieben wird.
Sobald der Scharträger 1 in drehende Bewegung kommt, rotieren auch die auf seinen beiden Armen hinter der Hinterwand des Kopfes 2 mit Zapfen 59 und 60 befestigten Sektorkörper 57 und 58. Die an diesen quer zur Bewegungsrichtung der Stange 49 befestigten Nasen 61 und 62, welche einander genau gegenüberstehen, schlagen abwechselnd an den Zapfen 46' des Hebels 46 und bringen dadurch nach je einer halben Umdrehung des Scharträgers die Rolle 45 mit der Auflaufschiene 44 außer Einwirkung.
In der Ausführungsform nach Abb. 9 bis 12 ist das Hinterrad α mit Zähnen b versehen, welche erst nach Eintreffen auf dem Felde eingesetzt werden. Das Rad läuft auf einer Achse /, auf der zu beiden Seiten des Rades a je ein Zahnrad g befestigt ist. Die WTelle f ist in einer Gabel c gelagert; diese ist mittels eines Stiftes c und eines Bundes e am äußeren Ende des schwenkbaren Winkelhebels d befestigt, wie oben näher beschrieben. Am hinteren Ende des Pflugscharträgers h sitzt ein Zahnrad i, welches bei der Schwenkung des Hinterrades (Abb. 11, 12) mit einem der Räder g in Eingriff kommt.
Der Pflug arbeitet in folgender Weise: Der Riegel 21 bewirkt durch sein Eingreifen in das Zahnrad 28 die Hebung der Pflugschare. Die Klinke 22 hält durch ihr Eingreifen in eine Aussparung der Auflauffläche 33 die Arme 5 und 6 in aufgerichteter Stellung, so daß die Pflugschare gehoben bleiben.
Vor dem ersten Zuge auf das Zugseil 23 sind die Pflugschare hochgehoben, die Arme 5 und 6 aufgerichtet. Die Klinke 22 steht dann in Eingriff mit der Auflauffläche 33 und gleichzeitig wird der Riegel 21 durch die Rolle 30 und die Auflauffläche 29 in hochgehobener Stellung gehalten.
Durch den ersten Zug auf das Zugseil 23 wird die Klinke 22 aus dem Einschnitt der Auflauffläche 33 herausgezogen. Die Arme 5 und 6 schwenken nach vorwärts, bis sie an die Anschläge 18 und 18' anstoßen. Gleichzeitig ist die Rolle 30 des Riegels 21 von der Auf lauf fläche 29 herabgeglitten; der Riegel 21 bleibt aber trotzdem außer Einwirkung mit dem Zahnrad 28, weil die Gabel 24, an welcher
438784
der Riegel 21 hängt, durch die Wirkung der Feder 31 in einer bestimmten Stellung festgehalten wird.
Beim zweiten Zug auf das Zugseil 23 wird der Riegel 21 in das Sperrad 28 gesenkt. Die Vorderräder des Pfluges werden dadurch unbeweglich und schleifen auf dem Boden. Die Arme 5 und 6 werden aufgerichtet und heben die Pflugschare. Während dieses zweitenZuges
ίο auf das Zugseil geht die Kurbelstange 26 bis an das untere Ende des Schlitzes 63 und übt einen Druck auf den Riegel 21 aus. Gleichzeitig wird die Klinke 22 gehoben und die Feder 31 nach oben zusammengedrückt.
Wenn die Arme 5 und 6 sich aufrichten, gleitet die Klinke 22 auf der Rampe 33, fällt in die Aussparung der Rampe ein und stellt damit die Arme fest. Gleichzeitig ist die Rolle 30 auf die Auflauffläche 29 gestiegen und hat damit den Riegel 21 aus dem Sperrad 28 gelöst, so daß sich die Räder wieder drehen können.
Auf das Hinterrad wirkt das Zugseil wie folgt ein: Beim ersten Zug, welcher die Schrägstellung der Arme 5 und 6 und damit die Senkung der Pflugschare bewirkt, bewegt sich der über Achse 4 nach oben herausstehende Teil der Arme 5 und 6, der Bügel 7, mehr nach hinten als Achse 4. Die Stange 16 geht also weiter nach rückwärts als Stange 11 (Abb. 1) und verschiebt daher den auf Stange
11 schwingbaren vorderen Arm des Winkelhebels 15 nach rückwärts und damit den anderen Arm des Winkelhebels mit Stange 14
nach unten, den Winkelhebel 13 mit seinem j unteren Teile aber nach oben. Dadurch wird [ Gabel 20 gegenüber dem Scharträger in die j strichpunktierte Hochstellung mit dem Rade '
12 gehoben und nach rückwärts ausgeschwenkt (Abb. 6), bis der Ring 20' durch Anstoßen an Hebel 13 die Bewegung begrenzt. :
Beim zweiten Zug des Seiles wird umgekehrt die Stange 16 mehr nach vorwärts ge- ; schoben als Stange 11. Damit wird entspre- j chend der untere Arm des Winkelhebels 13 : nach unten geschwenkt, und so wird Rad 12 durch die Gabel 20 in die in ausgezogenen j Linien gezeichnete Stellung gebracht. j
Die Drehbewegung des Scharträgers findet J statt, sobald die Aufwärtsbewegung desselben beendet ist, also ebenfalls unter Einwirkung des zweiten Zuges des Seiles 23. Ein auf der Vorderachse 8 fest aufgekeiltes Zahnrad 34 (Abb. 4) wirkt auf ein Zahnrad 35, welches auf einem am unteren Rande des Kopfes 2 parallel zur Vorderachse 8 angebrachten Zapfen 39 sitzt, und überträgt die Bewegung der Achse 8 durch das oben näher beschriebene Getriebe als drehende Bewegung auf den Scharträger i. Zahnrad 35 treibt das Zahnrad 36, welches mit Kegelrad 37 fest auf der Welle 40 .sitzt. Dieses steht mit Kegelrad 38 in Eingriff, und sobald letzteres durch die auf Keil 43 des Scharträgers 1' gleitende Kupplung 42 (Abb. 8) mit dem Scharträger verbunden ist, findet die Umdrehung des letzteren statt.
Die Einschaltung des Zahnrades 34 und des Kegelrades 38 geschieht in folgender Weise: Auf der Schiene 44 des Armes 5 (Abb. 7) rollt bei der Aufrichtung dieses Armes, also beim Heben der Pflugschare, eine Rolle 45 vorwärts und nimmt Hebel 46 mit, so daß dieser die mit ihm verbundene Welle 47 dreht. Dadurch wird die an Welle 47 befestigte Kurbelstange 48 in Bewegung gesetzt; diese schiebt entgegen dem Drucke der Feder 49' die Stange 49 vorwärts, und diese übt mittels der ihr angelenkten Gabel 50 die Einschaltung der Kupplung 42, wie oben ausgeführt, aus.
Die Drehbewegung des Scharträgers wird in folgender Weise auf eine halbe Umdrehung beschränkt: Die Stange 49 greift in eine Aussparung eines der beiden Sektorkörper 57 oder 58 ein, welche an den Armen des Scharträgers mittels Zapfen 59 und 60 befestigt sind. Durch die Vorwärtsbewegung wird die Stange 49 aus der Aussparung herausgezogen und damit die Verriegelung des Pflugscharträgers gelöst. Die Sektorkörper rotieren mit dem Pflugscharträger, bis eine der an ihrem Umkreis einander gegenüberstehenden Nasen an einen Anschlag 46' des erwähnten Hebels 46 anschlägt. Dieser Hebel schwingt in wagerechter Richtung um Zapfen 52 auf Welle 47, entgegen der Wirkung des Federbolzens 53, welcher ihn bis jetzt in Verbindung mit dem Zapfen 53' in der Richtung der Schiene 44 gehalten hat. Durch dieses Anschlagen wird Rolle 45 von der Schiene 44 nach innen heruntergezogen. Die von der Welle 45 und dem Hebel 46 abhängigen Teile, insbesondere die Stange 49 und die Kupplung 42, werden ausgelöst und schwingen unter der Wirkung der Feder 49' zurück. Der Antrieb auf den Scharträger hört damit auf, seine Verriegelung erfolgt jedoch erst kurz nachher, sobald die nunmehr mit ihrem hinteren Ende am Vorderrande eines Sektorkörpers gleitende Stange 49 in eine Aussparung einfällt. Die no Rolle 45 kommt dann erst wieder zur Einwirkung, wenn die Auflaufschiene 44 sich beim nächsten Heben der Pflugschare unter sie schiebt.
Die Ausführungsform nach Abb. 9 bis 12 ist dazu bestimmt, das Drehen des Scharträgers auch zu ermöglichen, wenn beim Wenden des Pfluges am Ende einer Furche das Zahnrad 34 der Vorderachse 8 nicht in Einwirkung mit dem Zahnradgetriebe 35 bis 38 kommt. Nachdem dann nach Auslösung durch das Zugseil 23 die Arme 5 und 6 und das
Hinterrad« bzw. 12 hochgestellt sind und die Rolle 45, wie oben beschrieben, die Stange 49 aus dem Sektorkörper 57 oder 58 herausgezogen hat, wird durch das Wenden des Pfluges das Hinterrad gleichzeitig um einen rechten Winkel gegen den S char träger gedreht. Zwei an der Achse des Hinterrades angebrachte Zahnräder g greifen dann abwechselnd in ein am Ende des Trägers befindliches Zahnrad i ein; sie drehen durch die Bewegung des Hinterrades den Scharträger um eine halbe Umdrehung. Zu dieser Zeit ist auch die Wendung des Pfluges beendet, und das Rad a geht wieder in die Stellung nach Abb. 9 und 10
zurück, wobei die Zahnräder g leer laufen.

Claims (10)

Patent-Ansprüche :
1. Brabanter Pflug mit zwei vorderen und einem hinteren Rade, dessen Pflugschare durch die Zugkraft des Pfluges und ihr Gewicht gehoben und gesenkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Heben, Senken und Drehen der Pflugschare durch ein einziges, von Hand beeinflußtes Zugorgan ausgelöst wird.
2. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflugscharträger (1) mittels zweier Arme (5 und 6) auf der Vorderachse (8) ruht, daß die Hebung und Senkung des Pflugscharträgers durch Aufrichtung bzw. Schrägstellung der Arme erfolgt und daß ein Hinterrad (12) mit den Armen (5 und 6) durch Gelenkarme und Stangen so verbunden ist, daß seine Hebung gleichzeitig mit der Schrägstellung der Arme, seine Senkung gleichzeitig mit der Aufrichtung der Arme erfolgt.
3. Pflug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflugschare durch Vergrößerung der Entfernung der Vorderräder vom Hinterrad mittels Entriegelung der Tragarme (5 und 6) durch das Zugorgan (23) gesenkt und in Arbeitsstellung gebracht werden und daß die Hebung des Scharträgers nach Feststellung der Vorderräder durch Aufrichten der Arme (5 und 6) auf diesen bewirkt wird und die Arme danach wieder verriegelt werden.
4. Pflug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflugtiefe durch Anschläge (18, 18'), welche die Schrägstellung der Arme (5 und 6) begrenzen, eingestellt wird.
5. Pflug nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung der Arme mittels zweier Klinken (21 und 22) erfolgt, welche durch die Wirkung eines Schlitzes (63) in Klinke (21) und einer Feder (31) auf Klinke (22) nacheinander in Wirksamkeit treten, wobei die Wirkung des Zugseiles (23) auf die Klinken durch zwei Nasen (40) und zwei Kurbelstangen (26, 27) in entgegengesetztem Sinne stattfindet.
6. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Pflugschare selbsttätig erfolgt, nachdem ihre Hebung beendet ist, dadurch, daß die Achse der Vorderräder in dieser Stellung mit dem Pflugscharträger in Eingriff kommt und ihre Drehung auf diesen überträgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umdrehung der Vorderachse (8) auf den Pflugscharträger durch ein Zahnrad (34) auf der Vorderachse und mittels eines Satzes von Zahnrädern und Kegelrädern (35 bis 38) am Kopfe (2) des Scharträgers übertragen wird und daß nach dem Hochstellen der Arme diese Bewegung durch eine auf der Schiene (44) eines Tragarmes (5) laufende Rolle (45), welche mittels einer Kurbelstange (48) eine Gleitstange (49) bewegt und durch diese die Welle des Scharträgers (i°) mit dem Zahnradgetriebe kuppelt, eingeleitet wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umdrehung des Scharträgers auf einen Halbkreis beschränkt wird, wobei dieselbe Gleitstange (49), welche der Einschaltung der Drehbewegung dient, auch die Feststellung des Scharträgers bewirkt, während zwei an Sektorkörpern (57 und 58) befestigte Nasen (61 und 62) bei ihrer mit dem Scharträger erfolgenden Umdrehung die Rolle (45) außer Einwirkung mit der Schiene (44) bringen und dadurch die Drehbewegung mittels Ausschaltung des Kegelrades (38) zum Stillstand bringen.
9. Ausführungsform nach Anspruch r bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umdrehung des Scharträgers beim Wenden des Pfluges durch das Hinterrad bewirkt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Seite des Hinterrades (a) ein Zahnrad (g·) an- no gebracht ist, welches abwechselnd in Einwirkung mit einem am Ende des Scharträgers befindlichen Zahnrade (i) kommt, je nachdem das Hinterrad nach rechts oder links gegen den Scharträger gedreht ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DES65715D 1923-05-07 1924-04-11 Brabanter Pflug Expired DE433784C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR433784X 1923-05-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE433784C true DE433784C (de) 1926-09-17

Family

ID=8899533

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES65715D Expired DE433784C (de) 1923-05-07 1924-04-11 Brabanter Pflug

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE433784C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE554598C (de) Vorrichtung zur Verbindung eines Schleppers mit einem Bodenbearbeitungsgeraet
DE433784C (de) Brabanter Pflug
DE882328C (de) Vorrichtung zum Anbauen land- und forstwirtschaftlicher Maschinen und Geraete an eine Zugmaschine
DE318751C (de)
DE521815C (de) Durch einen Schalthebel einzurueckendes Schwenkwerk an Kartoffelerntemaschinen mit an den Maschinenrahmen angelenktem Deichselrahmen
DE882630C (de) Kupplungseinrichtung zum Anhaengen landwirtschaftlicher Geraete
DE1016477B (de) Vorrichtung zum Drehen eines Anbaudrehpfluges
DE850675C (de) Trag- und Aushebevorrichtung fuer landwirtschaftliche Geraete
DE399982C (de) Landwirtschaftliches Geraet
DE886968C (de) Vorrichtung zum Ausheben und Einstellen der Arbeitstiefe der Arbeitswerkzeuge landwirtschaftlicher Geraete, insbesondere fuer die Bodenbearbeitung
DE437135C (de) Kehrpflug mit von den Raedern der Vorderkarre angetriebener Aushebevorrichtung
DE596880C (de) Aushebevorrichtung fuer Motoranhaengegeraete
DE559966C (de) Bodenfraese, bestehend aus einem normalen Schlepper und einem angesetzten Fraesschwanz
AT84408B (de) Einrichtung an Motorpflügen zum Heben der Pflugschare von Hand aus.
DE478052C (de) Ausrueckvorrichtung an Kartoffelerntemaschinen
DE1557717C3 (de) Wendevorrichtung für Drehpflüge
DE948100C (de) Vorrichtung zum Ein- und Ausruecken von landwirtschaftlichen Geraeten, z.B. von Motoranhaengepfluegen
DE632685C (de) Bodenbearbeitungsgeraet
DE355024C (de) Fahrbare, durch Motor angetriebene landwirtschaftliche Maschine, beispielsweise Motorpflug
AT214185B (de) Landwirtschaftliches Wechselgerät bzw. Wechselpflug
DE437389C (de) Ackergeraet mit in der Hoehenlage gegeneinander verstellbaren, auf einer Kurbelachsegelagerten Tragraedern
DE450215C (de) Ausloesevorrichtung fuer die Stecheisen und das Knotergetriebe bei Strohpressen
DE377147C (de) Stellvorrichtung fuer die Schneidvorrichtung von Maehmaschinen
DE2141482A1 (de) Arretier- und ausklink-vorrichtung an front- und hecklader-schwingen
DE527900C (de) Von der Fahrradwelle angetriebenes, durch den Fuehrer einschaltbares Schwenkwerk fuer Kartoffelerntemaschinen