DE431674C - Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten

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DE431674C
DE431674C DEG62639D DEG0062639D DE431674C DE 431674 C DE431674 C DE 431674C DE G62639 D DEG62639 D DE G62639D DE G0062639 D DEG0062639 D DE G0062639D DE 431674 C DE431674 C DE 431674C
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DE
Germany
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parts
blue
production
indigoid dyes
intermediates
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DEG62639D
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten. Zusatz zum Patent 425352. In dem Hauptpatent 425352 wurde ein Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten beschrieben, das die Herstellung von Anthrachinon-2-thioglyko1-3-carbonsäure, von 2, 3-Anthrachinono_xythionaphthen und von sich daraus ableitenden indigoiden Farbstoffen zum Ziele hat.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu neuen indigoiden Farbstoffen der 2, 3-Antlirachinonreihe gelangen kann, wenn man zunächst die 2-Chloratithrachinon-3-carbonsäure mit Glykokoll kondensiert, die so erhaltene Anthrachinon-2-glycin-3-carbonsäure durch Behandeln mit geeigneten Kondensationsmitteln, wie z. B. Essigsäureanhvdrid und Natriumacetat, in Indoxylderivate überführt und diese nun, als solche oder nach evtl. Verseifung, entweder durch Behandeln mit oxydierend wirkenden Mitteln oder durch Kondensieren mit zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen brauchbaren Komponenten, wie u.a.Isatinen, Benzo- bzw. Naphthothiofurani,2-dionen, Acenaphthenchinonen, Chloriden und Anilen solcher Verbindungen, in Farbstoffe überführt, deren wertvolle Eigenschaften durch nachträgliches Halogenieren noch verbessert werden können.
  • Die so erhaltenen Farbstoffe bilden dunkle Pulver, sie färben Baumwolle aus der Hydrosulfitküpe in echten, rotblauen bis blauschwarzen und grünen Farbtönen an.
  • Folgende Beispiele erläutern die Erfindung, ohne ihren Umfang zu begrenzen: Beispiel i. i2o Teile 2-Chloranthrachinon-3-carbonsäure, 6o Teile Glykokoll, q.o Teile Magnesiumoxyd, 2 Teile Kupferpulver und iq.oo Teile Wasser werden zusammen längere Zeit bei i2o bis 13o° erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Reaktionsmasse mit Mineralsäure angesäuert, heiß filtriert, der Rückstand in Sodalösung gelöst und aus der filtrierten Flüssigkeit die Anthrachinon-2-glycin-3-carbonsäure durch Ansäuern ausgefällt, filtriert und getrocknet.
  • Die Anthrachinon-2-glycin-3-carbonsäure bildet ein oranges Pulver, sie löst sich leicht in konzentrierter Schwefelsäure mit tieforanger, in Alkalien mit roter, in alkalischer Hydrosulfitlösung mit «-einroter Farbe, sehr schwer in heißem Nitrobenzol oder Xylidin mit gelboranger Farbe. Beispiel e.
  • 29 Teile Anthrachinon-2-glycin-3-carbonsäure und 15 Teile entwässertes Natriumacetat werden in 29o Teilen Essigsäureanhydrid einige Zeit rückfließend gekocht. Vorübergehend entsteht eine braune Lösung, woraus sich nach kurzer Zeit brüunlichgelhe Kristalle abscheiden. Diese werden nach dem Erkalten abgesaugt, zuerst mit Eisessig, dann mit Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Die so erhaltene Verbindung, die wahrscheinlich als ein diacetyliertes 2, 3-Anthrachinonindoxyl aufzufassen ist, bildet bräunlichgelbe Kristalle, welche sich in kalter konzentrierter Schwefelsäure mit orangeroter Farbe lösen und mit Wasser als grünlichgelbe Flocken ausgefällt werden. In Nitrobenzol ist sie mit gelbbrauner Farbe löslich. Mit Hydrosulfit und Natronlauge entsteht eine Küpe, die zunächst braun ist und nach einiger Zeit nach olivengrün umschlägt. Beispiel 3. 2o Teile der Verbindung des Beispiels :2 und q.oo Teile Alkohol werden auf 70° erwärmt und unter Rühren langsam mit 12 Teilen 3oprozentiger Natronlauge versetzt. Nach kurzem Rühren wird das gebildete blauviolette Natronsalz mit 15 Teilen Salzsäure ausgesäuert. Das Verseifungsprodukt wird abgesaugt mit Alkohol und dann mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Die neue Verbindung, die sehr wahrscheinlich als das 2, 3-Anthrachinonindoxyl aufzufassen ist, bildet ein braunes Pulver und ist in konzentrierter Schwefelsäure mit trüb bordeaux Farbe löslich. Erwärmt man diese Lösung, so schlägt die Farbe plötzlich nach grün um.
  • Beispiel q..
  • io Teile der Verbindung des Beispiels :2 werden naß gemahlen und hierauf mit 300 Teilen 5prözentiger Natronlauge gekocht. Hierauf wird so lange Luft durchgeleitet, bis aller Farbstoff sich in Form von schwarzen Flocken abgeschieden hat. Der Farbstoff wird hierauf abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Er stelltwahrscheinlich den symmetrischen Indigo der 2, 3-Anthrachinonreihe dar. Er bildet ein dunkles Pulver, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe und wird mit Wasser als grauschwarze Flocken wieder ausgefällt. Mit Natronlauge und Natriumhydrosülfit wird eine olive Küpe gebildet, aus welcher Baumwolle in reinen, blaugrünen Farbtönen von sehr guter Waschechtheit gefärbt wird. Zum gleichen Farbstoff gelangt man, wenn man die Verbindung des Beispiels :2 in der zehnfachen Menge 98prozentiger Schwefelsäure löst und eine Stunde auf i io bis i2o° erhitzt. Die ursprünglich orange Lösung schlägt dabei über oliven- nach flaschengrün um. Man gießt dann die Masse in Wasser, filtriert, wäscht und trocknet den abgeschiedenen Farbstoff.
  • Derselbe Farbstoff entsteht auch, wenn man die Verbindung des Beispiels 3 in Nitrobenzol erwärmt. Beispiel s. 17 Teile der Verbindung des Beispiels 2, g Teile Isatin, 6 Teile Schwefelsäuremonohydrat und i 5o Teile Eisessig werden zusammen einige Zeit unter Rückfluß gekocht. Zunächst bildet sich eine braune Lösung, aus welcher sich nach und nach ein blauer, kristallinischer Körper ausscheidet. Man läßt erkalten, saugt den gebildeten Niederschlag ab, filtriert und trocknet.
  • Der so erhaltene Farbstoff bildet ein blaues Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit leuchtend grünblauer Farbe löst. In Nitrobenzol ist es schwer mit weinroter Farbe löslich. Mit Hydrosulfit und Natronlauge wird eine schwärzlichbraune Küpe gebildet, aus welcher Baumwolle in blaugrauen Farbtönen gefärbt wird. Ähnliche Produkte bekommt man, wenn man anstatt des Isatins seine Homologen und Analogen verwendet, wie z.B. dieThioisatine der Benzol- und der Naphthalinreihe und die Chloride und Anile dieser Verbindungen. Beispiel 6. i7 Teile der Verbindung des Beispiels 2, werden zusammen mit io Teilen Acenaphthenchinon, 3 Teilen Schwefelsäuremonohydrat und i 5o Teilen Eisessig am Rückflußkühler gekocht. Nach kurzer Zeit setzt die Abscheidung eines blauvioletten kristallinischen Kondensationsproduktes ein. Wenn die Reaktion beendet ist, wird abgekühlt, filtriert und der Rückstand gewaschen und getrocknet. Der neue Farbstoff bildet ein dunkelblaues kristallinisches Pulver, das sich in Schwefelsäure mit leuchtend grünblauer Farbe, in heißem Nitrobenzol schwer mit weinroter Farbe löst. Mit Hydrosulfit und Natronlauge wird eine braunrote Küpe gebildet, aus welcher Baumwolle in sehr echten, rotblauen Farbtönen gefärbt wird. Beispiel 7.
  • io Teile Farbstoff des Beispiels d., i5o Teile Nitrobenzol und i 5 Teile Brom «-erden innerhalb vier Stunden zum Sieden erhitzt und eine Stunde rückfließend gekocht. Nach dem Erkalten wird abgesaugt, mit Sprit und dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. :Ulan erhält den bromierten Farbstoff als dunkelblaues Pulver, welches sich in konzentrierter Schwefelsäure mit reinblauer Farbe löst und aus dieser Lösung durch Wasser als blattviolette Flocken ausgefüllt wird. Mit Hydrosultit und Natronlauge wird eine rötlichbraune Küpe gebildet, aus welcher Baumwolle in echten blaugrünen Farbtönen gefärbt wird. Beispiel 8.
  • 26 Teile der Verbindung des Beispiels 3, 25 Teile cc-Isatinanilid und 5oo Teile Pyridin werden zusammen einige Zeit gekocht. Hierauf kühlt man ab, filtriert den ausgeschiedenen Farbstoff und wäscht ihn mit Pyridin und Alkohol aus. Er bildet ein v iolettblaues Pulver, das sich in Schwefelsäure mit grüner Farbe löst und eine olive Küpe gibt, aus welcher Baumwolle grünblau gefärbt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Verfahren zur Herstellung von neuen indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst durch Kondensieren der 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsäure mit Glykokoll die Anthrächinon-2-glycin-3-carbonsäure herstellt, diese durch Behandeln mit geeigneten Kondensationsmitteln in Indoxylderivate überführt und diese nun, als solche oder nach evtl. Verseifung, durch Behandeln entweder mit oxydierend wirkenden Mitteln oder mit zur Herstellung von .indigoiden Farbstoffen brauchbaren Komponenten in indigoide Farbstoffe verwandelt und die so erhaltenen Produkte gegebenenfalls noch halogeniert.
DEG62639D 1923-11-30 1924-11-09 Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten Expired DE431674C (de)

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DEG62639D Expired DE431674C (de) 1923-11-30 1924-11-09 Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten

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