DE418503C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren VermittlungsstellenInfo
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- DE418503C DE418503C DES62736D DES0062736D DE418503C DE 418503 C DE418503 C DE 418503C DE S62736 D DES62736 D DE S62736D DE S0062736 D DES0062736 D DE S0062736D DE 418503 C DE418503 C DE 418503C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9.SEPTEMBER1925.
9.SEPTEMBER1925.
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 418503 KLASSE 21a GRUPPE
(S 62736 Vlll\2iaz)
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1923 ab.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren
Vermittlungsstellen, bei denen die zu den einzelnen Vermittlungsstellen führenden Leitungsgruppen
an der die Verkehrsrichtung bestimmenden Verbindungseinrichtung angeschlossen sind. Bei den bekannten Einrichtungen
dieser Art erfolgt bei Besetztsein aller Leitungen einer belegten Verkehrsrichtungsgruppe
ein selbsttätiges Weiterschalten auf eine andere Verkehrsrichtungsgruppe, um über diese die gewünschten Vermittlungsstellen
zu erreichen. Hierbei macht sich jedoch der Nachteil bemerkbar, daß, wenn die gewünschte Vermittlungsstelle an
die letzte Leitungsgruppe des die Verkehrsrichtung bestimmenden Wählers angeschlossen
ist und sämtliche zu dieser Vermittlungsstelle führenden Leitungen besetzt sind,
es nicht möglich ist, die Verbindung über eine andere Vermittlungsstelle zu erreichen, da
keine Kontaktsegmente frei sind.
Die Erfindung beseitigt nun diesen Nachteil in der Weise, daß einem Wähler zur Auswahl
einer bestimmten Verkehrsrichtung ein Wähler für freie Wahl nachgeordnet ist, an
dem nacheinander ausprüfbare Leitungsgruppen verschiedener Verkehrsrichtung angeschlossen
sind, um die Herstellung der in der bestimmten Verkehrsrichtung liegenden Verbindung bei Besetztsein der unmittelbaren
Leitungen über eine Zwischenstelle zu ermöglichen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Mit T ist ein Teilnehmer eines Wähleramtes WA und mit T1 ein an einem Amt AA
angeschlossener Teilnehmer bezeichnet. An dem die Verkehrsrichtung bestimmenden Wähler IJV sind mehrere Leitungsgruppen,
z. B. A, B, C, angeschlossen, über welche die dem Wähler LW nachgeordneten Wähler,
z. B. NW, erreicht werden können, die dieselbe Leitungsgruppeneinteilung, z.B. A1, Bv
C1, wie der Wähler LW enthalten und über die dann die Vermittlungsstellen bzw. Ämter AA,
BA, CA zu erreichen sind. Soll z.B. eine Verbindung mit der Vermittlungsstelle AA her-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Anders in Berlin-Schmargendorf.
gestellt werden, so erfolgt die Einstellung des Wählers LW auf die erste Leitungsgruppe A,
worauf dann das Anreizen eines dieser Gruppe zugeordneten freien Wählers NW erfolgt, der
sich auf die erste der verlangten Verkehrsrichtung entsprechenden Leitungsgruppe ΛΛ
einstellt und in dieser eine freie, nach der verlangten Verkehrsrichtung bzw. Vermittlungsstelle
führende Leitung sucht. Wird eine ίο Verbindung mit der Vermittlungsstelle BA
verlangt, so erfolgt die Einstellung des Wählers auf die zweite Leitungsgruppe B und
demzufolge das Anreizen eines dieser Gruppe zugeordneten Wählers, z. B. NW1, von dem
nur der dritte Arm, der Prüfann, dargestellt ist. Der Wähler NW1 sucht dann in der
ersten Leitungsgruppe eine freie, nach der \rermittlungsstelle BA führende Leitung.
Ebenso erfolgt bei Einstellung des Wählers LW auf die dritte Leitungsgruppe C die
Einstellung eines Wählers, z.B. NW2, von dem gleichfalls nur der P ruf arm dargestellt
ist, auf die erste zu der Vermittlungsstelle CA führende Leitungsgruppe. Die zweiten und
dritten Leitungsgruppen an den Wählern NW, NW1, NW2 führen zu anderen Vermittlungsstellen
zu einem noch später erläuterten Zweck.
An dem Wähler LW können selbstverständ-Hch
auch noch andere außer dem im Ausfiihrungsbeispiel angegebenen drei Leitungs- \
gruppen angeordnet sein, die unmittelbar zu ' Teilnehmer- oder anderen Vermittlungsstellen ;
führen.
Es sei nun beispielsweise angenommen, daß der Teilnehmer T des Wähleramtes WA eine
Verbindung wünscht mit dem an der Vermittlungsstelle AA angeschlossenen Teilnehmer
T1. Der Teilnehmer T nimmt seinen Fernhörer ab, worauf in bekannter Weise die
Einstellung eines Wählers VW und durch den Nummernschalter die Einstellung eines
Wähler GW auf eine zu einem freien Wähler LW führende Leitung bewirkt wird. ;
Das Relais An dieses Wählers LW spricht . hierauf an: Erde, Wicklung! des Relais Λη, :
Leitung o- über Wähler GW, \Vahler VW zur \
Teilnehmerstelle und zurück über Leitung h, ·. Wähler VW, Wähler GW, Wicklung II des :
Relais An, Batterie, Erde. Das Relais An ■ stellt durch Schließen seines Kontaktes OM1
einen Stromkreis für das Verzögerungs- i relais V her: Erde, Batterie, Wicklung des !
Relais V, Arbeitskontakt OM1, Erde. Das Relais
V spricht an und schließt seinen im Prüf- i Stromkreis des Wählers LW liegen den Arbeitskontakt t'2. Durch weitere Bedienung des
Nummernschalters wird der Wähler LW ! (Richtungswähler) auf die Leitungsgruppe A, '
die der gewünschten Verkehrsrichtung entspricht, eingestellt und sucht nun in dieser
einen freien, dem Richtungswähler nachgeordneten und der Verkehrsrichtung zugeordneten
Wähler NW. Findet der Wähler LW eine freie, zu einem solchen Wähler NW füllrende
Leitung, z. B. FL1, so kommt folgender Prüf Stromkreis zustande: Erde, Wicklung II
und I des Relais P, Arbeitskontakt 7'„, Prüfarm des Wählers LW, Kontaktgruppe A,
Leitung FL1, Ruhekontakt ph10, Wicklung
des Verzögerungsrelais CD, Batterie, Erde. Das Relais P spricht an, schließt durch seinen
Kontakt />., die Wicklung II des Relais P kurz
und sperrt hierdurch die belegte Leitung gegenüber anderen diese Leitung aufsuchenden
Wählern. Das in dem vorstehend beschriebenen Stromkreis ebenfalls ansprechende
Relais CD bewirkt durch Schließen seines Kontaktes cd 4 die Anschaltung des Dreh-
: magneten des belegten Wählers NW an den ; Relaisunterbrecher RU: Erde, Batterie, Relaisunterbrecher
RU, Wechselkontakt cdv
■ Drehmagnet D, Ruhekontakt ps des ReIaIsP1,
: Erde. Der Wähler NW dreht schrittweise seine Kontaktarme und sucht nun in der durch
den Richtungswähler LW gekennzeichneten Gruppe A1 eine freie zu dem verlangten
■ Amt AA führende Leitung. Findet der Wähler NW eine freie Leitung, z. B. VLt, so
spricht das Prüfrelais P1 über den inzwischen
r geschlossenen Arbeitskontakt cda an: Erde,
Wechselkontakt ph7, Wicklungen II und I des Relais P1, Arbeitskontakt cd,.,, Kontaktarm und
Leitungsgruppe Ax des Wählers NW, Leitung
VL4, Vermittlungsstelle AA, Widerstand w, Batterie, Erde. · Durch das öffnen
des Kontaktes ps des ReIaJsP1 wird der Drehmagnet
D des Wählers NW abgeschaltet und durch den Kontakt ps wird das Relais PH in
den soeben geschilderten Stromkreis eingeschaltet. Dieses Relais bewirkt durch Schließen
seines Wechselkontaktes pA7,0 die Abschaltung
der Wicklung II des Relais P1 und sperrt
hierdurch in bekannter Weise die belegte Leitung. Das Relais CD hält sich nach Öffnen des
Kontaktes ^Zt10 über seinen Kontakt CJ11 erregt.
In der verlangten Vermittlungsstelle AA erfolgt jetzt die Anschaltung irgendeiner
Anrufvorrichtung, worauf die Beamtin dieser Vermittlungsstelle sich in bekannter Weise mit
ihrem Abfrageapparat in die anrufende Leitung einschaltet und die Verbindung mit dem gewünschten
Teilnehmer T1 auf bekannte Weise herstellt. Ist das Gespräch zu Ende
und haben die beiden Teilnehmer ihre Fernhörer aufgelegt, so erfolgt in bekannter Weise
im Wähleramt WA die Auslösung der Wähler VW, GW und LW. Der Stromkreis für
das Relais An wird unterbrochen, worauf dann das Relais F durch Öffnen des Kontaktes
OM1 abfällt. Das Relais F öffnet seinen
Kontakt v„ und unterbricht hierdurch den
Stromkreis für die Relais P und CD. Durch das Auflegen der Fernhörer wird am Arbeitsplatz
der Beamtin der Vermittlungsstelle AA in bekannter Weise das Schlußzeichen eingeschaltet
und hierauf von der Beamtin die Verbindung mit dem Teilnehmer T1 getrennt.
Durch Öffnen des Kontaktes cda des Relais CD
wird der Stromkreis für das Relais P1 und demzufolge auch für die Wicklung I des Relais
PH unterbrochen. Das Relais PH hält sich jedoch über seine Wicklung II erregt:
Erde, Wechselkontakt ph0, Schleifkontakte
ι bis io und Arm d12 des Wählers
MV, Wicklung II des Relais PH, Batterie, Erde. Es kommt jetzt ein Stromkreis für den
Drehmagneten D des Wählers NW zustande: Erde, Batterie, Relaisunterbrecher RU, Wechselkontakt
cdls, Arbeitskontakt phls, Drehmagnet
D, Ruhekontakt />5 des Relais P1,
ao Erde. Der Wähler NW dreht nun seine Kontaktarme so lange, bis sein Arm d12 die
Ruhestellung erreicht hat. Das Relais PH fällt jetzt ebenfalls ab. Sämtliche für die
Verbindung benutzten Wähler sind nunmehr in ihre Ruhestellung zurückgekehrt und können für eine neue Verbindung benutzt
werden.
Gemäß der Erfindung sei nun angenommen, daß in der Leitungsgruppe A1 keine unmittelbare
zu der Vermittlungsstelle AA führende Leitung frei ist. In diesem Falle dreht der
Wähler NW seine Kontaktarme weiter und sucht nun in der folgenden Gruppe B1, deren
Leitungen zu einer Vermittlungsstelle BA führen, eine freie Leitung, z. B. VL5, um mit
Hilfe der Beamtin dieser Zwischenstelle über eine Verbindungsleitung, z. B. VL-, die gewünschteVermittlungsstelle
AA 7Vl erreichen. Ist aber auch in dieser Leitungsgruppe B1
keine Leitung frei, so sucht der Wähler NW in der nächstfolgenden Gruppe C1, deren Leitungen
zu der Vermittlungsstelle CA führen, eine freie Leitung, z. B. VLR, um von der Beamtin
dieser Zwischenstelle die gewünschte Vermittlungsstelle^^ über eine Verbindungsleitung, z. B. VL11, herstellen zu lassen.
Wird eine Verbindung mit' der Vermittlungsstelle BA gewünscht, so erfolgt, die Einstellung
des Richtungswählers LW vom anrufenden Teilnehmer auf die zweite Leitungsgruppe B, worauf dann in derselben Weise,
wie bereits bei der Herstellung einer Verbindung mit der Vermittlungsstelle AA beschrieben,
über z. B. eine Leitung VLn die Belegung eines freien, dieser Leitungsgruppe B zugeordneten Wählers, z. B. NW1,
erfolgt. Der Wähler NW1 überprüft nun zunächst die Leitungen der ersten Leitungs-
' gruppe, die unmittelbar zu der Vermittlungsstelle BA führen, und geht dann, falls er
in dieser Gruppe keine freie Leitung findet, auf die zweite Leitungsgruppe, deren Leitungen,
z. B. Leitung VL10, zur Vermittlungsstelle
CA führen, oder aber, falls auch in
; dieser Gruppe keine Leitung frei ist, auf die dritte Leitungsgruppe und kann hierüber,
: z. B. über eine Leitung VL11, die Vermitt-
: lungsstelle AA erreichen. Die gewünschte Verbindung zur Vermittlungsstelle BA kann
also entweder von der Zwischenstelle CA über eine Verbindungsleitung, z. B. VLS, oder von
der Zwischenstelle^4^i über eine Verbindungs-
. leitung, z. B. VL-, hergestellt werden.
Wird vom anrufenden Teilnehmer eine direkte Verbindung mit der Vermittlungsstelle
CA gewünscht, so veranlaßt dieser durch
! seinen Nummernschalter die Einstellung des RichtungswählersLW auf die dritte Leitungs-
! gruppe C, worauf dann z. B. über eine Leitung VL3 ein freier, dieser Leitungsgruppe zugeordneter
Wähler, z.B. A7TF2, belegt wird, der
nun zuerst die in der ersten Leitungsgruppe enthaltenen, unmittelbar zur Vermittlungsstelle
CA führenden Leitungen überprüft. Ist in dieser Leitungsgruppe keine Leitung frei,
so ist auch hier die Möglichkeit vorhanden, in der zweiten Leitungsgruppe über eine freie
Verbindungsleitung, z. B. VL12, die Vermittlungsstelle
BA oder in der dritten Leitungsgruppe über eine freie Verbindungsleitung,
z. B. VL1!:, die Vermittlungsstelle AA zu erreichen,
worauf dann die Beamtinnen dieser Zwischenstellen die gewünschte Verbindung mit der Vermittlungsstelle CA durch ihre
Verbindungsleitungen, z. B. VLx bzw. VL,,,
herstellen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen, dadurch gekennzeichnet, daß einem Wähler (Richtungswähler LW) zur Auswahl einer bestimmten Verkehrsrichtung ein Wähler (NW) für freie Wahl nachgeordnet ist, an dem nacheinander ausprüfbare Leitungsgruppen \*erschiedener Verkehrsrichtung angeschlossen sind, um die Herstellung der in bestimmter Verkehrsrichtung liegenden Verbindung bei Besetztsein der unmittelbaren Verbindungsleitungen über eine Zwischenstelle zu ermöglichen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62736D DE418503C (de) | 1923-04-25 | 1923-04-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62736D DE418503C (de) | 1923-04-25 | 1923-04-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE418503C true DE418503C (de) | 1925-09-09 |
Family
ID=7495842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES62736D Expired DE418503C (de) | 1923-04-25 | 1923-04-25 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE418503C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958575C (de) * | 1942-10-30 | 1957-02-21 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und Umleitung von Verbindungen |
-
1923
- 1923-04-25 DE DES62736D patent/DE418503C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958575C (de) * | 1942-10-30 | 1957-02-21 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und Umleitung von Verbindungen |
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