DE417899C - Verfahren zur Herstellung von Leder aus Haifischhaut u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Leder aus Haifischhaut u. dgl.Info
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- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Leder aus Haifischhaut u. dgl. Die vorlieggende Erfindung betrifft ein Vorfahren zur Herstellung von Leder aus Haifischhaut o. dgl., durch welches ein Produkt erreicht wird von gleicher Weichheit wie die feinsten aus anderen I-Iautartvn her"estellten Ledersorten.
- Wie bekannt, besitzen Haitischbäute und ähnliche Fischhäute auf der Oberfläche Mvriaden von hornartigen Plättclien mit Stachein oder Zähnen, dere n Wurzeln fest in feinen Poren der Oberhaut eingeschlossen sind. Diese Plättchen haben allen Versuchen widerstanden, sie durch rein mechanische _Mittel, z. B. durch Schleifmesser oder Schrabvorrichtun"en, zu entfernen, indem wolil die Stacheln sich in böherern oder #-erin"erein Grad durch solche Mittel entfernen lassen, aber die Plättchen selbst un?ntfernbar zurückbleiben, weshalb es bisher unmö--lich war, ein zufriedenstellendes Stück Leder aus soll chen Häuten herzustellen. Versuche, die Hornplättchen durch chemische Mittel zu eni,-fernen, haben dazu geführt, die Oberhatit der Häute zu zerstören, so daß man auch auf die--,ein Wege nicht imstande u-ar, ein zufriedenstellendes Leder aus Haifischliaut o. cl"l. herzustellen.
- Durch die Erfindun- wir-- (--, d2t,#,c,#,eri niö-,-lich, sowohl die S-achein a'-, auch die Hornplättchen und Wurzeln #--,).Istäii(Ii.# zu eittfernen, so daß das erwähnte weiche Leder hergestellt werden kann. Das Produkt ist ferner gleichmäßig empfänglich für dene geei-nete Farbstoffe, #.,o daß inan e# ebenso Z, leicht-, `# ebenso frei und ebenso vollkommen wie jede andere Ledersorte färben kann. Weiter ist es außerordentlich stark und kann ohne Schwierigkeit zugeschnitten und I Z, --enäht werden, welches letztere nicht derFall war mi, Haifischhaut, aus welcher die Stacheln entf ernt waren -, in deren Poren sich aber die Reste des Hornpanzers befanden.
- Die Erfindung ist in großen Zügen dadurch -ekennzeichnet, daß die Stacheln und HornpLättchen durch eine chemische Behandlung ,gelöst werden, worauf sie durch eine leicht mechanische Behandlung entfernt werden, indein man zuerst die stachelien und Igepanzerten Häute zu Lude#r -erbt und sie darauf der chemischen Behandlun- zur Lösun-- der Stacheln unterwirft.
- Nach der Erfindun- -cht man in der Weise vor, daß man zuerst die Häute mit vegetabilischen oder or',#aiii#.-,clien Gerbstoffen gerbt und sie darauf mit einer wässerigen Säurelösung, die aus einer verdünnten Lösung einer verhältnismäßig stark-en Säure bestehen kann, da diese die 'gegerbten Häute nicht angreift ('aber die ungegerb,.,en Häute angreifen würde), sondern dagegen die Stacheln und Hornplättchen, so daß diese sich lösen, behandelt.
- Durch Gerben mit den vegetabilischen oder or"anischen Gerbstolien werden die stacheligen oder gepanzerten Häute in Leder ver---enden chemischen #w delt. Zu der nachfoh, Behandlung zur Lösun- der Stacheln und I C, Hornplättchen kann man Salzsäure o. dgl. in "cci-neler Ver-dürmun- anwenden.
- Danach werden die Hornplättchen und Stacheln durch Auswaschen der Häute in Ver- I hindung mit einer mechanischen Behandlung, z. B. Schraben oder '\#,,alken, entfernt.
- Als Beispiele für anwendbare Gerbstolie sollen Quebracho, Sumach, Eichenrinde, Kalechu o. dgl. organische Gerbstofie genannt werden. Die Haut mul,) -anz durch-c-erbt .1 21 l# sein, bevor sie der Säurebehandlung unterworfen wird, die in einer rotierenden Trommel (Walke) vorgenommen werden kann, die eine Lösung von z. B. Salzsäure von etwa 1,14 spezifischem Gewicht im Verhältnis von So bis go 1 zu i8o k- Leder enthält. Die Umdrehun- find,-t w.2i]irl,-nd 112 bis 3 Stunden -,tatt und hat als Resultat, daß die Hornplättchen gelöst und angegriffen werden, so daß sie bei cl r Reibung- der Lederteile in der Wall, ze von der Haut "etrennt und als feine Körner abgewaschen werden. DieAbwasc;iung -cschicht in der Walke, indem dieser reines Wasser zugeführt wird und sie beständig während etwa einer Stunde rotiert. Schlie1.Mich, kann in,an evtl. noch zurÜck.gebliebem# S,äurcr,-ste durch Beltandlun- der Häute in einer Lösung II II von Bonax (z. B. i k Borax für je 2oo k-Leder neutralisieren.
- Es ist zu verstehen, daß die an-e-ebenen Mengunverhältnisse und Zeiten nur als Beispiele bei '#usfüliruti;" # II des Verfahrens in der Praxis dienen.
- L's soll erwähnt werden, daß die Säurebehandlung auch in der Weise durchgeführt werden kann daß die plättchenbelegten Seiten der gegerbten Häute mit Säure bestrichen werden, bis die Hornplättchen hinreichend angegriffen und von der Oberhaut gelöst sind, so daß sie durch Auswaschen und Schraben c-,-l. in einer Walke entfernt werden können.
Claims (3)
- PATENT-ANspr,üciiE: i. Verfahren bei Hers*#ellung von Leder aus Haifischhaut u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Stacheln und Hornphättchen in der Oberhaut der Häute auf chemischem Wege gelöst werden, indem man erst die Häute mit vegetabilischen oder organischen Gerbstoffen gerbt und clam.ich mit einer wässerigen Säurielösung behandelt, worauf die Stacheln durch eine le;cht mechanische Bearbeitung entfernt werden können.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch kennzeichnet, daß die Säurebehandlung des gegerbten, gepanzerten und stacheligen 1.,ders in einer rotierenden Trommel #Valke) vorgenommen wird, die z. B.
- Salzsäure mit etwa i, 14 spezifischem Gewicht im Verhältnis von So bis go 1 Säurelösung zu i So k- Leader enthält, bei welcher Walkundie Sacheln und Homplättchen, außer ge- löst zu werden, auch entfernt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Säurebehandlung II el auf die Weise durcligeführt wird, daß die plättchenbelegte Seite des Leders von Zeit zu Zeit mit Säure bestrichen wird, bis die Harnplättchen mit den Stacheln sich von der Oberhaut gelöst haben, worauf sie durch Schraben oder Walken entfernt werden.
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