DE600727C - Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder

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DE600727C
DE600727C DEE42374D DEE0042374D DE600727C DE 600727 C DE600727 C DE 600727C DE E42374 D DEE42374 D DE E42374D DE E0042374 D DEE0042374 D DE E0042374D DE 600727 C DE600727 C DE 600727C
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DE
Germany
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tanning
pelts
organic
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water
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Expired
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DEE42374D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Heinrich Emmerich
Dr-Ing Walter Siegmund
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Individual
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung sollen Lederarten hergestellt werden, welche vermöge ihrer Eigenschaften, wie z. B. Säurefreiheit, Fäulnisbeständigkeit, Lagerbeständigkeit usw., für gewisse Anwendungsgebiete besondere Eignung besitzen. Derartige Leder werden erfindungsgemäß dadurch gewonnen, daß man in üblicher Weise hergestellte gerbfertige Blößen zunächst durch Behandlung mit organischen, mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten, wie Aceton, Methylalkohol u. dgl., gegebenenfalls Gemischen solcher, völlig oder weitgehend von ihrem Wassergehalt befreit, hierauf mit in organischen Lösungsmitteln gelösten, gerbend wirkenden organischen Metallverbindungen tränkt und alsdann durch geeignete Nachbehandlung, z. B. mit Wasser, vorzugsweise warmem Wasser oder alkalisch wirkenden Mitteln, z. B. 5 bis ro °1o Ammoniak in Alkohol gelöst, die Gerbung bewirkt. Hierbei kann man den Gerbvorgang durch geeignete Maßnahmen, wie Walken, unterstützen.
  • Die Behandlung der Blößen mit den organischen, mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten kann z. B. durch Berieseln derselben, durch Einlegen in entsprechende Bäder oder ähnliche Maßnahmen erfolgen. Die Blößen können dieser Behandlung in gespanntem oder auch in ungespanntem Zustand unterworfen werden. Die Entwässerung der Blößen kann auch mit organischen Flüssigkeiten, welche geringe Mengen von Wasser enthalten, durchgeführt werden. Hierbei kann man den Wassergehalt so einstellen, daß derselbe für die Erzielung gewünschter Entwässerungsgrade der Blößen geeignet ist. Der Grad der Entwässerung der Blößen richtet sich dabei nach der Beschaffenheit der zu gerbenden Blößen, der Art der Gerblösung und den gewünschten Eigenschaften des herzustellenden Leders. Im allgemeinen soll der Wassergehalt der behandelten Blößen nicht mehr als etwa betragen. Eine besondere Entfernung der bei dem Entwässerungsvorgang in die Haut eingeführten organischen Flüssigkeit ist im allgemeinen nicht nötig. Man kann aber in gegebenen Fällen dieselbe auch vor Weiterbehandlung der Blößen mehr oder weniger weitgehend entfernen.
  • Als Gerbmittel für die Durchführung des Verfahrens kommen organische Metallverbindungen, wie Zinnmethylat, Zinnäthylat, Chrommethylat, Eisenmethylat u. dgl., in. Betracht, welche in organischen Lösungsmitteln, sei es direkt, sei es mit Hilfe nicht wäßriger Lösungsvermittler, löslich sind. Als Lösungsmittel für die Gerbstoffe werden zweckmäßig ebenfalls mit Wasser mischbare organische Flüssigkeiten bzw. Flüssigkeitsgemische verwendet. Hierdurch wird ein besonders leichtes, schnelles und gleichmäßiges Eindringen der Gerbstofflösungen in die Blößen erzielt. Mit Vorteil kann man für die Entwässerung und die Gerbung Lösungsmittel oder Lösungsmitteigemische gleicher Art verwenden. Geeignete Gerblösungen sind z. B. Lösungen von Zinnmethylat, Chrommethylat, Eisenmethylat u. dgl. in Methylalkohol, vorn Zinnäthylat in Äthylalkohol u. dgl. Beispiele i. Gerbfertige Blöße wird in Aceton eingebracht und nach weitgehendem Entwässern mit einer Lösung von Chrommethylat in Methylalkohol getränkt. Nach einer Stunde werden die getränkten Blößen in warmes Wasser gebracht; nach kurzem Walken sind sie fertig gegerbt.
  • a. Gerbfertige Blöße wird in hochprozentigem Methylalkohol entwässert und nachher mit einer z,5°/oigen Lösung von Chrommethylat in Methylalkohol getränkt. Nach einigen Stunden wird die getränkte Blöße in warmes Wasser gebracht; sie ist nach kurzem Walken mit einem Chromgehalt von etwa 8°/o Cr20g fertig gegerbt. Anschließend kann die übliche Zubereitung, wie Fetten, Färben, Appretieren usw:, erfolgen.
  • 3. Gerbfertige Blöße wird mit Aceton entwässert und in eine io°ioige Zinntetraäthylatlösung in hochprozentigem Methylalkohol über Nacht eingelegt. Es entsteht ein, etwa 30°1o Sn02 enthaltendes Leder, wenn man die mit Zinntetramethylat getränkte Blöße mit Wasser bei etwa 30° walkt und weiterbehandelt. 4. Gerbfertige Blöße wird mit Aceton entwässert und dann mit einer i °/oigen Lösung von Eisenmethylat in Methylalkohol getränkt. Nach mehrstündigem Liegenlassen wird die getränkte Blöße mit warmem Wasser behandelt und wie oben beschrieben weiter bearbeitet.
  • Die Erfindung gestattet die Herstellung von weichem, gleichmäßig durchgegerbtem Leder von besonderen Eigenschaften, z. B. von Leder, welches weder direkt noch indirekt hydrolytisch abspaltbare Säure enthält. Derartiges Leder bietet besondere Vorteile für Anwendungszwecke, bei welchen es mit Metallteilchen in Berührung kommt, z. B. für die Verarbeitung auf Dichtungsringe, da es keinerlei korrodierende Wirkungen auf das Metall ausübt. Weitere Vorzüge der erfindungsgemäß herstellbaren Ledersorten sind Fäulnisbeständigkeit, Lagerbeständigkeit usw.

Claims (1)

  1. PATCNTAINTSPRUCFi: Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder, darin bestehend, daß man gerbfertige Blößen mit organischen, mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten oder Gemischen solcher völlig oder weitgehend entwässert, hierauf mit in organischen Lösungsmitteln gelösten, gerbend wirkenden organischen Metallverbindungen tränkt und alsdann durch Einwirkung von vorzugsweise warmem Wasser oder alkalisch wirkenden, Mitteln, z. B. in Alkohol gelöstem Ammoniak, die Gerbung, die gegebenenfalls durch Walken unterstützt werden kann, bewirkt.
DEE42374D 1932-02-02 1932-02-02 Verfahren zur Herstellung mineralisch gegerbter Leder Expired DE600727C (de)

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