DE716747C - Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen - Google Patents

Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen

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DE716747C
DE716747C DEB185700D DEB0185700D DE716747C DE 716747 C DE716747 C DE 716747C DE B185700 D DEB185700 D DE B185700D DE B0185700 D DEB0185700 D DE B0185700D DE 716747 C DE716747 C DE 716747C
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DE
Germany
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acid
ashed
liming
bare
procedure
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Expired
Application number
DEB185700D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Bertsch
Dr Friedrich Schmitt
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Boehme Fettchemie GmbH
Original Assignee
Boehme Fettchemie GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entkälken von - geäscherten Blößen Der Zweck des Entkälkens besteht darin, den beim Äscherprozeß in die Haut eingelagerten Kalk größtenteils zu entfernen. Das Caldum befindet sich in der Haut üi Form von Hydroxyd oder an das Protein gebunden. Das vollständige Entfernen des Kalkes bzw. der Kalksalze aus den Blößen durch Spülen mit Wasser ist nicht möglich. Aus diesem Grunde wird das Entkälken mit organischen bzw. anorganischen Säuren durchgeführt.- Bisher -wurden hierfür in der Hauptsache Ameisensäure, Essigsäure und Milchsäure verwendet. Außerdern ist auch das Arbeiten mit SalzsIure, Schwefelsäure und Oxalsäure bekannt. Auch Buttersäure wurde für diesen Zweck s c 'hon L empfohlen, jedoch konnte. sie nicht iri größerem Ausmaße in die Lederfahrikation eingeführt werden ' was vielleicht auf ihren intensiven -Geruch zurückzuführen ist.
  • Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn beim Entkälken der in den Außenschichten der Haut befindliche Kalk in lösliche Kalksalze Übergeführt wird und sich dadurch leicht entfernen läßt. Oxalsäure und Schwefelsäure finden deshalb nur noch in sehr geringem Umfange und nur bei schweren Häuten, die z. B. auf Unterleder verarbeitet werden, Verwendung. Den genannten niederen organischen Säuren -gibt man für - diesen Arbeitsprozeß den Vorzug, weil die gebildeten Kalksalze leicht auswaschbar sind, der Narben schön glatt bleibt und keine Säurequellung der äußeren Blößenschichten verursachtewird, wie dies häufig beim Arbeiten mit Schwefelsäure und Salzsäure geschieht. Bei Verivendung der Salzsäure muß noch berücksichti-t werden, daß die Chloride eine stark peptisierendü Wirkung auf die Kollagenfasern ausüben.
  • Es wurde nun --efunden, daß sich das Säure-Ixemisch, das den Vorlauf der bei der Fettsäure-eivinnung durch Oxydation von Paraffin anfallenden Säuren bildet, sehr gut zum Entkälken an Stelle von Milchsäure oder anderen niederen organischen Säuren eignet. Dieses gümisch, das die Siedegrenzen j4o Feitsäurebis 2oo' aufweist, wird in Form einer iiäßrigen Emulsion angewendet, die man mit Hilfe bekannter Emulgatoren, wie z. B. von Fettalkoliolsulfonaten, Fettsäureestern der Oxysulfonsäuren, Fettsäureamiden von Amin,osi.ilfonsäuren, kalkbeständigen hochsulfonierten ölen oder Pc>Iväthvleii,-1-\#iz#olesteri-i oder -äthern mit hochmoleilzularen al#1phatischen Radilzalen, leicht erhält.
  • Das neue Verfahren bietet wesentliche Vorteile, da es einerseits zur Verwertung eines für die Seifenindustrie nicht verwendbaren Nehenproduktes der Fetts-iiuresynthes#e führt und sieh außerdem als den bekannten Entkälkun-sverfahren t##chniscli überle-en 0'Cz#e,iat e e ZD hat. Vergleicht man z. B. die Wirkun- von o,5- bis ioloigen wäßrigen Dispersionen bzw. Lösungen von Paraffinvorlauffettsäuren einerseits und von Milchsäure als dem Standardprodukt für die Entkälkung andererseits, so findet man eine raschere und mehr in die Tiefe gehende Wirkung der Vorlauffettsäuren gegenüber der Milchsäure, was am deutlichsten durch allmähliche Zugabe g der . Entkälkun-smittel in Men-en von je 0.25#'o, auf Blößengev.icht ber#echnet-, und Prüfung des Blößenquerschnittes mit Phenolphthalein zu erkennen ist. Man findet auf diese Weise. daß die Entkälkung z. B. mit insgesamt je i o"o Entkälkungsmittel, auf Blößengeluvicht berechnet, bei der Verwendung von Vorlauffettsäuren weiter ins Innere der Blöße vordringt als bei Venvendung von Milchsäure. Infolge der guten Entkälkung wird bei einer nachfolgenden veggetabilischen Gerbung das Eindringen des Gerbstofies erleichtert und eine ülber:mäßige Anreicherung des Gerbstofies im Narben vermieden, ##vodurch der Narhen heller ausfällt, was besonders erwünscht ist.
  • Beispiele i. Der Vorlauf der Fettsäuren, die durch OxYdation von P..araffingatsch der CO-Hydrierun- gewonnen werden und dessen Siedegrenzen 140 bis 200' (S.Z. 515 und VeF-seifungszahl 534) sind, wird mit 5#!o Fettalkoholsulfonat versetzt und das Gemisch in Wasser emulgiert. Gewünschtenfalls kann auch eine organische Base, wie z.B. ein niederes Alkylamin oder ein niederes Alkylolamin, wie Trimethylamin-, Di- -oder Triäthanola.-niiii. zugefügt und dafür die Menge des Emulgators etwas verringert iverden. Die wäßrige Einulsion der Vorlauffettsäureii wird in solcher TNIen#e verwendet, daß ioi'o Vorlauffettsäure, berechnet auf das Blößengewicht, vorhanden. ist. Schafblößen werden nach dem Äschern 3oMinuten mit Wasser von 25' gespült -und dann in 4ooo/o Flotte bei 38' mit dem Entkälkun-smittel i Stunde lang im Haspel, behandelt. Die Flotte hat anfänglich einen pH-Wert vo'n etwa 9,5, der nach dem Zusetzen des Lnikälk-ungsmittels auf -1,2 heruntergeht. Dic Restbrühe nach i Siunde Laufzeit im Haspel hat einen pIi-Wert von 6,o, während bei Verwendung von -,Nlilclisäure -unter sonst gleichen Bedingungen die Restbrühe noch alkalisch ist und einen pH-Wert 8.o aufweist. Die cntkälkten Blößen sind sehr hell -, ebenso ist das daraus hergestellte vegetabilisch gegerbte b Leder deutlich heller als bei entsprechender Verwendung von '-,\lilchsäurv.
  • 2. Geäscherte Kalbfell.- werden mit der 4ni Beispiel i beschriebenen mittels 4#'o Fettalkoholsulfonat und io » 'c, Trimethylamin in wäßrige Emulsion gebrachttli Vorlauffettsäure behandelt, jedoch mit der Abänderung, daß das Entkälkungsmittel in vier Teilinengen von je 0,25()'0, auf das Blößengewicht berechnet, in Abstanden. von '!'",Stunde zugesetzt wird. Man erhält eine vorzügliche Entkälkung bis ins Innere der Blöße, und diese liefert nach der Gerbung ein Leder mit sehr hellem Narben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRCCHE- i. Verfahren zum Entkälken von geäscherten Blößen mit organischen Säuren '. -ekennzeichnet durch die Verwendung e b de Vorlaufes von den Siedegrenzen v#)ii i4o bis 2oo'C der durch Paraffinoxydation gewonnenen Fettsäuren in Form einer wäßri-en Emulsion. C
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i. gekennzeichnet durch die Verwendung einer ZD wäßrigen Emulsion des Vorlaufes mit den ,gleichen Siedegrenzen der Fettsäuren, die durch Oxydation von bei der CO-Hydrierun- -ewonnenen Paraffin-atsch -e%-,-on.nen e c werden.
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