DE412160C - Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten OElen und Fetten - Google Patents

Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten OElen und Fetten

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DE412160C
DE412160C DEB108134D DEB0108134D DE412160C DE 412160 C DE412160 C DE 412160C DE B108134 D DEB108134 D DE B108134D DE B0108134 D DEB0108134 D DE B0108134D DE 412160 C DE412160 C DE 412160C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/12Refining fats or fatty oils by distillation
    • C11B3/14Refining fats or fatty oils by distillation with the use of indifferent gases or vapours, e.g. steam

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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten Ölen und Fetten. Vorrichtungen zur Entfernung der geruchbildenden, mit Wasserdampf flüchtigen Stoffe aus Speisefetten und -ölen, bei welchen das 01 oder Fett durch die durchlochten Scheidewände eines Kolonnenapparates rieselt, während ein Dampfstrom in entgegengesetzter Richtung durch den Apparat geleitet wird, sind bekannt.
  • Ferner sind derartige, ebenfalls nach dem Gegenstromprinzip arbeitende Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei welchen sich das in jeder einzelnen Stufe jeweils durch eine Heizschlange erwärmte Öl bis zu einem überlauf ansammelt, durch das überlaufrohr zum Boden der nächsten Stufe geführt wird und bei welchem der Dampf durch die einzelnen Flüssigkeitssäulen hindurchtritt.
  • Bei den zuerst erwähnten Vorrichtungen ist es von Nachteil, daß der Dampf durch den ganzen Querschnitt jeder einzelnen Stufe in die nächstfolgende eintritt. Je mehr sich der Dampf nämlich mit flüchtigen Stoffen anreichert, um so schwerer' wird er. Infolgedessen neigt er dazu, zu sinken und dem frischen Dampf in entgegengesetzter Richtung entgegenzuströmen, wodurch sehr bald ein Gleichgewichtszustand eintritt, so daß die zu entfernenden Bestandteile zurückgehalten werden. Ferner besteht hier die Gefahr, daß sich ein Teil des Dampfes in dem Öl als Flüssigkeit niederschlägt und nur schwer wieder abgeschieden werden kann.
  • Diese Unzulänglichkeiten sucht der andere, oben beschriebene Apparat zu vermeiden. Hier ist :es aber von Nachteil, daß sich Ö1 und Dampf nicht in feiner Verteilung durchdringen, da die Dämpfung wesentlich länger dauert und bedeutend mehr Dampf erfordert, wenn dieser in die Flüssigkeitssäule eingeleitet wird. Bei der verhältnismäßig hohen Ölschicht ist es auch sehr schwierig, das in dem Öl niedergeschlagene Wasser wieder auszutreiben, trotzdem hierfür eine besondere Heizschlange vorgesehen ist. Diese kann auch deshalb keine genügende Wirksamkeit nach dieser Richtung hin ausüben, weil immer wieder frischer Dampf in das Öl eingeleitet wird.
  • Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten Ölen und Fetten benutzt gleichzeitig den Grundgedanken, der bei beiden älteren Apparaten Anwendung gefunden hat, vermeidet aber deren Nachteile.
  • In der Zeichnung ist die zur Ausübung des Verfahrens erforderliche Vorrichtung veranschaulicht.
  • Abb. i ist ein Schnitt der Vorrichtung im Aufriß; Abb.2 zeigt eine Draufsicht auf die in jeder Stufe angebrachte Heizschlange. Der Behälter i ist durch die Zwischenböden 2, 3, q. und 5 in mehrere Stufen unterteilt, welche mit einer Verzögerungsfüllung, z. B. Rascbigschen Ringen, gefüllt sind. Die Zwischenböden 2, 3, q. und 5 besitzen die Rohrstutzen 6, über welchen die abgeschrägten Dächer 7 frei schwebend angebracht sind. Auf den 'Zwischenböden befinden sich ferner die Heizschlangen 8 und die Überläufe 9. Die Heizschlangen 8 sind untereinander verbunden. Der Dampf tritt bei i 9 in die Vorrichtung ein und verläßt sie bei 20.
  • Der freie Dampf von etwa i 2o' C wird durch die Dampfverteilungsschlange io in den Behälter i eingeleitet, gelangt durch die unter den Dächern 7 befindlichen öffnungen von Stufe zu. Stufe und verläßt, mit den Riechstoffen beschwert, die Vorrichtung durch den Stutzen i i.
  • Das zu behandelnde Öl, das auf ioo bis io5° C vorgewärmt ist, wird durch das Rohr 12 in die Vorrichtung eingeführt, rieselt über die Verzögerungsfüllung ,dem Dampf entgegen und sammelt sich auf dem 'Zwischenboden 2, wo das anhaftende Wasser durch die Heizschlange 8 verdampft wird. Sobald die Ölschicht de Überläufe 9 erreicht, gelangt der überschuß durch diese in die nächstfolgende Stufe, in welcher sich das gleiche Spiel wiederholt usf. 13 ist eine weitere Heizschlange zur Erwärmung des Öles.
  • Das fertig behandelte Öl verläßt die Vorrichtung durch das Rohr 14 und gelangt in den Behälter 15, welcher mit einem Schwimmerventil 16 versehen ist, um den Durchtritt des Dampfes zu verhindern. Das von dem Schwimmer 16 freigegebene Öl fließt weiter zu dem Vakuumapparat 17, in welchem es unter Erwärmen von. den letzten Spuren Wasser befreit wird. Hierauf läßt man es in den ebenfalls unter Luftleere stehenden Kühler i 8 fließen. Sowohl die aus dem Vakuumverdampfer 17 ausströmenden Wasserdämpfe als auch das in dem Kühler 18 befindliche Öl werden in. bekannter Weise in. die Atmosphäre übergeführt.
  • Durch die Querschnittsverringerung, welche durch die Stutzen 6 der Zwischenböden 2-5, erzielt wird, entsteht zwischen den Stufen eine erhöhte Dampfgeschwindigkeit in der gewünschten Richtung, so daß ein Austausch zwischen dem mit flüchtigen Stoffen. belasteten und dem frischen Dampf ausgeschlossen ist. Das Öl trifft beim Weiterrieseln in der nächstfolgenden Stufe stets auf frischeren Dampf.
  • Infolge der schrägen Überdachungen 7 über den Stutzen 6 kann das abwärts geführte Öl nur durch die Überläufe 9, nachdem es .durch die Heizschlange 8 erwärmt worden ist, von Stufe zu Stufe gelangen, während der Dampf unabhängig hiervon durch die Stutzen 6 in entgegengesetzter Richtung strömt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜciiE: i. Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten Ölen und Fetten durch Dämpfen derselben in einem mit'Zwischenböden und in diesen befindlichen Dampfrohrstutzen ausgestatteten Kolonnenapparat nach dem Gegenstromprinzip, dadurch gekennzeichnet, daß, während der Dampf in der einen Richtung durch die mit frei schwebenden, abgeschrägten Dächern versehenen Rohrstutzen strömt, das vorgewärmte Öl in entgegengesetzter Richtung in feiner Verteilung über zwischen den Böden angeordnete Verzögerungsfüllungen rieselt, sich auf den Zwischenböden in dünner Schicht sammelt, hier in bekannter Weise durch eine Heizschlange erwärmt, von dem aufgenommenen Wasser befreit und durch Überläufe in die nächste Stufe befördert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die fetten Öle und Fette einer Nachbehandlung durch Erwärmen im Vakuum in an sich bekannter Weise unterzogen werden.
DEB108134D 1923-01-25 1923-01-25 Verfahren zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten OElen und Fetten Expired DE412160C (de)

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GB2921023A GB218910A (en) 1923-01-25 1923-11-19 Process and apparatus for removing odouriferous substances from oils and fats
AT99682D AT99682B (de) 1923-01-25 1923-11-19 Verfahren zur Desodorisierung von Ölen und Fetten.
DEB114465D DE413155C (de) 1923-01-25 1924-06-12 Vorrichtung zur Entfernung der Riechstoffe aus fetten OElen und Fetten
AT101979D AT101979B (de) 1923-01-25 1924-09-22 Vorrichtung zur Desodorisierung von Fetten und Ölen.
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