DE747577C - Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren

Info

Publication number
DE747577C
DE747577C DEZ25117D DEZ0025117D DE747577C DE 747577 C DE747577 C DE 747577C DE Z25117 D DEZ25117 D DE Z25117D DE Z0025117 D DEZ0025117 D DE Z0025117D DE 747577 C DE747577 C DE 747577C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
distillation
post
steam
distillator
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEZ25117D
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Zipser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEZ25117D priority Critical patent/DE747577C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE747577C publication Critical patent/DE747577C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/34Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping with one or more auxiliary substances
    • B01D3/38Steam distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/08Refining
    • C11C1/10Refining by distillation
    • C11C1/103Refining by distillation after or with the addition of chemicals
    • C11C1/106Refining by distillation after or with the addition of chemicals inert gases or vapors

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf flüchtigen Stoffen; insbesondere Fettsäuren Den bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen znr stetigen Destillation von mit Wasserdampf flüchtigen Stoffen, wie Fettsäuren, Glycerin, Lösungsmittel u. dgl., haften verschiedene Mängel an, auf deren Beseitigung die vorliegende Erfindung gerichtet ist.
  • Erstklassige Destillate kann man nur erhalten, wenn die zu behandelnden Stoffe mög*-lichst geschont, d. h. keiner zu langen und zu intensiven Wärmebehandlung aus gesetzt werden, weil sonst Zersetzungen des Destillats und der Begleitstoffe vorkommen, die die Beschaffenheit der gewünschten Produkte beeinträchtigen. Diese Forderungen werden von den bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen nicht ausreichend erfüllt, und ebenso läßt die damit erzielbare Ausbeute und der wärmewirtschaftliche Wirkungsgrad noch sehr zu wünschen übrig.
  • Nach dervorliegenden Erfindung wird das zu behandelndeRohgut zunächst einer Vordestillation unterworfen, die rasch und schonend verläuft und in der bereits der größte Teil der verdampfbaren Stoffe ausgetrieben wird. Anschließend daran wird der Ablauf der Vordestillation einer Nachdestillation unterworfen, in der auch die letzten Reste der mit Wasserdamlpf flüchtigen Stoffe ausgetrieben werden. Hierbei ist dafür Sorge getragen, daß die zum Austreiben der flüchtigen Stoffe verwendeten Dämpfe in möglichst feiner Verteilung durch die zu behandelnde Flüssigkeit geleitet werden. Je nach der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Gutes kann außer der Beheizung mit direktem strömendem Wasserdampf auch noch eine zusätzliche Beheizung während der Nachdestillation durch Heizrohre, Heizflächen o. dgl. vorgenommen werden. Die in der Nachdestillation entwickelten Brüden werden im Gegenstrom über das in der Vordestillation in dünner Schicht an senkrechten Heizflächen herablaufende Rohgut geführt. Die Temperatur dieser Heizflächen liegt nur wenig über der Verdampfungstemperatur der auszutreibenden Stoffe, so daß durch das niedere Temperaturgefälle das Rohgut weitgehend geschont und vor Zersetzungen bewahrt wird. Die Gesamtheizfläche ist aber so groß bemessen, daß trotz des niederen Temperaturgefälles doch eine rasche Verdampfung erfolge.
  • Es sind Destillationsapparate bekannt, bei denen das Gut als dünner Film an senkrechten Heizflächen herabläuft oder an Leit- und Prallflächen als kaskadenartiger Flüssigkeitsstrom. Außerdem ist die Temperatur der Heizflächen wesentlich höher als die Siedetemperatur der zu destillierenden Stoffe. Eine Nachdestillation mit in die Flüssigkeit geleitetem Wasserdampf findet in diesem Zusammenhange nicht statt; ebensowening werden die Brüden dieser Nachdestillation zur Vordestillation herangezogen.
  • Diese Arbeitsweise hat durchaus nicht nahegelegen, denn man hat, weil zu heiße Heizflächen schädlich sind, auch schon den Vorschlag gemacht, den Flüssigkeitsfilm durch strahlende Wärme zu Beheizen. Die technische Entwicklung ist hier also in ganz anderer Richtung verlaufen, weil die Destillation auf erwärmten Rieselflächen sich als unzweckmäßig bzw. unzureichend erwiesen hatte.
  • Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der durch Versuchsarbeiten gewonnenen Erkenntnis, daß das Arbeiten mit erwärmten Rieselflächen durchaus vorteilhaft und auch dann nicht schädlich für das Rohgut ist, wenn man Überhitzungen vermeidet, die bisher regelmäßig deswegen eintraten und Zersetzungen verursachten, weil man mit der Rieselbeheizung allein auskommen wollte und daher die Rieselflächen zu stark beheizte.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Fehler vermieden, und es wird von der Rieseflächendestillation nur so viel verlangt, wie dieselbe zu leisten vermag, nämlich eine Vordestillation. Durch Einhaltung niedriger, nur wenig über der Verdampfungstemperatur der flüchtigen Stoffe liegender Heizflächentemperaturen wird jede Überhitzungs- und Zersetzungsgefahr ausgeschaltet. Während nach dem vorstehend erwähnten bekannten Verfahren die Beheizung der Leitflächen überhaupt aufgegeben und nur mit Strahlungsheizung gearbeitet wird, erfolgt erfindungsgemäß die Beheizung des dünnen Flüssigkeitsfilms von zwei Seiten her, einmal von seiner Leitfläche und zum anderen von den im Gegenstrom über die Oberfläche des Films streichenden Brüden. Dadurch wird schon bei der Vordestillation eine weitgehende Austreibung der flüchtigen Bestandteile des Rohguts erzielt, so daß bei der Nachdestillation des Ablaufs mit durchgeleitetem Dampf eine praktisch voll ständige Austreibung der letzten flüchtige Restbestandteile bewirkt wird.
  • Die vorliegende Erfindung vereinigt vcrschiedene Einzelmaßnahmen, die teils an sich bekannt waren, wie z. B. Rieseldestillation und Wasserdampfdestillation, teils aber neu sind, wie z. B. die Herabsetzung der Leitflächentemperatur, die allein angewendet vollkommen nutzlos wäre und erst im Zusammenwirken mit den weiteren Verfahrensmaßnahmen, nämlich Nachdestillation des Ablaufs mittels Dampf und zusätzlicher Beheizung des Flüssigkeitsfilms durch die Brüden, praktische Bedeutung erhält. So werden die Ziele des Verfahrens, nämlich weitgehende Schonung des Rohguts, hohe Ausbeute und guter wärmewirtschaftlicher Wirkungsgrad auf einem neuen Wege erreicht.
  • Die beiliegenden Zeichnungen zeigen mehrere beispielsweise Ausführungsformen einer zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung. Es stellen dar Fig. 1 bis 4 die erste Ausführungsform, und zwar Fig. 1 den Grundriß, Fig. 2 den Längsschnitt nach Linie II-II der Fig. 1 Fig. 3 den Längsschnitt nach Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 den waagerechten Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 und 6 Längs- und Querschnitt durch eine andere Ausf2hrungsform des Nachdestillators, Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Destilliervorrichtung mit einem waagerecht ausgebauten Nachdestillator.
  • Fig. 8 eine andere Ausführungsform des Nachdestillators gemäß Fig. 7.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 ist der Vordestillator I Offen mit dem tlar unter befindlichen Nachdestillator 2 verbunden. mit dem er ein einheitliches säulenartiges Gehäuse von viereckigem oder rundem Querschnitt bildet. Im Vordestillator sind dicht nebeneinander mehrere senkrechte Berieselungswände vorgesehen, die aus mäanderlinienartig gebogenen Dampfrohren 6 bestehen, in deren Zwischenräume Bleche 7 eingesetzt sind, so daß eine geschlossene Berieselungsfläche entsteht. Auf den oberen waagerechten Abschnitten der Heizrohre 6 sind Verteilungsrinnen 4 mit seitlichen schlitzförmigen Überlauföffnungen 5 angeordnet und an eine gemeinsame Speiseleitung 3 angeschlossen. Die Enden der Heizrohre 6 sind mit einer Dampfleitung 9 und mit einer Kondensatleitung 10 verbunden.
  • Für das hier beispielsweise dargestellte und beschriebene Heizsystem des Vordestillators sind selbstyerständlich noch verschiedene andere Ausführungsformen ohne weiteres vorstellbar. Wesentlich ist in jedem Falle, daß senkrechte Berieselungsflächen aus Heizrohren und dazwischen angeordneten Leitflächen gebildet sind.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig.2 und 3 besteht der unter dem Vordestillator I vorgesehene Nachdestillator 2 aus mehreren übereinander angeordneten und durch Überlaufrohre 17 miteinander verbundenen Stockwerken 11 bis 11d. Bei den Ausf2hrungsformen nach Fig. 7 und 8 ist der nachdestillator 32 bzw, 42 als in der Ebene ausgestrecktes Gehäuse ausgeführt.
  • In jedem Falle sind über dem Boden des Nachdestillators 2, 32, 42 Dampf- Szw. Brüdenverteilungskammern 15, 35, 45, 50, 80 vorgesehen. Dieselben bestehen aus einer doppelwandigen, flachen Platte, in deren Oberseite zahlreiche kleine Dampfdurchtrittsöffnungen möglic}lst dicht nebeneinander angeordnet sind.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 bis 4 ist in jedem Boden der einzelnen Stockwerke 11 bis 11d ein zentrales, oben offenes Brüdenabzugsrohr 12 vorgesehen, und über dem obersten derselben ist im gewissen Abstand ein Dacli I3 angeordnet.
  • Zwischen der Außenwand und dem Brüdenrohr ist eine Scheidewand 18 vorgesehen, und ferner ist das Ende jedes Stockwerks mit dem Anfang des darunter folgenden Stockwerks durch ein zweimal abgebogen es Uberlaufrohr 17 verbunden. Dicht über den Dampfverteilungskammern 15 sind in jedem Stockwerk des Nachdestillators 2 zweckmäßig auch noch Dampfrohre 14 für indirekte Beheizung vorgesehen. Auf der Grundfläche jedes Stockwerks 11 bis 11d sind wegen der leichten Montage und Auswechslung mehrere Dampfvertei iungskammern 15 (beispielsweise vier, wie aus Fig. 4 ersichtlich) angeordnet, die mit je einem Abzweigrohr 16a an die gemeinsame Dampfleitung 16 angeschlossen sind.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 sind in dem waagerechten langgestreckten Gehäuse 32 Führungswände 48 vorgesehen, die den Raum in mehrere miteinander verbundene Abteilungen 21 aufteilen. Jede derselben ist mit einer Dampfverteilungskammer 45 ausgestattet. Die Zuleitung des Dampfes erfolgt durch die Sammelleitung 46 und die Abzweigleitungen 46a. Am Ende des nachdestillators ist das Überlaufrohr 57 angeordnet. Dicht über den Dampfverteilungskammern 45 sind zweckmäßig noch Dampfrohre 44 für zusätzliche indirekte Beheizung vorgesehen.
  • Während bei den Ausführungsformen nach Fig. 2, 3, 4 und 7 alle auf der Grundfläche des Nachdestillators 2 bzw. 32 befindlichen Dampfverteilungskammern 15 bzw. 45 unmittelbar an die Dampfzufuhr 16 bzw 46 angeschlossen sind, ist bei den Ausführungsformen der Fig. 5, 6 und 8 eine Ausnutzung der entwickelten Brüden vorgesehen. Das geschieht in der Weise, daß nur die letzte der Dampfverteilungskammern (80 in Fig. 8 bzw.
  • 15a in Fig. 3) unmittelbar mit reinem Wasserdampf gespeist wird, während die voraufgehenden Dampfverteilungskammern 35 bzw.
  • 55 mit den Brüden der nachfolgenden Stufe gespeist werden. Zu diesem Zwecke sind die in Fig. 2 und 3 dargestellten offenen Brüdenabzugsrohre 12 (in Fig. 5 und 6 mit 62 bezeichnet) oben durch einen Deckel verschlossen und durch Rohre 70 mit den Verteilungskammern 35 verbunden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 ist der langgestreckte Raum 42 durch Zwischenwände 49 in einzelne hintereinander geschaltete Räume 22 aufgeteilt.
  • Rohre 50 leiten die Brüden jeder Nachdestillationsstufe in die Verteilungskammern 55 der voraufgehenden Stufe. Gemäß den zwischen den einzelnen Destillationsräumen 22 vorhandenen Druckunterschieden ist zweckmäßig das Überlaufrohr 67 in jedem nachfolgenden Destillierraum 22 etwas niedriger als das Überlaufrohr des vorangehenden Destillierraumes, wie aus Fig. 8 ersichtlich.
  • Die Arbeitsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen gestaltet sich folgendermaßen Die Vordestillation geschieht bei allen beschriebenen und dargestellten Vorrichtungen in der gleichen Weise und mit den gleichen Mitteln. Das in einem Vorwärmer beliebiger Bauart vorerwärmte Rohgut fließt ständig durch die Leitung 3 in die Verteilungsrinnen 4, aus welchen es durch die Längsschlitze 5 überläuft und gleichmäßig in dünner Schicht zu beiden Seiten der Berieselungswände 6, 7 herabläuft. Dieser dünne.
  • Flüssigkeitsschleier wird von zwei Seiten her beheizt, nämlich einmal durch die Dampfrohre 6 und die von denselben ebenfalls erwärmten Zwischenbleche 7, und zum anderen durch die aus dem Nachdestillator aufsteigenden, die Berieselungswände gleichmäßig bestreichenden Brüden. Dadurch wird eine rasche und sehr intensive Verdampfung der flüchtigen Stoffe erzielt, so daß stark mit Destillaten angereicherte Brüden durch den Abzug 8 entweichen. Da die Temperatur der Berieselungswände 6, 7 je nach der Beschaffenheit des Rohgutes so eingestellt wird, daß sie nur wenig über der Verdampfungstemperatur der auszutreibenden flüchtigen Stoffe liegt, wird das Rohgut geschont und eine Zersetzung vermieden. Die Gesamtfläche der Berieselungswände 6, 7 ist so groß bemessen, daß trotz des geringen Temperaturgefälles eine intensive Verdampfung stattfindet. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß im Gegenstrom von Flüssigkeit und Brüden praktisch überhaupt kein Strömungswiderstand auftritt, ein Umstand, der beim Arbeiten mit den erwähnten Füllkörperapparaten als sehr nachteilig empfunden wurde. An den Abzug 8 ist ein Kondensator beliebiger Bauart angeschlossen.
  • Der Abfluß des Vordestillators I fließt bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 zunächst in das oberste Stockwerk 11 des Nachdestillators. Durch die Scheidewand 18 ist die Flüssigkeit gezwungen, gleichmäßig um das Brüdenrohr 12 herum über die gaze Grundfläche zu fließen, bis sie durch das Überlaufrohr 17 in das darunter befindliche Stockwerk gelangt, wo sich der gleiche Vorgang wiederholt. Durch die niedere Flüssigkeitsschicht in den einzelnen Stockwerken des nachdestillators 2 wird ständig Wasserdampf aus den am Boden vorgesehenen Dampfverteilungskammern 15 in zahlreichen ganz feinen Strahlen hindurch geleitet. Die hierbei entwickelten Brüden steigen durch die Abzugsrohre 12 in den Vordestillator 1, während die ausdestillierte Restflüssigkeit im unteren Stockwerk 11d durch ein Überlaufrohr 17a abfließt.
  • Je nach der Beschaffenheit des Robgutes kann man auch mit einer gemäß Fig. 5 und 6 abgeänderten Vorrichtung in der Weise arbeiten, daß nur das untere oder die beiden unteren Stockwerke 11c und 11d des Nachdestillators mit direktem Wasserdampf gespeist werden und die hierbei entwickelten Brüden durch die Rohre 62 und 70 in die Verteilungskammern 35 der höheren Stockwerke geleitet werden.
  • Bei der Ausf2hrungsform nach Fig. 7 findet die Nachdestillation des vom Vordestillator kommenden Ablaufes nur in einer entsprechend größeren Ebene statt. Die Flüssigkeit ist durch leitflächen 48 gezwungen, gleichmäßig über die am Boden angeordneten Dampfverteilungskammern 45 hinwegzuströmen, bis sie den Raum 32 durch das Überlaufrohr 57 verläßt.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 wird nur die letzte Dampfverteilungskammer 80 durch das Rohr 81 mit direktem Wasserdampf gespeist, während die in den voraufgehenden Destillationskammern 22 angeordneten Dampfverteilungskammern 55 mit den Brüden der nachfolgenden Destillationskammer beschickt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf flüchtigen Stoffen, insbesondere Fettsäuren. unter Verwendung beheizter Rieselflächen, gekennzeichnet durch die Teilung des Verfahrens in Vor- und Nachdestillation und die Vereinigung beider Behandlungsstufen in der Weise, daß das zweckmäßig vorgewärmte Rohgut als dünner Film im Gegenstrom zu den aufsteigenden Brüden der Nachdestillation über senkrechte Heizflächen herabläuft, die nur wenig über die Verdampfungstemperatur der flüchtigen Bestandteile erwärmt sind, worauf der Ablauf zwecks Nachdestillation in waagerechter Strömung und niederer Schichthöhe zwangsläufig über Flächen geführt wird, die Wasserdampf in feinster Verteilung austreten lassen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachdestillation auch noch mit zusätzlicher indirekter Heizung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachdestillation in mehreren Stufen erfolgt, von denen nur die letzte direkten Dampf erhilt, während in den voraufgehenden Stuten an Stelle von Dampf die Bruden der nachfolgenden Stufe durch die Flüssigkeitsschicht geleitet werden.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizflächen des Vordestillators (1), die in kurzen Abständen nebeneinander angeordnet sind, aus mäanderlinienartig gebogenen Dampfrohren (6) bestehen, deren Zwischenräume durch Bleche (7) ausgefüllt sind, zur Erzeugung einer geschlossenen Rerieselungsfläche.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den obersten waagerechten Abschnitten der Heizrohre (6) Verteilungsrinnen (4) mit seitlichen schlitzförmigen Überlauföffnungen (5) angeordnet und an eine gemeinsame Speiseleitung (3) angeschlossen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der unter dem Vordestillator (1) angeordnete und mit demselben offen verbundene Fertigdestillator (2, 32, 42) mit nabe über dem Boden angeordneten Dampfverteilungskammern (15, 35, 45, 55) ausgestattet ist, die aus einer doppelwandigen flachen Platte mit in der Oberseite angeordneten zahlreichen kleinen Dampfaustrittsöffnungen bestehen.
DEZ25117D 1939-03-02 1939-03-02 Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren Expired DE747577C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ25117D DE747577C (de) 1939-03-02 1939-03-02 Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ25117D DE747577C (de) 1939-03-02 1939-03-02 Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE747577C true DE747577C (de) 1944-10-04

Family

ID=7626306

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ25117D Expired DE747577C (de) 1939-03-02 1939-03-02 Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE747577C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3341603A1 (de) Verfahren und vorrichtungen zur verringerung des alkoholgehaltes von originalwein
DE1275507B (de) Duennschichtverdampfer
DE824786C (de) Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Absorption und Abscheidung von Daempfen undGasen
DE747577C (de) Verfahren und Vorrichtung zur stetigen Destillation von mit Wasserdampf fluechtigen Stoffen, insbesondere Fettsaeuren
DE2254523B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von radioaktiven Flüssigkeiten
DE629133C (de) Kolonnenapparatur zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen
DE723436C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Entfernung von Geruchs- und Geschmacksstoffen, Fettsaeuren und anderen fluechtigen Beimengungen aus pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten
DE855691C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation, insbesondere hoehersiedender Fluessigkeiten
DE344599C (de)
DE2039531C3 (de) Verfahren zum semikontinuierlichen Desodorieren oder Härten von Speiseöl
DE580928C (de) Verfahren zum Eindampfen von Fluessigkeiten
DE2436803C3 (de) Verfahren und Anlage zum Aufbereiten von SpUl- und Abwässern aus SaIzbadhärtereien
DE934217C (de) Verfahren und Anlagen zum Eindicken von Milch-, Molken- und Vitaminfluessigkeiten
DE973744C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Durchfuehrung chemischer Reaktionen zwischen Gasen und Fluessigkeiten, die gegebenenfalls Feststoffe enthalten
DE894989C (de) Verfahren und Vorrichtung zur fraktionierten Destillation
DE685531C (de) Herstellung konzentrierter Salpetersaeure aus Wasser bzw. waesseriger Salpetersaeure, Stickoxyden und Sauerstoff
DE956752C (de) Verfahren zum mehrstufigen Eindampfen von salz- oder haertebildnerhaltigen Fluessigkeiten
DE694238C (de) Verdampfer mit senkrecht stehenden Heizrohren
DE816692C (de) Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen
DE340213C (de) Verfahren zur Absorption von Chlorwasserstoffgas in Tuermen
DE537432C (de) Destillationsverfahren
DE1023218B (de) Verfahren zum kontinuierlichen Verstrecken von thermoplastischen Folien
DE2220922C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abtrennung von Fettsäuren durch Destillation
AT99682B (de) Verfahren zur Desodorisierung von Ölen und Fetten.
DE732776C (de) Verfahren zur UEbertragung der Waerme heisser Holzzuckerwuerzen