DE537432C - Destillationsverfahren - Google Patents

Destillationsverfahren

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DE537432C
DE537432C DEC28552D DEC0028552D DE537432C DE 537432 C DE537432 C DE 537432C DE C28552 D DEC28552 D DE C28552D DE C0028552 D DEC0028552 D DE C0028552D DE 537432 C DE537432 C DE 537432C
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distillation
vapors
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DEC28552D
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ERNST CHUR
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ERNST CHUR
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Destillationsverfahren Bei der Gewinnung und Weiterveredelung der Teeröle aus den Gas-, Kokerei- und Schwelteeren spielen die wärmewirtschaftlichen Bestrebungen eine große Rolle.
  • Die Trennung der Flüssigkeitsgemische, deren Bestandteile verschiedene Siedepunkte haben, erfolgt bisher meist durch wiederholte Destillation und Dephlegmation. Zur kontinuierlichen Destillation werden bisher-fast ausschließlich sogenannte Kolonnenapparate oder vereinzelt auch hintereinandergeschaltete Blasen benutzt. Bei den bekannten Kolonnen apparaten gelingt es nicht, die gesamte Menge eines Stoffes von bestimmtem Siedepunkte durch eine einmalige Destillation aus dem Flüssigkeitsgemisch zu gewinnen.
  • Des weiteren ist ein kontinuierliches Destillationsverfahren bekannt, das mit einer Hauptkolonne und mehreren daran angeschlossenen N eb enkolonnen arbeitet. Die Fraktionierung geht in einer einzigen Säule-vor sich, aus der die dampfförmigen Destillate aus verschie denen Höhen abgezogen und in besondere Rektifiziersäulen geleitet werden. Da die Dämpfe in der Hauptkplonne nicht in getrennten Räumen aufgefangen und die Kondensate der Nebenkolonnen immer wieder in die Hauptkolonne zurückgeleitet werden, -ist sowohl der Dampfverbrauch verhältnismäßig hoch als auch die gestellte Aufgabe, das- gesamte D estillationsgut durch eine einmalige Destillation nach den verschiedenen Fraktionen zu trennen, nicht gelöst.
  • Nach der Erfindung soll das Destillationsverfahren so durchgeführt werden, daß die einzelnen Produkte vollkommen getrennt in einem einzigen Arbeitsgang gewonnen werden.
  • Es wird dadurch leine Vereinfachung des Betriebs und gleichzeitig eine Ersparnis an Brennstoff und Kühlwasser erzielt. Man kann bei der Ausführung des dargelegten. Verfahrens, beispielsweise bei der Benzolgewinnung, dem Destillationsgut die flüchtigen Bestandteile in einem Kolonnenapparat, dessen Dampfweg unterteilt ist, entziehen, und es werden nunmehr die Dämpfe jeder Abteilung ohne Kühlung zur- Rektifikation je einer besonderen Kolonne zugeführt, in weicher eine scharfe Fraktionierung unter Kühlung der Dampfräume durchgeführt wird. In gleicher Weise kann man auch je einem Einzelapparat, z. B. einer Blase, eine Rektifikationskolonne der angegebenen Art zuordnen. -Man kann während des Durchgangs durch den -Destillationsapparat sowohl die Destillationsdämpfe wiederholt künstlich kühlen als auch die -Flüssigkeit- wiederholt erhitzen. Beide Maßnahmen sind an sich bekannt. Die Kühlung kann in bekannter Weise durch Kühlschlange erfolgen, oder man kann Kühlböden in die Kolonnenapparate einschalten.
  • Endlich kann man auch die Kühlung der Dämpfe in Kühlern vornehmen, die außerhalb des Apparats in die Wege der Dämpfe eingeschaltet sind. Die in den Kühlern kondensierte Flüssigkeit wird entweder abgeleitet (z. B. bei der Entwässerung oder bei Eindampfungen). oder aber der zu destillierenden- Flüssigkeit wieder zugesetzt. Die Destillate werden zweckmäßig zwangsweisegeführt und dadurch aus dem Bereich ihres Restdampfes entfernt, indem sie, falls sie nicht abgeleitet werden, einer anderen Stelle des Flüssigkeitsstromes wieder zugeführt werden.
  • Um leine starke Kühlung der Dämpfe ohne Hemmung der Destillation durchführen zu können, wird zweckmäßig die destillierende Flüssigkeit, während sie von einem Boden zum andern fließt, durch eingeschaltete Erhitzer auf höhere Temperatur gebracht. Es können zu dem Zweck beispielsweise bei Kolonnenapparaten unter den Kolonnenböden Dampfheizräume angeordnet werden. Man kann aber auch zum wiederholten Erhitzen der zu destillierenden Flüssigkeit anstatt der Heizräume zwleckmäßig in an sich bekannter Weise Erhitzer anwenden, die außerhalb des Destillier- und Rektifizierapparats liegen.
  • Diese werden dann, vorteilhaft mit direkter Beheizung versehen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen von Vorrichtungen, die zur Ausführung des Verfahrens verwendet werden können, dargestellt. Es zeigen: Abb. I einen Kolonnenapparat mit Nebenkolonnen in seitlicher Ansicht, -Abb. 2 die gleiche Anlage in waagerechtem Schnitt, Abbl. 3 bis 5 leine Vorrichtung nach Anspruch 8 in zwei senkrechten Schnitten und in der Aufsicht, Abb. 6 eine Vorrichtung zur Zwischenerhitzung der von Boden zu Boden herabrieselnden Flüssigkeit.
  • Bei dem in den Abb. I und 2 dargestellten Kolonnenapparat sind in der Gehäusewandung in bekannter Weise Kanäle für die Dampf-und Flüssigkeitsleitung angeordnet. Die Anlage -besteht aus einer Hauptdestillationsanlagep und drei mit ihr verbundenen Nebenkolonnen r, s,t. Der Dämpferaum der Hauptkolonne ist in drei übereinanderliegenden Abteilungen geteilt. Von jeder dieser Abteilungenv, w, x führt ein Rohr I, z, 3 zu einer der Nebenkolonnen x, s, t. Die Niebenkolonnen r, s, t sind mit Zwischenkühlem k versehen.
  • Das mit Benzol gesättigte Waschöl tritt, nachdem es in einem Wärmeaustauschapparat mittels des abgetriebenen Öls erwärmt worden ist, durch das Rohr 4 in den Kolonnenapparatp ein. Es strömt in diesem von Boden zu Boden abwärts und wird dabei auf den mit Dampf beheizten Kolonnenböden und schließlich mittels direkten, durch Rohr 5 in den Apparat eingeführten Dampfes erhitzt. Das von Benzol befreite Waschöl fließt schließlich durch Rohr 6 ab.
  • Aus der obersten Abteilung v des Dampfraums werden durch das Rohr 1 die leicht flüchtigen Dämpfe (Wasserdampf und goer Benzol) der Nebenkolonne r zugeführt. In der mittleren Abteilung w entweichen, der hier herrschenden höheren Temperatur -entsprechend, die Toluoldämpfe, und diese werden durch Rohr 2 in die Nebenkolonnes geleitet.
  • In der untersten Abteilung endlich werden durch den direkten Dampf Xyloldämpfe abgetrieben, und diese treten durch Rohr 3 in die Nehenkolonne t ein.
  • Die Blasen 7 der drei Nebenkolonnenr, s, t stehen untereinander durch Rohre 8 und 9 derart in Verbindung, daß das Kondensat aus der Kolonne r nach s und das der Kolonne s nach t überlaufen kann.
  • Es besteht die folgende Wirkungsweise: Die aus der Abteilung der Hauptdestillierkolonne p entweichenden Dämpfe gelangen in die mit Dampf beheizte Blase 7 der Nebenkolonne. Von hier steigen sie auf und kommen durch Tauchung mit dem Kondensat in Berührung. Aus dem Kolonnenraum 40 ziehen die Dämpfe durch den Kühler k zum Dämpferraum des Kolonnenteils 41 und dann nach den Kolonnenräumen 42 und 43, wo die Dämpfe rektifiziert werden. Aus dem Raum 43 werden die Dämpfe wiederum durch einen Kühler k geleitet. Der Vorgang wiederholt sich, bis schließlich der Dampf des reinen Produkts durch das Rohr 14 abgeleitet wird.
  • Das Kqndensat wird aus den Kühlern jeweils einer tieferen Stelle der Kolonne zu erneuter Destillation, Ddephlegmation und Rektifikation zugeführt, wobei eine gewisse Anzahl von Kolonnenböden übersprungen werden. Dievorerwähnte Zwischenkühlung, bei der das Kondensat und der Restadampf in verschiedenen Höhen wieder in den Kolonnenapparat eingeführt werden, ist an sich bekannt In der Blase 7 der Kolonne r sammeln sich allmählich die Kondensate der mitgerissenen, höher siedenden Dämpfe an. Diese fließen durch das Rohr 8 in die Blase der nächsten Nebenkolonne, um hier mit den Dämpfen aus der mitderen Abteilung der Hauptkolonne verarbeitet zu werden. Ebenso fließen die Kondensate der höchstsiedenden Bestandteile aus der mittleren Nebenkolonnes in die Blase der Nebenkolonne t über, um hier mit den Dämpfien der untersten Abteilung der Hauptkolonne verarbeitet zu werden. Den drei Nebenkolonnen können somit am oberen Ende die Dämpfe in scharfer Trennung nach Siedepunkten entnommen werden.
  • Bei der Anlage zur kontinuierlichen Destillation von Teer nach den Abb. 3 bis 5 sind mehrere U-förmige, direkt beheizte Blasen I6, 17, I8, 19 hintereinandergesc'haltet, über denen Rektifikationskolonnen angeordnet sind.
  • Der zu destillierende, vorgewärmte Teer durchströmt zur restlosen Entwässerung und Gewinnung der Leichtöle zunächst den über der Blase 16 aufgebauten Kolonnenapparat 20.
  • Er tritt durch das Rohr 21 ein und fließt über die beheizten Kolonnenböden herab zur Blase 16. In den obersten, in dem Dämpferraum angeschalteten Kühler kr werden das Wasser und die Leichtöle niedergeschlagen, welche durch das Rohr 22 abfließen. Durch den unteren Kühler k2 werden die nächsthöher siedenden Bestandteile, die Mittelöle, gewonnen.
  • Die Destillation wird in diesen unteren Kolonnenböden schon durch die direkte Beheizung der Blase unterstiltzt.
  • Der Teer tritt durch das Rohr 23 (Abb. 4) in den linken Teil der U-förmigen Blase ein und allmählich in den rechten Teil über. Von diesem führt ein Überlauf 24 zur Blase 17.
  • Die Dampfräume beider Blasenhällten stehen durch ein Rohr 25 in Verbindung, so daß die Dämpfe aus beiden Hälften in die Kolonne gelangen.
  • Die Dämpfe der Blase 19 durchziehen die Rektifikationskolonne 29. Die nicht niedergeschlagenen Dämpfe gelangen durch das Tauchrohr 26 in die Blase 18. In gleicher Weise werden die Dämpfe der übrigen Blasen in den auf denselben angeordneten Kolonnen 30 und 31 rektifiziert, und der nicht kondensierte Rest der Dämpfe wird durch die Tauchrohre 27 und 28 der nächstfolgenden Blase zugeleitet. In umgekehrter Richtung bewegt sich das flüssige Destillationsgut durch die Überläufe 24 usw. von Blase zu Blase, und das Hartpech fließt schließlich in heißem, flüssigem Zustande aus der Blase 19 durch das Rohr 29 ab.
  • Abb. 6 zeigt eine Vorrichtung zum direkten Beheizen des von Boden zu Boden rieselnden Kondensats. Aus dem Überlauf tritt die Flüssigkeit in das Rohr 32 ein, welches nach Art der bekannten Fieldrohre. in dem Rohr 33 angeordnet ist. Die Rohre sind durch den direkt beheizten Schacht 34 geführt. Das Rohr 33 endet in dem Flüssigkeitsraum des tieferen Kolonnenbodens.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Destillationsverfahren, bei dem die Destillationsdämpfe wiederholt gekühlt und die Destillierflüssigkeit des öfteren erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter Weise den verschiedenen Dämpferäumen einer Hauptkolonne entnTommenen und mehreren Rektifizierkolonnen zugeführten Dämpfe unter abwechselndem Kühlen und Erhitzen rektifiziert und die in den Unterteilen der Nebenkolonnen sich ansammelnden, höher siedenden Kondensate selbsttätig in die nächstfolgende Kolonne übergeführt werden.
  2. 2. Destillationsanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizkammern an den Kolonnen feuerbeheizte Fieldrohre verwendet werden, deren inneres Rohr mit dem oberen Kolonnenboden und deren äußeres Rohr mit dem unteren Kolonnenboden in Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung zur ununterbrochenen Destillation von Teer unter wiederholtem Kühlen der Destillationsdämpfe und Erhitzen der Destillierflüssigkeit und unter Verwendung mehrerer von den Dämpfen nacheinander durchfiossener Blasen, mit denen je eine Rektifikationskolonne verbunden ist, gekennzeichnet durch direkt beheizte U-förmige Blasen, von denen die erstereine Rektifikationskolonne trägt, die mit seinem Kühler für die Ableitung von Wasser und Leichtöle und einem Kühler für die Ableitung der Mittelöle versehen ist.
DEC28552D 1919-11-30 1919-11-30 Destillationsverfahren Expired DE537432C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940165C (de) * 1949-05-15 1959-05-06 Ruetgerswerke Ag Verfahren zur kontinuierlichen Rektifikation von Steinkohlenteeren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE940165C (de) * 1949-05-15 1959-05-06 Ruetgerswerke Ag Verfahren zur kontinuierlichen Rektifikation von Steinkohlenteeren

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