DE393307C - Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben

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DE393307C
DE393307C DEB108628D DEB0108628D DE393307C DE 393307 C DE393307 C DE 393307C DE B108628 D DEB108628 D DE B108628D DE B0108628 D DEB0108628 D DE B0108628D DE 393307 C DE393307 C DE 393307C
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    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
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Description

(B
Vorliegende Erfindung soll es ermöglichen, \ Stoffgewebe, deren Verwendungsart es wünsch- ! bar erscheinen läßt, dekorativ auszugestalten. : Nach dem Verfahren und der Vorrichtung gemaß Erfindung lassen sich Pflanzengebilde,
deren Verwendung eine dekorative Wirkung
verspricht, auf Gewebestoff kopieren, wenn
deren Dimensionen die im Kunstgewerbe gebräuchlichen Verhältnisse nicht überschreiten,
ίο ihre Verdickungen an Wurzeln, Stengeln oder
Blüten und Früchten nicht mehr als etwa 1 cm
auftragen und die Früchte wenigstens einem ! ganz leichten Brück zu widerstehen vermögen. \ Das Verfahren gemäß Erfindung beruht
darauf, daß von einer lebenden Pflanze oder von
Teilen derselben im ausgebreiteten Zustande j ohne Pressung nur bei dem zum Breithalten ; nötigen Andruck auf dünnes, lichtempfindliches : Papier ein Negativ hergestellt wird und von
diesem Negativ beliebig viele positive Kopien
beliebiger Farbe auf lichtempfindlichen Gewebe- ■ stoff gemacht werden. Für das Negativ wird i zweckmäßig extra dünnes Sepiapapier ver- \ wendet. - I
Bei dem zur Ausübung des Verfahrens die- | nenden Apparat ist in einem Lichtpauskopier- 1 rahmen ein aufrollbarer, federnd biegsame Fa" sern aufweisender Teppich zum Beschweren und Festhalten der ausgebreiteten Pflanze und zum dichten Anschmiegen des Negativpapiers an die Pflanze angeordnet.
Es ist bekannt, daß man Pflanzengebilde zur Dekoration von Unterlagen durch photographisches Kopieren verwenden und die ersten Kopien zur Herstellung von Positiven verwenden kann.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt.
Abb. i, 2,3 und 4 sind ein Aufriß, eine Hinteransieht, ein Grundriß und ein lotrechter Schnitt nach Abb. 2 eines ersten Beispiels mit eingelegter Pflanze; Abb. 5 ist ein lotrechter Schnitt der Vorrichtung mit eingelegtem Stoffrahmen; Abb. 6 ist ein das Einlegen der Pflanze darstellender lotrechter Schnitt; Abb. 7 ist ein die Belichtungskontrolle darstellender lotrechter Schnitt; Abb. 8 ist ein Aufriß des Stoffspannrahmens bei wirkungsloser Stellung; Abb. 9 zeigt einen Teil von Abb. 8 in größerem Maßstäbe; Abb. 10 und 11 sind Querschnitte durch den Stoffspannrahmen im wirkungslosen und
im Arbeitszustande desselben; Abb. 12 und 13 zeigen Teile von Abb. 4 und 5 in größerem Maßstabe ; Abb. 14 und 15 sind zwei senkrecht zueinander gelegte Schnitte einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung, wobei in Abb. 15 die Deckplatte und der Metallfaserteppich weggenommen sind. Abb. 16 ist eine teilweise Rückansicht des Stoff Spannrahmens. Abb. 17 zeigt den vollständigen Stoffspannrahmen in ίο Rückansicht. Abb. 18 bis 22 erläutern weitere Ausführungsarten des Verfahrens.
Die in Abb. 1 bis 13 dargestellte Vorrichtung besitzt einen starken Holzrahmen F, eine Glasplatte E, einen zweiteiligen Deckel A, eine Sperrleiste G als Mittel zum drucklosen Halten der eingelegten Pflanze P bzw. des Negativpapiers D, einen Bleifaserteppich B und den federnd biegsamen Stoffspannrahmen C aus dünnem Stahlband bestehend, an welchem, je nach der Größe des Rahmens in kleinerer oder größerer Zahl Spannvorrichtungen angebracht sind (Abb. 8, 9, 10,11). Jede Spannvorrichtung besitzt ein auf den Stahlrahmen C genietetes Lagerplättchen / (Abb. 9 bis 11) und eine zinn Erfassen und Spannen des Stoffs bestimmte Gabel K, die an ihrem hinteren Ende in Plättchen gelagerte Lagerzapfen k und einen zu diesen Zapfen exzentrischen Teil k1 besitzt. Ein ausgeschnittener, durch eine Aussparung des Rahmens O tretender Teil L des Lagerplättchens / dient als Feder, die die Gabel beim Schließen bzw. Spannen an den Rahmen preßt (Abb. 11). Am Holzrahmen F sind Schrägführungen 5 angeordnet, mittels welchen die Sperrleisten G und damit· der Deckel -4 in Stellung gehalten werden kann.
Selbstverständlich sind die Abmessungen der Vorrichtung nach der Größe der zu kopierenden Pflanzen zu bemessen.
Soll nun eine Pflanze kopiert werden, so legt man ein ihrer Größe entsprechendes Stück extra dünnes lichtempfindliches Negativpapier D, z.B. Sepiapapier, mit der lichtempfindlichen Seite gegen die innere Seite des Glases E, legt den Bleifaserteppich B darauf und rollt dann beide rückwärts auf (Abb. 6). Sodann nimmt man die Pflanze, die frisch gepflückt, aber frei von Tau oder Wassertropfen sein muß und stößt ihr unteres Ende unter die Rolle D. Hierauf gibt man den der Rolle zunächst stehenden Pflanzenteilen diejenige Lage auf der Glasplatte, die ! man für das Bild wünscht, und belastet sie sofort mit dem Bleiteppich, den man dementsprechend samt dem Papier abrollt, und fährt so fort, immer darauf bedacht, durch sorgfältiges Legen und Ordnen der Pflanzenteile — Blätter und Blüten dürfen nicht übereinander zu liegen kommen — ein möglichst schönes und vollkommenes Bild zu erhalten, bis Papier und Bleiteppich abgerollt sind und flach auf Pflanze und Glasfläche aufliegen. Das Gewicht des Bleiteppichs verhindert das Zurückschnellen der Pflanzenteile aus der Lage, die man ihnen beim Einlegen gab, wodurch ein Übereinanderlagern derselben vermieden wird, das das Ge- 6j· lingen einer guten Kopie in Frage stellen würde. Ein weiterer Vorteil des Bleiteppichs liegt darin, daß dessen Fasern sich leicht jeder L'nebenheit des Pflanzenkörpers anpassen und dementsprechend auch das Negativpapier in Berührung -jx. mit demselben bringen und darin erhalten. So wird das Entstehen von Falten und Ouetschun- ! gen vermieden und die Vorbedingungen zur Entstehung eines lebenswahren Bildes geschaffen. Ist die Pflanze so eingelegt, so wird die Vorrichtung mittels des Deckels A und der Sperrleisten G ohne Anwendung eines merkbaren Druckes geschlossen (Abb. 12) und so lange der stärksten Sonnenbestrahlung ausge- \ setzt, bis auch die feinsten Gebildeteilchen der Pflanze sich abzuzeichnen beginnen. Es dauert dies im Mittel bei immer gleich starker Beleuchtung 20 Minuten, braucht aber bei einzelnen Pflanzen, wie Efeu oder Edelweiß, bis zu '■■ 20 Stunden. Blütenblätter müssen schon nach etwa 2 Minuten durch Überdeckung der Belichtung entzogen werden. Ist die Belichtung, die ! durch Abhebung eines Deckelteiles und Lüften des Bleiwollteppichs überwacht werden soll, so weit fortgeschritten, daß sich die dem Licht go am meisten Widerstand leistenden, mit Blattgrün gefüllten Zellen der Blätter auf der Kopie gelb zu färben beginnen, so muß die Kopie aus der Vorrichtung herausgenommen werden. Nachdem sie in der für das Sepiapapier üblichen Weise entwickelt, fixiert und getrocknet worden ; ist, ist sie gebrauchsfertig, und es können von ihr nun beliebig viele Positive auf die zu verzierenden Stoffe T übertragen werden. ' Die Übertragung geschieht auf folgende : Weise:
Die Negativkopie wird mit der Bildseite auf die innere Glasseite des Kopierapparates gelegt. Vorher schon wurden die zu verzierenden Stoffteile — Gewebe jeder Art und jeder Farbe — mit einer lichtempfindlichen Lösung getränkt. Der von der Tränkung leicht gewellte Stoff wird über die Gabeln K des Spannrahmens (Abb. 8) gezogen und durch Umklappen derselben (Abb. 10, 11) gespannt. Der Spannrahmen wird nun mit der Stoffseite auf die Negativkopie gelegt, darauf folgt der Bleiteppich als Zwischenlage, und das Ganze wird durch Deckel A und Sperrleiste G gegen das Glas E gepreßt (Abb. 5 und 13). Die Vorrichtung wird nun wieder dem Licht ausgesetzt, und das Positiv ist zum Entwickeln fertig, wenn sich die Pflanze in dunkleren Tönen leicht auf dem helleren Stoffgrund abzeichnet. Doch ist hier eine häufige Nachschau notwendig, da Stoffe mit mißglückten Kopien chemisch gereinigt werden müssen und dabei an Wert verlieren. Die Nachschau wird
dadurch ermöglicht, daß der Spannrahmen C federnd biegsam ist und nach Wegheben eines Deckelteiles aufgebogen werden kann (Abb. 7). Es ist auch stets darauf zu achten, daß der Stoff gut aufgespannt ist, da dadurch nicht nur die durch einfaches Pressen nicht zu umgehende Faltenbildung vermieden, sondern auch den Lichtstrahlen ermöglicht wird, möglichst tief in das Stoff gewebe einzudringen.
Zeigt sich der Belichtungsprozeß durch oben angedeutete Anzeichen beendet, so wird der Stoff aus der Vorrichtung und vom Rahmen genommen und, wenn mit Sepialösung getränkt, im Wasser entwickelt und nachher fixiert wie gewöhnliches Sepiapapier. Der auf diese Weise verzierte Stoff ist gebrauchsfertig, durchaus waschecht und kann genau wie andere Stoffe behandelt werden. Je nach Bedarf können an Stelle der braunen, Bilder ergebenden Sepialösung in anderen Farben sich entwickelnde lichtempfindliche Lösungen treten.
Die Verwendungsmöglichkeit dieses Verfahrens erstreckt sich auf fast alle in der Textilbranche erzeugten Aussteuerbestandteile, es wird auch als wertvolles Hilfsmittel in der Stickereibranche verwendet werden können.
Die Ausführungsform nach Abb. 14 bis 17 besitzt eine aus zwei ineinandergelegten mehrteiligen Rahmen c1, c2 bestehende Stoffspannvorrichtung. Der Stoff T wird zwischen den beiden Spannrahmen c1, c2 eingespannt und kann zur Kontrolle zusammen mit einem oder mehreren Rahmenteilen zurückgelegt werden (Abb. 15). Die die gleichen Teile des inneren und äußeren Rahmens miteinander verbindenden Scharniere sind gleichachsig. Das Verfahren ist im übrigen wie beim ersten Beispiel.
Das Kopierverfahren kann auch so ausgeführt werden, daß der lichtempfindliche Gewebestoff auf einen Rahmen gespannt und das Pflanzenbild mittels der Lichtstrahlen einer hinter dem Negativ wirkenden Lichtquelle auf den Stoff geworfen wird. Hierbei kann durch Einstellung des Brennpunktes der Projektionslinse bzw. des Stoffträgers eine Verkleinerung oder Vergrößerung des Negativs stattfinden.
Zweck der durch die Abb. 18 bis 22 erläuterten Ausführungsarten des Verfahrens ist durch geschmackvolle Gruppierung passender Muster mit auf zeichnerischem Wege angebrachten Linien und sonstigen figürlichen Beigaben die verzierende Wirkung des Verfahrens zu erhöhen und die Verzierung beliebig großer Stoffflächen zu ermöglichen.
Nach dem durch Abb. 18 erläuterten Beispiel kopiert man eine Anzahl Pflanzenblätter auf Negativpapier, schneidet die Blätter A aus dem Negativ heraus, gruppiert sie passend und deckt die dazwischenliegenden Lücken mittels daran geklebtem schwarzen Silhouettenpapier lichtsicher ab. Hierauf wird ein Positivabzug ge macht und werden auf dem hellen Grund desselben die verzierenden Verbindungslinien und Beigaben B eingezeichnet. Um ein Bild mit heller Zeichnung auf dunklem Grund zu erhalten, gibt man den positiv kopierten Blättern und Beigaben B mittels Kohle oder Tusche einen Halbton C (Abb. 18) und setzt die Lichter D mit schwarzer Kreide oder starker Tusche an den richtigen Stellen auf. Solcherart hergej stellte und endlos aneinander gereihte Nega-ί tive ergeben bei Anwendung eines farbig kopierenden Stoffes positive Bildstreifen, bei denen die Zeichnung (Muster) die ursprüngliche Farbe des Stoffes behält, der Grund aber die durch den Entwickler bestimmte Farbe annimmt. Dies erweckt beim Beschauer den Eindruck, als wäre die Zeichnung auf farbigen Grund gedruckt. Um umgekehrt ein Bild mit farbiger Zeichnung auf hellem Grunde zu kopieren, wird von dem Positiv mit den eingezeichneten, ornamentalen Beigaben B ein Negativ (Abb. 19) hergestellt. Auf der hellen Zeichnung, die nun auf dem dunklen Grund erscheint, werden wieder Lichter und Halbschatten mittels Kohle, schwärzer Kreide oder Tusche aufgetragen, was dann eine Stoffkopie mit farbiger Zeichnung auf dem gegebenen, ursprünglichen Stoffgrund ergibt.
Für positiv kopierende Stoffe sind die Lichter auf der Zeichnung des Originals auszusparen, dafür aber die Schatten, wie vorher die Lichter, aufzutragen.
Durch die beschriebene Behandlung der Zeichnung auf dunklem oder hellem Grunde des Negativs bzw. Positivs wird erreicht, daß sich dieselbe in natürlicher Licht- und Schattenwirkung in freigewählter Farbe vom gegebenen Stoffgrund ! oder umgekehrt in der gegebenen Farbe des Stoffes vom gefärbten Stoffgrund abhebt. ! Durch passende Zusammenstellung der Farbe des Stoffes und des farbigen Entwicklers rotweiß, rot-schwarz, rot-gelb, gelb-braun, gelbschwarz, blau-weiß usw. erreicht man eine reiche Farbenwirkung.
Sollen die Stoffverzierungen in mehr als zwei Farben erscheinen, so wird folgendermaßen verfahren:
Die drei Grundfarben blau, rot und gelb werden in dreimaligem Vorgang übereinander entwickelt, doch so, daß durch Abdecken mittels geeigneter Negative jeweils nur so viel Farbe zur Entwicklung kommt, als zur Erzielung der gewünschten Farbenwirkung notwendig ist.
W'enn also z. B. lichtempfindlich gemachter weißer Stoff unter einem Negativ nach Abb. 20 belichtet und blau entwickelt wird, so entsteht an Stelle. des Halbtons A Hellblau, des Ganztons B die Farbe des Stoffes, WTeiß, und die im Negativ ausgesparten Teile C nehmen die volle Farbe des Entwicklers — Tieblau — an. 12c
Wird hierauf der Stoff wieder lichtempfindlich gemacht, nach genauem Ubereinanderlegen der

Claims (14)

Umrisse unter dem Negativ (Abb. 21) belichtet und gelb entwickelt, so bleiben die unter dem Ganzton B liegenden Verzierungsflächen noch weiß, die einpunktierten Flächen E, bisher mit ersteren weiß ausgespart, erscheinen in der Farbe des Entwicklers — gelb — und die unter den Flächen D liegenden blau gefärbten Teile nehmen sattgrüne Farbe an. Zum drittenmal lichtempfindlich gemacht, unter Negativ (Abb. 22) belichtet und rot entwickelt, färben sich die bis jetzt weiß ausgesparten Ornamentteile F rot, während die Fläche G, die schon blau entwickelt war, violette Färbung annimmt. Das fertige Bild erscheint nun in sechs Farben: weiß, hellblau, gelb, grün, rot und violett. Durch entsprechende Behandlung der Negative können dieselben beliebig anders angeordnet, vermehrt oder vermindert werden. Ist der lichtempfindliche Stoff positiv zubereitet, so treten an Stelle der eben beschriebenen Negative entsprechend behandelte Positive, bei denen die Halb- bzw. Ganztöne den auf dem Stoff zu entwickelnden Farben entsprechen. Durch Paßzeichen am Stoff, die mit denjenigen des Spannrahmens (Abb. 17) und solchen am Negativ bzw. Positiv übereinstimmen, wird ein genaues Auf einander kopieren ermöglicht. Patent-A νSprüche:
1. Verfahren zur Anfertigung von -Licht-■ kopien auf Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß von einer lebenden Pflanze oder von Teilen derselben im ausgebreiteten Zustande ohne Pressung nur bei dem zum Breithalten nötigen Druck auf dünnes, lichtempfindliches Papier ein Negativ hergestellt wird und von diesem Negativ beliebig viele positive Kopien in beliebiger Farbe auf lichtempfindlichen Gewebestoff gemacht werden.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Lichtpauskopierrahmen ein aufrollbarer, biegsame Fasern aufweisender Teppich zum Beschweren und Festhalten der ausgebreiteten Pflanze und zum dichten Anschmiegen des Negativpapiers an die Pflanze angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtempfindliche Gewebestoff, auf welchen das Negativ positiv kopiert werden soll, in einen Rahmen gespannt und dieser Rahmen samt Stoff in einem Lichtpauskopierrahmen untergebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtempfindliche Gewebestoff auf einen Rahmen gespannt und das Pflanzenbild mittels der Lichtstrahlen einer hinter dem Negativ wirkenden Lichtquelle auf den Stoff geworfen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Lichtpauskopierrahmen ein die Nachschau der Belichtung gestattender Rahmen zum Spannen des zu belichtenden Gewebestoffes angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschwerungsteppich Metallfasern besitzt.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschwerungsteppich Bleifasern besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen für den Gewebestoff federnd biegsam ist und Organe zum Erfassen und Spannen des Gewebestoffes besitzt.
9. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen aus Stahlband besteht und Spannorgane durch umlegbare Gabeln mit zur Drehachse exzentrischen Teilen gebildet werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen für den Stoff als Doppelrahmen mit mehreren gelenkig miteinander verbundenen Teilen ausgebildet ist, wobei der Stoff zwischen den beiden Rahmen eingespannt wird und mit den beweglichen Rahmenteilen zurückgeklappt werden kann.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Erhöhung der verzierenden Wirkung von figürlichen Teilen des Negativs ein Positiv herstellt, in dieses Positiv figürliche Beigaben einzeichnet und zur Belebung der zu kopierenden Fläche auf die Zeichnung vor dem Kopieren auf den Stoff Halb- und Ganztöne aufträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man auf den figürlichen Teil des Positivs selbst die Halb- und Ganztöne aufträgt.
13. Verfahren nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß man vom Poistiv mit den figürlichen Beigaben einNegativ herstellt und auf der hellen Zeichnung auf dem dunkeln Grund Halb- und Ganztöne aufträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Grundfarben rot, gelb, blau in dreimaligem Vorgang unter verschieden behandelten Negativen übereinander entwickelt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEB108628D 1923-03-05 1923-02-27 Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben Expired DE393307C (de)

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