DE393307C - Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf GewebenInfo
- Publication number
- DE393307C DE393307C DEB108628D DEB0108628D DE393307C DE 393307 C DE393307 C DE 393307C DE B108628 D DEB108628 D DE B108628D DE B0108628 D DEB0108628 D DE B0108628D DE 393307 C DE393307 C DE 393307C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric
- negative
- frame
- light
- plant
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 title claims description 45
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 21
- 239000003086 colorant Substances 0.000 claims description 7
- 238000007792 addition Methods 0.000 claims description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 6
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 5
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 239000013305 flexible fiber Substances 0.000 claims 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims 1
- 239000002759 woven fabric Substances 0.000 claims 1
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 21
- 239000000463 material Substances 0.000 description 7
- 241000238370 Sepia Species 0.000 description 6
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 6
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 2
- 238000005034 decoration Methods 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 2
- 241000132456 Haplocarpha Species 0.000 description 1
- 241000226556 Leontopodium alpinum Species 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 235000013399 edible fruits Nutrition 0.000 description 1
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 238000012552 review Methods 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
- 230000008719 thickening Effects 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/76—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
- G03C1/7642—Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of textile or leather
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
- Printing Methods (AREA)
Description
(B
Vorliegende Erfindung soll es ermöglichen, \ Stoffgewebe, deren Verwendungsart es wünsch- !
bar erscheinen läßt, dekorativ auszugestalten. : Nach dem Verfahren und der Vorrichtung gemaß
Erfindung lassen sich Pflanzengebilde,
deren Verwendung eine dekorative Wirkung
verspricht, auf Gewebestoff kopieren, wenn
deren Dimensionen die im Kunstgewerbe gebräuchlichen Verhältnisse nicht überschreiten,
deren Verwendung eine dekorative Wirkung
verspricht, auf Gewebestoff kopieren, wenn
deren Dimensionen die im Kunstgewerbe gebräuchlichen Verhältnisse nicht überschreiten,
ίο ihre Verdickungen an Wurzeln, Stengeln oder
Blüten und Früchten nicht mehr als etwa 1 cm
auftragen und die Früchte wenigstens einem ! ganz leichten Brück zu widerstehen vermögen. \ Das Verfahren gemäß Erfindung beruht
Blüten und Früchten nicht mehr als etwa 1 cm
auftragen und die Früchte wenigstens einem ! ganz leichten Brück zu widerstehen vermögen. \ Das Verfahren gemäß Erfindung beruht
darauf, daß von einer lebenden Pflanze oder von
Teilen derselben im ausgebreiteten Zustande j ohne Pressung nur bei dem zum Breithalten ; nötigen Andruck auf dünnes, lichtempfindliches : Papier ein Negativ hergestellt wird und von
Teilen derselben im ausgebreiteten Zustande j ohne Pressung nur bei dem zum Breithalten ; nötigen Andruck auf dünnes, lichtempfindliches : Papier ein Negativ hergestellt wird und von
diesem Negativ beliebig viele positive Kopien
beliebiger Farbe auf lichtempfindlichen Gewebe- ■ stoff gemacht werden. Für das Negativ wird i zweckmäßig extra dünnes Sepiapapier ver- \ wendet. - I
beliebiger Farbe auf lichtempfindlichen Gewebe- ■ stoff gemacht werden. Für das Negativ wird i zweckmäßig extra dünnes Sepiapapier ver- \ wendet. - I
Bei dem zur Ausübung des Verfahrens die- | nenden Apparat ist in einem Lichtpauskopier- 1
rahmen ein aufrollbarer, federnd biegsame Fa" sern aufweisender Teppich zum Beschweren und
Festhalten der ausgebreiteten Pflanze und zum dichten Anschmiegen des Negativpapiers an die
Pflanze angeordnet.
Es ist bekannt, daß man Pflanzengebilde zur Dekoration von Unterlagen durch photographisches
Kopieren verwenden und die ersten Kopien zur Herstellung von Positiven verwenden
kann.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der zur Ausführung des Verfahrens
dienenden Vorrichtung dargestellt.
Abb. i, 2,3 und 4 sind ein Aufriß, eine Hinteransieht,
ein Grundriß und ein lotrechter Schnitt nach Abb. 2 eines ersten Beispiels mit eingelegter
Pflanze; Abb. 5 ist ein lotrechter Schnitt der Vorrichtung mit eingelegtem Stoffrahmen;
Abb. 6 ist ein das Einlegen der Pflanze darstellender lotrechter Schnitt; Abb. 7 ist ein
die Belichtungskontrolle darstellender lotrechter Schnitt; Abb. 8 ist ein Aufriß des Stoffspannrahmens
bei wirkungsloser Stellung; Abb. 9 zeigt einen Teil von Abb. 8 in größerem Maßstäbe;
Abb. 10 und 11 sind Querschnitte durch
den Stoffspannrahmen im wirkungslosen und
im Arbeitszustande desselben; Abb. 12 und 13
zeigen Teile von Abb. 4 und 5 in größerem Maßstabe ; Abb. 14 und 15 sind zwei senkrecht zueinander
gelegte Schnitte einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung, wobei in Abb. 15
die Deckplatte und der Metallfaserteppich weggenommen sind. Abb. 16 ist eine teilweise
Rückansicht des Stoff Spannrahmens. Abb. 17 zeigt den vollständigen Stoffspannrahmen in
ίο Rückansicht. Abb. 18 bis 22 erläutern weitere
Ausführungsarten des Verfahrens.
Die in Abb. 1 bis 13 dargestellte Vorrichtung
besitzt einen starken Holzrahmen F, eine Glasplatte E, einen zweiteiligen Deckel A, eine
Sperrleiste G als Mittel zum drucklosen Halten der eingelegten Pflanze P bzw. des Negativpapiers
D, einen Bleifaserteppich B und den federnd biegsamen Stoffspannrahmen C aus
dünnem Stahlband bestehend, an welchem, je nach der Größe des Rahmens in kleinerer oder
größerer Zahl Spannvorrichtungen angebracht sind (Abb. 8, 9, 10,11). Jede Spannvorrichtung
besitzt ein auf den Stahlrahmen C genietetes Lagerplättchen / (Abb. 9 bis 11) und eine zinn
Erfassen und Spannen des Stoffs bestimmte Gabel K, die an ihrem hinteren Ende in Plättchen
gelagerte Lagerzapfen k und einen zu diesen Zapfen exzentrischen Teil k1 besitzt. Ein ausgeschnittener,
durch eine Aussparung des Rahmens O tretender Teil L des Lagerplättchens /
dient als Feder, die die Gabel beim Schließen bzw. Spannen an den Rahmen preßt (Abb. 11).
Am Holzrahmen F sind Schrägführungen 5 angeordnet, mittels welchen die Sperrleisten G
und damit· der Deckel -4 in Stellung gehalten werden kann.
Selbstverständlich sind die Abmessungen der Vorrichtung nach der Größe der zu kopierenden
Pflanzen zu bemessen.
Soll nun eine Pflanze kopiert werden, so legt man ein ihrer Größe entsprechendes Stück extra
dünnes lichtempfindliches Negativpapier D, z.B. Sepiapapier, mit der lichtempfindlichen Seite
gegen die innere Seite des Glases E, legt den Bleifaserteppich B darauf und rollt dann beide
rückwärts auf (Abb. 6). Sodann nimmt man die Pflanze, die frisch gepflückt, aber frei von
Tau oder Wassertropfen sein muß und stößt ihr unteres Ende unter die Rolle D. Hierauf gibt
man den der Rolle zunächst stehenden Pflanzenteilen diejenige Lage auf der Glasplatte, die !
man für das Bild wünscht, und belastet sie sofort mit dem Bleiteppich, den man dementsprechend
samt dem Papier abrollt, und fährt so fort, immer darauf bedacht, durch sorgfältiges
Legen und Ordnen der Pflanzenteile — Blätter und Blüten dürfen nicht übereinander zu liegen
kommen — ein möglichst schönes und vollkommenes Bild zu erhalten, bis Papier und
Bleiteppich abgerollt sind und flach auf Pflanze und Glasfläche aufliegen. Das Gewicht des
Bleiteppichs verhindert das Zurückschnellen der Pflanzenteile aus der Lage, die man ihnen
beim Einlegen gab, wodurch ein Übereinanderlagern derselben vermieden wird, das das Ge- 6j·
lingen einer guten Kopie in Frage stellen würde. Ein weiterer Vorteil des Bleiteppichs liegt darin,
daß dessen Fasern sich leicht jeder L'nebenheit des Pflanzenkörpers anpassen und dementsprechend
auch das Negativpapier in Berührung -jx.
mit demselben bringen und darin erhalten. So wird das Entstehen von Falten und Ouetschun-
! gen vermieden und die Vorbedingungen zur Entstehung eines lebenswahren Bildes geschaffen.
Ist die Pflanze so eingelegt, so wird '· die Vorrichtung mittels des Deckels A und der
Sperrleisten G ohne Anwendung eines merkbaren Druckes geschlossen (Abb. 12) und so
lange der stärksten Sonnenbestrahlung ausge- \ setzt, bis auch die feinsten Gebildeteilchen der
Pflanze sich abzuzeichnen beginnen. Es dauert dies im Mittel bei immer gleich starker Beleuchtung
20 Minuten, braucht aber bei einzelnen Pflanzen, wie Efeu oder Edelweiß, bis zu '■■ 20 Stunden. Blütenblätter müssen schon nach
etwa 2 Minuten durch Überdeckung der Belichtung entzogen werden. Ist die Belichtung, die
! durch Abhebung eines Deckelteiles und Lüften des Bleiwollteppichs überwacht werden soll,
so weit fortgeschritten, daß sich die dem Licht go am meisten Widerstand leistenden, mit Blattgrün
gefüllten Zellen der Blätter auf der Kopie gelb zu färben beginnen, so muß die Kopie aus
der Vorrichtung herausgenommen werden. Nachdem sie in der für das Sepiapapier üblichen
Weise entwickelt, fixiert und getrocknet worden ; ist, ist sie gebrauchsfertig, und es können von
ihr nun beliebig viele Positive auf die zu verzierenden Stoffe T übertragen werden.
' Die Übertragung geschieht auf folgende : Weise:
Die Negativkopie wird mit der Bildseite auf die innere Glasseite des Kopierapparates gelegt.
Vorher schon wurden die zu verzierenden Stoffteile — Gewebe jeder Art und jeder Farbe —
mit einer lichtempfindlichen Lösung getränkt. Der von der Tränkung leicht gewellte Stoff wird
über die Gabeln K des Spannrahmens (Abb. 8) gezogen und durch Umklappen derselben (Abb.
10, 11) gespannt. Der Spannrahmen wird nun
mit der Stoffseite auf die Negativkopie gelegt, darauf folgt der Bleiteppich als Zwischenlage,
und das Ganze wird durch Deckel A und Sperrleiste G gegen das Glas E gepreßt (Abb. 5 und
13). Die Vorrichtung wird nun wieder dem Licht ausgesetzt, und das Positiv ist zum Entwickeln
fertig, wenn sich die Pflanze in dunkleren Tönen leicht auf dem helleren Stoffgrund
abzeichnet. Doch ist hier eine häufige Nachschau notwendig, da Stoffe mit mißglückten
Kopien chemisch gereinigt werden müssen und dabei an Wert verlieren. Die Nachschau wird
dadurch ermöglicht, daß der Spannrahmen C federnd biegsam ist und nach Wegheben eines
Deckelteiles aufgebogen werden kann (Abb. 7). Es ist auch stets darauf zu achten, daß der Stoff
gut aufgespannt ist, da dadurch nicht nur die durch einfaches Pressen nicht zu umgehende
Faltenbildung vermieden, sondern auch den Lichtstrahlen ermöglicht wird, möglichst tief
in das Stoff gewebe einzudringen.
Zeigt sich der Belichtungsprozeß durch oben angedeutete Anzeichen beendet, so wird der Stoff aus der Vorrichtung und vom Rahmen genommen und, wenn mit Sepialösung getränkt, im Wasser entwickelt und nachher fixiert wie gewöhnliches Sepiapapier. Der auf diese Weise verzierte Stoff ist gebrauchsfertig, durchaus waschecht und kann genau wie andere Stoffe behandelt werden. Je nach Bedarf können an Stelle der braunen, Bilder ergebenden Sepialösung in anderen Farben sich entwickelnde lichtempfindliche Lösungen treten.
Zeigt sich der Belichtungsprozeß durch oben angedeutete Anzeichen beendet, so wird der Stoff aus der Vorrichtung und vom Rahmen genommen und, wenn mit Sepialösung getränkt, im Wasser entwickelt und nachher fixiert wie gewöhnliches Sepiapapier. Der auf diese Weise verzierte Stoff ist gebrauchsfertig, durchaus waschecht und kann genau wie andere Stoffe behandelt werden. Je nach Bedarf können an Stelle der braunen, Bilder ergebenden Sepialösung in anderen Farben sich entwickelnde lichtempfindliche Lösungen treten.
Die Verwendungsmöglichkeit dieses Verfahrens erstreckt sich auf fast alle in der Textilbranche
erzeugten Aussteuerbestandteile, es wird auch als wertvolles Hilfsmittel in der
Stickereibranche verwendet werden können.
Die Ausführungsform nach Abb. 14 bis 17 besitzt
eine aus zwei ineinandergelegten mehrteiligen Rahmen c1, c2 bestehende Stoffspannvorrichtung.
Der Stoff T wird zwischen den beiden Spannrahmen c1, c2 eingespannt und
kann zur Kontrolle zusammen mit einem oder mehreren Rahmenteilen zurückgelegt werden
(Abb. 15). Die die gleichen Teile des inneren und äußeren Rahmens miteinander verbindenden
Scharniere sind gleichachsig. Das Verfahren ist im übrigen wie beim ersten Beispiel.
Das Kopierverfahren kann auch so ausgeführt werden, daß der lichtempfindliche Gewebestoff
auf einen Rahmen gespannt und das Pflanzenbild mittels der Lichtstrahlen einer hinter dem Negativ wirkenden Lichtquelle auf
den Stoff geworfen wird. Hierbei kann durch Einstellung des Brennpunktes der Projektionslinse
bzw. des Stoffträgers eine Verkleinerung oder Vergrößerung des Negativs stattfinden.
Zweck der durch die Abb. 18 bis 22 erläuterten Ausführungsarten des Verfahrens ist durch
geschmackvolle Gruppierung passender Muster mit auf zeichnerischem Wege angebrachten Linien
und sonstigen figürlichen Beigaben die verzierende Wirkung des Verfahrens zu erhöhen
und die Verzierung beliebig großer Stoffflächen zu ermöglichen.
Nach dem durch Abb. 18 erläuterten Beispiel kopiert man eine Anzahl Pflanzenblätter auf
Negativpapier, schneidet die Blätter A aus dem Negativ heraus, gruppiert sie passend und deckt
die dazwischenliegenden Lücken mittels daran geklebtem schwarzen Silhouettenpapier lichtsicher ab. Hierauf wird ein Positivabzug ge
macht und werden auf dem hellen Grund desselben die verzierenden Verbindungslinien und
Beigaben B eingezeichnet. Um ein Bild mit heller Zeichnung auf dunklem Grund zu erhalten,
gibt man den positiv kopierten Blättern und Beigaben B mittels Kohle oder Tusche einen
Halbton C (Abb. 18) und setzt die Lichter D mit schwarzer Kreide oder starker Tusche an
den richtigen Stellen auf. Solcherart hergej stellte und endlos aneinander gereihte Nega-ί
tive ergeben bei Anwendung eines farbig kopierenden Stoffes positive Bildstreifen, bei denen
die Zeichnung (Muster) die ursprüngliche Farbe des Stoffes behält, der Grund aber die durch
den Entwickler bestimmte Farbe annimmt. Dies erweckt beim Beschauer den Eindruck, als
wäre die Zeichnung auf farbigen Grund gedruckt. Um umgekehrt ein Bild mit farbiger Zeichnung
auf hellem Grunde zu kopieren, wird von dem Positiv mit den eingezeichneten, ornamentalen
Beigaben B ein Negativ (Abb. 19) hergestellt. Auf der hellen Zeichnung, die nun auf
dem dunklen Grund erscheint, werden wieder Lichter und Halbschatten mittels Kohle, schwärzer
Kreide oder Tusche aufgetragen, was dann eine Stoffkopie mit farbiger Zeichnung auf dem
gegebenen, ursprünglichen Stoffgrund ergibt.
Für positiv kopierende Stoffe sind die Lichter auf der Zeichnung des Originals auszusparen,
dafür aber die Schatten, wie vorher die Lichter, aufzutragen.
Durch die beschriebene Behandlung der Zeichnung auf dunklem oder hellem Grunde des Negativs
bzw. Positivs wird erreicht, daß sich dieselbe in natürlicher Licht- und Schattenwirkung in
freigewählter Farbe vom gegebenen Stoffgrund ! oder umgekehrt in der gegebenen Farbe des
Stoffes vom gefärbten Stoffgrund abhebt. ! Durch passende Zusammenstellung der Farbe
des Stoffes und des farbigen Entwicklers rotweiß, rot-schwarz, rot-gelb, gelb-braun, gelbschwarz, blau-weiß usw. erreicht man eine reiche
Farbenwirkung.
Sollen die Stoffverzierungen in mehr als zwei Farben erscheinen, so wird folgendermaßen
verfahren:
Die drei Grundfarben blau, rot und gelb werden in dreimaligem Vorgang übereinander entwickelt,
doch so, daß durch Abdecken mittels geeigneter Negative jeweils nur so viel Farbe
zur Entwicklung kommt, als zur Erzielung der gewünschten Farbenwirkung notwendig ist.
W'enn also z. B. lichtempfindlich gemachter weißer Stoff unter einem Negativ nach Abb. 20
belichtet und blau entwickelt wird, so entsteht an Stelle. des Halbtons A Hellblau, des Ganztons
B die Farbe des Stoffes, WTeiß, und die im Negativ ausgesparten Teile C nehmen die volle
Farbe des Entwicklers — Tieblau — an. 12c
Wird hierauf der Stoff wieder lichtempfindlich gemacht, nach genauem Ubereinanderlegen der
Claims (14)
1. Verfahren zur Anfertigung von -Licht-■
kopien auf Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß von einer lebenden Pflanze oder von
Teilen derselben im ausgebreiteten Zustande ohne Pressung nur bei dem zum Breithalten
nötigen Druck auf dünnes, lichtempfindliches Papier ein Negativ hergestellt wird
und von diesem Negativ beliebig viele positive Kopien in beliebiger Farbe auf lichtempfindlichen
Gewebestoff gemacht werden.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Lichtpauskopierrahmen ein aufrollbarer, biegsame Fasern
aufweisender Teppich zum Beschweren und Festhalten der ausgebreiteten Pflanze und
zum dichten Anschmiegen des Negativpapiers an die Pflanze angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtempfindliche
Gewebestoff, auf welchen das Negativ positiv kopiert werden soll, in einen Rahmen
gespannt und dieser Rahmen samt Stoff in einem Lichtpauskopierrahmen untergebracht
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtempfindliche
Gewebestoff auf einen Rahmen gespannt und das Pflanzenbild mittels der Lichtstrahlen einer hinter dem Negativ wirkenden
Lichtquelle auf den Stoff geworfen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Lichtpauskopierrahmen
ein die Nachschau der Belichtung gestattender Rahmen zum Spannen des zu belichtenden Gewebestoffes angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschwerungsteppich Metallfasern besitzt.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschwerungsteppich
Bleifasern besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen für
den Gewebestoff federnd biegsam ist und Organe zum Erfassen und Spannen des Gewebestoffes
besitzt.
9. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen
aus Stahlband besteht und Spannorgane durch umlegbare Gabeln mit zur Drehachse exzentrischen Teilen gebildet
werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen für
den Stoff als Doppelrahmen mit mehreren gelenkig miteinander verbundenen Teilen ausgebildet ist, wobei der Stoff zwischen den
beiden Rahmen eingespannt wird und mit den beweglichen Rahmenteilen zurückgeklappt
werden kann.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß man zur Erhöhung der verzierenden Wirkung von figürlichen Teilen
des Negativs ein Positiv herstellt, in dieses Positiv figürliche Beigaben einzeichnet und
zur Belebung der zu kopierenden Fläche auf die Zeichnung vor dem Kopieren auf den
Stoff Halb- und Ganztöne aufträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß man auf den figürlichen Teil des Positivs selbst die Halb- und Ganztöne
aufträgt.
13. Verfahren nach Anspruch ii, dadurch
gekennzeichnet, daß man vom Poistiv mit den figürlichen Beigaben einNegativ herstellt
und auf der hellen Zeichnung auf dem dunkeln Grund Halb- und Ganztöne aufträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Grundfarben rot, gelb, blau in dreimaligem Vorgang unter
verschieden behandelten Negativen übereinander entwickelt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US822967A US1466696A (en) | 1923-03-05 | 1923-03-05 | Apparatus for preparing and multiplying light copies |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE393307C true DE393307C (de) | 1924-03-31 |
Family
ID=24496235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB108628D Expired DE393307C (de) | 1923-03-05 | 1923-02-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1466696A (de) |
| DE (1) | DE393307C (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2774289A (en) * | 1952-01-09 | 1956-12-18 | Peerless Photo Products Inc | Printing device |
| US6023349A (en) * | 1997-07-23 | 2000-02-08 | Mustek Systems, Inc. | Apparatus for scanning |
-
1923
- 1923-02-27 DE DEB108628D patent/DE393307C/de not_active Expired
- 1923-03-05 US US822967A patent/US1466696A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1466696A (en) | 1923-09-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE393307C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Lichtkopien auf Geweben | |
| DE1287093B (de) | Verfahren zur Erzeugung eines Mehrfarbendruckes | |
| DE516754C (de) | Verfahren zur UEbertragung von Mustern auf beliebige Oberflaechen, insbesondere fuerdie Abschattierung von Strichzeichnungen | |
| AT204572B (de) | Verfahren zur Herstellung von Übertragspositivfilmen für Druckwalzen für den Textildruck | |
| DE864809C (de) | Photomechanische Herstellung von Tiefdruckformen | |
| DE650016C (de) | Verfahren zum Drucken mit hochaufgequollenen Chromatgelatinereliefs, die durch Belichten unter einem Positiv erhalten wurden | |
| AT74223B (de) | Verfahren zur Herstellung von farbigen Photographien. | |
| DE563181C (de) | Verfahren zum Bedrucken von Tapeten | |
| DE356894C (de) | Verfahren zur Wiedergabe mehrfarbiger Bilder | |
| CH103234A (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Anfertigung von Pflanzenbildern. | |
| DE585323C (de) | Verfahren zur Herstellung von Teilfarbenplatten fuer Farbendruck | |
| AT39695B (de) | Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenrastern zur Erzeugung von Photographien in natürlichen Farben. | |
| DE485492C (de) | Reliefzurichtung fuer Druckereizwecke | |
| AT202570B (de) | Verfahren zur Herstellung von Druckformen des Kupfertiefdruckes für den Mehrfarbendruck | |
| DE694664C (de) | Verfahren zum Herstellen annaehernd tonwertrichtiger Teilfarben-Siebdruckschablonen | |
| DE531129C (de) | Siebdruck und Pausgeraet fuer Ein- und Mehrfarbendruck, bei dem jeweils das farbige Bild mittels Teilsiebschablonen uebereinandergedruckt wird | |
| DE719698C (de) | Verfahren zur Herstellung von Druckformen oder Praegewalzen fuer den Tiefdruck mit Hilfe autotypieartiger Kopiervorlagen | |
| DE378960C (de) | Herstellung von Farbenphotographien | |
| DE746621C (de) | Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Zeichnungen auf festen Oberflaechen, insbesondere auf Leichtmetallblechen | |
| DE378661C (de) | Kopierverfahren zur Herstellung von naturfarbigen Bildern | |
| DE340145C (de) | Projektionsschirm | |
| DE661679C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenbildern unter Verwendung von mit basischen Farbstoffen eingefaerbten Kolloiddruckformen | |
| DE440090C (de) | Verfahren zur Herstellung von Photographien, welche an Stelle des geschwaerzten Silbers des Schwarzweisssilberbildes Farbloesungen oder Loesungen anderer Stoffe tragen | |
| DE658756C (de) | Verfahren zur Reproduktion von Farbenphotographien auf einem Schichttraeger mit unregelmaessigem Dreifarbenraster | |
| DE2659473C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines rapportierten farbigen Musterbildes |