DE39278C - Ringspinn- und Ringzwirnmaschine mit automatischer Ausrückung - Google Patents
Ringspinn- und Ringzwirnmaschine mit automatischer AusrückungInfo
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- DE39278C DE39278C DENDAT39278D DE39278DA DE39278C DE 39278 C DE39278 C DE 39278C DE NDAT39278 D DENDAT39278 D DE NDAT39278D DE 39278D A DE39278D A DE 39278DA DE 39278 C DE39278 C DE 39278C
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- Germany
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- shaft
- twisting machine
- ring spinning
- lever
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/02—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously ring type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
TSTENTA MT.
Die in Nachstehendem beschriebene und durch Zeichnungen Blatt I und II erläuterte
Ausrückevorrichtung an Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen hat den Zweck, nach Vollendung
des zu bildenden Garnkörpers selbstthä'tig, also ohne Beihülfe des die Maschine
bedienenden Arbeiters, die systematische Aufwindung zu unterbrechen, die fadenführende
Ringlatte in ihre tiefste Stellung zurückzuführen und am Schlüsse dieser Bewegung die
ganze Maschine aufser Betrieb zu setzen.
Die Theile dieser Vorrichtung sind in einen gewöhnlichen Aufwindeapparat eingeschaltet und
in der Zeichnung zum Unterschied von den Theilen des letzteren, welche mit Buchstaben
benannt sind, mit Zahlen bezeichnet.
Die Zeichnungen enthalten lediglich diejenigen Aufwinde- und Antriebstheile, welche
mij: der Neuerung im Zusammenhange stehen und zum Verständnifs derselben beitragen
können. Alles Uebrige ist als unwesentlich und mit der Neuerung, welche letztere überdies
ja verschiedenen Maschinen angehören kann, als nicht in Verbindung stehend, unberücksichtigt
geblieben.
Der besseren Uebersicht wegen sind die zu der von uns erfundenen Neuerung gehörigen
Theile in drei Gruppen zerlegt und in der Zeichnung nach diesen Gruppen getrennt.
Es enthalten Fig. 1 und 2 die Theile. der
Gruppen I und II im Aufrifs und Seitenansicht, die Fig. 3 und 4 diejenigen der Gruppe III im
Aufrifs und Grundrifs.
Gruppe I . umfafst diejenigen Theile, welche zur Bestimmung desjenigen Zeitpunktes nöthig
sind, in welchem der Garnkörper das vorgeschriebene Mafs erreicht hat und der Aufwindeprocefs
unterbrochen werden soll.
Gruppe II umschliefst diejenigen Theile, welche zur Unterbrechung des Aufwindeprocesses
und zur Zurückführung der Ringlatte dienen.
Gruppe III besteht aus denjenigen Theilen, welche am Schlüsse der Rückwärtsbewegung
der Ringlatte die Aufserbetriebsetzung der Maschine bewirken.
Die mit diesen, die Neuerung bildenden Theilen in Verbindung stehenden Aufwinde-
und Betriebsorgane sind folgende:
Die Liefercylinder ^ ^, die Spindeln a a mit
den Garnkörpern, die fadenführenden Ringlatten b b, welche durch die Stangen c c und
die Ketten d d gehoben oder gesenkt werden, die Blechtrommeln t/ und t/r zum Betriebe
der Spindeln und die Antriebscheiben S/ und sf/ (fest und lose), Fig. 4, welche entweder
direct auf einer der Trommelwellen t/ oder t/i sitzen, oder auf einer anderen, mit.i/
oder t/i durch Schnurwirtel oder Riemscheiben
in Verbindung stehenden Haupt- oder Antriebswelle.
Das Rad w, welches mit dem Betriebsmechanismus der Spindeln und Cylinder in
Verbindung steht und mit der Welle g fest verbunden ist, versetzt das auf der Welle lose
sitzende Exemer χ durch den auf der Welle befindlichen, auf Federkeilen verschiebbaren
Doppelkronenmuff 12 in gleiche Umdrehungen.
Dieses Exemer χ bewirkt durch den Hebel h,
welcher dem in der Kette f liegenden, durch das Gewicht der Ringlatte b erzeugten Zuge
zufolge immer an dasselbe gedrückt wird, und vermittelst der Kette f, der Welle e, der
Ketten d und der Stangen c das Auf- und Niedergehen der Ringlatte b. Aufser dieser
Wechselbewegung, deren Gröfse der Schichtenhöhe k entspricht, erhält die Ringlatte b noch
eine dem Fortschreiten der Kötzerbildung an-
gemessene langsame Aufwärtsbewegung dadurch, dafs die Kette f von der auf der Achse i
sitzenden Rolle / aufgewickelt wird. Dies geschieht durch eine bekannte Vorrichtung, welche
auf der Zeichnung nicht ersichtlich, weil dieselbe unwesentlich ist und auch in den verschiedensten
Formen ausgeführt werden kann.
Wir gelangen nun zur näheren Aufführung der zu der von uns erfundenen Neuerung gehörigen
Theile, sowie zur Beschreibung ihrer Wirksamkeit.
Zu Gruppe I gehören die Scheibe i, welche neben der Rolle / auf der Achse i sitzt und
mit der Rolle / verstellbar verbunden ist, die Winkelklinke 2, die Verbindung 4 und die
Falle 5 (Fig. 1 und 2).
Hat die Rolle I von der Kette / das vorgeschriebene
Mafs aufgewickelt, so gleitet die Nase des waagrechten Schenkels der Winkelklinke 2 in den Ausschnitt der Scheibe 1.
Durch die stattgehabte Drehung der Winkelklinke 2 um den in der Verbindung sitzenden
Bolzen 6 kommt der senkrechte Schenkel so zu stehen, dafs der Ansatz 3 des Hebels h bei
der nachfolgenden Aufwärtsbewegung des letzteren die Klinke erfafst und diese sammt
der Verbindung 4 und der Falle 5 mit nach oben führt, wobei die letztere den zu Gruppe II
gehörigen Hebel 7 freigiebt und dadurch die Thätigkeit dieser Gruppe einleitet.
Gruppe II umfafst die auf der Welle 8 sitzenden Hebel 7, Tritthebel 9 mit Feder 10
und Muffgabel 11, den auf der Welle g sitzenden Doppelkronenmufftheil 12 und die
Räder 13, 14 und 15 (Fig. 2 und 4).
Nachdem die Falle 5, welche während des Aufwindeproceses die Verbindung des Muffes 12
mit dem Exenter χ gesichert hielt, gehoben und der Hebel 7 frei geworden ist, wird
durch die Einwirkung der Feder 10 die Welle 8 gedreht, durch die Gabel 11 der
Muff 12 vom Exenter χ getrennt und mit dem
Rade 13 in Verbindung gebracht.
Indem das Excenter χ in derjenigen Lage verharrt, in welcher der Hebel h am höchsten
steht, überträgt der Muff 12 nunmehr die Umdrehungsbewegung durch das Rad 13, welches
ebenfalls mit Krone versehen ist, und das auf der Welle 17 lose gehende Rad 14 auf das
Rad 15, welches auf der Achse i festsitzt und
dadurch die Drehung derselben mit der Rolle / bewirkt. Diese Drehungsrichtung ist der während
des Aufwindeprocesses statthabenden langsamen Bewegung der Achse i, welche in demselben
Augenblicke, in welchem der Doppelmuff 12 mit dem Rade 13 vereinigt wurde,
gelöst wird, entgegengesetzt, so dafs die Kette/ abgewickelt und die Ringlatte b rasch nach
unten geführt wird.
Kurz vor Beendigung dieser Rückwärtsbewegung der Ringlatte b werden von dem
Rade 14 die Organe der Gruppe III in Thätigkeit gesetzt.
Der im Rade 14 befindliche Bolzen 16 trifft
im genannten Zeitpunkte der Rückwärtsdrehung (der Drehungswinkel ist bei dem Rade 14
nicht gröfser als i8o°) auf einen auf der Welle 17 festsitzenden Tritthebel 18 und bewirkt,
bis die Kette / so weit abgewickelt ist, wie es die tiefste Stellung der Ringlatte b erfordert,
eine Drehung der Welle 17 um einen Winkel von 5 bis 8 °.
Durch die Drehung der Welle 17 wird vermittelst
des aufrechten Armes des auf derselben gleichfalls festsitzenden Winkeldaumens 19 der
Sicherungshaken 20 gelöst, wodurch der Hebel 21, welcher lose auf der Welle sitzt, durch
die Einwirkung der Feder 22 vermittelst der Verbindungen 23, 24 und 25 den Antriebsriemen
der Maschine durch die Riemengabel 26 auf die Losscheibe sf bringt.
Beim 'Wiederinbetriebsetzen der Maschine hat der Arbeiter zunächst durch den Tritthebel
9 den Doppelkronenmuff 12 mit dem Excenter χ in Verbindung zu bringen, wobei
die Falle 5 den Hebel 7 sofort wieder sichert. Hierauf können durch den Tritthebel 18 die
Welle 17 mit dem Winkeldaumen 19 und durch den Bolzen 16 die Räder 14 und 15
gedreht werden.
Durch die Drehung dieser Räder wird die beim Zurückführen der Ringlatte zu viel abgewickelte
Länge der Kette / wieder auf die Rolle I aufgewickelt und dadurch die Ringlatte
b in eine bestimmte Anfangsstellung gebracht.
Bei der Drehung des Winkeldaumens 19 wird vom horizontalen Arme desselben der
lose Hebel 21 vermittelst seines seitlichen Ansatzes 27, welcher wieder auf den Sicherungshaken 20 zu liegen kommt, gedreht, wobei die
Feder 22 gespannt und der Antriebsriemen durch die Gabel 26 und deren Verbindungen 25,
24 und 23 auf die Festscheibe sf/ der Maschine geführt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ringspinn- und Ringzwirnmaschine, bei welcher Veranstaltung getroffen ist, dafs bei einem gewissen — durch Verstellung einer Scheibe (1) regulirbaren — Füllungsgrade der Spulen die fadenführende Ringlatte automatisch in die tiefste Stellung geführt und hiernach ■—· gleichfalls automatisch — der Treibriemen auf die Losscheibe gebracht, also die Maschine in Stillstand versetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39278C true DE39278C (de) |
Family
ID=314917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39278D Expired - Lifetime DE39278C (de) | Ringspinn- und Ringzwirnmaschine mit automatischer Ausrückung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39278C (de) |
-
0
- DE DENDAT39278D patent/DE39278C/de not_active Expired - Lifetime
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