DE384705C - Entfernungsmesser - Google Patents

Entfernungsmesser

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DE384705C
DE384705C DEH90194D DEH0090194D DE384705C DE 384705 C DE384705 C DE 384705C DE H90194 D DEH90194 D DE H90194D DE H0090194 D DEH0090194 D DE H0090194D DE 384705 C DE384705 C DE 384705C
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    • G01C3/30Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane with adaptation to the measurement of the height of an object, e.g. tacheometers

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Description

  • Entfernungsmesser. Die Erfindung betrifft ein insbesondere für Geländeaufnahmen bestimmtes Vermessungsgerät, mittels dessen der wagerechte Abstand eines entfernten Zielpunktes ohne Rechnung und ohne Rücksicht auf den Höhenunterschied zwischen dein Zielpunkt und dein Beobachtungsort festgestellt und ein genauer Plan dis Geländes in verkleinertem Maßstabe (ladurch entworfen werden kann, daß der Abstand bestimmter Zielpunkte auf dem Zeichenblatt nur durch mechanische Hilfsmittel festgelegt und eingetragen wird.
  • Bei den bekannten Entfernungsmessern rnit Meßlatte und Meßfäden (Tachvnietern) ist das Okular und das Fadenkreuz des Fernrohres in einem gemeinschaftlichen Rohr derart gefaßt, daß beide sich zusammen mit dem auf einer wagerechten Achse gelagerten Rohr frei drelien und die gegenseitige Lage von Okular und Fadenkreuz unverändert bleibt. War bei diesen Geräten die erste Ablesung bei wagerechter Lage des Fernrohres nach der aufgestellten Meßlatte erfolgt, so erweitert sich das Meßfeld, welches durch zwei wagerechte Meßfäden des Fadenkreuzes abgegrenzt ist, sobald das Fernrohr in eine geneigte Lage gelangt. Bei den bekannten selbstberichtigenden Meßlattenentfernungsmessern (selbstreduzierenden Tachymetern) ist der Aufbau und das Ablesen zumeist umständlich. Es sind auch Entfernungsmesser bekannt, bei denen die Entfernungen vom Zielpunkt durch Verändern des Abstandes der beiden Visierteile, z. B. der Einstellmarke vom Okular, voneinander gemessen werden. Die wesentliche Neuerung gemäß der Erfindung besteht darin, daß bei einem Entfernungsmesser mit in veränderbarem Abstand einstellbaren Visierteilen das Okular in einem um seine senkrechte Achse drehbaren Ständer gelagert und die Einstellmarke der Höhe nach in einem zweiten Ständer verstellbar ist, der auf einer mit Einteilung versehenen Meßsohiene verschoben werden kann. Diese Einrichtung hat die Eigentümlichkeit, daß die Länge der wagerechten Projektion des Abstandes zwischen Okular und Einstellmarke unverändert bleiht, wenn auch der eingestellte Höhenwinkel sich ändert.
  • Hierbei sei bemerkt, daß die Lagerung des Okulars in einem uni seine senkrechte Achse drehbaren Ständer bei anderen Meßgeräten bekannt ist. Bei dem neuen lleßgerät bleibt das durch die wagerechten Linien des Fadenkreuzes an einer Meßlatte bestimmte Meßfeld ohne Itücksic:ht auf den Höhenwinkel der Sehlinie stets dasselbe. Ist also z. B. das von den beiden Meßfäden an der Meßlatte abgegrenzte Meßfeld 2 m, so behält es diese Größe, solange die Meßlatte in der nämlichen lotrechten Ebene 1)leilit, unverändert, gleichviel ob die Meßlatte in derselben Höhe steht als der Entfernungsinesser oder Zoo ni darüber. Somit bedarf es keiner -Messung des Höhenwinkels zum Bestimmen der wagerechten Entfernung.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsb°ispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Meßgeräts, Ahb. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Alrb. 3, Abb. 3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 der Ahli. r, Abb. d. eine Einzeldarstellung des Verschieberohrs, Abb. 5 eine Vorderansicht des Ständers für den Schlitten des Fadenkreuzes, -AM. 6 einen wagerechten Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 5, "Abb. 7 eine Hinteransicht des Ständers für das Okular, Abb. 8 einen wagerechten Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. g, Abb. g einen wagerechten Schnitt nach der Linie 9-g der Abh. 7, Abb. io einen wagerechten Schnitt nach der Linie io-io der Abb. 7 und einen Grundriß der sich drehenden Ankerplatte, Abb. i i einen schematischen Grundr iß eines Beispiels der Benutzung des Meßgeräts; Abb. 12 eine schematische Seitenansicht zu Abb. i i und Abb. 13 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Beziehung zwischen lotrechten und wagerechten Messungen.
  • Das Meßgerät wird zweckmäßig auf einer Tafel B angebracht, weiche auf einem Gestell, Dreifuß A (Abb. 12) o. dgl., wagerecht befestigt ist.
  • Die wichtigsten Glieder des Meßgeräts sind ein- Okular i (Abb. i) mit einer Blende :2 und ein Fadenkreuz 3. Das Okular wird stets in einer festen lotrechten und in einer festen wagerechten Ebene gegenüber dem gesamten Arbeitsfeld, d. h. des Planes und des zu vermessenden Geländes, gehalten. Um diese feste Stellung des Okulars zu bewirken, ist es auf einem Ständer 4 angebracht, der z. B. aus zwei parallelen, senkrechten Stangen 4d und 4b (Abb.7) gebildet wird, zwischen denen das Okular mittels eines Zapfens ia .gelenkig angebracht ist, so daß es sich in einer lotrechten Ebene frei drehen kann. Die Blende 2 ist zentrisch zum Gelenk angeordnet. Die parallelen Stangen 4" und 4b sind starr an einem Paar von wagerechten, parallelen Führungen 5 und 6 befestigt. Die Führungen 5 und 6 und die damit verbundenen Stangen 4d und 4b sind durch Krampen 7 (Abb. io) oder sonstige geeignete Hilfsmittel an einer drehbaren Platte 8 befestigt. Die Platte 8 ist zentrisch über einer Tragplatte g (Abb. g) drehbar angeordnet. Die Platte g ist zentrisch auf der ebenen Tafel B z. B. mittels eines Zapfens io (Ab-b. i) befestigt.
  • Die wagerechten Führungen 5 und 6 erstrecken sich über die Tafel und enden zweckmäßig in Führungsmuffen ii und i2 (Abb. 6), welche einen festen Teil der Ständer 13 und 14 (A!bh. 5) für das Fadenkreuz bilden. Die Muffen i i und 12 umschließen geeignete Füße oder Schlitten 15 und- 16 (Abb.6), welche so angeordnet sind, daß sie die Ständer in einer festen lotrechten Lage tragen, wenn dies für die Genauigkeit unbedingt benötigt wird.
  • Die parallelen Ständer 13 und 14 bilden einen Träger für das Fadenkreuz 3, das in. einem Schlitten 3d angebracht ist, der zwischen den Ständern durch die Gleitstücke 3b und 3' geführt ist, die an dem Ständer auf und nieder geschoben -werden können und dabei den Schlitten des Fadenkreuzes mitnehmen, um das Einstellen oder Feineinstellen der lotrechten Lage des Fadenkreuzes zu ermöglichen.
  • Um eine Bewegung des Schlittens 3d zu bewirken, ist zweckmäßig an der Vorderseite jedes der Ständer 13 und 14 eine Zahnstange i7! (Abb. 5) vorgesehen mit Zahntrieben 18, die durch kurze Arme 1g vorn am Schlitten angebracht sind. Die Zahntriebe sitzen fest auf einer Welle 2o, an dessen einem Ende ein Drehknopf 21 vorgesehen ist. Bei Drehung des Knopfes 21 im Uhrzeigersinne wirkt die Drehung der Zahnräder mit den Zahnstangen in dem Sinne zusammen,-daß der Schlitten sich abwärts bewegt und` bei Drehung des Knopfes entgegen dem Uhrzeiger der Schlitten gehoben wird.
  • Hierdurch wird das Fadenkreuz lotrecht höher oder tiefer eingestellt.
  • Für die wagerechte Einstellung des Fadenkreuzes sind Führungsstücke 5 und 6 in den Muffen i i und 12 verschiebbar gelagert und zweckmäßig jedes der Führungsstücke mit einer Zahnstange 22 (Abb. i) auf ihrer oberen Fläche versehen.
  • Zahntriebe 23 greifen in j e eine der Zahnstangen 22. Die Zahntriebe sind durch eine Achse 24 verbunden, die in Lagern 25 gelagert ist, die ihrerseits von den Muffen i i und 12 getragen -werden. Ein (nicht eingezeichneter) Drehknopf kann angewendet -werden, um die Zahntriebe anzutreiben.
  • Ein geeignetes Rohr 26 verbindet das Fadenkreuz 3 mit dem Okular i, um das Gesichtsfeld des Beobachters abzugrenzen. Dieses Rohr besteht aus; zusammenschiebbaren Teilen, um den Abstand zwischen dem Okular und dem Fadenkreuz ändern zu können. Der mit dem Schlitten 3" verbundene Endteil des Verschieberohrs trägt bei 26" (Abb. 2) ein Gelenk und wird -Ton einem Ansatz 26b des Schlittens 3d umfaßt, das andere Endstück des Ver_ schieberohrs ist am Okular i befestigt und kann mit dem Okular zusammen lotrecht bewegt werden.
  • Die Füße 15 und 16 der Ständer 14 und 15 sind durch ein Querstück 15' (Abb. 5) und die Muffen ii und 12 durch ein Querstück i i' überbrückt, an welchem ein nach vorn zeigender Lageanzeiger 27 (Abb. 6) befestigt ist, der zweckmäßig ein scheibenförmiges, parallel zur Tafelebene angeordnetes Glied enthält, in welchem sich eine Öffnung 28 befindet, die genau in der Verlängerung-des lotrechten Fadens des Fadenkreuzes liegt. Die sich drehende Platte 8 gestattet den vorderen Teilen des Meßgeräts einschließlich des Fadenkreuzes die seitliche Bewegung über die Fläche der ebenen Tafel' B und hält das Okular in einer festen Stellung.
  • Um irgendeine gewünschte Seitenrichtung (Azimut) der Zielvorrichtung festzuhalten, trägt die Platte 9 eine Klemmschraube 8a (Abb. io), die in einem Schlitz 8b der Platte 8 feststellbar ist. Die Platte 8 und die Platte g sind mit einem Nonius 8c zum Anzeigen von Seitenwinkeln (Azimuten) versehen.
  • Auf beiden Seiten der Ständer 13 und 14 ist eine Teilung (Abb. i) angeordnet, an der die Stellung der oberen Kanten der Muffen 3b und 3@ zum Ermittehi der Höhenlage des Fadenkreuzes 3 abgelesen wird.
  • L m einen Plan eines zu Vermessenden Geländes zu entwerfen, wird der die Tafel B tragende Dreifuß an einem geeigneten Beobachtungsort uns darauf das Meßgerät aufgestellt. In Abb. t i und 12 stellt C den Umriß einer zu vermessenden unregelmäßigen Fläche dar, welche von den gedachten Linien Cl, C2, C3 und C4 abgegrenzt wird. Die Meßlatte D wird nacheinander auf die Ecken D', D2, D3 und P4 der Fläche gestellt. Das Meßgerät wird tun den Zapfen io (Abb. i) auf der Tafel B gedreht, bis der lotrechte Faden des Fadenkreuzes 3 beim Durchblick durch die Blende 2 des Okulars i sich mit der Meßlatte D genau deckt. Hierdurch wird die Richtung nach der Meßlatte auf dem Plan eingestellt, welcher auf der Tafel B unterhalb des 1@Ießgeräts angeor net ist. Um den Abstand der Meßlatte D vom Gelenkpunkt io des Meßgeräts zu ermitteln. wird der Träger 13, 14 des Fadenkreuzes wagerecht nach vorn oder rückwärts Verschoben., bis der Rauni zwischen den wagerechten Meßfä len sich finit dem durch die beiden auf der 1Ießlatte D angeordneten Zielscheiben P1 (Abb. 12) bezeichneten Albstande leckt. Das Fadenkreuz wird hierzu entsprechend der Höhenlage der Zielscheiben Dl auf den Ständern 13, 14 nach oben oder unten verschoben. Sobald diese Einstellungen durchgeführt sind, wird die Lage des angeschnittenen Punktes auf dein Plan eingetragen, indem eine Bleistiftspitze in die Offnung 28 des Anzeigers 2; (Abb. 6) eingesetzt wird. Falls ein Ver.nerk über die Höhenlage des Punktes erwünscht ist, wird diese mit Hilfe der Teilung leg Ständer 13, 14 ermittelt. Beim weiteren \-ermessen wird die lleßlatte D, wie üblich, der Reihe nach auf den anderen zu vermessenden Punkten aufgestellt. Die Handhabung des Meßgeräts wird dann in der bereits beschriebenen Weise wiederholt. Wie aus Abb. i i ersehen werden kann, ist der vervollständigte Plan C eine genaue Wiedergabe der zu verniessenden Fläche in kleinerem Maßstabe. Der Maßstab des Planes stimmt überein mit dem Verhältnis des Abstandes der Zielscheiben & auf der Meßlatte zum Fadenabstand. Um den Maßstab des Planes zu vergrößern oder zu verkleinern, können die Zielscheiben voneinander weiter ab- oder näher zusammengerückt «-erlen.
  • 1:s ist zu beachten, daß, wie ebb. 12 zeigt, glas Okular i in einer Stellung verbleibt; der Abstand-und die Höhenlage des Farlenkreuzes dagegen gegenüber dem Okular entsprechen den wagerechten Entfernungen und der Hölienlage @ler Meßlatte. wie durch die dicken lotrechten Linien angegeben ist. Das in Abb. 13 gezeichnete Schema erläutert, wie trotz Verschiedener Höhenlage der Meßlatte D :lie wagerechte Entfernung unmittelbar gemessen wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Entfernungsmesser, bei dem die Entfernung Von Zielpunkten durch Verändern lies Abstandes der beiden Visierteile voneinander, z. B. der Einstellmarke vom Okular, meßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular (i), wie bei anderen Meßgeräten bekannt, in einem um seine senkrechte Achse (io) drehbaren Ständer (.) gelagert und die Einstellmarke, z. B. zwei an sich bekannte, zusammen mit einer Meßlatte verwandte wagerechte Meßfäden (3), ier Höhe nach in einem zweiten Ständer (13, 14) verstellbar ist, der auf einer finit Einteilung versehenen Meßschiene (22) verschiebbar ist.
  2. 2. Entfernungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular (i) mit dein Fadenkreuz (3) durch ein mehrteiliges Verschieberohr (26) und diese furch ein Gelenk (26a) mit dein das Fadenkreuz (3) tragenden Rahmen (3a) verbunden ist.
  3. 3. Entfernungsmesser nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer (13), an dem der Fadenkreuzschlitten (3a, 3b), beispielsweise durch Zahnrad (18) und Zahnstange (17@), verschiebbar ist, mit einer Einteilung versehen ist, an der die Höhenwinkel der Zielpunkte ablesbar sind. .f. Entfernungsmesser nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht über der Einstellmarke, Meßfäden (3) o. dgl., eine Anzeigevorrichtung (28) angeor Inet ist, um, wie bei anderen bekannten selbsttätigen Aufnahmegeräten, die Lage des eingestellten Zielpunktes auf der Zeichenplatte (B) anzuzeigen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2448965A (en) * 1943-09-09 1948-09-07 Donald H Drayer Automatic recording stadia instrument

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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