DE655666C - Exzentrische Reiterlibelle fuer Vermessungsinstrumente - Google Patents

Exzentrische Reiterlibelle fuer Vermessungsinstrumente

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DE655666C
DE655666C DEC51097D DEC0051097D DE655666C DE 655666 C DE655666 C DE 655666C DE C51097 D DEC51097 D DE C51097D DE C0051097 D DEC0051097 D DE C0051097D DE 655666 C DE655666 C DE 655666C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C5/00Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
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  • Telescopes (AREA)

Description

  • Exzentrische Reiterlibelle für Vermessungsinstrumente Die exzentrische Reiterlibelle soll in Verbindung mit :einem zentrischen Fernrohr biesonders bei geneigten Zielungen eines horizontierten Vermessungsinstrumentes gleichzeitig während der Fernrohrzielung im Vertikalkreis die Beobachtung der Lage der Kippachse durch eine aufgesetzte Reiterlibelle ermöglichen und somit die Stehachse (Vertikalachse) des Instrumentes während der Fernrohrzielung richten bzw. prüfen (Abb. ia, v).
  • In Abb. i der Zeichnung ist eine bisher übliche Reiterlibelle r im Längsschnitt dirg.estellt. Sie steht auf der Kippachse k eines senkrecht zum Nadir gerichteten Theodolitfernrohres.
  • Abb. 2 zeigt die Reiterlibelle r im Querschnitt auf der Kippachse k des geneigten Theodolitfernrohres t stehend. Das zum Nadir gerichtete Fernrohr ist punktiert dargestellt.
  • Man sieht aus Abb. i und 2 ohne weiteres, daß eine senkrechte oder auch stark geneigte Fernrohrzielung bei gleichzeitig .auf der Kippachse zur Beobachtung aufgesetzter Reiterlibelle wegen Behinderung der Reiterlibelle selbst unmöglich ist. Die Erfindung besteht in der Verwendung einer exzentrisch gelagerten Reiterlibelle r, (s. Abb. ia und 2a), die es ermöglicht, bei den gesamten Zielurigen im Vertikalkreis - also horizontalen oder auch bis zur senkrechten geneigten - die jeweilige Lage der Kippachse hl bei gleichzeitig aufgesetzter Reiterlibelle festzustellen.
  • Abb. ia zeigt analog Abb. i den Längsschnitt der Reiterlibelle r, mit Gegengewicht g auf der Kippachse k, eines zum Nadir gerichteten Fernrohres.
  • Abb. 2a zeigt die Reiterlibelle r1 mit Gegengewicht g im Querschnitt auf der Kippachse k1 des zum Nadir gerichteten Fernrohres. Der Kreisbogen b vom Okular ok bzw. Objektiv ob deutet an, daß das Fernrohr bei aufgesetzter Reiterlibelle im gesamten Vertikalkreis bewegt werden kann.
  • Die bekannten aufsetzbaren Reiterlibellen mußten also für die stark geneigten Zielurigen des zentrischen Fernrohres abgenommen werden; sie gestatteten nicht bei annähernd lotrechter Stellung des Fernrohres in der Vertikalkreisebene eine gleichzeitige direkte Lagenbeobachtung der Kippachse bzw. der Stehachse des Fernrohres.
  • Die Verwendung der Reiterlibelle ist erforderlich zur genauen Messung von Horizontal-und Vertikalwinkeln, besonders bei steilen Zielurigen, um die Lage der Vertikal- oder Stehachse Lies Instrumentes mit größter Genauigkeit festzustellen. Ein Winkelfehler der Vertikalachse des Instrumentes gegen die Senkrechte erzeugt Messungsfehler, die durch Messung in zweiter Lage des Fernrohres nicht ausgeschieden werden.
  • Mit zunehmendem Vertikalwinkel nehmen die Einflüsse der Theodolitachsenfehler erheblich zu, deshalb muß man für jede einzelne steile Zielurig die jeweilige Lage der Kippachse ermitteln. Bei aufgesetzter bisheriger Reiterlibelle waren aber gerade die steilen Zielurigen in der Nähe der Senkrechten - bei denen die größten Fehler auftreten - wegen Behinderung der Reiterlibelle unmöglich.
  • Durch die exzentrische Lagerung der Reiterlibelle r1 (s. Abb. ia und 2a) soll erreicht werden, daß z. B. die lotrechte Zielurig des zentrischen Fernrohres gleichzeitig in zwei zueinander senkrechten Ebenen an Hand zweier Libellen mit großer Schärfe beoachtet werden kann.
  • Für die Senkrechtstellung des Fernrohres in der Kippebene dient eine Libelle L, die zid Erhöhung der Genauigkeit der EinstelluA#; rechtwinklig zur Kippachse am Objektiv- odei`° Okularende des Fernrohres angebracht wird. Für die gleichzeitige Senkrechtstellung dieser Kippebene des Fernrohres während der Zielung dient de exzentrische Reiterlibelle r1.
  • Die an den bekannten Instrumenten für die horizontale Aufstellung diegenden Kreuz- oder Dosenlibellen genügen für eine scharfe Horizontalstellung der Kippachse nicht, weil die Gewähr für die horizontale Lage der Kippachsenlager und der Kippachse selbst durch diese Libellen nicht gegeben ist. Aber ,auch die bisherige Ausführung- der Reiterlibellen vermochte nur bei annähernd horizontaler Lage des zentrischen Fernrohres die horizontale Lage der Kippachse zu prüfen. Für die Vertikalstellung des Fernrohres mußte die bisherige Reiterlibelle abgenommen werden; in der Vertikalstellung des Fernrohres war bisher die horizontale Lage der Kippachse durch die Reiterlibelle nicht zu prüfen.
  • Die Prüfung der Fernrohrachsen auf ihre zylindrische Form und ihre gleichmäßige Dicke erfolgte mit der bisherigen aufgesetzten Reiterlibelle durch Neigen des Fernrohres bzw. durch Drehen der Achse in den Lagern bis zum Anschlagen des Fernrohres gegen die Reiterlibelle, wobei seine fehlerhafte Achsenlage einen Ausschlag der Reiterlibelle hervorrief. Aber gerade bei den steilen Zielengen konnte diese Achsenprüfung mit der bisherigen Reiterlibelle wegen Anschlagens des Fernrohres ,gegen die Reiterlibelle nicht ausgeführt werden.
  • Die exzentrische Reiterlibelle gestattet nunmehr durch ihre Bauart, die Fernrohrachsenprüfung auf zylindrische Form und gleichmäßige Dicke im gesamten Vertikalkreis auf einfachste Weise vorzunehmen.
  • Das Verfahren der bisherigen optischen Ablotung erfolgte durch Lotrechtstellen des Fernrohres vermittels einer Libelle, rechtwinklig auf der Fernrohrkippachse sitzend, in zwei Lagen. Hierbei wurde zweimal der Signalpunkt eines Verschiebeapparates nach dem Nivellierfaden des Fernrohres - beispielsweise in Nord-Süd-Richtung - in zwei um i8o° verschiedene Lagen parallel zur Kippachse bzw. zu einer Verschieberichtung des Verschiebeapparates so weit verschoben, bis der jeweilige Signalpunkt den Nivellierfaden des Fadenkreuzes erreichte.. Das Mittel aus diesen beiden Lagen in der Nord-Süd-Linie ergab eine Lotlinie in der Ost-West-Richtung.
  • - Ein durch diese Lotlinie - die parallel zum Nivellierfaden des Fernrohres liegt ---imd durch die Instrumentenmitte ,gelegte Ebene steht in der Ost-West-Richtung senkrecht auf der Horizontalen.
  • Analog wurde rechtwinklig zu dieser Lotebene eine zweite Lotebene in der Nord-Süd-Richtung nach dem Nivellierfaden.durch zwei Signalpunkte festgelegt. Die Vertikalkreiskippeb.ene des Fernrohres stand bei diesem Verfahren nicht einwandfrei senkrecht, weil die bisherigen Reiterlibellen in der lotrechten Stellung des Fernrohres nicht auf die Kippachse des Fernrohres aufgesetzt werden konnten.
  • Auf obige Weise wurde durch Herstellung zweier Ebenen parallel zur Verschiebung des Signalgerätes die fehlerhafte Einwirkung der Kippachse notgedrungen ausgeschaltet. Dies Verfahren mit dem Nivellierfaden ist stark abhängig von der genauen Parallelstellung des Nivellierfadens zu den beiden Verschieberichtungen des Signalgerätes und liefert aus dem Schnitt der beiden Ost-West- und Nord-Süd-Ebenen nur einen einzigen Lotpunkt. Weitere unabhängige Symmetriebeobachtungen im Horizontalkreis, also unter anderen Winkeln, gegen die Verschieberichtungen sind nicht möglich.
  • Nach diesen bisherigen Verfahren wurden durch vier festzulegende Signalpunkte zwei Lotebenen parallel zur Verschieberichtung erhalten, deren Schnitt, abgesehen von den 111essungsfehlern, einen einwandfreien Lotpunkt ergab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Reiterlibelle für Vermessungsinstrumente und Theodolite zur optischen Lotung, dadurch gekennzeichnet, daß der Libell:enkörper (r1) seitlich der Vertikalachse (v-v) oberhalb der Fernrohrkippachse (k1) liegt, so daß das zentrische Fernrohr bei aufgesetzter Reiterlibelle in allen Richtungen ohne Hindernis durchgeschlagen werden kann. a. Verfahren. bei Verwendung einer exzentrischen Reiterlibelle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiterlibelle (r1) und die Fernrohrlibelle (l) gleichzeitig eingespielt werden, wonach durch eine einzige Fernrohrzielung mit der Fadenkreuzmitte sofort ein Lotpunkt ohne Kippachsen- bzw. Stehachsenfehler erhalten: wird.
DEC51097D 1935-11-29 1935-11-29 Exzentrische Reiterlibelle fuer Vermessungsinstrumente Expired DE655666C (de)

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DE (1) DE655666C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2570458A (en) * 1945-12-27 1951-10-09 Kowalczyk Zygmunt Surveying target

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US2570458A (en) * 1945-12-27 1951-10-09 Kowalczyk Zygmunt Surveying target

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