DE377458C - Verfahren zur Gewinnung von Kristallzucker - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von KristallzuckerInfo
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Kristallzucker. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Affinieren von Rohzucker behufs Gewinnung von Weißzucker in losem, sackfertigem Zustande; wobei eine Dampfdecke nicht angewendet wird. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht, abgesehen von dem Unterschied der Nichtanwendung einer Dampfdecke, gegenüber anderen Weißzuckerverfahren darin, daß man die Rohzuckerfüllmasse in Zentrifugen mit Dicksaft in hoch erhitztem Zustande (7o' bis Kochtemperatur) ausdeckt. Das Verfahren ist auch anwendbar auf Rohzuckernachprodukt, in welchem Falle vor der Dicksaftdecke eine Vordecke mit hoch erhitzter Melasse von etwa 76 bis 77° Brix eingeschaltet wird.
- Das neue Verfahren gestattet, ohne Anwendung einer Dampfdecke, also mit Ersparnis an Heizmaterial und mit Beseitigung der Unzuträglichkeiten solcher Dampfdecke, in einem Arbeitsgang bzw. Trommellauf trockenen, weißen Kristallzucker aus Nachprodukt von mindestens 99,5 Polarisation und aus Erstprodukt von 99,8 bis 99,9 zu gewinnen, wobei weniger Zentrifugen als in gewöhnlicher Arbeit gebraucht werden und ein verminderter Ablauf stattfindet.
- Gemäß der Erfindung wird das Verfahren folgendermaßen ausgeführt i. Verarbeitung von Erstprodukt. Die auf gehöriger Temperatur erhaltene eingemaischte Füllmasse ersten Produktes wird in die Zentrifugen abgelassen, und es wird zuerst die Abschleuderung des Grünsirups wie gewöhnlich vorgenommen, was etwa fünf Minuten dauert. Bei den früheren Verfahren, z. B. dem in der Patentschrift 73127 beschriebenen, war vorgeschlagen, im zweiten Stadium des Trommelbetriebes als Deckflüssigkeit einen aus dem Betrieb genommenen Dicksaft von niederer Temperatur und solcher Dichte anzuwenden, daß er keinen Zucker auflöst. Gemäß vorliegender Erfindung wird zwar ebenfalls Dicksaft benutzt, aber in hocherhitztem Zustande, d. h. bei einer Temperatur von 7o° bis Kochtemperatur. Natürlich muß die Konzentration (etwa 7o° Brix) wieder so gewählt werden, daß das Deckmittel keinen Zucker löst. Das Decken mit diesem erhitzten Dicksaft kann in etwa zwei Minuten durchgeführt werden. Grünsirup und Deckmittel werden, wie üblich, getrennt abgeführt. Es entsteht ein weißer Kristallzucker von 99,9 Polarisation in einem so lockeren und trockenen Zustande, wie er sonst nur mit Hilfe der Dampfdecke herstellbar war.
- Da der heiße Dicksaft dem Betriebe entnommen wird, so erspart man jede Sondererhitzung. Die Abläufe - der Grünsirup-Ausschleuderung dienen in bekannter Weise zur Herstellung der Nachproduktfüllmasse, die Abläufe der Dicksaftdecke werden in den Betrieb zurückgenommen und gemeinschaftlich mit dem sonstigen Dicksaft auf Füllmasse verkocht. z. Verarbeitung von Nachproduktfüllmasse.
- Das beschriebene Verfahren erweist sich auch für die Verarbeitung von Nachproduktfülhnasse verwendbar, wenn zwischen die Abschleuderang des Ablaufsirups von etwa 85 bis 86° Brix und die heiße Dicksaftdecke eine Vordecke mit verdünnter Melasse von etwa 76 bis 77° Brix und etwa 70° C. eingeschaltet wird. Die Dauer der Vordecke richtet sich nach der Beschaffenheit des Ablaufes und beträgt regelmäßig nur etwa zwei Minuten. Die sodann folgende Dicksaftdecke verdrängt die den Kristallen nur noch in sehr geringer Menge anhaftende verdünnte Melasse, so daß nach einer weiteren Schleuderdauer von höchstens fünf Minuten weißer, trockener Kristallzucker von 99,7 bis 99,9 Polarisation gewonnen wird. Während der Muttersirup gemeinsam mit der Vordecke in die Melassesammelbehälter abfließt, wird der Ablauf von der Dicksaftdecke mit dem sonstigen Dicksaft weiter verarbeitet.
- Auch im Raffineriebetriebe kann das beschriebene Arbeitsverfahren durchgeführt werden, wobei als Dicksaft die Kochkläre zum Decken benutzt wird.
- Ein auf Weißzucker-Gewinnung gerichtetes Verfahren, bei welchem eine Dampfdecke nicht angewendet wird und bei dem daher die mit solcher Dampfdecke verbundenen ökonomischen und hygienischen Nachteile ebenfalls zu vermeiden wären, ist bereits in der Österreich-Ungarischen Zeitschrift für Zuckerindustrie und Landwirtschaft, 1895, Seite 98, beschrieben. Gegenüber diesem Hübnerschen Verfahren besteht indessen der gewerbliche Fortschritt der vorliegenden Erfindung darin, daß unmittelbar lockerer, trockener Kristallzucker erhalten wird und daß nicht wie bei Hübner das Deckverfahren darauf angelegt ist, feste erstarrte Masse zu gewinnen. Gemäß dem Hübnerschen Verfahren zielt die Anwendung des erwärmten Deckstoffes (der eine den Sirup allmählich verdrängende Wirkung haben soll) darauf ab, eine Nachkristallisation der Masse zum Zwecke der nFestbildungcc des weißen Zuckers stattfinden zu lassen. Solche Bindung der Kristalle bedingt Anwendung einer stärker übersättigten Deckkläre, die verhältnißmäßig rein sein müßte. Beim vorliegenden Verfahren wird hingegen zum Decken ein unreines Mittel, der Rübendicksaft, verwertbar gemacht, welcher fast gänzlich wieder vom Zucker infolge des Abschleuderns getrennt wird und durch welchen bei dem gewählten Sättigungsgrade keine Nachkristallisation bzw. Kristallbindung stattfindet.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Gewinnung von Kristallzucker aus Rohzuckererstprodukt sowie aus Nachprodukt im Schleudertrommelbetriebe durch das bis zur Gewinnung von Weißzucker höchster Reinheitsgrenze fortgesetzte Decken mittels Dicksaftes (Kochkläre), dadurch gekennzeichnet, daß die Deckflüssigkeit in hocherhitztem Zustande (70° bis Kochtemperatur) und in solcher Konzentration, daß keine Lösung von Zuckerkristallen stattfindet, verwendet wird.
- 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch r für die Verarbeitung von Rohzuckernachprodukt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dicksaftdecke eine Vordecke mittels verdünnter und hocherhitzter Melasse vorgeschaltet wird.
Priority Applications (1)
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1919
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