DE490346C - Verfahren zur Erhoehung der Ausbeute aus Zuckerfuellmassen aller Arten - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Ausbeute aus Zuckerfuellmassen aller ArtenInfo
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Description
- Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute aus Zuckerfüllwassen aller Arten Zuckerfüllmassen werden bisher so eingekocht, daß sie noch mehr oder weniger fließend die Kochvorrichtung verlassen, worauf sie in Maischen einer Abkühlung unterworfen werden, jedoch nur so weit, daß sie auch die Maischen noch fließend verlassen. Zeigt die Füllmasse die Neigung, diese- Eigenschaft zu verlieren, so wird Sirup oder sogar Wasser zugegeben, um- die Masse soweit flüssig zu erhalten, daß eine Trennung der Kristalle von dem - Muttersirup in Schleudern üblicher Art mit einer Schleuderkraft bis etwa der 8oofachen des Gewichtes der Schleudermasse möglich ist.
- Bekanntlich steigt mit der weiteren Ab- kühlung in den Maischen die Ausbeute an Zucker, was nach durchgeführten Versuchen auch dann noch der Fall ist, wenn die Füllmasse aus dem fließenden in einen teigartigen (knetbaren) Zustand übergeht. Die Ausbeute kann weiter noch dadurch gesteigert werden, daß der Füllmasse während oder nach der Ab- kühlung ein Teil ihres Wassergehaltes durch Verdunsten in bekannter Weise entzogen wird. Füllmassen von teigartiger bzw. knetbarer Beschaffenheit lassen sich aber durch Schleudern der in Zuckerfabriken üblichen Art nicht veraxbeiten.
- Es bestand also bisher keine Möglichkeit, die vorerwähnten Erkenntnisse praktisch zu verwerten. Der Weg hierzu ist nun durch die Erfindung gezeigt, die in der Anwendung erheblich gesteigerter Schleuderkräfte zur Verarbeitung stark eingedickter Füllmassen besteht. Schleudern mit derartig gesteigerten Schleuderkräften sind bereits bekannt, sind aber bisher in der Zuckerfabrikation im praktischen Betriebe nicht benutzt worden.
- Das Verfahren nach der Erfindung kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Die Füllmasse wird in Vakuumkochvorrichtungen in der üblichen Weise bis auf einen Wassergehalt von etwa 7 0/, eingekocht. Die Masse kann dann in gewöhnlichen Maischen bis auf etwa 45' C abgekühlt werden, worauf sie in Maischen besonderer Bauart, die mehr einer Knetmaische ähneln, abgelassen und weiter bis auf etwa 2o' C abgekühlt wird. Außerdem wird der Wassergehalt der Masse weiter verringert, z. B. dadurch, daß angewärmte Luft über die Oberfläche geblasen wird. In dieser Weise wird der Wassergehalt auf etwa 4 0/, erniedrigt. In der Knetmaische wird die Masse verarbeitet - und ein Festwerden verhindert. Das Knetrührwerk ist so eingerichtet, daß die fertig abgekühlte Masse an einer Stelle der Maische etwa strangartig ausgestoßen und hierbei unmittelbar in die Schleuder geleitet wird. Die Verteilung der Masse innerhalb der Schleuder kann durch irgendeine geeignete Vorrichtung, z. B. durch einen Abstreicher, erfolgen.
- Durch die Anwendung der hohen Schleuderkraft werden dann die Kristalle vollständig oder beinahe vollständig vom Sirup befreit, und es ist damit zu rechnen, daß nach der Schleuderung die Kristalle ohne Anwendung einer Deckflüssigkeit eine Reinheit von 99 0/, und darüber aufweisen. Die Höhe der anzuwendenden Schleuderkraft richtet sieh nach der Zähflüssigkeit des die Kristalle umgebenden Sirups. Bei gutartigen Sirupen können- beispielsweise bei Anwendung einer 2oofachen Schleuderkraft reine Kristalle erzielt werden. Dies würde einer Schleuder mit einem Trommeldurchmesser von iooo mm bei igoo Umdrehungen pro Minute oder einem Trommeldurchmesser von 1500 mm bei 1550 Umdrehungen entsprechen. Bei zähflüssigen Sirupen muß die Schleuderkraft auf das 40oofache und noch höher gesteigert werden, um reine Kristalle zu erhalten.
- Die Erhöhung der Ausbeute an Zucker durch das Verfahren nach der Erfindung wird durch folgende Versuchsbeispiele gezeigt: Eine Füllmasse mit einem Wassergehalt von 9 0/, wurde bei 5o' -und auch bei --yo' geschleudert, und die gleiche Masse wurde auf einen Wassergehalt von -7 0/, konzentriert und bei 50' und bei --,o' geschleudert. Es ist eine Reinheit von 86' angenommen worden, die sich häufig in ErstproduktfüHmassen findet.
- Die erste Füllmasse hatte folgende Zusammensetzung: Trockene Bestandteile gi,oo, Zucker 78,25, Nichtzucker 12,75, Reinheit 86,oo.
- Es ist damit zu rechnen, daß bei üblicher Kühlung auf 50' diese Füllmasse durch Schleudern eine Ausbeute an weißem Zucker von 49,63 "/, der Füllmasse und einen Muttersirup von einer Reinheit von etwa 69,:r5 ergibt.
- Die gleiche Füllmasse ergibt bei einer Ab- kühlung auf 9,o' durch Schleudern nach dem Verfahren gemäß der Erfindung eine Ausbeute an weißem Zucker von 55,12 -und einen Muttersirup von einer Reinheit von 66,40.
- Die auf 7 0/, Wassergehalt konzentrierte Füllmasse hat folgende Zusammensetzung - Trockene Stoffe 93,oo, Zucker 8o,oo, Nichtzucker i3,oo, Reinheit 86,oo.
- Bei Abkühlung auf 50 0 ergibt diese Füllmasse durch Schleudern eine Ausbeute an weißem Zucker von 56,76 und einen Ablauf mit einer Reinheit von 64,io. Auf 2o' abgekühlt ergibt die Füllmasse durch Schleudern eine Ausbeute an weißem Zucker von 61,17 und einen Sirup von einer Reinheit von 59,10.
- Sowohl durch die stärkere Konzentration als auch durch die weitergehende Abkühlung der Fü]lmassen wird die Ausbeute an Zucker wesentlich erhöht, während die Reinheit des Muttersirups herabgenündert wird. Das letztere Beispiel zeigt, daß bei Behandlung einer Füll- masse von 86 Reinheit mit dem Verfahren nach der Erfindung eine Melasse mit einer Reinheit von 59,io als Sirup erzielt werden kann.
- Für die mit dem Verfahren zu erzielende Reinheit des gewonnenen Zuckers sei folgendes Beispiel angeführt: Eine Erstproduktfüllmasse wurde auf 2,o' abgekühlt, wobei sie so zähflüssig wurde, daß sie nur mit dem Messer zu bearbeiten war. Die FüRmasse hatte folgende Zusammensetzung: Polarisation 86,6o, Orgahischer Nichtzucker3,82, Asche 2,zo, Wasser 7,38, Quotient 93,5.
- Die Füllmasse wurde in die oben beschriebene Trommel gebracht und -nii-n abgeschleudert, wobei die Tourenzahl so eingestellt war, daß etwa das 7,7oofache des Eigengewichts erreicht wurde. Nach einer Schleuderangszeit von io Minuten ergab sich ein Zucker mit folgenden Analysewerten: Polarisation 98,7o, Organischer Nichtzucker o,22, Asche o,29, Wasser o,79, Quotient 99,5.
- Aus vorstehendem Versuch ergibt sich, daß der abgeschleuderte Zucker ohne weitere Wäsche mit Wasser bzw. Sirup für die Raffination geeignet ist, wodurch ein erheblicher technischer Vorteil erzielt wird.
- Die angeführten Versuchsbeispiele zeigen deutlich, daß durch das Verfahren nach der Erfindung gegenüber den bisher bekannten eine höhere Ausbeute an Zucker bei geringerer Reinheit der abgetrennten Sirupe und bei höherer Reinheit des gewonnenen Zuckers erzielt wird.
Claims (2)
- PATENTAN8PRÜCHE: i. Verfahren zur Erzielung höherer Ausbeuten aus Zuckerfüllmassen jeder Art, dadurch gekennzeichnet, daß die FüRmassen bis zur teigaxtigen bzw. knetbaren, normal nicht mehr schleuderfähigen Beschaffenheit abgekühlt werden, und daß die Trennung in Zuckerkristalle und Muttersirup durch Schleudern mit gegen-über den bisher für diesen Zweck verwandten wesentlich erhöhten Schleuderkräften -von dem i2oofachen aufwärts bewirkt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit oder nach der Abkühlung der Fülhnasse die Entfernung eines Teiles des in der Füllmasse enthaltenen Wassers durch Verdunstung in an sich bekannter Weise erfolgt.
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