FADENENDE-SUCHVORRICHTUNG
Die Erfindung betrifft eine Fadenende-Suchvorrichtung für
Spinnspulen.
Bei einer Spinnspule, die auf einer Spinnmaschine, insbesondere auf einer Ringspinnmaschine hergestellt wird, wird,
ehe diese zu einer nachfolgenden Umspulstelle transportiert wird, das Fadenende mehrmals um einen Spulenabschnitt herum-·
gewickelt, um zu verhindern, daß sich das Fadenende von der Spinnspule löst oder mit einem Ende eines anderen Fadens
einer anderen Spinnspule verwickelt. Falls eine solche Spinnspule einem Spulautomaten zum Umspulen zugeführt werden
soll, müssen diese "Fadenwindungen gelöst werden, wozu in der Nähe des Spulautomaten eine Fadenende-Suchvorrichtung
angeordnet ist.
15Vv ^ i e Anmelderin hat früher als Transportvorrichtung für Spinnspulen
eine Vorrichtung vorgeschlagen, die die Spulen aufrecht auf unabhängigen Spulentransportmedien (nachfolgend
als Spulenteller bezeichnet) transportiert. Um ein Fadenende einer aufrecht auf einem solchen Spulenteller befestigten
Spinnspule zu finden, wird die Spule von einem Einspannelement ergriffen und auf- und abbewegt und, nachdem die
Spule vom Teller abgezogen ist, dann das Fadenende bearbeitet. Dies beschränkt jedoch die Geschwindigkeit, mit der der Fadenende-Suchvorgang
ausgeführt werden kann, die im äußersten Fall etwa 20 Spulen pro Minute beträgt. Sind gleichzeitig
verschiedene Arten von Spulen vorgesehen, die sich in ihrer Länge, in der Dicke der Aufnahmehülse usw. unterscheiden,
so muß die Hublänge der Auf- und Abbewegung des Spuleneinspannelements
geändert oder die Einspannteile modifiziert oder ausgewechselt werden, so daß demzufolge diese Vorrichtung
zur Bearbeitung unterschiedlicher Spulentypen nicht geeignet ist.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Fadenende-Suchvorrichtung
vorzuschlagen, mit der eine Vielzahl von Spu-. lentypen mit hoher Geschwindigkeit bearbeitet werden kann.
•Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind Gegenstand weiterer Ansprüche.
Gemäß der Erfindung kann eine Spule einem Fadenende-Suchvorgang
unterzogen werden, während diese aufrecht auf einem Teller gehalten wird, ohne dabei vorn Teller abgezogen
zu werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt einen Schneidmechanismus,
der in der Nähe eines Wegs angeordnet ist, entlang
dessen eine senkrecht auf einem Teller befestigte Spule
zugeführt wird und der dem Lösen und Schneiden eines Fadengebindes dient, das sich an dem Schneidmechanismus vorbeibewegt,
einen in der Nähe des Schneidmechanismus entlang des Weges angeordneten Fadenende-Suchmechanismus zum Lösen
eines Fadenendes von der Spule und einen in der Nähe des Fadenende-Suchmechanismus angeordneten Fadenende-Einführmechanismus
zum Einführen des aufgegriffenen Fadens vom
Kopfteil der Spule her in eine zentrale Öffnung der Spule.
Die Spinnspule wird intermittierend zugeführt, während diese aufrecht auf einem Transportteller gehalten wird. Bei dieser
Zufuhr wird das Lösen eines Fadengebindes, das Suchen eines Fadenendes und das Einführen eines Fadenendabschnitts von
fester Länge in die zentrale Öffnung der Spule der Reihe nach vorgenommen, während die Spule dabei integral auf dem
Teller gehalten wird. Anschließend wird die Spule einer Spulmaschine zugeführt.
. Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den allgemeinen Aufbau eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgmeäßen Vorrichtung
in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 die Gestaltung der Vorrichtung gemäß
Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 den allgemeinen Aufbau einer Schneidein
richtung in perspektivischer Ansicht,
Fig. 4 die Schneideinrichtung gemäß Fig. 3 in
Vorderansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 eine geschnittene Draufsicht, die einen
Anfangszustand des Lösevorgangs des Fadengebindes
mit Hilfe der Schneideinrichtung gemäß Fig. 3 darstellt,
Fig. 6 eine geschnittene Draufsicht, die einen
Zustand eines aufgenommenen Fadens verdeutlicht, bevor dieser gerade geschnitten
wird,
Fig. 7 den allgemeinen Aufbau von Bearbeitungs
einrichtungen in den Bearbeitungsstationen D und E in perspektivischer Ansicht,
Fig. 8 eine geschnittene Vorderansicht des Auf
baus eines Tellers, der bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel Anwendung fin
det,
. Fig. 9 die Anordnung und den Aufbau eines Saug
mundes in Seitenansicht,
Fig. 10 . eine Schnittansicht entlang der Linie
X-X der Fig. 9,
Fig. 11 ein Ausführungsbeispiel einer Drehplatte
für die Zufuhr eines Tellers in Draufsicht ,
Fig. 12 die Drehplatte gemäß Fig. 11 in geschnit
tener Seitenansicht,
Fig. 13 einen Antriebsmechanismus für die Dreh
platte gemäß Fig. 11 in Draufsicht,
Fig. 14 eine Vorschubplatte, die mit einem Bolzen
des Antriebsmechanismus gemäß Fig. 13 in Eingriff steht, in teilweise geschnittener
Seitenansicht,
Fig. 15 die Vorschubplatte, die nicht in Eingriff
mit dem Bolzen des Antriebsmechanismus der Fig. 13 steht, in teilweise geschnittener
Seitenansicht,
Fig. 16 einen Nocken zum Steuern des Antriebsmechanis
mus der Fig. 13,
Fig. 17 den allgemeinen Aufbau eines Rohrnetzes
für einen Saugluftstrom, der bei der Fadenende-Aufnahmevorrichtung
des vorliegenden Ausführungsbeispiels Verwendung findet,
Fig. 18 eine Luftklappe des Rohrnetzes der Fig.
in Seitenansicht,
Fig. I^ einen Nocken zum Antrieb der Luftklappe
der Fig. 1$ in Seitenansicht,
Fig. 20 und 21 schematische Darstellungen zur Verdeutlichung
eines Umleitvorganges für eine Spule, bei der die Aufnahme eines Faden
endes fehlgeschlagen hat, wobei Fig. 20
eine Ansicht zeigt, die ein Beispiel der Anwendung von Drehplattenöffnungen (Tor
bis Tor 7) wiedergibt, und Fig. 21 eine Ansicht darstellt, die die Drehplatte nach
Drehung um einen Winkelabstand bezüglich der Position der Fig. 20 verdeutlicht,
und
Fig. 22 ein Schaltdiagramm zur Erzielung des Um-
leitvorganges der Fig. 20 und 21.
£y Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es ist zu bemerken, daß das dargestellte Ausführungsbeispiel
für eine Spinnspule Anwendung findet, bei der das zu lösende Fadenbündel am unteren Abschnitt der Spule vorgesehen ist.
Mit einigen Modifikationen kann das Ausführungsbeispiel jedoch
auch bei einer Spule Anwendung finden, bei der das zu lösende Fadenbündel bzw. Fadengebinde am oberen Abschnitt
der Spule vorgesehen ist.
In Fig. 1 ist der allgemeine Aufbau einer Fadenende-Suchvorrichtung
dargestellt. Eine von einer Spinnmaschine stammende Spule 1 wird in einer Richtung einer Pfeilmarke A entlang
eines Transportweges 2 zu einer Einlaßstation A der Fadenende-Suchvorrichtung
bewegt, während diese aufrecht bzw.
. stehend auf einem Teller T gehalten wird. Die Spule 1 wird
durch eines der Telleraufnahmeelemente 5 der Fadenende-Suchvorrichtung
zugeführt, wobei die Telleraufnahmeelemente
5 unter Einhaltung eines festen Abstands an einer Drehplatte 4 der Fadenende-Suchvorrichtung befestigt sind. Die mit dem
Bezugszeichen la gekennzeichnete, eingelassene Spule durchlauft dann mehrere Stationen B, C, D und E und gelangt zu
einer Entladestation F durch intermittierende Drehungen der Drehplatte 4 in eine Richtung einer Pfeilmarke 6. Bei der
Station F wird eine Spule, bei der das Fadenende erfolgreich
aufgenommen wurde, z. B. die Spule IS, in einen Transportweg 7 eingeführt. Entlang des Transportweges 7 wird die Spule
in Richtung einer Pfeilmarke 8 zu einer Spulmaschine transportiert .
An der Station B ist eine Schneideinrichtung 10 zum Lösen und Trennen eines unteren Fadengebindes 9 vorgesehen, das
an einem unteren Endteil einer Spule aufgewickelt ist, während an der Station C eine Rolle 11 vorgesehen ist, um
einen sich zwischen einer Spule Ic und der Schneideinrichtung 10 sich erstreckenden Faden aufzunehmen und diesen leicht
auf die Oberfläche einer Fadenschicht aufzuwickeln. Bei der Station B wird eine Spule Ib mittels einer Friktionsrolle
in einer durch den Pfeil 12 angedeuteten Richtung gedreht, um einen darauf aufgewickelten Faden zu lösen, während an
der Station C eine Spule Ic in einer durch den Pfeil 13 angedeuteten
Richtung mittels der Rolle 11 gedreht wird, um einen Faden um die Spule herumzuwickeln. An der Station D
ist ferner eine Fadenende-Saug- und Lösevorrichtung 14 zum Ansaugen und Lösen eines Fadenendes in einen freien Zustand
vorgesehen, die z.B. aus einem Saugmund 16 mit einem Schlitz 15 aufgebaut sein kann. An der Station D wird eine Spule Id
mittels einer Friktionsrolle 17 in der durch den Pfeil 12 angedeuteten Richtung gedreht, um den Faden von der Spule
zu lösen. An der Station E ist ferner ein Fadenende-Einfuhr-
mechanismus 19 angeordnet, der einen von der Spule aufgenommenen
Faden zu einem Faden mit fester Länge abschneidet und das Fadenende in eine zentrale Öffnung 18 der Spule Ie
einführt.
b Es ist an dieser Stelle zu bemerken, daß bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel der Spulenteller T ein Basiselement
20 in Form einer Scheibe, einen Ständer 21 sowie einen einstückig an dem Basiselement 20 ausgebildeten Spulenaufnahmezapfen
22 aufweist (vgl. Fig. 8). Der Spulenteller T weist im Inneren einen Hohlraum 23 auf, der am Tellerboden offen
ist. An dem Zapfen 22 ist ferner eine Luftdurchgangsöffnung
24 vorgesehen. Wirkt demzufolge ein Saugluftstrom in Richtung einer Pfeilmarke 25 auf die Innenseite des Tellers T
ein, so wird eine Saugkraft 26 über die Luftdurchgangsöffnung
24 in der zentralen Spulenöffnung 18 hervorgerufen.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht der Spulenbearbeitungsstationen.
Kommt ein Teller Ta mit einer senkrecht aufgesetzten Spule zur Entladestation F durch intermittierende Drehungen der
Drehplatte 4 um einen Winkel von 45 Grad in Richtung der
Pfeilmarke 6, nachdem dieser der Einlaßstation A zugeführt wurde und die Bearbeitungspositionen B bis E durchlaufen
hat, so wird der Teller mit Spule dann auf den Transportweg
7 abgegeben, falls das Fadenende bereits aufgenommen wurde. Ist dies jedoch nicht der Fall, d. h. wurde das Fadenende
nicht erfolgreich aufgenommen, so wird der Teller T durch eine bewegliche Führung 27 aufgehalten und somit über
Umführungen G und H der Suchvorgangszuführungsstation wieder
zugeführt, um die gleichen Vorgänge zu wiederholen. Im einzelnen
ist an der Station E ein Sensor zur Erfassung des aufgenommenen
Fadenendes vorgesehen. Stellt dieser Sensor fest, daß kein Faden auf der Spule vorhanden ist, so wird die
bewegliche Führung 27 der Fig. 2 mit Hilfe eines Drehselenoids
28 oder dgl. zu einer Position 27a bewegt, um so
. zu verhindern, daß der Teller Tf, der an der Station F angekommen
ist, entladen wird.
Fig. 2 zeigt weiterhin Friktionsrollen 29, 11 und 17 sowie eine Antriebsquelle 30 zum Drehen der Spulen in den Bearbeitungsstationen
B, C bzw. D. Ein endloser Riemen 32 erstreckt sich über eine Ausgangsriemenscheibe 31 der Antriebsquelle
(Motor) 30 und die Rollen 29, 11 und 17, so daß bei Zirkulation des Riemens 32 in Richtung einer Pfeilmarke 33 sich
die Rollen 28, 11 und 17 in entsprechende vorbestimmte Richtungen drehen. Bei diesem Beispiel drehen die Rollen 29 und
17 die mit ihnen in Berührung stehenden Teller Tb und Td in eine Richtung, wodurch der Faden von der Spule gelöst wird,
während die Rolle 11 den Teller Tc in eine Richtung dreht, wodurch der Faden aufgewickelt wird. Die Rollen 29, 11 und
17 sind drehbar auf Hebel 37, 38 und 39 gelagert, die ihrerseits schwenkbar an festen Achswellen 34, 35 bzw. 36 angelenkt
sind. Infolge einer Zugkraft des Riemens 32 werden demzufolge auf die Hebel 37, 38 und 39, an denen die Rollen
29, 11 bzw. 17 befestigt sind, Antriebskräfte in Richtungen ausgeübt, wodurch die darauf befindlichen Rollen 29, 11 und
17 die Umfangsflachen der Basiselemente 20 der Teller mit
einer ausreichenden Friktionskraft kontaktieren. Das Bezugszeichen 40 kennzeichnet eine Spannrolle.
Nachfolgend werden nun die in den einzelnen Bearbeitungs-Stationen
vorgesehenen Bearbeitungmechanismen erläutert.
Die Fig. 3 bis 5 verdeutlichen die in der Bearbeitungsstation
B vorgesehene Schneideinrichtung 10, die dem Lösen und Schneiden
eines unteren Fadengebindes 9 dient. Die Schneideinrichtung 10 umfaßt ein Sauggehäuse 41, das auf einem festen Rahmen
sicher abgestützt ist, sowie einen im Sauggehäuse 41 drehbar befestigten Drehschneider 42. Mit dem Sauggehäuse 41
ist ein Saugrohr 43 verbunden, um einen Saugluftstrom in
. einem inneren Zwischenraum des Drehschneiders 42 zu erzeugen.
Ein Motor 44 zum Antrieb des Drehschneiders 42 ist in der Nähe der Schneideinrichtung 10 angeordnet. Die Friktionsrolle
29 dreht ferner die Spule in einer Richtung, die ein Lösen des Fadens bewirkt.
Das Sauggehäuse 41 hat eine innere Umfangsflache 45, die im
wesentlichen den gleichen Durchmesser wie die äußere Umfangsfläche des trommeiförmigen Drehschneiders 42 aufweist, sowie
eine obere Wandfläche 47, in der eine Durchgangsöffnung
46 für den Saugluftstrom vorgesehen ist. An einem Teil der äußeren Umfangsflache des Sauggehäuses 41 sind im Abstand
eine Fadenende-Saugöffnung 48 sowie ein Schlitz 50 vorgesehen.
Infolge des Schlitzes 50 kann eine Kante einer feststehenden Klinge 49 mit der äußeren Umfangsflache des Dreh-Schneiders
42 kontaktieren. Ferner ist eine Federplatte 51 vorgesehen, die die feststehende Klinge 49 gegen eine Abstützfläche
des Sauggehäuses 41 drückt.
Der im Sauggehäuse 41 aufgenommene Drehschneider 42 ist in Form einer Trommel bzw. eines Zylinders mit einer äußeren
Umfangswandflache 52 und einer Bodenwandfläche 53 ausgebildet
und weist eine daran integral befestigte Riemenscheibe 54 auf. Der Drehschneider 42 weist eine Vielzahl von Fadenende-Durchlaßöffnungen
55 auf, die mit gleichem Abstand in der äußeren Umfangswandflache 52 des Drehschneiders ausgebildet
sind. Die Öffnungen 55 sind vorzugsweise kreisförmig. Durch die Umfangskante jeder Öffnung 55 und der
feststehenden Klinge 49 wird eine Schneideinrichtung ausgebildet.
Das Sauggehäuse 41 ist fest an einer solchen Position installiert,
daß die Fadenendesaugöffnung 48 des Sauggehäuses 41 sich von einer Seite zu dem unteren Fadengebinde 9 einer
zur Station B gekommenen Spule Ib bewegen kann. Da bei dem
• vorliegenden Ausführungsbeispiel sich das Fadengebinde 9
am unteren Teil der Spule befindet, ist das Sauggehäuse 41 an einer entsprechenden Stelle befestigt. Weist andererseits
die Spule ein Fadengebinde auf, das sich am oberen Teil der Spule befindet, so wird natürlich das Sauggehäuse
an einer Stelle installiert, die der Position des oberen
Fadengebindes entspricht.
Wird demzufolge der Drehschneider 42 in der Richtung einer
Pfeilmarke 56 gedreht und Saugluftströme in der Trommel (Drehschneider) 42 erzeugt, wie dies in den Fig. 5 und 6
dargestellt ist, so wird ein um das untere Endteil der Spule Ib gewickeltes Fadenende oder ein Faden Yl, der mit
einem Fadenteil in der Nähe des Anfangsendes des gewickelten Fadens verwickelt ist, über die Öffnung 48 des Sauggehäuses
41 und einer Öffnung 55 in der Umfangswand der Trommel 42 infolge der Saugwirkung der Trommel 42 in das Innere 42a
der Trommel 42 gesaugt, wodurch das Fadenende durch Drehung der Trommel 42 sowie durch Drehung der Spule Ib in Richtung
der Pfeilmarke 12, d. h. in einer Richtung entgegen der Wickelrichtung des Fadens auf der Spule Ib, gelöst wird.
Nachdem das Fadenende Yl einmal in das Innere der Trommel gesaugt ist, wird der von der Spule abgezogene Faden zur
Umfangsflache der Trommel 42 hingezogen und dann über einen
Spalt zwischen dem Gehäuse 41 und der Trommel 42 weiterbewegt, so daß der Faden zwangsläufig von der Spule Ib gelöst
wird.
Der so zugeführte Faden Yl wird durch eine hintere Kante 55a einer Öffnung 55 und der feststehenden Klinge 49 abgetrennt,
sobald die Öffnung 55 der Trommel 42, durch die der Faden gesaugt wurde, die Stelle der feststehenden Klinge 49
passiert. Ein derart abgeschnittenes Fadenstück wird in das Saugrohr 43 eingesaugt bzw. entfernt. Dreht sich die Trommel
42 weiter, so wird ein Faden Y2, der über die nächst-
folgende Öffnung 55b eingeführt ist, in gleicher Weise geschnitten
.
Um den Spalt zwischen der Öffnung 48 des Sauggehäuses 41
und einem Fadengebinde einer Spule bei anderen Spulen mit b einem anderen Durchmesser vorzusehen, kann der gesamte
Schneidmechanismus auf einem beweglichen Arm angeordnet werden,
der entsprechend dem Spulentyp bewegt wird. Durch diese
Anordnung kann eine Vielzahl von Spulentypen bearbeitet werden .
Mit Bezug auf die Figuren 7 bis 10 wird nachfolgend eine
Einrichtung zum Einführen eines aufgenommenen Fadenendes
zu einer vorbestimmten Stelle einer Spule beschrieben. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird ein Spulentyp
wiedergegeben, bei dem das gelöste Fadenende zugeführt und in die zentrale Öffnung 18 der Spule von oben eingeführt
wird. Die Fadenende-Einführeinrichtung erstreckt sich von
der Bearbeitungsstation D zur Bearbeitungsstation E. Die
Fadenende-Einführeinrichtung umfaßt den in der Station D
vorgesehenen Saugmund 16, eine in der Station E vorgesehene
Schneideinrichtung 60, die das Vorliegen oder Fehlen eines von der Spule aufgenommenen Fadens erfaßt und den Faden
an einer Stelle mit vorbestimmter Länge vom äußersten Ende des Fadens abschneidet, einen Fadenende-Saugmechanismus 61,
der das derart abgeschnittene Fadenende in die zentrale
Öffnung 18 einer Spule saugt, usw.
Der Saugmund 16 besteht aus einem im wesentlichen L-förmigen
Saugrohr 63, das eine Öffnung 15 in Form eines Schlitzes, der sich entlang der Länge einer auf der Spule Id befindlichen
Fadenlage in der Station D erstreckt, sowie einen sich an die Öffnung 15 anschließenden Schlitz 62 aufweist,
der sich zu einer Stelle oberhalb der Fadenerfassungsund
Schneideinrichtung 60 in der Station E erstreckt. Das
. Rohr 63 steht mit einem Sauggebläse (nicht dargestellt) in
Verbindung.
In der Station E sind zwei Führungsplatten 64 an einem festen
Abstützteil 65 in integraler Beziehung zur Schneideinrichtung
60 befestigt, die einen sich zwischen einer Spule Ie an der
Station E und dem Schlitz 62 des Saugmunds 60 erstreckenden Faden Y3 zu der Fadenerfassungs- und Schneideinrichtung 60
führen und oberhalb der Spule Ie in der Station E angeordnet
sind. An dem Abstützteil 65 ist auch ein Führunqse 1 e'nent
67 zum Führen und Positionieren des Kopfteils 6b einer Spule befestigt, wobei die Positionierung an einer festgelegten
Stelle erfolgt. Es ist zu bemerken, daß die Schneideinrichtung 60 von einem Typ ist, der eine Fadenerfassungsfunktion
und eine Schneidfunktion einschließt, z. B. ein bei einer
Spulmaschine verwendeter Fadenreiniger bzw. Knotenfänger,
jedoch kann auch eine Anordnung Anwendung finden, die eine Fadenerfassungseinrichtung und eine separate Schneideinrichtung
einschließt.
Der Saugmund 16 weist einen zusätzlichen Luftweg 69 auf, der
in einem gebogenen Teil 68 des Saugmunds 16 zwischen der Öffnung 15, die benachbart einer auf der Spule vorhandenen
Fadenschicht ist, und dem Schlitz 62, der den angesaugten Faden zur Schneideinrichtung 60 führt, ausgeführt ist. Dieser
zusätzliche Luftweg 69 ist vorgesehen, um einen angesaugten Faden sicher von der Öffnung 15 zum oben gelegenen Schlitz
62 weiter zu bewegen. Der Weg 69 umfaßt eine darin ausgebildete Lufteinblasöffnung 70, um Druckluft in Fadenvorschubrichtung
einzublasen. Die Druckluft wird der Lufteinblasöffnung 70 mit Hilfe eines Rohres zugeführt, das mit
einer nicht gezeigten Druckluftversorgungsquelle in Verbindung steht.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist genau unterhalb eines sich
in der Station E befindlichen Tellers Te eine Öffnung 72
eines Saugrohres 71 vorgesehen, um einen Saugluftstrom in der zentralen Öffnung der Spule Ie hervorzurufen. Kommt demzufolge
eine Spule Ie zur Station E und wird ein von der
Spule Ib aufgenommener Faden über der zentralen Spulenöffnung
abgeschnitten, so wird das derart abgeschnittene Fadenende, das mit der Fadenlage auf der Spule verbunden ist,
durch eine in der zentralen Öffnung wirkenden Saugkraft in die zentrale Öffnung eingesaugt, wodurch eine Zyklus des
Fadenende-Suchvorganges abgeschlossen wird.
Nachfolgend wird nun das Drehteil und der dazugehörige Antrieb
beschrieben, die die Arbeitsstationen A bis F ausbilden.
Wie aus den Fig. 11 und 12 ersichtlich, ist die Drehplatte 4 an einer sich senkrecht erstreckenden Welle 75 befestigt
und weist Telleraufnahmeeinschnitte 5a bis 5h auf, die entlang
ihres Randes mit vorbestimmtem Abstand ausgebildet sind. Am Bodenrahmen sind zwei äußere Führungsplatten 78
und 79 befestigt, deren Führungsflächen 77 konzentrisch zu einer imaginären äußeren Umfangsflache 76 der Drehplatte 4
ausgebildet und von dieser Umfangsflache 76 mit Abstand angeordnet
sind. Demzufolge wird durch die Telleraufnahmeeinschnitte
5a bis 5h, die Führungsplatten 78 und 79, eine Platte 80 usw. ein Zuführweg ausgebildet.
Die Telleraufnahmeeinschnitte 5a bis 5h werden jeweils durch
im wesentlichen halbkreisförmige Teile eines Kreises gebildet, der im wesentlichen den gleichen Durchmesser wie der
des Tellers aufweist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Telleraufnahmeeinschnitte 5a bis 5h an acht Stellen
im Winkelabstand von 45 Grad ausgebildet.
An Wellen 82 sind zwei Rollen 81 befestigt, die der Posi-
. tionierung eines Tellers dienen und eine leichte Drehung
des Tellers in einer bestimmten Station ermöglichen. Die beiden Rollen 81 sind an zwei Stellen angeordnet, die der
Umfangsflache 83 jedes der Telleraufnahmeeinschnitte 5a bis
5h benachbart sind. Teile der Umfangsflachen der Rollen 81,
die mit einem Teller in Berührung stehen, erstrecken sich geringfügig über die Umfangsflache 83 der Telleraufnahmeeinschnitte
5a bis 5h hinaus, um so zu verhindern, daß die äußere Umfangsflache des Tellers mit der gesamten inneren
Umfangsflache des Telleraufnahmeeinschnitts in Berührung
kommt.
An den Wellen 82 der Rollen 81 ist eine Führungsplatte 85
befestigt, die mit Abstand über der Drehplatte 4 angeordnet ist. Die Führungsplatte 85 hat bogenförmige Einschnitte 84a
bis 84h, die an Stellen ausgebildet sind, die den Telleraufnahmeeinschnitten
5a bis 5h der Drehplatte 4 entsprechen. Die bogenförmigen Einschnitte 84a bis 84h sind, wie aus
Fig. 12 ersichtlich, in Höhe des Ständers 21 des Tellers T ausgebildet, so daß diese verhindern, daß ein darin liegender
Teller während des Transports umfällt oder herausspringt.
Wie aus Fig. 9 ersichtlich, ist die Platte 80, die eine glatte Oberfläche sowie eine Dicke aufweist, die im wesentlichen
der Dicke eines Tellerförderers 87 entspricht, fest
an einer Bodenplatte 86 im Tellerzuführungsweg befestigt, um eine weiche Übertragung vom Förderer 87 der Station A zur
Station B zu erzielen.
In den Fig. 13 bis 16 ist eine Antriebseinrichtung für die Drehplatte 4 dargestellt. Die Antriebseinrichtung 90 ist
in einem Antriebskasten 91 installiert, der - wie aus Fig.9 ersichtlich - über den Bearbeitungsstationen angeordnet ist.
Wie zuerst aus Fig. 13 ersichtlich, ist eine Vorschubplatte
. an einem oberen Endteil der Welle 75 befestigt, die ihrerseits mit Hilfe eines Keils 94 an der Drehplatte 4 festgelegt
ist. Diese Vorschubplatte 93 weist entlang des Umfangs Einschnitte 92a bis 92h auf, die den gleichen Abstand wie
die oben erwähnten Telleraufnahmeeinschnitte 5a bis 5h der
Drehplatte 4 haben. Ein hin- und herbewegbarer Träger 95 ist zur Ausführung einer Schwenkbewegung lose auf einem Teil
der Welle 75 aufgesetzt, der sich von der Vorschubplatte
wegerstreckt. Ein Stab 96 zum Verschwenken des Trägers 95
relativ zur Welle 75 ist mit einem Ende des Trägers 95 verbunden, während am anderen Ende des Trägers 95 ein Loch 99
zur Aufnahme eines Bolzens 98 ausgebildet ist, der sich
in einen der Einschnitte 92a bis 92h hinein- bzw. aus diesem herausbewegen kann. Neben einer Endfläche des Trägers 95 und
gegenüber dem Bolzen 98 ist mittels einer Welle 101 ein Preßteil 100 abgestützt, das mit dem Bolzen in Berührung steht,
um diesen in das Loch 99 hinein- bzw. aus diesem Loch 99 herauszubewegen. Wie im einzelnen aus Fig. 15 ersichtlich,
ist der Bolzen 98, der sich in den Einschnitt 92d der Vorschubplatte
93 hineinbewegen bzw. aus diesem herausbewegen kann, in das Loch 99 zur Ausführung einer gleitenden Bewegung
eingepaßt, das an einem Teil des schwenkbaren Trägers 95 ausgebildet ist. Zwischen einen am oberen Ende des Bolzens
98 vorgesehenen Flanschteil und einer Schulter des Trägers ist eine Druckfeder eingesetzt, um den Bolzen 98 außer Eingriff
mit dem Einschnitt 92d zu bringen. Ein Stab 104, der mit einem nachfolgend beschriebenen Nockenhebel verbunden
ist, steht mit Hilfe einer Welle 105 mit dem Preßteil 100 in Verbindung, das an der oberen Fläche des Flanschteils
102 des Bolzens 89 anstößt. Demzufolge ruft eine Bewegung des Stabs 104 in Richtung einer in Fig. 13 dargestellten
Pfeilmarke 106 oder 107 ein Verschwenken des Preßteils 100 um die Welle 101 hervor, wodurch das Preßteil 100 gegen den
Bolzen 98 gedrückt oder von diesem zurückgezogen wird.
Wird demzufolge, entsprechend Fig. 13, der Stab 96 durch
eine in Fig. 16 gezeigte Nockenplatte 108 um eine vorbestimmte Wegstrecke in Richtung der voll durchgezogenen Pfeilmarke
109 bewegt, so wird der Träger um einen vorbestimmten
Winkel (bei diesem Ausfuhrungsbeispiel um 45 Grad) in Uhrzeigergegenrichtung
um die Welle 75 geschwenkt. Befindet sich der Bolzen 98 in der mit vollen Linien gezeichneten
Position, bei der dieser in den Ausschnitt 92d der Vorschubplatte 93 eingreift, wie aus Fig. 14 ersichtlich, und wird
der Träger 95 verschwenkt, um das andere Ende des Trägers 95 von einer mit vollen Linien gezeichneten Position 110
zu einer Phantomposition 110a zu bewegen, so wird durch die Bewegung des schwenkbaren Arms 95 die Vorschubplatte
93 um einen Winkel von 45 Grad in Richtung der Pfeilmarke 111 gedreht. Infolgedessen wird die am unteren Endteil der
Welle 75 befestigte Drehplatte 4 um den gleichen Winkel gedreht, da die Vorschubplatte gleichfalls an der Welle 75
festgelegt ist. Bewegt sich anschließend der Stab 96 in Richtung der mit gestrichelten Linien dargestellten Pfeilmarke
112, so wird sich der Träger 95 von der Phantom-Position 95a zu der mit vollen Linien dargestellten Position
95 zurückbewegen. Da der Bolzen 98 in der Phantom-Position 98a sich in einem Zustand befindet, bei dem dieser
von dem Einschnitt 92d der Vorschubplatte 93 zurückgezogen ist, wie aus Fig. 15 ersichtlich, ruft die Rückkehrbewegung
des schwenkbaren Trägers 95 zur Ausgangsstellung keine Drehung der Vorschubplatte 93 hervor, wodurch die Platte 93
im angehaltenen Zustand bleibt.
Mit Bezug auf die Fig. 16 wird nachfolgend der Zusammenhang zwischen den Nockenplatten 108 und 115 und den Nockenhebeln
113 und 114 erläutert, die mit den Stäben 96 bzw. verbunden sind. Im einzelnen steht der Nockenhebel 113 mit"
Hilfe einer Welle 116 mit dem Stab 96 zum Antrieb des schwenkbaren Trägers 95 in Verbindung und ist zur Ausfün-
rung einer Schwenkbewegung an einer festen Achswelle 117 gelagert. Der Nockenhebel 113 hat an einem Endteil eine
Lxzenterrolle 118 und wird mit Hilfe einer nicht dargestellten
Feder in eine Richtung gedruckt, wodurch seine Exzenterrolle
118 mit einer Nockenfläche der Nockenplatte 108 in Berührung
kommt. Andererseits steht der Nockenhebel 114 mittels
einer Welle 119 mit dem Stab 104 zur Steuerung des Bolzens 98 in Verbindung. Der Nockenhebel 114 wird schwenkbar von
der festen Achswelle 117 abgestützt und weist an einer zwisehen
den Wellen 119 und 117 gelegenen Stelle eine Exzenterrolle 120 auf. Der Nockenhebel 114 wird mittels einer nicht
dargestellten Feder in eine Richtung gedrückt, wodurch seine Exzenterrolle 120 mit einer Nockenfläche der Nockenplatte
in Berührung kommt. Die Nockenplatten 108 und 115 sind an einer Nockenwelle 121 befestigt und können sich mit der Welle
121 in Richtung der Pfeilmarke 122 drehen.
Steht die Exzenterrolle 118 des Nockenhebels 113 in Berührung mit einer Nockenfläche 108a, so befindet sich der
schwenkbare Träger 95 in der in Fig. 13 gezeigten Phantomposition. Auf die Drehung der Nockenplatte 108 hin, folgt
die Exzenterrolle 118 einer Nockenfläche 108b und gelangt dann allmählich zu einem einen größeren Durchmesser aufweisenden
Teil 108c der Nockenplatte 108, so daß sich der schwenkbare Träger 95 von der Phantomposition 95a zu der
mit vollen Linien dargestellten Position in Fig. 13 bewegt. Bewegt sich die Exzenterrolle 118 innerhalb kurzer Zeit
über den einen großen Durchmesser aufweisenden Teil 108c zu dem einen kleineren Durchmesser aufweisenden Teil 108a
der Nockenplatte 108, so wird der schwenkbare Träger 95 von der mit vollen Linien dargestellten Position zu der Phantom-Position
95a bewegt und die Vorschubplatte 93 um einen Winkelabstand gedreht. Währenddessen wird der Nockenhebel
zur Steuerung des Bolzens 98 in taktmäßiger Beziehung zur Bewegung des schwenkbaren Trägers 95 betätigt. Befindet
. sich im einzelnen der schwenkbare Träger 95 in der Phantomposition
95a in Fig. 13, so befindet sich die Exzenterrolle 120 in einer Phantomposition, bei der diese mit einer Nockenfläche
115a der Nockenplatte 115 in Berührung steht, während der Bolzen 98 sich in einer von dem Einschnitt 92d der Vorschubplatte
93 zurückgezogenen Stellung befindet. Nach Drehung der Nockenplatten 108 und 115 von dieser Position folgt
die Exzenterrolle 120 einer Nockenfläche 115b, um den Nockenhebel 114 in Uhrzeigergegenrichtung um die Welle 117 zu drehen.
In diesem Fall ist der Betrag der Schwenkbewegung des Nockenhebels 114 jedoch derart, daß diese keinen Einfluß
auf die Funktion des Bolzens 98 hat, da die Schwenkbewegung nur zum Folgen der Schwenkbewegung des schwenkbaren Trägers
95 vorgesehen ist. Werden die Nockenplatten 108 und 115 weitergedreht, so daß ein einen größeren Durchmesser aufweisender
Teil 115c der Nockenplatte 115 zur Stelle der Exzenterrolle 120 gelangt, und folgt dann die Exzenterrolle
120 einer steil geneigten Nockenfläche 115d zu einem einen kleinere Durchmesser aufweisenden Teil 115e der Nockenplatte
115, so wird der Stab 104 in Fig. 16 nach links gezogen und das in Fig. 14 gezeigte Preßteil 100 im Uhrzeigersinn um
die Welle 101 geschwenkt, wodurch der Bolzen 98 gegen die Feder 103 in Eingriff mit dem Einschnitt 92d der Vorschubplatte
93 gedrückt wird. Die Nockenplatte 108 und 115 sind zueinander in unterschiedlichen Phasen befestigt, so daß in
der letzten Position der einen größeren Durchmesser aufweisende Teil 108c der anderen Nockenplatte 108 von seiner
Exzenterrolle 118 berührt wird. Somit wird durch die nachfolgende Drehung der Nockenplatten 108 und 115 die mit dem
Bolzen 98 in Eingriff stehende Vorschubplatte 93 um einen Winkelabstand gedreht.
Die Fig. 17 und 18 verdeutlichen ein Rohrnetz, das Saugluftströme
der Schneideinrichtung 10 in der Bearbeitungsstation
B, der Fadenende-Suchvorrichtung, dem Saugmund 16 in der
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Station D, dem Fadenende-Saugrohr 71 in der Bearbeitungsstation E usw. zuführt. Im einzelnen ist an einer Seite des
Rahmens der Fadenende-Suchvorrichtung eine Hauptrohrleitung
125 angeordnet, die mit einem Rohr 126 für den Saugmund 16
sowie mit einer Nebenrohrleitung 127 für die Schneideinrichtung
10 und zum Ansaugen und Einführen eines Fadenendes in
Verbindung steht. Ein Rohr 128 für die Schneideinrichtung
und ein Rohr 129 für das Ansaugen und Einführen eines Fadenendes
stehen mit der Nebenrohrleitung 127 in Verbindung und
werden von dieser abgezweigt. Die Hauptrohrleitung 125 weist eine Verbindung 131 mit einem Hauptrohr 130 auf, das mit
einem nicht dargestellten Gebläse verbunden ist. An der Verbindung 131 ist eine bewegliche Verschlußklappe 132, wie in
Fig. 18 gezeigt, befestigt, die um eine Welle 133 geschwenkt werden kann, so daß durch die Ein- und Aus-Funktion der
Verschlußklappe 132 das Eintreten eines Saugluftstromes in
die Hauptrohrleitung 125 bewirkt bzw. unterbrochen werden kann, um somit die Zeitdauer der auf ein Fadenende ausgeübten
Saugwirkung in jeder Station zu steuern. Es ist zu bemerken, daß eine Verteilerρlatte 134 in der Hauptrohrleitung
125 angeordnet ist, um das Rohr 126 von den Rohren 128 und 129 abzufachen und eine effektive Luftwirkung zu
erhalten. Wie aus den Fig. 18 und 19 ersichtlich, kann die Verschlußklappe 132 drei Positionen einnehmen. In der mit
vollen Linien dargestellten Position ist die Hauptrohrleitung 125 vom Gebläse abgetrennt, so daß keine Saugkraft
hervorgerufen wird. Bei einer Zwischenstellung der Verschlußklappe
132 steht lediglich eine Öffnung 135 für den Saugmund 16 mit dem Gebläse in Verbindung, während eine
andere Öffnung 136 für die Nebenrohrleitung 127 vom Gebläse abgetrennt ist. In einer Stellung 132c, bei der die Verschlußklappe
132 maximal geöffnet ist, stehen sowohl die Öffnung 136 für die Nebenrohrleitung 127 wie auch die Öffnung
135 für den Saugmund 16 mit dem Gebläse in Verbindung, so daß somit in allen Rohren 126, 128 und 129 eine Saugkraft
wirkt.
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. Eine derartige Funktion der Verschlußklappe 132 kann ζ. ί*.
mit Hilfe eines Steuernockens 137, wie aus Fig. 19 ersichtlich, vorgesehen werden. Der Steuernocken hat im einzelnen
drei benachbarte Nockenflächen 137a, 137b und 137c. Eine
Exzenterrolle 138 wird gegen die Nockenflächen 137a, 137b
oder 137c gedrückt, wobei eine Versetzung der Exzenterrolle 138 über einen nicht dargestellten Nockenhebel, auf den die
Exzenterrolle 138 befestigt ist, einen Verbindungsstab usw. als Drehbewegung auf eine Welle 133 übertragen wird, an der
die Verschlußklappe 132 befestigt ist. Demzufolge wird die Verschlußklappe 132 derart gesteuert, daß sie bei der Nockenfläche
137c des Steuernockens 137 die Phantomposition l*2c.
bei der die Verschlußklappe am weitesten geöffnet ist, b^i
der folgenden Nockenfläche 137b die Zwischenstellung und bei der Nockenfläche 137a die geschlossene Position 132 einnimmt.
Die Nockenplatte 137 ist an der oben erwähnten, in Fig. 16 gezeigten Nockenwelle 121 befestigt, so daß demzufolge
die Verschlußklappe 132 in taktmäßiger Beziehung zur Bewegung der Tellerdrehplatte 4 arbeitet. Im einzelnen wird
der Vorschub bzw. die Bewegung der Drehplatte 4 um einen Winkelabstand nur bewirkt, wenn die Exzenterrolle 138 mit
der Nockenfläche 137b in Berührung steht und in der Zwischenwirkt
zeit lediglich eine Saugkraft am Saugmund 16, während die anderen Elemente, d. h. die Schneideinrichtung 10 und das
Saugrohr 71 zur Einführung des Fadenendes von keiner Saugkraft beaufschlagt werden.
Nach Drehung der Drehplatte 4 um einen Winkelabstand und
wenn die Exzenterrolle 138 mit der Nockenfläche 137a in Berührung steht, nimmt die Verschlußklappe 132 ihre Schließstellung
ein, und nachdem die Saugkraft des Saugmundes einmal unwirksam gemacht wurde, kommt dann die Exzenterrolle
138 mit der Nockenfläche 137c in Berührung, wodurch die Verschlußklappe ganz geöffnet wird und eine Saugkraft
auf alle Saugpositionen einwirken kann.
Die Wirkungsweise der Fadenende-Suchvorrichtung, die die
oben erwähnten Mechanismen einschließt, wird nachfolgend beschrieben.
Wie aus Fig. 11 ersichtlich, bewegt sich ein Teller Ta, der in Richtung der Pfeilmarke 3 auf dem Förderer 87 zugeführt
wurde und auf dem eine Spinnspule la aufgesetzt ist, an der Vorderseite eines Fotozellen-Sensors PS vorbei und
wird in einen Aufnahmeeinschnitt 5a der Drehplatte 4 eingeführt,
der in der Tellereinlaßstation A in Bereitstellung steht. Während der Fotozellen-Sensor PS den Durchgang des
Tellers erfaßt, wird die Drehplatte 4 um einen Winkelabstand in Richtung einer Pfeilmarke 6 gedreht, und zwar
nach einer Verzögerung von festgelegter Dauer, die mittels eines Zeitgebers erhalten wird. Mit anderen Worten, erfaßt
der Fotozellen-Sensor PS keinen Durchgang eines Tellers, so wird die Drehplatte 4 überhaupt nicht gedreht, demzufolge
liegt stets ein Teller in jedem der Aufnahmeeinschnitte 5a bis 5e der Drehplatte 4 in den Bearbeitungsstationen A bis E vor und der Zustand, daß ein Teller in.
irgendeiner der Stationen A bis E fehlt, wird niemals
eintreten. Es ist jedoch zu erwähnen, daß einer der der Entladestation F folgenden Aufnahmeeinschnitte 5g und 5h
manchmal einen Teller aufnehmen kann, während der andere leer ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird eine Spule,
bei der ein Fadenende-Suchvorgang fehlgeschlagen hat, nicht
von der Entladestation F auf den Förderer 87 ausgetragen,
sondern sofort über die Umleitstationen G und H zur Einlaßstation A zurückgeführt. In der Station A wird die
Spule durch die Steuereinrichtung so gesteuert, daß sie wieder einem Fadenende-Suchvorgang unterzogen wird, und
zwar vor irgendeiner auf dem Förderer 87 befindlichen anderen Spule .
Eine bei der Bearbeitungsstation B angekommene Spule Ib
. wird mit Hilfe der Schneideinrichtung 10 bearbeitet, wie
in den Fig. 3 bis 6 gezeigt, so daß ein um ein unteres Ende der Spule gewickeltes Fadengebinde 9 gelöst und getrennt
wird.
Anschließend wird die Spule von der Station B zur Station
C weiterbewegt} wo die Friktionsrolle 11 in Berührung mit
dem Teller Tc gelangt und die Spule Ic in Fadenwickelrichtung dreht, so daß der gelöste Faden, der sich zwischen
der Spule Ic und der Schneideinrichtung 10 in der Station
B erstreckt, auf einer Oberfläche einer sich auf der Spule
Ic befindenden Fadenschicht aufgewickelt wird. Es ist zu
erwähnen, daß in diesem Fall das Wickeln des Fadenendes nicht bedeutet, daß das Fadenende ergriffen und fest um
die Außenfläche einer Spule gewickelt wird, sondern das Wickeln des Fadenendes bedeutet, daß ein Faden mit einem
freien Ende lediglich passiv und leicht um eine Spule durch deren Drehung herumgewickelt wird und somit das Fadenende
überhaupt nicht so fest gewickelt wird, daß das Aufnehmen des Fadenendes in einer nächsten Station Schwierigkeiten
bereiten könnte.
Anschließend kommt die Spule zur Station D. In dieser
Station D wird die Spule Id durch Eingriff der Friktiontrolle 17 mit dem Teller Td in eine Richtung gedreht, wodurch
der Faden von der Spule gelöst werden kann; das Lösen des Fadens geschieht durch den Saugmund 16, der
neben der Oberfläche der auf der Spule Id befindlichen
Fadenschicht angeordnet ist und der- den Faden dann einsaugt. Der aufgenommene Faden wird, wie aus Fig. 7 ersichtlich,
entlang des Schlitzes 62 bewegt, um eine Streckung des Fadens zwischen der Station D und dem
Schlitz 62 zu erzielen.
Nachfolgend wird die Spule von der Station D zur Station E
- 3C
weiterbewegt. In der Station E wird der aufgenommene Faden
Y3 durch die Führungsplatten 64 in die Schneideinrichtung
60 eingeführt. Der Faden Y3 betätigt dabei einen Fadenerfassungsfühler.
Da durch das Saugrohr 71, das unterhalb des Tellers Te in der Station E angeordnet ist, ein Saugluftstrom
erzeugt wird, wird das von der Schneideinrichtung 60 geschnittene Fadenende sofort angesaugt und in die
zentrale Öffnung 18 der Spule eingeführt, wodurch der Fadenende-Suchvorgang abgeschlossen wird.
Es ist zu erwähnen, daß es beim Einführen eines Fadenendes erforderlich ist, die Öffnung an der Oberseite des zentralen
Spulenlochs 18 genau unter der Fadenschneideposition, d. h. unter der Schneideinrichtung 60, zu positionieren,
um zu verhindern, daß das Einführen des Fadens fehlschlägt.
Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist ein Führungsdraht
67 zum Steuern der Position des oberen Endes der Spule vorgesehen. Es ist andererseits jedoch auch möglich,
ein Führungselement vorzusehen, das eine abgestumpfte konische Kappe mit einer selbstausrichtenden Wirkung aufweist,
die an dem Kopf 66 einer Aufnahmespule angebracht ist, und einen Fadendurchlaßschlitz hat, der sich zwischen
einem zentralen Loch der Kappe und deren Außenumfang erstreckt.
In diesem Fall muß das konische Führungselement vertikal beweglich angebracht werden.
Demzufolge befindet sich eine zur Station F gelangende Spule in einem Zustand, bei dem ein Fadenende mit festgelegter
Länge von der Spulenoberseite in die zentrale Öffnung der Spule herabhängt. Diese Spule wird auf den Transportweg
7 ausgetragen und einer Spulmaschine als eine Spule zugeführt, die senkrecht aufgerichtet auf einem Teller bleibt.
Es wurde vorstehend bereits erläutert, daß beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Spule, bei der das Fadenende nicht
. aufgefunden wurde, von der Station F nicht ausgestoßen,
sondern über die Umleitstationen G und H zur Station A rückgeführt
wird. Schlägt jedoch die Suche nach einem Fadenende bei einer bestimmten Spule mehrmals fehl, so führt lediglich
eine Bewegung der in der Station F vorgesehenen beweglichen
Führung 27 (Fig. 2) zur Position 27a zu einer wiederholten Zirkulation der bestimmten Spule über die Stationen A bis H.
falls das Fehlen eines Fadens mittels der Fadenerfassungaeinrichtung
in der Station E festgestellt wird, was letztlieh
in einer Unproduktivität resultiert.
Demzufolge ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine
Einrichtung vorgesehen, die den Betrieb der beweglichen Führung 27 verhindert, um eine bestimmte Spule auf den
Transportweg 7 abzugeben, falls die Zahl der Fehlschläge bei der Fadenende-Suche für die bestimmte Spule eine vorbestimmte
Zahl erreicht. Mit anderen Worten, wird eine Bypass-Schaltung vorgesehen, die eine Verfolgung einer
Spule bewirken kann, bei der der Fadenende-Suchvorgang fehlgeschlagen hat.
Wie aus Fig. 20 ersichtlich, sind die acht gleichmäßig verteilten Spulenaufnahmeeinschnitte mit Tor 0 bis Tor 7 bezeichnet.
Man nimmt nun an, daß ein Spulenaufnahmeeinschnitt,
der in der Station E, in der ein Fadenerfassungsfehler
60a vorgesehen ist, positioniert ist, mit Tor 0 und die entgegen der Drehrichtung der Drehplatte folgenden
Spulenaufnahmeeinschnitte der Reihe nach mit Tor 1 bis Tor
bezeichnet sind. Wie aus Fig. 22 ersichtlich, entsprechen dem Tor 0 bis Tor 7 Zellen bzw. Register, die mit den
numerischen Zeichen 0 bis 7 gekennzeichnet sind und ein Schieberegister 140 bilden. In diesem Fall ist für eine
einzelne Spule lediglich eine zweimalige Umführung gestattet. Hat der Fadenende-Suchvorgang bei einer Spule
dreimal fehlgeschlagen, so wird demzufolge bestimmt, daß
diese Spule auf den Transportweg 7 entladen wird. Zu diesem Zweck wird der Wert 3 in die Zähler CO bis C7 eingegeben,
die den Schieberegisterzellen 0 bis 7 entsprechen. Wird
nun angenommen, daß der Fadenendesuchvorgang bei einer Spule im Zustand der Fig. 20 fehlgeschlagen hat, so wird,
da das Schieberegister 140 bei 0 beginnt, der Inhalt des
Zählers CO durch logische UND-Verknüpfung des Registers 0
mit einem Signal, das das Fehlschlagen der Fadensuche anzeigt, zu 0. In Erwiderung auf das das Fehlschlagen der
Fadensuche anzeigende Signal wird gleichzeitig Solenoid SO für die bewegliche Führung 27 erregt, wodurch die Spule umgelenkt
wird.
Dreht sich dann die Drehplatte 4 um einen Winkelabstand weiter, wie aus Fig. 21 ersichtlich, so schreitet dann das
Schieberegister 140 in Erwiderung auf ein Drehplattendrehsignal L zum Register 1 fort, und schlägt hier der Fadenende-Suchvorgang
fehl, so wird der Inhalt des Zählers Cl zu 1. Demzufolge wird auch in diesem Fall das Solenoid SO erregt,
wodurch die bestimmte Spule in gleicher Weise umgelenkt wird. Schließt die Drehplatte 4 eine Drehung ab, wodurch
das Tor 0 wieder zu der Station gebracht wird, bei der das Fehlschlagen der Suche erfaßt wird, so kehrt das Schieberegister
140 zum Register 0 zurück. Schlägt die Suche wieder fehl, so wird der Inhalt des Zählers CO durch
Addition von 1 zum früheren Inhalt 1 gleich 2. Auch in diesem Fall wird das Solenoid 50 erregt, so daß die Spule,
bei der der Fadenende-Suchvorgang zum zweiten Male fehlgeschlagen hat, wieder umgelenkt wird.
Wird auf diese Weise der Inhalt des Zählers CO zu 3, so wird eine Ausgangsgröße des Zählers CO als Solenoiderregungs-Sperrsignal
verwendet, so daß die Spule nun auf den Transportweg 7 ausgestoßen wird. Anschließend wird der Zähler
CO zurückgesetzt.
Ist jedoch der Fadenende-Suchvorgang beim zweiten oder
dritten Mal erfolgreich, so wird der dem Tor entsprechende
Zähler zurückgesetzt, und zwar in Übereinstimmung mit der logischen UND-Verknüpfung des Registers des Schieberegisters
mit einem eine erfolgreiche Suche anzeigenden Signal. Gleichzeitig wird die Spule, bei der ein Fadenende
erfolgreich gefunden wurde, auf den Transportweg 7 ausgestoßen, da das Solenoid SO nicht erregt wird.
Auf diese Weise kann eine Spule so lange entlang der Dreh-IQ platte zirkulieren und einem Fadenende-Suchvorgang unterzogen
werden, bis die Anzahl der Fehlschläge beim Suchen eines Fadenendes einen bestimmten Wert erreicht.
Es ist zu erwähnen, daß nur dann, wenn ein regulärer Fadenende-Suchvorgang für eine Spule wieder durchgeführt
wird, bei der der Fadenende-Suchvorgang fehlgeschlagen hat,
eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, daß der Fadenende-Suchvorgang wieder fehlschlägt. Zu diesem Zweck ist es
vorteilhaft, z. B. in der Umleitstation G oder H eine Modifizierungseinrichtung
vorzusehen, wie z. B. eine gezahnte Sucheinrichtung, die zur Suche eines Fadenendes in
Berührung mit der Oberfläche einer auf der Spule befindlichen Fadenschicht steht, oder ein elastisches Plattenelement,
das auf die Oberfläche einer sich auf einer Spule befindenden Fadenschicht auftrifft, um das Lösen des Fadenendes
von der Fadenschicht zu erleichtern. In diesem Fall wird die Fadenschichtoberfläche auf einer normalen Spule
nicht beschädigt, da eine Spule, bei der das Fadenende beim ersten Mal erfolgreich aufgefunden wurde, der Modifizierungseinrichtung
nicht unterworfen wird.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, kann gemäß der Erfindung eine Spule einem Fadenende-Suchvorgang
unterzogen werden, während diese aufrecht auf einem Teller
gehalten wird, d. h. ohne dabei vom Teller abgezogen zu
werden. Demzufolge kann das Fadenende mit hoher Geschwindigkeit
gesucht werden, d. h. im Vergleich zu einer bekannten Vorrichtung zwei- oder dreimal schneller.