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Plattformwaage mit wechselnder Reklame. Den Gegenstand der Erfindung
bildet eine Plattformwaage, bei welcher von der beweglichen Trittplatte aus durch
ein Triebwerk eine Reklameeinrichtung für wechselnde Reklame bewegt wird.
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Gemäß der Erfindung erfolgt die Schaltung des Reklamegetriebes vor
Beendigung des Wiegevorganges, zum Zwecke, die Feineinstellung der Waage nicht durch
die Bewegung der gröberen und härter arbeitenden Reklamegetriebeteile zu stören.
Man erreicht dies auf einfache Weise dadurch, daß die Verbindung des Triebgestänges
der Waage mit dem der Reklameeinrichtung vor dem gänzlichen Niedertreten der Plattform,
also vor der endgültigen Einstellung der Waage, unterbrochen wird. Z. B. kann die
die Bewegung der Plattform auf das Waage- und Reklamegetriebe übertragende Stange
geteilt sein und der auf die Waagevorrichtung einwirkende Teil, nach beendigter
Reklameeinstellung, durch Keilwirkung o. dgl. aus dem Bereich des Reklamegestänges
gebracht werden.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß von dem geteilten
Triebgestänge zugleich mehrere Anzeigerollen, -tafeln u. dgl., also etwa serienweise
angeordnete Reklamen, zwecks Wechselns der Bilder geschaltet werden. Die serienweise
Schaltung solcher Reklamen ist zwar an sich bekannt, jedoch wurde sie nur bei größeren,
nur für Reklamezwecke, also ohne Nebenapparate benutzte Einrichtungen verwendet,
während man sich bei Reklamewaagen damit begnügte, von einer weitergeschalteten
umlaufenden Scheibe jeweils ein neues Segmentstück vor die einzige Öffnung der Schaufläche
zu führen. Hierbei war man selbstverständlich auf kleine, dem Kreissektor angepaßte
Darstellungen beschränkt und konnte keine Massenwirkung erzielen. Durch die Anwendung
der an sich bekannten wechselnden Serienreklame bei öffentlichen Waagen und ihre
Vereinigung mit der für einfache Scheiben bekannten selbsttätigen Schaltung der
Reklame bei Waagen erhält die bisher unbeachtete Plattformwaage einen erhöhten Wert.
Sie wird mit weit mehr Interesse benutzt, und die Reklamen finden mehr und aufmerksamere
Beobachter.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
mit weggelassenem Waagegestänge in Abb. r im Aufriß von vorn und in Abb. 2 im Längsschnitt
von der Seite gesehen.
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Das hohle Gestell e steht an der einen Seite der Plattform mit einer
Kammer 3 in der Plattform in Verbindung und trägt an seinem oberen Ende einen Kasten,
welcher auf der der Plattform zugekehrten Seite eine Reihe wagerechter Öffnungen
5 aufweist. Hinter jeder Öffnung ist ein Reklameträger in der Form einer Rolle 6
von dreieckigem Querschnitt angeordnet, und jede Rolle hat drei Seiten mit Aufschriften.
Jede Rolle hat an ihrer Achse Zapfen 7, die in den Wänden des Gehäuses gelagert
sind, damit jede Seite
in der zugehörigen Öffnung 5 erscheinen kann.
Die Öffnungen 'sind von solcher Gestalt, daß sie die vollständige Seite mit den
Aufschriften fast ganz erscheinen lassen. Die Rollen sind mit einer Zahnradkette
8 verbunden, in welche die Zahnräder g auf den Rollen eingreifen. Durch die Kette
werden die Rollen gleichmäßig gedreht und stets die gleichen Seiten vor die Schauöffnungen
gebracht. Auf einer Rollenachse ist eine unrunde Scheibe io vorgesehen, in deren
Rasten ii sich eine Federrolle o. dgl. einlegt, um die Rollen 6 in .der richtigen
Stellung vor der Schauöffnung zu sichern. Die Bewegung der Reklamerollen erfolgt
durch die Hilfsplattform 18, welche bei i g am Gestell gelenkig befestigt und niedergedrückt
in gleicher Ebene mit der Oberkante der Plattform ist. Ein Hebel 2o ist in der Kammer
3 bei 21 drehbar gelagert und an seinem vorderen Ende durch einen winkligen Ansatz
22, der durch eine Öffnung in der festen Plattform 4 hindurchreicht, mit der Hilfsplattform
verbunden. Das andere Ende des Hebels greift an das untere Ende einer Stange 23a-23
an, welche senkrecht verschiebbar in dem Gestell 2 befestigt ist. Der obere Abschnitt
23 der geteilten Stange hat ein Kopfstück 24 mit einem Ausschnitt 25, in welchen
ein Zapfen 26 des Hebels 27 eingreift. Der Hebel27 ist bei 28 drehbar gelagert und
durch ein Gelenk 29 mit einer Klaue 30a verbunden, welche mit einer Sperrkette 3,a
zusammenarbeitet. Diese Kette liegt auf den Kettenzahnrädern 32 und 33, von denen
eins auf der Achse der untersten Rolle 6 sitzt. Wenn die Stange 23 durch die Abwärtsbewegung
der Hilfsplattform 18 aufwärts geht, wird die Klaue 30a vom Gelenk 2gdes Hebels
27 abwärts gezogen und nimmt die Kette 31a so weit mit, als zum Wenden der unteren
Rolle 6 für das nächste Bild nötig ist. Hierbei stellen sich die übrigen Rollen
6 selbsttätig ein. Spiralfedern 30 ziehen die Stange 23 nach Freiwerden der Plattform
wieder abwärts, und die Klaue 30a gleitet leer an der Kette 31a entlang.
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Wenn die Stange 23 dauernd mit dem Hebel 2o fest verbunden wäre, würde
die feine Einstellung der Waage gestört werden. Es ist daher eine Einrichtung vorgesehen,
um die Verbindung zwischen dem Reklame- und Waagetriebwerk zu unterbrechen, wenn
die Drehung der Rollen 6 beendet ist. Zu diesem Zwecke sind die Stangenabschnitte
23-23a im Ruhezustand von ihrer gleichgerichteten Stellung durch einen Querzapf
en 31 abgehalten, welcher mit einem keilförmigen Ansatz 32 am unteren Abschnitt
23d zusammenarbeitet. Eine Feder 33 zieht den genannten Abschnitt dauernd gegen
den Zapfen. Wenn der Abschnitt 23a aufwärts bewegt wird, stößt der Keil 32 gegen
den Zapfen 31 und bewegt den Abschnitt 23a von dem Abschnitt 23 weg. Hierbei ruht
der Stangenabschnitt 23 zunächst noch mit der Nase 34 auf 23a auf und wird mit hochgenommen,
bis die Drehbewegung der Rollen 6 beendet ist. In diesem Moment ist der Stangenteil
23" so weit nach rechts gedrückt worden, daß er von der Nase 34 abgleitet,
so daß das obere Stangenstück 23 nicht mehr mitgenommen Wird. Die Verbindung zwischen
der Hilfsplattform und den Reklamerollen ist unterbrochen. 23` ist jetzt
frei, und das Waagegetriebe kann ungestört arbeiten. Beim Rückgang von
23' gleiten die beiden Keilnasen 32, 34 aneinander vorbei, und die Stangenteile
23, 23a gelangen wieder in die Ruhestellung (Abb. i).
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An Stelle der gezeichneten Serienschaltung des Reklamegetriebes kann
auch eine andere ähnliche Einrichtung treten; die Rollen 6 können auch runde Form
haben und durch Zahnräder o. dgl. Getriebe gemeinschaftlich gedreht werden.