DE890751C - Für Aufnahmegeräte mit auswechselbaren Objektiven bestimmter Sucher - Google Patents
Für Aufnahmegeräte mit auswechselbaren Objektiven bestimmter SucherInfo
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Description
Sucher
(Ges. v. 15. 7. 51)
Aufnahmegeräte für photographische oder kinematographische Zwecke rüstet man zur Erzielung
einer möglichst vielseitigen Verwendbarkeit und zur Anpassung des Apparates an die verschiedenartigen
auftauchenden Aufnahmeverhältnisse oft mit Auswechselobjektiven aus; sei es, daß man
diese Objektive gemeinschaftlich an einem ständig an dem Aufnahmegerät verbleibenden, revolver-
oder schieberförmigen Träger anbringt, sei es, daß man sie einzeln gegeneinander austauschbar in eine
Wechselfassung am Gerät selbst einsetzen kann. Um nun den Bildausschnitt, der vom jeweils in
Arbeitsstellung befindlichen Objektiv erfaßt wird, richtig beurteilen zu können, ist es erforderlich,
auch die am Aufnahmegerät vorhandene Suchereinrichtung bzw. eine solche, die mit einem einblicksgleichen
Entfernungsmesser verbunden ist, in bezug auf den von ihr erfaßten Bildwinkel dementsprechend
zu verändern. Da ferner die Suchereinrichtung mit ihrer Längsachse nicht mit der
optischen Achse des Objektivs zusammenfällt, muß auch darauf Bedacht genommen werden, daß diese
Differenz zwischen Beobachtung^- und tatsächlichem Aufnahmeort ausgeglichen werden kann, um eine
einwandfreie Überprüfung des Bildausschnittes vornehmen zu können. Mit anderen Worten: der
Sucher soll in Hinblick auf die Auswechselobjektive einen Bildfeldschwund- und -parallaxausgleich erhalten.
Anordnungen, die einen solchen zweifachen Ausgleich ermöglichen, sind an sich bekannt. Eine
Bauform dieser Art arbeitete mit zwei in den
Sucherstrahlengang eingeschalteten Blenden, deren eine feststand, während die andere in ihrer Ebene
parallel zu sich selbst in schräger Richtung quer zur Achse des Sucherstrahlenganges zu der ersten
Blende dadurch verschiebbar war, daß sie dem Einfluß eines Nockens an dem gerade eingesetzten
Auswechselobjektiv unterstand; dabei war die
Form dieses Nockens jeweils abgestimmt auf die Einstellentfernung des Objektivs, dergestalt, daß
ίο für ein bestimmtes Objektiv und für eine gewisse
Entfernungseinteilung desselben sich die dazu passende, ausgezeichnete Bildfeldgröße und der zugehörige
Parällaxausgleich ergab. Eine zweite Bauform benutzte nur eine in den Sucherstrahlengang
eingeschaltete einzige Blende, die ebenfalls von einer am gerade eingesetzten Objektiv angebrachten
Kurve aus verstellbar war, und zwar in der Weise, daß sie einerseits in Richtung der
optischen Achse des Suchers und andererseits dabei gleichzeitig um einen entsprechenden Betrag
parallel zu sich selbst auf das Objektiv zu bewegt wurde. Erstere Teilbewegung diente dem Ausgleich
des Bildfeldschwundes, die letztere Teilbewegung dem Ausgleich der Parallaxe. Eine dritte Bauform
sah vor, für den Ausgleich des Bildfeldschwundes vermittels irgendwelcher, den Sucherstrahlengang
entsprechend beeinflussender Blendenelemente eine an den auswechselbaren Objektiven jeweils angebrachte Kurve von passender Formgebung heranzuziehen,
die über einen sich dagegen legenden doppelarmigen Abtasthebel einen mit den Blendenelementen
in Verbindung stehenden Zahnradtrieb betätigte. Der Parallaxausgleich der hierbei als
Kasten- oder Fernrohrsucher ausgebildeten Beobachtungseinrichtung erfolgte dadurch, daß ein
von einer Entfernungsmeßvorrichtung aus gesteuertes Organ das eine Ende des Suchers entsprechend
anhob oder senkte. Allen diesen bekannten Anordnungen war gemeinsam, daß der BiIdfeldschwund
dadurch ausgeglichen wurde, daß das Gesichtsfeld bei Objektiven mit entsprechend kleinerem
Bildwinkel in seiner Gesamtheit demgemäß beschnitten wurde; die Folge davon war ein Gesichtsfeld
von kleinen Abmessungen in Höhen- und Seitenrichtung, das schwer zu beobachten war und
auch eine einwandfreie Bettrteilung des Ausschnittes
auf bildmäßige Qualität nicht zuließ.
Der neue Vorschlag bezieht sich ebenfalls auf einen für Aufnähmegeräte mit auswechselbaren
Objektiven bestimmten Sucher mit Ausgleich des Bildfeldschwundes und der -paraHaxe in Anpassung
an das jeweils in Arbeitsstellung befindliche Objektiv und dessen Entfernungseinstellung. Das
Hauptkennzeichen der Erfindung ist darin zu erblicken, daß die Betätigungsmittel für die diesen
doppelten Ausgleich bewirkenden Organe außerdem noch Einrichtungen steuern, die eine Wiedergabe
des Sucherbildes in ständig gleichbleibender Größe für eine Objektiveinstellung auf go, unabhängig
vom gerade in Arbeitsstellung befindlichen Objektiv, ermöglichen. Auf diese Weise erhält der
das Aufnahmegerät Benutzende eine einwandfreie Vergleichsmöglichkeit für die Bildwirkung bei
bestimmten Objektiven; hierdurch wird also die Schnelligkeit des Arbeitens verbessert und erleichtert.
Für die Ausbildung der Einrichtung zur Wiedergabe des Sucherbildes in ständig gleichbleibender
Größe werden zweckmäßige Ausgestaltungen aufgezeigt, die· an sich bekannt sein mögen, aber im
vorliegenden Fall in besonderer Weise mit den bei einem Objektivwechsel in Tätigkeit tretenden Organen
in Verbindung gebracht sind. Um einen möglichst vollkommenen Ausgleich des Bildfeldschwundes
zu erzielen, soll, woran weiter gedacht ist, bei einer Einregeking deis in Arbeitsstellung
befindlichen Objektivs im Bereich zwischen 00 und Nah ein ebenfalls an sich bekanntes System von Blendenelementen benutzt
werden, wobei die letzteren in Abhängigkeit von der Betätigung der Entfernungseinstellorgane für
das Objektiv gegeneinander parallel zu sich selbst verstellbar sind. Die Verstellbewegung dieser
Blendenelemente wird vorteilihafterweise durch ein Lenkersystern bewerkstelligt, das einen, dem Einnuß
der Objektivverstellung und der Entfernungsausrichtung unterstehenden Hebel aufweist, an. dem
das eine Blendenelement unmittelbar angelenkt ist und der über einen Steg mit einem zweiten, das
andere Blendenelement haltenden Hebel gekuppelt ist, wobei die Lagerpunkte für die beiden Hebel
und die Anlenkpunkte für den Steg an ihnen so zueinander liegen, daß sich eine gegenläufige Bewegung
der Blendenelemente ergibt. Für die Verbindung der Hebel des Lenkersystems mit eimer
Grundplatte sowie der letzteren mit den Beobachtungsorganen für den Bildfeldschwundausgleich
und für den Parallaxausgleich werden zweckmäßige Einzelheiten angegeben; ebenso auch für
eine besondere Ausbildung der Blendenelemente. Für kurzbrennweitige Objektive, die einen die
ganze Aufnahmeszene erfassenden Schärfentiefenbereich besitzen, kann die Anordnung so getroffen
werden, daß das die Blendenelemente steuernde Lenkersystem nur einen Parallax-, jedoch keinen
Bildfeldschwundausgleich herbeiführt. Schließlich ist für diejenigen Fälle, bei denen eine Veränderungsmöglichkeit
der Größe des Sucherbildfeldes für bestimmte Objektive in Frage kommen
kann, daran gedacht, Mittel vorzusehen, die in Abhängigkeit von der Umschaltung des Suchersystems
je nach der Überführung der betreffenden Objektive in die Arbeitsstellung eine zusätzliche
Bewegung der Blendenelemente im Sinne einer Veränderung der Bildfeldgröße hervorrufen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise-näher erläutert.
Abb. i, 2 und 3 bringen Schemata zur Erklärung der optischen Verhältnisse bei Objektiven
verschiedener Brennweite und bei dem Sucher;
Abb. 4 stellt eine Vorderansicht auf die in den Sucherstrahlengang einzuschaltenden, den Bildfeldschwund-
und -parällaxausgleich ergebenden Blendenelemente dar;
Abb. 5 zeigt ebenfalls in einem Schema den Aufbau
eines nach dem Erfindungsprinzip arbeitenden
Suchers in der oo-Einstellung des gerade in Wirkstellung befindlichen Objektivs, während
Abb. 6 in einem gegenüber Abb. 5 größeren Maßstab eine Einzelheit dazu in einem Schnitt
längs der Linie VI-VI der Abb. 5 wiedergibt;
Abb. 7 ist eine Vorderansicht auf eine Einzelheit der Anordnung nach Abb. 5, gesehen von einem
Standpunkt entsprechend Linie VII-VII aus in Richtung der eingezeichneten Pfeile.
Bei dem Schema nach Abb. 1 ist angenommen, daß an einem (nicht dargestellten) Aufnahmegerät
mit einem ausgezeichneten Bildformat B ein Aufnahmeobjektiv O1 mit einer verhältnismäßig kurzen
Brennweite ft sich in Arbeitsstellung befinden
möge, das dem Bildformat B entsprechend einen Bildwinkel Ct1 bei der Objektiveinstellung auf 00hat.
Wird nun das Objektiv O1 in eine Naheinstellung
η entsprechend der Lage O1 gebracht, was
eine Verschiebung um den Betrag V1 von der Ebene des Bildformates B weg auf das Aufnahmeobjekt
hin bedeutet, so verkleinert sich der wirksame Objektivbildwinkel auf die Größe a2, da
das Bildformat B unverändert bleibt, hingegen der Abstand des Objektivs davon vergrößert ist. Ist
nun der Sucher so abgestimmt, daß er für die Objektiveinstellung O1, also für 00, den richtigen Bildinhalt,
also eine dem Format B verhältnisgleiche Fläche, auszeichnet, so· muß er, um bei der
Objektiveinstellung auf n, also auf die Lage O1,
den richtigen Bildinhalt anzugeben, in dem letzteren Fall nur ein Bildfeld entsprechend der Größe B1
dem Beobachter darbieten. (In Abb. 1 sind zur Vereinfachung der Darstellung die Aufnahmeobjektiv-
und die Sucherstrahlengänge übereinandergezeichnet wiedergegeben.) Dieser Unterschied
der beiden Bildgrößen B und B1 wird als Bildfeldschwund S1 bezeichnet und ergibt sich auf
Grund der Beziehung:
Ersetzt man nun, wie dies in Abb. 2 angenommen
ist, das kurzbrennweitige Objektiv O1 durch ein
solches O2 von einer längeren Brennweite f2, für
die etwa bei dem Ausführungsbeispiel gewählt ist:
/a = 2' fv
so muß dieses Objektiv, wiederum bezogen auf die Einstellung 00, einen Bildwinkel ß1 besitzen, um
das unverändert bleibende Bildformat B auszuzeichnen. Bei Einstellung dieses Objektivs auf
eine Naheinstellung η wie zuvor, also bei einer
Überführung in die Lage O2, ist eine Objektivverschiebung
V2 von der Bildebene weg nach dem Aufnahmegegenstand zu erforderlich. Dabei ändert
sich der auszeichnende Bildwinkel auf den entsprechend kleineren Wert ß2 ; der zu dem Objektiv
O2 passende Sucher, der ebenfalls so abgestimmt ist, daß er für die oo-Einstellung dieses Objektivs
eine der vollen Bildgröße B entsprechende Fläche auszeichnet, muß, um eine ordnungsgemäße Betrachtung
zu ermöglichen, für die Naheinstellung des Objektivs auf O2' einen entsprechend kleineren
Bildausschnitt B2 anzeigen. (Auch hierbei sind die
Aufnahmeobjektiv- und Sucherstrahlengänge wieder ubereinandergezeich.net dargestellt.) Der in
diesem Fall eintretende Bildfeldschwund @2 ergibt
sich zu:
B-B0
■ 100 (%).
Bei einem Vergleich der Fälle gemäß Abb. 1 und 2 stellt sich somit heraus, daß die Größe des Bildfeldschwundes
Q1 und <S2 verschieden ist, und
zwar ist
oder anders ausgedrückt: Die Größe des Bildfeldschwundes nimmt mit der Länge der Objektivbrennweite
zu.
Abb. 3 bringt nun das Prinzip des Schwundausgleiches,
der bei dem Sucher anzuwenden ist, um den Erfindungsgedanken zu verwirklichen. Im Bereich
eines Sucherstrahlenganges mit einem Mittelstrahl I-I sind in einem gewissen Abstand von der
SucheraustrittspupiHe α zwei Blendenelemente 1
und 2 angeordnet, die, wie insbesondere Abb. 4 erkennen läßt, L-förmige Gestalt haben und hintereinander
so gelegen sind, daß sich ihre Schenkel paarweise überdecken. Die Blendenelemente 1 und 2
sind in besonderer, weiter unten noch näher erläuterter Weise mechanisch derart miteinander gekuppelt,
daß sie sich beide entweder aufeinander zu- oder voneinander fortbewegen. Hierdurch läßt
sich die ursprüngliche Sucherbildfeldgröße S entsprechend so verändern, daß ihr Größtwert jeweils
zur Objektiveinstellung auf 00 paßt. Die Naheinstellung der Objektive, also etwa von O1 auf O1
oder von O2 auf O2, bedingt dann eine Sucherbildfeldgröße
S1 bzw. S2'. Die Blendeneinstellung
für die oo-Stellung sämtlicher in Betracht
kommender Objektive ergibt einen Sucherbildwinkel a± = ßt —■. . ., da die Voraussetzung gemacht
worden war, daß die Sucherbildfeldgröße für alle Objektivbrennweiten gleich sein sollte bei der
oo-Einstellung. Wird nun aber das Objektiv O1 auf die Naheinstellung O1 gebracht, so entspricht
dies- einer Sucherbildfeldgröße S1' mit einem
Süeherbildwinkel a2 und entsprechend bei einer Verstellung des Objektivs O2 auf die Naheinstellung
O2 einer Sucherbildfeldgröße S'2 mit
einem Süeherbildwinkel ß2.
Für die Erzielung eines derartigen Bildfeldschwundausgleiches
durch Verstellung der beiden Elemente ι und '2' gegeneinander sind zwei Wege
gangbar, indem diese Blendenelemente vermittels hier nicht dargestellter Betätigungs- und Übertragungsglieder
a) quer zum Mittelstrahl I-I des Suchers um entsprechende Beträge Q1 bzw. Q2 verstellt oder
b) axial zu dem genannten Mittelstrahl um Entfernungen P1 bzw. P2 parallel zu sich selbst verschoben
werden (vgl. dazu Abb. 3).
Die letztere Art des Ausgleichs ist vorteilhaft bei Suchern mit bei der Beobachtung nicht scharf siehtbaren
Sucherbildfeldbegrenzungen, also etwa bei
Newton-Suchern oder nach Art von Galileischen Fernrohren aufgebauten Suchereinrichtungen. Hingegen
ist ein Ausgleich nach a) überall dort zweckmäßig, wo die Bildfeldbegrenzungen an der Stelle
eines scharfen Zwischenbildes des Suchers liegen, also etwa bei Fernfohrsuchern üblicher Art. Jedoch
sei bemerkt, daß unter Umständen auch bei Newton-Suchern und als Galileische Fernrohre
ausgebildeten Suchern die Ausgleichsmethode ίο nach a) angebracht sein kann. Wie diese Bewegungen
Q1, Q2 bzw. P1, P2 sich erzeugen lassen,
geht beispielsweise aus dem Folgenden hervor: Bei der Ausführungsform nach Abb. S bis 7 sind,
wie vornehmlich Abb. 5 erkennen läßt, an einem am Aufnahmegerät 3 um die Achse H-II drehbar angebrachten,
revolverartigen Kopf 4 die Objektive O1, O2 ... von verschiedener Brennweite befestigt, und
zwar so, daß sie gegenüber dem Kopf 4 noch in bezug auf die jeweils in Frage kommende Ehtfernung
einstellbar sind. Der Kopf 4 ist an geeigneter Stelle mit zu den verschiedenen Objektiven
O1, O2 ... passenden, also in Hinblick auf
deren Brennweite abgestimmten Kurven 5°, Sb · ■ ■
versehen, gegen die eine unter Spannung einer (nicht dargestellten) Feder stehende Stoßstange 6
sich mit ihrem einen Ende legt, während das andere Stangenende mit dem einen Ende eines um einen
gerätefesten Drehzapfen 7 verschwenkbaren doppelarmigen Hebels 8 zusammenarbeitet. Am entgegengesetzten
Ende trägt der letztere Hebel 8 ein Zahnsegment 9, das mit einem Zahnrad 10 im Eingriff
steht, mit dessen Welle 11 ein in seiner Gesamtheit mit 12 bezeichneter Sucher verbunden ist; der
Sucher 12 ist also in bezug auf seine im folgenden erwähnte Schwenkachse gleichachsig mit der Welle
11 angeordnet.
Der Sucher 12 umfaßt beim Ausführungsbeispiel
drei jeweils aus zwei 'Einzelgliedern bestehende Linsensätze 13 von untereinander verschiedener
Brechkraft, die wahl- und wechselweise in den Bereich des Beobachtungsstrahlenganges I-I für einen
Benutzer 14 des Aufnahmegerätes schaltbar sind. Zwischen dem Augenort des Beobachters 14 und
das hintere Einzelglied jedes Linsensatzes· 13 ist ein
um die Achse I-I verdrehbares Okularteil 15 eingefügt,
auf dessen dem Beobachter 14 zugewandter Stirnfläche eine Entfernungsskala 16 angebracht ist
(vgl. dazu insbesondere auch Abb. 7). Diese Skala 16 ist bei dem in Arbeitsstellung befindlich gezeichneten
Objektiv O1 gegenüber einer Indexmarke 17"
ausrichtbar, die auf einer Kreisringscheibe 18 aufgetragen ist und neben der noch- beidseitig eine an
sich bekannte Schärfentiefenskala 19° angeordnet ist. Die Kreisringscheibe 18 ist gegenüber dem
Aufnahmegerät ebenfalls um die Achse I-I drehbar
gelagert und weist eine der Zahl der Auswechselobjektive entsprechende Zahl von weiteren Indexmarken
176, I7C... und dazu passenden Schärfentiefenskalen
19*, I9C.. . auf. Die Scheibe 18 ist
6a hinter einer gerätefesten Abdeckung 20 gelegen, die
einen jeweils einen Schärfentiefenbereich umfassenden Fensterausbruch 21· aufweist, so daß immer nur
eine Indexmarke 17° oder 17* oder.. . nebst
Schärfentiefenskala 19° oder 196 oder ... für den
Beobachter 14 sichtbar ist. Die Scheibe 18 steht über einen Zwischentrieb 22 gleichfalls mit dem
Zahnrad 10 in Verbindung. Auf dem Okularteil 15
ist nach dem Gehäuseinnern zu noch eine Kurvenscheibe 46 befestigt, die bei einer Drehung desiTeils
15 um die Achse I-I entsprechend mit verschwenkt wird; der Zweck dieser Kurvenscheibe 46 ist unten
erläutert.
Vor dem objektsei tig. gelegenen Einzelglied der Linsensätze 13 -am Sucher 12 sind die schon obenerwähnten,
in diesem Fall Querbewegungen Q1... gegeneinander " vollführenden Blendenelemente 1
und 2 angeordnet, die die Größe des jeweils wirksamen Bildfeldes bestimmen. Auf das Blendenelement
2 wirkt in der aus" dem Folgenden ersichtlichen" Weise ein um einen gerätefesten Drehpunkt
23 drehbar gelagerter Hebel 24 ein. Durch die jeweilige Verschwenkung des Hebels 24 um den
Festpunkt 23 "wird die zur Erzielung eines entsprechenden Bildfeldschwundausgleiches nötige
Verstellung Q1, Q2 ... erreicht. Der Hebel ist an
seinem vom Drehpunkt abgewandten Ende mit einem Langloch 25 versehen. Ein Langloch 26
gleicher Art ist an einer daruntergelegenen Grundplatte 27 vorhanden, die gegenüber dem Gehäuse
des, Aufnahmegerätes 1 längs verschieblich unter
dem Einfluß einer Feder 48 ist und über die im folgenden noch Näheres gesagt wird. Die beiden
Langlöcher 25 und 26 überdecken sich in der in Abb. 5 wiedergegebenen Stellung (vgl. dazu auch
noch Abb. 6). Durch diese beiden Langlöcher greift ferner ein Zapfen 28 hindurch, der an einem unterhalb
der Grundplatte 27 befindlichen, am Hebel 8 bei 49 drehbar gelagerten, weiteren Hebel 29 befestigtist.
Die Grundplatte 27 trägt weiterhin ein in seiner Längserstreckung etwa senkrecht zu dem
Langloch 26 angeordnetes zweites Langloch 30, in dem sich ein drehbarer Lagerzapfen 31 verschieben
kann. Am Zapfen 31 ist unterseitig der Grundplatte 27 ein Zahnrad 32 befestigt, während darauf
oberseitig der Platte eine Kurvenscheibe 33 aufgekeilt ist. Gegen die Kurvenfläche 50 des Bauteils
33 legt sich ein Hebel 34, der bei 35 schwenkbar auf der Grundplatte 27 gelagert ist und der unter
dem Einfluß einer ebenfalls mit ihrem einen Ende an der Grundplatte 27 angelenkten Feder 36 gegen"
die Kurvenfläche 50 gedrückt wird. An diesem Hebel 34 ist das eine Blendenelement 2 durch Einhängen
od. dgl. befestigt. Um ein ständiges Anliegen der Kurvenscheibe 33 an dem Hebel 24 zu
erzielen, ist der die Scheibe 33 tragende Lagerzapfen 31 mit dem Hebel 24 durch eine Feder 42
in Verbindung gebracht, die das Bestreben hat, die zusammenarbeitenden Teile 33 und 24 einander zu
nähern.
Mit dem Hebel 34 ist weiterhin an einem zwischen dem Drehpunkt 35 und der Befestigung
der Blende 2 gelegenen Antenkpunkt 37 ein Steg 38 gelenkig verbunden, der mit einem ebenfalls auf der
Grundplatte 27 bei 39 verschwenkbar gelagerten weiteren Hebel40-gekuppelt ist, an dessen einem
Ende das andere Blendenelement 1 angebracht ist.
Da die Koppelstelle 41 des Hebels 40 mit dem Steg
38 jenseits des Lagerpunktes 39, bezogen auf die Verbindungsstelle zwischen den beiden Bauteilen 2
und 40, liegt, ergibt sich für die durch das Lenkersytem 34, 38, 40 miteinander verbundenen Blendenelemente
ι und 2 entweder eine Bewegung aufeinander zu oder voneinander weg parallel zu ihrer
Oberfläche, sobald eben auf den Hebel 34 eine Bewegung gegeben wird.
Zu erwähnen ist noch, daß die mit dem Okularteil 15 verbundene Kurvenscheibe 46 sich mit ihrer
Kurvenfläche gegen einen Fortsatz 47 an der Grundplatte 27 legt.
Wie Abb. 5 schließlich noch erkennen läßt, ist
*5 ferner eine Zahnstange 43 mit zwei Verzahnungen
44 und 45 vorgesehen, von denen die eine, 44, in das
Zahnrad 10, die andere, 45, in das Zahnrad 32 eingreift. Die Zahnstange 43 ist längs verschieblich
zu sich selbst gegenüber dem Gehäuse des Aufnahmegerätes 3 geführt und steht außerdem noch
unter dem Einfluß einer in der Gegend der Verzahnung 45 wirksamen Druckfeder 51, die den Eingriff
zwischen dieser Verzahnung und dem Zahnrad 32 aufrechterhält.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung beim Arbeiten ist folgende: Es sei angenommen, daß von
dem bisher benutzten Aufnahmeobjektiv O1 auf das
Objektiv O2 übergegangen werden soll. Das bedingt eine Verschwenkung des Objektivrevolvers 4 um
seine Drehachse H-II, wodurch an Stelle der bisher an der Stoßstange 6 anliegenden Kurve-50 die
Kurve 5* zum Zusammenarbeiten mit dieser Stange gelangt. Das hat eine Verschwenkung des doppelarmigen
Hebels 8 um seine Lagerung 7 zur Folge.
Hierdurch wird einmal durch Vermittlung des Zahnsegments 9 und des Zahnrades 10 der Sucher
12 um die Achse der Welle 11 so gedreht, daß der
zu dem Objektiv O2 passende Sucherlinsensatz in den Bereich des Suchermittelstrahles I-I gelangt.
Zum anderen wandert dadurch beispielsweise der Anlenkpunkt 49 für den Hebel 29 aus der ausgezogenen
wiedergegebenen Stellung in die gestrichelte Lage 49+ und demzufolge auch der mit
ihm verbundene Lagerzapfen· 28 aus seiner bisherigen Lage in die neue 28+; dies entspricht einer
seitlichen Auswanderung des Teils 28 um einen Betrag x.
Wird jetzt zwecks richtiger Entfernungseinstellung des Objektivs O2 das Okularteil 15 um
die Achse I-I derart gedreht, daß die am Teil 15 befindliche
Entfernungsskala 16 mit dem maßgeblichen Entfernungswert sich gegenüber der für
das Objektiv O2 in Betracht kommenden Indexmarke i7& befindet (durch die Drehung des Zahnrades
10 ist auch gleichzeitig über den Zwischentrieb 22 die Kreisringscheibe 18 entsprechend mit
verstellt worden), so wird dadurch auch die Kurvenscheibe 46 entsprechend mitgenommen, was eine
demgemäße Bewegung der Grundplatte 27 etwa senkrecht nach unten' zu in Abb. 5 entgegen der
Wirkung der Feder 48 zur Folge hat. Diese Grundplattenverschiebung in Verbindung mit der zuvor
eingetretenen Verlagerung der Hebel 8 und 29 wirkt sich nun dahin aus, daß auf der einen Seite
der Zapfen 28 außerdem noch eine Verschiebung im gleichen Sinne wie die Grundplatte 27 nach unten
hin erfälhrt; demzufolge werden auch die Hebel 24
und 29 um ihre Anlenkpunkte 23 bzw. 49+ entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn verschwenkt. Eine
gleichsinnige Bewegung nach unten zu ergibt sich auch für den Zapfen 31, der ja über die Feder 42
mit der Grundplatte 27 gekuppelt ist, sowie für die mit ihm verbundenen Bauteile 32 und 33. Schließlich
nehmen an dieser Grundplattenverschiebung noch teil 'die ebenfalls an dem Bauteil 27 angebrachten
Drehzapfen 35 und 39 für das Lenkersystem 34, 38, 40. Auf der anderen Seite wird aber noch
dem Zapfen 31 samt den mit ihm verbundenen
Teilen 32 und 33 sowie dem ihm nachgeordneten Lenkersystem 34, 38, 40 eine zusätzliche Eigenbewegung
erteilt. Denn durch die Verlagerung des Zapfens 28 um den Betrag χ nach rechts in Abb. 5
in die Lage 28+ wirkt der Hebel 24 wie ein zweiarmiger Hebel mit den beiden Armlängen χ und y,
wobei
y = L—x,
wenn L der Abstand des Zapfens .28 von dem gerätefesten
Hebeldrehpunkt 23 ist. Das Ergebnis dieser einander sich überlagernden Einzelbewegun- go
gen der Grundplatte 27 mit den verschiedenen mit ihr in Verbindung stehenden Bauteilen, vor allem
auch der an dem Lenkersystem 34, 38 und 40 befestigten Blendenelemente 1 und 2, läuft auf eine
Gegeneinanderbewegung der letzteren Teile im Sinne eines Bildfeldschwundausgleiches entsprechend
der am Okularteil eingestellten] Entfernung für das Objektiv O2 unter gleichzeitigem
Parallaxausgleich hinaus.
Es kann nun der Fall vorkommen, daß infolge der kurzen Brennweite des verwendeten Objektivs
eine Entfernungseinstellung überhaupt nicht notwendig wird, weil eben die oorEinstellung -des Objektivs
den gesamten Schärfentiefenbereich der Aufnahmeszene erfaßt. Dann wird lediglich ein
Parallaxausgleich erforderlich, da die Größe des Sucherbildfeldes infolge des Fortfalls der Entfernungseinstellung
für das Objektiv keinen Schwund erleidet. In einem solchen Fall verbleibt der Zapfen 28 in der in Abb. 5 ausgezogenen Lage
in der Entfernung L vom Drehpunkt 23 des Hebels 24. Dieser wirkt also dabei nur als einarmiger
Hebel von der wirksamen Länge L. Die vorstehend geschilderte zusätzliche Bewegung des Zapfens 31,
die durch die Wirkung des Hebels 24 als doppelarmiger Hebel bedingt war, kommt in Wegfall, so
daß dem mit dem Zapfen 31 in Verbindung stehendem Lenkersystem 34, 38, 40 und den ihm nachgeordneten
Blendenelementen 1 und 2 lediglich eine einfache Bewegung im Sinne des angestrebten
Parallaxausgleiches erteilt wird.
Je nach der Zahl der vorhandenen Auswechselobjektive ergeben sich dank der jeweiligen Form
der Kurven 5a, 5* ... entsprechende seitliche Auswanderungen
des Lagerzapfens 28 um Beträge χ verschiedener Größe; es werden somit die ver-
schiedenen in Frage kommenden SchwundverhältiMsse
berücksichtigt.
Während bisher vorausgesetzt war, daß dem Beobachter 14 im Sucher 12 unabhängig von dem
jeweils in Arbeitsstellung befindlichen Objektiv O1, O2... stets ein Gesichtsfeld von ein und derselben
Größe 6* für die Einstellung auf 00 dargeboten
wird, kann es in gewissen Fällen erforderlich werden, die Größe des Gesichtsfeldes bei bestimmten
Objektiven zu wechseln, beispielsweise etwa deshalb, weil Sucherlinsensätze 13 von einer Brechkraft,
durch die die gegebene Sucherbildfeldgröße ordnungsgemäß ausgefüllt wird, nicht mehr untergebracht
werden können. Man wird dann zu einer entsprechenden Verkleinerung des dargebotenen
Sucherbildes greifen müssen. Um dies zu erreichen, wird der Zahnstangentrieb 43, 44, 45 verwendet.
Durch die Verschwenkung des Suchers 12 um die Welle 11 auf das betreffende Objektiv, bei dem die
Veränderung der Größe des Sucherbildfeldes eintreten soll, wird nämlich dann über die Zahnstange
43, das Zahnrad 32 und damit wieder über den fest mit ihm verbundenen Zapfen 31 auch die Kurvenscheibe
33 samt Kurvenfläche 50 mitgenommen bzw. verdreht. Die Kurvenfläche 50 ist nun in dem
für das fragliche Objektiv in Betracht kommenden Bereich so gestaltet, daß sich eine besondere
Schwenkbewegung des an dieser Fläche anliegenden Hebels 34 samt den mit ihm gekuppelten weiteren
Lenkerelementen 38 und 40 sowie den Blendenelementen 1 und 2 ergibt, die sich im Sinn
der beabsichtigten Veränderung der Bildfeldgröße auswirkt.
Um bei der Beobachtung im Sucher 12 das Eintreten
eines sich fortbewegenden Aufnahmeobjektes in das dem Aufnahmeformat entsprechende
Sucherbildfeld rechtzeitig zu erkennen, empfiehlt es sich, die Blendenelemente 1 und 2 aus
einem durchsichtigen Werkstoff herzustellen und die eigentliche Bildbegrenzung durch eine farbige
Umrahmung 52 sichtbar zu machen, wie dies in Abb. 4 angedeutet ist. Man überblickt so im Bereich
des Suchers ein größeres Bildfeld, als es tatsächlich vom Aufnahmeobjektiv aus gezeichnet
wird.
Statt wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein für alle Auswechselobjektive bei deren
Einstellung auf co1 gleich großes Sucherbildfeld
dadurch zu erzeugen, daß man einzelne, entsprechend umschaltbare Linsensätze 13 von verschiedener
Brechkraft vorsieht, kann man auch mit - einem einzigen Sucherlmsensystem sein Auslangen
finden; dabei sind die Einzelglieder dieses optischen Systems parallel zu sich selbst gegeneinander in
Richtung der optischen Achse verschiebbar auszubilden. Das Verzahnungssystem 9, 10 wirkt sich
dann auf die Verschiebung dieser Einzellinsen bei einer Objektivumschaltung aus. Ferner ist es möglich,
an die Stelle eines um die Wellen verschwenkbaren
Suchers 12 mit Linsensätzen 13 einen längs verschieblichen Träger mit solchen
• Linsensätzen treten zu lassen, der sich durch Vermittlung eines Zahnstangentriebes etwa von dem
doppelarmigen Hebel 8 aus entsprechend der jeweiligen Objektiveinstellung verstellen läßt. Es ist
ohne weiteres möglich, die Suchereinrichtung 12 mit einem einblicksgleichen Entfernungsmesser zu
vereinigen; das yerdrehbare Okularteil 15 oder ein
anderes geeignetes Organ dient dabei für die Betätigung der Meßglieder am Entfernungsmesser,
wobei von dieser Bewegung aus, wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 5, eine Einwirkung auf
die Grundplatte 27 erfolgt. Die Querbewegung der Blendenelemente r, 2 in bezug auf die Suchermittelachse
I-I ist auch durch eine solche in axialer Riehtung
zu dieser Achse ersetzbar, wobei die an den Hebeln 34, 40 sich ergebenden Bewegungen zur
Durchführung einer solchen Verstellung, herangezogen werden können; gegebenenfalls genügt es
hierbei, nur das eine Blendenelement entsprechend zu verschieben, während das andere fest stehenbleibt.
Das Lenkersystem kann dann entsprechend vereinfacht werden. Sofern für sämtliche Objektive
immer ein und dieselbe Bildgröße S am Sucher in Betracht kommt, kann der Zahnstangentrieb 43, 44,
nebst Zahnrad 32 auf dem Zapfen 31 entfallen.
Claims (12)
1. Für Aufnahmegeräte mit Auswechselobjektiven bestimmter Sucher mit Ausgleich des
Bildfeldschwundes und der -parallaxe in Anpassung an das jeweils in Arbeitsstellung befindliche
Objektiv und dessen Entfernungseinstellung, dadurch 'gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel
(5«, 5*.. ., 15, 46, 27) für die
diesen doppelten Ausgleich bewirkenden Organe (1, 2) außerdem noch Einrichtungen (9, 10, 12)
steuern, die eine Wiedergabe des· Sucherbildes in ständig gleichbleibender Größe (S) für eine
Objektiveinstellung, auf co unabhängig von dem gerade in Arbeitsstellung befindlichen Objektiv
(O1, O2 . ..) ermöglichen.
2. Sucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Einrichtung zur Sucherbildwiedergabe
in ständig gleichbleibender Größe (S) ein an sich bekanntes System (12) von verstellbaren
Linsensätzen (13) mit Einzelgliedern von den betreffenden Objektiven (O1, O2 ...) angepaßter
Brechkraft dient, das dem Einfluß der bei einem Objektivwechsel wirksamen Elemente
(Kurve 5°, 5* . ..) in der Weise unterstellt ist,
daß mit dem betreffenden Objektiv gleichzeitig auch der zugehörige Linsensatz in den Bereich
des Sucherstrahlenganges (I-I) gelangt.
3. Sucher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß als Einrichtung zur Sucherbildwiedergabe in ständig gleichbleibender Größe (S) ein an sich bekanntes optisches System mit
gegeneinander parallel zu sich selbst in Riehtung der optischen Achse verstellbaren Einzelgliedern
dient, wobei die Verstellbewegung für diese Einzelglieder von der Bewegung der bei
einem Wechsel der Objektive (O1, O2...) in
Tätigkeit tretenden Elemente (Kurve 5°, 56 ...)
abgeleitet wird. .,
4- Sucher nach Anspruch i, 2 ader 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Bildfeldschwundausgleich für ein in Arbeitsstellung befindliches
Objektiv (O1, O2 ...) bei dessen Einstellung
im Bereich zwischen 00 und Nah (n) ein an. sich bekanntes System von Blendenelementen
(1, 2) dient, die in Abhängigkeit von der Betätigung des Entfernungseinstellorgans
(15) gegeneinander parallel zu sich selbst verschiebbar
sind.
5. Sucher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der zwei gegeneinander
zum Zweck eines Bildfeldschwund- und -parallaxausgleiches bewegbaren Blendenelemente
(1, 2) ein Lenkersystem (34, 38, 40) dient, das einen dem Einfluß der Objektivverstellung
und der Entfernungseinstellung für das in Arbeitsstellung befindliche Objektiv (O1,
O2 . ..) unterstellten Hebel (34) aufweist, an dem das eine Blendenelement (2) unmittelbar
angelenkt ist und der über einen Steg (38) mit einem zweiten, das andere Blendenelement (1)
haltenden Hebel (40) gekuppelt ist, wobei die Lagerpunkte (35, 39) für die beiden Hebel
sowie die Anlenkpunkte (37, 39) für den Steg an ihnen so zueinander liegen, daß sich eine gegenläufige
Bewegung der Blendenelemente ergibt.
6. Sucher nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (34, 40)
des Lenkersystems (34, 38, 40) auf einer Grundplatte gelagert sind, die durch das Betätigungsorgan
(15) für die Entfernungseinstellung des in Arbeitsstellung befindlichen Objektivs
(O1, O2 ...) im Bereich zwischen 00 und
Nah (n) verstellbar ist.
7. Sucher nac'h einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Übertragungsorgan zwischen den Betätigungsmitteln (5a, 5* ...) und zwischen den den Aus-
gleich selbst herbeiführenden Elementen (12, 13) für den Bildfeldschwuaidausgleich ein Hebel
(8) dient, mit dem über Zwischenglieder (29, 28) die Grundplatte (27) in Verbindung steht.
8. Sucher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenelemente (1, 2) aus
zwei an sich bekannten L-förmigen Teilen bestehen, die mit ihren Schenkeln sich paarweise
überlagern und die zweckmäßigerweise aus durchsichtigem Werkstoff mit besonderen, die
Grenzen des Bildfeldes kenntlich machenden Umrahmungen (52) bestehen.
9. Sucher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für in
Arbeitsstellung befindliche, kurzbrennweitige Objektive (O1), bei denen eine Entfernungseinstellung
für den Bereich zwischen 00 und Nah (n) bei der Aufnahme entfällt, das die
Blendenelemente (1, 2) steuernde Lenkersystem (34>
38, 40) derartig wirkt, daß nur ein Parallaxausgleich
ohne Bildfeldschwundausgleich . eintritt.
10. Sucher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Kette der zwischen die Grundplatte (27) und das Lenkersystem (34,38,
40) eingefügten Zwischenglieder (31, 33) ein Hebel (24) eingeschaltet ist, der, bei Bildfeldschwund-
und -parallaxausgleich als doppelarmiger Hebel (mit den wirksamen Armlängen χ
und 3/) wirkend, bei alleinigem Parallaxausgleich als einarmiger Hebel (von der Länge L)
arbeitet.
11. Sucher nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch .gekennzeichnet, daß zum Zweck einer Veränderungsmöglichkeit der
Größe des Sucherbildfeldes für bestimmte Einzelobjektive (O1, O2...) Mittel (43, 44, 45, 32,
33) vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von der Umschaltung des Suchersystems (12, 13)
je nach der Überführung der Objektive in die Arbeitsstellung eine zusätzliche Bewegung der
Blendenelemente (1, 2) im Sinne einer Veränderung der Bildfeldgröße herbeiführen.
12. Sucher nach Anspruch 11,. dadurch gekennzeichnet,
.daß die Umschaltmittel für die Veränderung der Bildfeldgröße am Sucher (12,
13) aus einem Zahnstangentrieb (43, 44, 45) bestehen, der einerseits mit dem das Suchersystem
(12, 13) umstellenden Rädertrieb (10) und andererseits mit einem Zahnrad (32) im
Eingriff steht, das mit einem der Bewegungs-Übertragungsglieder (31, 33) zwischen der
Grundplatte (27) und dem Lenkersystem (34, 38, 40) für die Blendenelemente (1, 2) verbunden
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5427 9.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE890751C true DE890751C (de) | 1953-08-13 |
Family
ID=580893
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT890751D Expired DE890751C (de) | Für Aufnahmegeräte mit auswechselbaren Objektiven bestimmter Sucher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE890751C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1032087B (de) * | 1958-06-12 | Agfa Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk | Fotografische oder kinematografische Kamera mit einem dem Aufnahmeobjektiv zwangsläufig angepaßten Suchergesichtsfeld | |
| US2917968A (en) * | 1955-09-13 | 1959-12-22 | Canon Camera Co | Field changing means for viewfinder |
-
0
- DE DENDAT890751D patent/DE890751C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1032087B (de) * | 1958-06-12 | Agfa Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk | Fotografische oder kinematografische Kamera mit einem dem Aufnahmeobjektiv zwangsläufig angepaßten Suchergesichtsfeld | |
| US2917968A (en) * | 1955-09-13 | 1959-12-22 | Canon Camera Co | Field changing means for viewfinder |
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