DE349848C - Elektrischer Waehler, insbesondere fuer Fernsprechanlagen - Google Patents

Elektrischer Waehler, insbesondere fuer Fernsprechanlagen

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DE349848C
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springs
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lines
line
telephone systems
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DE1920349848D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/22Switches without multi-position wipers

Landscapes

  • Electromagnets (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 9. MÄRZ 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 349848 KLASSE 21a GRUPPE
Gerhard Behrraann in Lehe, Weser.
Elektrischer Wähler, insbesondere für Fernsprechanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1920 ab.
Im Gegensatz zu den bekannten Wählern, die mit Hilfe von Drehkontaktarmen, die nacheinander die Kontakte der zu wählenden Leitungen bestreichen, wählen, wählt der den Gegenstand der Erfindung bildende Wähler die zu wählende Leitung unmittelbar — ohne Drehvorrichtung—mit Hilfe von in ihrer Stärke abgestuften Magneten. Die damit verbundenen Vorteile sind:
1. einfache Bauart, da drehbare Teile nicht vorhanden sind;
2. schnelle Einstellung, da die Zeit für die Drehung beim Suchen freier Leitungen gespart wird.
Dieser Zeitgewinn gestattet bessere Ausnutzung des einzelnen Wählers und damit Beschränkung der Anzahl der Wähler und der zu wählenden Leitungen.
Aufbau und Schaltung des neuen Wählers sind aus der Zeichnung ersichtlich.
Mehrere Elektromagnete M1 bis Ai8 sind im Kreise angeordnet; ihre Umwindungen sind hintereinander geschaltet.
Die Elektromagnete werden erregt, wenn ein Relais R seinen Anker anzieht; Stromweg: Erde, Batterie, Anker von R, Wicklungen der Magnete M1 bis· M8, Erde.
ίο Das Relais R wird erregt, wenn die wählende Leitung Ltgs stromführend wird.
Die Umwindungszahlen der Elektromagnete sind abgestuft, so daß die magnetischen Kräfte ungleich sind.
Zu jedem Magnet gehört ein Umschalter U1 bis U8. An den Federn 1 liegen Abzweigungen von Anfang und Ende der Umwindungen des zugehörigen Magneten; die Federn 2 sind mit den a- und δ-Drähten von Kurzschlußleitungen L1 bis L8 verbunden. Diese Leitungen durchlaufen alle Wähler und haben Abzweigungen zu den Federn 2 der Umschalter gleicher Nummer; L1 ist mit den Federn 2· sämtlicher Umschalter CJ1, L2 mit den Federn 2 sämtlicher Umschalter U2 verbunden usw.
Die Federn 3 sämtlicher Umschalter eines Wählers U1 bis CZ8 haben Verbindung mit der wählenden Leitung Ltg5.
An den Federn 4 jedes Umschalters liegt je eine der zu wählenden Leitungen W1 bis W8. In der Mitte des von den zugespitzten Polschuhen der Elektromagnete gebildeten Kreises befindet sich der Weicheisenanker A, der an einer leichten Stange drehbar aufgehängt ist und infolge Schwergewicht und Federkraft in der Ruhe lotrecht hängt.-
Werden die Elektromagnete erregt, dann zieht
der jeweils stärkste den Anker an. Hierbei wird der zugehörige Umschalter betätigt, indem der Anker einen Stößer S zurückdrängt, der den Umschalter umlegt:
Die Federn 3 legen sich gegen die Federn 4, wodurch die wählende Leitung Ug5 mit einer der zu wählenden Leitungen W1 bis W8 verbunden wird.
Außerdem werden durch den Stößer die Federn 2 von den Federn 1 abgehoben und gegen das Doppelkontaktstück α gelegt. Über dieses Kontaktstück sind nun die Umwindüngen sämtlicher Magnete gleicher Nummer kurzgeschlossen, wodurch Doppelverbindungen verhütet werden.
Wenn die zu wählende Leitung W1 von einem Wähler gewählt ist, kann bei Betätigung eines anderen Wählers der Anker nicht vom Magneten M1 angezogen werden, da die Umwindungen dieses Magnets kurzgeschlossen sind, also nicht erregt werden; es zieht dann der nächststärkste Magnet M2 den Anker an, wodurch die zu wählende Leitung W2 gewählt wird.
Die Umwindungen desjenigen Magnets, der den Anker angezogen hat, sind nicht kurzgeschlcssen, da die Federn 2 (Kurzschlußleitung) von den Federn 1 abgehoben sind.
Die Trennung der Verbindung erfolgt, wenn die wählende Leitung Ltg5 wieder stromlos wird, wodurch der Relaisanker losgelassen und die Batterie B von den Umwindungen abgeschaltet wird.
Beispiel.
Beim Wähler 4 sei der Anker A von M1 angezogen, wodurch die wählende Leitung 4 mit der zu wählenden Leitung 1 verbunden ist; die Federn 2 des Umschalters U1 liegen am Doppelkontaktstück a.
Nun soll die wählende Leitung Ltg5 wählen:
Das Relais R zieht an, wodurch B an die Umwindungen gelegt wird. Der Strom durchläuft aber nicht die Umwindungen von M1, sondern den bequemeren Weg von b über obere Feder 1 — obere Feder 2 — α-Draht von L1 zum Wähler 4, Umschalter U1, über dessen obere Feder 2 — Doppelkontaktstück a — untere Feder 2 — δ-Draht von L1 zurück zum Wähler 5, Umschalter U1, untere Feder 2 — untere Feder 1 — c und weiter durch die Umwindungen von M2 bis M8, soweit sie nicht, wie bei M1, kurzgeschlossen sind.
Am Wähler 5 ist also M2 der stärkste Magnet; er zieht den Anker A an, wodurch Ztgs mit W2 verbunden wird und gleichzeitig über die gegen das Doppelkontaktstück α gelegten Federn 2 die Umwindungen der Magnete M2 aller anderen Wähler kurzgeschlossen werden.
Die zu wählenden Leitungen PF1 und W2 sind also besetzt, der nächstbetätigte Wähler wählt W3 oder, wenn inzwischen W1 oder W2 frei geworden sind, diese.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrischer Wähler, insbesondere für Fernsprechanlagen, zur Auswahl einer freien Leitung aus einer Gruppe von Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere in ihrer Stärke abgestufte Elektromagnete, deren Anzahl der Zahl der auswählbaren Leitungen entspricht, auf einen gemeinsamen Anker in der Weise einwirken, daß dieser von dem jeweils am stärksten wirkenden Elektromagneten angezogen wird und den Anschluß der diesem Elektromagneten entsprechenden freien Leitung an die anschlußsuchende Leitung herbeiführt. ?
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920349848D 1920-07-08 1920-07-08 Elektrischer Waehler, insbesondere fuer Fernsprechanlagen Expired DE349848C (de)

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