DE3407964C2 - Flachstrickmaschine - Google Patents
FlachstrickmaschineInfo
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Abstract
Es ist eine Flachstrickmaschine beschrieben, die mit in Nadelkanälen (18) eines Nadelbettes (17) längs beweglichen Stricknadeln (11), die einen den Nadelkopf (14) besitzenden maschenbildenden Bereich (12) und einen den Nadelfuß (16) besitzenden bewegungseinleitenden Bereich (13) aufweisen, und die mit einem Schlösser (37, 38) aufweisenden Schloßschlitten (36) versehen ist. Bei einer solchen Flachstrickmaschine soll in einfacher Weise und unabhängig davon, ob es sich um eine solche mit schaltbaren Schloßteilen oder um eine solche mit ins Nadelbett versenkbaren Stößerplatinen handelt, vermieden werden, daß sich die nicht ausgewählten und damit nicht arbeitenden Stricknadeln am Nadelsenker entlang bewegen müssen. Dazu sind der maschenbildende Bereich (12) und der bewegungseinleitende Bereich (13) als separate Teile zweiteiliger Stricknadeln (11) durch eine Kupplungsvorrichtung (21) miteinander koppelbar, die mittels einer am Schloßschlitten (36) vorgesehenen Vorrichtung (55) derart betätigbar ist, daß der maschenbildende Teil (12) derjenigen Stricknadel (11), welche gearbeitet hat, solange vom bewegungseinleitenden Teil (13) getrennt ist, bis diese Stricknadel (11) wieder ausgewählt ist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bekannten Flachstrickmaschinen dieser Art, bei denen die nicht ausgewählten und damit nicht arbeitenden
Nadeln aufgrund von schaltbaren Schloßteilen nicht in den Strickschloßkanal gelangen, werden diese dennoch
am Ende des Strickschloßteiles am Nadelsenker vorbeigeführt, so daß sie je nach Einstellung des Nadelsenkers
eine mehr oder weniger große Kulierbewegung durchführen (DE-PS 17 60 025). Dies ist insofern nachteilig,
weil die Maschen, die sich bereits im Nadelhaken befinden, reißen können und wegen der Gefahr von
Ermüdungsbrüchen von leeren Nadeln.
Bei bekannten Flachstrickmaschinen der genannten Art, die mit sich durchbiegenden Stößerplatinen versehen
sind, deren Fuß in das Nadelbett versenkbar ist, werden die nicht ausgewählten und damit nicht arbeitenden
Nadeln über die gesamte Schloßbreite hinweg geführt, wobei sie ebenfalls im Bereich des Nadelsenkers
eine Längsbewegung durchführen müssen (DE-OS 28 42 054). Diese Art von Flachstrickmaschinen mit Unterdrückerschlössern
für die Stößerplatinen bedingt ferner im Bereich der durchbiegenden Stößerplatinen ein
tieferes Nadelbett und einen komplizierten Aufbau.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der in einfacher Weise und unabhängig davon, ob es sich um eine solche
mit schaltbaren Schloßteilen oder um eine solche mit ins Nadelbett versenkbare Stößerplatinen handelt, vermieden
ist, daß sich die nicht ausgewählten und damit nicht arbeitenden Stricknadeln am Nadelsenker entlang bewegen
müssen.
Diese Aufgabe wird bei einer Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine der genannten Art durch
die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Gemäß der Erfindung wird die Stricknadel zweiteilig ausgebildet und es wird durch eine einfache Kupplungsvorrichtung
erreicht, daß der maschenbildende Teil der Stricknadel dann, wenn die Stricknadel nicht ausgewählt
ist und daher nicht arbeitet, in einer Ruheposition so lange verbleibt, bis die betreffende Stricknadel wieder
ausgewählt worden ist. Die Gefahr des Reißens von Maschen und von Ermüdungsbrüchen leerer Nadeln ist
damit vermieden. Die Kupplungsvorrichtung an sich ist mechanisch nicht aufwendig und auch das Vorsehen der
zusätzlichen Kupplungsbetätigungsvorrichtung am Schloßschlitten bringt keinen besondere Mehraufwand
mit sich. Die erfindungsgemäße Maßnahme kann nicht
nur bei solchen Flachstrickmaschinen verwendet werden, die mit schaltbaren Schloßteüen versehen ist, sondern
auch bei selchen Flachstrickmaschinen, die mit ins Nadelbett versenkbaren Stößerplatinen bei der Auswahl
arbeiten. Die erfindungsgemäße Maßnahme kann als Alternative zu außerdem bekannten Maschinen mit
Nadelfuß-Unterdrückerschiössern angesehen werden, die aber ebenfalls ein tieferes Nadelbett benötigen.
Aus der DE-PS 9 36 649 ist es zwar bei einer flachen Links-Links-Strickmaschine bekannt, eine Doppelkopf-Nadel
mit einer Stößerplatine zu kuppeln, jedoch dient dieses Kuppeln lediglich dem Nadelwechsel von einem
zum anderen Nadelbett. Das erfindungsgemäße Problem ist dennoch auch dort gegeben, also nicht gelöst
Außerdem ist es aus der DE-PS 8 16 116 bekannt, hinter einer Stricknadel einen mit dieser koppel- und
entkoppelbaren Stößer anzuordnen, mit dessen Hilfe es
möglich ist, die Nadelbewegung mustergemäß sowohl hinsichtlich des Nadelaustriebes als auch hinsichtlich
des Abzuges vom Stößerschloß aus vorzunehmen. Diese kuppe'.bare Zuordnung von Stößer und Stecknadel
dient jedoch der Lösung eines anderen Problems, nämlich einerseits eine einfache Nadelauswahl zu erreichen
und andererseits die Stricknadel in unterschiedliche Bahnen zu bringen, je nach dem, ob eine Kopplung
vorgenommen ist oder ob der Stößer mit seinem Kopplungskopfende am hinteren Ende der Stricknadel nur
schiebend zur Anlage kommt. Außerdem ist bei dieser bekannten Strickmaschine jede Stricknadel mit einem
eigenen Fuß versehen, der mit dem Nadelschloß zusammenwirkt
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung ist die Kupplungsvorrichtung durch
einen Hebel gebildet, der am einen Nadelteil angelenkt ist und am anderen Nadelteil formschlüssig eingreifen
kann. Dies ist eine sehr einfache mechanische Möglichkeit der Kopplung. Dabei wird zweckmäßigerweise der
Hebel zum Entkoppeln und/oder Verriegeln durch am Schloßschlitfn angeordnete Leisten, Nocken oder dgl.
Elemente gebildet, die beim Überfahren der Nadeln durch den Schloßschlitten den Hebel verschwenken.
Zweckmäßigerweise erfolgen beide Bewegungen des Hebels, also sowohl die Entkopplungs- als auch die Verriegelungsbewegung
zwangsweise durch entsprechende Elemente. In diesem Falle ist der Hebel zweiarmig ausgebildet.
Die Verriegelungs- und/oder Entkopplungselemente können starr angeordnet sein, sie können aber auch, um
eine weitere Auswahlmöglichkeit zu erhalten, schaltbar sein.
Die Entkopplung erfolgt nach dem Durchlaufen des Nadelsenkers in einer Position, in der die Stricknadel
bspw. auf Kammgleiche oder in einer Position zwischen Kammgleiche und tiefstem Abzug ist, während die Verriegelung
der ausgewählten Nadel vor oder auch im Bereich des Nadelaustriebskanals, also vor oder während
des Austriebs der ausgewählten Nadel erfolgen kann.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung wird nach dem Entkoppeln der beiden
Teile der Nadel voneinander eine weitere Abzugsbewegung des bewegungsbildenden Teils der Nadel vorgenommen,
um die beiden Teile in einem Abstand zueinander zu halten. Dabei ist zweckmäßig, daß der bewegungseinleitende
Teil der Nadel dann, wenn die betreffende Stricknadel nichi T>.ehr ausgewählt wird, bis in
einen Bereich abgezogen wird, in welchem dieser Teil bis unterhalb einer gerade Bahn der Schloßteile kommt.
Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in
der die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und
erläutert ist Es zeigt
F i g. 1 einen Teilquerschnitt durch einen Nadelkanal eines Nadelbettes einer Flachstrickmaschine bei miteinander
verriegelten Stricknadelteilen,
F i g. 2 einen der F i g. 1 entsprechenden Querschnitt,
ίο jedoch bei entkuppelten Stricknadelteilen, und
F i g. 3 eine schematische, jedoch abgebrochene Draufsicht auf eine an einem Schloßschlitten angeordnete
Doppelschloßanordnung.
Die in der Zeichnung dargestellte Kopplungsanordnung für Stricknadeln besteht im wesentlichen aus einer
Kupplungsvorrichtung 21 an Stricknadeln 11 und aus einer Kupplungsbetätigungsvorrichtung 55 an einem
Schloßschlitten 36 einer Flachstrickmaschine und dient dazu, einen maschenbildenden Teil 12 der Stricknadel
11, die hier die Form einer ZungensUic-knadel aufweist
von deren bewegungseinleitendem Teil ί3 zu trennen, um in einfacher Weise zu verhindern, daß diejenigen
Stricknadeln 11, die nicht ausgewählt sind, also nicht arbeiten, dennoch durch die Schloßkanäle hindurch und
dabei ii^besondere am Nadelsenker vorbei bewegt werden müssen.
Gemäß den F i g. 1 und 2 ist die mit einem Nadelkopf 14 versehene Zungenstricknadel 11 zweiteilig ausgebildet,
das heißt, sie besitzt den maschenbildenden Teil 12.
der den Nadelkopf 14 beinhaltet, und den bewegungseinleitenden Teil 13, der den Nadelfuß 16 beinhaltet.
Wie üblich, sind eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Stricknadeln 11 in jedem Nadelbett 17 der
Flachstrickmaschine in jeweils einem Nadelkanal 18 längs geführt und längs verschiebbar angeordnet. Am
Nadelkopf 14.abgewandten Ende der Stricknadel 11 ist
eine Zwischenplatine 19 im Nadelkanal 18 angeordnet, die mit einem nicht dargestellten elektromagnetischen
Auswahlsystem in Verbindung steht und die entweder als Stößerplatine oder als Drückerplatine ausgebildet
sein kann, so daß die erfindungsgemäße Anordnung sowohl bei solchen Flachstrickmaschinen Verwendung
finden kann, bei denen die Auswahl durch r-ohaltbare
Schloßteile erweitert ist, als auch bei rolchen Flachstrickmaschinen,
bei denen die Auswahl durch in das Nadelbett 17 eindrückbare Stößerplatinen erweiterbar
ist
Die beiden Teile 12 und 13 der Stricknadel 11 sind
durch die Kupplungsvorrichtung 21 in Längsbewegungsrichtung gemäß· Doppelpfeil A formschlüssig miteinander
verbindbar. Die Kupplungsvorrichtung 21 besitzt einen zweiarmigen Hebel 22, der um ein an der
Unterseite angeordnetes Auge 23 schwenkbar ist, das in
einer Ausnehmung bzw. Nut 24 des hinteren mit einer geringeren Höhe versehenen Endes 26 des maschenbildenden
Teils 12 gelagert ist. Der Hebel 12 ist auf diese Weise nach Art einer doppelarmigen Wippe ausgebildet.
Der dem bewe,"ungseinleitenden Teil 13 der Stricknadel 11 zugewandte Arm 27 des Hebels 22 ist mit einer
hakenförmigen Nase 28, die von der Unterseite absteht, versehen. Diese Nase 28 kann hinter eine entsprechend
geformte, ihr zugewandte und entgegengerichtete hakenförmige Nase 29 am vorderen Ende 31 des bewegungseinleitenden
Te'.'s 13 greifen. Auch dieses Ende 31 ist, wie das Ende 26 des Teils 12 weniger hoch als das
Teil 13, derart, daß bei verriegelter Kupplungsvorrichtung 21 (siehe Fig. 1) die Gesamthöhe von Ende 26 bzw.
31 und Hebel 22 nicht größer ist als die Steghöhe von
maschenbildendem Teil 12 bzw. bewegungseinleitendem Teil 13. Wie erwähnt, schließt sich an das Ende 3t
des bewegungsbildenden Teils 13 der Nadelfuß 16 an.
Gemäß Fig. I liegen die beiden Enden 26 und 31 bei
verriegelter Kupplungsvorrichtung 21 mit ihren Stirnflächen aneinander an. Der Rücken des Hebels 22 ist
dabei etwa parallel zum Stegrücken 32 der Stricknadel 11 bzw. zum Grund des Nadelkanals 18 angeordnet. In
der in F i g. 2 dargestellten entkoppelten Kupplungsvorrichtung 21 ist der wippenartige Hebel 22 derart verschwenkt,
daß der Betätigungsarm 33 des Hebels 22 zur Oberseite des Endes 26 hin geneigt angeordnet und die
hakenartige Nase 28 des Verriegelungsarmes 27 von der Nase 29 des bewegungseinleitenden Teils 13 freigekommen
ist.
Gemäß F i g. 3 besitzt der Schloßschlitten 36 der Flachstrickmaschine zwei in Durchlaufrichtung naCholnanHer
u.'irl/on/Hi» QoMnflonnrHniinaen 17 iinrl IB Λί» io
fahrteil 62,62' der Entkopplungsleiste 57 in Bewegungsrichtung des Schlittens 36 vorlaufend hierzu und vorlaufend
bezügl. des Abzugsnockens 47 angeordnet.
Der Vorgang des Entkoppclns und Vcrricgclns der
Teile 12 und 13 der Stricknadel 11 geht folgendermaßen
vorsieh:
Eine Stricknadel 11 ist mit gemäß F i g. I verriegelten
Teilen 12 und 13 wird in Bewegungsrichtung C des Schloßschlittens 36 mittels des Nadelfußes 16 im Abzugskanal
42 geführt und nach der Abzugsbewegung zum Kanalteil 43 gebracht. Vor dem Erreichen der Abzugsnockenbahn
48, also etwa in der eingezeichneten gedachten Ebene 64 gelangt der Betätigungsarm 33 des
Koppkingshebels 22 unter den Einfluß der Entkopplungsleiste 57, durch deren Teil 61, wie F i g. 2 zeigt, der
Hebel 22 verschwenkt wird, so daß die Kupplungsvorrichtung 21 geöffnet wird. In dieser Position, in der die
FntVnnnlnnirchpiuPonno ct2ttfinilet ISt der rnäcchenbi!"
nach Ausführungiiform jeweils aus einem Strickschloß
und/oder Umhängeschloß oder aus einem kombinierten Strick-/Umhänge$;chloß bestehen können. Beide
Schloßanordnungen 37 und 38 sind jeweils nur mit ihren einander zugewandten Bereichen dargestellt, in welchen
ein gemäß Doppelpfeil B verstellbarer Nadelsenker 39, 39' angeordnet ist, der mit einem gegenüberliegenden
starren Schloßteil 41,41' einen Abzugskanal 42, 42' bildet, der bei der nachlaufenden Schloßanordnung
als Antriebskanal wirkt. Der Abzugskanal 42, 42' läuft unterhalb des Nadelsenkers 39, 39' wieder nach oben
und mündet in einen Kanalteil 43, 43', der vom Schloßteil 41,4Γ und einem gegenüberliegenden zwischen den
Nadelsenkern angeordneten ebenfalls starren Schloßteil 44 begrenzt ist. Dieses Schloßteil 44 ist beiden
Schloßanordnungen 37 und 38 gemeinsam und ist zu einer gedachten Querebene 46 zwischen den Schloßan-Ordnungen
37 und 38 symmetrisch. Beidseitig zu dieser Symmetrieebene 46 ist das Schloßteil 44 mit einem symmetrischen
Abzugsnocken 47 versehen, der erste Abzugsbahnen 48, 48' besitzt. Eine die beiden ersten Abzugsbahner!
48, 48' verbindende horizontale Bahn 49 bildet mit e.nem gegenüberliegenden starren Schloßteil
51 einen Kanalteil 52, der um die Abzugshöhe versetzt parallel zum Kanalteil 43, 43' angeordnet ist. Das
Schloßteil 41, 4Γ besitzt an seinem dem Schloßteil 51 zugewandten Ende eine zweite Abzugsbahn 53', 53, die
in eine horizontale Bahn 54,54' übergeht, die durch den unteren Rand des Schloßteils 41,4Γ gebildet ist und die
beide miteinander in einer Flucht liegen. Diese zweite Abzugsbahn 53,53' sitzt etwas höher als die horizontale
Bahn 49 des Schlc^teils 44 bzw des Abzugsnockens 47
an.
Am Schloßschlitten 36 ist ferner die Kupplungsbetätigungsvorrichtung
55 angeordnet, die für jede Bewegungsrichtung C, C eine Verriegelungsleiste 56,56' und
eine für beide Bewegungsrichtungen C C gemeinsame Entkopplungsleiste 57 hat Dabei sind die beiden Verriegelungsleisten
56, 56' in einer horizontalen Flucht und parallel zur Entkopplungsleiste 57 in einem Abstand
angeordnet, der etwa der Länge des Hebels 22 an der Stricknadel 11 entspricht. Die Verriegelungsleiste 56,
56' besitzt ein in Bewegungsrichtung des Schlittens 36 vorlaufendes Auffahrteil 58, 58' und ein die Verriegelung
bewirkendes Teil 59, 59'. Entsprechendes gilt für die Entkopplungsleiste 57, die mittig ein die Entkopplungs
bewirkendes Teil 61 und beidendig dieses Teils 61 je ein Auffahrteil 62, 62' besitzt Das Auffahrteil 58,58'
der Verriegelungsleiste 56,56' ist in Höhe des Kanalteils 43 bzw. 43' angeordnet Demgegenüber ist das Aufdende
Teil 12 der Stricknadel 11 auf Kammgleiche. Bei weiterer Bewegung des Schloßschlittens 36 gelangt der
Nadelfuß 16 an den Abzugsnocken 47 bzw. dessen Abzugsbahn 48, so daß er weiter abgezogen wird und in
den Schloßkanalteil 52 gelangt. Dadurch ist der bewegungseinleitende Teil 13 vom maschenbildenden Teil 12
weg bewegt, wie dies F i g. 2 darstellt, während der maschenbildende
Teil 12 auf Kammgleiche verbleibt. Während dic-^r Bewegung wird der Kopplungshebel 22 in
der offenen Stellung gehalten. Es ist auch möglich, die Entkopplung der Nadelteile 12 und 13 in einem ausgewählten
Bereich zwischen Kamrngleiche und tiefstem Abzug der Stricknadel 11, die gerade gearbeitet hat,
vorzunehmen.
Etwa in der gedachten Ebene 65 wird nun bei weiterer
Bewegung des Schloßschlittens 36 in nicht dargestellter Weise eine erneute Auswahl der Stricknadeln 11
mit Hilfe der nicht dargestellten elektromagnetischen Auswahlvorrichtung vorgenommen. Wird die betreffende
Stricknadel 11 wieder ausgewählt, so wird der bewegungsleitende
Teil 13 von seiner ausgewählten Zwischenplatine 19 wieder nach vorne geschoben, so daß
sein Nadelfuß 16 entlang der Abzugsnockenbahn 48' nach oben in den Kanalteil 43' gelangt, und dort das
Ende 31 des Teils 13 wieder an den maschenbildenden Teil 12 der Stricknadel 11 stößt. Unter dem Einfluß der
Verriegelungsleiste 56, in deren Bahn der Verriegelungsarm 27 des Hebels 22 liegt, wird der Hebel 22
zurückverschwenkt, so daß sich wieder eine Kopplung des maschenbildenden Teils 12 mit dem bewegungseinleitenden
Teil 13 ergibt.
Wird jedoch für die betreffende Stricknadel 11 Keine
weitere Auswahl beim Überfahren der elektromagnetischen Auswahlvorrichtung in der Ebene 65 vorgenommen,
so wird der bewegungsbildende Teil 13 an der zweiten Abzugsbahn 53 weiter abgezogen, so daß der
Nadelfuß 16 an die horizontale Bahn 54 gelangt und dort verbleibt. Damit verbleibt auch der maschenbildende
Teil 12 in kammgleicher (oder der betreffenden ausgewählten)
Position, das heißt, er wird keiner irgendwie gearteten Bewegung, auch nicht im Bereich der folgenden
Nadelsenker unterworfen.
Dies bleibt so lange, wie diese Nadel nicht wieder ausgewählt wird.
Entsprechendes gilt bei der Bewegung des Schloßschlittens 36 in Gegenrichtung des Pfeiles C". Es kommen
dann die jeweils symmetrisch dazu angeordneten Schloß- und Kanalteiie, deren Bezugsziffern mit einem
Strich versehen sind, nacheinander zur Wirkung.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist dargestellt, daß
die Verriegelungsleiste 56, 56', dann wieder zur Wirkung
kommt, wenn der Teil 13 der Stricknadel 11 an den Teil 12 angestoßen ist. Es ist aber auch möglich, die
Verriegeiungsleiste derart anzuordnen, daß die Verriegelung nicht vor sondern erst während des Austreibens
der Stricknadel 11 vorgenommen wird.
Ge ι aß einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
vorliegender Erfindung sind die Verriegelungs- und/oder Entkopplungsleisten schaltbar, so daß
es möglich ist, die Entkopplung nur dann verzunehmen,
wenn fest steht, daß die betreffende Nadel nicht wieder ausgewählt wird, was bedeutet, daß nicht jedesmal ein
Entkoppeln und wieder Verriegeln stattfinden muß, wenn die betreffende Stricknadel sofort wieder ausgewählt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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65
Claims (12)
1. Strickmaschine, insbesondere Flachstrickmaschine, mit in Nadelkanälen eines Nadelbettes längs
beweglichen Stricknadeln, die einen den Nadelkopf besitzenden maschenbildenden Bereich und einen
den Nadelfuß besitzenden einleitenden Bereich aufweisen, und mit einem mindestens ein Schloß aufweisenden
Schloßschlitten, dadurch gekennzeichnet,
daß der maschenbildende Bereich (12) und der bewegungseinleitende Bereich (13) als separate
Teile zweiteiliger Stricknadeln (11) durch eine Kupplungsvorrichtung (21) miteinander koppelbar
sind, die mitteis einer am Schloßschlitten (36) vorgesehenen Vorrichtung (55) derart betätigbar ist, daß
der maschenbildende Teil (12) derjenigen Stricknadel (11), welche gearbeitet hat, solange vom iiewegungseinJeltenden
Teil (13) getrennt ist, bis diese Stricknadef (11) wieder ausgewählt ist
2. Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung (21) einen
Hebel (22) aufweist, der am einen Nadelteil (12) angelenkt und am anderen Nadelteil (13) formschlüssig
eingreifen kann.
3. Strickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (22) an seinem einen
Ende mit einem Haken (28) und das betreffende zugewandte Nadelteil (13) mit einem gegengerichteten
Haken (29) versehen ist.
4. Strickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (22) an seinem dem
Haken (29) abgewandten Ende mit einem Gegenarm (33) versehen ist.
5. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsbetätigungsvorrichtung
(55) am Schloßschlitten (36) durch auf den oder die Arme (27,33) wirkende
Leisten (56,57), Nocken o. dgl. Elemente gebildet ist.
6. Strickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Schloßschlitten (36) mindestens
ein Verriegelungselement (56), das auf den mit den Verriegelungshaken (28) versehenen Hebelarm
(27) wirkt, und mindestens ein Entkopplungselement (57) vorgesehen ist, das auf den Gegenarm (33) des
Hebels (22) wirkt.
7. Strickmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungs- und/
oder Entkopplungselement (56, 57) schaltbar oder nicht schaltbar sind bzw. ist.
8. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement
(56) vor oder im Bereich des Nadelaustriebskanals (42) angeordnet ist.
9. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Kupplungsvorrichtung (21) an der Stricknadel (11) betätigende Vorrichtung (55) am Schloßschlitten
(36) derart relativ zu den Schloßteilen angeordnet sind, daß eine Entkopplung der Nadelteile (12,13) in
einem Bereich zwischen kammgleicher Lage und dem tiefsten Abzug des maschenbildenden Teils (12)
der Stricknadel (11) erfolgt.
10. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Entkoppeln der beiden Teile (12,13) der Stricknadel (11) voneinander eine weitere Abzugsbewe-
gung des bewegungsleitenden Teils (13) der Stricknadel (11) erfolgt
11. Strickmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegungseinleitende Teil (13) der Stricknadel (11) bei nicht ausgewählter
Stricknadel nach unterhalb der Schloßteile abgezogen ist
12. Strickmaschine nach Anspruch 10 oi*er 11, dadurch
gekennzeichnet, daß am Schloßschlitten (36) im Bereich des Entkopplungselementes (57) ein erster
Abzugsnocken (47) und vor dem Verriegelungselement (56) ein zweiter Abzugsnocken (53) vorgesehen
ist
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