DE961700C - Maschine zum Lochen von Muster-Papierbaendern und -karten - Google Patents

Maschine zum Lochen von Muster-Papierbaendern und -karten

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DE961700C
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DE
Germany
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carriage
rods
machine according
pattern
sinkers
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Expired
Application number
DES17931A
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English (en)
Inventor
Gabriel Servillat
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MECANIQUES VERDOL Sarl SOC
Original Assignee
MECANIQUES VERDOL Sarl SOC
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Maschine zum Lochen von Muster-Papierbändern und -karten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen, die zum Lochen von Muster-Papierbändern oder -karten nach einem Muster oder einer Patrone benutzt werden, insbesondere zum Lochen von Papierbändern des Systems »1'ERDOL«. Die Erfindung ermöglicht die Verwirklichung einer einfachen und leicht und schnell Medienbaren Maschine, bei der sich der Bedienende nicht im einzelnen mit den ,Musterungen jedes Teils des Musters zu beschäftigen braucht.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Verwirklichung einer Maschine zum Lochen von Papierbändern oder -karten, die ohne jede Umwandlung als Nachlochmaschine arbeiten kann, d. h. um von einem bereits vorhandenen Papierband oder Karte eine reine und einfache Kopie herzustellen. Die Erfindung sieht ferner die Verwirklichung einer Maschine zum Lochen von Muster-Papierbändern oder -karten vor, die wenigstens unter gewissen Bedingungen, die automatische Wiederholung entweder einer bestimmten Karte (der Ausdruck »Karte« soll hier die Fläche einer Karte oder den Teil eines Papierbandes entsprechend einem Schlag bedeuten) oder auch eines bestimmten Teils einer Karte gestattet, derart, daB die Arbeit des Ablesens des Bedienenden auf ein Minimum reduziert wird, denn, wenn eine Karte oder ein Teil einer Karte eine schon vorher einmal abgelesene Karte oder einen Teil dieser Karte wiedergibt, ist das erneute Ablesen oft unnötig.
  • Die Maschine nach der Erfindung enthält im wesentlichen eine Einrichtung zum Nachlochen vom Typ »VERDOL«, wobei die Tastnadeln mit Spiel an Platinen aufgehängt sind, die entweder in einer oberen Stellung, bei der die Tastnadeln angehoben sind, oder in einer unteren Stellung eingerückt sein können, bei der die Tastnadeln auf das Musterband der Nachlocheinrichtung (dieses Musterband gibt die Musterung des vom Bedienenden abgelesenen Teils der Patrone wieder) abgesenkt 'sind und gemäß diesem Musterpapier ausgewählt werden, wobei Mittel vorgesehen sind, um dem Bedienenden die wahlweise Absenkung der genannten Platinen für alle Punkte der Patrone zu gestatten, wo dieser die Wiedergabe der Lochungen des Musterpapiers wünscht und um die Anhebung als Ganzes auf einmal zu gestatten, wenn das Ablesen und die Lochung der Anzahl der Karten entsprechend dem abgelesenen Teil der Patrone beendet ist.
  • Die Maschine nach den vorstehenden Angaben benutzt beim Ablesen der Patrone in aufeinanderfolgender Weise für jede Farbe, die sie enthält, die Nachlocheinrichtung, die als Muster ein Band mit Lochungen trägt, die denen entsprechen, die für jeden Schützen in dem abgelesenen Teil vorzusehen sind. Der Bedienende senkt also die Platinen entsprechend den Punkten wo die in Betracht kommende Farbe vorhanden sein soll, und er läßt die anderen Platinen in der gehobenen Stellung. Es ist daraus ersichtlich, daß für diese Punkte die Karten entsprechend den gewünschten Lochungen durchlocht werden, ebenso wie sie an den anderen Punkten nicht durchlocht werden. Beim fortlaufenden Ablesen des Musters für alle Farben bewirkt der Bedienende die vollständige und schnelle Lochung aller Karten.
  • Die Betätigung der Platinen wird vorzugsweise in Achterserie vorgenommen, diese Zahl hat den Vorteil, daß sie einmal der Normalzahl der Löcher in einem OOuerbereich einer Karte des »VER5OL«-Systems entspricht (wobei »Karte« hier wieder die Fläche des Papierbandes entsprechend einem Schlag bedeutet) und ferner auch gleich der Zahl der Finger beider Hände des Bedienenden ist, von den Daumen dabei abgesehen. Diese Betätigung wird durch einen Wagen gesichert, der eine Schlageinrichtung trägt, die sich über eine Querreihe von acht Platinen erstreckt und sich von Reihe zu Reihe nach Wunsch des Bedienenden verschieben läßt. Wenn sich das abzulesende Muster mehrmals über die Breite des Gewebes wiederholt, wird die Maschine nach der Erfindung vorteilhafterweise mit mehreren Schlageinrichtungen ausgerüstet, die gleich weit voneinander auf dem erwähnten Wagen vorgesehen sind, derart, daß das Arbeiten der einen von ihnen automatisch von den anderen wiederholt wird, wenn ein einziger Teil des Musters für einen Schlag abgelesen wird, wodurch sich die Schnelligkeit des Ablesens vervielfacht.
  • Die Betätigung der Platinen wird durch acht Tasten bewirkt, jedoch steuern diese letzteren das Absenken der Platinen nicht direkt, sondern bereiten es nur vor, und es wird dann mechanisch nach Betätigung der genannten Tasten durch eine zusätzliche Taste vorgenommen, die durch einen der beiden Daumen des Bedienenden betätigt wird. Der Vorteil dieser Einrichtung ist zunächst, daß dem Bedienenden ermöglicht wird, seine Ablesung zu überprüfen, bevor er die Platinen betätigt, und ferner kann der Bedienende sein Ablesen für eine oder mehrere Reihen von acht Platinen wiederholen, wenn er sich in einer regulären Zone der Patrone für die betrachtete Farbe befindet. Zu diesem Zweck kann die Maschine nach der Erfindung eine Wiederholtaste haben, die ebenfalls durch einen Daumen betätigt wird, und die die automatische Wiederholung der Ablesung für die folgende Platinenreihe sicherstellt.
  • Die Tasten sind v orteilhafterweise getrennt von der Nachlocheinrichtung auf einem Wagen angeordnet, der sich vor einer Ablesetafel verschieben läßt, die die Patrone trägt. Die Tasten sind mit der genannten Einrichtung durch elektrische Kabel verbunden, wobei die Betätigung auf elektromagnetischem Wege erfolgt. Der Bedienende kann also seinem Muster von Reihe zu Reihe folgen, ohne sich um die Nachlocheinrichtung zu kümmern, die automatisch mitarbeitet. Er drückt mithin die acht Tasten entsprechend den acht Fingern, außer Daumen, und überträgt die Ablesung auf die Platinen durch die Daumentasten, indem diese wiederholt gedrückt werden, wenn es nötig ist, und dann, wenn alle Platinen in Stellung sind, bewirkt er die Lochung der gewünschten Anzahl von Karten, indem der Antriebsmechanismus für den Druckrost der Nachlocheinrichtung eingekuppelt wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, aus dessen nachfolgender Beschreibung die Einzelheiten der Erfindung und die damit erreichten Vorteile hervorgehen. Es zeigt Fig. i eine ganz schematische Ansicht der mit der Maschine verbundenen Nachlocheinrichtung, Fig. a eine Teilansicht des Aufrisses einer Längsreihe von Tastnadeln und den damit verbundenen Teilen, Fig. 3 eine teilweise Vorderansicht, ebenfalls schematisch, der Schlageinrichtung für die Platinen, Fig. .4 eine perspektivische, schematische Ansicht der wesentlichen Teile der Maschine, Fig. 5 einen allgemeinen Aufriß der ganzen Maschine, Fig. 6 eine Ansicht des Wagens von oben, der die Stößelrahmen für die Platinen trägt, Fig. 7 bis g Einzelansichten in größerem Maßstab der Vorwärtsschalt- und Blockierungseinrichtung des Wagens in drei aufeinanderfolgenden Stellungen, Fig. io eine Stirnansicht der Schlageinrichtung der Platinen, Fig. 11 die wiederzugebende Patrone in Teilansicht.
  • Wie bereits einleitend ausgeführt, enthält die :Maschine gemäß der Erfindung eine Nachlocheinrichtung des Systems »VERDOL«, deren Tastnadeln (Vornadeln) in besonderer Weise gesteuert werden. Fig. i stellt schematisch diese Einrichtung dar, die in der bekannten Weise die Tastnadeln i aufweist, die die Stoßnadeln 2 halten, die ihrerseits auf die Lochstempel 3 einwirken. Diese lochen das Papier 4., das dabei von einer Lochplatte 5 unterstützt ist. Zapfenräder 6, die durch ein geeignetes Getriebe absatzweise bewegt werden, verschieben das Papier 4. im gewünschten Umfang zwischen zwei aufeinanderfolgenden Lochungen. Die Stoßnadeln 2 werden durch einen Druckrost 7 betätigt, der auf sie eine horizontale Stoßbewegung ausübt. Andererseits werden die Tastnadeln i durch eine Führung 8 geführt, die über einer Lochplatte oder einem Tisch g liegt, auf dem das Musterpapier io ruht, dessen Vorwärtsbewegung ebenfalls absatzweise durch Zapfenräder i i bewirkt wird. Der Tisch g hat einen senkrechten Antrieb, so daß er während des Papiervorschubs das Papier io absenkt, um es mit den Tastnadeln außer Eingriff zu bringen, wonach er es wieder anhebt.
  • Die Betriebsweise dieser Teile ist bekannt. Das Musterpapier io wird vorwärts bewegt, damit es unter der Führung 8 alle Lochungen darbietet, die zu einem Schlag der Maschine gehören, wobei die Gesamtheit dieser Lochungen gewöhnlich als eine :>Karte« bezeichnet wird, obwohl beim System >.VERDOL« nicht die aufeinanderfolgenden Karten des jacquardmechanisrnus, sondern ein fortlaufendes Papierband benutzt wird. Das Papier wird dann angehoben gegen die Tastnadeln i, wobei diejenigen Tastnadeln, die ein Loch in der Karte vorfinden, in einer abgesenkten Stellung verbleiben, während diejenigen Tastnadeln, die auf das volle Papier stoßen, in eine angehobene Stellung gelangen. Die Stoßnadeln 2, die den abgesenkten Tastnadeln i entsprechen, kommen in Arbeitsstellung und erhalten den Schlag des Druckrostes 7, während die Stoßnadeln, die den angehobenen Tastnadeln entsprechen, von den Vorsprüngen des Druckrostes nicht erfaßt werden. Beim Vorlauf des Druckrostes 7 wird dann das Papier -. genau entsprechend dem Musterpapier io gelocht.
  • Bei der Maschine nach der Erfindung sind die Tastnadeln i an Platinen 12 mit einem erheblichen Spiel aufgehängt, derart, daß bei abgesenkter Stellung der Platinen 12 die Tastnadeln i durch ein volles Papierfeld angehoben gehalten werden können, ohne daß dies den vorgesehenen Bereich für die Abwärtsbewegung der Platinen beschränkt. Es ist ersichtlich, daß unter diesen Bedingungen überall da, wo die Platinen 12 abgesenkt sind, das Papier :4 genau nach der Lochung des Musterpapiers io gelocht wird, während überall dort, wo die Platinen 12 oben sind, das Papier 4 nicht gelocht werden wird, selbst wenn das Musterpapier io hier gelocht ist. Mit anderen Worten, es wird das Nachlochen durch bestimmte angehobene Platinen 12 an allen den Stellen der Karte verhindert, wo diese Platinen gehoben sind.
  • Fig. 2 zeigt die Ausbildung der Platinen 12. Es sind dies dünne Lamellen mit einem länglichen Auge 13, das senkrecht liegt, um die oberen, zu Haken abgebogenen Enden der Tastnadeln i aufzunehmen. Die Lamellen sind zwischen Längsstangen 14 geführt, auf denen sie horizontal durch Zapfen 15 gehalten sind, die sich durch einen Längsschlitz 16 erstrecken, wodurch eine senkrechte Bewegung der Lamellen ermöglicht wird, die für das Arbeiten der Maschine vorgesehen ist. Der obere Teil der Lamellen oder Platinen 12 ist gabelförmig aufgeschlitzt, wobei ein Gabelschenkel kürzer als der andere ist. Der kürzere Schenkel hat eine vorspringende Nase 17, und die Gabeln sind zwischen Querstangen 18 mit oberem, gerundetem Anschlag geführt. Die Lamellen oder Platinen 12 sind genügend elastisch, so daß beim senkrechten Einschlagen die Nase 17 in Kontakt mit dem gerundeten Anschlag der entsprechenden Stange 18 gezwungen wird, was der betreffenden Platine oder Lamelle eine Abwärtsbewegung gestattet, die mit einem Einklemmen des Gabelendes in der abgesenkten Stellung verbunden ist. Dies ist ohne weiteres aus der Fig. 2 ersichtlich, wo die beiden linken Platinen 12 in der abgesenkten Stellung und die beiden rechten in der gehobenen Stellung dargestellt sind.
  • Entsprechend der Teilung, die für die VERDOL-Karten benutzt wird, sind in einer Querreihe acht Tastnadeln i vorgesehen, die acht Löchern in der Karte entsprechen, und in einer Längsreihe einhundertachtundsechzig, die den einhundertachtundsechzig Reihen der acht Kartenlöcher entsprechen.
  • Die Platinen 12 werden durch Stößel ig (Fig. 2, 3 und 4) betätigt, die in Rahmen 2o gelagert sind, in denen sie in der angehobenen Stellung durch leichte Federn 21 gehalten werden. Die Rahmen 2o befinden sich auf einem Wagen 22, der über die ganze Länge der Platinenanordnung verschiebbar ist, wie weiter unten noch näher erläutert wird. Jeder Rahmen 2o ist in Querrichtung vorgesehen und enthält acht Stößel ig zur Betätigung der acht Platinen einer Querreihe.
  • Über den Stößeln ig liegen acht Längsstangen 23, die senkrecht verschiebbar sind, um wahlweise die Stößel ig in irgendeiner Längsstellung zu betätigen, in der sich diese bei der Verschiebung des Wagens 22 befinden. Der obere Rand der. Stangen 23 ist gezahnt, wie dies Fig. 3 erkennen läßt, und darüber befindet sich eine Platte 24 mit Leisten 25, die nach unten gerichtete Anschläge bilden. Die Platte 24 ist durch Stoßstangen 26 mit Exzentern 27 verbunden, die auf einer Längswelle 28 aufgekeilt sind, so daß die Platte 24 bei Drehung der Welle 28 eine Auf- und Abwärtsbewegung ausführt.
  • Die Stangen 23 können in einem bestimmten Ausmaß, entgegen der Wirkung von Rückzugsfedern 29, verschoben werden, die die Stangen normalerweise gegen einen Anschlag 3o halten (vgl. Fig.3, in Fig.4 weggelassen). Die Zähne der genannten Stangen 23 sind in der Weise angeordnet, daß die Leisten 25. bei Ruhestellung der Stangen 23, wobei diese also am Anschlag 30 anliegen, rechts neben den Zähnen liegen und also bei der Abwärtsbewegung der Platte 24 die Stangen 23 nicht betätigen, während andererseits bei Verschiebung der Stangen 23 die Leisten 25 die Zähne der Stangen 23 treffen, wenn sich die Platte 24 nach unten 'bewegt, wodurch dann weiter die Stangen 23 auf die entsprechenden Stößel 19 einwirken, die somit die Platinen 12 einschlagen.
  • Die Welle 28 wird unter Zwischenschaltung einer Kupplung angetrieben wie sie bei Pressen üblich ist, wobei das Einschalten der Kupplung die Welle jedesmal nur eine Umdrehung machen läßt, was weiter unten noch näher erläutert wird.
  • Die Stangen 23 sind in Längsrichtung gegen die Wirkung der Federn 29 durch Elektromagnete 31 (Fig. 3 und 4) verschieblich, die über Winkelhebel 32 und Zugstangen 33 auf die Stangen 23 einwirken. Die Einschaltung der elektrischen Stromkreise für die Elektromagnete wird weiter unten noch erklärt. Die Stangen 23 werden außerdem in ihre obere Stellung einerseits durch die Federn 29, die schräg angeordnet sind, zurückgeführt und andererseits durch Federn 34, wobei die Aufwärtsbewegung unter der Wirkung der genannten Federn durch Anschläge 35 begrenzt wird (vgl. Fig. 3; die Anschläge sind in Fig. 4 aus Gründen besserer Übersichtlichkeit dieser Figur weggelassen) .
  • Die obenerwähnten Längsstangen 14, die die Zapfen zur Führung der Platinen 12 tragen, sind in senkrechter Richtung nicht fest angeordnet, sondern können durch Exzenter 36 vorübergehend angehoben werden (Fig. 3); diese Exzenter 36 sitzen auf einer Welle 37 mit Handkurbel 38, wodurch alle Platinen z2, die sich in der »abgesenkten Stellung befinden, wieder angehoben werden können. Dieses Anheben -wird ermöglicht durch die Zapfen 15, wie aus einer Betrachtung der Fig. 2 ohne weiteres klar wird.
  • Alle beschriebenen Teile werden von einem Gestell 39 (Fig. 5) getragen, in dessem unteren Teil sich der Elektromotor 4o befindet, der durch den Riemen 41 die Maschine antreibt, wie noch erläutert wird.
  • Seitlich neben dem Gestell 39 befindet sich ein zweites Gestell 42 in Form eines Rahmens, in dem eine Tafel 43 senkrecht verschiebbar ist. Die Aufundabbewegung der Tafel .43 erfolgt durch eine Handkurbel 44., die auf Seilzüge einwirkt, deren Einzelheiten nicht dargestellt, aber für den Fachmann ohne weiteres vorstellbar sind. Diese Tafel 43 ist dazu bestimmt, die Patrone 45 des Musters aufzunehmen, das abgelesen werden soll. Das Gestell oder Rahmen 42 trägt eine Traverse 46, auf der ein kleiner Wagen 47 gleiten kann, der einen Zeiger 48 hat, mit dessen Hilfe der Bedienende den horizontalen Reihen der Patrone folgen kann (wie üblich entsprechend den aufeinanderfolgenden Schlägen). Dieser Wagen 47 ist mit einem endlosen Seilzug 49 verbunden, der über zwei Rollen 50 läuft, von denen die eine fest an einem Zahnrad 51 (Fig. 4) sitzt, das in eine Zahnstange 52 eingreift, die am oben beschriebenen Wagen 22 befestigt ist, derart, daß beim Verschieben des Zeigers 48 längs der Patrone 45 automatisch eine Verschiebung des Wagens 22 im gleichen Verhältnis hervorgerufen wird. Es ist klar, daß die Kupplung zwischen dem Wagen 22 und dem Zeiger 4.8 eine feste Verbindung zwischen den beiden Gestellen 39 und .42 erfordert, die miteinander durch Querriegel od. dgl. verbunden sind, was in der Zeichnung zur Vermeidung von Unübersichtlichkeit nicht dargestellt ist. Übrigens könnte man das Zahnrad S z auch von der entsprechenden Rolle 5o getrennt anordnen, beide müßten dann winkelförmig durch eine Kardanwelle, eine biegsame Welle oder andere geeignete Antriebselemente miteinander verbunden werden.
  • Das Gestell 42 trägt noch eine Traverse 53, auf der ein Kasten 54 gleitet, der auf seiner Rückseite acht Tasten 55 und auf seiner Vorderseite drei Tasten 56, 57 und 58 hat. Dieser Kasten 54 ist mit den verschiedenen Elektroantrieben der Maschine durch biegsame Kabel verbunden, die lediglich in Fig. 5 dargestellt sind. Die Einzelheiten der Steuerstromkreise, die vom Kasten 54 aus schaltbar sind, werden weiter unten erläutert.
  • Schließlich hat das Gestell 42 noch ein Pedal 59, durch das die Kupplung der Nachlocheinrichtung gesteuert wird.
  • Der Wagen 22 ist mit einer selbsttätigen Blockierungs- und Vorwärtsschalteinrichtung ausgerüstet, die in Fig. 4 nicht dargestellt ist. Gemäß Fig. 6 besteht diese Einrichtung aus einer zweiten in Längsrichtung liegenden Zahnstange, die mit zwei gegenüberliegenden Verzahnungen 6o und 61 versehen ist. Die erste arbeitet mit einem einzigen Zahn 62 zusammen, der auf einem Exzenter 63 sitzt, dessen drehbarer Teil auf einer senkrechten Welle 64 aufgekeilt ist. während sein fester Teil durch eine an ihm festsitzende Gabel 65 gehalten wird, die in einen Festzapfen 66 eingreift. Aus dieser Anordnung ist ersichtlich, daß der Zahn 62 bei jeder Drehung der Welle 6.4 eine kreisende Längsbewegung ausführt, die ihn mit der Verzahnung 6o in Eingriff bringt und die Verzahnung 6o dabei genau um einen Zahn vorwärts bewegt. Der Nrorwärtshub der Verzahnung 6o muß natürlich der Entfernung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Querreihen von Platinen 1.2 entsprechen, was im übrigen selbstverständlich ist. Die Fig. 7 bis 9 zeigen anschaulich die verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Eingriffs des Zahns 62 in die Verzahnung 6o.
  • Die Verzahnung 61 arbeitet mit einer federnden Halteklinke 67 zusammen, die den Wagen 22 in seinen aufeinanderfolgenden Stellungen mit genügender Kraft blockiert, um zu verhindern, daß er nicht zur Unzeit verschoben werden kann, wenn der obengenannte Wagen 47 betätigt -wird. Der erwähnte Exzenter 63 hat einen festen Auslösehebel 68, der die genannte Halteklinke 67 zwanläufig ausklinkt, um die Betätigung des Wagens' durch den Zahn 62 zu ermöglichen, ohne daß dieser eine übermäßige Kraft aufwenden muß (das Profil der Verzahnung 6 1 kann übrigens so sein, daß durch die Halteklinke 67 eine völlige Blockierung eintritt) .
  • Ein Elektromagnet 69 (Fig. ro), der auf einen Winkelanker 70 einwirkt, gestattet das Ausklinken der Halteklinke 67, wenn der Wagen nach Wunsch frei verschiebbar sein soll, was weiter unten noch erklärt wird.
  • Wie Fig. io zeigt, ist die genannte Welle 64 durch Zahnräder 7 i mit der Antriebswelle 28 der Schlagplatte z.4 derart verbunden, daß die erstere sich genau mit der Geschwindigkeit der letzteren dreht. Die Verbindung ist dabei so gehalten, daß die Platte 24 die Schlagbewegung der Stößel i9 voll beendet hat, wenn der Zahn 62 den Wagen 22 zu bewegen beginnt, damit der letztere und mit ihm die Stößel i9, die er trägt, sich nur bewegen, wenn die Stößel i9 frei sind. Eine Lösung dieses Problems besteht darin, der Platte 2.4 einen wesentlich größeren Bewegungshub zu geben, als er für die eigentliche Schlagbewegung nötig ist, derart, daß es möglich ist, sie nicht nur in der oberen Stellung anzuhalten, sondern auch beispielsweise auf halbem Hub, gegebenenfalls auch noch tiefer. Es ist leicht einzurichten, daß das Schlagen im ersten Bewegungsbereich von ioo bis 15o° gleichzeitiger Drehung der Wellen 28 und 64 erfolgt, während der Zahn 62 den Wagen erst ab 16o bis i8o° Drehung den Wagen zu verschieben beginnt. Selbstverständlich kann man auch die Einstellung des Exzenters 63 etwas nach rückwärts verschieben.
  • Die verschiedenen Steuerungen der beschriebenen Einrichtungen arbeiten wie folgt: Der Riemen 4.1 (Fig. 5) treibt eine Leerscheibe 72 auf der Antriebswelle der Nachlocheinrichtung an, die mit der Leerscheibe während einer genauen Umdrehung durch eine Kupplung gekuppelt werden kann, wie sie bei Pressen üblich ist und daher nicht im einzelnen dargestellt wurde (beispielsweise Drehkeilkupplung). Diese Kupplung wird durch einen Bowdenzug 73 vom Pedal aus betätigt.
  • Die erwähnte Riemenscheibe 72 ist durch eine Kette 74. (Fig. 5) mit einer Kupplung 75 auf der Welle 28 verbunden. Diese Kupplung ist gleichfalls vom Typ der Pressenkupplungen, d. h. sie schaltet sich automatisch wieder aus, wenn die von ihr gekuppelte Welle genau eine Umdrehung gemacht hat. Die Kupplung wird durch den Elektromagnet 29 betätigt, dessen Stromkreis durch die Taste 56 des Kastens 54 über ein Kabel 76 gesteuert wird. Diese Taste 56 ist jedoch so eingerichtet, daß sie bei jeder Betätigung immer nur einen sehr kurzen Stromstoß vermittelt. Beispielsweise wird, wie ganz schematisch in Fig. 3 dargestellt, beim Drücken ein biegsamer Kontakt betätigt, an dem die Taste nach Bewirkung des Stromschlusses vorbeigleitet. Dieser Stromstoß genügt aber, um die Kupplung 75 einzudrücken, die nunmehr eine volle und einzige Umdrehung der Welle 28 veranlaßt.
  • Der Elektromagnet 29 kann auch durch die Taste 58 betätigt werden, aber diese gibt im Gegensatz zur Taste 56 einen Dauerstrom, derart, daß die Welle 28 aufeinanderfolgende und ununterbrochene Umdrehungen so lange ausführt, wie die Taste 58 gedrückt bleibt. Zu bemerken ist dabei, daß beim Loslassen der Taste 58 die gerade im Gang befindliche Umdrehung der Welle noch beendet wird, denn die Kupplung rückt, wie jede Pressenkupplung, erst aus, wenn eine volle Umdrehung zu Ende ist, die die Welle in die Ausgangsstellung zurückbringt.
  • Der Elektromagnet 69, der die Auslösung der Halteklinke 67 und das Entriegeln des Wagen 22 bewirkt, wird durch einen Stromkreis gesteuert, der durch das Verbindungskabel 78 und die mittlere Taste 57 geschlossen wird.
  • Die acht Elektromagnete 3 i, die die Betätigung der Stangen 23 bewirken, werden durch acht Stromkreise gesteuert, die durch Verbindungskabel 79 und die acht Tasten 55 geschlossen werden.
  • Es ist noch zu erwähnen, daß die Rahmen 2o auf dem Wagen 22 durch leicht abnehmbare Mittel befestigt sind, beispielsweise, wie gezeigt, durch Löcher 8o in den Längsholmen des Wagens und durch kleine Zapfen, die auf der Unterseite jedes Rahmens befestigt sind. Die Längsholme des Wagens können eine Gradeinteilung haben, damit die Stellung jedes Rahmens unverzüglich ermittelt werden kann und sichergestellt wird, daß die Rahmen genau winkelrecht aufgesetzt werden, da durch die dicht aneinanderliegenden Löcher die Gefahr einer Fehleinstellung möglich ist.
  • Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Es sei angenommen, daß die Patrone, mit der gearbeitet wird, ein Muster mit zwei Farben darstellt, »Blau« und »Rot« beispielsweise.
  • Die erste Arbeit besteht darin, die Musterbänder wie folgt auszuführen: Ein erstes Band, das zwei Lochungen für die rote Farbe vereinigt, ein zweites Band, das zwei Lochungen für die blaue Farbe vereinigt, ein drittes Band, das zwei Lochungen für den Grundton vereinigt.
  • Um das Muster, das in Fig. i i dargestellt ist und dessen weiße Karos den Grundton, dessen schwarze Karos die roten Punkte und dessen gekreuzte Karos die blauen Punkte wiedergeben, müssen also drei Bänder mit zwei Lochungen, d. h. im ganzen sechs Lochungen vorgesehen werden.
  • Es sei ferner zur Vereinfachung angenommen, daß sich das Muster über die ganze Breite des Gewebes ohne Wiederholung erstreckt. Der übliche Fall, wo sich das :Muster wiederholt, wird weiter unten behandelt.
  • Der Bedienende beginnt mit dem Drücken der Taste 57, wodurch der Wagen 22 frei wird, den er nun in seine Stellung ganz links zurückführt, indem der Zeiger .48 verschoben wird, der wie beschrieben, mit dem Wagen durch den Seilzug 49, die Rolle 5o, das Zahnrad 51 und die Zahnstange 52 verbunden ist. Er heftet dann die Patrone 45 auf die Tafel 43, die sich in der obersten Stellung befindet, derart, daß der Zeiger 48 in der Mitte der Serie der acht ersten Karos der ersten horizontalen Reihe von unten liegt (zur Vereinfachung enthält die Patrone eine Karierung mit dicken Linien, deren Karoseiten achtmal größer sind als die der kleinen Karierung). Der Zeiger befindet sich also in der Stellung 48, der Fig. i i. Er stellt ferner einen einzigen Rahmen 2o auf den Wagen 22 am linken Ende desselben. Dann bringt er auf der Nachlocheinrichtung einerseits das Papierband 4 an, das gelocht werden soll (auf den Rädern 6) und andererseits ein Musterband io (auf dem Rad i i), das entsprechend den Lochungen für die verschiedenen Schützen in den Grundtonpartien vorbereitet ist.
  • Er nimmt dann den Kasten 54 in die Hände, indem die beiden Daumen auf den Tasten 56 und 58 und die acht anderen Finger auf den Tasten 55 ruhen. Er liest den Grund auf der unteren Reihe der Patrone ab, wobei eine Taste 55 bei jedem der acht kleinen Karos, von links anfangend, gedrückt wird, wenn das betrachtete Karo dem Grundton entspricht, also keine Taste gedrückt wird, wenn das Karon nicht dem Grundton entspricht.
  • Bei Betrachtung der Fig. i i ergibt sich damit, däß die Tasten i, 3, 4 und 7 entsprechend den weißen Karos gedrückt werden, während die Tasten 2, 5, 6 und 8 ausgelassen werden. Jeder gedrückten Taste entspricht eine Verschiebung einer Stange 23 durch den zugehörigen Elektromagnüt 3i.
  • Hiernach drückt der Bedienende die Taste 56, die, wie vorstehend beschrieben, eine Umdrehung der Welle 28 (und damit auch der Welle 64 der Fig. 6 und io) bewirkt. Die Platte 24 schlägt auf die Stangen 23, sie drückt die Stangen nach unten, die von den Tasten 55 verschoben wurden, und diese Stangen 23 drücken nun weiterhin die entsprechenden Platinen i2 (Fig. 5) in der ersten O_uerreihe der Platinen nach unten. Außerdem rückt die Welle 6.4 den Wagen 22 um einen Zahn der Verzahnung 6o weiter, wobei diese Bewegung über die Zahnstange 52 den Vorschub des Zeigers .I8 nach rechts um ein Ausmaß veranlaßt, das einer Karoseite der großen Karierung der Patrone gleich ist. Der erwähnte Zeiger befindet sich alsdann in der Stellung 48v (Fig. i i) .
  • Der Bedienende wiederholt dann genau die gleichen Operationen. Er drückt diesmal die Tasten 2, 4., 5, 6 und 7 und läßt die Tasten i, 3 und 8 aus, dann drückt er wieder die Taste 56, wodurch die Platinen 12 der zweiten Querreihe betätigt werden, und so geht es weiter, bis zum Ende der horizontalen Reihe am unteren Rand der Patrone, jedesmal rückt der Wagen 22 einen Zahn der Verzahnung 6o weiter.
  • Ist dieser Vorgang beendet, so haben die ganzen Platinen t2 gewissermaßen die Patrone kopiert, alle Platinen, die einem Grundtonpunkt entsprechen, sind abgesenkt und alle anderen sind oben geblieben. Unter Bezugnahme auf Fig. i und die Erläuterungen zu dieser Figur ist nun ersichtlich, daß überall dort, wo beim Ablesen der Grundton getroffen wurde, die Tastnadeln i in Kontakt mit dem Musterband io kommen und durch das Musterband ausgewählt werden konnten, während sie an anderen Punkten angehoben blieben.
  • Der Bedienende tritt nun das Pedal 59 (Fig. 5), wodurch er die Nachlocheinrichtung für einen einzigen Schlag in Tätigkeit setzt, wie dies in bezug auf die Scheibe 72 erklärt worden ist. Die betreffende Karte des Bandes 4 in Fig. i wird also gelocht in Abhängigkeit von der ersten Karte des Musterbandes io, aber nur in den Zonen entsprechend den Grundtonpunkten, die anderen Zonen werden nicht gelocht. Selbstverständlich bewirkt die Bewegung der Scheibe 72 außer der Lochung des Bandes 4 auch den Vorschub der beiden -Bänder 4. und io, die dadurch in die Arbeitsstellung für die Lochung der zweiten Karte kommen.
  • Der Bedienende senkt nun die Tafel 43 (Fig. 4.) durch Betätigung der Handkurbel44 derart, daß der Zeiger 48 auf die zweite horizontale Reihe von unten der Patrone gelangt. Er drückt auf die Taste 57, um den Wägen durch die Wirkung des Elektromagnets 69 freizugeben, wie oben in bezug auf Fig. 3 und 6 bis io erläutert wurde, und er führt den Zeiger in die Stellung ganz links zurück, wobei der Wagen gleichfalls in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
  • Er beginnt dann wieder mit den Operationen für die zweite horizontale Reihe, und so geht es weiter, bis - die oberste horizontale Reihe der Patrone erreicht ist. Dann ist der Grundton voll abgelesen.
  • Er führt nun alles in die Ausgangsstellung zurück, das zu lochende Band 4 einbegriffen, das nun bereits die dem Grundton entsprechenden Löcher erhalten hat. Er bringt auf dem Rad i i ein anderes Musterband mit den Lochungen für die rote Partie des Musters an. Dann beginnt er wieder mit allen bereits beschriebenen Operationen, nur daß diesmal nicht der Grundton, sondern die rote Farbe abgelesen wird, d. h. also, seine erste Ables.ung ist jetzt 2, 5 und 6. Diese Serie von Operationen bewirkt also nun die Lochung des Bandes .4 entsprechend der Musterung der roten Partie, aber nur in den Zonen entsprechend den Punkten, wo diese rote Farbe erscheinen soll.
  • Der Bedienende verfährt schließlich in gleicher Weise für die blaue Farbe, und dieses Mal wird nun das Band völlig fertiggestellt und kann aus der Maschine entnommen werden.
  • Bei der vorstehenden Bedienungsvorschrift ist noch nicht der Fall behandelt worden, daß der Bedienende Wiederholungen vorfindet, diese können in zweierlei Weise vorhanden sein: Das Muster selbst kann sich regelmäßig mehrmals über die Breite der Patrone wiederholen, wie dies häufig der Fall ist. Wenn man beispielsweise annimmt, daß es sich zweimal wiederholt, bedeutet dies im allgemeinen bei der Benutzung der normalisierten Kartentypen des Systems »VERDOL«, daß von den hundertachtundsechzig Querreihen von acht Löchern oder vollen Stellen, die letzten vierundachtzig mit den ersten vierundachtzig identisch sind mit einigen Leistenreihen daneben. In solchem Falle setzt der Bedienende auf den Wagen nicht nur einen Rahmen 20, sondern gleich zwei, und zwar einen ganz links und den zweiten in die Mitte (auf die Reihe 85 beispielsweise). Die Stangen werden also dann jedesmal auf zwei Reihen von Platinen 12 einwirken und sie in gleicher Form auswählen, was gerade die angestrebte Wirkung ist. Folglich ist also vermittels der geschickten Anordnung eines zweiten Rahmens 2o, der schnell und leicht anzubringen ist, die Dauer der Ablesung auf die Hälfte vermindert.
  • Es ist leicht ersichtlich wie der Bedienende zu verfahren hat, wenn sich das Muster dreimal, viermal usw. über die Breite des Gewebes wiederholt.
  • Die zweite Art von Wiederholungen besteht darin, daß der Bedienende in einer horizontalen Reihe mehrere aufeinanderfolgende Gruppen von acht kleinen Karos der Patrone (Punkte) vorfindet, die genau identisch sind. Beispielsweise kann eine ganze Reihe oder ein großer Teil einer Reihe nur Grundton haben. In solchem Falle liest der Bedienende die erste Gruppe von acht Punkten ab, aber anstatt nun die Taste 56 zu drücken, drückt er die Taste 58, wobei er die Tasten 55 in der Ablesestellung hält (beispielsweise alle Tasten gedrückt, wenn die Reihe nur Grundton hat).
  • Die Kupplung 75 bleibt dann so lange eingerückt, wie die Taste 58 gedrückt ist, und infolgedessen schlagen die Stangen 23 entsprechend der Ablesung, der Wagen 22 rückt um einen Zahn vor, dann schlagen die Stangen erneut, immer entsprechend der Ablesung, und so geht es fort von Gruppe zu Gruppe der acht Punkte, wobei der Zeiger 48 ebenfalls jedesmal auf der Patrone weiterwandert. Ist dieser am Ende der Reihe angekommen oder bei dem Teil der Reihe mit den Wiederholungen, läßt der Bedienende die Taste 58 los, wodurch die Welle 28 sogleich am Ende der Umdrehung, in der sie sich gerade befand, angehalten wird, d. h. also, wenn die Stangen 23 die Platinen 12 betätigt haben, die den acht Punkten entsprechen, vor denen sich der Zeiger 48 gerade noch befand, jedoch noch nicht die Platinen 12 betätigt haben, die den acht Punkten entsprechen, vor denen er sich jetzt befindet, und für die der Bedienende nun Zeit hat, um sie ebenfalls abzulesen.
  • Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß mittels geeigneter Abänderungen in der Betätigung die beschriebene Maschine in allen vorkommenden besonderen Fällen angewendet werden kann, beispielsweise in Fällen, wo ein Schützen für den Grund vorhanden ist, in Fällen, wo die Schützen zwangläufig einen Hin- und Rückgang machen, in Fällen, wo in den sichtbaren Teilen einer der Schützen nicht immer nach dem gleichen Muster arbeitet, in Fällen von Mustern mit einfacher Musterung, mit einem einzigen Schützen.
  • Die beschriebene Maschine kann leicht als einfache Nachlocheinrichtung (Kopiermaschine) benutzt werden. Es genügt dazu, alle Platinen ein für allemal abzusenken. Bei Betätigung des Pedals wird dann das Musterband Karte für Karte kopiert.
  • Die Beschreibung der Einzelheiten ist selbstverständlich nur beispielsweise und übrigens ziemlich schematisch erfolgt, sie bezieht sich lediglich auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und beschränkt den Bereich derselben nicht, aus dem auch nicht der Ersatz von Einzelheiten durch andere äquivalente Mittel herausführt. Es ist klar, daß die verschiedenen beschriebenen Bewegungen auch in anderer Weise verwirklicht werden können und daß die Erfindung keineswegs auf die beschriebenen Arten beschränkt ist, die nur gewählt wurden, um die Gedankengänge der Erfindung aufzuzeigen und weil diese am vorteilhaftesten für den erstrebten Zweck erscheinen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Lochen von Muster-Papierbändern und -karten nach einem Muster oder einer Patrone mit einer Nachlocheinrichtung vom Typ »VERDOL«, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastnadeln (i) mit Spiel an Platinen (i2) aufgehängt sind, die einzeln in eine obere Stellung, bei der die Tastnadeln (i) oberhalb des Musterbandes (io) der Nachlocheinrichtung angehoben sind, oder in eine untere Stellung einrückbar sind, bei der die Tastnadeln (i) auf das Musterband (io) abgesenkt sind und von diesem ausgewählt werden, wobei die Platinen (i2) vom Bedienenden wahlweise nach Maßgabe des abgelesenen Musters betätigt werden.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (i4, 15) zum gemeinsamen Anheben aller Platinen (i2) und eine Auswahleinrichtung (25, 23, 1g) zum aufeinanderfolgenden Absenken einer Platine (i2) nach der anderen vorgesehen sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wagen (22) zum Absenken der Platinen (i2) vorgesehen ist, der Einrichtungen (ig, 2o) zur wahlweisen Absenkung der Platinen (i2) einer Querreihe derselben trägt, wobei unter absatzweisem Verschieben des Wagens (22) oberhalb der Platinenquerreihen nacheinander auf alle abzusenkenden Platinen (i2) eingewirkt wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagen (22) mehrere Einrichtungen (ig, 2o) zum Absenken der Platinen (i2) enthält, die gleichzeitig unter entsprechender Kupplung miteinander arbeiten, derart, daß der Bedienende gleichzeitig die entsprechenden Platinen (i2) mehrerer Querreihen absenken kann und somit Wiederholungen des abgelesenen Musters bei einmaligem Ablesen mit übertragen werden.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von Längsstangen (23) vorgesehen ist, die in gewissem Abstand oberhalb der Platinenlängsreihen liegen und senkrecht nach unten absenkbar sind, und daß ferner senkrecht verschiebbare Stößel (ig) entsprechend den Platinenquerreihen vorgesehen sind, die Zwischenglieder zwischen den Stangen (23) und den Platinen bilden, wobei diese Stößel (ig) in Rahmen (2o) gelagert sind, die auf dem Wagen (22) aufgesetzt sind.
  6. 6. Maschinenach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (23) ihrerseits durch eine Schlagplatte (24) mit Leisten (25) betätigt werden, wobei die Stangen (23) am oberen Rand gegenüber den Leisten (25) ausgezahnt sind, derart, daß bei geringer Horizontalverschiebung der Stangen (23) die Leisten (25) der Schlagplatte (24) von den Zahnlücken auf die vollen Teile der Stangen (23) gelangen und dadurch auf die Stangen (23) einwirken können.
  7. 7. Maschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Horizontalverschiebung der Stangen (23) auf elektrischem Wege (31) durch Tasten (55) erfolgt, die auf einem Kasten (54) angeordnet sind, der von Hand bedient wird. B. Maschine nach Anspruch von i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagplatte (24) auf elektrischem Wege durch eine von Hand gesteuerte Taste (56) gesteuert wird, die ebenfalls auf dem Kasten (54) angeordnet ist. g. Maschine nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Antrieb der Schlagplatte (24) ein automatischer Vorschub für den Wagen (22) verbunden ist. io. Maschine nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub des Wagens (22) durch einen Zeiger (48) an der abzulesenden Patrone (45) wiedergegeben wird, der in geeigneter Weise mit dem Wagen (22) gekuppelt ist. i i. Maschine nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch eine Taste (58) gesteuerter Wiederholungsantrieb vorgesehen ist, der nach einem Verschieben des Wagens (22) die Wiederholung der vorhergehend ausgewählten Platinen (12) bewirkt.
DES17931A 1948-04-20 1950-07-27 Maschine zum Lochen von Muster-Papierbaendern und -karten Expired DE961700C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214823B (de) * 1960-02-15 1966-04-21 Andre Corbaz Verfahren zum UEbertragen eines Musters mittels elektrischer Impulse auf einen Programmtraeger fuer die Nadelwahl einer automatischen, mehrsystemigen Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine
DE1535930B1 (de) * 1961-07-13 1970-07-02 Grosse Erich Schlagmaschine fuer endlose Papierkarten
DE3141876A1 (de) * 1981-10-22 1983-05-26 Maschinenfabrik Carl Zangs Ag, 4150 Krefeld Vorrichtung zum stanzen oder kopieren von musterkarten
USD371159S (en) 1994-05-13 1996-06-25 Alpha Merics Corporation Large vertical format printer

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