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Maschine zum Lochen von Muster-Papierbändern und -karten Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf Maschinen, die zum Lochen von Muster-Papierbändern oder
-karten nach einem Muster oder einer Patrone benutzt werden, insbesondere zum Lochen
von Papierbändern des Systems »1'ERDOL«. Die Erfindung ermöglicht die Verwirklichung
einer einfachen und leicht und schnell Medienbaren Maschine, bei der sich der Bedienende
nicht im einzelnen mit den ,Musterungen jedes Teils des Musters zu beschäftigen
braucht.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Verwirklichung einer Maschine
zum Lochen von Papierbändern oder -karten, die ohne jede Umwandlung als Nachlochmaschine
arbeiten kann, d. h. um von einem bereits vorhandenen Papierband oder Karte eine
reine und einfache Kopie herzustellen. Die Erfindung sieht ferner die Verwirklichung
einer Maschine zum Lochen von Muster-Papierbändern oder -karten vor, die wenigstens
unter gewissen Bedingungen, die automatische Wiederholung entweder einer bestimmten
Karte (der Ausdruck »Karte« soll hier die Fläche einer Karte oder den Teil eines
Papierbandes entsprechend einem Schlag bedeuten) oder auch eines bestimmten Teils
einer Karte gestattet, derart, daB die Arbeit des Ablesens des Bedienenden auf ein
Minimum reduziert wird, denn, wenn eine Karte oder ein Teil einer Karte eine schon
vorher einmal abgelesene Karte oder einen Teil dieser Karte wiedergibt, ist das
erneute Ablesen oft unnötig.
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Die Maschine nach der Erfindung enthält im wesentlichen eine Einrichtung
zum Nachlochen vom Typ »VERDOL«, wobei die Tastnadeln mit
Spiel
an Platinen aufgehängt sind, die entweder in einer oberen Stellung, bei der die
Tastnadeln angehoben sind, oder in einer unteren Stellung eingerückt sein können,
bei der die Tastnadeln auf das Musterband der Nachlocheinrichtung (dieses Musterband
gibt die Musterung des vom Bedienenden abgelesenen Teils der Patrone wieder) abgesenkt
'sind und gemäß diesem Musterpapier ausgewählt werden, wobei Mittel vorgesehen sind,
um dem Bedienenden die wahlweise Absenkung der genannten Platinen für alle Punkte
der Patrone zu gestatten, wo dieser die Wiedergabe der Lochungen des Musterpapiers
wünscht und um die Anhebung als Ganzes auf einmal zu gestatten, wenn das Ablesen
und die Lochung der Anzahl der Karten entsprechend dem abgelesenen Teil der Patrone
beendet ist.
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Die Maschine nach den vorstehenden Angaben benutzt beim Ablesen der
Patrone in aufeinanderfolgender Weise für jede Farbe, die sie enthält, die Nachlocheinrichtung,
die als Muster ein Band mit Lochungen trägt, die denen entsprechen, die für jeden
Schützen in dem abgelesenen Teil vorzusehen sind. Der Bedienende senkt also die
Platinen entsprechend den Punkten wo die in Betracht kommende Farbe vorhanden sein
soll, und er läßt die anderen Platinen in der gehobenen Stellung. Es ist daraus
ersichtlich, daß für diese Punkte die Karten entsprechend den gewünschten Lochungen
durchlocht werden, ebenso wie sie an den anderen Punkten nicht durchlocht werden.
Beim fortlaufenden Ablesen des Musters für alle Farben bewirkt der Bedienende die
vollständige und schnelle Lochung aller Karten.
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Die Betätigung der Platinen wird vorzugsweise in Achterserie vorgenommen,
diese Zahl hat den Vorteil, daß sie einmal der Normalzahl der Löcher in einem OOuerbereich
einer Karte des »VER5OL«-Systems entspricht (wobei »Karte« hier wieder die Fläche
des Papierbandes entsprechend einem Schlag bedeutet) und ferner auch gleich der
Zahl der Finger beider Hände des Bedienenden ist, von den Daumen dabei abgesehen.
Diese Betätigung wird durch einen Wagen gesichert, der eine Schlageinrichtung trägt,
die sich über eine Querreihe von acht Platinen erstreckt und sich von Reihe zu Reihe
nach Wunsch des Bedienenden verschieben läßt. Wenn sich das abzulesende Muster mehrmals
über die Breite des Gewebes wiederholt, wird die Maschine nach der Erfindung vorteilhafterweise
mit mehreren Schlageinrichtungen ausgerüstet, die gleich weit voneinander auf dem
erwähnten Wagen vorgesehen sind, derart, daß das Arbeiten der einen von ihnen automatisch
von den anderen wiederholt wird, wenn ein einziger Teil des Musters für einen Schlag
abgelesen wird, wodurch sich die Schnelligkeit des Ablesens vervielfacht.
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Die Betätigung der Platinen wird durch acht Tasten bewirkt, jedoch
steuern diese letzteren das Absenken der Platinen nicht direkt, sondern bereiten
es nur vor, und es wird dann mechanisch nach Betätigung der genannten Tasten durch
eine zusätzliche Taste vorgenommen, die durch einen der beiden Daumen des Bedienenden
betätigt wird. Der Vorteil dieser Einrichtung ist zunächst, daß dem Bedienenden
ermöglicht wird, seine Ablesung zu überprüfen, bevor er die Platinen betätigt, und
ferner kann der Bedienende sein Ablesen für eine oder mehrere Reihen von acht Platinen
wiederholen, wenn er sich in einer regulären Zone der Patrone für die betrachtete
Farbe befindet. Zu diesem Zweck kann die Maschine nach der Erfindung eine Wiederholtaste
haben, die ebenfalls durch einen Daumen betätigt wird, und die die automatische
Wiederholung der Ablesung für die folgende Platinenreihe sicherstellt.
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Die Tasten sind v orteilhafterweise getrennt von der Nachlocheinrichtung
auf einem Wagen angeordnet, der sich vor einer Ablesetafel verschieben läßt, die
die Patrone trägt. Die Tasten sind mit der genannten Einrichtung durch elektrische
Kabel verbunden, wobei die Betätigung auf elektromagnetischem Wege erfolgt. Der
Bedienende kann also seinem Muster von Reihe zu Reihe folgen, ohne sich um die Nachlocheinrichtung
zu kümmern, die automatisch mitarbeitet. Er drückt mithin die acht Tasten entsprechend
den acht Fingern, außer Daumen, und überträgt die Ablesung auf die Platinen durch
die Daumentasten, indem diese wiederholt gedrückt werden, wenn es nötig ist, und
dann, wenn alle Platinen in Stellung sind, bewirkt er die Lochung der gewünschten
Anzahl von Karten, indem der Antriebsmechanismus für den Druckrost der Nachlocheinrichtung
eingekuppelt wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
aus dessen nachfolgender Beschreibung die Einzelheiten der Erfindung und die damit
erreichten Vorteile hervorgehen. Es zeigt Fig. i eine ganz schematische Ansicht
der mit der Maschine verbundenen Nachlocheinrichtung, Fig. a eine Teilansicht des
Aufrisses einer Längsreihe von Tastnadeln und den damit verbundenen Teilen, Fig.
3 eine teilweise Vorderansicht, ebenfalls schematisch, der Schlageinrichtung für
die Platinen, Fig. .4 eine perspektivische, schematische Ansicht der wesentlichen
Teile der Maschine, Fig. 5 einen allgemeinen Aufriß der ganzen Maschine, Fig. 6
eine Ansicht des Wagens von oben, der die Stößelrahmen für die Platinen trägt, Fig.
7 bis g Einzelansichten in größerem Maßstab der Vorwärtsschalt- und Blockierungseinrichtung
des Wagens in drei aufeinanderfolgenden Stellungen, Fig. io eine Stirnansicht der
Schlageinrichtung der Platinen, Fig. 11 die wiederzugebende Patrone in Teilansicht.
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Wie bereits einleitend ausgeführt, enthält die :Maschine gemäß der
Erfindung eine Nachlocheinrichtung des Systems »VERDOL«, deren Tastnadeln (Vornadeln)
in besonderer Weise gesteuert werden. Fig. i stellt schematisch diese Einrichtung
dar,
die in der bekannten Weise die Tastnadeln i aufweist, die die Stoßnadeln 2 halten,
die ihrerseits auf die Lochstempel 3 einwirken. Diese lochen das Papier 4., das
dabei von einer Lochplatte 5 unterstützt ist. Zapfenräder 6, die durch ein geeignetes
Getriebe absatzweise bewegt werden, verschieben das Papier 4. im gewünschten Umfang
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Lochungen. Die Stoßnadeln 2 werden durch einen
Druckrost 7 betätigt, der auf sie eine horizontale Stoßbewegung ausübt. Andererseits
werden die Tastnadeln i durch eine Führung 8 geführt, die über einer Lochplatte
oder einem Tisch g liegt, auf dem das Musterpapier io ruht, dessen Vorwärtsbewegung
ebenfalls absatzweise durch Zapfenräder i i bewirkt wird. Der Tisch g hat einen
senkrechten Antrieb, so daß er während des Papiervorschubs das Papier io absenkt,
um es mit den Tastnadeln außer Eingriff zu bringen, wonach er es wieder anhebt.
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Die Betriebsweise dieser Teile ist bekannt. Das Musterpapier io wird
vorwärts bewegt, damit es unter der Führung 8 alle Lochungen darbietet, die zu einem
Schlag der Maschine gehören, wobei die Gesamtheit dieser Lochungen gewöhnlich als
eine :>Karte« bezeichnet wird, obwohl beim System >.VERDOL« nicht die aufeinanderfolgenden
Karten des jacquardmechanisrnus, sondern ein fortlaufendes Papierband benutzt wird.
Das Papier wird dann angehoben gegen die Tastnadeln i, wobei diejenigen Tastnadeln,
die ein Loch in der Karte vorfinden, in einer abgesenkten Stellung verbleiben, während
diejenigen Tastnadeln, die auf das volle Papier stoßen, in eine angehobene Stellung
gelangen. Die Stoßnadeln 2, die den abgesenkten Tastnadeln i entsprechen, kommen
in Arbeitsstellung und erhalten den Schlag des Druckrostes 7, während die Stoßnadeln,
die den angehobenen Tastnadeln entsprechen, von den Vorsprüngen des Druckrostes
nicht erfaßt werden. Beim Vorlauf des Druckrostes 7 wird dann das Papier -. genau
entsprechend dem Musterpapier io gelocht.
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Bei der Maschine nach der Erfindung sind die Tastnadeln i an Platinen
12 mit einem erheblichen Spiel aufgehängt, derart, daß bei abgesenkter Stellung
der Platinen 12 die Tastnadeln i durch ein volles Papierfeld angehoben gehalten
werden können, ohne daß dies den vorgesehenen Bereich für die Abwärtsbewegung der
Platinen beschränkt. Es ist ersichtlich, daß unter diesen Bedingungen überall da,
wo die Platinen 12 abgesenkt sind, das Papier :4 genau nach der Lochung des Musterpapiers
io gelocht wird, während überall dort, wo die Platinen 12 oben sind, das Papier
4 nicht gelocht werden wird, selbst wenn das Musterpapier io hier gelocht ist. Mit
anderen Worten, es wird das Nachlochen durch bestimmte angehobene Platinen 12 an
allen den Stellen der Karte verhindert, wo diese Platinen gehoben sind.
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Fig. 2 zeigt die Ausbildung der Platinen 12. Es sind dies dünne Lamellen
mit einem länglichen Auge 13, das senkrecht liegt, um die oberen, zu Haken abgebogenen
Enden der Tastnadeln i aufzunehmen. Die Lamellen sind zwischen Längsstangen 14 geführt,
auf denen sie horizontal durch Zapfen 15 gehalten sind, die sich durch einen Längsschlitz
16 erstrecken, wodurch eine senkrechte Bewegung der Lamellen ermöglicht wird, die
für das Arbeiten der Maschine vorgesehen ist. Der obere Teil der Lamellen oder Platinen
12 ist gabelförmig aufgeschlitzt, wobei ein Gabelschenkel kürzer als der andere
ist. Der kürzere Schenkel hat eine vorspringende Nase 17, und die Gabeln sind zwischen
Querstangen 18 mit oberem, gerundetem Anschlag geführt. Die Lamellen oder Platinen
12 sind genügend elastisch, so daß beim senkrechten Einschlagen die Nase 17 in Kontakt
mit dem gerundeten Anschlag der entsprechenden Stange 18 gezwungen wird, was der
betreffenden Platine oder Lamelle eine Abwärtsbewegung gestattet, die mit einem
Einklemmen des Gabelendes in der abgesenkten Stellung verbunden ist. Dies ist ohne
weiteres aus der Fig. 2 ersichtlich, wo die beiden linken Platinen 12 in der abgesenkten
Stellung und die beiden rechten in der gehobenen Stellung dargestellt sind.
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Entsprechend der Teilung, die für die VERDOL-Karten benutzt wird,
sind in einer Querreihe acht Tastnadeln i vorgesehen, die acht Löchern in der Karte
entsprechen, und in einer Längsreihe einhundertachtundsechzig, die den einhundertachtundsechzig
Reihen der acht Kartenlöcher entsprechen.
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Die Platinen 12 werden durch Stößel ig (Fig. 2, 3 und 4) betätigt,
die in Rahmen 2o gelagert sind, in denen sie in der angehobenen Stellung durch leichte
Federn 21 gehalten werden. Die Rahmen 2o befinden sich auf einem Wagen 22, der über
die ganze Länge der Platinenanordnung verschiebbar ist, wie weiter unten noch näher
erläutert wird. Jeder Rahmen 2o ist in Querrichtung vorgesehen und enthält acht
Stößel ig zur Betätigung der acht Platinen einer Querreihe.
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Über den Stößeln ig liegen acht Längsstangen 23, die senkrecht verschiebbar
sind, um wahlweise die Stößel ig in irgendeiner Längsstellung zu betätigen, in der
sich diese bei der Verschiebung des Wagens 22 befinden. Der obere Rand der. Stangen
23 ist gezahnt, wie dies Fig. 3 erkennen läßt, und darüber befindet sich eine Platte
24 mit Leisten 25, die nach unten gerichtete Anschläge bilden. Die Platte 24 ist
durch Stoßstangen 26 mit Exzentern 27 verbunden, die auf einer Längswelle 28 aufgekeilt
sind, so daß die Platte 24 bei Drehung der Welle 28 eine Auf- und Abwärtsbewegung
ausführt.
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Die Stangen 23 können in einem bestimmten Ausmaß, entgegen der Wirkung
von Rückzugsfedern 29, verschoben werden, die die Stangen normalerweise gegen einen
Anschlag 3o halten (vgl. Fig.3, in Fig.4 weggelassen). Die Zähne der genannten Stangen
23 sind in der Weise angeordnet, daß die Leisten 25. bei Ruhestellung der Stangen
23, wobei diese also am Anschlag 30 anliegen, rechts neben den Zähnen liegen
und also bei der Abwärtsbewegung der Platte 24 die Stangen 23 nicht betätigen, während
andererseits bei Verschiebung
der Stangen 23 die Leisten
25 die Zähne der Stangen 23 treffen, wenn sich die Platte 24 nach unten 'bewegt,
wodurch dann weiter die Stangen 23 auf die entsprechenden Stößel 19 einwirken,
die somit die Platinen 12 einschlagen.
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Die Welle 28 wird unter Zwischenschaltung einer Kupplung angetrieben
wie sie bei Pressen üblich ist, wobei das Einschalten der Kupplung die Welle jedesmal
nur eine Umdrehung machen läßt, was weiter unten noch näher erläutert wird.
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Die Stangen 23 sind in Längsrichtung gegen die Wirkung der Federn
29 durch Elektromagnete 31
(Fig. 3 und 4) verschieblich, die über Winkelhebel
32 und Zugstangen 33 auf die Stangen 23 einwirken. Die Einschaltung der elektrischen
Stromkreise für die Elektromagnete wird weiter unten noch erklärt. Die Stangen 23
werden außerdem in ihre obere Stellung einerseits durch die Federn 29, die schräg
angeordnet sind, zurückgeführt und andererseits durch Federn 34, wobei die Aufwärtsbewegung
unter der Wirkung der genannten Federn durch Anschläge 35 begrenzt wird (vgl. Fig.
3; die Anschläge sind in Fig. 4 aus Gründen besserer Übersichtlichkeit dieser Figur
weggelassen) .
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Die obenerwähnten Längsstangen 14, die die Zapfen zur Führung der
Platinen 12 tragen, sind in senkrechter Richtung nicht fest angeordnet, sondern
können durch Exzenter 36 vorübergehend angehoben werden (Fig. 3); diese Exzenter
36 sitzen auf einer Welle 37 mit Handkurbel 38, wodurch alle Platinen z2, die sich
in der »abgesenkten Stellung befinden, wieder angehoben werden können. Dieses Anheben
-wird ermöglicht durch die Zapfen 15, wie aus einer Betrachtung der Fig.
2 ohne weiteres klar wird.
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Alle beschriebenen Teile werden von einem Gestell 39 (Fig. 5) getragen,
in dessem unteren Teil sich der Elektromotor 4o befindet, der durch den Riemen 41
die Maschine antreibt, wie noch erläutert wird.
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Seitlich neben dem Gestell 39 befindet sich ein zweites Gestell
42 in Form eines Rahmens, in dem eine Tafel 43 senkrecht verschiebbar ist. Die Aufundabbewegung
der Tafel .43 erfolgt durch eine Handkurbel 44., die auf Seilzüge einwirkt, deren
Einzelheiten nicht dargestellt, aber für den Fachmann ohne weiteres vorstellbar
sind. Diese Tafel 43 ist dazu bestimmt, die Patrone 45 des Musters aufzunehmen,
das abgelesen werden soll. Das Gestell oder Rahmen 42 trägt eine Traverse 46, auf
der ein kleiner Wagen 47 gleiten kann, der einen Zeiger 48 hat, mit dessen Hilfe
der Bedienende den horizontalen Reihen der Patrone folgen kann (wie üblich entsprechend
den aufeinanderfolgenden Schlägen). Dieser Wagen 47 ist mit einem endlosen Seilzug
49 verbunden, der über zwei Rollen 50 läuft, von denen die eine fest an einem Zahnrad
51 (Fig. 4) sitzt, das in eine Zahnstange 52 eingreift, die am oben beschriebenen
Wagen 22 befestigt ist, derart, daß beim Verschieben des Zeigers 48 längs der Patrone
45 automatisch eine Verschiebung des Wagens 22 im gleichen Verhältnis hervorgerufen
wird. Es ist klar, daß die Kupplung zwischen dem Wagen 22 und dem Zeiger 4.8 eine
feste Verbindung zwischen den beiden Gestellen 39 und .42 erfordert, die miteinander
durch Querriegel od. dgl. verbunden sind, was in der Zeichnung zur Vermeidung von
Unübersichtlichkeit nicht dargestellt ist. Übrigens könnte man das Zahnrad S z auch
von der entsprechenden Rolle 5o getrennt anordnen, beide müßten dann winkelförmig
durch eine Kardanwelle, eine biegsame Welle oder andere geeignete Antriebselemente
miteinander verbunden werden.
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Das Gestell 42 trägt noch eine Traverse 53, auf der ein Kasten 54
gleitet, der auf seiner Rückseite acht Tasten 55 und auf seiner Vorderseite drei
Tasten 56, 57 und 58 hat. Dieser Kasten 54 ist mit den verschiedenen Elektroantrieben
der Maschine durch biegsame Kabel verbunden, die lediglich in Fig. 5 dargestellt
sind. Die Einzelheiten der Steuerstromkreise, die vom Kasten 54 aus schaltbar sind,
werden weiter unten erläutert.
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Schließlich hat das Gestell 42 noch ein Pedal 59, durch das die Kupplung
der Nachlocheinrichtung gesteuert wird.
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Der Wagen 22 ist mit einer selbsttätigen Blockierungs- und Vorwärtsschalteinrichtung
ausgerüstet, die in Fig. 4 nicht dargestellt ist. Gemäß Fig. 6 besteht diese Einrichtung
aus einer zweiten in Längsrichtung liegenden Zahnstange, die mit zwei gegenüberliegenden
Verzahnungen 6o und 61 versehen ist. Die erste arbeitet mit einem einzigen Zahn
62 zusammen, der auf einem Exzenter 63 sitzt, dessen drehbarer Teil auf einer senkrechten
Welle 64 aufgekeilt ist. während sein fester Teil durch eine an ihm festsitzende
Gabel 65 gehalten wird, die in einen Festzapfen 66 eingreift. Aus dieser
Anordnung ist ersichtlich, daß der Zahn 62 bei jeder Drehung der Welle 6.4 eine
kreisende Längsbewegung ausführt, die ihn mit der Verzahnung 6o in Eingriff bringt
und die Verzahnung 6o dabei genau um einen Zahn vorwärts bewegt. Der Nrorwärtshub
der Verzahnung 6o muß natürlich der Entfernung zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Querreihen von Platinen 1.2 entsprechen, was im übrigen selbstverständlich ist.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen anschaulich die verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen
des Eingriffs des Zahns 62 in die Verzahnung 6o.
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Die Verzahnung 61 arbeitet mit einer federnden Halteklinke 67 zusammen,
die den Wagen 22 in seinen aufeinanderfolgenden Stellungen mit genügender Kraft
blockiert, um zu verhindern, daß er nicht zur Unzeit verschoben werden kann, wenn
der obengenannte Wagen 47 betätigt -wird. Der erwähnte Exzenter 63 hat einen festen
Auslösehebel 68, der die genannte Halteklinke 67 zwanläufig ausklinkt, um die Betätigung
des Wagens' durch den Zahn 62 zu ermöglichen, ohne daß dieser eine übermäßige Kraft
aufwenden muß (das Profil der Verzahnung 6 1 kann übrigens so sein, daß durch
die Halteklinke 67 eine völlige Blockierung eintritt) .
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Ein Elektromagnet 69 (Fig. ro), der auf einen Winkelanker
70 einwirkt, gestattet das Ausklinken
der Halteklinke 67,
wenn der Wagen nach Wunsch frei verschiebbar sein soll, was weiter unten noch erklärt
wird.
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Wie Fig. io zeigt, ist die genannte Welle 64 durch Zahnräder 7 i mit
der Antriebswelle 28 der Schlagplatte z.4 derart verbunden, daß die erstere sich
genau mit der Geschwindigkeit der letzteren dreht. Die Verbindung ist dabei so gehalten,
daß die Platte 24 die Schlagbewegung der Stößel i9 voll beendet hat, wenn der Zahn
62 den Wagen 22 zu bewegen beginnt, damit der letztere und mit ihm die Stößel i9,
die er trägt, sich nur bewegen, wenn die Stößel i9 frei sind. Eine Lösung dieses
Problems besteht darin, der Platte 2.4 einen wesentlich größeren Bewegungshub zu
geben, als er für die eigentliche Schlagbewegung nötig ist, derart, daß es möglich
ist, sie nicht nur in der oberen Stellung anzuhalten, sondern auch beispielsweise
auf halbem Hub, gegebenenfalls auch noch tiefer. Es ist leicht einzurichten, daß
das Schlagen im ersten Bewegungsbereich von ioo bis 15o° gleichzeitiger Drehung
der Wellen 28 und 64 erfolgt, während der Zahn 62 den Wagen erst ab 16o bis i8o°
Drehung den Wagen zu verschieben beginnt. Selbstverständlich kann man auch die Einstellung
des Exzenters 63 etwas nach rückwärts verschieben.
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Die verschiedenen Steuerungen der beschriebenen Einrichtungen arbeiten
wie folgt: Der Riemen 4.1 (Fig. 5) treibt eine Leerscheibe 72 auf der Antriebswelle
der Nachlocheinrichtung an, die mit der Leerscheibe während einer genauen Umdrehung
durch eine Kupplung gekuppelt werden kann, wie sie bei Pressen üblich ist und daher
nicht im einzelnen dargestellt wurde (beispielsweise Drehkeilkupplung). Diese Kupplung
wird durch einen Bowdenzug 73 vom Pedal aus betätigt.
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Die erwähnte Riemenscheibe 72 ist durch eine Kette 74. (Fig. 5) mit
einer Kupplung 75 auf der Welle 28 verbunden. Diese Kupplung ist gleichfalls vom
Typ der Pressenkupplungen, d. h. sie schaltet sich automatisch wieder aus, wenn
die von ihr gekuppelte Welle genau eine Umdrehung gemacht hat. Die Kupplung wird
durch den Elektromagnet 29 betätigt, dessen Stromkreis durch die Taste 56 des Kastens
54 über ein Kabel 76 gesteuert wird. Diese Taste 56 ist jedoch so eingerichtet,
daß sie bei jeder Betätigung immer nur einen sehr kurzen Stromstoß vermittelt. Beispielsweise
wird, wie ganz schematisch in Fig. 3 dargestellt, beim Drücken ein biegsamer Kontakt
betätigt, an dem die Taste nach Bewirkung des Stromschlusses vorbeigleitet. Dieser
Stromstoß genügt aber, um die Kupplung 75 einzudrücken, die nunmehr eine volle und
einzige Umdrehung der Welle 28 veranlaßt.
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Der Elektromagnet 29 kann auch durch die Taste 58 betätigt werden,
aber diese gibt im Gegensatz zur Taste 56 einen Dauerstrom, derart, daß die Welle
28 aufeinanderfolgende und ununterbrochene Umdrehungen so lange ausführt, wie die
Taste 58 gedrückt bleibt. Zu bemerken ist dabei, daß beim Loslassen der Taste 58
die gerade im Gang befindliche Umdrehung der Welle noch beendet wird, denn die Kupplung
rückt, wie jede Pressenkupplung, erst aus, wenn eine volle Umdrehung zu Ende ist,
die die Welle in die Ausgangsstellung zurückbringt.
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Der Elektromagnet 69, der die Auslösung der Halteklinke 67 und das
Entriegeln des Wagen 22 bewirkt, wird durch einen Stromkreis gesteuert, der durch
das Verbindungskabel 78 und die mittlere Taste 57 geschlossen wird.
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Die acht Elektromagnete 3 i, die die Betätigung der Stangen 23 bewirken,
werden durch acht Stromkreise gesteuert, die durch Verbindungskabel 79 und die acht
Tasten 55 geschlossen werden.
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Es ist noch zu erwähnen, daß die Rahmen 2o auf dem Wagen 22 durch
leicht abnehmbare Mittel befestigt sind, beispielsweise, wie gezeigt, durch Löcher
8o in den Längsholmen des Wagens und durch kleine Zapfen, die auf der Unterseite
jedes Rahmens befestigt sind. Die Längsholme des Wagens können eine Gradeinteilung
haben, damit die Stellung jedes Rahmens unverzüglich ermittelt werden kann und sichergestellt
wird, daß die Rahmen genau winkelrecht aufgesetzt werden, da durch die dicht aneinanderliegenden
Löcher die Gefahr einer Fehleinstellung möglich ist.
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Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Es sei angenommen, daß
die Patrone, mit der gearbeitet wird, ein Muster mit zwei Farben darstellt, »Blau«
und »Rot« beispielsweise.
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Die erste Arbeit besteht darin, die Musterbänder wie folgt auszuführen:
Ein erstes Band, das zwei Lochungen für die rote Farbe vereinigt, ein zweites Band,
das zwei Lochungen für die blaue Farbe vereinigt, ein drittes Band, das zwei Lochungen
für den Grundton vereinigt.
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Um das Muster, das in Fig. i i dargestellt ist und dessen weiße Karos
den Grundton, dessen schwarze Karos die roten Punkte und dessen gekreuzte Karos
die blauen Punkte wiedergeben, müssen also drei Bänder mit zwei Lochungen, d. h.
im ganzen sechs Lochungen vorgesehen werden.
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Es sei ferner zur Vereinfachung angenommen, daß sich das Muster über
die ganze Breite des Gewebes ohne Wiederholung erstreckt. Der übliche Fall, wo sich
das :Muster wiederholt, wird weiter unten behandelt.
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Der Bedienende beginnt mit dem Drücken der Taste 57, wodurch der Wagen
22 frei wird, den er nun in seine Stellung ganz links zurückführt, indem der Zeiger
.48 verschoben wird, der wie beschrieben, mit dem Wagen durch den Seilzug 49, die
Rolle 5o, das Zahnrad 51 und die Zahnstange 52 verbunden ist. Er heftet dann die
Patrone 45 auf die Tafel 43, die sich in der obersten Stellung befindet, derart,
daß der Zeiger 48 in der Mitte der Serie der acht ersten Karos der ersten horizontalen
Reihe von unten liegt (zur Vereinfachung enthält die Patrone eine Karierung mit
dicken Linien, deren Karoseiten achtmal größer sind als die der kleinen Karierung).
Der Zeiger befindet sich also in der Stellung 48, der Fig. i i. Er stellt ferner
einen
einzigen Rahmen 2o auf den Wagen 22 am linken Ende desselben. Dann bringt er auf
der Nachlocheinrichtung einerseits das Papierband 4 an, das gelocht werden soll
(auf den Rädern 6) und andererseits ein Musterband io (auf dem Rad i i), das entsprechend
den Lochungen für die verschiedenen Schützen in den Grundtonpartien vorbereitet
ist.
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Er nimmt dann den Kasten 54 in die Hände, indem die beiden Daumen
auf den Tasten 56 und 58 und die acht anderen Finger auf den Tasten 55 ruhen. Er
liest den Grund auf der unteren Reihe der Patrone ab, wobei eine Taste 55 bei jedem
der acht kleinen Karos, von links anfangend, gedrückt wird, wenn das betrachtete
Karo dem Grundton entspricht, also keine Taste gedrückt wird, wenn das Karon nicht
dem Grundton entspricht.
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Bei Betrachtung der Fig. i i ergibt sich damit, däß die Tasten i,
3, 4 und 7 entsprechend den weißen Karos gedrückt werden, während die Tasten 2,
5, 6 und 8 ausgelassen werden. Jeder gedrückten Taste entspricht eine Verschiebung
einer Stange 23 durch den zugehörigen Elektromagnüt 3i.
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Hiernach drückt der Bedienende die Taste 56, die, wie vorstehend beschrieben,
eine Umdrehung der Welle 28 (und damit auch der Welle 64 der Fig. 6 und io) bewirkt.
Die Platte 24 schlägt auf die Stangen 23, sie drückt die Stangen nach unten, die
von den Tasten 55 verschoben wurden, und diese Stangen 23 drücken nun weiterhin
die entsprechenden Platinen i2 (Fig. 5) in der ersten O_uerreihe der Platinen nach
unten. Außerdem rückt die Welle 6.4 den Wagen 22 um einen Zahn der Verzahnung 6o
weiter, wobei diese Bewegung über die Zahnstange 52 den Vorschub des Zeigers .I8
nach rechts um ein Ausmaß veranlaßt, das einer Karoseite der großen Karierung der
Patrone gleich ist. Der erwähnte Zeiger befindet sich alsdann in der Stellung 48v
(Fig. i i) .
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Der Bedienende wiederholt dann genau die gleichen Operationen. Er
drückt diesmal die Tasten 2, 4., 5, 6 und 7 und läßt die Tasten i, 3 und 8 aus,
dann drückt er wieder die Taste 56, wodurch die Platinen 12 der zweiten Querreihe
betätigt werden, und so geht es weiter, bis zum Ende der horizontalen Reihe am unteren
Rand der Patrone, jedesmal rückt der Wagen 22 einen Zahn der Verzahnung 6o weiter.
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Ist dieser Vorgang beendet, so haben die ganzen Platinen t2 gewissermaßen
die Patrone kopiert, alle Platinen, die einem Grundtonpunkt entsprechen, sind abgesenkt
und alle anderen sind oben geblieben. Unter Bezugnahme auf Fig. i und die Erläuterungen
zu dieser Figur ist nun ersichtlich, daß überall dort, wo beim Ablesen der Grundton
getroffen wurde, die Tastnadeln i in Kontakt mit dem Musterband io kommen und durch
das Musterband ausgewählt werden konnten, während sie an anderen Punkten angehoben
blieben.
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Der Bedienende tritt nun das Pedal 59 (Fig. 5), wodurch er die Nachlocheinrichtung
für einen einzigen Schlag in Tätigkeit setzt, wie dies in bezug auf die Scheibe
72 erklärt worden ist. Die betreffende Karte des Bandes 4 in Fig. i wird also gelocht
in Abhängigkeit von der ersten Karte des Musterbandes io, aber nur in den Zonen
entsprechend den Grundtonpunkten, die anderen Zonen werden nicht gelocht. Selbstverständlich
bewirkt die Bewegung der Scheibe 72 außer der Lochung des Bandes 4 auch den Vorschub
der beiden -Bänder 4. und io, die dadurch in die Arbeitsstellung für die Lochung
der zweiten Karte kommen.
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Der Bedienende senkt nun die Tafel 43 (Fig. 4.) durch Betätigung der
Handkurbel44 derart, daß der Zeiger 48 auf die zweite horizontale Reihe von unten
der Patrone gelangt. Er drückt auf die Taste 57, um den Wägen durch die Wirkung
des Elektromagnets 69 freizugeben, wie oben in bezug auf Fig. 3 und 6 bis io erläutert
wurde, und er führt den Zeiger in die Stellung ganz links zurück, wobei der Wagen
gleichfalls in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
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Er beginnt dann wieder mit den Operationen für die zweite horizontale
Reihe, und so geht es weiter, bis - die oberste horizontale Reihe der Patrone erreicht
ist. Dann ist der Grundton voll abgelesen.
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Er führt nun alles in die Ausgangsstellung zurück, das zu lochende
Band 4 einbegriffen, das nun bereits die dem Grundton entsprechenden Löcher erhalten
hat. Er bringt auf dem Rad i i ein anderes Musterband mit den Lochungen für die
rote Partie des Musters an. Dann beginnt er wieder mit allen bereits beschriebenen
Operationen, nur daß diesmal nicht der Grundton, sondern die rote Farbe abgelesen
wird, d. h. also, seine erste Ables.ung ist jetzt 2, 5 und 6. Diese Serie von Operationen
bewirkt also nun die Lochung des Bandes .4 entsprechend der Musterung der roten
Partie, aber nur in den Zonen entsprechend den Punkten, wo diese rote Farbe erscheinen
soll.
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Der Bedienende verfährt schließlich in gleicher Weise für die blaue
Farbe, und dieses Mal wird nun das Band völlig fertiggestellt und kann aus der Maschine
entnommen werden.
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Bei der vorstehenden Bedienungsvorschrift ist noch nicht der Fall
behandelt worden, daß der Bedienende Wiederholungen vorfindet, diese können in zweierlei
Weise vorhanden sein: Das Muster selbst kann sich regelmäßig mehrmals über die Breite
der Patrone wiederholen, wie dies häufig der Fall ist. Wenn man beispielsweise annimmt,
daß es sich zweimal wiederholt, bedeutet dies im allgemeinen bei der Benutzung der
normalisierten Kartentypen des Systems »VERDOL«, daß von den hundertachtundsechzig
Querreihen von acht Löchern oder vollen Stellen, die letzten vierundachtzig mit
den ersten vierundachtzig identisch sind mit einigen Leistenreihen daneben. In solchem
Falle setzt der Bedienende auf den Wagen nicht nur einen Rahmen 20, sondern gleich
zwei, und zwar einen ganz links und den zweiten in die Mitte (auf die Reihe 85 beispielsweise).
Die Stangen werden also dann jedesmal auf zwei Reihen von Platinen 12 einwirken
und sie in gleicher Form
auswählen, was gerade die angestrebte Wirkung
ist. Folglich ist also vermittels der geschickten Anordnung eines zweiten Rahmens
2o, der schnell und leicht anzubringen ist, die Dauer der Ablesung auf die Hälfte
vermindert.
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Es ist leicht ersichtlich wie der Bedienende zu verfahren hat, wenn
sich das Muster dreimal, viermal usw. über die Breite des Gewebes wiederholt.
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Die zweite Art von Wiederholungen besteht darin, daß der Bedienende
in einer horizontalen Reihe mehrere aufeinanderfolgende Gruppen von acht kleinen
Karos der Patrone (Punkte) vorfindet, die genau identisch sind. Beispielsweise kann
eine ganze Reihe oder ein großer Teil einer Reihe nur Grundton haben. In solchem
Falle liest der Bedienende die erste Gruppe von acht Punkten ab, aber anstatt nun
die Taste 56 zu drücken, drückt er die Taste 58, wobei er die Tasten 55 in der Ablesestellung
hält (beispielsweise alle Tasten gedrückt, wenn die Reihe nur Grundton hat).
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Die Kupplung 75 bleibt dann so lange eingerückt, wie die Taste 58
gedrückt ist, und infolgedessen schlagen die Stangen 23 entsprechend der Ablesung,
der Wagen 22 rückt um einen Zahn vor, dann schlagen die Stangen erneut, immer entsprechend
der Ablesung, und so geht es fort von Gruppe zu Gruppe der acht Punkte, wobei der
Zeiger 48 ebenfalls jedesmal auf der Patrone weiterwandert. Ist dieser am Ende der
Reihe angekommen oder bei dem Teil der Reihe mit den Wiederholungen, läßt der Bedienende
die Taste 58 los, wodurch die Welle 28 sogleich am Ende der Umdrehung, in der sie
sich gerade befand, angehalten wird, d. h. also, wenn die Stangen 23 die Platinen
12 betätigt haben, die den acht Punkten entsprechen, vor denen sich der Zeiger 48
gerade noch befand, jedoch noch nicht die Platinen 12 betätigt haben, die den acht
Punkten entsprechen, vor denen er sich jetzt befindet, und für die der Bedienende
nun Zeit hat, um sie ebenfalls abzulesen.
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Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß mittels geeigneter Abänderungen
in der Betätigung die beschriebene Maschine in allen vorkommenden besonderen Fällen
angewendet werden kann, beispielsweise in Fällen, wo ein Schützen für den Grund
vorhanden ist, in Fällen, wo die Schützen zwangläufig einen Hin- und Rückgang machen,
in Fällen, wo in den sichtbaren Teilen einer der Schützen nicht immer nach dem gleichen
Muster arbeitet, in Fällen von Mustern mit einfacher Musterung, mit einem einzigen
Schützen.
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Die beschriebene Maschine kann leicht als einfache Nachlocheinrichtung
(Kopiermaschine) benutzt werden. Es genügt dazu, alle Platinen ein für allemal abzusenken.
Bei Betätigung des Pedals wird dann das Musterband Karte für Karte kopiert.
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Die Beschreibung der Einzelheiten ist selbstverständlich nur beispielsweise
und übrigens ziemlich schematisch erfolgt, sie bezieht sich lediglich auf ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung und beschränkt den Bereich derselben nicht, aus dem auch nicht der
Ersatz von Einzelheiten durch andere äquivalente Mittel herausführt. Es ist klar,
daß die verschiedenen beschriebenen Bewegungen auch in anderer Weise verwirklicht
werden können und daß die Erfindung keineswegs auf die beschriebenen Arten beschränkt
ist, die nur gewählt wurden, um die Gedankengänge der Erfindung aufzuzeigen und
weil diese am vorteilhaftesten für den erstrebten Zweck erscheinen.