DE925201C - Durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschine - Google Patents

Durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschine

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DE925201C
DE925201C DEP2993D DEP0002993D DE925201C DE 925201 C DE925201 C DE 925201C DE P2993 D DEP2993 D DE P2993D DE P0002993 D DEP0002993 D DE P0002993D DE 925201 C DE925201 C DE 925201C
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stop
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DEP2993D
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Arthur Thomas
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Powers Samas Accounting Machines Ltd
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Powers Samas Accounting Machines Ltd
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06CDIGITAL COMPUTERS IN WHICH ALL THE COMPUTATION IS EFFECTED MECHANICALLY
    • G06C11/00Output mechanisms
    • G06C11/04Output mechanisms with printing mechanisms, e.g. for character-at-a-time or line-at-a-time printing

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschinen von der Art, bei der beim ersten Abtastvorgang eines jeden. Paares von aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen eine Spaltengruppe und beim, zweiten Abtastvorgang jedes Paares von Abtastvorgängen, eine* andere, gegenüber der ersten Spaltengruppe seitlich versetzte Spaltengruppe abgetastet wird.
Eine solche Maschine ist in der britischen Patentschrift 473 757 beschrieben und enthält einen Abtaststiftkasten., eine Einrichtung zum Abschalten einer Spaltengruppe von Abtaststiften, eine besondere Einrichtung zum Abschalten einer anderen, gegenüber der ersten Gruppe versetzt angeordneten Spaltengruppe von Abtaststiften, wobei jede dieser Abschalteinrichtungen so angeordnet ist, daß sie in. Tätigkeit tritt, wenn die andere unwirksam ist, und schließlich eine Vorrichtung, die jede der Abschalteiniriohtungen bei wechselnden Abtastvorgängen außer Tätigkeit setzt. ao
Die bekannte Maschine ist außerdem mit einem Kartenanschlag versehen, der bei wechselnden Ab^ tastrorgängen so arbeitet, daß er die Karte in .der Abtasteinrichtung während zweier aufeinanderfolgender Arbeitsgänge derselben anhält.
Es ist außerdem bereits vorgeschlagen worden, die Aufnahmefähigkeit der Lochkarten durch Verwendung eines zweiten Satzes von Loehpunktstellen, die zwischen den üblichen Lochpunktstellen angeordnet sind., zu verdoppeln. Eine solche Karte
enthält zwei Sätze von Lochungen, wobei die Lochungen des einen Satzes mit Bezug auf die Lochungen des anderen Satzes in der Längsrichtung einer Spalte versetzt angeordnet sind. Bei Karten, die in der erfindungsgemäßen Maschine verwendet werden können, sind zwei oder mehr Sätze von Angaben in jeder von. zwei Spaltengruppen eingestanzt, von denen diei eine Gruppe gegenüber der anderen versetzt ist, so< daß in jeder ίο Karte bis zu vier unabhängige Sätze von Lochun-, gen eingestanzt sein können.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht' in der" Schaffung einer Maschine, die Karten der.' genannten Art lesen kann, und imstande ist, in vier verschiedenen, untereinanderliegenden Zeilen die vier unabhängigen Angaben zu drucken, die durch die vier unabhängigen Sätze von Lochungen, in der Karte dargestellt werden. -
Gemäß der Erfindung wird bei einer lochkartengesteuerten statistischen Maschine, in der beim ersten Abtastvorgang eines jeden Paares von aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen eine Spaltengruppe der Lochkarte und beim zweiten Abtastvorgang· jedes Paares eine andere, gegenüber der erstgenannten Spaltengruppe seitlich versetzte Spaltengruppe abgetastet wird, jede Lochkarte während vier aufeinanderfolgenden Abtastvor-• gangen in der Abtasteinrichtung zurückgehalten " und in an sich bekannter Weise zwischen dem zweiten und dem. dritten Abtastvorgang um den halben Abstand der Lochpunktstellen in einer Spalte vorgerückt, wodurch bei einer einzelnen Karte vier unabhängige Sätze von Lochungen abgetastet werden können.
Vorzugsweise enthält die Maschine einen Ab^ taststiftkasten und zwei Kartenanschläge, die gleichzeitig· in, den Weg der Lochkarte gebracht und unabhängig voneinander aus dem Weg der Lochkarte herausbewegt werden können, so daß die Karte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen um den halben. Abstand der Lochpunktstellen in einer Spalte vorgerückt werden kann, und ist durch eine zum Steuern der Kartenanschläge dienende Steuervorrichtung gekennzeichnet, die beim Heranbringen einer jeden Lochkarte an den Abtaststiftkasten beide Kartenanschläge in den Weg der Karte bringt, um diese zum Zwecke des Abtastens anzuhalten, die ferner den vorderen Kartenanschlag zwischen dem zweiten und dritten, auf das Anhalten der Karte folgenden Abtastvorgang und die schließlich den hinteren Kartenanschlag nach dem vierten auf das Anhalten der Karte folgenden Abtastvorgang aus. dem Weg der Karte herausbewegt, bevor die Anschlage von neuem angehoben werden, um die nächste Lochkarte anzuhalten.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der Beschreibung der Zeichnung, in der die Erfindung an Hand eines einzigen Ausführungsbeispieles. des Erfindungsgegenstandes erläutert ist.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι eine Außenansicht der linken Seite der Maschine, . . " ." ........
. Fig. 2 einen· senkrechten.. Schnitt, durch die .Maschine, ' ""■*" --■·■- ■ ■" ■
Fig. 3 einen Schnitt auf der Linie 3-3 der Fig. 9,
Fig. 4 eine Rückansicht des unteren Teiles der Maschine, wobei die Auswerfvorrichtung und die Auffangvorrichtung für die ausgeworfenen Karten weggelassen sind, während der Verbindungskasten. im Schnitt gezeigt ist,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 9, Fig. 6 eine Einzelheit der Maschine, Fig. 7 ein Sohaubild eines Teiles der Maschine,
Fig. 8 den Grundriß des in Fig. 7 gezeigten Teiles,
Fig. 9 einen Teil der in Fig. 2 gezeigten Maschine in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 10 einen Teil der Führung für die Kartenanschläge im Schnitt,
Fig. 11 die Verbindung zwischen der Druckzahn-. stange und einer Antriebszahnstange,
Fig. 12 das Gehäuse für die Anschlagstifte und die Druckzahnstange im Längsschnitt, Fig. 13 eine Einzelheit der Anschlagstifte,
Fig. 14 den Schlagbolzen und seine Antriebsvorrichtung, die zum Herunterdrücken der Schriftzeichendruckbolzen dient,
Fig. 15 die Nocken zur Betätigung des Schlagbolzens und der Papierzuführung in vergrößertem Maß stäbe,
Fig. 16 eine Außenansicht des unteren linken Teiles der Maschine und
Fig. 17 eine gelochte Karte zur Benutzung in einer Maschine gemäß der Erfindung.
In dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Maschine wird die Hauptwelle 1 (Fig. i, 2, 3 und 16) über ein Schneckengetriebe, dessen Gehäuse in 2 gezeigt ist, von einer Längswelle 3 angetrieben, die ihrerseits über eine Riemenscheibe 4 von einem (nicht gezeigten) Motor angetrieben wird, Auf der Welle 1 ist ein Getrieberad 5 gelagert, das· mit einem Getrieberad 6 auf einer Zwischenwelle 7 kämmt. An dem Getrieberad 6 ist ein anderes Getrieberad 8 befestigt, das mit einem auf einer Welle 10 befestigten Getrieberad 9 kämmt (Fig. 1, 2, 3 und 16).
Der Stiftkasten ist in ähnlicher Weise ausgebildet, wie in der britischen Patentschrift 401 012 beschrieben, und besteht aus einem unteren hin und her beweglichen Teil und aus einem oberen feststehenden Teil.
Der untere hin und her bewegliche. Teil des Stiftkastens hat zwei Stiftplatten 12 und 13 (Fig. 9), die an den beiden Enden durch Querstangen 14 verbunden sind, wobei die Platten 12 und 13 in üblicher Weise mit Löchern zur Aufnahme der Abtaststifte versehen sind. Jeder Stift 15 ist mit einem Ring 16 versehen, der sich auf die untere Stiftplatte 13 auflegt, und- wird durch eine Feder 17 gegen diese Stiftplatte gedrückt.
Der Stiftkasten wird folgendermaßen betätigt: Die Querstangen" 14 sind an beiden Enden mit einem Gußstück 18 verbunden (Fig. 3). Diese Gußstücke sind mit Verstärkungen 19 versehen, die zur Führung des hin und her beweglichen Teiles des
Stiftkastens auf Säulen gleiten, die am Rahmen, des Maschinenständers befestigt sind.
An jedem Gußstück ist bei 21 ein Lenker 22 angelenkt, der in seinem unteren Teil 23 drehbar auf einem bei 25 am Maschinenständer angelenkten Arm 24 gelagert ist (Fig. 2, 3, 16).
Auf der Welle 1 ist ein Paar von Nockenscheiben 26 angebracht, in denen Schleppnocken 27 ausgebildet sind, die mit je einer Rolle 28 auf den Armen 24 im Eingriff stehen. Das Gußstück 18 und damit auch der untere Teil des Stiftkastens werden dadurch bei jeder Umdrehung der Welle 1 einmal hin und her bewegt.
Unterhalb der Stifte 15 liegen die festen Stiftplatten 29, zwischen welche die Karte vermittels der Zubringerrollen 30 befördert wird, und zwar werden die Karten durch eine Abzugsvorrichtung 32 an die Zubringerrollen übergeben, die in folgender Weise hin und her bewegt wird.
Die Abzugsvorrichtung ist beiderseits mit zwei herabhängenden Lappen 33 versehen, die durch eine Welle 34 verbunden sind, deren Enden, durch Schlitze 35, 35" seitlich in den Maschinenständer hineinragen.
An der linken Seite ist das Ende der Welle 34 außerhalb des Maschinenständers drehbar auf einem Arm 36 gelagert, der seinerseits bei 37 auf dem Maschinenständer drehbar gelagert ist. Mit diesem Arm 36 ist eine Exzenterstange 38 verbunden, deren Exzenter 38° auf der Welle 10 befestigt ist. Das Übersetzungsverhältnis zwischen den Wellen 1 und 10 ist 4 : 1, so daß durch die Abzugsvorrichtung immer nur eine Karte zum Abtasten übergeben wird, wenn der untere Teil des Stiftkastens vier Hinundhergänge ausführt.
Wie schon in der britischen Patentschrift 401 012 beschrieben ist, hat der obere feststehende Teil des Stiftkastens eine Lochplatte 39, durch deren öffnungen die Zwischenglieder 40 hindurchgehen, die mit ihren Köpfen 41 in die Lochplatte 39 eingehängt sind (Fig. 2 und 9). Die Platte 39 hängt an den Ecken mittels vier Pfosten 42 an zwei Querstangen 43, die an dem Maschinenständer befestigt sind.
An den Ouerstangen 43 sind ebenfalls zwei feste Stiftplatten 44 befestigt, durch deren Löcher die Stifte 45 hindurchgehen. Jeder Stift 45 hat einen Ring 46 und eine Feder 47, die ihn herunterdrückt, und der untere Teil jedes Stiftes 45 sitzt auf dem Kopf 41 des entsprechenden Übertragungszwischengliedes auf. Jeder Stift 45 sitzt derart auf dem Zwischenglied 40 auf, daß die Feder 47 das zugehörige Zwischenstück 40 entgegen dem Uhrzeigersinn um seinen Kopf 41 zu drehen sucht.
In der britischen Patentschrift 401 012 ist eine Schieberplatte 26 beschrieben. Ih dem vorliegenden Auisführungsbeispiel ist diese Schieberplatte 26 durch zwei unabhängig voneinander angeordnete Schieberplatten 48 und 49 ersetzt. An jeder Schieberplatte 48 und 49 ist ein Paar von Stiften 60 und 61 (Fig. 2, 4, 5 und 9) befestigt, die durch Lappen 62 hindurchgehen, welche von einer an dem Maschinenständer befestigten Platte 63 herunterhängen. Zwischen den Lappen 62 und den Schieberplatten sind Federn 64 angeordnet, die die Schieberplatten nach rechts in Fig. 2 und 9 zu ziehen suchen.
; Jede Schieberplatte ist mit einem Paar Steuerarmen 66a, 66&, 66C und 66d ausgestattet, die alle auf einer Welle 67 befestigt sind, so daß sie gleichzeitig wirken. An der Welle 67 ist an einem Ende ein Arm 68 (Fig. 1 und 2) angebracht, der an einen Hebel 69 angelenkt ist, der in seiner Mitte bei 70 drehbar auf dem Maschinenständer gelagert ist. Auf dem unteren Ende des Hebels 69 ist eine Rolle 71 angeordnet, die durch eine Feder 6ga mit einem auf der Welle 1 angebrachten Nocken im Eingriff gehalten wird.
Der Abtaststiftkasten hat fünfundsechzig Reihen von Abtaststiften 15. Die Schieberplatte 48 steuert davon Reihe 1 bis 32, die Schieberplatte 49 Reihe 34 bis 65, und die Reihe 33 bleibt unbenutzt.
In der gleichen Weise, wie in der britischen Patentschrift 401 012 beschrieben ist, ist jede Schieberplatte mit zahlreichen Schlitzreihen, (Fig. 5) ausgebildet, wobei die Zahl der Schlitzreihen in jeder Schieberplatte der Zahl der Reihen von- Abtaststiften entspricht, die durch die Platte gesteuert werden.
Die Wirkungsweise der Schieberplatten ist folgende: Wenn eine der Schieberplatten in der in den Fig. 7, 8 und 9 gezeigten Linksstellungen ist, halten die rechten. Enden der Schlitze die entsprechenden Zwischenglieder 40 nach links gedrückt, so daß sie sich nicht unter der Einwirkung der Federn 47 um ihre Köpfe 41 entgegen dem Uhrzeigersinn drehen können. Wenn dagegen eine der Schieberplatten nach rechts bewegt wird, lassen die Schlitze eine Bewegung der Zwischenglieder 40 entgegen dem Uhrzeigersinn zu, wobei die Wirkungsweise dieser Zwischenglieder die gleiche ist, wie die der in der britischen Patentschrift 401 012 beschriebenen Zwischenglieder. Wenn demgemäß eine der Schieberplatten 48 oder 49 in der Linksstellung festgehalten wird, können die entsprechenden Reihen der Zwischenglieder 40 nicht in Tätigkeit treten, und die entsprechenden Reihen des Stiftkastens sind unwirksam gemacht.
Der Nocken 72 (Fig. 16) bewegt die Welle 67 in dem Augenblick im Uhrzeigersinn, wenn der Stiftkasten in der niedrigsten Stellung seines Hubes ist, während gleichzeitig beide Schieberplatten nach links zu schieben versucht werden. Während des größten Teiles der Umdrehung der Welle 1 hat jedoch die Welle 6j bereits ihre Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn beendet. Beide Schieberplatten 48 und 49 würden sich also, wenn sie nicht festgehalten wurden, unter der Einwirkung der Federn 64, 65 nach rechts bewegen.
Während jeder Umdrehung der Welle, 1 wird jedoch, wie später gezeigt wird, eine der beiden Schieberplatten in der Linksstellung festgehalten, während die andere sich frei bewegen kann. In Fig. 7 ist die Schieberplatte 48 in ihrer Linksstellung gesperrt, während die Schieberplatte 49 den Armen 66C und 66rf in ihrer Bewegung entgegen
dem Uhrzeigersinn gefolgt ist und nach rechts verschoben ist. ' ■
Um es einer der Schieberplatten zu ermöglichen, während der Bewegung der Welle 67 entgegen dem Uhrzeigersinn in der Linksstellung zu-bleiben, ist die Verbindung zwischen den Schieberplatten und den Armen 66", 66b, 66° und 66<* in folgender Weise ausgebildet: An seinem äußersten Ende hat der Schieber 48 einen seitlichen Vorsprung 73, der mit dem Betätigungsarm 66a im Eingriff steht. An der entgegengesetzten Seite hat die Schieberplatte 48 einen Einschnitt 74, der mit dem Arm 66& zusammenarbeitet. In der gleichen Weise ist die Schieberplatte 49 mit einem seitlichen Vorsprung 73°, der mit dem Arm 66d zusammenarbeitet, versehen, und ein Einschnitt 74" arbeitet mit dem Arm 66C zusammen.
Wenn die Welle 67 sich im Uhrzeigersinn dreht, ziehen die Arme 66a und 66& durch Einwirkung auf den Vorsprung 73 bzw. auf den Außenteil des Einschnittes 74 die Schieberplatte 48 nach links zurück, und zwar gegen die Wirkung der Feder 64. Ist nun die Schieberplatte 48 in dieser Stellung ge-< sperrt, dann kann die Welle 67 sich entgegen dem Uhrzeigersinn zurückbewegen, ohne die Schieberplatte 48 zu beeinflussen, da der Einschnitt 74 weit genug gemacht worden ist, um eine Bewegung des Armes 66& zu ermöglichen, ohne mit dem vorderen Teil des Einschnittes in Berührung bzw. in Eingriff zu kommen, wenn die Schieberplatte in ihrer hintersten Stellung gehalten wird.
Fig. 8 zeigt diese Wirkungsweise. In dieser Figur ist gezeigt, wie die Schieberplatte nach links gehalten wird, während die Arme 66a und 66b sich nach rechts bewegt haben. Hierbei ist zwischen der rechten Seite des Vorsprungs 73 und dem Arm 66a ebenso1 wie zwischen der rechten Seite des Einschnittes 74 und dem Arm 66b ein Zwischenraum geblieben. Andererseits ist der frei bewegliche Schieber 49 der Bewegung der Arme 66° und 66d gefolgt, so daß hier ein Zwischenraum zwischen der rechten Seite des Einschnittes 74s und dem Arm 66C vorhanden ist.
Nachdem nun das Sperren der Schieberplatten in ihrer hintersten Stellung und die Vorrichtung hierzu beschrieben worden- ist, soll nun ihre Wirkungsweise erläutert werden. Die Art der Betätigung und die Gründe zu ihrer Anordnung werden offenbar werden/ wenn die einzelnen Arbeitsgänge der Maschine auseinandergelegt werden.
Auf einer Welle 75, die in den Seitenplatten des Maschinenständers gelagert ist, sind zwei Hakenarme j6a und y6b befestigt (Fig. 2, 4, 5, 7, 8 und 9). .Der Arm 76° arbeitet mit einer am äußersten Ende der Schieberplatte 48 angebrachten öse77°- zusammen und der Arm 7ο6 mit einer öse yyb am Hinterende der Schieberplatte 49, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß, wenn der Haken des Armes j6a in die Öse 77a eingreift, der Haken des Armes y6b nicht mit der öse 77b im Eingriff steht, oder umgekehrt.
An der Welle 75 ist ein Arm 78 (Fig. 1) angebracht, der an seinem unteren Ende einen Stift 79 trägt, der mit einem in, einem Lenker 81 ausgebildeten Schlitz 80 zusammenarbeitet, wobei der Stift 79 mit dem Lenker 81 durch eine Feder. 82 verbunden -ist. An 'seinem anderen Ende ist der Lenker 81 an einen Hebel 83 angelenkt, der in der Mitte bei 84 drehbar auf dem Maschinenständer gelagert ist. Der Hebel 83 ist an seinem unteren Ende mit einer Rolle 85 versehen, die mit einem auf der Welle 10 befestigten Nocken 86 zusammenarbeitet, während der Hebel 83 an seinem oberen Ende eine Feder hat, die die Rolle im Eingriff mit dem Nocken hält.
In der in der Zeichnung dargestellten Stellung befindet sich der Stiftkasten an der obersten Stelle seines Hubes, und die Rolle 71 liegtauf dem niedrigeren Teil des Nockens 72, so< daß die Feder 69° die Welle 67 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht hält. Die Arme 66°, 66&, 66C und 66** nehmen also ihre vorderste Stellung ein.
Der Nocken 86 hat zwei erhöhte Teile 86s und 86C. In der in Fig. 1 gezeigten Stellung liegt die Rolle 85 auf dem erhöhten Teil 86° des Nockens 86, so· daß der Hebel 83 im oberen Teil nach links gedrückt wird, ebenso' wie der Lenker 81 nach links verschoben ist. Die Feder 82 hat dabei den Arm 78 und die Weilers im Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch wird der Haken 76" mit der Öse 77" in Eingriff und der Haken 760 mit der öse 77b außer Eingriff gebracht.
In dieser Stellung hält der Haken 76" die Schieberplatte 48 in ihrer hintersten, oder Linksstellung (Fig. 7, 8 und 9), während die Schieberplatte 49 zur Betätigung freigegeben ist.
Es· sollen nunmehr die vier Arbeitsgänge, die vier aufeinanderfolgenden Umdrehungen der Welle ι entsprechen und eine Umdrehung der Welle ro ausmachen, näher beschrieben werden.
Wenn die Welle 1 sich dreht, geht der Stiftkasten nach unten, und wenn er seine unterste Hubstellung erreicht, bewegt der Nocken 72 den Hebel 69 entgegen dem Uhrzeigersinn und die Welle 67 im Uhrzeigersinn. Dies bringt die Arme 66a, 66b, 66cund66i in ihre äußerste Linksstellung, so daß die Schieberplatte so weit zurückgebracht wird, bis sie sich inAusrichtungmitderSchieberplatte48 befindet. Während der Drehung des Nockens 72 aus der in Fig. ι gezeigten Stellung in die Stellung, wo er mit der Rolle 71 in Eingriff kommt, dreht sich die Welle 10 in der gleichen Richtung, aber nur in einem Ausmaß, das ein Viertel der-Drehung des Nockens 72 ausmacht, da zwischen den Wellen 1 und 10 das Übersetzungsverhältnis 1 :4 besteht.
Diese Bewegung der Welle 10 bringt den erhöhten Teil· des Nockens 86 außer Eingriff mit der RoIIe 85, und zwar geschieht dies, bevor der Nocken die Rolle 71 erreicht. Nichtsdestoweniger bewegt sich der Hebel 83 nicht sofort im Uhrzeigersinn, weil er daran dadurch gehindert wird, daß der Haken 7ο6 sich gegen, die Vorderseite der öse 77b stützt und die Schieberplatte 49 sich, in ihrer Rechtsstellung befindet.
Wenn sich dann in der bereits· beschriebenen Weise die Schieberplatte 49 nach . links zurück-
bewegt, wird die Öffnung der öse Jjb mit dem Haken 76s in. Eingriff gebracht, so daß die Feder 87 den Hebel 83 im Uhrzeigersinn drehen kann, was eine Drehung der Welle 75 entgegen dem Uhrzeigersinn im Gefolge hat. Der Haken J&> greift dann in die Öse yyb ein, während der Haken 76s von der öse JJa freigegeben wird. Während der nächsten Umdrehung der Welle 1 ist dementsprechend die Schieberplatte 48 zur Betätigung freigegeben, wohingegen die Schieberplatte 49 in ihrer Linksstellung festgehalten wird.
Unmittelbar nachdem die Haken 76" und 76* diese Wirkung· erzielt haben, stößt der Nocken 72 gegen die Rolle 71, und die unter Einwirkung der Feder 6ga stehende Welle 67 wird entgegen dem Uhrzeigersinn zurückbewegt. Dadurch wird die Schieberplatte 48 nach rechts verschoben, während die durch den Haken y6b festgehaltene Schieberplatte 49 links bleibt.
Bevor der Nocken, zum zweitenmal mit der Rolle 71 in Eingriff gelangt, kommt der erhöhte Teil 86C des Nockens 86 mit der Rolle 85 in Eingriff und bewegt den Hebel 83 entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch der Lenker 81 nach links bewegt wird.
Der Arm 78 kann dieser Bewegung des Lenkers 81 in diesem Augenblick nicht folgen, da sich die Schieberplatte 48 in ihrer Rechtsstellung befindet, so daß der Halcenarm 76° gegen den Vorderteil der öse J7a stößt. Wenn nun der Nocken 72 zum zweitenmal den Hebel 69 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt und dadurch die Schieberplatte 48 nach links zurückbringt, bewegt die Feder 82 den Arm 78 im Uhrzeigersinn. Dadurch wird der Haken 76" mit der Öse Jja in und der Haken, "j6b mit der Öse77& außer Eingriff gebracht. Jetzt ist die Schieberplatte 49 wieder frei, und die Schieberplatte 48 wird in ihrer äußersten Stellung festgehalten.
Bevor der Nocken. 72 die Rolle 71 während der dritten Umdrehung der Welle 1 erreicht, hat der Ausschnitt 86rf des Nockens 86 die Rolle 85 erreicht. Der Arm 83 bewegt sichjedoch nicht sofort im Uhrzeigersinn, da die Schieberplatte 48 jetzt in ihrer äußersten Linksstellung festgehalten wird und der Haken j6b sich gegen die Außenseite der Öse JJb stützt. Wenn aber der Nocken 72 den Hebel 69 bewegt und dadurch die Schieberplatte 49 in ihre Linksstellung zurückbringt, kann die Feder 87 den Hebel 83 im Uhrzeigersinn und damit die Welle 75 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen, woidurch die Schieberplatte 49 in ihrer äußersten Stellung gesperrt wird, während die Schieberplatte 48 freigegeben wird.
Bevor der Nocken 72 die Rolle 71 während der vierten. Umdrehung der Welle 1 erreicht, hat der erhöhte Teil 86° wieder die Rolle 85 erreicht und den Hebel 83 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, wodurch der Lenker 81 nach links verschoben wird. Der Arm 78 kann aber dieser Bewegung nicht folgen, da in diesem Augenblick die Schieberplatte sich in ihrer vordersten Stellung befindet und der Haken 76a sich gegen den. Vorderteil der öse "J1J" Stützt. Sobald jedoch der Nocken 72 die Welle 67 im Uhrzeigersinn, dreht und die Schieberplatte 48 in ihre hinterste Stellung zurückbringt, bewegt die Feder 82 den Arm 78 und die Welle 75 im Uhrzeigersinn,, und der Haken 76° wird mit der Öse JJ" in und der Haken 7ο6 mit der Öse yyb außer Eingriff gebracht.
Während jeder ersten, dritten, fünften usw. Umdrehung der den Stiftkasten betätigenden Welle 1 ist also die Schieberplatte 49 in ihrer hintersten Stellung festgehalten, wohingegen die Schieberplatte 48 zum Arbeiten freigegeben ist. Bei jeder zweiten, vierten, sechsten usw. Umdrehung der Welle ι dagegen ist die Schieberplatte 48 gesperrt, während die Schieberplatte 49 frei ist.
Beide Schieberplatten, 48 und 49 arbeiten in der Weise, daß, wenn die Schieberplatte 48 in ihrer hintersten Stellung festgehalten wird, sie dadurch. alle Zwischenglieder.40 nach links festhält und daran hindert, über einender Stifte 15 zu arbeiten, soi daß jeder Stift, der beim Abtasten ein Loch findet, unwirksam bleibt, weil das zugehörige Zwischenglied 40 sich nicht mit dem Stift ausrichten kann.
Sobald sich aber die Schieberplatte 48, wenn, der Stiftkasten sich in der untersten Stellung seines Hubes befindet, frei nach rechts bewegen kann, wird sich jeder Stift, der ein Loch gefunden hat, go so weit senken, daß sich sein oberes Ende unterhalb des unteren Endes des entsprechenden Zwischengliedes befindet. Das Zwischenglied wird sich dann so weit verschwenken, bis es mit dem Stift in. Eingriff kommt, so daß beim dann folgenden Aufwärtshub des Stiftkastens, der Stift 15 das entsprechende Zwischenglied 40 nach oben stoßen wird und durch den entsprechenden Übertragungsstift 45 einen, zugehörigen Draht des Verbindungskastens 89 betätigt.
Mittels der vorstehend beschriebenen Vorrichtung wird die eine Hälfte der Karte während des ersten, dritten, fünften usw. Arbeitsganges des Stiftkastens abgetastet und die andere Hälfte während des zweiten., vierten, sechsten usw. Arbeitsganges. Wie bereits erklärt, ist jede Karte in. zwei Felder eingeteilt, und die erste und dritte Zeile der Anschrift sind in ein Feld eingestanzt, während die zweite und vierte Zeile in das andere Feld eingestanzt sind, wobei jedes Feld die Hälfte der Karte einnimmt. Die Lochstellungen für die Aufnahme der dritten Zeile sind gegenüber denen für die Aufnahme der ersten Zeile um, die Hälfte des Abstandes der Lochstellungen in der Spaltenrichtung versetzt, und die Lodistellungen für die zweite Zeile sind in ähnlicher Weise gegenüber den Lochstellungen für die vierte Zeile versetzt.
Da die erste Hälfte der Karte sowohl die erste als auch .die dritte Zeile des Namens und der Anschrift enthält, ist es notwendig, die Karte um die lao Hälfte des Abstandes der Lochstellungen in der Spaltenrichtung zwischen dem zweiten und dritten Abtastvorgang zu verschieben.
Gleichfalls ist es notwendig, die Karte zwischen dem vierten und fünften Abtastvorgang zu ver- 12g schieben. Zu diesem Zweck sind zwei Karten-
anschlage 90 und 91 (Fig. 2, 3, 4 und 9) vorgesehen, die durch zwei auf einer Querwelle 94 drehbar gelagerte Hebel 92 und, 93 betätigt werden, und zwar durch zwei Nocken 95 und 96, die auf der Welle 10 angeordnet sind, welche bei vier Umdrehungen der Hauptwelle einmal umläuft.
Die Kartenanschläge 90 und 91 haben je eine Platte, die an je einem der Pfosten 97 und 98 angeschraubt ist. Die Pfosten enden unten in Stiften 99 und 100, die durch einen am Maschinenständer angeschraubten Halter 101 hindurchgeführt sind, wobei zwei die Stifte umgebende Federn 102 und 103 dazu, dienen, die Kartenanschläge nach oben zu drücken.
An ihrem oberen Ende werden die Kartenanschläge 90 und 91 in folgender Weise geführt: Die untere der beiden festen Stiftplatten 29 ist an ihren beiden Enden mit je einer Verlängerung 104 und iO4ß (Fig. 3) versehen. An der Unterseite dieser Verlängerungen ist eine Stange 105 angebracht (Fig. 3 und 10), die in ähnlicher Weise ausgeschnitten ist wie der zwischen den. Verlängerungen liegende Teil der Platte 29, um so' den beiden Kartenanschlägen den Durchgang zu gewähren. (In Fig. 10 erscheint die Stange 105 im Schnitt nach.der Linie A-A von Fig. 3.) An der Rückseite dieser Stange ist eine Stützplatte 106 (Fig. 3, 4 und 10) angeschraubt, und zwar mittels vier Schrauben 107°, io7&, IO7C und 107^. Die beiden mittleren Schrauben 1076 und IO7C gehen durch Schlitze io8ß und io86 in den Kartenanschlägen hindurch, um den Hinundhergang derselben zu ermöglichen. Die Kartenanschläge sind alsoi gegen seitliche Bewegungen durch die Innenkanten der Verlängerungen 104 und 104" der Stiftplatte 29 gesichert und gegen eine Bewegung nach vor- oder rückwärts durch die Stützplatte' 106 bzw. durch die Kante der Stiftplatte 29 und Stange 105.
Zu. Beginn der ersten der vier Umdrehungen der Hauptwelle 1, die einer Umdrehung der Welle 10 entsprechen, heben die Nocken 95 und 96 beide Kartenanschläge 90 und 91 an, so daß die Karte, die während des letzten Teiles der vorhergehenden Umdrehung der Welle 1 herangebracht wurde, durch den vorderen Kartenanschlag 90 angehalten wird. Der Stiftkasten bewegt sich dann nach unten und tastet die Karte ab. Da jedoch während dieser Umdrehung· der Hauptwelle 1 die Schieberplatte 49 "in ihrer unwirksamen Rechtsstellung ist, befindet sich nur die linke Hälfte des Stiftkastens in Arbeitsstellung, und nur die linke Hälfte der Karte wird abgetastet. Der vordere Anschlag 90 hält dabei die Karte in der Stellung fest, in der die erste Zeile der Anschrift von dieser Kartenhälfte abgetastet wird. Während der zweiten Umdrehung der Hauptwelle ι bleiben beide Kartenanschläge in erhöhter Stellung, so daß sich auch die Kartenstellung nicht ändert. Während dieser Umdrehung wird aber die in Linksstellung befindliche Schieberplatte 48 durch den Haken j6a unwirksam gehalten, während die in Rechtsstellung befindliche Schieberplatte 49 arbeiten kann. Demgemäß wird während dieser Umdrehung die rechte Hälfte der Karte abgetastet, die die1 zweite Zeile des Namens und der Anschrift enthält. .
Wenn nach diesem zweiten Abtastvorgang der Stiftkasten sich nach oben bewegt hat, stößt der Nocken 95 den vorderen. Kartenanschlag 90 nach unten, so daß die sich ständig drehenden Zubringerrollen 30" die Karte so weit voranbewegen, bis sie durch den rückwärtigen Kartenanschlag 91 aufgehalten wird. Die Karte befindet sich jetzt in der Stellung, wo die dritte und vierte Zeile des Namens und der Anschrift abgetastet werden kann..
Während der dritten Umdrehung der Welle 1 kann die Schieberplatte 48 wiederum arbeiten, so· daß die dritte Zeile des Namens und der Anschrift von der linken Hälfte der Karte abgelesen werden kann. -
Während dar vierten Umdrehung bleibt der hintere Kartenanschlag 91 oben und der vordere Anschlag 90 unten, so daß die Kartenstellung unverändert bleibt. Während dieser Umdrehung ist aber der in Rechtsstellung befindliche Schieber 49 wirksam, und die Schieberplatte 48 ist unwirksam. Es wird also nur die rechte Hälfte der Karte, die die vierte Zeile des Namens· und der Anschrift enthält, abgetastet.
Am Ende der vierten Umdrehung der Hauptwelle ι bewegt der Nocken 96 den hinteren Kartenanschlag 91, soi daß die Zubringerrollen 30° die Karte abgeben, die durch weitere Rollen 3ο6 in einen Aufnahmebehälter 109 befördert wird.
Die Aufnehmervorrichtung führt dann die nächstfolgende Karte zu, und die Arbeitsgänge beginnen von neuem. ·
Um die vier Zeilen des Namens und. der Anschrift von einer Karte abdrucken zu. können, ist der Stiftkasten über einen Verbindungskasten 89 mit einem Gehäuse für Anschlagstifte verbunden, von woi aus die Druckglieder betätigt werden. Diese Einrichtung soll nunmehr beschrieben werden.
In dem Stiftkasten sind fünfundsechzig Reihen von Abtäststiften vorgesehen. In jeder Hälfte sind aber nur zweiunddreißig Reihen wirksam, während die mittlere Reihe 33 unwirksam bleibt. Die Schieberplatte 48 steuert die linke Hälfte des Stiftkastens, d. h. die Reihen 1 bis 32, während die Schieberplatte 49 die rechte Hälfte steuert, nämlich die Reihen 34 bis 65.
Jeder der Drähte 110 für die rechte Hälfte des Stiftkastens ist derart verbunden, daß er die gleichen Anschlagstifte betätigt wie die entsprechenden Verbindungsdrähte iio° in der linken Hälfte des Verbindungskastens (Fig. 4).
Die Druckvorrichtung' ist ähnlich derjenigen, die in der britischen Patentschrift 478 597 beschrieben ist; da aber die vorliegende Bauweise doch einige Abweichungen gegenüber der. in> der genannten britischen Patentschrift beschriebenen aufweist, wird sie im folgenden kurz beschrieben.
Das Gehäuse für die Anschlagstifte (Fig. 12) hat einen Rahmen, der aus Seitenplatten 111 und aus oberen und unteren Platten 112 besteht. In diesem Rahmen sind, die Anschlagstifte senkrecht gleitbar
untergebracht. Der beim Lochen der Karte verwendete Schlüssel ist der gleiche wie der in der britischen Patentschrift 478 597 erklärte, und die Anschlagstifte A und B sind bei 113 und 114 in Fig. 12 gezeigt, während die Anschlägst!fte ο bis 9 bei 115 gezeigt sind. Es sind 32 Reihen von Anschlagstiften, vorhanden. Mit jeder Reihe ist eine Druckzahnstange 116 verbunden bzw. zugeordnet, mit einer drehbar auf ihr gelagerten Nase 117, die von einem bei 119 drehbar auf der Zahnstange gelagerten Schnapper 118 gesteuert und durch die A- und B-Anschlagstifte 113 und 114 betätigt wird. Jede Zahnstange 116 wird durch eine Druckfeder 120 nach rechts gedrückt. Die Feder umgibt einen Stift 121, der bei 122 an der Zahnstange befestigt und an seinem Ende in einen umgebogenen Lappen 123 eingeführt ist.
Die Zahnstangen 116 werden normalerweise durch eine Rückführ stange 124 (in Fig. 12 in ihrer äußersten Rechtsstellung gezeigt) nach links gehalten, die hin und her beweglich angeordnet ist. Sie ist an beiden Enden an einen Hebel 125 angelenkt, der bei 126 drehbar auf dem Maschinenständer gelagert ist und durch einen auf einer Welle 128 angeordneten Nocken 127 betätigt wird. Die Welle 128 wird über eine Kette 129 und zwei Kettenräder 130 von der Hauptwelle 1 angetrieben
(Fig. ι)·
Jede Zahnstange 116 kämmt mit einem Ritzel 131, das frei auf einer Querwelle 132 gelagert ist und aus einem Stück mit einem Ritzel 133 hergestellt ist, das mit einer Schriftzeichenstange 134 mit Zähnen 135 im Eingriff steht (Fig. 11 und 12). Jede Schriftzeichenstange trägt zweiunddreißig wirksame Schriftzeichenglieder 136 und oben ein Glied 136° ohne Schriftzeichen. Die durch die verschiedenen Glieder gedruckten Schriftzeichen sind in Fig. 14 angegeben. Jedes Schriftzeichenglied 136, 136" hat einen Druckbolzenkopf 137 und eine (nicht gezeigte) Feder, welche das Schriftzeichenglied nach rechts drückt. Jeder Druckbolzenkopf arbeitet mit einem Schlagbolzen 139 zusammen, dessen Wirkungsweise später beschrieben wird.
Normalerweise wird jede Schriftzeichendruckzahnstange 116 in ihrer Linksstellung gehalten, wenn kein Anschlagstift gehoben ist, mag sich auch die Rückführstange 134 nach rechts bewegt haben oder nicht. Daher befindet sich auch jede Schriftzeichenstange 134 in ihrer äußersten Stellung, in der das Glied 136° ohne Schriftzeichen sich gegenüber der Druckwalze 140 in Arbeitsstellung befindet.
Um die Schriftzeichendruclczahnstangen 116 in ihrer Linksstellung zu halten, ist jede dieser Zahnstangen an ihrer Unterseite mit einem Einschnitt
141 versehen, der normalerweise mit einem Stift
142 auf einem senkrechten Schieber 143 im Eingriff steht. Diese Schieber 143 sind auf Kammstangen 144 angebracht, die auf dem Maschinenständer befestigt sind, und werden durch Federn 145 nach oben gezogen. Waagerecht in den Endplatten 111 des Gehäuses für die Anschlagstifte verschiebbar ist ein Schieber 146 für jede Reihe von Anschlagstiften vorgesehen, und dieser Schieber hat für jeden Anschlagstift der Reihe einen herausragenden, Stift 147.
In der Nähe seines unteren Endes hat jeder Anschlagstift einen schrägen Schlitz 148 ähnlich dem Einschnitt einer Säge. In diesen Schlitz ist ein gegabeltes Glied 149 eingepaßt mit einem nach oben gerichteten Stiel 150 (Fig. 12 und 13). Dieser Stiel geht durch eine öffnung in der unteren Platte 112 des Gehäuses für die Anschlagstifte hindurch und dient einer Druckfeder 151 als Führung, die den Anschlagstift nach unten drückt. Der Anschlagstift ist mit einer Schulter 152 versehen, die mit einer entsprechenden Schulter der Platte 112 zusammenarbeitet und so die Abwärtsbewegung des Anschlagstiftes begrenzt.
Auf jedem Anschlagstift ist ein Einschnitt mit einer schrägen Fläche 153 vorhanden, der beim Aufwärtsgehen des Anschlagstiftes mit dem zugehörigen Stift 147 in Eingriff kommt und dadurch den Schieber 146 nach rechts drückt. Dadurch wird auf einen frei auf einer Querwelle 155 gelagerten Winkelhebel 154 ein Zug ausgeübt, wodurch der zugehörige Schieber 143, an den der Winkelhebel angelenkt ist, senkrecht nach unten bewegt wird. Wenn irgendein Anschlagstift einer Reihe nach oben, bewegt wird, wird auf diese Weise der Stift 142 aus dem Einschnitt 141 herausgezogen, und die zugehörige Zahnstange 116 kann sich unter der Einwirkung der Feder 120 nach rechts bewegen, wenn die Stellung' der Rückführstange 124 dies zuläßt.
Die Schlagbolzen 139 können waagerecht in Schlitzen, gleiten, die in zwei senkrechten Platten 160 vorgesehen sind (Fig. 14). In diesen Schlitzen werden sie durch Kammstangen 161 gehalten. In zwei senkrechten Lagerplatten 162 ist eine Schlagbolzensteuerstange 163 drehbar gelagert, welche zum Auslösen der Schlagbolzen durch eine Vorrichtung bewegt wird, deren Beschreibung1 später erfolgt. An der Welle 163 sind zwei Arme 164 befestigt, von, denen nur einer gezeigt ist, und zwisehen diesen Armen ist eine Querstange 165 gelagert. Die Schlagbolzen werden normalerweise gegen die Wirkung ihrer Federn 166 nach rechts gehalten, und zwar durch eine Schranke 167, deren Arme 168 Gleitstifte 169 tragen, die frei durch die Seitenplatten 162 hindurchgehen. An dem Gleitstift 169 ist auf der Innenseite jeder Platte 162 ein Hebel 170 angeordnet, der eine mit dem entsprechenden Arm 164 auf der Welle 163 im Eingriff stehende Rolle 171 trägt. Wenn sich die Welle 163 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, bewegt der Arm 164 durch Eingriff mit der Rolle 171 den Arm 170 und daher auch den Arm 168 und die Schranke 167 gegen die Wirkung der Feder 172. Dadurch werden die Schlagbolzen ausgelöst und'durch ihre Federn 166 scharf nach links gezogen, so daß die Köpfe der Schlagbolzen mit den Druckbolzen 137 in Eingriff kommen, die im Weg der entsprechenden Schlagbolzen liegen.
Die Schlagbolzen werden nach rechts durch die Querstange 165 zurückgeführt, die zwischen den.
925 2Oi
Armen 164 gelagert ist und sich gegen eine Schulter 173 der Bolzen stützt. Wenn die Stange 165 die Schlagbolzen zurückbringt, zieht die Feder 172 die Schranke 167 in die Stellung zurück, in der die Schlagbolzen in ihrer Rechtsstellung gesperrt sind.
Außerhalb der linken Platte 162 ist an der Welle 163 ein Betätigungsarm 174 angebracht, der drehbar an einem Lenker 175 gelagert ist. Dieser Lenker wird durch eine Feder 176 nach unten, gezogen und ist an seinem unteren Ende bei 177 geschlitzt, um die Welle 128 umgreifen zu können (Fig. 1).
An der Welle 128 ist ein Nocken 178 angebracht, der bei jeder Umdrehung der Welle 128 mit einer Rolle 179 des Lenkers 175 in Eingriff gelangt. Dadurch wird der Lenker aufwärts gestoßen und die Welle 163 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, so>" daß die Schlagbolzen .betätigt werden.
Das Papier, auf das die Schriftzeichen gedruckt werden, läuft über die Druckwalze 140, die Schritt für Schritt über ein Getriebe 180 durch ein Sperrrad 181 gedreht wird, das frei beweglich auf der Welle 182 gelagert ist und durch einen am oberen Ende eines Lenkers 184 gebildeten Sperrhaken 183 betätigt wird.
Der Lenker 184 wird an seinem oberen Ende mittels eines Schlitzes 185 geführt, in den ein am Maschinenständer befestigter Stift 186 eingreift. Der Lenker ist an seinem unteren Ende bei 187 geschlitzt, um die Welle 128 umgreifen zu können.
An der Welle 128 ist ein Nocken 188 angebracht, der bei jeder Umdrehung der Welle 128 mit einer auf dem Lenker 184 angeordneten Rolle 189 in Eingriff gelangt, wodurch der Sperrhaken'183 nach oben gestoßen wird und das Sperrad 181 um einen Zahn weiterdreht. Hierdurch wird die Druckwalze um einen Zeilenraum fortbewegt (s. auch Fig. 15).
Fig. 17 zeigt eine gelochte Karte, wie sie in einer
Maschine nach der Erfindung verwendet werden kann, die in Fig. 1 bis 16 gezeigt ist.
, Die in Fig. 17 dargestellte Karte 200 ist von üblichen Ausmaßen und hat fünfundsechzig Spalten, die in Abständen von 0,107 Zoll angeordnet sind. Die senkrechten Linien 201 geben die Stellungen der Spalten an, und die waagerechten Linien 202 zeigen die normalen Abstände der Reihen von Lochstellungen quer zur Karte, woibei das durch j ede Reihe dargestellte Schriftzeichen am linken Ende derselben in Fig. 17 angegeben ist.
Die in Fig. 17 gezeigte Karte ist mit einem Namen und einer Anschrift gelocht, die beim Drucken unter Steuerung durch die Karte folgendermaßen aussehen würde :
LEONARD BROWN
68 LAZLEWELL RD
PUTNEY
SW 5
In jeder Spalte sind 12 obere und 12 untere Loch-Stellungen. Die oberen Lochstellungen sind durch die waagerechten Linien 202 und die unteren Lochstellungen durch die Zwischenräume zwischen den waagerechten Linien bestimmt.
Die Spalten 1 bis 32 werden dazu benutzt, die erste und dritte Zeile der Adresse aufzunehmen, während die Spalten 34 bis 65 benutzt werden, um die zweite und vierte Zeile aufzunehmen.
So· sind in Spalte 1 vier Löcher eingestanzt, nämlich ein Loch 203 in der oberen .^-Stellung, ein Loch 204 in der oberen 7-Stellung, ein Loch
205 in der unteren B-S teilung und ein Loch
206 in der unteren o-Stellung. Das Löcherpaar 203 und 204 bedeutet L, den ersten Buchstaben des in der ersten Zeile der Adresse vorkommenden Namens Leonard, und das Löcherpaar 205 und 206 bedeutet P, den ersten Buchstaben des in der dritten Zeile der Adresse vorkommenden Ortsnamens Putney.
Das erste Schriftzeichen 6 der zweiten Zeile der Adresse ist bei 207 in der oberen 6-Stellung in Spalte 34 eingestanzt, damit die 6 beim Drucken um drei Schnftzeichenabstände nach rechts gegenüber dem Buchstaben L in der ersten Zeile verschoben ist. Das erste Schriftzeichen S der vierten Zeile ist in der unteren 8-Steilung in "Spalte 34 eingestanzt, da, wie in der britischen Patentschrift 454 857 erklärt ist, das gleiche Schriftzeichen gewählt wird, um S und 8 darzustellen.
Während der ersten der vier Umdrehungen der Hauptwelle bzw. Hinundhergänge des Stiftkastens go werden die oberen Lochstellungen in Spalte 1 bis 32 abgetastet, und während der zweiten die oberen Lochstellungen in Spalte 34 bis 65. Der vordere Kartenianschlag 90 wird dann herabbewegt, und die Karte bewegt sich um den Abstand χ gleich dem halben Abstand der waagerechten Linien 202 weiter, um die unteren Lochstellungen in die Abtaststellung zu bringen.
Während des dritten Hinundherganges des> Stiftkastens werden die unteren Lochstellungen in den Spalten 1 bis 32 abgetastet und während des vierten Hinundherganges die unteren Lochstellungen in den Spalten 34 bis· 65.
Es ist klar, daß für Lochkarten zum Gebrauch in Maschinen gemäß der Erfindung verhältnismäßig lange Namen und Anschriften eingestanzt werden können, z. B. solche, die in jeder der vier Zeilen 32 Schriftzeichen einschließlich Zwischenräumen enthalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I. Durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschine, in der beim ersten Abtastvorgang eines jeden Paares von aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen eine Spaltengruppe der Lochkarte und beim zweiten Abtastvorgang jedes Paares von Abtastvorgängen eine andere, gegen- ■ über der erstgenannten Spaltengruppe seitlich versetzte Spaltengruppe abgetastet wird, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lochkarte während vier aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen in der Abtasteinrichtung (15, 29) zurückgehalten und in an sich bekannter Weise zwischen dem zweiten und dem dritten Abtastvorgang um den halben Abstand der Lochpunktstellen in einer Spalte vorgerückt wird, wodurch
    bei einer einzelnen Lochkarte vier unabhängige Sätze von Lochungen abgetastet werden können.
  2. 2. Maschine nach Anspruch ι mit einem Abtaststiftkasten und zwei Kartenanschlägen, die gleichzeitig in den Weg der Lochkarte gebracht und unabhängig voneinander aus dem Weg der Lochkarte herausbewegt werden können, so daß die Lochkarte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen' um den halben Abstand der Lochpunktstellen in einer Spalte vorgerückt werden kann, gekennzeichnet durch eine zum Steuern der Kartenanschläge (90, 91) dienende Steuervorrichtung (95, 96), die beim Heranbringen einer jeden Lochkarte an den Abtaststiftkasten beide Kartenanschläge (90, 91) in den Weg der Lochkarte bringt, um diese zum Zweck des Abtastens anzuhalten, die ferner den vorderen Kartenanschlag (90) zwischen dem zweiten und dritten auf das Anhalten der Karte folgenden Abtastvorgang und schließlich den hinteren Kartenanschlag (91) nach dem vierten auf das Anhalten folgenden Abtastvorgang aus dem Weg der Karte herausbewegt, bevor die Anschläge von neuem angehoben werden, um die nächste Lochkarte anzuhalten.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2 mit Druckwerkzeugen, die bei jedem Abtastvorgang von entsprechenden Reinen von der Lochkarte aus einstellbarer Anschläge eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die einzelne Reihengruppe von Anschlägen (115) von beiden Spaltengruppen der Lochkarte einstellbar ist, wodurch die Druckwerkzeuge (134 bis 136) bei jedem von vier aufeinanderfolgenden Abtastvorgängen von einem von vier verschiedenen Sätzen von Lochungen in einer einzelnen Karte eingestellt werden können.
    Angezogene Druckschriften:
    Britische Patentschriften Nr. 473 757, 475 037; USA.-Patentschrift Nr. 2 106 802.
    Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
    © 96Ö2 3.55
DEP2993D 1938-09-03 1939-09-02 Durch Lochkarten gesteuerte statistische Maschine Expired DE925201C (de)

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