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Maschine zur Herstellung von Glühstrümpfen. Die Erfindung betrifft
Neuerungen an der bekannten Maschine zum Herstellen von Glühstrümpfen von Muller
& Bonnet, bei welcher die auf Stangen aufgehängten Rohstrümpfe durch endlose
Ketten absatzweise durch die Maschine geführt werden, wobei sie an den einzelnen
-Stellen verkohlt, ausgeglüht und mit einem versteifenden Überzug versehen werden
(vgl. Patentschriften I27IO8 und 14053g). Der absatzweise Vorschub der endlosen-
Ketten erfolgt bei dieser Maschine durch in regelbaren Zeitabständen hin und her
bewegte Rahmen. Während der Ruhepausen dieses Rahmens erfolgt das obenerwähnte Verkohlen,
Ausglühen usw. der Brenner. Die endlosen Ketten nehmen bei ihrer Verschiebung die
Tragstangen mit, an denen die Glühkörper aufgehängt sind, sowie Stangen, an denen
Führungsringe für die Glühkörper angebracht sind. Die Enden der Tragstangen werden
auf ihrem Wege gegen das vordere Ende der Maschine in oberen Führungen geführt und
auf ihrem Wege nach hinten in unteren Führungen. Das Überführen der Tragstangen
mit den Glühstrümpfen aus den oberen Führungen in die unteren und aus den unteren
Führungen in die oberen wird durch sogenännte Klauenstangen bewirkt, die an verschiedenen
Stellen auf beiden Seiten der Maschine angeordnet sind und senkrecht verschiebbar
sind. Der Antrieb dieser die Tragstangen hebenden oder senkenden Klauenstangen erfolgt
durch einen Rahmen, der in der Längsrichtung der Maschine hin und her geschoben
wird. Auf der einen Längsstange dieses Rahmens ist in der Höhe der einen Klauenstange
eine Kette befestigt, die sich auf eine Trommel aufwickelt, die auf derselben Achse
angeordnet ist wie eine Trommel von größerem Durchmesser. Auf diese größere Trommel
wickelt sich eine Kette auf, die an dem unteren Ende der Klauenstange befestigt
ist. Es ist klar, daß bei jeder Verschiebung des Rahmens nach vorn oder nach hinten
durch die erwähnte Kette das Heben und Senken der Klauenstangen bewirkt wird. Da
diese Klauenstange eine Vorrichtung trägt, die dazu bestimmt ist, das Ende einer
Tragstange zu fassen und zu halten, so ist es möglich, die die GMhstrümpfe tragenden
und führenden Tragstangen von der einen Führung in die andere überzuführen. Bei
diesem Antrieb der verschiedenen Klauenstangen mittels der Kette hat es sich nun
herausgestellt, daß im Falle einer Abnutzung, einer Verlängerung der Kette oder
aus anderen Gründen die Enden der Tragstangen gegenüber den Führungen nicht immer
ganz genau an dieselbe - Stelle gebracht wurden, wobei sich Störungen ergaben.
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Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird der Antrieb der Klauenstangen
nach der Erfindung nicht mehr durch Ketten, sondern
durch eine Hebelverbindung
bewirkt, welche die Tragstangen und Führungsstangen für die Glühkörper von der einen
Führung genau vor die andere Führung bringen.
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Die Erfindung. bezieht sich ferner auf eine von dem erwähnten Antriebsrahmen
betätigte Einrichtung, um die Tragstangen und Führungsstangen für die Glühkörper
über den verschiedenen Brennerreihen einzustellen. Schließlich betrifft die Erfindung
eine Einrichtung, um den Antriebsrahmen nach der jedesmaligen Vorwärtsbewegung während
einer bestimmten Zeit festzustellen und an einer Rückwärtsbewegung zu verhindern.
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Auf den beiliegenden Zeichnungen ist in den Fig. 1, 2 und 3 die vordere,
mittlere und hintere Einrichtung zum Heben und Senken der Klauenstangen in Seitenansicht
dargestellt.
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Fig. q., 5 und 6 zeigen die betreffenden Einrichtungen in Vorderansicht.
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Fig. 7 zeigt in Seitenansicht die Vorrichtung zum Feststellen der
Tragstangen über den Brennerreihen.
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Fig: 8 ist eine Oberansicht von Fig. 7. Fig. 9 und io zeigen in Seiten-
bzw. Oberansicht die Vorrichtung zum Feststellen des Antriebsrahmens.
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Die in den Fig, 1,:2 und 3 dargestellten Vorrichtungen sind auf jeder
Seite der Maschine vorgesehen, so daß jedes Ende der Tragstange in genau derselben
Weise gehoben oder gesenkt wird.
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Jede Längsstange i des Antriebsrahmens ist an ihren Enden in einem
vorderen Lagerarm 2 (Fig. i) und einem hinteren Lagerarm 2 (Fig. 3) gelagert. Auf
jedem dieser Eagerarme sind Rollen 3 angebracht, zwischen welchen die Stange i geführt
ist. Die unteren Rollen sind verstellbar,. und auf den Stangen sind Stahlbänder
4 und q.' angebracht, um sie gegen Abnutzung zu schützen.
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Auf derRahmenstange i sindRinge 5, 5', 5" angebracht, die an ihrem
unteren Ende einen Bolzen tragen, an den die Schubstange 6 angelenkt igt. Diese
ist an ihrem anderen Ende mit einem Hebel 8 verbunden, der auf der Achse 9 eines
Lagerarmes io befestigt ist. Auf dieser Achse 9 ist ferner ein Hebel 1 r befestigt,
der bei 12 drehbar mit einer Stange 13 verbunden ist. Diese ist ihrerseits drehbar
mit dem auf der Stange 15 der Hubvorrichtung verschiebbaren Stück iq. verbunden.
Wenn infolge einer Abnutzung, einer Verstellung des Stückes o@. dgl. das Ende der
Tragstangen und Führungsstangen für die Glühstrümpfe sich nicht genau vor die eine
oder die andere Führung einstellen sollte, kann das Stück 14 sich senken, indem
die Federn 16 und 16' leicht zusammengepreßt werden, ohne daß hierdurch eine @-erstellung
der Hubvorrichtung herbeigeführt würde. Ein Anschlag 17 begrenzt den Hub des Stückes
1q. nach oben.
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Diese Einrichtung zum Senken oder Heben der Tragstangen oder Führungsstangen
für die Glühstrümpfe" ist auch für die vordere Hubvorrichtung der Maschine verwenbar.
Bei den anderen Hubvorrichtungen tritt eine Änderung nur insofern; ein, als die
Hebel 6, 8, 1f und 13 in anderer Weise anzubringen sind. Bei der mittleren
Hubvorrichtung (Fig. 2 und 5) ist es aber noch zweckmäßig, um ein beständiges Anliegen
der einzelnen Teile aneinander zu erhalten und um das Anheben zu erleichtern, auf
der Achse g' eine Scheibe 18 anzubringen, auf die sich eine ein Gegengewicht ig
tragende Kette aufwickelt.
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Die Wirkung der Einrichtung ist 'nach dem Vorstehenden zu erkennen.
Wenn der Antriebsrahmen i sich im Sinne des Pfeiles a nach vorne bewegt, schiebt
der Ring 5 die Stange 6 in die punktiert dargestellte Stellung 6' und der Hebel
8 muß die punktiert dargestellte Stellung 8' einnehmen. Durch die hierbei bewirkte
Drehung der Welle 9 wird der Hebel i i so gedreht, daß er die Stellung i i' einnimmt.
Die Stange 13 hat sich infolgedessen gesenkt und nimmt die Stellung 13' ein. Bei
dieser Verschiebung nach unten bringen die Klauenstangen, welche die Enden der Tragstange
für die Glühstrümpfe in der oberen Führung halten, diese Stange vor die untere Führung,
ohne daß die geringste Abweichung erfolgen könnte.
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Die in den F1g. 7 und 8 dargestellte Einrichtung hat den Zweck, Nachteile
zu vermeiden, die sich infolge der beständigen Verschiebung der Tragstangen ergeben
können. Bei der bekannten Einrichtung zeigte es sich, daß die Tragstange und die
Führungsstange für die Glühkörper, wenn sie sich über die verschiedenen Brennerreihen
einstellen sollten, nicht immer genau aneinander lagen, wodurch Beschädigungen der
Glühstrümpfe herbeigeführt werden konnten.
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Um diese Übelstände zu vermeiden, -%v erden in der Höhe der unteren
Führungen über den Brennerreihen zwei Schienen 2o und 2o' angebracht, die sich gegeneinander
legen und gegeneinander verschiebbar sind. Diese Schienen werden an ihren beiden
Enden von Hebeln 2i, 2i' find 22., 22' gehalten, deren Achsen 23, 2q., 25 in Tragstücken
26,:27 gelagert sind. An den Enden der Achsen 23, 24 sind Zahnradabschnitte
28,28' angebracht, die mittels eines am anderen Ende der Achse23 befestigten
Hebels
29 gedreht werden können. An dem Hebel 29 ist bei 31 eine
nach unten führende Stange 3o angebracht, die mit ihrem unteren Ende bei 33 mit
dem Hebel 32 verbunden ist. Dieser Hebel 3:2 ist um den Bolzen 34 des Tragstückes.
35 drehbar. Der Hebel 32 ist mit einem Hebel 37 fest verbunden, der
an seinem Ende mit einem Bolzen 38 versehen ist. Dieser greift in einen schrägen
Einschnitt 39 einer Scheibe 40, die auf der Rahmenstange i befestigt ist. Auf den
Schienen 2o, 2o' sind- mittels Schrauben Daumen 41 befestigt. Diese Daumen werden
gegeneinander bewegt und erfassen dann die zwischen ihnen liegenden Tragstangen
und Führungsstangen ' für die Glühstrümpfe, während diese sich über der Brennerreihe
befinden. Diese Bewegung geschieht in folgender Weise: Die Tragstangen b werden
in der unteren Führung c entlang geschoben, um nacheinander zu den verschiedenen
Brennerreihen zu gelangen. Bei der Ankunft über einer Brennerreihe wird der Antriebsrahmen
stillgesetzt. Um nun die nebeneinander liegenden Tragstangen und Führungsstangen
fest gegeneinander zu drücken, wird bei der Verschiebung des Stückes 4o der Bolzen
38 durch den Schlitz 39 angehoben, so daß durch die Bewegung des Hebels 37 um den
Bolzen 34 der Hebel 32- nach unten bewegt und dementsprechend auch die Stange 3o
nach unten geschoben wird. Die Abwärtsbewegung dieser Stange bewirkt eine Drehung
der beiden Zahnradabschnitte 28, 28' und dadurch werden die beiden Schienen 2o,
so' so gegeneinander bewegt, daß ihre Daumen 41 gegeneinander bewegt werden und
die Trag-und Führungsstangen fest gegeneinander pressen. Die Trag- und Führungsstangen
können sich deshalb nicht gegeneinander verschieben, so daß die Glühstrümpfe auch
unverrückt über den Brennerreihen gehalten werden.
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Die in den Fig. 9 und io dargestellte Einrichteng zum selbsttätigen
Feststellen des Rahmens i besteht im wesentlichen aus einem Hebel 42, der bei 43
auf der Achse eines Hebels 44 befestigt ist, der an seinem äußeren Ende einen nach
der Seite vorspringenden Bolzen 45 trägt. Dieser Bolzen ruht auf .einem Hebel 46,
der auf derselben Achse befestigt ist wie der Gewichtshebel 47 der bekannten Einrichtung
zum Bestimmen der Zeitdauer der Stillstände der Tragstangen an den einzelnen Stellen.
In dem Träger 48, in welchem die Achse 43 gelagert ist, ist ein Stift 49 verschiebbar,
der von einer Feder 5o gegen einen .Vorsprung 51 des Hebels 42 gepreßt wird. Am
Hebe142 ist ferner ein Arm 52 angebracht, dessen hinteres Ende sich auf eine in
dem Träger 48 befestigte Stellschraube legt, um dadurch den Ausschlag des, Hebels
q.2 zu bestimmen. Andererseits ist auf der Rahmenstange i ein Anschlag 54 angebracht,
gegen den sich das Ende 55 des Hebels 42 legt. In dem Augenblick, wo die oben erwähnte
Vorrichtung zum Bestimmen der Zeitdauer des Stillstaudes der Tragstangen die Rahmenstange
i freigibt und sie in Richtung des Pfeiles d verschiebt, wird der Hebe147 angehoben
und nimmt dabei den Hebe146 mit, so daß dieser gesenkt wird. Der Bolzen 45 des Hebels
44 wird also nicht mehr gehalten, so daß der Hebe144 sich senkt, während umgekehrt
der Hebel 42 von der Feder 49 angehoben wird, wobei sein Ende 55 sich vor den Anschlag
54 legt und so- jede Rückwärtsbewegung der Schubstange verhindert.