DE31968C - Neuerungen an Telephonsystemen für Centraiämter - Google Patents

Neuerungen an Telephonsystemen für Centraiämter

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DE31968C
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DENDAT31968D
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J. W. DUXBURY und H. W. BRECKENRIDGE in Providence, Rhode Island, Amerika
Publication of DE31968C publication Critical patent/DE31968C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/02Constructional details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich einestheils auf Neuerungen an Telephonsystemen für Centralämter und anderenteils auf die Construction der Umschaltertafeln in Centralämtern.
Der erste Theil der Erfindung betrifft zunächst die Verbindung aller in das Amt einmündenden Leitungen mit einer jeden Umschaltertafel, dann die Anordnung der zu den einzelnen Leitungen gehörigen Nebenapparate in Gruppen auf den verschiedenen Umschaltertafeln und ferner die Ausrüstung der in das Amt einmündenden Leitungen mit einem Relais in der Weise, dafs dasselbe von dem Beamten mit einer jeden Leitung verbunden werden kann.
Der zweite Theil der Erfindung betrifft zunächst die eigenthümliche Construction der Umschaltertafeln, welche aus verschiedenfarbigen Streifen bestehen und eine Anzahl Drähte enthalten, welche sich rechtwinklig kreuzen, und ferner die eigenthümliche Construction der Stöpsel, mittelst welcher die Verbindung zweier Drähte der Tafel bewerkstelligt werden kann. Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Ansicht des Telephonsystems·, Fig. 2 und 3 zeigen Schnitte durch die Umschaltertafeln mit ihrer ganzen Ausrüstung; die punktirten Linien bedeuten die Verbindungsdrähte der Tafeln. Fig. 4 stellt eine Ansicht der aus verschiedenfarbigen Streifen zusammengesetzten Tafel dar, bei welcher eine Ecke abgebrochen ist, um die Kreuzung der Drähte zu zeigen. Die Fig. 5 und 6 sind Horizontalschnitte durch die Tafel mit eingesetztem Stöpsel.
In Telephon - Centralämtem grofser Städte, welche eine grofse Anzahl Abonnenten haben, werden eine beträchtliche Anzahl Umschaltertafeln gebraucht, um die Arbeit der Beantwortung der Rufe der Abonnenten zu theilen, und wenn ein Abonnent, welcher mit der einen Tafel verbunden ist, mit einem Abonnenten einer anderen Tafel zu sprechen wünscht, so ist es erforderlich, die Aufmerksamkeit zweier Beamten zu erregen, um die nöthige Verbindung herstellen zu können. Ein derartiges System erfordert daher immer eine beträchtliche* Menge Zeit und läfst dabei sehr leicht Irrthümer eintreten.
Demgegenüber soll nun durch das vorliegende System das Vorkommen irgend welcher Irrthümer ausgeschlossen werden, und ferner soll ein einziger Beamter in den Stand gesetzt werden, die Verbindung zweier Abonnenten verschiedener Tafeln allein zu bewirken. Aufserdem gestattet dieses System noch, dafs sich der Beamte davon überzeugen kann, ob eine Leitung im Gebrauch ist oder nicht.
Die Construction der Umschaltertafeln ist derartig, dafs der betreffende Beamte zwei Abonnenten schneller mit einander verbinden kann als bisher.
In den Figuren 1, 2 und 3 bezeichnet A die erste, B die zweite Umschaltertafel. Es können eine beliebige Anzahl solcher Tafeln vorhanden sein, und jede der in das Centralamt einmündenden Leitungen wird mit jeder Tafel verbunden. Die ganze Anzahl dieser einmündenden Leitungen wird indessen in solcher Weise in Gruppen getheilt, dafs nur ein bestimmter
Theil mit den Rufapparaten jeder Tafel verbunden ist. Auf diese Weise erhält der Beamte jeder Tafel nur die Rufe von solchen Abonnenten, welche mit dem Rufapparat jener Tafel verbunden sind, während eine beliebige Anzahl Abonnenten entweder mit derselben oder mit verschiedenen Tafeln verbunden sein kann. Die von einem Abonnenten kommende Leitung α ist mit dem Rufapparat verbunden und durch diesen mit dem Hebel b, durch welchen die Verbindung des Abonnenten mit dem Telephon des Beamten bewerkstelligt wird. Durch den Knopf c, den Pflock und die Leitung c' steht b mit der Armatur d des Elektromagneten h in Verbindung. Mittelst des Knopfes c kann der Beamte die mit der Erdleitung 3 verbundene Batterie in den Stromkreis einschalten, so dafs er irgend einen Theilnehmer durch Klingeln benachrichtigen kann, d. h., dafs er bereit ist, einen Auftrag entgegenzunehmen.
Die Leitung c2 verbindet die Armatur d des Elektromagneten mit dem Knopf e, und letzterer ist durch eine metallische Leitung mit dem quer durch die Tafel laufenden Draht g bezw. g1 der Umschaltertafel A bezw. B und durch einen biegsamen Draht mit dem Schlüssel f verbunden. Diebeiden Schlüsseiyy der Tafeln A und B können mit jedem Draht dieser Tafeln und daher mit jeder Abonnentenleitung verbunden werden, da alle Leitungen in die Umschaltertafeln eintreten.
Der Localstrom wird vom Elektromagneten h durch eine Leitung h1 zu dem quer durch die Tafel laufenden Draht i geleitet, welch letzterer mit einem correspondirenden Draht auf jeder Umschaltertafel des Amtes Verbunden ist; alle Umschaltertafeln sind dann wiederum unter einande'r verbunden. Der Elektromagnet h ist auf der Tafel A mit i, auf der Tafel B mit i\ auf der Tafel C mit i2 u. s. w. verbunden, und in gleicher Weise ist der Knopf e auf der Tafel A mit Draht g, auf der Tafel B mit g\ auf Tafel C mit g·2 u. s. w. verbunden. Ferner ist jede Tafel mit so viel Umschalthebeln j versehen, als für die auf der Tafel in Gruppen getheilte Hauptleitung erforderlich sind.
Der Schlüssel k ist mit dem Umschalthebel j durch einen biegsamen Draht verbunden, so dafs er, je nachdem es gewünscht wird, entweder mit der Localbatterie / oder dem Signalapparat m und der Erde verbunden werden kann. In der normalen Lage ist der Strom, welcher durch den Magneten h geht, offen; die Armatur des Magneten legt sich gegen die Erdleitung n, welche den Strom der Hauptleitung bezw. Abonnentenleitung α durch die Leitung c\ den Knopf c, den Hebel b und den Rufapparat ableitet.
Dieses System wirkt nun wie folgt:
Wenn die Leitungen zweier Abonnenten mit einander verbunden werden sollen, von denen sich die eine auf der Tafel A, die andere auf einer anderen Tafel befindet, so verbindet der Beamte auf der Tafel A den Schlüssel k mit dem quer durch die Tafel gehenden Draht i, welcher mit Hülfe des Umschalters j den von der Batterie I kommenden Strom schliefst.
Der -Anker d wird infolge dessen vom Magneten h angezogen und von der Erdleitung η abgezogen, und mit Hülfe des Schlüssels/ und des Drahtes g kann nun die Verbindung mit einer Abonnentenleitung auf irgend einer Tafel des Amtes bewerkstelligt werden. Mittelst des Schlüssels / kann auch die Abonnentenleitung mit einer anderen Abonnentenleitung auf derselben Tafel verbunden werden.
Damit sich nun der Beamte überzeugen kann, ob eine zum Anschlufs verlangte Leitung im Gebrauch ist, verbindet er den der zum Anschlufs verlangten Leitung entsprechenden Draht i i1 z2 etc. mit Hülfe des Hebels j und des Schlüssels k mit dem Signalapparat m. Die Drähte iili2... correspondiren also mit den verlangten Abonnentenleitungen. Wenn nun die betreffende, zum Anschlufs verlangte Leitung im Gebrauch ist, so geht durch die betreffende Leitung i i1 etc. ein Strom von der Localbatterie /, wie vorhin erwähnt wurde, und es wird deshalb ein Theil des durch den Draht i i1 etc. gehenden Stromes durch den Schlüssel k auch auf den Signalapparat m abgeleitet werden, welcher durch Abgabe eines Signales den Beamten davon unterrichtet, dafs die gewünschte Leitung bereits oder noch in Benutzung ist.
Giebt der Signalapparat aber kein Signal ab, so ist dies ein Zeichen, dafs die Leitung frei ist. Es wird nun, genau wie vorhin, der Hebel j zurückgeschlagen, um die Batterie Z einzuschalten und die Abonnentenleitung von der Erdleitung freizumachen, und die gewünschte Verbindung kann hergestellt werden. Die Erd^ leitungen sind mit den Zahlen 1, 2, 3,4, 5 und 6 innerhalb der Vierecke bezeichnet.
Beispiel: Der Abonnent 8, Fig. 8,'dessen Leitung α mit der Umschaltertafel B in der mit Bezug auf Fig. 2 und 3 beschriebenen Weise verbunden ist, wünscht mit dem Abonnenten 2, welcher mit dem' Umschalter A verbunden ist, zu sprechen. No. 8 sendet zuerst durch seine Leitung nach dem Centralamt einen Strom, welcher den Elektromagneten der Klappe 8 in Thätigkeit setzt; der Beamte an der Umschaltertafel B wird somit benachrichtigt.
Der Beamte dreht dann den Hebel b in die in Fig. 2 in punktirten Linien gezeichnete Lage und schaltet auf diese Weise sein Telephon in die Leitung ein. Sobald er nun den Auftrag entgegengenommen, dreht er den Hebel b in seine normale Lage zurück und bringt, wenn die Leitung des Abonnenten 2 frei ist, einen der Schlüssel k auf der Umschaltertafel B in
Verbindung mit dem Draht i\ welcher durch einen Draht mit jeder Umschaltertafel des Centralamtes und folglich auch mit dem Magneten h des Abonnenten 2 verbunden ist.
Die Leitung des Magneten h des Abonnenten 8 ist jener des Abonnenten 2 sehr nahe, so dafs der Schlüssel k, wenn er in das Loch i1 gesteckt ist, die beiden Leitungen in der später beschriebenen Weise verbindet; durch beide Drähte i1 geht dann, wenn der Hebel j nach oben umgelegt ist, von der Batterie I der Umschaltertafel B ein Strom, welcher die Magneten h der Abonnenten 2 und 8 in Thätigkeit setzt und hierdurch die Verbindung ihrer Leitungen mit der Erde im Centralamt aufhebt.
Jetzt kann die Verbindung mit dem Abonnenten 2 auf dem Amte mit Hülfe des Schlüssels/ hergestellt werden.
Der Schlüssel / des Abonnenten 8 wird dann in das Loch gl gesteckt und so die Verbindung mit der Leitung des Abonnenten 2 bewirkt.
Der Strom läuft dann von der Localbatterie des Abonnenten 8 in der durch die Pfeile, Fig. 8, angegebenen Richtung.
In den Fig. 4, 5 und 6 bezeichnen A1 J51 Streifen aus einem passenden, nichtleitenden Material, in welchem zwei Reihen Löcher C1 C1 angebracht sind. Die Drähte D D1 sind in Streifen so eingesetzt, dafs sie durch die Mittelpunkte der Löcher C1 und quer durch die Streifen gehen. Die Drähte E1 E1 gehen der Länge nach durch die Streifen A1 B1 unterhalb der Drähte D1 und kreuzen letztere in den Mittelpunkten der Löcher C1 rechtwinklig. Das Ganze ist auf einer Unterlage F1 angebracht. Früher wurden solche Umschaltertafeln aus perforirten Platten an Stelle der Drähte D1 gemacht, und mufsten diese Platten breiter sein als der Durchmesser der Löcher und aufserdem genügend weit von einander entfernt, um elektrische Störungen zu verhindern. Dagegen wird durch die Verwendung von zwei Reihen Drähten, die in einen Nichtleiter eingebettet sind, der mit Löchern versehen ist, das Anbringen einer viel gröfseren Anzahl Löcher" C1 ermöglicht, und es kann eine gröfsere Anzahl Verbindungen auf einer Umschaltertafel von gegebener Gröfse gemacht werden als früher.
Auch wird durch diese Anordnung die Arbeit der Beamten wesentlich vermindert, da eine gegebene Anzahl Combinationen zweckmäfsiger als früher erreicht werden kann.
Damit nun der Beamte schneller den Lauf eines Drahtes durch eine Reihe Löcher verfolgen kann, sind die Streifen^.1!?1 verschiedenfarbig, etwa .A1 weifs und B1 schwarz.
Zum Verbinden von je zwei Drähten mit einander dient der Stöpsel G1,. welcher mit einem runden Stiel versehen ist, der durch zwei über Kreuz geführte Schnitte hl in vier Schenkel g1 getheilt ist. Die Enden der Schenkel g1 sind abgerundet, um das Einsetzen der Stöpsel zwischen die Drähte zu erleichtern.
Die vier Metallschenkel g1 sind genügend elastisch, um ein leichtes Hinabstofsen über die Drähte zu gestatten, und da sie zwei zweizackige Gabeln bilden, so können sie ohne Rücksicht auf die Stellung der Einschnitte hl eingesetzt werden und den Draht D1 einerseits und den Draht E1 andererseits sanft zuklemmen.
Auf diese Weise wird ein metallischer Contact durch vier metallische Brücken hergestellt, von denen jede die Drähte dicht berührt und welche eine bessere Wirkung haben als die früheren zweizackigen Stöpsel, welche zur Verbindung eines Drahtes mit der perforirten Platte dienten.
■ Wenn aus irgend einem Grunde die Drähte D1 und E1 sich nicht rechtwinklig, sondern schiefwinklig kreuzen sollen, so kann dies geschehen, nur mufs dann der Stöpsel G1 entsprechend geschlitzt sein, so dafs er etwa dreischenklig wird. Vorzuziehen ist jedoch die rechtwinklige Kreuzung der Drähte.

Claims (4)

Pate nt-An sp rüche:
1. Bei einem Telephonsystem, bei welchem alle in die Station mündenden Leitungen mit verschiedenen Umschaltern der Station verbunden sind, während mit den Rufapparaten jedes Umschalters nur ein besonderer Theil der Leitungen in Verbindung gesetzt ist, die Anwendung von Elektromagneten h für jede mit den Rufapparaten verbundene Leitung α zum Ausschalten der Erdleitung η des rufenden Abonnenten mittelst des Hebels _/, Stöpsels k und der Batterie Z.
2. Die Verbindung der mit den Rufapparaten verbundenen Abonnentenleitungen a mit Hebel b, Knopfe, Leitung c1, der Armatur d des Elektromagneten h, Leitung c2, Knopf e, Punkt g bezw. g1 g2 ... und dem Stöpsel/.
3. Die Vorrichtung zum Ausschalten der Erdleitung η des rufenden Abonnenten, bestehend aus der Localbatterie /, Hebel j und Stöpsel k, in Verbindung mit dem quer durch die Tafel laufenden Draht i bezw. Z1Z2... und dem Elektromagneten h.
4. Die Anordnung des Signalapparates m, um mit Hülfe des Hebels j, Stöpsels k und des Drahtes i bezw. i1 P . . . untersuchen zu können, ob die verlangte Abonnentenleitung, welche mit i bezw. i2 is . . . correspondirt, in Benutzung ist oder nicht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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