DE229384C - - Google Patents
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- DE229384C DE229384C DENDAT229384D DE229384DA DE229384C DE 229384 C DE229384 C DE 229384C DE NDAT229384 D DENDAT229384 D DE NDAT229384D DE 229384D A DE229384D A DE 229384DA DE 229384 C DE229384 C DE 229384C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
- H04M3/50—Centralised arrangements for answering calls; Centralised arrangements for recording messages for absent or busy subscribers ; Centralised arrangements for recording messages
- H04M3/51—Centralised call answering arrangements requiring operator intervention, e.g. call or contact centers for telemarketing
- H04M3/523—Centralised call answering arrangements requiring operator intervention, e.g. call or contact centers for telemarketing with call distribution or queueing
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 229384 -■ KLASSE 21«. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN. Fernsprechanlage mit Anruf-Verteilereinrichtung,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Oktober 1908 ab.
Für Fernsprechamtsanlagen ist bereits vorgeschlagen worden, die Erledigung der Teilnehmeranrufe
dadurch zu beschleunigen, daß man die Teilnehmer an Wählerapparate im Amte anschließt,
die beim Abheben des Teilnehmerhörers selbsttätig zur Wirkung kommen und den Teilnehmer mit dem Arbeitsplatze einer
gerade nicht beschäftigten Beamtin verbinden. Derartige Amtseinrichtungen sind jedoch in
ίο der Anlage sehr kostspielig, und die Wähler werden
im allgemeinen nicht voll ausgenutzt.
.Erfindungsgemäß wird nun in der Weise verfahren,
daß man im Fernsprechamt neben den in gewöhnlicher Weise an ein Anrufrelais und zugehöriges Anrufzeichen eines Arbeitsplatzes
geschalteten Teilnehmern eine größere oder geringere Teilnehmerzahl an Wählereinrichtungen
der oben genannten Art anschließt, durch die also eine Anschlußmöglichkeit an verschiedene Arbeitsplätze gegeben wird. Die
von den Wählern kommenden Leitungen werden an den Arbeitsplätzen zweckmäßig zu Anrufzeichen
und Klinken der gleichen Art geführt, an die die unmittelbar angeschlossenen Teilnehmerleitungen
geführt sind,- und es werden Anschlüsse beider Art jedem Arbeitsplatze des
Amtes zugewiesen. Die Teilnehmer können jedoch auch sonst in bekannter Art z. B. auf
einen freien Verbindungsstöpsel des betreffenden Platzes 0. dgl. geschaltet werden.
Die Besetztleitungen der an einen jeden Arbeitsplatz anschaltbaren Wählereinrichtung werden
so angelegt, daß der Wähler auf den Kontakten des Arbeitsplatzes nur dann stehen bleiben
kann, wenn dessen Beamtin gerade frei ist, also z. B. wenn kein Sprechumschalter des
Platzes sich in Abfragestellung befindet, oder wenn das Platzkontrollrelais stromlos ist o. dgl.
In der Fernsprechtechnik sind diese Wählereinrichtungen zahlreich in Anwendung, die nur
auf den Kontakten zur Zeit unbenutzter Schalteinrichtungen oder auf Leitungen, die zu Arbeitsplätzen
gerade unbeschäftigter Beamtinnen führen, stehen bleiben. Es sei hier insbesondere
auf die bei selbsttätigen Fernsprechämtern außerordentlich häufig angewendeten Vorwählereinrichtungen
verwiesen; die Schaltwelle dieser jeweils einer Teilnehmerleitung zugeordneten
Vorwähler beginnt zu laufen, sobald der Teilnehmer seinen Hörer abnimmt, und zwar wird
sie durch einen von intermittierendem Strom oder auch über einen Selbstunterbrecher gespeisten
Schaltelektromagneten schrittweise bewegt, wobei sie ihre Kontaktarme bei jedem Schritt außer über zwei Kontakte für die Sprechleitungen
über einen Prüfkontakt führt. Trifft nun. der Prüf arm auf den Prüf kontakt einer
freien Einrichtung (Gruppenwähler), so kann die Anordnung so getroffen sein, daß über die
angeschlossene Prüfleitung ein Stromfluß zustande kommt, der den Schaltarm festhält, z. B.
dadurch, daß er den Schaltelektromagneten in einen Haltestromkreis schließt oder ihn abschaltet
o. dgl. Ist die angeschlossene Stelle oder Einrichtung besetzt, so würde eben dieser Stromfluß
nicht zustande kommen können; z. B. ließe sich das, um nur ein Mittel zu erwähnen, dadurch
herbeiführen, daß man die im Ruhezustande geerdete Prüfleitung von Erde trennte, sobald eine
angeschlossene Einrichtung (Gruppenwähler, Arbeitsplatz o. dgl.) nicht frei ist.. Natürlich kann
auch so verfahren werden, daß die besetzte Lei-
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Claims (2)
- tung gerade das Zustandekommen eines Stromes zuläßt, der die Weiterschaltung des Schaltelektromagneten bewirkt, während die »freie« Prüfleitung unterbrochen ist, so daß der Schalter stehen bleibt.Die neue Anordnung gewährt gegenüber den bekannt gewordenen eine Reihe von Vorteilen. Insbesondere wird man nur diejenigen Teilnehmer an Wälllereinrichtungen anschließen,ίο die häufiger Verbindungen verlangen, und es wird auf diese Weise neben einer erheblichen Verminderung der Amtsanlagekosten eine bessere Ausnutzung der mechanischen Wähler gesichert.Ganz besonders fallen die Vorzüge der Anordnung dann ins Gewicht, wenn es sich um den Umbau eines bereits bestehenden Amtes handelt. Wenn man hier einem gewissen Prozentsatz der Teilnehmer, z. B. 10 Prozent, und zwar, wie erwähnt, dem erfahrungsgemäß das Amt am meisten in Anspruch nehmenden Teile, Wähler gibt, durch die sie beispielsweise Anschlußmöglichkeit an je 15 Plätze gewinnen, so wird mit dieser vergleichsweise geringe Kosten verursachenden Anlage näherungsweise oder völlig die gleiche Wirkung bezüglich Schnelligkeit der Abfertigung und Gleichmäßigkeit der Belastung und Ausnutzung der verschiedenen Beamtinnen erzielt, als wenn sämtlichen Teilnehmern Wähler zugeteilt würden. Keineswegs geschieht aberdie Schnelligkeit der Abfertigung auf Kosten der weniger häufig anrufenden, unmittelbar auf An-. rufzeichen geschalteten Teilnehmer, da auch deren Anrufe den Arbeitsplatz der Beamtin für die Wähler besetzt machen.Fig. ι der Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Die Teilnehmer T1, T2 sind mit Anrufzeichen und Klinken AK1, AK2 eines Arbeitsplatzes A des Amtes verbunden, während weitere Teilnehmer T3, T4 über Wählereinrichtungen W3, W1 sowohl diesen Arbeitsplatz A als auch weitere Arbeitsplätze erreichen können, falls die Beamtin des Platzes A mit der Ausführung einer Verbindung beschäftigt ist. Im dargestellten Falle ist angenommen, daß die Wähler mit Abfrageklinken und zugehörigen Anruf zeichen AK\v der Plätze in Verbindung treten; die Zahl dieser Klinken würde im Höchstfalle gleich der der am Platze verfügbaren Verbindungsleitungen (Stöpsel) sein. Es steht natürlich nichts im Wege, den Anschluß der Wähler an die Arbeitsplätze in sonst bekannter Weise erfolgen zu lassen.Um eine gleichmäßige Verteilung der Arbeit auf die verschiedenen Arbeitsplätze vornehmen zu können, werden bei den gebräuchlichen Fernsprechämtern in die vom Haupt verteiler kommenden Abzweigungen zu den Anrufklinken bekanntlich sogenannte Zwischenverteiler eingefügt. Um mit möglichst wenig Zwischenverteilern auskommen zu können, werden gemäß der Erfindung in der durch Fig. 2 dargestellten Weise Zwischen verteiler ZV zwischen den Wählern W und den Arbeitsplätzen A angeordnet. Von dem in üblicher Weise ausgebildeten Haupt-Verteiler HV gehen Leitungen t teils in gewöhnlicher Weise, gegebenenfalls unmittelbar, zu Abfrageklinken AK und zugehörigen Anrufzeichen an den verschiedenen Arbeitsplätzen, teils zu den Wählern W. Z. B. sind 100 Leitungen tlt t2 .... bis t100 zu einer Gruppe von 100 Wählern W11W2 usw. ..... W100 geführt.Soll beispielsweise, wie oben angenommen, jeder Wähler Anschlußmöglichkeit an 15 Arbeitsplätze A1, A2 .... A15 besitzen, so werden die 15 Kontaktsätze jedes Wählers der Reihe nach an 15 Leitungssätze 1 bis 15 (jeder Satz würde aus drei Leitungen bestehen, nämlich aus zwei Sprechleitungen und einer Prüfleitung) angeschlossen. Diese Leitungen werden über den Zwischenverteiler ZV, der demnach pro 100 Teilnehmer hier nur 15 Lötstiftreihen enthält, statt 100, die erforderlich wären, wenn der Zwischenverteiler ZV zwischen Hauptverteiler HV und Wählern W angebracht wäre, in beliebiger Reihenfolge mittels Zwischenleitungen ζ mit Leitungsgruppen ^1 bis p15 verbunden, die zu Klinken und Anrufzeichen A Kn, an den Plätzen A1 bis An führen. Die Anzahl der Wähler, die man zu einer Gruppe vereinigt, die Kontaktzahl in den Wählern und die Zahl der Gruppen richtet sich natürlich nach den örtlichen Verhältnissen, Gesprächsdichte usw. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß in dem Zwischenverteiler ZV auch die Gruppenleiter 1 bis 15 weiterer Gruppen Anschluß an die Platzleitungen P1 usw. der ersten Gruppe finden könnten, während die der ersten Gruppe an zu anderen Plätzen führende Leitungen gelegt werden könnten. Durch derartige Vertauschungen kann ein Ausgleich in der Belastung der Arbeitsplätze leicht herbeigeführt werden, z. B. ist im dargestellten Falle angenommen worden, daß auf Platz A3 zwei Leitungen der Wählergruppe endigen, während Platz A2 keine Anrufe aus dieser Gruppe erhalten kann, entsprechend der Annahme, daß dieser Platz durch die übrigen Teilnehmer und Gruppen ausreichend belastet ist.Pate ν τ-An Sprüche:i. Fernsprechanlage mit Anruf-Verteilereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß am Platz (A) einer Beamtin außer einem Teil von Teilnehmern (T2), die auf Anrufzeichen geschaltet sind, auch noch ein Teil von der Verteilereinrichtung (W3, WJ kommende Verbindungsleitungen angeordnet sind, zum Zweck, die Zahl der Wähler herabsetzen und die Arbeitskraft der Beamtin besser ausnutzen zu können, indem die Zeit der Beamtin, während welcher keine Anrufeder direkt an den Platz geschalteten Teilnehmer vorliegen, zur Bedienung der in der Zwischenzeit von der Verteilereinrichtung auf den Platz gelegten Anrufe verwendet werden kann.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Zwischenverteiler (ZV), die in bekannter Weise die Möglichkeit einer gleichmäßigen Belastung der Arbeitsplätze (A1 bis A15) bezwecken, zwischen den Wählern (W) und den Wähleranruf zeichen und -klinken (AKn,) angebracht sind, während die mit Anruf zeichen (AK) gewöhnlicher Art versehenen Teilnehmerleitungen (t) vom Hauptverteiler (HV) direkt zum Anrufzeichen (AK) geführt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT229384D Active DE229384C (de) | 1908-10-02 |
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Families Citing this family (2)
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1909
- 1909-08-10 GB GB190918456D patent/GB190918456A/en not_active Expired
Also Published As
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