DE3104615C2 - Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen versehenen Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen versehenen GegenständenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68G—METHODS, EQUIPMENT, OR MACHINES FOR USE IN UPHOLSTERING; UPHOLSTERY NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B68G7/00—Making upholstery
- B68G7/05—Covering or enveloping cores of pads
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf
mit Flächen versehenen Gegenständen mit einem Rahmen und davon ausgehenden, entsprechend der
Umrißform der zu bespannenden Flächen angeordneten Anlageplatten.
Werden die Flächen von Gegenständen, beispielsweise die Flächen von Stühlen oder dergleichen, mit einer
Bespannung versehen, so wird die Bespannung — gegebenenfalls unter Zwischenlegung einer Polsterung
— auf die zu bespannende Fläche aufgelegt und deren Ränder dann um die Seitenkanten herumgelegt und auf
der Rückseite mittels Klammern oder dergleichen befestigt. Damit keine Faltenbildung auftritt, muß dabei
die Bespannung strammgezogen werden, und zwar gleichzeitig an den jeweils gegenüberliegenden Seiten.
Um dies zu bewerkstelligen, reicht eine Person nicht aus. Außerdem treten leicht Ungleichmäßigkeiten mit der
Folge auf, daß sich Schrägfalten bilden.
Mit einer bekannten Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung (DD-PS 1 17 427) ist das
Bespannen von Möbeln weitgehend mechanisiert. Diese Vorrichtung ist allerdings verhältnismäßig kompliziert
aufgebaut, weil sie gegeneinander bewegliche Rahmenteile besitzt, die mit Hilfe von Antrieben gegeneinander
bewegt werden. Die insoweit bekannte Vorrichtung ist hauptsächlich für industrielle Fertigung bestimmt. Sie
erfordert eine sorgfältige Handhabung bzw. Bedienung beim Einlegen des Gegenstandes, der Polsterung und
Her Bespannung, weil anschließend der Arbeitsablauf dieser Vorrichtung nicht mehr beeinflußt werden kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfachere Vorrichtung
ίο amugeben, deren Handhabung bzw. Bedienung übersichtlich
und problemlos ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jede Anlageplatte durch ein Scharnier an den Rahmen
angelenkt und aus einer leicht nach außen geneigten Stellung in die aufrechte verschwenkbar ist und daß sich
an jeder Innenfläche etwa senkrecht dazu Vorsprünge für die Auflage des zwischen die Anlageplatten
eingelegten Gegenstandes erstrecken.
Der Gegenstand wird mit der zu bespannenden Seite zuerst in diese Vorrichtung eingeführt, wobei der
überstehende Rand der Bespannung durch die zunächst leicht nach außen geneigten Anlageplatten umgebogen
und die Bespannung aufgrund der auftretenden Reibung gleichzeitig gespannt wird. Beim weiteren Einführen
gelangt diese Seite bis auf die an den Anlageplatten befestigten Vorsprüngen und bei weiterem Drücken
wird dann auf die Anlagepiatten ein Drehmoment in Richtung auf den zu bespannenden Gegenstand
ausgeübt, so daß die Bespannung fest gegen die Seiten JO des Gegenstandes gedrückt wird. Die Bedienungsperson
kann dann den überstehenden Rand der Bespannung ohne Mühe auf der Rückseite des Gegenstandes
befestigen. Anschließend kann der Gegenstand wieder aus der Vorrichtung entnommen werden. Die Bedie-)">
nungsperson kann zu jeder Zeit den Zustand oder die relative Zuordnung von Gegenstand, Polsterung und
Bespannung kontrollieren sowie gegebenenfalls korrigieren, weil der Arbeitsablauf nicht durch mechanische
Antriebe, sondern lediglich durch die Bedienungsperson ■to selbst bestimmt ist.
Wekere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
In dsr Zeichnung ist die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht. Sie zeigt in einem perspektivischen Querschnitt eine Vorrichtung 1,
die aus einem Rahmenbrett 2 und zwei Anlageplatten 3, 4 besteht. An den hier nicht sichtbaren Stirnseiten der
Vorrichtung 1 können ebenfalls Anlageplatten vorgesehen sein, die dann senkrecht zu den hier sichtbaren
Anlageplatten 3, 4 verlaufen, so daß die vier Anlageplatten ein Rechteck einschließen.
Die Anlageplatten 3, 4 stehen aufrecht auf dem Rahmenbrett 2, und zwar in der Normallage jeweils
leicht nach außen geneigt. In dieser Lage werden sie über Schraubenfedern 5,6 abgestützt. Am Rahmenbrett
2 sind die Anlageplatten 3, 4 über Klavierbänder 7, 8 schwenkbar angelenkt. An den Innenseiten der Anlageplatten
3, 4 sind im unteren Bereich L-Profile als Vorsprünge 9, 10 derart befestigt, daß senkrecht zur
M Ebene der Anlageplatten 3, 4 ein Steg nach innen vorsteht.
Der Abstand der jeweils gegenüberliegenden Anlageplatten 3, 4 ist auf den jeweiligen Gegenstand, der mit
einer Bespannung und ggf. einer Polsterung versehen t>5 werden soll, abgestimmt. Im gezeigten Fall ist der
Gegenstand ein Hocker U, der hier gerade vor dem Einlegen in die Vorrichtung 1 auf dem Kopf stehend
gezeigt ist. Seine Sitzfläche — in Normalstellung die
Oberseite — ist mit einer Schaumstoffschicht 12 als Polsterung belegt und diese wiederum mit einer
Bespannung 13 abgedeckt.
Diese Kombination aus Hocker 11, Schaumstoffschicht 12 und Bespannung 13 wird in d;r gezeigten
Stellung in die Vorrichtung 1 abgesenkt. Da die Anlageplatten 3,4 schräg gestellt sind, werden dabei die
Ränder der Schaumstoffschicht 12 und der Bespannung 13 in dieser Ansicht immer weiter nach oben gebogen
und dabei aufgrund der auftretenden Reibung gleichreitig gespannt
Schließlich kommt die Kombination mit ihren Kanten auf die L-Profile zu liegen. Diese bilden zum einen die
Anschläge 9, 10 und erzeugen zum anderen aufgrund ihrer Hebelwirkung ein auf die Anlageplatten 3, 4
wirkendes Drehmoment, das die Anlageplatten 3,4 nach
innen, also in Richtung auf die senkrechte Stellung dreht. Dieses Drehmoment ist um so stärker, je größer die auf
den Hocker 11 nach unten einwirkende Kraft ist. Durch entsprechende Wahl dieser Kraft pressen die Anlageplatten
3, 4 die umgebogenen Ränder der Schaumstoffschient 12 und der Bespannung 13 so stark an die Seiten
des Hockers 11 an, daß nun der überstehende Rand der Bespannung 13 ohne Mühe von einer Person auf die
Rückseiten der balkenförmigen Randstege 14, 15 des Hockers 11 beispielsweise mittels Klammern angeheftet
werden kann. Dabei steht die Bespannung 13 noch derart unter Spannung, daß auch nach Entfernen des
nun fertig bespannten Hockers keine Faltenbildung auftritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen
versehenen Gegenständen, insbesondere Möbeln, mit einem Rahmen und davon ausgehenden,
entsprechend der Umrißform der zu bespannendem Rächen angeordneten Anlageplatten, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Anlageplatte (3, 4) durch ein Scharnier (7, 8) an den Rahmen (1)
angelenkt und aus einer leicht nach außen geneigten Stellung in die aufrechte verschwenkbar ist und daß
sich an jeder Innenfläche etwa senkrecht dazu Vorsprünge (9, 10) für die Auflage des zwischen die
Anlagepiatten (3, 4) eingelegten Gegenstandes (11) erstrecken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprängt (9, 10) im Bereich der
Anlenkung der Anlagepiatten (3, 4) an den Rahmen (2,) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (9, 10) als
Längsstege ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (9, 10) aus an
den Anlageplatten (3, 4) befestigien L-Profilen
bestehen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagepiatten (3,
4) über Federn (5, 6) in der leicht nach außen geneigten Stellung gehalten sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Scharnier (7,8) ein
Klavierband (7,8) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der
jeweils gegenüberliegenden Anlageplatten (3, 4) veränderbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813104615 DE3104615C2 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen versehenen Gegenständen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813104615 DE3104615C2 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen versehenen Gegenständen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3104615A1 DE3104615A1 (de) | 1982-09-02 |
| DE3104615C2 true DE3104615C2 (de) | 1983-03-24 |
Family
ID=6124451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813104615 Expired DE3104615C2 (de) | 1981-02-10 | 1981-02-10 | Vorrichtung zur Erleichterung des Umlegens von aufgelegten Bespannungen auf mit Flächen versehenen Gegenständen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3104615C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3713297A1 (de) * | 1987-04-18 | 1988-11-03 | Tachi S Co | Vorrichtung zum herstellen eines sitzes |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177918B (de) * | 1961-01-21 | 1964-09-10 | Edgar Von Ruedgisch | Vorrichtung zum Beziehen von stark gewoelbten Polsterteilen |
-
1981
- 1981-02-10 DE DE19813104615 patent/DE3104615C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3713297A1 (de) * | 1987-04-18 | 1988-11-03 | Tachi S Co | Vorrichtung zum herstellen eines sitzes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3104615A1 (de) | 1982-09-02 |
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