DE296169C - - Google Patents

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DE296169C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/10Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 296169 KLASSE 22 d. GRUPPE
löslicher Farbstoffe.
Zusatz zum Patent 264044*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1913 ab. Längste Dauer: 13.Januar 1927,
In weiterer Ausbildung des Verfahrens des Patents 264044 wurde gefunden, daß sich die Küpenfarbstoffe bzw. die schwefelhaltigen Farbstoffe, welche sich von Indophenolen des Carbazols, dessen Substitutionsprodukten, sowie deren am Stickstoff alkylierten oder arylierten Derivaten ableiten, durch tiefer greifende Einwirkung von sulfierenden Mitteln, wie Schwefelsäure, Oleum oder Chlorsulfonsäure, in Produkte umwandeln lassen, welche als. Sulfosäuren anzusprechen sein dürften und überraschenderweise im Schwefelnatriumbade eine starke Affinität zur Faser besitzen.. Diese unterscheiden sich von den Farbstoffen des
!5 Hauptpatents dadurch, daß sie schon als Farbstoffe selbst, d. h. also bereits in nicht reduziertem Zustand, in Wasser bzw. in verdünnten Alkalien oder Schwefelalkalien löslich sind, während die Farbstoffe des Hauptpatents 264044 diese Eigenschaften erst in Form ihrer Leukoverbindungen, also erst im reduzierten Zustande, besitzen.
Nach dem neuen Verfahren werden die in Wasser bzw. in verdünnter Natronlauge unlöslichen Farbstoffe der Patentschriften 224591, 222640, 218371 usw. in Wasser bzw. in verdünnter Natronlauge löslich und lassen sich aus diesen Lösungen, z. B. durch Aussalzen in Form wasserlöslicher Natriumsalze, abscheiden.
Die nur aus der Hydrosulfitküpe ausfärbbaren schwefelhaltigen Küpenfarbstoffe (z. B. der Farbstoff der Patentschrift 222640) lassen sich nach der Sulfierung auch aus dem einfach zu handhabenden und sehr billigen Sch wefelnatriumbade ausfärben, ohne hierbei an Farbkraft zu verlieren, und die erhaltenen Färbungen weisen insbesondere nach vorhergegangenem Seifen gute Echtheitseigenschaften auf und übertreffen, z. B. in der Chlorechtheit, noch die entsprechenden unsulfierten Farbstoffe. Sie haben fernerhin vor den Farbstoffen der Patentschriften 264044, 218371, 222640, 224591 den Vorteil, für die Apparatefärberei ausgezeichnet geeignet zu sein; da sie schon als Farbstoffe selbst sehr leicht löslich sind, so findet selbst bei einer teilweisen Rückoxydation ihrer Leukolösungen, z. B. durch Luftzutritt, keine Ausscheidung unlöslicher Farbstoffteilchen statt, wodurch die Entstehung ungleichmäßiger fleckiger Färbungen ausgeschlossen ist. Man kann die Farbstoffe infolge ihrer oben beschriebenen Eigenschaften auch sehr leicht in flüssiger Form darstellen und in den Handel bringen, welch letztere Formen große Vorteile vor den
Früheres Zusatzpatent: 268891.
festen Marken besitzen. Außerdem können die nach dein vorliegenden Verfahren dargestellten Farbstoffe in Form ihrer unlöslichen Erdalkali-/bzw. Schwermetallverbindungen in der Lackfärberei verwendet werden.
Beispiel.
20 g des Farbstoffs, erhalten nach dem Verfahren der Patentschrift 224591, werden in 200 g Chlorsulfonsäure bei gewöhnlicher Temperatur eingerührt, nach erfolgtem Einrühren allmählich auf 80 ° angewärmt und etwa eine Stunde bei 80 bis 90° nachrühren gelassen. Man gießt dann auf Eis und saugt den in säurehaltigem Wasser unlöslichen Farbstoff ab; bei Neutralwaschen geht der Farbstoff allmählich in Lösung und wird aus dieser Lösung durch Aussalzen abgeschieden. Er färbt aus dem Schwefelnatriumbade auf Baumwolle ein schönes rotstichiges Blau, welches beim Seifen an Klarheit noch gewinnt und chlorechter ist als der Ausgangsfarbstoff.
Temperatur und Zeit sowie Mengenverhältnisse können bei der Sulfierung in weiten Grenzen verändert werden.
Wendet man statt des oben genannten Farbstoffs den der Patentschrift 222640 an, so erhält man ein etwas schwerer in Wasser lösliches Produkt, dessen Färbungen, aus dem Schwefelnatriumbade gegenüber dem Ausgangsfarbstoff aus der Hydrosulfitküpe gefärbt, einen schöneren Farbton und bessere Chlorechtheit aufweisen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung in Schwefelnatrium, Alkalien und Wasser löslicher Farbstoffe, darin bestehend, daß man in Abänderung des Verfahrens des Patents 264044 die Küpenfarbstoffe bzw. schwefelhaltige Farbstoffe, welche sich von Indophenolen des Carbazols, dessen Substitutionsprodukten, sowie deren am Stickstoff alkylierten oder arylierten Derivaten ableiten, mit sulfierenden Mitteln, wie Schwefelsäure, Oleum oder Chlorsulfonsäure, solcher Konzentration bzw. so lange und bei solchen Temperaturen behandelt, bis wasserlösliche bzw. in verdünnten Alkalien oder Schwefelalkalien lösliche Alkalisalze erhalten werden.
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