DE293125C - - Google Patents

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DE293125C
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hydrogen peroxide
carbamide
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compound
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/10Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die leichte Zersetzlichkeit der Wasserstoffsuperoxydlösungen einerseits, sowie die Verwendung derselben zu medizinischen Zwecken andererseits hat das Bedürfnis hervorgerufen, solche Lösungen jederzeit und mit genau bekanntem Titer frisch herstellen zu können. Hierfür kommen in erster Linie feste Verbindungen in Betracht, welche Wasserstoffsuperoxyd in lockerer Bindung enthalten. Im Gegensatz zu den Verbindungen anorganischer Salze mit Kristallwasserstoffsuperoxyd enthält das Lupetidin · H3 O3 (Ber. 34, S. 2430) das Wasserstoffsuperoxyd chemisch, d. h. nicht kristallwasserartig gebunden. Dieser Körper
!5 ist eine salzartige Verbindung des Wasserstoffsuperoxyds mit einer typischen Base. Gegen seine Verwendung zu obigem Zwecke wäre außer dem geringen Gehalt an Wasserstoffsuperoxyd (15 Prozent) anzuführen, daß er eine nicht indifferente organische Komponente besitzt.
Es wurde nun gefunden, daß Wasserstoffsuperoxyd mit Carbamid eine wohl charakterisierte Verbindung eingeht, die den gestellten Bedingungen in vollkommener Weise entspricht. Die Verbindung wird dadurch erhalten, daß man Carbamid mit Wasserstoffsuperoxyd bzw. Lösungen, die Wasserstoffsuperoxyd enthalten, oder Mischungen, die H2O3 entwickeln, bei niedriger Temperatur behandelt. Aus der Lösung läßt sie sich in schönen, farblosen Prismen abscheiden, die sich bei 85 ° unter stürmischer Sauerstoffentwicklung in eine gesät-
tigte, beim Erkalten erstarrende Carbamidlösung verwandeln.
Die wäßrige Lösung scheidet beim Ansäuern Jod aus Jodkali ab; wird nicht angesäuert, so erfolgt lebhafte Sauerstoffentwicklung.
Die Titration ergab einen Gehalt von 36,2 Prozent gleich ι Mol. Wasserstoffsuperoxyd.
Eine kristallwasserartige Bindung des Wasserstoffsuperoxyds ist im vorliegenden Falle ausgeschlossen, weil die Verbindung ihr Wasserstoffsuperoxyd beim Erhitzen im Vakuum auf 40° nicht abgibt (vgl. dagegen Willstätter, Berichte 36, S. 1829) und an der Luft nicht verwittert. Auch kristallisiert Carbamid selbst wasserfrei. Das Vorliegen einer salzartigen Verbindung ist beim Carbamid im Gegensatz zum Lupetidin überraschend, weil das Carbamid bekanntlich eine äußerst schwache Base ist. Um zu einem praktisch haltbaren Produkt zu gelangen, das ohne Gefahr der Zersetzung in den Handel gebracht werden kann, muß bei seiner Darstellung eine höhere Temperatur vermieden werden. Bei höherer Temperatur entsteht ein zersetzliches Produkt (Journ. Russ. Phys. Chem. Ges. 40, 376/80). Dieses ungünstige Resultat ist wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß sich Carbamid sehr leicht in wäßriger Lösung, und zwar schon bei einer Temperatur über 50 ° zersetzt (s. W. Wiechowski, Wien, »Analyse des Harns«, Wiesbaden 1910, S. 549, Z. 6 bis 14 v. u.). Die hierbei entstehenden Umwandlungsprodukte, in erster Linie Ammoniumcar-
bonat, führen wegen ihrer alkalischen Reaktion zu einer katalytischen Zersetzung der fertigen Verbindung aus Wasserstoffsuperoxyd und Garbamid, auch wenn sie derselben nur in geringer Menge beigemengt sind.
'■/ Beispiel i.
600 Teile Carbamid C O (N H2)2 werden in 1500 Teile 3oprozentigem Wasserstoffsuperoxyd
gelöst und die entstandene Verbindung durch Abkühlen abgeschieden. Weitere Mengen der Verbindung können durch vorsichtiges Konzentrieren der Mutterlauge im Vakuum gewonnen werden.
/ An Stelle der 30 prozentigen Wasserstoffsuperoxydlösung können Wasserst offsuperoxyd-
■■ lösungen jeglicher . Konzentration in jedem
geeigneten Lösungsmittel angewandt werden.
Das erhaltene Produkt wird aus wenig Wasser durch kurzes Erwärmen auf 40° und sofortiges Abkühlen umkristallisiert.
Beispiel 2.
In eine Lösung von 60 Teilen Carbamid in 500 Teilen Wasser werden 170 Teile Bariumsuperoxyd eingeführt und so lange Kohlensäure eingeleitet, bis alles Superoxyd zersetzt ist. Aus der vom Bariumcarbonat abfiltrierten Lösung wird die Carbamid-Wasserstoffsuperoxydverbindung durch Einengen im Vakuum bei 400 gewonnen. Statt Kohlensäure einzuleiten, kann man die berechnete Menge Schwefelsäure, Oxalsäure oder Phosphorsäure der Carbamidlösung zufügen und dann das Bariumsuperoxyd eintragen.

Claims (1)

  1. 35 Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer haltbaren Verbindung aus Wasserstoffsuperoxyd und Carbamid, dadurch gekennzeichnet, daß man Carbamid mit Wasserstoffsuperoxyd bei niedriger Temperatur behandelt.
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