DE290747C - - Google Patents

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DE290747C
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ammonium
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/16Halides of ammonium
    • C01C1/164Ammonium chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde gefunden, daß man Chlorammonium in sehr einfacher, bequemer und billiger Weise erhält, wenn man auf Alkalichloride in Gegenwart einer beschränkten Menge Wasser Schwefelsäure und Ammoniak einwirken läßt. Unter dem Einfluß der Reaktionswärme scheidet sich Alkalisulfat weitgehend ab, worauf der gebildete Salmiak beim Abkühlen der Mutterlauge ohne weiteres auskristallisiert.
ίο Von der Darstellung des Chlorammoniums aus Ammonsulfat und Kochsalz unterscheidet sich das vorliegende Verfahren vorteilhaft dadurch, daß hier sowohl die gesonderte Erzeugung und Gewinnung des Ammonsulfats wie auch die bei Verwendung des letzteren erforderliche äußere Erhitzung bei der Umsetzung mit Kochsalz wegfällt. Die bei der Einwirkung von Ammoniak auf Schwefelsäure entwickelte Reaktionswärme wird hier dazu dienstbar gemacht, festes Natriumsulfat aus der heißen Reaktionsmasse nahezu vollständig abzuscheiden, während das Chlorammonium zunächst in Lösung gehalten wird und sich dann nach Abtrennung des Natriumsulfats beim Abkühlen in fester Form abscheidet.
Auch ein anderes bekanntes Verfahren, wonach eine Suspension von Gips mit Ammoniumkarbonat bzw. Ammoniak und Kohlensäure in Gasform umgesetzt wird, liefert nicht ohne weiteres auf der einen Seite Calciumkarbonat, auf der anderen Ammonsulfat. Führt man dieses Verfahren, wie gebräuchlich, mit einer gesättigten Lösung von Ammoniumkarbonat aus, so erhält man neben festem Calciumkarbonat eine nahezu kaltgesättigte Ammoniumsulfatlösung, aus der das feste Salz nur durch kostspieliges Eindampfen zu gewinnen ist; arbeitet man dagegen von vornherein mit einer gesättigten Ammonsulfatlösung, also in größeren Konzentrationen, so genügt die Reaktionswärme des dortigen Verfahrens bei weitem nicht, um das neugebildete Ammonsulfat in Lösung zu bringen; man erhält sonach entweder ein Gemisch von Calciumkarbonat und festem Ammoniumsulfat, oder man ist auch hierbei genötigt, von außen Wärme zuzuführen. Alle diese Ubelstände treten bei dem vorliegende'n Verfahren nicht auf; bei ihm wird eine Trennung der beiden gebildeten Salze ohne weiteres erreicht, und die Gewinnung von Chlorammonium geht daher mit der denkbar größten technischen Einfachheit vor sich.
Beispiel 1.
Ein Gemisch von 843 Teilen Schwefelsäure von 36,2 Prozent H2SO4 und 368 Teilen feingemahlenem Kochsalz wird unter Rühren mit Ammoniakgas gesättigt. Das ausgeschiedene Natriumsulfat wird heiß filtriert. Aus der Mutterlauge kristallisiert ohne weiteres beim Abkühlen Salmiak aus.
Die Endlauge wird von neuem mit Schwefelsäure und Kochsalz versetzt und liefert mit Ammoniak neue Mengen Natriumsulfat und Salmiak.
Beispiel 2.
1000 Teile Natriumbisulfatlösung von 47 ° Be, enthaltend 20 Prozent freie Schwefelsäure,
30 Prozent Natriumsulfat und 50 Prozent Wässer, werden mit 143 Teilen Schwefelsäure von 73,4 Prozent Schwefelsäure und 368 Teilen Kochsalz unter Rühren mit Ammoniakgas gesättigt. Die weitere Verarbeitung geschieht nach Beispiel 1.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Chlorammonium, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Alkalichloride in Gegenwart einer beschränkten Menge Wasser Schwefelsäure und Ammoniak einwirken läßt.
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