DE974061C - Verfahren zur Herstellung von reinem Kalisalpeter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Kalisalpeter

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DE974061C
DE974061C DEG8113A DEG0008113A DE974061C DE 974061 C DE974061 C DE 974061C DE G8113 A DEG8113 A DE G8113A DE G0008113 A DEG0008113 A DE G0008113A DE 974061 C DE974061 C DE 974061C
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DE
Germany
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excess
calcium nitrate
nitrate
ions
potassium
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Expired
Application number
DEG8113A
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English (en)
Inventor
Hans Dipl-Ing Schmalfeldt
Wilhelm Dr Vollmer
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Gewerkschaft Victor
Original Assignee
Gewerkschaft Victor
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/08Preparation by double decomposition
    • C01D9/12Preparation by double decomposition with nitrates or magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von reinem Kalisalpeter Kalisalpeter wird gewöhnlich hergestellt durch Konversion von Natronsalpeter mit Kaliumchlorid. Die Löslichkeitsverhältnisse des beständigen Salzhaares Natriumchlorid und Kaliumnitrat sind aber verhältnismäßig ungünstig, so daß es einer mehrfachen Raffination bedarf, um technisch reine Ware zu erzeugen. Nach einem anderen Verfahren wird Kaliumnitrat durch doppelte Umsetzung von Calciumnitrat mit Kaliumsulfat gebildet. Dabei sind verschiedene Varianten zwecks Gewinnung des festen Salzes bekannt. Einmal wird die vom Gips abgetrennte Mutterlauge eingedampft. Verfährt man so, so wird ebenfalls kein reines Produkt erhalten, denn beim Eindampfprozeß kommt es zur gleichzeitigen und relativ reichlichen Abscheidung von in der Lauge gelöstem Calciumsulfat. Zum anderen wird der Prozeß konzentrationsmäßig so eingestellt, daß man den Kalisalpeter durch Abkühlung ausscheidet. Über den Reinheitsgrad werden meistens nur vage Angaben gemacht; in einem konkreten Fall wird ein 98o/oiges Kaliumnitrat erhalten.
  • Die Bemühungen, nach der letzteren Verfahrensvariante zu einem möglichst reinen Produkt zu kommen, basieren auf recht gegensätzlichen Methoden. So wird einerseits davor gewarnt, bei der Umsetzung überschüssiges Calciumnitrat zu verwenden, weil sonst Kristallisate erhalten werden, die Calciumnitrat enthalten und daher hygroskopisch sind. Auf der anderen Seite wird ein großer Überschuß an Calciumnitrat gefordert, damit die unwirtschaftliche Bildung von Doppelsalzen vermieden wird. In beiden Fällen soll, wie gesagt, »reines« Kaliumnitrat gewonnen werden.
  • Die bei der doppelten Umsetzung zwischen stöchiometrischen Mengen von Kaliumsulfat und Calciumnitrat resultierende Lauge hat eine gewisse Lösefähigkeit für den entstandenen Gips. So nimmt es nicht wunder, daß beim Abkühlen dieser Lauge ein Teil des gelösten Gipses mit dem Kalisalpeter ausgeschieden wird. Diese Menge ist unter Umständen so groß, daß der Salpeter für manche Zwecke nicht brauchbar ist, es sei denn, er wird einer nachträglichen Raffination unterworfen. Bei dem Verfahren unter Anwendung eines großen Überschusses an Calciumnitrat (27,6°/o in der abzukühlenden Lauge) ist dagegen eine erhebliche und nicht tragbare Menge an Calciumnitrat im Kristallisat enthalten.
  • Es ist also so und so notwendig, das Produkt in einem anschließenden Verfahrensgang zu raffinieren, um zu einer Qualität zu kommen, wie sie für technische Ware gefordert wird.
  • Diesen Nachteil vermeidet die vorliegende Erfindung. Sie weist einen Weg, wie man ohne jede Nachbehandlung, d. h. in einem einzigen Verfahrensgang, das zu erstrebende Ziel erreicht. Zu diesem Zweck wird die Umsetzung zwischen an sich stöchiometrischen Mengen von Calciumnitrat und Kaliuinsulfat in einer Kreislauflauge bei einem bestimmten Überschuß an Calciumnitrat durchgeführt. Die Kreislauflauge ändert während der einzelnen Stufen des Prozesses ihre Zusammensetzung so durch das Ausscheiden des Gipses, das Auskühlen des Kalisalpeters und das Abdampfen des mit der Calciumnitratlösung eingebrachten Wassers. Der Überschuß an Calciumnitrat wird zweckmäßig durch diese Kreislauflauge zugeführt; er liegt jedoch weit unter dem obengenannten Wert und hat nicht dessen nachteilige Folgen. Er wird so gehalten, daß bei der Umsetzung 2°/o Ca-Ionen (absolut genommen) mehr vorhanden sind. Bei der ersten Inbetriebnahme des Verfahrens wird er vorzugsweise dadurch erzeugt, daß das molare Verhältnis der zur Reaktion gebrachten Mengen K2 S 04 : Ca (N 03) 2 =o,92 ist und allmählich auf i,o gesteigert wird.
  • Die Bedeutung des geschilderten einstufigen Verfahrens wird noch dadurch erhöht, daß man an Stelle reinen Kaliumsulfats mit gleichem Erfolg auch ein Rohsalz von beispielsweise nur 85°/oiger Reinheit anwenden kann. Diese Möglichkeit war nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht vorauszusehen.
  • Durch die eben beschriebene erfindungsgemäße Maßnahme wird erreicht, daß die Gipslöslichkeit in der abzukühlenden Lauge auf ein Minimum Heruntergedrückt wird, so daß im fertigen Kalisalpeter der Ca-Gehalt nur o,oo8 bis höchstens o,oi2°/o beträgt. Unter Berücksichtigung von Spuren anderer Verunreinigungen und eines niedrig gehaltenen Wassergehaltes ist so mit einer Reinheit des Kalisalpeters in einem Verfahrensgang von mindestens 99,7 bis 99,8°/o zu rechnen. Beispiel ioo Gewichtsteile einer 32°/oigen Calciumnitratlösung werden mit etwa 13o Gewichtsteilen eingedampfter Umlauflauge gemischt, auf 6o° C erwärmt und in die heiße Mischung langsam 4.o Gewichtsteile eines 85°/oieen Kaliumsulfats eingetragen. Diese Umlauflauge enthält 3,5 °/o Ca-Ionen. Der Ca-Ionen-Gehalt der gemischten Laugen vor der Fällung beträgt etwa 5,4.°/o. Die vom ausgefallenen Gips befreite Mutterlauge wird auf 2o' C gekühlt und dadurch die zu erwartende Menge an Kalisalpeter zur Ausscheidung gebracht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurHerstellungvo:nreinemKalisalpeter durch Umsetzung von. Kaliumsulfat mit überschüssigem Calciumnitrat, Abfiltrieren des sich abscheidenden Gipses und Isolierung des Kalisalpeters. durch Auskühlen, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Reaktion. von vornherein ein Überschuß von etwa :21/o an Ca-Ionen (absolut genommen) verwendet wird und in einer Verfahrensstufe, also insbesondere auch ohne Umkristallisation, gearbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Rohkaliumsulfat (85°/oiges Salz) verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß stöchiometrische Mengen von Kaliumsulfat und Calciumnitrat zur Umsetzung gebracht werden und daß der Überschuß von etwa 2% Ca-Ionen aus der Umlauflauge stammt. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Beginn der fabrikatorischen Herstellung der Überschuß an Ca-Ionen dadurch erreicht wird, daß das molare Verhältnis der zur Reaktion gebrachten Mengen von K2 S 04 : Ca (N 03) 2 von anfänglich o,92 allmählich auf i,o gesteigert wird, bis die Mutterlauge so viel Calciumnitrat enthält, als dem gewünschten Überschuß von etwa 2°/o an Ca-Ionen bei der Umsetzung entspricht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 321 030, 410 924, 536 076; deutsche Patentanmeldungen K 9970i IVb/ i21 (bekanntgemacht am 26. 6. 193o), G 80 IV b/ 121 (bekanntgemacht am 2.5. 1951).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2455015A1 (fr) * 1979-04-25 1980-11-21 Inst Galurgii Procede d'obtention d'un engrais azote-potassique

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE321030C (de) * 1919-03-11 1920-05-17 Heinrich Hampel Verfahren zur UEberfuehrung loeslicher Salze in Salze anderer Art, insbesondere in Kali-, Natron- oder Magnesiasalpeter
DE410924C (de) * 1922-08-09 1925-03-24 Bayerische Stickstoffwerke A G Verfahren zur Herstellung von Alkalisalpeter
DE536076C (de) * 1929-02-01 1931-10-19 Kali Forschungs Anstalt G M B Herstellung von Kaliumnitrat durch Umsetzung von Calciumnitrat mit Kaliumsulfat

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